Des Pfaffen Unkeuschheit

Für Hubertus - in Memoriam


                  ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ☸      Anno 1357      ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ☸  

 

Walburga kam wieder, am nächsten und auch am übernächsten Abend, und Pater Antonius betete stereotyp seinen nicht sehr liturgie-treuen Exorzismus herunter, während er genau der sündhaften Lust frönte, die angeblich schnurstracks ins Höllenfeuer führte! Die Magd war aber ein kluges Mädchen und entdeckte schon bald den logischen Fehler in des Pfaffen Dämonenaustreibung.

 

Was hatte er gesagt, als sie ihm gebeichtet hatte?

 

„Meine Tochter, ich habe nicht viel Hoffnung für dich! Ich sehe schon, wie du im Höllenpfuhl schmoren wirst! Die Teufelsknechte werden sich über dich hermachen. Mit ihren Schwefelhänden werden sie dir in alle Körperöffnungen greifen. Sie werden dir ihre glühenden Schwänze in den Körper stoßen und das immer und immer wieder - bis in alle Ewigkeit!“

 

Sie war blass geworden, und ihr Herz war erzittert. War es das wert gewesen? Sie hatte sich verliebt in Johann, den Knecht, und ja, sie hatte sich verführen lassen – nur allzu bereitwillig. Irgendwie hatte er es geschafft, seine Wünsche zu den ihren zu machen. Sie wollte ihm und nur ihm ihren Jungfernkranz schenken – und sie hatte es getan. Wunderbar war es gewesen und aufregend – lüstern, aber dann war sie in der Kirche gewesen - zur Beichte. War sie nun wirklich verdammt zum ewigen Höllenfeuer?

 

Aber Pater Antonius wollte ihr doch helfen. Er war der Seelsorger. Er wollte sie bewahren vor ewigem Fegefeuer, oder etwa nicht? Dann tat er jedoch genau das, was auch Johann … allerdings war der Pfaffe viel weniger rücksichtsvoll, weniger zärtlich und dazu wiederholte er stereotyp zwei Sätze, die sie nicht verstand: „O Herr vergib ihr die Sünden. Ich werde jetzt mit meinem geweihten Fleisch diesen sündigen Ort reinigen.“

 

Nur am ersten Abend hatte ihr lüsterner Exorzist Walburga noch sehr mit den blumig ausgeschmückten Qualen erschreckt, die sie mit den Teufeln zu leiden haben würde, aber spätestens am dritten Tag war ihr klar, dass es hier nur einen Beelzebub mit glühendem Schweif gab. Wäre er wenigstens jung und schön gewesen, sie hätte ihm gern ihre Dienste angedeihen lassen, aber er war fett, alt und hässlich, und er war heuchlerisch, scheinheilig und verlogen.

 

Einen weiteren Tag überlegte sie, ob und was sie gegen diesen Schurken tun könne, dann erzählte sie Johann von ihrer "Reinigung durch den geweihten Schweif des Paters", und ihr Liebster kochte vor Wut über die gemeine List dieses "Gottesmannes". Allerdings fiel ihm auch keine besonders gelungene Rache an dem heimtückischen Alten ein und so fragte er den Knappen Gernot um Rat.

 

Diesen hatte der Pfaffe Stunden beim Gebet zubringen lassen! Stunden, die er viel lieber mit seiner neuen Liebsten Burghilde verbracht hätte, und dabei hatte er sich bestimmt ins Fäustchen gelacht, dieses Scheusal. Wie oft hatte er wohl schon die Mädchen des Marktes und seiner Burg „gereinigt"? Gernot beschloss eine diskrete kleine Umfrage zu starten, und gegen Abend wusste er, dass alle Männer unter Wulfings Herrschaft schwer an den Hörnern trugen, die der heilige Mann ihnen aufgesetzt hatte!

