Bitte um Hilfe



© Sinnenflut


Es war schon kurz nach sechs, als sie bei ihm klopfte. Eigentlich wollte er gerade in die Küche gehen und sich aus den restlichen Kartoffeln sein Abendessen zubereiten: Bratkartoffeln! Seine Sekretärin war schon um drei Uhr nach Haus gegangen und so blieb ihm nichts anderes übrig, als selber zu öffnen. Vor der Türe stand eine hübsche, blonde Frau Mitte 30 in einem bunten Sommerkleid und lächelte unsicher. Er kannte sie vom Sehen. In seiner Kirche war sie allerdings nie gewesen. Johannes überlegte. Er kannte sie doch. Wenn er sich recht erinnerte aus der Schule. Wie war ihr Name gewesen?

 

„Entschuldigen Sie bitte die Störung, Herr Pfarrer, aber ich würde gerne mit Ihnen reden! Ich brauche dringend einen Rat, aber wenn Sie jetzt keine Zeit haben …“ Sie zuckte mit den Schultern, und es war etwas in dieser Bewegung, eine kleine Geste der Hilflosigkeit, die ihn bewog, besonders nett zu sein. „Aber nein, Lisa, kommen Sie doch herein!“ Der Name war ihm wieder eingefallen. Die Dame vor seiner Türe war Lisa Lichtenberg, und sie war Grundschullehrerin. Er öffnete die Türe weit und trat zurück, um sie hereinzulassen.

 

Zumeist liebte er seinen Beruf, der ihm eher Berufung war als Broterwerb, nur momentan war er hungrig. Die wohlgeformten Beine und der sanfte Hüftschwung der Dame, die vor ihm her in sein Arbeitszimmer ging, versöhnten ihn aber mit seinem knurrenden Magen. Bewundernd ging er hinter ihr her, betrachtete wohlwollend das hellblonde Haar und vergaß seinen Hunger. Frauen waren für ihn ein Wunder Gottes, und er erfreute sich dieser Gottesgeschenke sehr gerne. Vor allem seit er alleine war. Johannes’ Frau war vor fünf Jahren gestorben, und er hatte lange gebraucht, sich mit dem Alleinsein abzufinden.

 

Nun aber hatte er sich eingerichtet in seinem Leben. Er war 55 Jahre, ein großer, stattlicher Mann mit schlohweißem Haar, das er dem Tod seiner Frau verdankte. Sie war an Leukämie gestorben, und ihr Leiden und Sterben hatten seinen Glauben auf eine harte Probe gestellt, aber er hatte seine Zweifel letztendlich überwunden und zu Gott zurückgefunden. Seither konnte er die Frauen auch wieder betrachten, ohne seinen Gott anzuklagen, ihm die Frau genommen zu haben. Alles in allem war er zufrieden mit seinem Leben.

 

„Kann ich Ihnen einen Tee anbieten, Lisa?“, fragte er, als sie es sich seufzend in dem Sessel vor seinem Schreibtisch bequem gemacht hatte. Tee würde ihm helfen, seinen knurrenden Magen zu besänftigen. Lisa nickte. „Gerne, Herr Pfarrer. Das wäre nett!“ Also verließ er sie und setzte Wasser auf. Mit geübten Handgriffen stellte er Geschirr, Zucker und Milch auf das Tablett und legte noch ein paar Kekse dazu, dann goss er den Tee auf und servierte.

 

Als sie sich beide - gut versorgt - gegenüber saßen, sah er sie an: „Wie kann ich helfen?“ Lisa griff zu ihrer Tasse, und er glaubte gesehen zu haben, dass Röte in ihre Wangen kroch. Stockend begann sie: „Lieber Herr Pfarrer …“ –

„Johannes!“, korrigierte er. Damit würde es ihr leichter fallen, denn offenbar war es ihr unangenehm, zu ihm um Hilfe zu kommen. Sie lächelte dankbar.

„Johannes! Ja! Also …!“ Sie räusperte sich und wurde schon wieder rot, und Johannes wurde langsam neugierig. Was konnte das für ein Problem sein, das ihr so peinlich war?

 

Lisa räusperte sich. In was für eine dämliche Situation hatte sie sich denn da bloß gebracht? Aber es ging nicht anders. Sie würde das jetzt durchziehen! Basta! –

„Ähm … Johannes … also … also, ich habe da ein Problem und bei der Lösung … könnte mir ein … ähm … Freund … ein Mann … ein Mann aus der Nachbarschaft helfen!“

Johannes sah sie immer noch fragend an. Er verstand nicht, wo ihr Problem war - und er verstand auch nicht, was daran so peinlich war. Sie konnte ihn nicht ansehen, und ihr Gesicht war noch röter geworden, wenn das überhaupt noch möglich war.

„Dann fragen Sie ihn doch! Er wird Ihnen sicher gern helfen!“ –

„Ja, ähmm … meinen Sie wirklich? Ich weiß nicht so recht! Ist das nicht eine … eine … Zumutung?“

Er schüttelte seinen Kopf.

