Zanni




Sie hatte den Mann sorgfältig ausgesucht, und es war sicher, dass Cora ihn nicht kannte. Fast ein ganzes Jahr hatte sie sich Zeit und ihn genau unter die Lupe genommen;  hatte, was ihr sonst gar nicht entsprach, aus dem Stadtteiltratsch relevante Informationen gefiltert, ihn beim Joggen und Radfahren beobachtet, im Supermarkt in seinen Einkaufswagen geschielt, ja, sie hatte sich sogar wegen „Rückenschmerzen“ einige Male von ihm behandeln lassen, obwohl sie gewöhnlich eine Therapeutin vorgezogen hätte. Das Ergebnis war zu ihrer Zufriedenheit: Er hatte den Job gewissenhaft gemacht und besaß gute, einfühlsame Hände. Der Rest seines Körpers, inklusive des Details, auf das es ihr besonders ankam, war an fast jedem Mittwochnachmittag in der öffentlichen Sauna zu begutachten gewesen. Hierher kam er immer allein, und da um diese Zeit kaum Publikum anwesend war, hatte sie sich dazu entschlossen, hier auch das entscheidende Gespräch zu führen.

 

Heute traf sie ihn also „rein zufällig“ in einem sonst leeren, nach Minze duftenden Schwitzraum und setzte sich ihm gegenüber. Ein paar Small Talk Floskeln und, um gar nicht erst Unsicherheit aufkommen zu lassen, wagte sie sich sofort ans Eingemachte.

„Bieten Sie eigentlich auch Massagen an?“

„Nur wenn ich sie therapeutisch für sinnvoll halte, nicht für diesen Wellness-Käse.“

„Und Sie besuchen die Leute auch zu Hause?“

„Für Massagen nicht gerade, aber sonst ja.“

„Würden Sie für mich eine Ausnahme machen?“

Irgendwie schien die Lufttemperatur anzusteigen. Seine Antwort kam zögernd als Gegenfrage:

„Massage mit Hausbesuch bei ihnen?“

„Hausbesuch bei mir mit Massage … genau genommen mit erotischer Massage.“

Die letzten Worte wirkten wie ein Aufguss, ihr wurde siedend heiß. Jetzt stand es auf des Messers Schneide. Auch ihm schien nicht wohl in seiner Haut. Er schaute auf seine Knie und von Stirn und Nase troff stetig der Schweiß. Wenn er jetzt sein Handtuch nahm …?

 

Stille Sekunden

Zähe Sekunden

Jemand zog von außen an der Tür.

Nein, Himmel, nicht jetzt.

Die Tür fiel zu und ein Kinderlachen entfernte sich.

Es mussten zwei sehr lange Minuten vergehen, bis er endlich den Blick hob, ihn kurz an ihren Brüsten verhielt und ihr dann in die Augen schaute, als er sagte:

„Wie kommen Sie gerade auf mich?“

„Ich vertraue Ihnen, und“, sie stieß gleich nach. „Würden Sie sich unter Umständen auch … voll einsetzten?“

Sie sah ihm dabei direkt auf sein rasiertes Geschlecht.

„Also jetzt mal Klartext: Ich soll Sie vögeln?“

„Nnnnein.“

„Sondern?“

„Eine Freundin … meine Geliebte!“

„Ihre … Geliebte“, er gab dem Wort eine besondere Betonung.

„Und da ist Platz für einen Mann?“

„Bei ihr schon.“

„Wie alt ist Ihre Freundin denn, dass sie sich nicht selbst … „

„42, und Sie sollen ihr Geburtstagsgeschenk sein.“

„Banane im Präsentkorb, verstehe. Aber Sie wissen nicht so genau wie weit ihre Freundin mitspielen würde, richtig?“

„Exakt.“

„Eine Gleichung mit zwei Unbekannten.“

„Das Y versuche ich gerade auszurechnen.“

„Eigentlich ein ganz schöner Klops, den sie mir da bieten, aber Sie haben Mut, das muss ich Ihnen lassen. Mir ist jetzt ein wenig heiß. Ich sollte mich mal abkühlen.“

Er griff sich sein Handtuch und war zur Tür hinaus.

 

Ein Vorteil der Sauna ist, dass man die Röte des Gesichts immer auf die Hitze zurückführen kann. Irgendwo auf der Straße hätte man sie wahrscheinlich zum nächsten Arzt geschleppt.

Sie fühlte sich schrecklich, hatte es verpatzt; zu direkt, zu unsensibel, einfach zu dämlich!

Wieso hatte sie überhaupt angenommen, er würde darauf eingehen? Er kannte sie ja auch nur aus ein paar halben Therapiestunden. Wie konnte er wissen, dass Sie nicht zum Klatschklub gehörte? Überhaupt eine Schnapsidee, das Ganze!

 

Ja, natürlich, diese gewisse Abwesenheit, mit der Cora manchmal einen Mann fixierte, hatte sie spüren lassen, dass ihre Freundin einem Naturschwanz nicht abgeneigt wäre. Immerhin hatte sie ja ein paar relativ glückliche Jahre mit einem Mann verbracht, bevor es dann doch in die Brüche ging, und Co sich in sie, die neun Jahre Ältere, verliebt hatte.

