Wiedersehen

Überraschung




Seine Hunde zerrten an den Leinen und machten ihn ganz nervös. Er hatte ja noch Zeit genug und so folgte er dem stetigen Zug und lief schneller und in eine Richtung, in die er eigentlich nicht wollte, aber er war in Gedanken und erledigte seine Pflichten nur mechanisch. Seit fünf Jahren war er nun Witwer, und wenn er so nachdachte, hatte er jetzt die Trauer um seine Frau endgültig überwunden. Vielleicht sollte er doch wieder heiraten? Sein Bruder sagte ihm das jeden Tag, wenn er mit ihm telefonierte. Schließlich war er noch zu jung, um alleine zu bleiben. Gerade mal 53 Jahre. Und Bewerberinnen hätte es genug gegeben, die den Herrn Doktor genommen hätten… aber er wollte keine! Natürlich war er kein Kostverächter. Er fuhr sogar einmal im Monat nach München und besuchte dort ein einschlägiges Etablissement. Aber das war nur körperlich. Bei keiner der Damen, die ihn umschwärmten, bekam er Herzklopfen und so, fand er, waren sie nicht der Überlegung wert.

 

Außerdem war er längst etabliert und die Patientenströme nahmen kein Ende. Als er hierher zog, in dieses kleine Dorf am Ende er Welt, war er misstrauisch beäugt worden, und keiner der Ortsansässigen wäre zu ihm in die Sprechstunde gekommen - und wenn er dafür hätte sterben müssen. Seine Frau hatte es übernommen, zwischen ihm und den Menschen der Umgebung zu vermitteln. Das war auch mit ein Grund gewesen, warum er die Dorfschöne geheiratet hatte. Seine Frau war niemals seine „große Liebe“ gewesen, aber er hatte sie geschätzt und geachtet. Marius verdankte ihr viel, und sie sah in der Ehe mit ihm eine Gelegenheit, aus der bäuerlichen Enge des Elternhauses auszubrechen. Sie gingen eine Zweckgemeinschaft ein, und es war gar keine schlechte Ehe daraus geworden. Als sie Krebs bekam und er erkannte, dass er ihr nicht helfen konnte, war er verzweifelt. Und als sie starb, sagte ihm sein wortkarger Schwiegervater, dass er niemals gedacht hätte, dass er, Marius, seine Tochter so geliebt hätte - denn seine Trauer war echt gewesen. Aber jetzt war sie vorüber. Und nun, er gestand es sich ein, sehnte er sich nach Liebe, obwohl er wusste, er würde sie nicht finden!

 

Jetzt musste er aber langsam umkehren, sonst war er zu Beginn der Sprechstunde nicht rechtzeitig zurück. Wo war er denn eigentlich? Marius sah sich um. Er war viel tiefer im Wald gelandet, als sonst. Seine Gedanken hatten ihn abgelenkt. - Wenn er sich recht erinnerte, kamen dort vorne eine Bank und dahinter eine Abzweigung, die ihn wieder auf den richtigen Weg brachte. Bis dahin wollte er noch gehen. Seine Mischlinge zerrten an ihm.

 

Als die Bank in Sicht kam, verhielt er den Schritt. Dort saß eine Frau! Sie saß in einem Streifen goldenen Sonnenlichtes, das durch die Bäume brach und ihr hellblondes Haar leuchtete, wie ein Heiligenschein. - Und sie erinnerte ihn...! Marius blieb stehen wie versteinert. Das war unmöglich! Es war nur eine zufällige Ähnlichkeit. Oder es war überhaupt keine Ähnlichkeit, sondern nur eine ersehnte Erinnerung, geboren aus seiner Sehnsucht nach Liebe.

