Fahrstunde


Begegnungen

Hella war 30 Jahre alt, und zur Feier ihres Geburtstages hatte ihr Vater sie eingeladen. Zu diesem Behufe mussten sie 200 km weit fahren. - Sie und ihr kleiner Sohn! Patrick war vier Jahre alt und ihr ganzer Sonnenschein. Er war wirklich ein süßes Kind, und er hatte sich schon daran gewöhnt, dass sie alleine waren. Sie hatte sich von ihrem Mann getrennt, nachdem sie gemerkt hatte, dass er keinen Rock in Ruhe lassen konnte. Lediglich im ersten Jahr ihrer Ehe war er treu gewesen - soviel sie wusste! Sogar das bezweifelte sie inzwischen. Aber es war ihr egal geworden. Sie hatte so gelitten! Hatte gezweifelt - an sich und an ihm. Und langsam, mit jedem neuen Seitensprung, mit jedem neuen Schmerz, war ihre Liebe gestorben. Irgendwann tat es nicht mehr weh! - Erleichtert stellte sie es fest. Dann war nur noch eine große Frage in ihr! Was würde ihr Patrick sagen, wenn sie seinen Vater hinauswarf? Aber er sagte gar nichts. Sein Vater war nie für ihn da - er würde ihn nicht vermissen. Und nun, nachdem er weg war - schon über ein Jahr weg war - ging es ihnen beiden sehr gut!

 

Mit seinem Opa spielte er lustig, und er war geradezu begeistert, als der ihn zur Kirchweih einlud - und so gingen sie am Nachmittag zu dritt zu dem großen Kirchplatz, wo der Autoscooter stand und das Kettenkarussell. Patrick war glücklich. Er saß mit seinem Opa im Auto und fuhr rückwärts durch das Gewühl. Hella sah sich um. Weiter hinten gab es noch ein Kinderkarussell mit Pferdchen. Dahin zog es sie. Sie war immer noch eine romantische Natur! Trotz aller Enttäuschungen. Sehnsüchtig schaute sie zu, wie sich die Pferdchen drehten, als sie plötzlich eine Hand an ihrer Schulter spürte. Ganz leicht strich sie über ihren Rücken und dann fühlte sie warmen Atem im Nacken.

 

„Meine Hella!“ Ganz leise und zärtlich klang es an ihr Ohr. Alle ihre Härchen standen plötzlich senkrecht. Ihre Lippen formten seinen Namen. „Jonas!“ Sie drehte sich nicht um, genoss nur das unglaubliche Gefühl, ihn hinter sich zu wissen. Seine Hand streichelte sie, jagte ihr Schauer über den Leib, aber nachdem er dicht hinter ihr stand, konnte niemand etwas davon bemerken. Sacht trat sie noch ein kleines Stück weiter zurück, lehnte sich gegen ihn. Der warme Hauch auf ihrem Hals tat ihr so gut. Lange war es her, dass sie solche Gefühle gehabt hatte. Plötzlich fühlte sie sich wieder als Frau. Viel zu lange war sie nur Mutter gewesen! Jetzt erst wurde ihr klar, was sie vermisste!

 

Jonas war der Mann in ihrem Leben, den sie niemals ganz aus ihren Gedanken verbannen konnte. Sie hatte ihn so geliebt! Es war so unbeschreiblich gewesen - und doch: Sie hatten nur eine einzige Nacht gehabt, um sich zu lieben! Hella hatte damals bei ihrem Vater den Führerschein gemacht, und Jonas war ihr Fahrlehrer gewesen. Er hatte ihr Trost und Halt gegeben, denn sie fühlte sich hilflos und total verloren. Er war ihr Freund geworden und sie hatte sich verliebt - und ihm ging es genauso wie ihr.

 

Hella war die große und einzige Liebe seines Lebens – und bis heute wusste niemand davon. Er hatte sich keinem Menschen anvertraut - nicht einmal seiner Mutter! Die wusste wohl, dass ihrem Sohn keine Frau gut genug war, denn er war jetzt schon über Vierzig und immer noch nicht verheiratet, aber sie fand keine Erklärung dafür. Jonas wusste natürlich woran es lag: Er verglich einfach jede Frau mit ihr - mit seiner Hella!

