Eine schnelle Runde...

und ein langes Verweilen


Ein kurzer Ruck als die Maschine aufsetzt und ein Spannen im Hüftbereich bei der Verzögerung. Die Flugbegleiter verabschieden sich und wünschen uns noch einen schönen Abend in Dresden.

 

Bäh, schöner Abend. Meine Stimmung ist so was von „Krass Scheiße!“ meinen Sohn im Geiste zitierend. „Herr Bühler wir haben ihnen den Abendflug reserviert.“ Das war vor fünf Stunden. Bezahlen durfte ich ihn selber, und mir blieb noch eine Stunde zum vorbereiten. „Sie wohnen im Hotel Smetana, wie immer. Wir schicken ihnen um halb neun ein Taxi.“

 

Abendmaschine, diese Untertreiber, ist noch nicht mal sechs Uhr. Ich habe sonst nichts gegen Dresden, im Gegenteil und auch nicht gegen meinen Kunden, auch im Gegenteil… Nur heute: „Krass Scheiße!“ Meine Wochenplanung schon am Montag Vergangenheit und erst am Mittwoch mit der letzten Maschine zurück. Vermutlich mit einem neuen Auftrag. Das einzig Gute.

 

Taxi - Zwei so geschniegelte Jungmanager wieseln trotz Hitze und 32°plus noch schnell an mir vorbei, um sich das letzte Taxi zu schnappen. Auch gut, ein nächstes wird kommen und es kommt -  ein Van, ein großer Van. Im unverkennbaren sächsischen Tonfall, „Wo müssen sie denn hin?“ - „Hotel Smetana, Schlü…“ „Kenn ich, ich wohne in der übernächsten Straße.“ Und mein Gepäck fliegt mit einem gekonnten Dreh in den Kofferraum. Es ist eine Sie, etwas jünger als ich und gesellig mitteilsam. „Dann mache ich anschließend Feierabend und kann noch eine schnelle Runde drehen.“  

 

Mit dieser Bemerkung fädelt sie sich superelegant in den Verkehr ein und nimmt die Landstraße. „Sie haben es doch nicht mehr eilig, oder?“ Der Blick über den Spiegel zu mir war taxierend. „Quasseltussi!“ knurre ich im Stillen. „Müssen Sie morgen zum Institut?“ - „Ja.“ - „Waren Sie schon oft in Dresden - im Institut?“ - „Ja.“ - „Ich mache ihnen den Festpreis von Institut, einverstanden!“, und drückt, ohne meine Antwort abzuwarten die Uhr weg. Dieses sensible Eingehen auf den Fahrgast, ihn einschätzen und kombinieren gehört nicht zu einer normalen „Taxitussi“.

 

„Einverstanden, und eilig habe ich es auch nicht!“ Ihr Blick über den Spiegel strahlt mich an. Ihr Gesicht ist gelöst, ihre Haut sonnenbraun. Sehnige Hände, Unterarme. Für eine Frau, für diesen Typ von Frau ein zu breites Kreuz und wieder diese schnellen Augen, allessehende Augen, dieses aktive Präsent-Sein und schon erahnen was noch kommen muss.

 

Auf den Flug in den Sicherheitsgurt höre von ihr ein gepresstes „Scheiße!“. Gefolgt von diesem hässlichen Knirschen, wenn Blech sich aneinander reibt und verbeult. Uns hat es nicht erwischt, wohl aber die Vorder- und Hintermänner. Impulsiv greife ich an ihre rechte Schulter, drücke sie und mit einem kleinen Klaps auf die Schulter, „Danke! Das war gekonnt, Frau Meisterin!“ Ihre linke Hand saust diagonal hoch und legt sich auf meine Hand. Ein weißes Gesicht wendet sich zu mir: „Sag es noch einmal!“ Einem zweiten Impuls folgend drehe ich meine Hand, umfasse ihre Finger, ziehe sie näher zu mir hin und küsse ihre Kuppen. „Das war mehr als nur gekonnt.“

 

Gibt es eine Maßeinheit wenn eine Frau von Weiß nach Rot wechselt? Ich nenne sie „Päng“ z.B. ein Päng, zwei Päng usw. Sie schaffte es in Nullkommafünfundachzig Päng. (0,85 Päng). Und ist schon wieder gefasste und professionelle Taxifahrerin. Informiert die Zentrale, steigt aus und macht mit dem Handy Bilder, fädelt sich aus der Lücke, und wir verschwinden in einer Seitengasse, umfahren den Stau. Der Bann ist gebrochen. Der Schreck und das Gemeinsam-Erlebte lösen unsere Zungen. Plötzlich bremst sie. „Geht nicht mehr… der Unfall… ich muss!“  und verschwindet in eine Gaststätte, nicht ohne vorher Schlüssel und Geldbörse mitzunehmen.