 

Wut macht ja bekanntlich erfinderisch, und so war bis zum Abend ein kleiner, feiner Plan geschmiedet, dem Pfaffen das Unwesen auszutreiben, ohne dabei selbst Opfer der Verdammnis zu werden. Dabei waren sie aber ziemlich sicher, dass die "verderbliche" Wollust sie nicht ins Höllenfeuer führen konnte, wenn der Pfaffe sich ebendiese doch so schamlos holte. Walburga und ihr Liebster Johann erklärten sich zu dieser Revanche nur allzu gerne bereit. Auch den Schmied Ludger und sein Weib Magdalena, die ebenfalls Opfer des priesterlichen Reinigungsrituals geworden war, waren bereit dem Pfaffen eine Lektion zu erteilen.

 

Als die Magd sich am letzten Abend ihrer Buße zu ihrem "Seelsorger" begab, trug sie deshalb auch ein Hemd, das vorne mit vielen kleinen, süßen Schleifchen zu verschließen war - und die Hälfte davon stand offen. Wie in Panik hastete sie zu ihrem "Retter", atemlos, und warf sich ihm zu Füßen. Nun hatte der geile Bock den perfekten Ausblick. Ihre üppigen Brüste, die mit jeder ihrer ausladenden Bewegungen auf- und abwogten, brachten auch ihn in Wallung.

 

"Ach heiliger Mann!", jammerte Walburga, "ich glaube, ich bin ein schlechtes Mädchen!"

 

"Was hast du getan?", donnerte der Pfaffe. "Sprich - und lass nichts aus, auch die kleinste Kleinigkeit ist wichtig!"

 

Walburgas Wangen glühten und ihre Augen blitzten.

 

"Ich habe mich keinem Mann hingegeben, Hochwürden, aber ..."

 

Enttäuscht schnaubte Antonius durch die Nase. "Unglückswurm du, was belästigst du mich mit Nichtigkeiten!" Wenn es nicht um Unzucht ging, was ging ihn dann das Sündenregister der Weiber an?

 

Aber Walburga schob wie beiläufig mit der Hand ihren Rock hoch über ein nacktes Bein, griff nach dem Saum und wedelte sich Luft auf ihre sündige Körperöffnung! Nebenbei wedelte sie ihm natürlich auch die lüsternste, heißeste Duftwolke der Wollust um die Nase.

 

Gierig sog er diesen sinnlichen Körpergeruch auf und setzte sich breitbeinig über sie, lüpfte die Soutane und ließ seine Blicke in ihrem Mieder spazieren gehen.

 

"So beichte, du sündiges Weib!"

 

"Ich war bei ... Magdalena ... in der Kammer ..." Walburga schlug die Hände vermeintlich schamvoll vor die Augen. Sie würde ihm einheizen, aber die gesamte Gemeinde würde es wissen, und so waren die Wangen von biederer Rosenröte überzogen und die Hitze, die ihren Leib durchströmte, war durchaus echt.

 

"Wir alberten ein bisschen herum, während wir Wäsche machten, und Magdalena ..."

 

Sie band das Halstuch ab, das ihre Brüste streichelte und tupfte sich die Stirn. Sie stöhnte.

 

"Ach, muss ich wirklich?"

 

"Gesteh, Verderbte!", donnerte der vor ihr sitzende Mann, und sie spreizte wie unabsichtlich die Beine und tupfte auch dort!

 

Antonius hielt den Atem an und glotze auf nacktes, weiß-rosa Fleisch. Die Höllenpforte so geboten zu bekommen, das war er nicht gewöhnt. Glänzende Nässe und schweißtreibender Geruch brachten ihn nahe an den Wahnsinn.

 

"Also ich ... also Magdalena hat mir ..." Walburga sprang auf, drängte ihm ihre Brüste entgegen und schlang behände das Halstuch um seinen Kopf.

 

"Sie hat mir die Augen verbunden. Ein Spiel, Hochwürden, nur ein Spiel!", flüsterte sie, während sie genau das tat. Der Pfaffe sog den Duft des lustfeuchten Stoffes ein und schickte seine Hände unter dem Rock der Magd auf Wanderschaft.

 

Oh ja, dieses Spiel gefiel ihm sehr!

 

"Sie zog mir ..."

 

Seine Finger glitten zwischen ihre Schenkel, und sie drängte ihm ihre Quelle entgegen, so dass er eintauchen konnte. Er durfte jetzt nicht denken, und sie würde das verhindern.