Aber einen Kerl zum Geburtstag? Dieser über elf Monate mit Verve verfolgten Idee, stand sie jetzt reichlich ernüchtert gegenüber.

Sie nahm sich vor, den Saunaflüchtling zumindest anzurufen und für ihr Ansinnen, denn es kam ihr jetzt als ein solches vor, um Entschuldigung zu bitten.

Gleich morgen …

Aber sie tat es auch übermorgen nicht.

Und auch nicht am dritten und vierten Tag.

Am Montag schließlich, kämpfte sie einen halbstündigen stillen Kampf mit sich und dem Telefon, als das Gerät zu ihrer Erleichterung von selber klingelte.

 

„Hier ist ihr Ypsilon!“

Ihr wurden die Knie weich und der Hals eng und sie rang sich ein, „Ja, ich, äh, ich wollte sie auch schon ...“ ab.

„Okay, hören Sie, ich habe mir die Sache überlegt, könnte ja auch ganz amüsant werden, oder ist das Wiegenfest schon gelaufen?“

„Ja, also, nein, nein, das wäre erst übernächsten Donnerstag.“

„Und haben Sie schon ein anderes     ...       Geschenk?“

„Nein!“ Sie fing sich langsam. „Heißt das, Sie würden’s machen?“

„Unter bestimmten Bedingungen.“

„Dann heraus damit.“

„Hundertprozentige Diskretion!?“

„Ehrensache.“

„Nur Sie würden wissen, wer ich bin. Ich würde deshalb eine Maske tragen. Stellen Sie bitte ihrer Freundin Ähnliches anheim. Wie Sie ihr das allerdings verklickern wollen, ohne Einzelheiten zu verraten ...“

„Mir wird schon was einfallen.“

„Jede Person hat absolutes Vetorecht gegenüber dem, was an diesem Abend geschieht. Es wird doch der Abend sein?“

„Ja, ja, natürlich.“

„Also jeder kann jederzeit abbrechen. Ich verlasse mich darauf, dass Sie das so auch ihrer Freundin mitteilen. Haben Sie einen langen Tisch oder eine Liege?“

Jetzt konnte sie ihn überraschen!

„Elektrisch höhenverstellbar, für den Profi.“

„Wie bitte?“

„Ja, Sie haben richtig gehört. Wir massieren uns ab und zu gegenseitig, und da haben wir uns so ein Teil gegönnt.“

„Perfekt, das wär’s dann erstmal von mir. Denken Sie auch noch mal drüber nach. Ich erwarte Ihren Anruf spätestens … na sagen wir mal, am Mittwoch - oder wir treffen uns in der Sauna, Sie kennen ja meine Zeit. Ach, und da die AOK die Kosten ja wohl nicht übernehmen wird, stellen Sie sich auf eine Spende von 250 Euro an Plan International ein.“

Mit einem Schlag war ihre Stimmung wie ausgewechselt. Die Anspannung der letzten Tage wich wieder der freudigen Erregung einer Amazone auf der Jagd. Nun stand der Hirsch auf der Lichtung. 250 Euro an Plan. Dass er offensichtlich nichts daran verdienen wollte, empfand sie als ebenso ungewöhnlich wie sympathisch.

 

Am Mittwoch war es leer wie immer.

Sie gingen gemeinsam in die 90-Grad-Sauna, in der es heute nach Pfirsich duftete, und nahmen ihre gewohnten Plätze ein. Diesmal mussten sie einige Minuten warten, bis ein weiterer Besucher den Raum verlassen hatte.

„Sagen Sie, Ihre Maske, muss man sich davor erschrecken?“

„Nein, sie ist eigentlich nicht gruselig“, lachte er. „Allerdings ist sie schwarz und hat ein paar Falten auf der Stirn, aber die Nase ist relativ normal. Meine Wangen werden halb bedeckt, der Mund jedoch frei sein. Es ist eine venezianische Maske aus der Commedia dell'arte. Sie wird von den Zanni getragen, das sind manchmal etwas … eigenwillige Dienerfiguren. Sie können ja mal im Internet nachschauen.“

Diener, dachte sie, genau das Richtige.

Er nickte.

 

„Gut. Hatten Sie eine bestimmte Vorstellung über den Ablauf des Abends?“

„Ich würde meine Freundin nach dem Abendessen soweit vorbereitet haben, dass sie eine Massage zu erwarten hat. Das heißt, sie würde nackt bäuchlings auf der Bank liegen. Und dann sollten Sie kommen und sie massieren und Mann und Frau würden sehen, wo es hinginge.“

„Wie wird Ihre Rolle sein? Stille Beobachterin?“

„Ja, oder auch Eingreiftruppe, wenn etwas schief läuft.“

„Mmm“, er überlegte. „Sie sagten, dass Sie selbst einige Massage-Erfahrungen haben.

Wie wäre es, wenn wir ihrer Freundin vier Hände gönnten? Sie rechts, ich links? Für das Geburtstagskind ein richtig tolles Gefühl und eine echte Überraschung.“

 

„Aber Sie sind Profi.“

„Massage ist doch kein Hexenwerk. Ich übernehme am Anfang etwas die Führung und Sie folgen einfach meinen Händen wie im Spiegel. Es macht nichts, wenn wir da nicht hundertprozentig synchron sind. Und einmal dabei, haben Sie ja vielleicht auch die ein oder andere Idee, vor allem mit Ihrem Wissen um die brisanten Regionen der Beschenkten.“

Ja, das schien ein sehr guter Gedanke. Sie wäre direkt beteiligt und hätte den gesamten Ablauf ein wenig besser unter Kontrolle. Ja, so würden sie es machen.

