Claudias Spielzeug

 

Claudia hatte es ihm anvertraut
– ihr Lieblingsspielzeug.
Oli hatte ihr versprochen, es wieder zum Laufen zu bringen.
Es gab manchmal so seltsame Geräusche von sich,
und von Zeit zu Zeit stotterte der Motor.
Aber wenn sie daran dachte,
wie sie ihre Beine spreizte
und es sich zwischen ihre Schenkel schmiegte …

Oh, wie sie dieses Ding liebte.
Schwarz und Silbern – mit einer rosa Verzierung auf seinem glänzenden Corpus.
Und nachdem Oli immer jammerte, wenn er nichts zu sehen bekam,
hatte sie beschlossen,
ihm zu zeigen, wie sie ihr Spielzeug …
benutzte.

Wenn er das sah, fielen ihm die Augen aus dem Kopf!
Sie wusste schließlich, wie sie wirkte,
mit diesem scharfen Teil zwischen ihren braunen Schenkeln.
Kein Wunder, dass sie abging wie eine Rakete –
und er auch.
Diese Kraft brachte ihren gesamten Körper zum Vibrieren,
und sie fühlte es durch und durch.
Sie wusste einfach:
Die Lust an diesem Spielzeug würde niemals nachlassen,
und wenn Oli es wieder zum Laufen brachte …
würde sie sich sehr dankbar erweisen.

Wie lange würde er sie denn noch darben lassen?
Sie wartete schon voller Sehnsucht auf ihren Liebling.
Aber dann kam er,
und seine Augen blitzen, als er es ihr sagte:
„Alles okay!
Das Ding hat jetzt gewissermaßen meinen TÜV,
aber du hast mir … etwas dafür versprochen.“

Das hatte sie, jawohl,
und eigentlich konnte sie es kaum erwarten,
sich mit ihrem Spielzeug zu vergnügen.
Oli würde staunen.
Als sie das kühle Metall an ihren Schenkeln spürte,
stöhnte sie leise.
Das Zittern an ihrer Scham bescherte ihr ein tiefes Wohlbefinden im Unterleib,
und so drückte sie sich noch fester darauf

- und gab Gas.
Ihr Spielzeug bockte und warf sie hoch.
„Hhhhmmmm!“
Oli stand der Mund offen.
So hatte er sie noch nie gesehen …
und er fotografierte
und fotografierte.

Eins war ganz sicher:
Sie ritt die Harley nicht zum ersten Mal!

 

© Anna

 




© Der Haliklik
Manfred Halwax, Wien