Von verlorenen Manschettenknöpfen und wie man sie wieder findet



 

Es war schon 21 Uhr durch, also wieder mal zu spät. Eigentlich hatte er sich längst daran gewöhnt, dass Julia immer etwas länger brauchte. Das Ergebnis war dann auch entsprechend. Lächelnd legte er Frankie-Boy auf, setzte sich in seinen Lieblingssessel und schenkte sich einen Cognac ein. Letztendlich war es ihm egal, wann sie dort sein würden. Die Laudatio auf die Künstlerin hatte er schon 20mal gehört, sogar die Bilder kannte er fast alle – gut, die neuesten fehlten - schließlich handelte es sich bei der Malerin um Julias beste Freundin, und dieser Besuch war lediglich ein Freundschaftsdienst.

Kurt nahm einen Schluck und schlug die Beine übereinander. Er hielt den dunklen Anzug für übertrieben, aber Julia hatte den Wunsch geäußert … Vermutlich wollte sie sich einfach groß in Schale werfen, und er sollte ihren Auftritt garnieren. Er lächelte und fuhr mit der Hand über die Bügelfalte. „Verflixt!“ Wo war der Manschettenknopf abgeblieben? Kurt kontrollierte den zweiten. Er erinnerte sich doch, alle beide Knöpfe … Verwirrt stand er auf und suchte den Fußboden ab. Nichts. Vielleicht hatte er den einen liegen lassen … im Bad!

„Julia Liebes, darf ich reinkommen?“
„Natürlich!“

Er hörte das Lächeln in ihrer Stimme. Es verhieß Erfreuliches. Langsam öffnete er die Tür … Da stand seine Frau - halbnackt - mit dem Rücken zu ihm vor der Badewanne und rollte soeben einen schwarzen Nylonstrumpf über Wade und Knie. Sein Blick streichelte sie.

„Weißt du, eigentlich bräuchtest du einen Waffenschein!“ Kurt betrachtete ihre schwarzen Seidendessous. Seine Frau richtete den halterlosen Strumpf und drehte sich zu ihm.

„Was möchtest du, Schatz?“ Ihre üppigen Brüste wurden ihm vom BH entgegengedrängt.

„Ja, ähm … was? Ich hab’s vergessen.“

Sie schmunzelte, drehte sich um und stellte das zweite Bein auf den Wannenrand. Das Höschen schmiegte sich so eng zwischen ihre Backen, dass er neidisch wurde. Was sie nun bot, war eine Vorführung der besonderen Art.

Betont aufreizend streichelte sie den Strumpf an ihr betörendes Bein. Dann stieg sie in die hochhackigen Pumps und beugte sich hinunter, um mit beiden Händen den Sitz der Strümpfe zu kontrollieren. Dass sie ihm dabei ihr sexy Hinterteil zum Anbeißen unter die Nase hielt, geschah sicherlich nur zufällig.

Kurt trat näher, fasste ihre Hüften und zog sie an sich. Sie wirkte immer noch – und er ließ es sie spüren.

„Stör mich jetzt nicht!“, reklamierte Julia, als sie sich aufrichtete, aber sie ließ zu, dass seine Finger das Haar aus ihrem Nacken schoben und er ihr seinen warmen Atem sanft darüberhin hauchte. Erfreut fühlte er ihre Gänsehaut. Seine Julia schnurrte genüsslich, drehte sich in seinen Armen und küsste ihn verlockend und feucht.

Dann löste sie sich von ihm und stieg in ihr königsblaues Etuikleid. „Kannst du mir bitte helfen?“

Mit Bedauern schloss er den Reißverschluss. Seine Frau war fertig und wie vermutet: Sie würde die Krönung des Abends werden. Die blaue Seide des Kleides unterstrich ihre strahlend blauen Augen, und wenn er sich diesen rot geschminkten Mund betrachtete, verließ ihn jede Lust zur Vernissage zu gehen.

