Das lila Gästetuch




© Sinnenflut


Heute ist der Ostersonntag und ich habe mich gewundert, dass meine Sauna offen hat. Viel los sein wird da heute nicht, aber mir kommt es gerade Recht. Ich will nicht nach Hause und alleine sein. Ostern ist kein Fest für Singles – genau wie Weihnachten. Ich bin jedes Mal froh, wenn es vorbei ist. Dieses Jahr hat wenigstens der Saunabesitzer ein Einsehen. Ich kann mich ablenken, wenn auch wahrscheinlich alleine.

 

Als ich den Vorraum betrete, sehe ich eine Sporttasche liegen. Ich bin nicht alleine! Wer das wohl ist? Auf jeden Fall auch ein einsamer Mensch. Ich freue mich über jede Gesellschaft - also los, schnell duschen gehen. Bevor ich die Türe zur Sauna öffne, schaue ich hinein. Leider beschlagen! Tür auf - hinein - Tür zu! „Frohe Ostern!“, grüße ich in die Runde und setze mich hin.

 

Ich muss mich setzen, denn meine Beine versagen. Da sitzt SIE! Und sie lächelt mich an: „Frohe Ostern!“, erwidert sie. Ich weiß nicht wer sie ist. Ich kenne nicht mal ihren Namen, aber ich habe sie hier schon öfter gesehen - und immer bewundert. In meinem Kopf nenne ich sie Mailin - denn sie ist so süß! Wahrscheinlich ist sie Chinesin oder vielleicht auch eine hübsche Mischung. Für die Mischung sprechen ihre großen, dunklen Augen.

 

Sie ist klein und zierlich und ihr schwarzes Haar liegt in einem streng geschnittenen Bubikopf an wie eine Kappe. Ihre Brüste sind winzig, höchstens eine Hand voll und ihr Bäuchlein ist so gut wie nicht vorhanden. Was ich aber immer schon bewundere an ihr, ist ihre geschickte Art sich zu bewegen. Sie ist wendig und schnell - und immer wenn ich glaube: Jetzt! Jetzt müsste ich doch einmal einen kurzen Blick auf ihre Muschi werfen können - war es ein Irrtum!

 

Gewiss, sie ist nackt, wie alle anderen in der Sauna, aber im Gegensatz zu allen anderen ist sie fast unsichtbar. Frauen in der Sauna wissen, dass sie betrachtet werden. Sie wollen es auch! Sie zeigen sich! Präsentieren ihre Brüste, ihre Schultern, die Flanken - und ihre Muschi. Zumeist sind sie sogar rasiert. Freier Ausblick! Und wenn sie sich setzen, dann öffnen sie ihre Schenkel. Welch ein Genuss für uns Männer!

 

Sie wollen bewundert werden, wollen ihre Reize zur Schau stellen. Sie wissen, wie es wirkt, wenn sie auf der obersten Stufe liegen und ihre Beine sich öffnen, wenn ein Mann - ICH - den Ausblick genieße auf eine glatt rasierte Muschi, wenn ich sehe, wie die Hitze aufsteigt - in ihnen und in mir, wenn ich die Schweißperlen auf ihrer glänzenden Haut verfolge, die sich einen Weg bahnen. Aufregend, wie sie sich sammeln - zwischen ihren Brüsten, im Nabel und dann - langsam, ganz langsam zunächst tiefer, wie ein entzückendes Bächlein hinab rinnt über das rasierte Hügelchen, hinein zwischen süße Schamlippen … Hinreißend, wie ich mir vorstelle, ich könnte dieser Spur folgen - mit meinen Fingern, mit der Zunge, könnte die süße, salzige Schärfe schmecken.

 

Bei Mailin ist alles anders. Sie hat immer ein kleines Tüchlein dabei. Nicht groß! Beileibe kein Handtuch oder gar Badetuch, nur so ein winziges Gästetüchlein - und sie trägt es in ihrer Hand. Wie geschickt sie damit umgeht! Sie benutzt es so raffiniert wie ein Torero seine Muleta. Wenn sie sitzt, liegen ihre Beine parallel. Sie sind fest geschlossen und sie neigt sich ein klein wenig nach vorne. Nein, „Mann“ kann nichts sehen, nicht mal erkennen, ob sie vielleicht rasiert ist - oder zumindest gestutzt. Und wenn sie aufsteht - ja! Dann ist da das Tüchlein! Sie schwingt es und kein Mensch könnte auf die Idee kommen, es sei um sich zu bedecken. Höchstens ich! Denn ich habe versucht einen Blick zu erhaschen - auf ihr … Paradies! Und als es mir nicht gelingen wollte, wurde es zur fixen Idee. Immer wieder versuche ich es - und nie! Wirklich NIE gelingt es mir. Ich träume schon von ihrer Muschi. Sie ist interessanter als alles andere - sichtbare.