„Noch eine Frage: Wie viel wiegt ihre Freundin?“

 

Es ärgerte sie, dass er ihre Geliebte taxierte wie ein Stück Vieh.

„Sie ist einsachtundsechzig groß und wiegt zweiundneunzig Kilo.“

Sein Gesicht nahm einen gequälten Ausdruck an.

„Ich dachte, ich sollte sie massieren, das hört sich eher nach Speckwuppen an. Ich denke, unter diesen Umständen muss ich …“

Sie unterbrach ihn grinsend.

„Oh, hatte ich zweiundneunzig gesagt? Zweiundsechzig, sie wiegt zweiundsechzig Kilo.“

„Hu, Sie können einen aber auch erschrecken.“

Aha, er war also zu beeindrucken. Ihr kam eine glänzende Idee.

„Übrigens, woher weiß ich eigentlich, ob ihr Jonny auch das Rüstzeug für den Ernstfall besitzt? Könnten sie mir das nicht mal vorführen?“

„Wie jetzt? HIER?“

„Warum nicht? Wir sind allein. Und wenn jemand kommt, schwupps, ist das Handtuch drüber.“

„Jetzt gehen sie zu weit.“

„Sie wollen Infos, ich will Infos. Wo ist das Problem? Bei 250 Euro möchte ich schon wissen, wofür ich spende.“ Seine geschäftsmäßige Sicherheit geriet ins Wanken. Sollte er wirklich hier …? Er hörte sie ganz ruhig fragen:

„Oder wollen sie ihr Veto jetzt schon nutzen?“

Wenn er es richtig betrachtete, hatte sie eigentlich Recht, und mit einem Knurren legte er seine Rechte auf den Penis.

 

Sie hatte sich nicht mehr für Männer interessiert, seit ihr dieses Arschloch vor mehr als 30 Jahren … aber frau kommt ja nicht umhin, auch mal einen Nackten anzuschauen. Sei es hier in der Sauna, am Strand, im Film, auf Fotos, Gemälden, oder als Skulptur. Die Schwänze sind immer entweder schlaff oder steif. Den Vorgang des „Sich-Hebens“ hatte sie nirgends dokumentiert gesehen. Sie war einfach neugierig und hier war eine Gelegenheit, sich auch selbst auf die Probe zu stellen.

Sie räusperte sich.

„Entschuldigen Sie, aber könnten sie das auch freihändig? Ich meine, in der konkreten Situation hätten sie ja beide Hände an meiner Freundin, da könnten sie auch nicht Hand an sich legen.“

Sie registrierte, dass seine Schambehaarung seit der letzten Woche etwas nachgewachsen war, als sie ihm direkt auf sein Genital guckte.

Ihre Penetranz irritierte ihn, aber er gab sich nicht geschlagen.

 

„Sehen Sie, das ginge nur, wenn Sie sich mir ein paar Minuten als Objekt meiner Lust anböten. Wenn ich ihre Brüste betrachten dürfte …“ und er tat es. „ … die ein wenig hängen, was ich als überaus anziehend empfinde. Wenn ich mich an ihrer Schwere, an ihrer Rundung weiden dürfte …“ und er tat es. „… wenn ich mir vorstellen dürfte, wie Sie ihre Titten mit beiden Händen griffen, um sie meinen Lippen darzureichen …“ und sie ließ ihn gewähren.

„Sie könnten sie auch anheben und Ihre Kirschen mit der eigenen Zunge umrunden. Ja, schauen Sie ruhig herüber. Sehen Sie, wie er sich schon ein wenig verlängert, wie er an Volumen zunimmt, aber noch auf seinen Anhängern ruht? - Wenn ich mir vorstellen dürfte, wie Sie Ihre Schenkel auseinander täten, um meinen Augen ihr Paradies zu offenbaren. Wenn ich mir vorstellen dürfte, wie es sich in ihrer Wonnenwanne zusammenbraute. - Ja, schauen Sie, wie er sich schon ein wenig hebt, wie jeder Herzschlag mehr Blut in den Schwellkörper pumpt. Ich würde ihn jetzt gerne anfassen, aber … oh, ich sehe, Sie haben meinem Wunsche entsprochen.“ Er sprach leiser. „… und ihre Beine etwas breiter gemacht. Sehr gut.“

Sie erschrak. Sie hatte sich völlig an seinem Schwanz verloren und in seinen Worten. Eine klitzekleine, ambivalente Lust hatte sich in ihr aufgemacht …

Er lehnte sich zurück und es war fast schon ein Flüstern: „So, jetzt steht er schon fast; wenn ich jetzt den Beckenboden anspanne, dann zuckt er herauf zum Bauch, sehen Sie, so. Seine ganze Pracht würde er aber erst entfalten, wenn sie jetzt herüberkämen und ihm mit ihren unteren Lippen die Vorhaut von der Eichel schälten …“

 

Eine plötzliche, drängende Übelkeit zermalmte ihre schöne kleine neue Lust mit einem Biss. Sie riss das Handtuch von der Bank und flüchtete, die Rechte vor den Mund gepresst, aus der Saunakammer.