„Jemanden um Hilfe zu bitten? Nein, Lisa, das ist keine Zumutung! Er wird Ihnen ganz bestimmt gerne behilflich sein.“

 

Lisa fixierte einen imaginären Punkt auf ihrer Schuhspitze und knetete ihre Hände.

„Wenn es Ihnen so unangenehm ist, Lisa … vielleicht kann ICH Ihnen ja helfen. Ich würde Ihnen wirklich gerne zur Hand gehen!“, bot er an. Was konnte sie schon wollen? Eine Frau ohne Mann brauchte eben manchmal Unterstützung. Kein Problem! Er würde ihr auch die Wohnung streichen, wenn es denn sein musste - oder vielleicht Holz hacken. Johannes überlegt, was es wohl sein konnte, das sie gemacht haben wollte.

„Allerdings …“ Da fiel ihm etwas ein. „Mit dem Computer kann ich Ihnen nicht helfen, davon verstehe ich selber leider gar nichts!“

 

Jetzt lachte sie.

„Nein, das ist es nicht!“

Wie hübsch sie aussah, wenn sie lachte. Nicht so angespannt, wie gerade eben noch. Ihre blauen Augen leuchteten.

„Wissen Sie, dass ich sterbe vor Hunger!“, erklärte er spontan. „Ich wollte mir nämlich eigentlich gerade etwas zu Essen machen, als Sie bei mir klopften!“

Erschrocken schlug sie die Hand vor den Mund.

„Du lieber Himmel! Ich störe Sie! Das tut mir so Leid!“ Sie sprang auf.

So hatte er das nicht gemeint - er wollte sie eigentlich nur ablenken. Deshalb lachte er nun. „Nachdem Sie nun schon mal da sind, werde ich Sie jetzt gleich dazu verdonnern, mir in der Küche zur Hand zu gehen!“ Auch Johannes stand auf. „Kommen Sie mit! - Oder wartet jemand auf Sie - zuhause?“

Sie schüttelte den Kopf. „Was sollte es denn geben?“, fragte sie interessiert.

 

Johannes überlegte. Eigentlich war es ja schon ein bisschen sehr frugal, aber schließlich war er ein „einsamer Junggeselle“, da würde sein „Menü“ schon durchgehen.

„Bratkartoffeln!“

Lisa strahlte. „Ich liebe Bratkartoffeln, und wissen Sie was? Ich habe mir gerade vorhin einen „Faule-Mädchen-Salat“ gekauft. Er ist im Auto. Den werde ich holen, und den werden wir dazu essen!“ –

„Was bitte, ist ein Faule-Mädchen-Salat?“, fragte er neugierig, aber sie war schon auf und davon, lief zu ihrem Auto und kam mit einer Tüte geputztem und gewaschenem Salat zurück, den sie ihm unter die Nase hielt.

„DAS ist Faule-Mädchen-Salat!

 

Lisas Bratkartoffeln stellten seine weit in den Schatten, und er freute sich, sie eingeladen zu haben. Es wurde ein schöner Abend. Sie schmausten, als wäre es ein 4 Gänge-Luxus-Diner, und sie genossen es, nicht alleine zu sein. Einmal wieder lachen, sich vertraulich unterhalten, schäkern und miteinander anstoßen … Wunderbar. Ehe sie wussten wo die Zeit geblieben war, war Mitternacht - und Johannes wusste immer noch nicht, wie er ihr helfen sollte.

 

„Ich muss jetzt nach Hause!“ Sie stand auf und drehte sich um die eigene Achse. „Es war so schön!“, lächelte sie. „Aber nun: Gute Nacht!“ Johannes begleitete sie zur Türe und legte seinen Arm um ihre Schulter.

„Morgen gibt es Spiegeleier und Spinat - um Sechs! Und Sie müssen mir ja auch noch von Ihrem Problem erzählen. Also dann … bis Morgen!“

Lisa wurde rot, und er fragte sich weshalb, aber dann küsste sie ihn auf die Wange, und er vergaß die Frage.

 

Den ganzen nächsten Tag grübelte er über dem Problem, das ihr so die Röte in die Wangen trieb. Hoffentlich war es ein schwieriges Problem, bei dem er Zeit brauchte es zu lösen, denn je mehr Zeit er benötigte, desto länger hatte er sie in seiner Nähe. Erstaunt stellte er fest, dass er gern mit ihr zusammen war. Die Zeit war wie im Flug vergangen, und er hatte sich keinen Moment unwohl gefühlt. Johannes freute sich auf den Abend. Ob sie wohl wieder bei ihm blieb - nach dem Essen? Gott sei Dank wartete niemand auf sie!