 

Wer will schon diese präsentierten - aufgedrängten - weit offenen Schenkel, Muschis, Schamlippen? Sogar Kitzler gibt es im Sonderangebot! Prall geschwollene Mösen, gierig auf den nächsten Schwanz. Hungrig! Man(n) sollte ein Schild haben: Achtung! Bissiger Hund! Und Man(n) soll sich in Acht nehmen. Denn wenn Man(n) nicht aufpasst, dann verschlingen sie einen.

 

Aber was rede ich da? Das muss an Ostern liegen. Normalerweise schaue ich sehr gerne - und auch ziemlich genau. Trotzdem! Bei Mailin ist es besser, verborgener, aufregender und wirkungsvoller als bei den Anderen! Und ich gucke jedes Mal! Ich spähe! Ich linse! Ich verfolge jede ihrer Bewegungen - und hoffe auf einen winzigen Spalt - zwischen dem Tüchlein und dem Bäuchlein. Aber nein! Sie dreht sich, wendet sich im letzten Moment - und ich stehe da und sehe … nichts!

 

Von hinten ist es ein zauberhafter Anblick. Dagegen hat sie nichts: Das glatte, schwarze Haar über ihrem zierlichen Nacken, die schmalen Schultern, filigrane Arme und dann ein wundervoller, langer Rücken. Ihre Taille wirkt so zerbrechlich über den etwas breiteren Hüften. Diese Hüften! Ich stehe auf Hüften! Ihre sind perfekt. Rund und vollkommen! Und dann dieser Po! Prall und fest! Knackig! - Wie gut er in meine Hand passen würde! Ihn zeigt sie mir, diese kleine Hexe! Auch die langen, schlanken Beine und ihre zauberhaften Füße. Zehen wie gemeißelt. Und lackierte Nägel! Ich möchte sie anfassen, die Süße! Ihre Haut spüren.

 

Und dann dreht sie sich um - und ich denke … Wieder nichts! Nicht mal der Hauch von einem Anblick. Nur das Tüchlein - heute in lila! Ich kann ja schlecht sagen: „Könnten Sie mir nicht zu Ostern mal ihre Muschi zeigen!“ Langsam glaube ich, ich flippe aus. Vielleicht liegt es an der Hitze hier, aber den Aufguss hat sie gemacht. Ob sie mir einheizen will? Ich wüsste wie! Sie bräuchte sich nur ein wenig zurücklehnen und das Tüchlein weglegen.

 

Mann! Schon der Gedanke macht mich wild. Langsam aber sicher ist nicht mehr zu verbergen, wie sehr sie mich anmacht. Meine Männlichkeit schwillt. „So mach doch die Augen zu! Du siehst doch eh nichts!“ Ich schließe meine Augen und „sehe“ in meinem Kopf, wie sie das ominöse Tüchlein zur Seite legt. Sie tut es für mich! Mailin lehnt sich an die nächste Stufe und drückt ihr Becken nach vorne. Sie ist rasiert! „Oh jaaah! Weiter!“ Immer noch sind ihre Beine fest geschlossen, aber ihre Füße wippen auf und ab. Sie tanzt! Ihre Zehen drehen sich nach außen und dann folgen die Fersen. Ein Stückchen zur Seite - ein Spalt! „Mehr!“ Und wirklich! Sie öffnet ihre Schenkel und lässt mich sehen …

 

„Klack!“ Ich reiße die Augen auf und sehe nur noch einen Schimmer ihres weiß-goldenen Hinterteils und die Türe, die ins Schloss fällt. Mist! Ich habe eine riesige Erektion! Kein Wunder, dass sie gegangen ist. Ich springe auf. Wirklich! Ich sollte mich entschuldigen, aber als ich sie im Kaltwasserbecken sehe, bringe ich kein Wort heraus. Mein Handtuch halte ICH jetzt ebenso vor mich, wie ein Verkäufer seinen Bauchladen. Sie soll es nicht sehen. Obwohl … Mailin hat gelächelt.

 

Zu ihr, in dieses Becken, kann ich jetzt nicht. Es ist nicht kalt genug, um mich abzukühlen. Ich öffne die Türe und trete hinaus in den Schnee. Ostern! Man sollte es nicht glauben. Die Eisluft hüllt mich in eine Wolke aus heiß-kaltem Nebel. Mit einem Kopfsprung lande ich in der nächsten Schneewehe - und endlich fällt mein Steifer in sich zusammen. Gut so! Jetzt kann ich wieder hinein gehen und mir vorstellen … Donnerwetter! Er zuckt schon wieder!

 

Als ich zurückkomme, liegt Mailin auf einer der bequemen Liegen und ruht. Das lila Tüchlein … Mist! Ich hasse diesen Stofffetzen! Gut, dass niemand da ist - außer uns! Die Liege gegenüber ist frei - und wer weiß …? Vielleicht passiert ja noch mein persönliches Osterwunder. Die „Auferstehung“ haben wir ja schon. Wenn ich mich auf den Fußboden legen würde - dann könnte ich vielleicht von unten zwischen ihre Schenkel … Blödsinn! Wie sieht das denn aus? Sie denkt ja, ich bin bekloppt!