 

Und nun stand sie einfach da! Er glaubte schon an eine Sinnestäuschung! Aber er konnte ihre Wärme spüren. Die Sehnsucht nach ihr überkam ihn wie ein Gewittersturm. Nur mit größter Mühe hielt er sich zurück. Am Liebsten hätte er die Arme um sie geschlungen, um sie nie mehr loszulassen. Aber das durfte hier nicht sein. „Ich muss dich sehen!“, flüsterte er in ihrem Rücken. Hella nickte. „Komm zum Platz in unserem Wald!“, bat er leise.

 

Er ging. Jonas zitterte! Langsam schlenderte er durch das Gewühl, und dann drehte er sich nochmal um, betrachtete sie - von Ferne!  Sie war so schön! So schön wie damals. Nur ihr langes Haar war inzwischen einem kürzeren Schnitt gewichen. Auch sie drehte sich um - und  sah ihn an. Ihre blauen Kulleraugen leuchteten. Sie versprachen ihm den Himmel. Seine Hand griff suchend nach irgendeinem Halt. Sie machte ihn schwach! Aber er würde sie sehen! Sie würde kommen - zu ihm! Wann auch immer - er würde da sein und warten! So wie er sein ganzes Leben lang gewartet hatte. Er hatte es niemals geschafft sie aus seinem Herzen zu reißen.

 

Zunächst fuhr er nach Hause und tauschte die Autos aus. Sein Fahrschulwagen war gemacht, die Aufmerksamkeit der Menschen anzuziehen! Jeder würde wissen, wer darin saß! Jeder würde wissen wo er war! Das wollte er vermeiden. Also nahm er sein unauffälliges Privatauto und verdrückte sich, bevor ihm noch etwas dazwischen kommen konnte.

 

Jonas war damals mit ihr in den Wald gefahren. Sie hätten beinahe einen Unfall gehabt, und Hella hatte ihn tatsächlich verhindert, aber es war ihre erste Fahrstunde gewesen, und sie zitterte vor Aufregung. So war er mit ihr zum Essen gegangen und danach auf die kleine Waldlichtung. Dort konnte sie sich wieder beruhigen. - Danach wurde dieses kleine, sonnendurchflutete Stückchen Erde zu ihrer persönlichen Zuflucht. Dorthin fuhr er jetzt. Immer wenn er sich einsam fühlte, hatte es ihn dorthin gezogen, und nun würde er sie wiedersehen! Wann würde sie kommen? Wann würde sie eine Ausrede finden - für ihren Vater? - Er stellte sich auf eine lange Wartezeit ein. Es war egal wie lange er warten musste - sie würde kommen - irgendwann!

 

Hella stand an ihrem Karussell und war unfähig sich zu bewegen. Jonas! Ihr Jonas! - Ihr Herz sang seinen Namen! - Er war da - und er wollte sie sehen! Sie hatte seine Sehnsucht gespürt! Er wollte sie - immer noch! Sie horchte in sich hinein. Wenn sie gekonnt hätte, hätte sie sich ihm hingegeben - auf der Stelle! Sie bebte vor Sehnsucht - so wie er! Aber jetzt musste ihr ganz schnell etwas einfallen. Sie musste ihrem Vater erzählen, dass sie fort musste! Wohin? - Ja, das war die Frage! Aber ihr würde etwas einfallen. Da war sie ganz sicher!

 

Und dann stand da plötzlich Silvia! Das war ein Geschenk des Himmels. Sie waren zusammen in den Kindergarten gegangen  - vor Urzeiten. Sie waren sogar einmal Nachbarn gewesen! Freudestrahlend ging sie auf Silvia zu und umarmte diese nette Frau, die nicht wusste, wie ihr geschah. Natürlich erinnerte sie sich, aber sie waren niemals eng befreundet gewesen! Wieso also jetzt diese überschwängliche Begrüßung? Sie konnte natürlich nicht ahnen, dass sie lediglich eine Alibifunktion erfüllen musste - für Hellas Vater, Dr. Wertheim! Und dafür war sie bestens geeignet. Als sie sich trennten, konnte jedermann den Eindruck haben, zwei alte Freundinnen hätten sich nach Urzeiten endlich wieder gefunden.