 

Er begann schon viel zu bald mit seinen Vorbereitungen. Dabei war es nun wirklich keine Kunst Spinat aufzutauen - wenn er ihn auch immer noch ein bisschen verfeinerte. Die Spiegeleier konnte er ja schlecht um drei Uhr nachmittags braten, aber immerhin konnte er Kartoffeln schälen! Vor lauter Nervosität war er bereits bei Kartoffel Nummer zehn, ehe er bemerkte, dass er so einen ganzen Kindergarten ernähren konnte. Lächelnd zog er sich in sein Arbeitszimmer zurück. Er würde an seiner Sonntagspredigt arbeiten. Dachte er! Was hatte diese Frau nur an sich, dass er seine Gedanken kaum mehr bändigen konnte? War es nur das rätselhafte Problem? Oder war es mehr? Dass sie ihm sympathisch war, das war nicht zu übersehen.

 

Oh ja, sie gefiel Johannes! Das Goldhaar und die Blitzeaugen faszinierten ihn und erstaunlicherweise mindestens ebenso diese süße Schamröte, die ihr hübsches Gesicht zum Glühen brachte. Da saß er an seinem Schreibtisch und stellte sich mit geschlossenen Augen vor, wie entzückend gerundet ihre Hüften waren, wie prall ihre Brüste und wie verlockend der Einblick in ihr Dekolleté. „Na, nun aber!“ Laut rief er sich zur Räson. So würde er bestimmt nicht zur Sonntagspredigt kommen, es sei denn, es würde eine ausgesprochen sinnliche Predigt werden. Das Hohelied Salomos fiel ihm ein. Ob er darüber sprechen sollte? Lächelnd zitierte er: „Deiner Hüften Rand ist wie Geschmeide, gefertigt von Künstlerhand. Dein Schoß ist ein rundes Becken. Würzwein mangle ihm nicht. Dein Leib ist wie ein Weizenkleid, mit Lilien umstellt. Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, wie die Zwillinge einer Gazelle … Schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön!“ Das war schon ein kluger Mann, dieser Salomo! Johannes lächelte. „Du hast mir das Herz geraubt, meine Schwester, meine Braut; du hast mir das Herz geraubt mit einem deiner Blicke …“

 

Fast sah es so aus. Hatte sie ihm das Herz geraubt? Man hätte es meinen können, denn auch dieser Abend verging im Flug - ohne ihn dem Problem näher zu bringen. Vielleicht sollte er so tun, als habe er es vergessen? Wenn sie erst die Lösung hätte für dieses ominöse Problem, dann würde sie ihn nicht mehr brauchen! Also besser nicht so neugierig sein. Aber eines Tages kam sie dann mit zwei Flaschen Wein und einem ziemlich scharfen Gulasch zu ihm, und schon als sie es in seinen Kochtopf leerte, hatte sie wieder diese ominöse Gesichtsfarbe. Noch hatte er sich nichts dabei gedacht, aber irgendwann im Verlaufe des Abends fiel ihm auf, dass sie öfter als sonst nachschenkte und auch selber mehr trank. Wollte sie sich Mut antrinken? Und siehe da: Seine Vermutung war durchaus in die richtige Richtung gegangen.

 

Kurz vor Mitternacht begann sie ihre Hände zu kneten, und da ihr Gesicht der Farbe des Rotweins Konkurrenz machte, glaubte er zu wissen, was nun kommen würde:

„Ich hab der Heiligen Jungfrau geschworen, dass ich es dir sagen werde – heute, und ich hoffe, sie … sie … sie hatte ja wohl dasselbe Problem!“

Hä? Johannes stutzte. Die Heilige Gottesmutter hatte dasselbe Problem? Dann musste er wohl nicht Lisas Wände streichen, aber was konnte das bloß sein, wenn ihr doch der Nachbar helfen konnte?

 

Er griff zu seinem Glas und trank. „Also, meine liebe Lisa … wir sind doch inzwischen Freunde geworden – gute Freunde! Kannst du mir denn immer noch nicht vertrauen? Ich werde dir gerne selber helfen bei deinem Problem, dann brauchst du den Nachbarn nicht zu bitten, und es braucht dir auch nicht peinlich zu sein. Ich tue es wirklich gern. Was immer es auch sein möge, das dich und die Heilige Jungfrau quält!“

Lisa trank und hustete. Mit einer Glühbirne ohnegleichen krächzte sie: „Das ist es! Sie war … Jungfrau!“

 

Johannes sprach wie zu einem verängstigten Kind: „Hab ich ja nun begriffen. Die Heilige Jungfrau und du, ihr habt das gleiche Problem! Nun sag mir doch schon …“ Er stutzte. Was hatte sie gesagt? Nein, er hatte da bestimmt etwas falsch verstanden, vermutlich weil er einfach zu viel intus hatte. Verflixt, er sollte nicht so viel trinken! Aber sie hatte doch gesagt: „Sie war Jungfrau!“ Natürlich war die Heilige Gottesmutter Jungfrau – aber Lisa? Lisa war doch bestimmt 35 oder vielleicht schon 37, und sie war bildhübsch. Sie konnte doch nicht … Bestimmt hatte sie Verehrer zuhauf. Da war doch sicher schon mal der eine oder andere dabei gewesen, der ihr näher … Seine Gedanken verwirrten sich. Irritiert starrte er sie an, aber Lisa betrachtete nur stur ihre Fußspitzen und erleuchtete mit ihrem Gesicht den nächtlichen Raum. Wenn er nun nicht endlich den Mund aufmachte, dann hätte er sie verloren. Sie würde einen blöden Nachbarn bitten!