 

Er entdeckte sie eine halbe Stunde später auf einer Ruheraumliege in Handtücher und Bademantel gewickelt, die Kapuze über den Augen. Unsicher, ob es das Richtige wäre, setzte er sich daneben, legte eine Hand sanft auf ihre Schulter und fragte gedämpft. „Wieder alles in Ordnung mit Ihnen? Verzeihen Sie bitte meine Dreistigkeit.“

Sie sagte etwas, zu leise, um es zu verstehen.

„Bitte?“

„Hab’s ja so gewollt.“

„Ja, aber vielleicht doch nicht ganz so?“

„Mag sein.“

„Und werden Sie jetzt doch lieber ein Buch kaufen gehen, für ihre Freundin?“

„Nein!“, und ihre Stimme war erstaunlich fest. Sie zog die Kapuze zurück und sah ihm direkt in die Augen: „Wir machen es so wie besprochen. Morgen in einer Woche, 20 Uhr. Die Türen werden offen sein, und Sie werden uns finden.“

„Und der Überweisungsdurchschlag ist morgen in meinen Briefkasten?“

„250 Euro an Plan .... und wir wollen sie frisch rasiert.“ Sie lockte tatsächlich ein Lächeln hervor. Das gab ihm Mut:

„Dann macht’s 255 Euro.“

Wie verabredet fand er den Durchschlag am nächsten Tag: 252,50. Er grinste.

 

Die Haustür öffnete sich, als er leicht dagegen drückte. Er betrat die Diele, deren Einrichtung und Beleuchtung ihn an seine letzte Finnlandreise erinnerte. An der Garderobe hing ein Schild: „Bitte schließen Sie ab und kommen Sie herauf.“ Über eine weiß lackierte Holztreppe erreichte er, vorbei an Bildern von Meer und Strand, die Etage. Hier wies ihn ein gemalter Pfeil in einen Flur, an dessen Stirnseite eine Tür spaltweit offen stand. Er hörte gedämpfte Reggae-Musik.

Hatte er ihr einmal etwas vom Heimatland seiner Mutter erzählt? Er lächelte. Auf jeden Fall hatte sie getroffen. Als er in den Gang trat, bemerkte er linker Hand eine weitere, halb geöffnete Tür, an der die Mitteilung angebracht war: „Um- bzw. Entkleidung (für jetzt) und Dusche (für später).“

 

Rhea hatte alles gut durchdacht.

Nach dem Hauptgang des Abendessens, beschränkte sich das Dessert auf einen Espresso mit Amaretto, unter dem Hinweis auf die alsbald anstehende Massage, der ein allzu voller Magen abträglich sei. Anschließend bat sie Cora, sich zu entkleiden und auf der Liege die Bauchlage einzunehmen. Am dreigeteilten Kopfteil stellte sie die Armauflagen herunter und entfernte die Füllung für den Nasenschlitz, so dass Co den Kopf zu keiner Seite wenden musste. Ihre Beine lagerte sie in einem dreißig Grad Winkel, die Fußgelenke auf einer Halbrolle. Drei Rotlichtlampen sorgten für eine wohlige Wärme.

„Um die Überraschung perfekt zu machen!“, verband sie ihrer Geliebten die Augen mit einer undurchsichtigen Stoffmaske. „Und der Reggae soll dich ein bisschen weich klopfen“; dabei ließ sie die Musik natürlich für ihren Gast laufen.

 

Zu den Massage-Utensilien auf dem Beistelltischchen legte sie für alle (Aus-) Fälle auch noch Coras Lieblingsdildo. Dann dimmte sie das Licht, entzündete ein paar Kerzen und ließ Duftstövchen die Aromen von Ylang Ylang und Muskateller Salbei verströmen. Die großen Blattpflanzen warfen bizarre Schatten.

Für sich hatte sie einen wadenlangen, smaragdgrünen Seidenmantel mit 3/4 Ärmeln gewählt, der von einer silbernen Halbschleife um die Taille zusammengehalten wurde.

Sie griff sich das Jojoba, und ölte ihre Freundin mit Zärtlichkeit von den Füßen bis zum Nacken.

Cora entschwebte in diese Dämmerung zwischen Schlafen und Wachen, die sie so liebte; und die Wailers geleiteten sie hinunter zum Strand.

 

Als er den Raum betrat, war er nackt, bis auf die Maske.

Er roch belebend nach Bergamotte.

Die Verschwörer nickten sich lächelnd zu und stellten sich schweigend Seite an Seite zu Coras Füßen. Er links, sie rechts.

 

Cora fühlte, wie Rheas grazile Hände ihr die rechte Fußsohle ausstrichen. Ja, so begann sie meistens. Gleich würden die Knöchel umrundet …

Sie zuckte unwillkürlich zusammen, als ein zweites Händepaar am linken Fuß in Rheas Rhythmus einfiel. Diese Hände waren deutlich größer, aber trotzdem seidensanft. Wem die wohl gehörten? Sie ging im Geiste den Bekanntinnenkreis durch und blieb schließlich an dieser appetitlichen Russin hängen, die seit September bei Rhea den Deutschkurs belegt hatte. Ihr Vorname sollte auf Deutsch „Liebe“ heißen. Wirklich erstaunlich wie präzise und flott Rhea die geneigten Damen immer wieder erkannte und rumkriegte. Wenn es heute so weiterginge wie gewöhnlich, war noch mit einem munteren „Leck-dich-ein“ zu rechnen. Geile Perspektive! Na, und eine Vier-Hand-Massage bekommt frau auch nicht alle Geburtstage!