 

Also gut, ich breite mein Badetuch aus und lege mich darauf. Die Wärme hier hat mich schon wieder trocken werden lassen - und scharf! Mein Schwanz macht heute was er will. Obwohl! Das tut er eigentlich immer. Mailins Blicke streicheln meinen Körper. Sie blinzelt unter den Lidern durch. Bestimmt! Oder ist das Wunschdenken? Vielleicht schläft sie auch. Ich kann sie jedenfalls spüren, ihre Blicke, ihre Hände, ihre … Ach Scheiße! Ich kann doch kein Handtuch drauf decken! Das fällt doch erst recht auf! Sieht aus wie ein Zelt.

 

Ich werde jetzt meine Augen schließen und ausruhen! Dafür bin ich ja hier. Aber erst noch einen letzten Blick. Mailin schläft. Es sieht jedenfalls so aus. Sie liegt da - so keusch und züchtig. Sie liegt auf dem Rücken, die Arme rechts und links angelegt und die Beine fest geschlossen und das lila Tüchlein - genau da, wo es hingehört! Sie ist so zauberhaft. Mädchenhaft und scheu und … ihre Brustwarzen sind steif! Hoppla!

 

Macht vielleicht der Gedanke sie an, dass ich sie begehre? Dass sie sehen kann - nicht übersehen kann, dass ER steif und immer steifer wird? Er zuckt schon wieder! Aber will sie nicht auch? Ihre süßen, dunklen Nippel sagen ja! Aber das kann auch ein kühler Windhauch sein. Gibt es hier einen kühlen Wind? Eher nicht! Aber vielleicht denkt sie ja auch … so wie ich? „Mensch, rede dir nichts ein!“ Ich drücke meine Augen zu. Vielleicht sollte ich doch schlafen - und ein wenig träumen.

 

Wie gut sie riecht! Auf einmal kann ich sie riechen! Süß mit einem Hauch von Mandel und Honig und irgendwie exotisch. Ich spüre einen Luftzug - also doch! - an meiner Brust und … Wie eine zärtliche Fingerspitze, die von meinem Oberschenkel über die Flanke streicht - höher - über meinen Bauch. Einbildung? Kann man sich denn einbilden, dass ein Finger kreist - um meine Brustwarze? Ich mache die Augen nicht auf, oh nein! Dazu ist es zu aufregend. Wenn es ein Traum ist, dann wäre er zu Ende! Das will ich nicht. Ich will es spüren. Ich will sie spüren! Mailin!

 

Hände! Auf meiner Brust. Sie stützt sich ab auf meiner Brust und … und … Großer Gott! Jaahh! „Mailin!“ Ich stöhne als ich ihre Schenkel spüre. Nicht mehr keusch geschlossen. Weit gespreizt - rechts und links von meinem Unterleib! Ihre Muschi über mir! Jetzt könnte ich sie sehen! Nackt! Rasiert! Offen und lüstern! Feucht und rosig glänzend! Wahnsinn! Nein! Nicht schauen! - Ich fühle sie! Heiß und nass - an meiner Spitze. Und sie drückt sich auf mich, schiebt sich über meinen steifen Schwanz und … nimmt mich in Besitz.

 

Gott, kann dieses Weib vögeln! Ihr Becken schwingt und ihre Muschi massiert meinen harten Phallus! Kurze, schnelle Stöße treiben meine Lust in den Himmel. Und da liege ich unter ihr und rühre mich nicht, lasse mich benutzen und genieße, genieße, genieße! Wilde Sehnsucht, gieriges Verlangen und überschäumende Wonne - Mailin schenkt mir ein wundervolles Osterfest, und ich spritze und spritze und spritze.

 

Schwer atmend liege ich auf meinem Handtuch. Ich bin fix und alle. Man(n) soll sich nach der Sauna nicht so anstrengen, aber es war ja so schön. Was für ein Orgasmus! Und jetzt kann ich mich ausruhen. Ich glaube, ich kann fliegen. Hhhmmmm! - ,

Als ich die Augen öffne, bin ich allein. Wo …?

Mailin ist fort.

Hab ich …? Ja, ich habe! Eindeutig!

Und als ich aufstehe … da liegt ein kleines, lila Gästetuch - und ich habe immer noch keine Ahnung, wie ihre Muschi aussieht.

Verdammt! Ich hätte es zu gerne gewusst. Ob sie wirklich rasiert ist?

Heute Nacht werde ich von ihr träumen, denn sie ist interessanter als alle anderen.

 

Mailin mit ihrem kleinen, lila Tüchlein.

 

© Beatrice von Stein