 

Himmel! Es knallte und blitzte in seinem Gehirn. Die Lösung des Problems! Sie wollte irgendeinen Mann bitten, sie zu entjungfern. Sie bat IHN! Nein, sie fragte ihn, ob sie den Nachbarn um Hilfe bei diesem Problem bitten konnte. NEIN, zum Donnerwetter, das konnte sie nicht! Er würde niemals zulassen, dass ein anderer – irgendein Nachbar – sie auch nur anfasste, geschweige denn entjungferte!

 

Johannes war ja nun wirklich in seiner Eigenschaft als Pfarrer einiges gewöhnt, aber diese Frau schaffte ihn. Was, zur Hölle, sollte er denn jetzt sagen – tun? Abrupt stand er auf.

„Nein!“, krächzte er. „Du kannst nicht irgendeinen Nachbarn fragen … bitten.“ Er platzte gleich. Wenn er sich das auch nur vorstellte … „Bist du denn des Wahnsinns? Wie kommst du nur auf die Idee, ich würde zulassen … glaubst du, ich schaue zu, wie irgendein hergelaufener … denkst du, ich könnte … Himmel Herrgott, Lisa! Ich liebe dich und ich werde … ich werde dich … dir  … helfen!“ Er war immer lauter geworden, und seine Liebeserklärung schrie er beinahe, dann allerdings wurde er fast kleinlaut.

 

Lisa saß da, klein und verängstigt. Sie wagte nicht mal ihn anzusehen. Er musste verrückt geworden sein, hier so rumzuschreien, aber war es ein Wunder? „Lisa!“, murmelte er und sank neben ihr auf den Boden, griff nach ihrer Hand. „Lisa! Süße Lisa! Willst du … willst du vielleicht … mit mir … Vorlieb nehmen?“

Sie schluckte. „Klar!“, flüsterte sie tonlos – immer noch wagte sie nicht, ihn anzusehen.

Johannes verstand die Welt nicht mehr. Da lief irgendetwas falsch, aber so was von falsch. So konnte das doch nicht funktionieren. „Liebes …“ Himmel, was sollte er bloß tun? „Komm! Komm Lisa, wir gehen jetzt ins Bett!“

 

Sie schnappte nach Luft.

 

So hatte er das aber jetzt gar nicht gemeint. Er schüttelte den Kopf. „Nein, Lisa, nein! Ich werde nicht … ich meinte nicht … Weißt du, Lisa, du bringst mich völlig aus dem Konzept.“ Er griff nach dem Rotwein und trank den Rest einfach aus der Flasche. „Wir gehen jetzt zusammen ins Bett, aber deinem Problem, ich meine deiner Jungfräulichkeit … werden wir uns erst morgen … widmen, denn jetzt … schaffe ich das nicht.“ Wie blöd sich das anhörte! „Ich … verzeih … das liegt nicht an dir, aber ich … ich habe zu viel getrunken … und du hast mich so … überrascht … und außerdem … ich wollte dir nicht sagen, dass … dass ich dich … aber es geht ja nicht anders. Lisa!“ Mit der Spitze seines Zeigefingers hob er ihr Kinn und sah ihr in die Augen. Wenn sie nur nicht so ängstlich blicken würde.

„Lisa, ich … ich liebe dich doch. Wie kannst du nur glauben, ich bleibe ruhig und nicke Zustimmung, wenn du mir verkündest, du wolltest dich von irgendeinem MANN entjungfern lassen?“

 

Sie sah ihn an, als wäre er ein Weltwunder – und sagte kein Wort.

„Würdest du jetzt bitte auch was dazu sagen!“

Lisa schauderte. Was für eine grauenvolle Geschichte hatte sie da angerichtet, aber sie liebte ihn seit sie ihn das erste Mal gesehen hatte - und darum musste sie jetzt da durch!

„Es ist … mir … so entsetzlich peinlich, Johannes. Ehrlich, ich weiß nicht wie … wirklich … ich bin so … Verzeih mir, ich … was für eine Schnapsidee! Weißt du, meine Freundin Sonja weiß … kennt mein Problem, und die meinte … Ach Gott, wie blöd! Ich weiß ja auch, dass es so nicht klappt, aber ich … Weißt du, kein Mann will so eine elende Anfängerin wie mich. Was glaubst du, was ich schon zu hören bekam, wenn ich denn endlich mal … Ach Mist, ich halte jetzt besser meine Klappe. Ich verderbe immer alles!“ Sie leuchtete immer noch.