 

Nun wurden ihre Unterschenkel angehoben, so dass in den Knien fast ein neunzig Grad Winkel entstand. Feinfühlige Finger zogen zart an ihren acht kleinen Zehen, als ob sie sie melken wollten. Die beiden großen Zehen jedoch besaugten zwei Münder und schmatzten daran wie an Lollies und ließen die Zungen durch das Tal zum zweiten Zeh hin schlecken. Die Knethände wanderten um die Knöchel und wadenwärts weiter, immer neue Anläufe nehmend.

Cora fühlte die beginnende Flut, die schon jetzt ihre Scham netzte.

 

Ihre beiden Wohltäter sahen mit Zufriedenheit, dass die Behandlung an den richtigen Stellen ankam, als das Geburtstagskind einmal die Pobacken zusammenkniff. Seltsamerweise hatte Rhea schon vorher denselben Reflex gehabt. Die Zehenzutzelei war seine Idee gewesen und dabei nicht, wenn auch nur mal ganz leise, an „Schwanz“ zu denken, war selbst ihr unmöglich. Da es ihre Freundin jedoch offensichtlich sehr genoss, hatte sie unbeirrt weitergemacht und es war ihr sogar überraschend warm geworden zwischen den Beinen.

 

Sie verabschiedeten sich von den Zehen und ließen die Unterschenkel wieder auf die Halbrolle sinken. Nun legten sie ihre Hände in Coras Kniekehlen und schoben sie mit leichtem Druck, die Finger vorweg, an den Außenseiten der Oberschenkel aufwärts. Strich für Strich arbeiteten sie sich nach innen und je weiter sie kamen, umso häufiger und intensiver wurden Coras Beckenbewegungen. Immer wieder spannte sie ins Hohlkreuz, sodass sich ihr Hintern leicht anhob, um die Hände zu einer Berührung ihrer Schmachtfeige zu verlocken. Doch die ließen sich Zeit. Jeweils kurz vor dem Erreichen bogen sie nach außen ab und beendeten ihren Strich unterhalb der Arschbacken, nur um erneut vom Knie herauf zu fahren, nur um erneut die Sehnsucht zu schüren.

 

Und Coras glühendes Verlangen diffundierte durch ihre Haut in die Hände der Knetenden und von dort wallte es weiter, hin zu deren Feuerstellen der Wollust. Rhea bereute ihre Kleiderwahl. Ihr wurde immer wärmer und um sich ein wenig Luft zu verschaffen, löste sie zwischen zwei Massagestrichen mit einer Hand ihren Silbergürtel. Der Mantel klaffte auseinander und je nach Rheas Bewegung stellte er mal die rechte, mal die linke Brust zur Schau. Dass dabei immer wieder der Stoffsaum über die Brustwarze rutschte, war ein reizender Nebeneffekt. Seine Hände verloren irgendwie die Linie und sie bemerkte seinen faszinierten Blick auf das Spiel ihrer Glocken. Sein Schwanz erhob sich langsam in die Waagerechte.

„Soll er sich ruhig ein bisschen an mir aufgeilen, Cora wird’s zu Gute kommen!“

Dass sie ihn tatsächlich in Fahrt bringen konnte, gefiel ihr, ja, es gefiel ihr sogar sehr! Hatte er ihr in der Sauna also nicht nur geschmeichelt. Er schien sich nicht satt sehen zu können und so gab sie ihren Brüsten noch den ein oder anderen Extrakick.

 

Coras summendes Hummelnest glänzte mittlerweile deutlich vor Freude! Ab und an wurden jetzt, zart und wie zufällig, ihre Schamlippen berührt, was sie jedes Mal mit einem sehnenden Seufzer honorierte. Die großen Hände machten sich über ihre Aschbacken her und griffen kräftig knetend hinein, pressten sie zusammen und zogen sie auseinander. Sobald sich die Gelegenheit bot, tippte ein Finger auf ihr Rosettchen. Rhea schloss ihre linke Hand zur Faust, legte den Daumen über den Zeigefinger und fuhr damit senkrecht hinunter durch Coras Möse. Sie stützte ihre Hand auf die Liege und beließ sie dort. Gierig schnappte die Pflaume nach dem willkommenen Widerstand. Endlich konnte Cora selbst das Tempo bestimmen:


Coras Ritt zum Blocksberg

 

Komm, Besen, Geliebter, Es ist an der Zeit!

Ich öffne die Säume der Schürze ganz weit,

Ich umschließ deinen Stiel und ich such mir den Ast,

Den Buckel, der auf meine Knospe passt.

Und ich tränk dich, mein Pferd, mit quellendem Saft

Und ich treibe mich weiter auf dem wulstigen Schaft

Tief in meinem Leibe spür jetzt heiß ich den Wind

Und der peitscht mich zum Gipfel, wo die Freundinnen sind.

Sie im Bottich mir rühren, bis er brodelt, der Brei

Und ich komme zum wilden Hexengeschrei.