 

„Das ist die Kollegin Moor. Sie ist im praktischen Jahr!“ So hatte sie ihm sein Chef damals vorgestellt. Er war Assistenzarzt gewesen, in einem großen Krankenhaus in Lübeck, und sie war der Blitz, der ihn traf - völlig unvorbereitet. Sie war der Traum seiner Tage und Nächte. Frau Dr. Moor war alles, was er sich wünschte. Sie war klug, begabt, einfühlsam, charmant und wunderschön - und sie war unnahbar, wie ein Eisblock! Alle Männer versuchten ihr Glück bei ihr, und alle bekamen einen Korb. Marius hatte lange über dieser Sehnsucht gebrütet. Sollte er, oder sollte er nicht? Nein! Er würde sich keine Abfuhr holen, aber dass sie durch seine Träume geisterte, konnte er nicht verhindern. Sie, und die Unmöglichkeit sie zu erobern, war auch ein Grund für ihn gewesen, in den kleinen Badeort an der Zonengrenze zu gehen. Er stand immer noch an derselben Stelle im Wald und seine Hunde kläfften laut.

 

„So kommen Sie schon her, Kollege Wolf! Ich beiße Sie nicht!“ Ihre Stimme elektrisierte ihn. Dr. med. Ariane Moor saß vor ihm - in Lebensgröße. Mühsam bewahrte Marius Haltung. Langsam trat er näher. „Guten Tag, Frau Dr. Moor! Sie haben mich verwirrt. Als ich Sie sah, glaubte ich zu halluzinieren, aber Sie sind es wirklich.“ Er brachte seine Hunde zur Ruhe. „Ich freue mich, Sie wiederzusehen. Was führt Sie denn hierher, in unsere kleine Gemeinde am Rande der zivilisierten Welt?“ Er setzte sich zu ihr. Schließlich konnte sie nichts wissen von der Sehnsucht, die in ihm brannte - und so sollte es auch bleiben.

 

Dr. Marius Wolf machte gepflegte Konversation. Und sie stand ihm in nichts nach. „Wie Sie ja wissen, mein lieber Kollege, haben Sie hier eine neues Sanatorium für Lungenheilkunde eingerichtet. Ich bin die neue Chefärztin!“ - „Herzlichen Glückwunsch, Frau Dr. Moor!“ Marius war nicht überrascht. Sie war damals schon sehr gut gewesen. „Dann arbeiten wir ja jetzt beinahe zusammen. Ich freue mich darauf, Sie öfter zu sehen. Ist ihre Familie auch mit hierhergezogen?“ Das war es, was ihn eigentlich interessierte.

 

Sie zuckte zusammen. „Nein! Ich komme alleine hierher. - Und jetzt muss ich leider gehen. Die Arbeit… Sie verstehen.“ Sie stand auf und er notgedrungen auch. Nachdem sie denselben Weg hatten, gingen sie schweigend nebeneinander her. Marius spürte, dass er einen Fehler gemacht hatte. Er wusste nur nicht welchen. Trotzdem klopfte sein Herz so schnell, als hätte er einen 1000m-Lauf hinter sich. Sie war ihm immer noch nicht gleichgültig. Manchmal verstand er sich selber nicht mehr!

 

Ariane Moor zitterte innerlich. Was war nur los mit ihr? Sie hatte doch gewusst, dass sie ihn wiedersehen würde. Sie wusste natürlich, dass er hier praktizierte und vielleicht hatte das mit zu ihrer Entscheidungsfindung beigetragen. Schon in Lübeck hatte sie die seltsame Anziehung gespürt, die von ihm ausging. Und sie hatte gewartet - auf ihn, auf seinen Versuch, sie für sich zu gewinnen. Jeder andere hatte sie eingeladen - nur er nicht! Irgendwann hatte sie sich abgefunden. Er war nicht interessiert. Und nun? Was wollte sie eigentlich hier? Wollte sie ihn seiner Frau ausspannen? Sie schüttelte den Kopf. Manchmal verstand sie sich selber nicht mehr!

 

Als sie sich trennten - etwas zu abrupt - waren sie beide verwirrt. Und sie waren beide froh, zu ihrer Arbeit zurückzukommen. Sie half über vieles hinweg. Und doch überlegten sie beide, wann und wo sie sich wiedertreffen konnten - ohne dass der andere die Absicht bemerkte. Sowohl Ariane, als auch Marius erkundigten sich unauffällig nach den Verhältnissen des „ehemaligen Kollegen“. Marius erfuhr, dass sie schon sieben Jahre alleine war. Sie hatte ihre Familie in einem Unfall verloren. Ein Flugzeugabsturz hatte ihren Mann und den Sohn in den Tod gerissen. Sein Mitgefühl war grenzenlos. Kein Wunder, dass sie nicht nach der Familie gefragt werden wollte. Aber neben seiner Anteilnahme, wuchs die Gewissheit, dass er nicht gegen einen Ehemann ankämpfen musste, wenn...!