 

Johannes stand auf. „Komm jetzt!“ Er sprach wie zu einem Kleinkind, und wie ein Kind nahm er sie in die Arme, hob sie hoch und trug sie durchs ganze Haus in sein Schlafzimmer. Dort stellte er sie ab und ging zurück, alle Lichter zu löschen. Als er wieder kam, stand sie immer noch da und hatte sich nicht gerührt, und er wusste immer noch nicht, wie es jetzt weitergehen sollte. In seinem Kopf drehte sich alles, und doch hatte sein Körper längst begriffen worum es hier ging. Normalerweise wäre es ihm jetzt ein Leichtes gewesen, mit der Frau, die er liebte, zu schlafen, aber Lisa war Jungfrau! Oh ja, er verstand die Männer, die in dieser Situation einen Rückzieher gemacht hatte. Die Verantwortung lag wie eine Zentnerlast auf seinem Herzen. Was konnte man - er - da alles falsch machen? Er setzte sich aufs Bett und sank in sich zusammen. „Eigentlich solltest du mich lieben, aber wir … wir haben uns noch nicht mal geküsst!“, murmelte er bedrückt.

 

Da kam Leben in Lisa. Sie eilte zu ihm. „Aber ich liebe dich doch! Drum bin ich doch … drum hab ich doch … Ich wollte doch nie mit Sonjas Mann … und die Idee war doch von Anfang an saublöd, aber du … ich konnte doch nicht zu dir gehen und fragen, ob du vielleicht so nett wärst und mich …“ Sie holte tief Luft. „Johannes, ich … ich liebe dich!“, flüsterte sie und lächelte, als er sie auf seinen Schoß zog. Eng an ihn geschmiegt drückte sie ihre Lippen an seine Schläfe. Oh ja, sie liebte ihn wirklich, und als sie dieses Abenteuer begonnen hatte, hatte sie geglaubt, es sei die einzige Möglichkeit. Sie glaubte es eigentlich immer noch, aber sie hatte es sich nicht so kompliziert vorgestellt. Trotzdem! Was wusste sie schon darüber? Sie, die Anfängerin!

 

Johannes rückte ab und sah sie an. „Na dann haben wir jetzt eine ganze Nacht für eine Liebesbeziehung, die andere in Wochen aufbauen!“ Jetzt musste er doch lachen. „Weißt du, Lisa, ich war eigentlich der Meinung, dass mich so schnell nichts mehr umwirft.“ Er gluckste. „Wie man sich irren kann!“ Mit beiden Händen streichelte er ihre bloßen Arme und küsste sie sanft auf die Nasenspitze. „Du bist nicht die Einzige, der sowas zum ersten Mal passiert!“ flüsterte er und drückte seinen Mund behutsam auf ihre Lippen. „Aber geküsst hast du schon mal … ja?“

 

Jetzt lachte Lisa. „Ja, und ich kann’s beweisen!“, und dann küsste sie ihn, dass ihm Hören und Sehen verging. Oh ja, das konnte sie wirklich.

„Ich weiß nicht so genau, ob ich bis Morgen warten sollte!“, stöhnte er in ihren Mund. Diese süße, unschuldige Jungfrau in seinen Armen, heizte ihm ganz gehörig ein, und sie schmunzelte so wissend, dass er nicht mehr so ganz sicher war, ob nicht er hier der Hilfe bedurfte.

„Weißt du,“ kicherte sie, „jetzt kommt es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht mehr an, oder?“ Langsam begann sie seine Hemdknöpfe zu öffnen – einen nach dem anderen. Ihre Blicke fixierten stur ihre Fingerspitzen. Noch war sie nicht wirklich überzeugt davon, dass es hier und jetzt geschehen würde.

 

„Was mach ich denn jetzt bloß?“ Johannes redete immer mit sich selber, wenn er Probleme hatte, und das hier … War das nun ein Problem – oder ein Wink Gottes? „Warte mal hier!“, bat er und entschlüpfte ihren Armen. In Windeseile kramte er all seine Kerzen hervor und schleppte sie ins Bad. „Danke, Herr! Wie gut, dass Pfarrer immer Kerzen haben!“ Bevor er sie anzündete, drehte er das Wasser auf und ließ die Wanne ein, dann setzte er sich kurz auf den Wannenrand und versuchte Ruhe in seinen Kopf zu bringen. Da überschlugen sich Gedankenbruchstücke, fuhren Satzfetzen Karussell, jagten und überholten sich und bissen sich gegenseitig in den Schwanz:

 

„Auf einen Tag mehr oder weniger kommt’s auch nicht mehr an“ - „Es ist … mir … so entsetzlich peinlich, Johannes.“ – „was für eine Schnapsidee!“ – „Ich hab der Heiligen Jungfrau geschworen, dass ich es dir sagen werde“ – „Sie … sie … sie hatte ja wohl dasselbe Problem!“, und dann: „Kein Mann will so eine elende Anfängerin wie mich.“

Oh doch! Er wollte! Und wie er wollte, aber sie hatte ihn überrumpelt, und er traute sich selber nicht allzu viel zu auf diesem Gebiet … aber dann ging ganz leise die Tür auf und eine kleine, weiß-gesichtige, spitznasige Lisa  flüsterte: „Verzeih mir, Johannes, ich geh jetzt wohl lieber!“

 

Himmel, was war er bloß für ein Klops! Da hockte er und beschäftigte sich ausschließlich mit seinen eigenen Problemen. Kein Gedanke daran, wie sie sich fühlte! Lisa drehte sich um.

