Katzen

Peter sitzt in seinem Arbeitszimmer am Schreibtisch und starrt verbissen auf den Monitor. Es fällt ihm schwer, sich zu konzentrieren. Lieber würde er jetzt durch die Terrassentür verschwinden und es sich auf einem Liegestuhl in der Sonne gut gehen lassen. Das Exposé muss morgen fertig sein, und er bringt es nicht auf die Reihe, seine wirren Gedanken in die entsprechende Form zu bringen. Ein leises „Miau“ lenkt ihn nun endgültig ab und lässt seinen Blick zur offenen Tür schweifen. Dort steht sie, seine Schöne und schaut ihn erwartungsvoll an. Sie ist ein sanftes, liebes Wesen und zaubert immer ein Lächeln in sein Gesicht, wenn sie erscheint.

 

„Mira, Süße, ich habe heute keine Zeit für dich, ich muss Geld verdienen.“ Sie scheint mit der Erklärung nicht einverstanden und lässt ein verletztes Schnauben hören. Betont lässig bewegt sie sich in seine Richtung. Anscheinend ist sie fest entschlossen, ihn zu einer Pause zu animieren. Entspannt lümmelt sich Peter in seinen Drehstuhl. Sanft streicht Mira um seine Beine. Dieses Gefühl gaukelt ihm Hände, sanfte Hände vor. Er driftet ab und ist in Gedanken bei seiner zweibeinigen Katze, die solche sanften Hände hat. Als er sich vorstellt, wie diese reizenden Hände in Richtung Schenkel wandern, befindet sich Mira auf seinem Schoß. Die Vorderpfoten auf der Brust, schmust Mira um seine Wangen und das Kinn. Das mag Peter, schmusen mit seinem Kätzchen. Sie reibt immer ihre Nase an seiner und küsst hingebungsvoll Hals und Ohren. „Ach, Mira, du bist ein Racker, du bringst mich völlig durcheinander und aus dem Konzept.“ Wild schlägt die Kleine mit den Pfoten um sich, will spielen. Peter nimmt das Fellchen vom Schreibtisch und wirft es in Richtung Tür. Wie ein Blitz schießt Mira hinter dem Fellchen her, spielt und tollt. Peter geht plötzlich die Arbeit flink von der Hand und er füllt Seite um Seite. Mit dem letzten Punkt lehnt er sich zufrieden, aber erschöpft zurück. Mira nutzt ihre Chance, springt auf seinen Schoß, plustert das Nestchen und rollt sich zufrieden zusammen.

 

Peter träumt von seinem Kätzchen. Sanfte Hände massieren IHN so wunderbar erregend, wandern zum Perineum, und seine Erregung breitet sich im ganzen Körper aus. Dann hört es wieder auf. Streicheln und Zupfen am Hoden, so sanft. Peter ist nach Schweben zumute. Sie trifft einen Punkt und er steigt noch höher, fühlt sich, als hätte er Flügel. Dann stürzt er wieder ab. Federartig feine Berührungen im Umfeld der Wurzel lassen ihn wieder aufsteigen. Ein Auf und Ab regiert seine Empfindungen und Gefühle, und jedes Mal geht es ein wenig höher … höher … höher, bis er es nicht mehr aushält und sich auf sein Kätzchen stürzt. Ihre Augen sind lustvoll verhangen, und ein wissendes Lächeln umspielt ihren Mund, als sie ihn zu sich zieht und auffordernd ihre Schenkel um ihn schlingt. Es gelingt ihm noch behutsam einzudringen. Er spürt ihre heiße, feuchte Enge, und es ist um ihn geschehen. Der Urinstinkt des Paarungstriebes übernimmt die Führung und ihre Körper tanzen den intimsten und heißesten Tanz.

 

Mira stupst ihn an, will gestreichelt werden und unterbricht damit seine Träumerei. Gedankenverloren streichelt er sie zwischen den Ohren, am Hals, und sie schnurrt. Seine Kätzchen haben viele Gemeinsamkeiten. Dieser Gedanke amüsiert ihn. Sie sind selbstständige Wesen, haben ihren eigenen Kopf, lieben ihre Freiheit und passen in kein Schema. Das sorgt immer wieder dafür, dass es mit ihnen nicht langweilig wird. Sie sind immer für eine Überraschung zu haben und er weiß oftmals nicht genau, woran er ist, aber beide lieben ihn von Herzen. Verschmust sind sie auch. So wie jetzt. Mira dreht sich auf den Rücken, damit er ihren Bauch streicheln kann. Die kleinen Zitzen sind genau so empfindlich wie die süßen Knospen seines großen Kätzchens und seine Zärtlichkeiten lassen sie laut schnurren. Sie erwarten beide sanfte Streicheleinheiten, bis die Läufe zucken vor Wohlbehagen und Verlangen, und sie in den lieblichsten Tönen mauzen. Beim großen Kätzchen die Einladung  für mehr, dem er nicht widerstehen kann. Eigentlich müsste er sein großes Kätzchen suchen, um mit ihr zu schmusen und nicht nur mit Mira. Als hätte sie seine Gedanken erspürt, steht Sue-Ann in der Tür und lächelt ihn an.