 

Und Ariane erfuhr von seiner Verbindung mit dem Mädchen aus dem Dorf und auch, dass sie schon lange verstorben war. Anfangs war sie verwundert. Sie hatte die Erfahrung gemacht, dass Männer nicht lange allein blieben. Offensichtlich war er anders. Natürlich war er anders! Sonst hätte sie ihn längst vergessen. Es war ihr aber nie gelungen. Sogar in der ersten Zeit ihrer Ehe, war sein Bild vor ihr aufgetaucht. In ganz und gar unmöglichen Situationen. Sie hatte sich dagegen gewehrt, aber sie trug ihn in sich. Bis heute hatte sie noch keine Entscheidung getroffen, aber jetzt nachdem sie ihn wiedergesehen hatte, musste sie zu einem Ergebnis kommen. Endlich! Mit dieser quälenden Ungewissheit konnte sie nicht länger leben.

 

Marius dagegen hatte sich längst entschieden. Heute würde er sich entweder einen grandiosen Korb holen oder die Liebe seines Lebens! Er hatte keine Angst mehr, sich zu blamieren. Er hatte nur noch Angst davor durch seine Zögerlichkeit, das Wichtigste in seinem Leben zu verpassen. Und er würde es ganz offiziell machen. Niemand sollte Gerüchte kochen, denn das konnten seine Dörfler besonders gut. Am Ende seiner Sprechstunde, rief er im Blumenladen an. Er erzählte Frau Greim, dass eine ehemalige Kollegin aus Lübeck das Sanatorium übernommen hatte und er sie begrüßen wolle. „Sie wohnt noch im Hotel“, erklärte er. „Bitte schicken Sie ihr die Blumen doch dorthin!“ Dann ging er nach Hause und fütterte seine Hunde. Er wartete, wann sie endlich im Hotel sein konnte und die Blumen gefunden hätte - und dann rief er sie an.

 

„Guten Abend, meine liebe Frau Kollegin. Haben Sie meinen kleinen Willkommensgruß schon gesehen?“, fragte er so forsch er dazu in der Lage war. Sie lachte leise. Ja, sie hatte seine Blumen vorgefunden, und sie hatte sich sehr gefreut. Obwohl das überhaupt nichts zu bedeuten hatte. Darüber war sie sich durchaus klar. Trotzdem hoffte sie, dass es vielleicht doch... „Das war wirklich ganz reizend von Ihnen, Dr. Wolf! Ich fing schon an, ein ganz klein wenig Heimweh zu haben.“ Eine Weile tauschten sie Höflichkeiten aus, und dann fasste er sich ein Herz und lud sie zum Essen ein - und sie sagte zu.

 

Er holte sie ab, und sie aßen im Hotel. Und wie damals, vor Jahren, fühlte er sich so stark zu ihr hingezogen, dass er gar nicht sagen konnte, wann er zuletzt so tiefe Gefühle für eine Frau gehabt hatte. Sie unterhielten sich prächtig, und Marius war wild entschlossen, diesmal wenigstens einen Versuch zu wagen. Nachdem er sich nach dem Essen noch nicht von ihr trennen wollte, sagte er: „Wenn Sie nicht gleich ein Verhältnis mit mir haben wollen, sollten wir zum Tanzen in die Stadt fahren!“ Schließlich kannte er seine klatschenden Patienten. Aber dann passierte etwas, das ihn sprachlos machte. Ariane lachte und antwortete: „Wenn ich aber genau das jetzt gerne hätte? - Dann könnten wir doch auch gleich hierbleiben!“ Seit Jahrzehnten war ihm das nicht mehr passiert. Er wurde rot!