„Halt! Hiergeblieben!“ Sie fuhr zusammen. Das war lauter geworden, als er es beabsichtigt hatte, aber er wollte nicht, dass sie ging - jetzt eine Dummheit machte. Wobei er momentan nicht hätte sagen können, was denn nun die größere Dummheit war: Zu gehen oder zu bleiben! Er würde es später entscheiden. Zuerst drehte er sie um, nahm sie in seine Arme und zog sie fest an sich.

 

„Nein, Schatz, nein! Jetzt hast du es gewagt, nun kommt nach dem A das B! Aber weißt du …“ Er küsste ihren Hals und versteckte nun sein hochrotes Gesicht in ihrem Haar. „… ich bin … mindestens genauso unsicher wie du!“ Er schluckte trocken. „Weißt du, seit wann ich keine Frau mehr … in den Armen gehalten habe? Sie geküsst … geliebt? Himmel, ich weiß nicht, ob …“ Fahrig begann er Lisa auszuziehen, Lisa und sich selber. Er kam sich dämlich vor, ungeschickt, tölpelhaft, aber sie wehrte sich nicht, überließ sich einfach seinen Händen, drehte sich willig, ließ zu, dass ihr Kleid, die Unterwäsche, einfach alles zu Boden sank und stieg heraus. Dann bückte sie sich - völlig nackt - sammelte die Kleidungsstücke auf und hängte sie auf.

 

Johannes schüttelte den Kopf. Das hier war nicht zu toppen! Was für eine aberwitzige Situation! Da stand eine wunderschöne, nackte Frau in seinem Bad, die ausgerechnet ihn wollte, und er stand nur tatenlos daneben - wohlgemerkt ebenfalls barfuß vom Kopf bis zu den Zehenspitzen und mit einem Ständer ohnegleichen! Wenn er sich jetzt nicht wieder einkriegte, dann war ihm einfach nicht mehr zu helfen! Also gut, er würde sich nun ad hoc daran erinnern, dass er ein Mann war. Das konnte doch nicht so schwer sein!

 

Johannes stieg in die Wanne, setzte sich hin und streckte ihr die Hand entgegen. „Komm!“ Lisa sah ihn an, legte ihre kleine Hand in seine und hob ein Bein, um zu ihm zu kommen. Herr des Himmels, was für eine Aussicht! Eigentlich hätte er Eiswasser benötigt, um seine Erregung in Zaum zu halten. Johannes wusste nicht mehr, wohin er zuerst schauen sollte. Ihre hübschen, vollen Brüste wippten munter, schienen ihm zuzuwinken, und weil Lisa nun zu ihm in die Wanne stieg, hatten sich mit ihren Beinen auch ihre Schamlippen leicht geöffnet, und er sah es dazwischen feucht und rosa blitzen. Außerdem wehte ihm mit ihrer Bewegung über dem heißen Wasser eine lustgeschwängerte Brise entgegen und ließ in seinem Mund kleine Geschmackspfützchen entstehen. Wenn er nicht aufpasste, würde er anfangen zu sabbern.

 

„Dreh dich um!“, bat er Lisa und dirigierte sich mit ihrem Rücken an seinen Bauch. Als sie sich setzte, rieb ihr Po über seinen Phallus und schob die Haut ein Stück weit über seine Eichel hinab. Er stöhnte verzweifelt. Wenn das so weiterging, konnte er sie nicht mehr entjungfern, weil er schon vorher all sein Pulver verschossen haben würde. Er fasste ihre Hüften und schob sie weg, nur um sie sofort wieder an sich zu ziehen. Sein Schwanz zwischen ihren Pobacken war einfach eine Sensation, auf die er nicht verzichten konnte. „Komm her!“, flüsterte er und schlang die Arme um ihren Körper. Ihre kühlen Brüste fielen wie von selbst in seine Hände, und er musste sie einfach wärmen. Wunderbar, wie sie sich anlehnte, ihren nassen Leib an ihn schmiegte und leise seufzte, als er begann, sich nachdrücklicher mit diesem wundervoll anschmiegsamen Spielzeug zwischen seinen Fingern zu beschäftigen. Wie aufregend sich diese kleinen, festen Spitzen kräuselten! Wenn er gekonnt hätte, hätte er sie sich in den Mund gesogen, um ihnen mit Lippen und Zunge zu huldigen. Dann aber fiel ihm etwas ein. Er konnte hier nicht sitzen wie ein Trappistenmönch mit Schweigegelübde.