 

Ich erzähle ihr, dass ich 1991 Dresden zum ersten Mal besuchte, mit meinem Faltboot zum ersten Mal die Elbe, aus Tschechien kommend, befuhr und bei den Kanuten einer Betriebssportgruppe übernachtete. „Oberhalb vom Blauen Wunder!“ Sanft bringt sie den Wagen vor einer Ampel zum Stehen und dreht sich zu mir hin. „Bei meinem Verein, da, wo ich heute Abend meine schnelle Runde drehen will!“

Nächste Ampel. Das Glitzern in ihren Augen ist unübersehbar. Ihr Gesicht hat einen schelmischen Zug, ihr Mund leicht gekräuselt, die innere Spannung verratend, als sie fragt: „Auch Lust auf eine schnelle Runde!“ Mit dem Aussprechen erfasst sie den Doppelsinn.

 

Diesmal brauchte sie nur Nullkommafünf (0,5) Päng um von Normalfarbe noch eine Nuance roter anzulaufen. In ihrer Verlegenheit setzt sie noch einen drauf. „Als Zweier!“, und erkennt die Pointe auch erst im Nachgang. Ich bemerke ihre Verlegenheit, ihre Trauer über den vermeintlichen Patzer und die Erkenntnis alles im ersten Keim erstickt zu haben. Wenn das Herz schneller ist als das Gehirn, oder der andere den galoppierenden Gedanken nicht folgen kann.

 

Aber ich kann folgen und habe es auch den Sinn durchaus richtig interpretiert. „Habt ihr noch den alten Trainingszweier - den gemütlichen?“ Sie stutzt einen Augenblick grinst und ein  befreiendes Lachen klingt durch den Van. „Du meinst die rote Plaste mit der weißen Seitennaht. Nee, den gibt’s nicht mehr. Der war´91 schon ein altes Möhrchen.“

 

Dann sprudelt es nur noch so aus ihr heraus. Mein Einwand, keine geeignete Kleidung zu haben, wird lachend mit „einen Augenblick“ quittiert. „Was brauchst du bei dem Wetter… Hose, Shirt… 54 – XL? Gibt’s im Verein für 45 Euro zu kaufen. Ich habe die Schlüssel, Mützen liegen genug rum -  bei dem Wasserstand brauchen wir keine Westen… Wasser habe ich mit, zwei Bananen auch und nachher gehen wir Böhmisch essen.“

 

Das nenne ich organisatorisches Einfühlungsvermögen und den Augenblick am Schopf packen. Während dieses Monologes pendeln ihre Augen ständig zwischen Straße und Rückspiegel. Sie strahlt! Ihr Gesicht - in Vorfreude gelöst - ist entspannt, so, als würde sie schon jetzt in meinem Armen liegen. Der Van scheint durch den Verkehr zu schweben. Ich setze mich quer auf die Rückbank, lehne mich an die Rücklehne des Beifahrersitz’, erzähle ihr von der Blitzeinladung und meinem dicken Hals. Glockenhelles Lachen.

 

„Ich habe heute meinen Hausfrauentag… dann ist ein Kollege ausgefallen… unsere Wagen müssen laufen, nur so verdienen wir Geld.“ Schalkhafter Blick über den Spiegel… „Vom dicken Hals ist nichts mehr zu sehen!“ Sie hat nicht gefragt was ich kann oder nicht kann. Sie hat nicht gefragt, ob ich im Training bin oder nicht. Sie hat nicht gefragt wie ich heiße, wer ich bin. Ein Paddler ist ein Kamerad, ein Kumpel. Das entspannte Miteinander beginnt, als sie an der Rezeption den Zimmerpreis neu verhandelt und ich ein ruhigeres Zimmer bekomme. „Auch größer, mit französischem Bett!“ Das Pokerface ist schon gekonnt. Dass ich Berthold und sie die Franziska ist haben wir an der Rezeption festgestellt. „Nimm Dusch- und Umziehsachen mit, sonst wird es zu spät zum Essen.“, kommt noch die Anweisung, als ich zum Zimmer hochfahre.