 

Ganz nah kam sie an ihn heran, trat mit gespreizten Schenkeln über ihn und flüsterte ihm ins Ohr: " ... sie raffte meinen Rock ... und steckte ihn fest. Oh Hochwürden, ich ... ich war nackt ..." Ihr Becken schwang ihm entgegen. Vor und zurück. Seine Finger glitten durch sündige Nässe.

 

Ihre Zunge fuhr sanft über sein Ohr, und ihr heißer Atem verlockte ihn.

 

"Oh bitte ...", flehte sie " ... gewährt mir euer "geweihtes Fleisch"!"

 

Ihre Hände streichelten über den Bauch seinen Leib hinab, schlüpften unter die Kutte und berührten seine Knöchel. Langsam streiften sie das Bein hinauf - während er keuchend darauf wartete, angefasst zu werden!

 

"Jaaaahhh!", stöhnte sie lüstern und schlug seinen Filzkittel nebst Skapulier hinauf und steckte ihn peinlich akkurat in das geknüpfte Seil.

 

Sein Knappe stand zum Turnier bereit, der Speer ragte ihr kampfeslustig entgegen, und als er die Hände hob um das Tuch von den Augen zu schieben, griff sie nach seinen Fingern und legte sie auf ihre Wonnekugeln.

 

"Nicht, mein Pater ... so ist es doch gewesen ... und ich ... ich kann nicht reden ... kann euch nicht zeigen, was geschah, wenn ihr ... und ich muss es euch doch zeigen, oder?" Ihre Stimme war nurmehr ein Hauch.

 

"Gewiss, meine Tochter, zeig ... zeig es mir!"

 

"Sie ... sie ... streichelte meine ..." Walburga stöhnte wie in höchster Not.

 

"Sprich Kind, oder ... wenn du wirklich nicht reden kannst, dann darfst du es mir ... ausnahmsweise ... zeigen!"

 

"Sie ... befühlte meine ... Knöchel ..." wisperte sie und wehte ihm dabei ihren Weiberduft entgegen, drehte sich um und öffnete klammheimlich die Tür zur Sakristei, die er verschlossen hatte.

 

Damit er nicht misstrauisch wurde, schlüpfte sie hinter ihn, umfasste seine Knöchel und ließ ihre Finger über die prallen Waden hinaufgleiten.

 

"So ... so ... hat sie es gemacht ... ganz langsam ... ganz lieb. Das ist doch keine Sünde, oder, mein Antonius?"

 

Ihre Finger bewegten sich an der Innenseite seiner Knie aufwärts, und der Pater traute sich kaum zu atmen, um sie nur nicht zu unterbrechen.

 

Vor seinen blinden Augen schlich sich eines seiner Schäfchen ums andere in die Sakristei und bewunderte interessiert grinsend den aufgepflanzten Hirtenstab ihres Seelsorgers.

 

Walburga drückte ihm ihre wahrhaft opulenten Brüste in den Rücken, während sie listig seine Hüften von hinten umschlang. Ihre Hände glitten tief hinunter über seine Leisten ...

... und Johann kniete sich vor seinen Seelsorger, verständigte sich durch Blicke mit seiner Liebsten, und in dem Augenblick, in dem sie ihre Hände von ihm nahm, griff er in die Vollen!

 

Männlein und Weiblein umdrängten das Schauspiel und bestaunten den keuchenden Pfaffen, der bettelte: "Oh bitte, mein Kind, bedenkt ... das ist "geweihtes Fleisch"! Zerrt nicht zu sehr!", während Johann erst recht - breitgrinsend - mit diesen heiligen Glocken ein Konzert gab.

 

"Ich hörte die Englein singen!", sang auch Walburga, und der Pfaffe hätte es merken müssen - denn dieses Engelein sang hinter ihm.

 

Nur Magdalena verhinderte, dass der Spaß zu schnell beendet wurde, denn als seine Finger zugreifen wollten, fing sie die Gelenke und küsste seine Hände.

 

"Sie hat mich ... da ..." Walburga gab eindeutige Zeichen und Magdalena reagierte, "sie hat mich da ... " schürzte rasch den Rock und legte seine Finger auf ihren Busch. " ... da hat sie mich berührt!"