„Komm noch mal her!“ Kurt reichte ihr beide Hände und sie legte ihre hinein. Der Duft, der sie umgab, war einfach zu verführerisch. Er musste sie noch mal küssen – und irgendwie machte es Klick. Er spürte ihr Entgegenkommen, und als seine Hände den Saum des Kleides hochzogen und die nackte Haut ihrer Schenkel suchten, öffnete sie sich ihm. Kurt kniete nieder und schob von unten seine Finger in ihr Höschen. Glatte, warme Haut empfing ihn, und es wurde zunehmend feuchter und heißer.

Seine Frau lächelte auf ihn herab, als sie ihr Kleid fallen ließ: „Weißt du Schatz, du bist ein echter Kunstbanause!“

„Stimmt genau, Liebling! Und deswegen wäre es doch vergebliche Liebesmüh, jetzt mit mir zu einer Vernissage zu gehen.“ Schmunzelnd zog er ihr Höschen zur Seite und schnupperte. „Außerdem habe ich mein Kunstwerk schon gefunden!“ Kurt drückte seinen Mund auf ihren glatten Schamhügel und züngelte zwischen sanft aufgeworfenen Lippen hinab.

Julia stöhnte und drängte ihm ihren Unterleib entgegen. „Ich hätte es wissen müssen! Wenn du ins Bad kommst … geht es schief!“

„Ja ja, nun bin wieder ich schuld!“, monierte er amüsiert. Mit der Hand schob er ihre Schenkel auseinander. „Es hat auch überhaupt nichts damit zu tun, dass du mich verführt hast – gerade eben?“ Seine Zunge leckte begierig, öffnete die rosige Spalte und kreiste verlockend um ein dort verstecktes, neugieriges Nüsschen. Zärtlich knabbernd überzeugte er seine Frau in Windeseile davon, dass er Schönheitssinn und Lebensart viel lieber anderweitig beweisen würde, als auf dieser absolut überflüssigen Vernissage.

„Ich habe überhaupt gar nichts getan – außer mich fertigzumachen!“, spottete sie, begann aber gleichzeitig damit, an seinem Jackett herumzuzupfen. „Zieh es aus!“, forderte sie, aber Kurt dachte noch gar nicht daran sich von ihrem Aphrodisiakum zu trennen.

Seine Finger huldigten ihrer glatten Auster, öffneten und teilten das glänzende Fleisch und drangen tiefer vor. Julia begann zu wimmern. Nanu! So weit waren sie doch noch gar nicht … aber offenbar doch. Er spürte die Vibrationen, die ihm die Ziellinie ankündigten und saugte sich fest. Oh, er wollte es so sehr! Zärtlich stießen seine Finger – doch dann entzog sie sich, atmete tief.

„Los, zieh dich aus!“

Kurt stand auf und folgte ihrer Aufforderung. Im Nu hatte er den dunklen Anzug samt Schuhen vom Leib und nestelte an seinem Hemd.

Julia entledigte sich ihres Höschens und setzte sich auf den Wannenrand, um ihm interessiert zuzusehen. Ihre Augen begannen erneut zu leuchten, als der Slip seinen Bemühungen zum Opfer fiel. Sie spreizte die Schenkel und kontrollierte lächelnd das Ergebnis seiner Anstrengungen.

„Gehen wir ins Wohnzimmer?“

„Wir gehen nirgendwohin! - Komm her!“ Julia streckte ihm ihre Hand entgegen, griff zu und zog ihn näher. „Ich will mich revanchieren.“ Zärtlich hauchte sie warmen Atem über seinen aufrecht stehenden Penis und leckte sich aufreizend die Lippen.