 

Es ist ein entschärfter Trainingszweier mit Steuerung hinten. In so einem Boot habe ich vor zehn Jahren bei einem Lehrgang  zum letzten Mal gesessen. Franzi steuert uns sofort in die Innenkurve „Bis Pillnitz werden wir immer kommen, Heidenau wenn wir gut sind!“ War die letzte Ansage.

 

Die Frau hat einfach ein Gespür für die Situation. Nur mit leisen Zischlauten korrigiert sie die Schlagfrequenz, die Schlaglänge. Nach wenigen hundert Metern gleiten wir mit einem Gleichgewicht und einer Ruhe durch das Wasser, als wären wir schon lange ein Team. In mir stellt sich Schwerelosigkeit ein… ein Vertrauen an die Umgebung und Euphorie, Glücklich-Sein. Für mich ist es immer ein schönes Entspannen, Schweben in einer höheren Sphäre, wenn ich mit einer Frau in einem Zweier fahre. Bei Männern kommt es eher zum Wettkampf… wer macht zuerst schlapp? Verspannte Verbissenheit.

 

Bei Frauen selten, eher nie. Da ist es ein Sich-zurück-Nehmen, sich auf ihren Schlag einstellen, sie animieren den Schlag vorzugeben. Und sie machen dir dann das schönste Geschenk. Finden ihren Rhythmus, ihr Gleichgewicht und es entstehen in mir Gefühle, wie beim liebevollen, sich gegenseitig erfüllenden Sex. Selten, dass ich nach einer solchen erfüllten Fahrt Lust auf geiles Ficken habe, obwohl ich erregt bin und durchaus Lust auf Entspannung habe. Aber dann habe ich Lust - ja ein tiefes Bedürfnis - ihr meine Dankbarkeit für die wundervolle Zweisamkeit zu zeigen.

 

Franzi zieht das Boot zur Fahrrinne hin… „Auf die Welle!“, höre ich nur ganz leise von hinten und schon lutscht uns der Selbstfahrer elbaufwärts. Ich verliere Zeit und Raum. Lasse mich von Rhythmus der Wellen, dem Paddelschlag tragen. Die Welle haben wir schon lange wieder verlassen, gleiten an Schloss Pillnitz vorüber. „Um die Insel“ Ein fröhlicher Ruf und wir sind auf dem Rückweg, überholen ein Drachenboot und ein Va‘a Toru.

 

Wir versorgen das Boot, die Paddel. Keiner spricht, keiner berührt den anderen. Franzis Gesicht ist eine Maske, ihre Augen weichen aus. Ihre Bewegungen sind zu mechanisch, zu beherrscht um natürlich zu wirken. Es ist nicht die Franzi von vorhin. Es ist ein Gesicht voller konzentrierter Spannung… wie bei einem Wettkampf, wie vor der Wendetonne.

 

Auch ich bin gehemmt, gespannt. Ich muss mich zwingen, näher als ein Armlang an sie heranzutreten, will vermeiden, dass ich ihr nicht mehr ausweichen kann, ihren Blick erwidern muss. Ein unsichtbares Etwas lässt uns beide zögern uns dem Alltag zu überlassen. Mein Puls beruhigt sich nicht, bleibt hoch.

 

„Bert!“ Ihre Hand winkt vor meinen Augen. „Bert, wir sind gelandet!“ Ihr Lächeln ist intravenös, und zum ersten Mal sehe ich kleine Knöpfchen durch das stramme Bustier drücken. „Duschen, komm duschen!“ Und sie geht einfach an mir vorbei Richtung Umkleide. Deutet auf eine Tür und geht ein paar Schritte weiter und verschwindet.

 

Ich stehe im Schatten einer alten Platane, höre sie lachend und fröhlich mit Jemandem erzählen, sich verabschieden. Ich sehe sie um die Ecke kommen, sehe wie sie mich sieht, wie sie sich verspannt, ihr Gesicht wieder diesen konzentrierten Ausdruck annimmt, ihre Bewegungen an Schwung verlieren. Alle guten Vorsätze, die ich mir unter der Dusche vorgenommen habe, sind verflogen. Schlagartig werde ich zum Holzklotz. „Hast es verbockt! Etwas ist schiefgelaufen!“ Und es tut weh. Ja, eine Wehmut macht sich breit, Selbstmitleid nistet sich ein… Mutlosigkeit.