 




Ein Zittern durchlief ihren Körper und sie krallte die Finger ins Laken.

 

Rhea rieb ihr mit der freien Hand das Kreuzbein, während das große Händepaar kräftig parallel zur Wirbelsäule hinauffuhr, um die Schulter- und Nackenmuskulatur zu beiden Seiten hin auszuziehen. Coras geballte Wollust stimulierte natürlich auch das Verlangen der Masseure. Rhea drückte die Schenkel in immer kürzeren Abständen aneinander und ließ keine Gelegenheit aus, ihr Kätzchen über die Bankecke zu ziehen. Hin und wieder verirrte sich ihr Blick zu seinem ansehnlich gewachsenen Ständer. Und auch er provozierte Berührungen: entweder mit seinen Ellenbögen oder mit der Liege und jedes mal zuckte ein Stromstoß durch den Phallus. Im Kerzenschein reflektierte ein feiner silbriger Faden, ähnlich einem Spinnenweb im Sommerwind , der sich von der Schwanzspitze zum Parkett herabließ.

 

Wie Männer „vor-ölen“ hatte Rhea noch nie gesehen Aber sie sah es gern! Dieser geile Mann war nur zwei Meter entfernt und sie konnte es ertragen, ja mehr als das. Die Vorstellung er würde sich bald vor ihren Augen in Cora versenken, machte sie erwartungsvoll, erregte sie selbst? Wie damals in der Sauna, bis er so drastisch geworden war.

 

Coras Brandungswellen verebbten und verliefen sich, aber die Flut würde wiederkehren. Alle vier Hände strichen nun noch ein paar Mal weich und beruhigend über ihre gesamte Rückseite. Dann wurde die Bank ein Stück weit heruntergefahren und Coras Körper von den Choreografen in eine Vierfüßler-Position gebracht, in dem sie sich auf Knie und Hände stützte.

Da wo sie den „Besen“ geritten hatte, blieb auf dem Laken ein feuchter Fleck.

 

Einmal in Schwung gekommen, lief ihr Saft gewöhnlich wie ein langsam tropfender Wasserhahn. Und schon wieder sammelte sich am Grund der offenen Vulva eine kleine Freudenträne, um der Schwerkraft folgend zur Klitoris zu wandern. Rhea hatte die glibberige Auster direkt vor ihrer Schnute und streckte ihre Zunge aus, auf das sie der Tropfen segne.

„Oh, Rhea, deine Zunge würde ich unter hunderten wieder erkennen!“ Cora räkelte ihr Becken. „Kann ich nicht bald diese Binde abtun? Ich möchte euch so gern sehen!“

 

Er schüttelte den Kopf und wog ihn dann zwei, drei Mal hin und her.

„Warte noch ein kleines Weilchen, übersetzte Rhea. „Dein Prosecco schmeckt heute besonders gut“, machte die Zunge ganz breit, schlürfte die Muschel aus und hatte endlich auch eine Hand frei, um den eigenen Cocktail zu rühren. Sie konnte nun zwar den Schwanz nicht mehr sehen, aber Cora auf den Lippen und die Hand im heimatlichen Schoß war mehr als nur Ausgleich.

Die beiden Damen ergingen sich in gelegentlichen kurzen „Mrnms“ und „Ochs“ und „Ahhs“.

 

Er hatte Coras Armmuskulatur von den Handgelenken aufwärts noch ausgedrückt und stand jetzt neben ihr, etwas unterhalb der rechten Schulter. Coras Brüste schwangen wie reife Auberginen, auf denen die Warzenhöfe kleine extra Erhöhungen bildeten, wiederum gekrönt von fast zwei Zentimeter langen Sprösslingen, die schon zwei Kindermäuler gelabt hatten.

 

Er machte die linke Innenhand ganz flach und streckte seinen Unterarm so unter ihre Früchte, dass die Warzen soeben seine Haut berührten: wie die Schreiber eines Seismographen begannen sie darauf zu tanzen, absorbierten die Reize und leiteten sie geradewegs in ihr baldiges Epizentrum. Mit seiner Rechten an Coras Stirn schob er ihren Kopf sanft aber bestimmt in den Nacken, umgriff darauf mit derselben Hand seinen Luststab und erntete mit dem Zeigefinger einen seiner Tautropfen. Sehr zart begann er Coras Lippen damit zu bestreichen, immer herum und herum und sobald die Konsistenz zu pappig wurde, holte er rasch Nachschub. Cora genoss die Behandlung außerordentlich, jedoch, sobald sie ihrerseits versuchte, die Berührungen zu intensivieren, zogen sich die Lustmacher zurück; da mochte sie noch so einladend Ärschchen strecken oder Brüstchen senken.