 

Dr. Wertheim lud seine Tochter und seinen Enkel Patrick noch zum Essen ein, und als sie nach Hause fuhren, erzählte Hella so ganz beiläufig, dass Silvia heute Abend eine Party feierte und dass dort noch mehr „alte Freunde“ von früher sein würden. Natürlich hatte sie auch Hella eingeladen - aber mit Rücksicht auf Vater und Sohn, hatte sie natürlich abgelehnt.

 

Und ihr Vater reagierte, wie sie sich das ausgerechnet hatte. Er und sein Enkel kämen wunderbar zurecht! Und sie würde eigentlich nur stören! Hella hatte alle Mühe sich zu beherrschen. - Jonas! Sie würde ihn sehen! Sie würde ihn … ! Zuerst musste sie sich setzen - wieder beruhigen! Sonst wäre ihre ganze schöne List dahin. Selbst ihr Vater würde bemerken, dass sie nicht so aufgeregt sein konnte - wegen Silvia! So, und was sollte sie jetzt anziehen? Sie würde so gerne ihr sexy Mini-Kostüm anziehen - für ihn! Aber das würde sie verraten! Also zog sie „nur“ die „heiße“ Spitzenunterwäsche an und darüber - keusch und züchtig - T-Shirt und Glockenrock. Sie verabschiedete sich von Patrick und ihrem Vater und dann beeilte sie sich, endlich zu ihm zu kommen.

 

Jonas wartete schon einige Stunden, aber es war so schön, hier im Wald zu sitzen, die Abendsonne zu genießen und auf seine Hella zu warten. Sie würde kommen - da war er ganz sicher! Als die Sonne unterging, hörte er ihren Wagen. Er hatte seine Decke im dichten Farn ausgebreitet und sich darauf gesetzt. Jetzt stand er auf. Als sie ausstieg und auf ihn zukam überlegte er, ob nicht doch besser sitzen geblieben wäre. Die Knie wurden ihm weich. „Hella!“ Sie streckte die Hände nach ihm aus, und er griff nach ihr. Sie standen sich gegenüber und sahen sich in die Augen - minutenlang.

 

Alles war wieder da. Gefühle, die sie schon vor Jahren erschüttert hatten, brachen in ihnen auf. Hella trat einen Schritt näher, und Jonas nahm sie in die Arme, zog sie eng an sich und hielt sie fest. Er hatte ein Gefühl, als würde die Sonne wieder aufgehen. Die Liebe überflutete sein Herz wie eine riesige Welle. „Hella, meine Hella!“ Er küsste ihren Hals. Ihre warme Haut an seinen Lippen erregte ihn. Jonas musste sie küssen. Er suchte ihren Mund, und als sich ihre Lippen fanden, verschmolzen sie miteinander.

 

Aber auch Hella war elektrisiert. Sie war so verwirrt - so lüstern! Schon lange kannte sie dieses Gefühl nicht mehr: Begehrt zu werden! Die Sehnsucht nach ihm wurde so übergroß, dass sie sich kaum mehr zurückhalten konnte. Ihre Hände suchten sein Hemd, knöpften es auf und streiften es über seine Schultern. Jonas keuchte. - Sie wollte ihn! „Oh Liebling! Ich habe dich niemals vergessen! - Ich liebe dich - so wie damals! - Du machst mich verrückt! Was ist das nur?“ Hella lachte und kuschelte sich an seine nackte Brust. Auf einmal fühlte sie sich so wohl! Sie küsste seine Haut, öffnete seine Hose. Gleichzeitig lächelte sie ihn an - zauberhaft und flüsterte bestätigend: „Ich mache dich verrückt!“

 

Jetzt kam endlich Bewegung in ihn. Er ließ seine Hände unter ihr Shirt gleiten und schob es hoch über ihre Brüste. „Gott, bist du schön!“, stöhnte er und zerrte es ihr ungestüm über den Kopf. Seine Hose fiel, er stieg heraus und zog Hella zu seiner Decke. Sie schob ihren Rock über die langen Beine hinab und ließ sich in seine Arme sinken. Seine warme Haut an ihrer! Sie stöhnte leise! „Jonas! Mein Jonas!“ Die sexy Unterwäsche fand keine Beachtung. Nackt schmiegten sie sich aneinander, wollten nur noch die Haut des Liebsten spüren, aber der Hunger nacheinander nahm überhand.