 

Sie bleibt etwas mehr als Armlang vor mir stehen. Ihr geleiertes „Komm, sonst wird es zu spät!“, und mein Emotion-Unterdrückendes „Wir können es auch jetzt beenden!“ sprechen wir gleichzeitig aus. „Hast du keinen Hunger?“ - „Du musst dich nicht verpflichtet fühlen!“ sind die Antworten.

 

Wir realisieren gar nicht, was der andere sagt. Erst zeitverzögert finden die Wörter einen Hall. Franzis Augen weiten sich, um gleich schmale Schlitze zu werden. Sie presst ihre Lippen aufeinander - fixiert mich. Ich, in meiner Unbeholfenheit, dem Nicht-Wissen wie ich reagieren soll, ziehe das Portemonnaie aus der Hosentasche und strecke ihr 50 Euro hin. „Für die Hose und Shirt… den Rest in die Jugendkasse!“

Mechanisch nimmt sie mit spitzen Fingern die 50 Euro.

 

Wir stehen weiterhin stumm voreinander und warten auf den Blitz aus heiterem Himmel, der uns von diesem Bann erlöst. „Na dann! Es wäre zu schön gewesen, um wahr zu sein!“ Im gleichen Augenblick fühle ich, wie etwas auf meinen Kopf fällt,

sehe ich, wie Franzis schmale Augenschlitze kugelrund werden, der Kneifmund zu lächeln… zu lachen beginnt. Sie mit den Fingern auf mich zeigt und die andere Hand auf die Brust presst: „Dir hat ein Vogel auf den Kopf geschissen!“ Befreiendes Lachen, fast ein Kreischen - richtig schadenfreudiges Prusten.

 

Mein Gesicht muss wohl irgendwie lachenswert aussehen, denn Franzi kann sich nicht einkriegen. Sie schnappt sich meine Hand und zieht mich hinter das Bootshaus zu einem niedrigen Trog mit Wasserhahn. Drückt mich einfach nach unten, kniend mit dem Kopf unter den Wasserhahn und dann… rauchst das kalte Wasser über meinen Kopf. Ich fühle Franzis Finger in meinen Haaren wühlen, ihre Fingernägel meine Kopfhaut massieren, ihre Knie in meinen Achselhöhlen, ihre Oberschenkeln an meinen Schulterblätter, ihr Lachen in meinen Ohren und mein Krampf unter dem Brustbein… wird von Wohlfühlen abgelöst.

 

Aus meinem Beutel zieht sie das Hotelhandtuch heraus und trocknet mir ausgiebig die Haare. Sie schmiegt sich mit ihrem Oberkörper an meinen Rücken, und ich spüre ihre Brüste an den Schulterblättern, ihre Oberschenkel pressen meine Nieren. Ich fühle einen Kuss im Haar, ein Biss in die rechte Ohrmuschel. „Herr Bert… mein Schlagmann, so gefällst du mir besser, so gefällst du mir zum Fressen gut!“

 

„Du kannst es dir aussuchen… böhmisch – vietnamesisch – italienisch – oder sächsisch Essen?“ Franzi grinst von einem zum anderen Ohrläppchen. Sie ist genau so glücklich wie ich, dass unser „Stur“-Sein, unser „Mauern“, durch „Gottes Fügung!“, den Vogelschiss beendet wurde, und wir dem anderen unsere Zuneigung ohne Vorbehalt zeigen können. „War „Böhmisch“ nicht dein Erstvorschlag?“ - „Sicher! Nur, da ist das Essen immer so mächtig, und man trinkt zu viel Bier… davon werde ich müde… möchtest du das!“ Ein voller Schalk lächelndes Gesicht blickt offen und glücklich zu mir rüber. „Vietnamesisch! Mit grünem Tee und „Sambal Oelek“ zum Einstimmen der Sinnesnerven!“ Spinne ich ihren Sinn vom Müde-Werden weiter.