 

„Sie halten mich hin und schmieren mir Honig um’s Maul.“ Und sie leckte sich die Lippen, als der Finger gerade wieder unterwegs war. Ob sie hoffte, die Spenderin an ihrem Saft zu erkennen? Etwas klebrig, undeutlich salzig … Sie wartete bis der Finger zurückkehrte und schnappte sich eine frische Portion. So herb … ? Eine Erinnerung meldete sich, ja, sie kannte das … das …, aber das konnte nicht sein! Sie verlagerte ihr Gewicht auf den linken Arm und fuhr mit dem rechten einmal quer durch den seitlichen Raum, wo sie die Person vermutete. Und sie stieß dagegen mit dem Unterarm. Sie griff linkisch zu und bekam das Ding zu fassen. Sie ließ ihren Hintern auf die linke Backe plumpsen und mit dem Schrei:

„Bei Sappho, der ist echt!“ riss sie sich die Augenbinde herunter. „Und dann auch noch in Farbe! Rhea, du liebst mich wirklich! Deshalb der Reggae, deshalb kein Dessert, du Hexe! Jetzt gibt's heiße Schokolade!“

Sie war hellwach und wild und griff wieder zu.

„Kann ich den auch mit Schuss ha…“, sie schaute zu ihm hinauf. „Oha! Ein Zanni! Wir müssen vorsichtig mit ihm sein, Rhea,“ Und als ob sie aus dem Theaterführer zitierte: „Stets arm und hungrig, ein treuer Diener zwar, aber nicht unterwürfig, steckt Schläge ein, aber ergibt sich nicht. Kennt tausend Tricks. Treibt Dämonen aus!“

 

Rhea hatte nicht das Internet bemüht und bestaunte Coras Wissen.

Cora blieb flink und flötete: „Und du mein lieber, lieber Zanni bist heute gekommen, um dieser Flavia das Tor zu weiten? Ich heiße dich willkommen. Allein, ich fühle ein Nachlassen deines Fleisches. Wir sollten keine Zeit verschwenden!“ Sie neigte ihren Kopf und schloss ihre Lippen um seine Schwanzspitze, umstrich sie einmal mit der Zunge und ließ sie wieder herausflutschen.

 

„Ich glaube, du bist gut gewürzt, Zanni, aber ich werde noch einmal kosten müssen.“ Und mit einem selig bedauernden Seufzer versenkte sie ihn wieder in ihrer Mundhöhle, diesmal länger, diesmal tiefer und sie vertrieb alle Schlaffheit aus dem Gewebe. Rhea freute sich, dass ihr Geschenk so gut ankam, konnte aber ein erneutes Erstaunen nicht verhehlen, als sie sah, mit welcher lustvollen Souveränität Cora das Zepter bediente. Und mit rauer werdender Stimme führte diese weiter Regie.

 

„Komm herum, Zanni, komm, mach schon, hier ans Fußende. Schau sie dir an, hast du kein Erbarmen mit meiner durstigen Katze? Möchtest du ihr nicht deine Milch geben? Nur ein Schlückchen warme Milch … ist das zuviel verlangt? Fahr dir die Bank zurecht und ich lege dir meine Waden auf die Schultern. So, da hast du das Schälchen. Bitte nimm deine Kanne und schenk ein, Zanni. Nur ein wenig Milch für meine Katze! Rhea gib mir die Nackenrolle und zieh den Fummel aus; komm und knie dich über mich, lass mich dein Fötzchen lecken. Ja, dreh dich zu ihm, zeig ihm deine Brüste. Du hast so schöne Brüste. Er wird sich daran erfreuen.“

 

Rhea konnte sich Coras brünstiger Geilheit nicht entziehen und tat wie gewünscht. Sie rückte sich zurecht; bevor sie jedoch ihre nun weit geöffnete Möse auf Coras Lippen sinken ließ, sah sie gebannt, wie er seinen Schwanz mit der Hand etwas in die Waagerechte drückte und sich, nachdem er offensichtlich die Pforte gefunden hatte, langsam aber stetig Zugang verschaffte. Sie hörte Cora kehlig Aufstöhnen: „Jaaaaha, Zanni, du bist so groß! Ja, mach schön langsam, lass es mich feiern. Es ist so lange her. Uuuuuja.“  Cora umschlang Rheas Arsch von beiden Seiten und drückte ihn zu sich herunter. Lippen schmatzten an einander:

 

Zunge an Kitzler,

Möse um Schwanz,

Hitzige Körper beginnen den Tanz

Trällernd und reibend, bis er heiß wird der Docht,

Der tief in den Leibern die Magma kocht,

und siedet und …

 

Rhea war zu aufmerksam, um sich wirklich fallen zulassen. Cora tat zwar alles, sie zu „überreden“, aber da schien eine kleine Mauer zu sein, über die sie nicht hinweg kam. Er saugte ihre Brüste mit seinen Augen und mit genießerischen, ausgedehnten Schüben vögelte er Cora, deren pflaumengedämpftes Gurren immer intensiver wurde. Aber sie war ja schließlich auch das Geburtstagskind.

 

Mit einem Mal stoppt Cora ihr Leckwerk und ruft: „Oh ja, Zanni!“

Er lächelt, schaut an sich hinunter und Rhea sieht, wie er seine pralle, entblößte Eichel über Coras Klitoris schiebt. Vor und zurück.

Cora jubelt.

Und Rhea gefriert.

Die Flamme ihres Feuers flackert.

Blakende Bläue.

Sogar die Glut erstickt.