„Wozu habe ich mich eigentlich so schick machen müssen?“, fragte er herausfordernd, um im nächsten Moment genüsslich aufzustöhnen, als sein Schwanz in ihren warmen Mund gesaugt wurde. „Egal!“, keuchte er. „Nur um das Zeug wieder auszuziehen hat es sich schon gelohnt. - Weiter!“ Sich im Mund seiner halbnackten Frau verschwinden zu sehen und im gleichen Moment ihre bewegliche Zunge zu spüren, die sich unter seine Vorhaut schob, machte ihn verrückt. Und wenn sie so weitermachte – ihre Hand krabbelte zwischen die Schenkel und massierte seine frischrasierten Hoden – dann würde er gleich …

Eigentlich wollte er zuerst sie … aber hier zu widerstehen, dazu war er zu schwach. Dieser doppelte Reiz war einfach zu geil. Ihren roten Kussmund zu beobachten, der an seiner Härte auf und ab glitt, dazu der ekstatische Ausdruck auf ihrem Madonnengesicht und obendrein von der heißen Nässe zu kosten, in die er immer wieder hineinstieß, brachte seine Lenden zum Kochen. Wenn er das jetzt nicht sofort unterbrach, würde er ihr in den Mund spritzen müssen – und er wollte jetzt noch kein Ende.

„Lass mich los!“, flehte er stöhnend, doch Inhalt und Tonfall seiner Worte waren einander diametral entgegengesetzt, und seine Frau lächelte mit vollem Mund, und ihre Finger wurden noch neugieriger. Wie er das liebte, wenn sie ihn da berührte! Wie sehr es ihn erregte! Kurt griff in ihr Haar, verstrubbelte es und ließ es sich durch die Finger gleiten, in dem vergeblichen Versuch, sie noch nicht festzuhalten - noch nicht hineinzustoßen in diese verlockende Hölle, die ihn versengte und ihm dennoch ein Gefühl völliger Schwerelosigkeit schenkte.

Trotzdem! Er hielt es nicht länger aus, bei aller Beherrschung nicht. Kurt konnte nur noch versuchen sie mitzunehmen - auf seinem Höhenflug. Viel fehlte nicht mehr, er hatte es gespürt. Also riss er sich fast gewaltsam los, zerrte sie hoch, umfasste ihre Hüften und hob sie auf die Kommode, die ihren Schmuck und Kosmetika enthielt, spreizte ihre Schenkel und drängte sich dazwischen.

Julia warf den Kopf zurück und lachte zufrieden.

Wie er sie liebte, wenn sie ihm ihr Einverständnis so deutlich signalisierte. Er setzte seine Spitze an und freute sich, als ihr Lachen zu einem gutturalen Stöhnen wurde.

„Spieß mich auf, mein Hengst!“

„Nichts lieber als das!“ Kurt suchte sich einen festen Stand. „Au!“ Er knurrte gierig. Mit beiden Händen wühlte er in ihrem Fleisch, spreizte ihre Backen und drang ungestüm tiefer.

Julia bog sich ihm entgegen und stieß rhythmisch.
„Nur … noch … ein … noch … ein … ein …
MACH!
Spieß … mich
… jaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh!



auf!"

Ihre Brüste hüpften aus dem Büstenhalter, und er flippte aus. Schub um Schub quoll Glückseligkeit aus seinem Schwanz und flutete die zuckende Auster. Seine Arme umschlangen sie und hielten sie ganz fest. Erschöpft ließ er den Kopf auf ihre Schulter sinken und holte tief Luft.

„Was bin ich für ein glücklicher Mann“, flüsterte er und küsste sie, dann hob er den Kopf und betrachtete seine schöne, derangierte Frau. „Übrigens … ich habe meinen Manschettenknopf wiedergefunden, Liebling! Wie gut, dass du nicht ins Wohnzimmer gehen wolltest.“

"Warum?“, fragte sie irritiert.

„Ich stehe drauf!“

Julia brach in schallendes Gelächter aus.

Und ihr Lachen liebte er mindestens genauso sehr wie ihre Lust!

© Anna