 

Der Pfaffe krallte sich gierig in weiches Schamhaar. Sein Mund stand offen, und er rang um Luft. Sein Verstand hatte sich völlig verabschiedet. Da waren eindeutig zu viele Hände, aber wer merkte auf solche Kleinigkeiten, wenn er ein Weiberloch befingerte?

 

Ludger, der Schmied, dessen Sohn dem Pfaffen unverschämt ähnlich sah, schob Johann beiseite und kniete sich nieder. Er verneigte sich höhnisch vor dem Hirtenstab und schnupperte neugierig. Das war eine Gelegenheit, die er sich nicht entgehen lassen würde. Er diente der Gemeinschaft und erfüllte sich nebenbei einen geheimen Traum. Dennoch blickte Ludger seine Frau Magda unsicher an, und erst als sie überzeugend nickte, machte er sich inbrünstig über den Riemen des Pfaffen her.

 

Die Gemeinde feixte stumm, während der Seelsorger zu wimmern begann. Eine lange, raue Zunge schlängelte sich um seine Eier und eroberte den Stamm. Niemals vorher hatte er solch ungewöhnliche Sensationen erlebt.

 

"Soooo ... so hat sie es ... gemacht?", fragte er atemlos. "Wie ging es ... wie ging es ... WEITER!" Seine Finger vergruben sich in dem feuchten Weiberfleisch, und er rückte ganz nach vorn auf's letzte Käntchen, spreizte seine Beine und reckte der gierigen Zunge seine Kronjuwelen entgegen.

 

"So, mein Herr." flüsterte Walburga und nahm ihn an die Brust. "Sie hat meine Knospen geleckt ... bis sie aufsprangen ...kaute meine Nippel ... so wie du, mein geiler Pfaffe!"

 

Und wirklich, er saugte lüstern, wie ein hungerndes Kleinkind an ihren steifen Nippeln.

 

" ... nun helft mir doch ... liebster Antonius!", lockte sie heiser und legte seine eigene Hand auf den prallen Schwanz. "Gebt mir ... die ... Vergebung, mein heiliger Herr. Helft mir, auf dass ich nicht brenne!"

 

Carolus, Ludgers Hofhund, hatte sich durch die Menge gewuselt und seinen Herrn gefunden. Er war höchst interessiert an dessen Spiel und schnüffelte begeistert an der "Speise" seines Herrn herum, beobachtete interessiert, wie der schleckte und schmatzte und wollte sein Teil abhaben.

 

Ludgers Zunge umrundete die pralle Schwanzspitze, und der Pfaffe wurde schier verrückt. In wilder Gier begann er zu wichsen, während Johann seine Eier rhythmisch knetete!

 

Er spürte als erster, dass hier gleich ein Erdbeben ausbrechen würde, als die Tür aufflog und Wulfing im Raum stand.

 

Ludger schreckte zurück.

 

Völlig konsterniert sah der Burgherr sich um, hörte seinen Beichtvater aufbrüllen, wie seinen besten Zuchtstier und sah, ... wie letztendlich Ludgers Hofhund seiner "heiligen Vergebung" teilhaftig wurde.

 

"Was, zum Donnerwetter, ist denn hier los?"

 

Pater Antonius riss sich die Binde von den Augen.

 

 

          ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ☸   Hoc est corpus meum   ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ -- ☸ڿڰۣ☸

 

 

Carolus leckte sich gerade eifrig die Liebesgabe des Paters von den Lefzen, und Antonius stöhnte entsetzt. Was hatte er getan?

 

Walburga trat vor. Er sollte haben, was ihm gebührte.

 

Sie knickste: "Wir haben kein Gold um uns das Fegefeuer zu ersparen, hoher Herr, und so sind wir gekommen, um den Ablass durch das "geweihte Fleisch" unseres Pfaffen zu erreichen. Er hat es uns versprochen!"

 

Wulfing grinste. Er verstand!

 

Antonius brannte unter den Blicken seines Fürsten. Jetzt wusste er zumindest genau, dass das Fegefeuer existierte - und jeder Blick seiner Schäfchen, würde ihn daran erinnern.

 

Er würde ewig brennen.

 

 

© Anna