 

Was sollte er jetzt dazu sagen? Wie war das nun gemeint? Ariane sah seine Verlegenheit und freute sich darüber. Offensichtlich bedeutete sie ihm etwas. Also half sie ihm. „Ich meine, ich möchte jetzt eigentlich nicht tanzen gehen. Ich würde lieber mit Ihnen irgendwo sitzen und ein Glas Wein trinken und vielleicht ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.“ Marius bot ihr seinen Arm, und dann war er noch einmal mutig. „Gehen wir zu mir! Ich werde den Kamin anzünden und zur Feier des Tages meine beste Flasche Wein aus dem Keller holen - und unsere Patienten werden endlich wieder etwas zum Erzählen haben!“ Ariane lachte, und dann nickte sie und sie gingen gemeinsam hinaus.

 

Dem Kellner blieb der Mund offen stehen, als er sah, dass der Herr Doktor den Arm um „die Neue“ legte. Endlich mal wieder was neues! Der Bürgermeister würde Augen machen, denn schließlich war er der Schwiegervater vom Doc.

 

Im Auto wurde Marius doch nervös. „Wollen Sie wirklich mitkommen?“, fragte er schüchtern. Ariane nickte. „Will ich, ja! Und außerdem wird es Zeit, dass wir die „Kollegen“ beiseite lassen, oder?“ Sie war so süß, so hübsch, so anziehend und er war einfach verrückt nach ihr. Er fühlte sich wie ein junger Student, der sein erstes Mädchen heimbringt. Aber sie half ihm ja! Das wurde ihm klar. Deshalb sagte er: „Warte, bis wir zu Hause sind!“ Wie lange war er nicht mehr so aufgeregt gewesen?

 

Als er die Tür aufsperrte und hineinging, wusste er, dass heute sein Wunschtraum in Erfüllung gehen würde. Er betete darum! Im Nu hatte er den Kamin angezündet und die Gläser eingeschenkt, noch bevor er ihr einen Platz anbot. Marius hielt ihr das Glas entgegen, und sie stießen an. „Willkommen in meinem Leben, Ariane!“ Er sagte es ganz leise, wie zu sich selbst - aber sie hatte es gehört. Sie stellte ihr Glas auf den Tisch und seines gleich dazu. Dann nahm sie ihn in die Arme und küsste ihn zärtlich auf den Mund.

 

Marius hatte das Gefühl, wie eine Wunderkerze aufzulodern und sprühend zu verbrennen. Er schlang seine Arme um sie und küsste sie hingebungsvoll. Dann legte er seinen Kopf an ihre Schulter und flüsterte: „Du weißt, dass ich dich liebe?! - Ich habe dich damals schon geliebt - ich habe mich nur nie getraut!“ Sie nickte. So ähnlich hatte sie sich das gedacht. Nur damals waren die Zeiten anders. Sie hatte nicht den Anfang machen können. „Hättest du mich damals so geküsst - ich hätte niemals eine andere auch nur angesehen!“ Ariane schmiegte sich in seine Arme. Sie wollte ihn, aber jetzt musste er die Führung übernehmen! Sie war eine altmodische Frau!

 

Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und sah in ihre Augen. „Hast du es auch gespürt - damals?“ Sie nickte. „Ich habe gewartet - auf dich, auf deinen Versuch mich zu gewinnen. Ich habe mich danach gesehnt! - Alle anderen kamen - sogar der Chef! - Nur du nicht!“ Sie küsste seine Schläfen. „Zum Schluss glaubte ich, du hättest eben kein Interesse, obwohl ich immer das Gefühl hatte, das zwischen uns die Funken sprühen. - Ich habe halbe Nächte lang geweint“, bekannte sie.

 

Marius zog sie auf die Chaiselongue, ließ sie aber keinen Moment aus seinen Armen. Er empfand soviel Zärtlichkeit für sie, dass er überzufließen glaubte. „Bleib’ bei mir heute Nacht!“, bat er leise. Als Ariane aber zustimmend nickte, kamen ihm Bedenken. „Liebes, wir sind in einem Tratschnest beheimatet. Ich muss dir fairerweise sagen, dass du verdammt sein wirst mich zu heiraten, wenn du morgen früh aus dieser Türe gehst - zusammen mit mir! Oder du musst wieder zurück nach Lübeck – denn sonst ist dein Ruf ein für allemal ruiniert.“ Ariane sah ihn an und überlegte. Dann fragte sie lächelnd: „War das jetzt ein Heiratsantrag, Marius?“

 