 

„Du bist so schön, Lisa!“, flüsterte er. „Deswegen hast du mich ja auch so kalt erwischt. Ich hätte niemals gedacht, dass die Männer so dumm sein könnten, dich entwischen zu lassen!“ Sie gab einen Laut von sich, der sowohl Unwillen, als auch Verzweiflung sein konnte, und er wusste sofort, dass das nicht der richtige Weg war … also küsste er zärtlich ihre Schulter und ließ seine Hand über ihr Bäuchlein hinunter streicheln. Lisas Atem stockte. Er knabberte inzwischen ihren Hals hinauf zum Ohrläppchen, leckte neugierig und saugte es zwischen seine Zähne. Seine Finger berührten ihre Schamlippen. Nur ein paar wenige Härchen rahmten ihr Schatzkästlein ein, und eigentlich fühlte er nur weiches, glattes Fleisch. Behutsam glitt sein Zeigefinger auf und ab, fühlte den Spalt in der Mitte, strich tiefer hinab und beobachtete gleichzeitig jede ihrer Reaktionen.

 

Lisa legte ihren Kopf in den Nacken und sah ihn über die Schulter an, bot ihm ihren Mund zum Kuss – und wie sie ihn küsste. Sie machte ihn völlig verrückt damit, und es war schiere Notwehr gewesen, als er seine Fingerspitze tiefer schob. Er hatte keineswegs beabsichtigt, dass sie stöhnend zubiss und ihm damit die Lust bis in die Zehenspitzen jagte! Die heiße, glatte Nässe an seiner Hand bestätigte ihm, dass er alles richtig machte. Wieso hatte keiner das vorher …? Gott sei Dank hatte keiner das vorher! Johannes beobachtete ihr Verhalten, sah ihr rotes, erregtes Gesicht und den offenen Mund. Er hörte den stockenden Atem, die Seufzer, und er spürte, wie sie ihr Becken seiner Hand entgegendrängte.

 

Nicht gut – einerseits, denn wenn sie ihren Unterleib anhob, verlor sein Phallus den Hautkontakt, den er so sehr genossen hatte. Andererseits konnte er sich ohne diese Ablenkung viel besser auf das Wesentliche konzentrieren – und das war sie! Also schob er unterstützend seine Knie unter ihren Körper und hob so ihr Muschel aus dem Wasser. Ihr schöner, üppiger Leib war fast zur Brücke gebogen, dargeboten, wie auf einem Präsentierteller. Als er zeitgleich tieferstieß und ihren Nippel drückte, keuchte sie lustvoll auf. Er allerdings bekam es mit der Angst zu tun. „Liebling, ich will dir nicht weh tun! Weißt du, das erste Mal … soll ziemlich wehtun – hab ich gehört!“

 

Johannes hatte es wirklich nur gehört, denn mit Jungfrauen kannte er sich nicht wirklich aus! Lisa stöhnte. „Mach weiter, Johannes, und … mach dir keine Sorgen, es wird nicht wehtun!“ Weil er sich darauf keinen Reim machen konnte, verhielt er die Bewegung. Ein unwilliges Knurren war die Folge. „Ich hab das mal von einem Arzt machen lassen!“, erklärte sie – und er verstand nur Bahnhof. „Verdammt! Das Jungfernhäutchen … es ist nicht mehr da! Der Doc hat es weggemacht. Ich dachte, sonst komme ich nie zu was!“ Johannes schmunzelte. „Nun mach doch schon … weiter, Johannes … bitte!“

 

„Kluges Mädchen!“, flüsterte er ihr ins Ohr und schob mit heißem Atem seine Zunge hinein – und seinen Finger - tiefer!

„Jaaahh!“, stöhnte sie. Ihr Becken stieß.

Wie beruhigend. Er musste sie nicht verletzen! Also dann! Er umarmte ihre Hüften und griff hinab. Mit beiden Händen berührte er weiche Schamlippen – spreizte sie und tastete nach der Perle in dieser sanften Muschel. Die Spitze seines Mittelfingers wurde fündig und er begann ganz langsam. Aber mit Lisas Seufzern kam auch seine Sicherheit zurück. Er wurde schneller – ebenso wie Lisas Atem. Sie keuchte wollüstig und sein Finger wirbelte um ihren Kitzler.

„Ja, oh jaaa!“, flüsterte sie gierig. „Bitte!“

Diese Stellung war ungünstig, aber vielleicht deshalb – nur das erste Fingerglied seines Mittelfingers konnte eindringen – flippte Lisa aus.

„Ja!“, keuchte sie. „Ja, ja, jah, jaah, jaaahh … Oh JA!“ Und dann wimmerte sie ihre Lust in die Nacht, und Johannes war schon lange nicht mehr so glücklich gewesen … aber dann fiel ihm ein, dass es nicht das war, was sie gewollt hatte. Sie würde vermutlich in ihrem bisherigen Leben schon mal ein oder zwei Orgasmen gehabt haben – aber sie war immer noch Jungfrau. Das war es, was sie ändern wollte, und er wollte nichts lieber, als ihr dabei zur Hand gehen.

 

„Steh auf!“, befahl er.

Schwer atmend lächelte sie ihn an: „Passiert es jetzt?“ Sie stand auf und stieg aus der Wanne.

Johannes beobachtete jede ihrer Bewegungen. Die glänzend-nasse Haut betonte die Linie ihre Taille hinunter zur Hüfte, die Rundung ihres Pos – und dann sah er es: Sie hatte Grübchen über diesen prallen Backen, und das war so geil, dass er sich kaum noch einkriegte. Als sie sich umdrehen wollte, stoppte er sie: „Bleib so!“ Er stieg aus der Wanne und drängte sie zum Waschbecken.