 

„Wir müssten reden!“, stöhnte er und griff nach ihren Brüsten. Sie nickte: „Ich sehne mich so nach dir!“ Sie küsste über seine Brust - hinunter über den Bauch. „Ich kann nicht reden! - Ich liebe dich! - Zuerst muss ich dich haben!“ Er ließ sich zurücksinken, und als ihre Lippen seinen Penis erreichten, konnte er nur noch stammeln: „Bitte Liebes - oh jaah! Bitte!“ - Kurz hob sie ihren Kopf, schüttelte ihr blondes Haar zurück, und dann neigte sie sich über ihn. Jonas hatte das Gefühl in die Sonne zu tauchen. Es wurde ihm glühend heiß - als ihr Mund ihn aufsaugte. Er stöhnte laut und ließ sich fallen, besinnungslos - hingerissen von den Gefühlen, die über ihn hereinbrachen. Ihre weichen Lippen schoben sich auf ihn, lagen eng an. Wenn er die Augen schloss, glaubte er tief in sie einzudringen, sich hineinzubohren in ihre enge Muschi. Er hatte so oft davon geträumt! Doch dann spürte er ihre Zunge! Sie schob sich sanft unter seine Vorhaut. „Nur mit dir!“, stöhnte er.

 

Solche Empfindungen hatte er nur mit ihr. Wie viele Frauen hatte er gekannt? Mit wie vielen hatte er geschlafen! - Und doch gab es nur eine einzige, mit der er den Himmel erlebte! Sie war für ihn auf dieser Welt! Anders konnte er es nicht erklären. Sie war sein persönlicher Engel. „Hella!“ Seine Stimme kratzte. „Liebling! Meine süße Geliebte! - Oh jaaaaah!“ Als sie von ihm abließ, konnte er sie nur noch in seine Arme ziehen. Sie drängte sich eng an seinen Körper, spreizte ihre Schenkel.

 

„Jonas!“, flüsterte sie. „Komm zu mir!“ Hella konnte es nicht mehr erwarten. Sie war so hungrig nach seiner Liebe, nach den Zärtlichkeiten seiner Hände, dass sie ihn wild über sich riss. „Bitte!“ Jonas platzte beinahe vor Glück. Alles hatte er erwartet heute, doch nicht sie: Nicht ihre hinreißende Liebe! Er träumte immer noch von ihr - seit Jahren hatte er nur diese eine Sehnsucht! Und er wusste doch genau, dass sie sich niemals erfüllen würde. Sein Herz litt Höllenqualen! Und nun! „Hella!“ Er konnte nur immer wieder ihren Namen flüstern.

 

Als er spürte, dass sie ihre langen Beine um seine Hüften schlang, ihre feuchte, heißglühende Muschi an ihn presste, konnte er nur noch eines denken. Er musste sie haben! Ihren schönen Körper in Besitz nehmen! Eindringen und zustoßen! - Seine harte Spitze berührte sie, berührte weiches, nasses Fleisch. Und Jonas schob sich hinein. Er fühlte wie seine Vorhaut über ihre enge Pforte rieb, sich zurückschob, röchelte vor Gier. Trotzdem! Noch hatte er sich unter Kontrolle. Ganz langsam drückte er seine gierige Männlichkeit tiefer, und Hella kam ihm entgegen. Ihre Scheide hob sich zu ihm, drängte sich an ihn, auf seinen prallen Schwanz. Ihre Lippen suchten seinen Mund. Atemlos küsste sie ihn, ließ nicht ab. Ihre Zunge schob sich in seinen Mund  - wie sein Schwanz in ihre Muschi, doch dann zog sie sich zurück. Ihr Becken kippte nach hinten - er fühlte sich auf einmal so verloren, dass er trocken aufschluchzte. Begierig, sie wieder zu fühlen, stieß er zu. Und dann bebte die Erde! Es war einfach unglaublich. Sie prallten aufeinander - gleichzeitig! Wilde Lust erfasste ihre Körper und schüttelte sie beide. Stöhnend stießen sie zu  - atemlos, hemmungslos! Immer schneller! „Jaah! Jaah! Oh jaah!“ Hella keuchte unter ihm, im Takt seiner Stöße. „Oh jaah! - Bitte! - Jonas! - Bitte! - Komm!“ Zwischen diesen Schenkeln, in ihrer heißen, zuckenden Möse, fand er sein Glück. „Hella!“, laut schrie er seine Lust heraus, explodierte wie ein Vulkan und ergoss sich in ihren zärtlichen Leib.