Er ließ sie los und sah sie an. Er überraschte sich manchmal selber. Eigentlich war er kein Mann von spontanen Entschlüssen - aber diese Entscheidung war wohl schon vor 20 Jahren gefallen. Sein Gefühl sagte ihm, dass das genau das Richtige war für ihn - und für sie! Und wenn dem so war, dann wollte er es auch gleich richtig machen. Er rutschte auf der Couch nach vorne und kniete sich hinunter: „Meine einzige Liebe!“ flüsterte er. „Willst du meine Frau werden? - Ariane, werde meine Frau! - Wir hätten es damals schon tun sollen, Du weißt es doch auch.“ Er verhaspelte sich vor lauter Eifer. Wollte sie unbedingt überzeugen.

 

Aber das war gar nicht mehr nötig. Sie hatte sich ja schon immer nach ihm gesehnt. Sie war hierher gekommen - zu ihm! Nicht um Karriere zu machen. Tränen standen in ihren Augen als sie nickte. Dieser Tag war eine einzige Überraschung gewesen. Dass es so schnell gehen würde, daran hatte sie nie geglaubt. Jetzt gingen ihre Wunschträume in Erfüllung - und nachdem ihr Kopf und ihr Herz zufriedengestellt waren, forderte ihr Körper sein Recht.

 

Sie ließ sich zu ihm auf den Boden sinken - in seine Arme. Und er fing sie auf - atemlos. Seine Hände glitten über ihren Körper und als er sie stöhnen hörte, konnte er sich nicht mehr länger zurückhalten. „Du bist so schön, so sexy!“ Langsam knöpfte er ihre Bluse auf, sah ihr dabei in die Augen, dann jedoch zog ihr Dekolltée seinen Blick auf sich. „Hinreißend!“, flüsterte er und schob seine Finger hinein. Immer noch wartete er auf Widerspruch. Er konnte es einfach nicht fassen. Sie liebte ihn! Und - sie begehrte ihn!

 

Sie öffnete sein Hemd. Beugte sich vor und schmiegte ihr Gesicht an seine nackte Haut. Genießerisch entkleideten sie sich gegenseitig. Marius bremste sich immer wieder. Er würde sie ja bekommen. Nur die Ruhe! Er musste sich beherrschen - mittlerweile übernahm das Tier in ihm die Führung - aber er wusste auch, es würde nicht mehr lange dauern, und er könnte sich nicht länger zurückhalten.

 

Ariane bebte. Warum war er so beherrscht? Sie wollte ihn so sehr! Aber als sie das letzte Kleidungsstück abgelegt hatte, fiel er stöhnend über sie. Seine Hände griffen nach ihren Brüsten und pressten sie zusammen. Sie konnte nicht mehr. Verlangend stöhnte sie: „Jaah Marius, oh jaa!“ Sie wollte es! Sie wollte ihn! „Oh großer Gott, jaah! Ariane, meine Süße! Ich bin so unsicher, und ich begehre dich so sehr, aber ich will dich nicht verletzten, nichts kaputt machen zwischen uns… aber ich muss dich jetzt einfach lieben. Ich kann nicht mehr warten.“ Er hob sie hoch und setzte sie zurück auf die Couch, drängte ihre Beine auseinander. Er sah sie an. „Wir kennen uns zu wenig.“, flüsterte sie. „Es wird Zeit, dass wir das ändern!“

 

Damit spreizte sie ihre Schenkel weiter und hob ihm ihre sehnsüchtige Weiblichkeit entgegen. Gierig fiel er über sie. Seine Zunge schob sich in sie - immer tiefer. Und Ariane stöhnte vor Verlangen. Sie war eine erfahrene Frau. Er spürte ihre Leidenschaft - er musste sich nicht länger beherrschen! Er durfte sie nehmen, sie lecken, streicheln, in sie eindringen, sie waren zu zweit allein! Er würde sie befriedigen und niemand würde erfahren, was sie miteinander taten. Nicht seine Schwiegermutter oder die Freundin - keiner! Sie war sein! Sie würde ihn nicht seltsam ansehen, wenn er sie küssen wollte - an den heißesten, intimsten Stellen ihres Körpers. Sie bot sie ihm an. Er wollte immer nur sie und jetzt, endlich! - konnte er sie haben. Zusammen würden sie die Welt beherrschen.