 

„Hallo, ihr zwei Schmuser … könnte fast neidisch werden, wie du Mira streichelst.“ Blitzartig dreht sich Mira um und ist mit einem Satz von Peters Schoß, als wenn sie wüsste, dass sie jetzt das Feld räumen muss. Vielleicht reagiert ihr Instinkt, denn Kätzchen sind sehr klug. „Komm her, mein Kätzchen … wenn die eine schon genug hat … vielleicht möchte meine Schmusekatze dafür ein paar Streicheleinheiten?“ Grazil und majestätisch schreitet Sue-Ann auf ihn zu. Ja, sie schreitet, für ihn eine einzige Herausforderung, diese gespannte, auffordernde Körperhaltung. Er hat eine wunderschöne, stolze Frau, die er abgöttisch liebt. Besitzergreifend schlingt er seine Arme um die Hüfte und reibt sinnlich seine Nase an ihrem weiblichen Bauch. Schnuppert.

 

„Was hast du gemacht, meine Liebste? Du verströmst einen hocherotischen Duft. Willst du mich animieren?“ Peter hat nichts gegen ein heißes Schäferstündchen, seine Arbeit ist erledigt. Ausdrucken kann er es später. Sue-Ann lacht leise gurrend. „Ich habe nur eintönige Hausarbeit erledigt … meine Gedanken sind dabei auf Wanderschaft gegangen und auf Abwege gekommen.“

„Diese Abwege haben hoffentlich mit mir zu tun mein Kätzchen?“

„Darum habe ich dich gesucht …“, erwidert sie etwas atemlos, weil er unter ihren Rock gegriffen hat. In einer fließenden Bewegung schiebt er den Stoff des Kleides bis zu ihren Brüsten und vergräbt seine Zunge in ihrem Nabel.

 

„Du … hast kein Höschen an!“, stellt er zufrieden fest.

Ein gehauchtes „Ja“ ist die Antwort. „Und auch sonst nichts unter dem Kleid …“, kommt ihr Nachsatz. Seine Hand zwischen ihren Schenkeln lässt er es zu, dass sie ihm die Hose öffnet, das Shirt über den Kopf steift und seine Männlichkeit befreit. „Peter …“, schnurrt Sue-Ann, „ich will DICH … jetzt!“

Dem hat er nichts hinzuzufügen, dirigiert nur ihre Beine rechts und links auf die Stuhllehnen und zieht ihr das Kleid aus. Ihre zarten Brüste schweben vor seinem Mund … er muss kosten, knabbern und kosen. Sie schnurrt wie vorhin Mira und bewegt aufreizend ihr Becken. Peter hält sie fest, er mag jetzt keine schnelle Nummer und beginnt ihre nasse Auster zu streicheln, bis sich der lieblich, erregte Frauenkörper spannt und zu zittern beginnt.

 

„Pe… Peter, du bist … ein Quälgeist“, beschwert sie sich lüstern. „Bitte … ohh, … bitte … ich …“ Weiter kommt sie nicht weil er einfach ihren Mund mit einem heißen Kuss verschließt. Sue-Ann spürt seine Zunge bis in ihre weibliche Mitte, deren Muskeln sich verselbstständigen und sie noch mehr erregen. Ihr Stöhnen geht in lustvolles Klagen über. Den kehligen Schrei verschluckt Peters Mund. Er muss nur aufpassen, dass sie nicht vom Stuhl rutscht, deshalb fasst er unter ihre Knie und lässt sie sanft und langsam, so verdammt langsam seine Männlichkeit erobern.

„Jetzt mein süßes, geiles Kätzchen spielen wir Hoppe, Hoppe Reiter …“

 

Als sie erschöpft und völlig derangiert an seine Brust sinkt, ist Peter mehr als zufrieden mit sich. Und sein Kätzchen haucht ein „Danke“ in sein Ohr.

So sind Katzen nun einmal, wenn sie zufrieden sind.

 

©murr 25.11.12