 

Hella stöhnte. Die Lust klang nach in ihr, flutete immer noch durch ihren ganzen Körper. Sie bebte innerlich und äußerlich. Wann hatte sie zum letzten Mal solche Erfüllung erlebt? Jonas spürte genau, was in ihr vorging. Er nahm sie fest in seine Arme, drückte sie an sich und küsste ihre Wangen, den Hals. „Ich liebe dich! - Oh Gott, ich liebe dich so sehr! - Ich habe dich nie vergessen!“ Seine Hände strichen über den nackten Rücken, streichelten ihren Po. Immer noch hatte er nicht genug von dieser Frau, der weichen, zarten Haut, ihrem Duft. Er presste sie an sich. Wenn er daran dachte, sie wieder hergeben zu müssen, wurde ihm schlecht.

 

Eine ganze Weile lagen sie nebeneinander ohne zu sprechen, genossen nur die Nähe des anderen, aber dann setzte Jonas sich auf. „Du weißt es doch, Hella!“, sagte er laut. „Du fühlst es doch auch, oder? - Weder dir noch mir ist es gelungen, diese Liebe zu vergessen! Ich wusste es damals schon: Du bist die größte Liebe meines Lebens. Ich will keine andere! Ich will dich - und ich kann dich nicht noch einmal verlieren! Hörst du? Ich schaffe es einfach nicht! - Bitte!“ Er wusste nicht genau, worum er bat.

 

Er wollte nur, dass sie seine Gefühle kannte! Sie sollte sich darüber klar werden, dass er und sie zusammen gehörten. Und er verlangte nicht einen Sprung ins Ungewisse von ihr. Seit Jahren arbeitete er nur für ein Ziel. Ein Heim für sie! Seine Fahrschule wuchs stetig. Er hatte inzwischen zehn angestellte Fahrlehrer. Es ging ihm gut, und sie sollte daran teilhaben. Sie und ihr kleiner Sohn!

 

Hella fühlte sich so gut, wie schon lange nicht mehr in ihrem Leben. Und es stimmte: Sie hatte immer an ihn gedacht. Instinktiv berührte sie das Medaillon, das sie um den Hals trug. Jonas hatte es gesehen. „Ist das dein Sohn?“, fragte er. Sie schüttelte den Kopf und sah ihn groß an, dann öffnete sie das goldene Kleinod.  Er musste zweimal hinsehen, bevor er begriff, was sie ihm da zeigte. Es war ein Zettel, den er vor Jahren geschrieben hatte. Ein Geständnis seiner Liebe und seiner Verzweiflung! Sie trug ihn bei sich - heute noch!

 

Stürmisch riss er sie in seine Arme. „Werde meine Frau, Hella! - Ich will keine andere! - Und ich werde nie eine andere Frau heiraten!“ Hella lächelte. Er liebte sie - noch immer! Er machte sie glücklich! Aber ob sie das konnte? - München verlassen? - Sie musste auch an Patrick denken! Die Zwei kannten sich noch nicht. Man würde sehen müssen, wie sie zurecht kamen. Genau in diesem Moment wurde ihr klar, dass sie eine solche Verbindung ernsthaft in Erwägung zog. Sie kuschelte sich in seine Arme und dann sagte sie den Satz, der ihn glücklicher machte, als alles Gold der Welt: „Ich werde darüber nachdenken!“

 

Er küsste sie. „Das genügt mir!“, flüsterte er und dann glitt sein Mund tiefer. Seine Lippen umfassten ihre steifen Brustwarzen und drückten sie zusammen. Stöhnend leckte er darüberhin. „Ich bin einfach verrückt nach dir!“, gestand er. Seine Lust hatte auch sie schon wieder entzündet. Sie wollte nicht, dass er aufhörte. Seine Zärtlichkeit riss sie hin. „Ja, bitte!“, murmelte sie in seinem Haar. „Einmal noch!“ Und dann lehnte sie sich zurück und überließ sich rückhaltlos seiner Führung.


 

 

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