 

Noch einmal ließ er seine Zunge durch ihre Liebesspalte wandern und dann kniete er sich zwischen ihre Beine. Sein Penis berührte sie, und auch sie zuckte unter ihm zusammen, bog sich ihm entgegen. Noch eine einzige Sekunde und er würde mit ihr verschmelzen. Er zögerte noch immer. Da sah er wie ihre Hände langsam über ihren Bauch strichen, weiter hinunter! Seine Augen gingen ihm fast über. Sie spreizte ihre prallen Schamlippen - für ihn. Sie wollte seinen festen, zuckenden  Schwanz! „Komm zu mir!“ Ariane keuchte vor Gier, wippte ihm entgegen und als er sie traf, seine Finger ihren Kitzler massierten und sein Glied sich in sie hineinbohrte, schrie sie laut auf. Sie drängten sich zusammen, stießen und schoben sich dichter ineinander. Die Lust verband sie zu einer Einheit, zu einem Leib. Marius spürte ihre Lust, platzte vor Stolz, vor Befriedigung. Sie wollte ihn, wollte Sex nur mit ihm, seinem harten, geilen Schwanz. Er konnte sie glücklich machen.

 

Seine Frau hatte ihn nur geduldet. Für leidenschaftlichen Sex war sie nicht zu haben. Ihr Vater hatte ihr gesagt, dass das nur für leichte Mädchen sei. Anständige Frauen hatten daran keinen Spaß! Sein Schwiegervater erzählte ihm zwar pausenlos „männlich, geile“ Geschichten und hatte Tipps für ihn, mit wem er es doch „treiben“ solle, aber bitte doch nicht mit der eigenen Frau. Nicht mit seiner Tochter! Das alles schoss ihm durch den Kopf, als er sich anschickte mit Ariane zu schlafen. Sie wurden jetzt zu Mann und Frau im biblischen Sinn. Sie wurden Eins! Und genau das war es, wonach er sich sein Leben lang gesehnt hatte.

 

Ariane wimmerte lustvoll unter seinen Stößen. Sie schlang ihre langen Beine um seinen Körper und hielt ihn gefangen mit ihrer Hingabe. Marius stöhnte in heißer Begierde, wurde immer schneller. Seine Stöße kamen immer tiefer und als sie sich zuckend und bebend an ihn klammerte, laut seinen Namen schrie, explodierte er in den warmen, geheimnisvollen Tiefen ihres bezaubernden Leibes. Seufzend vor Genuss sank er auf sie, flüsterte immer wieder ihren Namen.

 

„Ich wusste, es würde ein Feuerwerk geben, wenn wir zusammenkommen!“, bekannte Ariane. „Ich habe es mir tausend Mal vorgestellt, und du hast es doch noch übertroffen!“ Sie keuchte: „und, Liebling, du musst keine Angst haben etwas kaputt zu machen. Ich bin nicht aus Zucker!“ Sie kuschelten sich aneinander und sahen in die Flammen. „Wann hattest du zuletzt so fantastischen Sex?“, fragte sie neugierig. Marius stützte sich ab und sah in ihr Gesicht. Sie war so unbeschreiblich schön. Jetzt, wo er noch mehr von ihr kannte, gefiel sie ihm noch besser, als vorher. „So wie mit dir, gerade eben?“, fragte er. Ariane nickte. Er schüttelte den Kopf. „Niemals! - Für mich ist zum ersten Mal… der Himmel eingestürzt. Ich habe davon geträumt, aber erlebt habe ich es noch nie - bis heute!“ Sie sah ihn seltsam an, denn sie spürte: Das war die Wahrheit.

 

Und sie wusste plötzlich absolut sicher, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte für ihr Leben. Jetzt würde sie endlich wieder glücklich werden - zusammen mit ihm, der großen Liebe ihres Lebens! Denn schon damals, als ihr Chef zu ihr sagte: „Das ist Dr. Marius Wolf, mein Assistenzarzt!“ hatte sie es gewusst. Er war auf der Welt, um sie zu lieben. Und sie gehörte ihm - und morgen würden es alle wissen! 

 

© BvS                                                                                          Ihre Meinung?




Meine Frau!