 

Lisa gab einen lüsternen Laut von sich. „Oh jaah, mach’s mir, Johannes! Ich will aufhören, die ewige Jungfrau zu sein! Steck mir endlich deinen Schwanz rein – bitte, bitte, bitte!“ Sie stützte sich auf dem Waschbecken ab und reckte ihm ihren aufreizenden Arsch entgegen. Sie lächelte ihn über die Schulter so verführerisch an, wie ein professionelles französisches Freudenmädchen und spreizte die Schenkel.

Nein, er konnte sich jetzt nicht mehr beherrschen. Er musste es tun: Jetzt! Also fasste er sie um die Hüften und platzierte sich hinter ihr. „Du willst es?“ Seine Kuppe berührte sie.

„Jaaaaaahhhhhh! Tu’s! Jetzt - endlich!“

 

Er zog sie näher und drückte gleichzeitig ihren Oberkörper tiefer. Johannes konnte es spüren! Ihre weichen Schamlippen gaben nach, ließen ihn ein. Er stöhnte. Was für ein Gefühl. Heiße Nässe umfing seine Eichel und machte ihn wild. Es war so lange her, aber es war auch ihr erstes Mal, verdammt! Das durfte er nicht vergessen! Trotzdem: Sie wollte es. Sie drängte sich ihm entgegen, schob sich ihm förmlich auf seinen Schwanz. SIE WOLLTE IHN DRIN! Dieses Wissen explodierte in seinem Hirn, und er stieß. Es ging ganz leicht, und sie stöhnte so hinreißend lüstern. Drin! Er war drin! Johannes spürte ihre Wollust – nicht nur seine eigene. Sie wimmerte, stieß kleine, spitze Schreie aus und bettelte ihn an, um den Gipfel der Verzückung.

 

Johannes fühlte sich umfangen von heißer Glut. Sein Schwanz lag gebettet in einem Feuermeer, und er … wollte noch mehr davon: Er wollte schmelzen, vergehen in ihrer Leidenschaft. Langsam zog er sich zurück. Wahnsinn! Die Gefühle, die ihn überschwemmten, puschte ihn höher. Hinein! Er wollte - musste wieder hinein. Seine Lust übernahm die Führung, blockierte seinen Verstand, und er stieß - schneller und schneller.

„Liebling!“, keuchte er. „Jetzt! Jaah, jetzt! Komm! Komm mit mir … zusammen! Jetzt!“

Die Lunte hatte gezündet und nun verbrannte sie ihn ganz und gar. Er spürte das Feuer, das in ihm fraß, spürte, wie es sich den Weg bahnte … hinein in seine Eingeweide, immer tiefer hinein in sein Innerstes. Er kochte! Sein Samen stieg kochend höher …

„Gleich!“, stöhnte er und rammte sich in sie, und da hörte er es:

„Fick mich!“

 

Sie durchbrach damit alle künstlich errichteten Schleusen, jede tugendhafte Scheu, jede anerzogene Rücksichtnahme, jede Besonnenheit und Selbstbeschränkung. Johannes war nicht länger der Herr Pfarrer, der Seelsorger, der jedes Bedürfnis über sein eigenes stellte. Er war nur noch Mann, und sein Schwanz steckte in einem geilen Weib, das gefickt werden wollte - und das tat er nun. Er hämmerte sich tiefer hinein, spürte ihren glatten Arsch an seinen Lenden, seine Hoden klatschten an ihre prallen Schamlippen – und er genoss diese überbordende Geilheit aus tiefstem Herzen. Lisa wimmerte wollüstig – und dann begann ihr Fleisch konvulsivisch zu zucken. Zum ersten Mal in seinem Leben stöhnte Johannes unkontrolliert und laut. Er keuchte, röchelte und brüllte endlich seine Ekstase hemmungslos in die Welt. Es war ihm völlig gleichgültig, wer ihn hören konnte oder was man von ihm denken würde. Er war eins mit einer wunderbaren Frau, eins mit der Schöpfung!

 

Langsam sank er auf ihren Rücken, streichelte ihre Arme, umfasste die schwingenden Brüste und drückte. Dann küsste er ihren Nacken. Sie drehte den Kopf, aber er konnte sie nicht ansehen: „Ich habe noch nie … niemals …“ Seine schrumpfende Männlichkeit rutschte heraus und ihrer beider Säfte tropften auf den Boden. Seine verstorbene Frau hätte das nicht geduldet, aber Lisa lächelte ihn nur an, mit glänzenden Augen. Sie verstand.

„Komm ins Bett!“

"Oh Gott, Lisa! Ich liebe dich!"

Ob sie wusste, was sie ihm schenkte?

„Johannes, Liebster … würdest du mich …“

„Aber natürlich!“ Er würde sie heiraten - und er hatte sich in seinem ganzen Leben nie freier gefühlt.

 

„… nochmal …“

 

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