 

…und sie ist wieder 16. die sprichwörtliche Unschuld vom Lande in einer anderen Zeit. Ihre Hände mit einem Kälberstrick an das Geländer gebunden. Sie ist starr vor Angst. Er steht über ihr und zwischen seinem gierigen Grinsen und ihren Augen schwebt seine nackte Eichel. Für sie groß wie eine Kokosnuss. Aber dann kommen die anderen und reißen ihn weg und zerschneiden den Strick und jemand sagt:

„Nun mach mal kein Aufsehen, Mädel, hast ja Glück gehabt, isja nix passiert.“

 

Isja nix passiert …

Und sie hatte kein Aufsehen gemacht. Nie.

 

Sie kann hier nicht hocken bleiben.

Eisblock im Waffeleisen.

Wie durch Watte hört sie Coras Kommen: „Rhea, Liebchen, er tut soo guut … ja … ja … ja … oh ja … Zanni, ich fass dich an … ohjaa … ich mach’s mir mit deinem Schwanz … ahaa … ahaaaaaa …“

Während Rhea aufsteht, bringt er seinen Pfeil schnell wieder in Coras Köcher unter, um ihn von ihren vaginalen Wellen massieren zu lassen. Cora presst die eine Hand auf ihre Klitoris, mit der anderen greift sie nach Rhea, zieht sie zu sich herab und verschmilzt mit ihr in einem wilden Kuss.

 

Doch in Rhea bleibt es leer. Sie erwidert das Züngeln mechanisch und sobald sie merkt, dass er den Schieber wieder beginnt, verlässt sie die Lippen der Freundin. Unschlüssig wandert ihr Mund zu Coras linker Brust, aber ihr wird nicht wärmer. Sie steht auf, wendet Cora den Rücken zu und macht zwei Schritte an seine Seite. Ihre linke Hand streicht dabei sanft über Coras bebende Brust, den Bauch und den Oberschenkel hinauf zum Knie, das auf seiner linken Schulter ruht.

 

Er sieht den Kummer in Rheas Gesicht, aber jetzt ist keine Zeit für Gespräche. Er ist bereits jenseits der Beherrschung und betont seine Lust mit gelegentlichen Knurrlauten. Der Schweiß steht ihm auf der braunen Brust. Tief in Cora weilend bauchtanzt sein Becken.

Um Rhea herum brandet die Wollust!

Schief läuft es nur bei ihr, der vermeintlichen Eingreiftruppe.

Sie ist außen vor.

Das fünfte Rad.

Nicht mal Grund zum Veto: Den beiden geht es sehr gut.

Warum musste sie sich immer von dieser ollen Kamelle einholen lassen?

Immer diese alte, kalte Angst.

Bitterkeit

Ohnmacht

Vakuum

Und ihr Blick brennt sich fest an dem bereitgelegten Kunstschwanz auf dem Beistelltisch: Der grüntransparente, fünfundzwanzig Zentimeter Supersoft-Dildo.

 

Und etwas bewegt sich in ihrer Magengrube.

Und langsam streckt sich ihr Arm.

Und ihre Rechte packt den grüntransparenten, fünfundzwanzig Zentimeter Supersoft- …

Und dann kommt der Ausweg ohne Denken:  

Und sie knallt ihm den Dildo auf den Arsch, und er kann gar nicht so schnell gucken, da hat er schon den zweiten ..., und den dritten und den Einspruch auf den Lippen, sieht er ihre dicken Tränen, und er nimmt den vierten und den fünften und er zählt nicht weiter, denn jetzt beginnt seine Milch zu kochen.

Er spürt keinen Schmerz, er will nur vorwärts, weiter dem Ziele zu.

Und Cora hält mit und dagegen und ihre Brüste wallen im Rhythmus seiner Stöße. Sie hat sich auf die Ellenbögen gestützt und starrt mit aufgerissenen Augen auf ihren braunen Stier, der ihr Becken mit beiden Händen festhält und es sich immer schneller und fester auf seinen Rammbock pfropft.

 

Aneinander klatschende Körper.

Urwüchsiges Knurren, hechelndes Stöhnen

Rhea lässt die „Peitsche“ fallen, drängt sich an seinen Rücken, umschlingt seine Schultern und Coras Oberschenkel.

Sie fällt ein in der beiden wilden Tanz. Sein brennender Arsch an ihrem Bauch.

Ihre Tränen mischen sich mit seinem Schweiß.

Sie rückt ein Stück zur Seite und klemmt seinen Oberschenkel zwischen ihre Beine.

Auf einmal kalbt ihr Gletscher und eine heiße Woge überschwemmt ihre Möse.

Seine Hoden tanzen auf ihrem Schenkel

Und sie weiß, dass sie kommen wird.

 

 

Rheas Liebesmahl:

Für Cora hatte sie frische Nordseekrabben gepult, deren Schalen zusammen mit allerlei Wurzelwerk aufgekocht, den Sud durch ein Tuch gepresst, mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer und einer Chilly gewürzt, das Krabbenfleisch wieder hinzugefugt und mit einem Schuss Rotwein und einem cl Sahne abgerundet: Ihre Soupe d'Amour!

Flankiert von einem Rucola- Cherry-Tomatensalat mit gehobeltem Parmesan und schlichtem Essig und Öl Dressing wurden zum Hauptgericht frische Tintenfischringe in trockenem Weißwein gar gekocht, mit einer Marinade aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und einem Hauch von Knoblauch übergossen und mit knusprig warmem Weißbrot verzehrt. Ein trockener Gutedel wies den Weg.

 

 

©Bloteleev                                                                             Ihre Meinung?