 

Mit einem sinnlich-sinnigen Schmunzeln im Gesicht wendet sie gegen alle Regeln der Straßenverkehrsordnung auf der sechsspurigen Chaussee, um direkt in eine kleine Seitengasse zu verschwinden. Sie lässt sich von einem 7ner BMW Fahrer mit einem zuckersüßen Lächeln die Vorfahrt völlig freiwillig geben, verweist einen Taxikollegen beim Spuren-Schnibbeln auf Platz 2, um durch eine enge Einfahrt auf einen versteckten Parkplatz zu schleichen.

 

Was wir gegessen haben war köstlich und reichlich. Ich musste von meinen Fernreisen mit dem Kanu erzählen, Franzi erzählte Anekdoten aus ihrer aktiven Regattazeit und wir beide schweigen, wenn wir auf die heutige „Schnelle Runde“ zu sprechen kommen… knicken weg zu einem anderen Thema.

 

Beim Bezahlen der obligate Pflaumenlikör – und beim Prost hielt ich es nicht mehr aus. Ich bin schon gut im Aussitzen von Reizthemen, aber Franzi mit höheren Weihen, kann es besser. „In deinem Kajak fühlte ich mich mit dir verbunden, als wärst du in mir, ein Teil von mir… ich war nicht ich - und es hat mir gefallen!“ Ich merke, wie mir ein Kloß den Hals zuschnürt.

 

Franzi zieht ihre auf dem Tisch liegende Hände bis zur Kante zurück. Mit Blick auf die Tischdecke: „Mir war, als hätten Fäden, fremde Impulse mich geleitet. Ich sah deinen Rücken, die Muskeln spielen, den leicht schief gehaltenen Kopf. Fühlte im Po deinen Anriss, wenn er einen Tick früher einsetzte als meiner. Es war nur schön und harmonisch, im Einklang.“ Ein Seufzer und mich von unten ansehend: „Jetzt wissen wir warum wir uns anschweigen, unseren Gedanken nachhängen.“

 

Wir stehen auf der Straße, um die Ecke ist der Parkplatz. Wenn diese Frau nur noch Sekunden im meiner Nähe bleibt, ist es um meine Beherrschung geschehen. Ihre Aura, ihr Duft, ihre Blicke, ihre lasziven Bewegungen... Sie weiß nicht, was sie in mir anrichtet. Vermutlich stelle ich sie vor die gleichen Problemen. Ich gebe mir einen Ruck, einen „Tritt in den eigenen Arsch“, ziele auf mein Steißbein um sicher zu sein es zu merken. Ich nehme sie einfach in die Arme. Meine rechte Hand gleitet instinktiv in ihren Nacken, meine Finger umfassen den Hinterkopf, die linke Hand über den Rücken zum Kreuz und weiter zur rechten Pobacke. Ihre Arme umschlingen mich… ihre Handtasche pendelt rhythmisch auf meinem Po. Mit gurgelnden Knurren und Japsen versinken wir erstmals in eine Kussorgie.

 

Und wieder lähmt mich die Angst sie zu verlieren, ich werde zum Klotz, löse mich von ihr… gegen ihre Umklammerung, stoße sie richtig von mir weg. „Geht nicht, Franzi… es geht nicht!“ Ihr trauriges Gesicht tut mir weh, mehr als weh. Ich erzähle ihr von meinen wirren Gedanken seit wir ins Kajak gestiegen sind. Wie ich mir auf der Fahrt ein Schmusestündchen im hohen Gras ausmalte. Nachher bei den Booten in der Halle, im Geiste ihr genüsslich den Bustier ausziehe und unter der Dusche ihr Pfläumchen wasche und sie mir meinen Sporn poliert. Jetzt beim Essen, wie ich…  uns, ständig im Bett wälzen, uns klammern, streicheln, kneifen, kratzen, lecken, schlürfen, lutschen, flüstern, knurren, fiepen und brummen sehe. Und jedes Mal wenn sie, Franzi mich auffordert „KOMM“ der Film reißt. Ich mir nicht vorstellen kann mich in ihr zu versenken.

 

„Lass mich zu Fuß ins Hotel zurückgehen, lass mich einfach laufen, mich Gedanken fassen. Du hast mich aus dem Tritt gebracht!“ Zwei harte Griffe ins Nierenfett und Franzi presst sich gegen mich. „Nein, nicht weglaufen! Bitte nicht weglaufen! Es war so schön mit dir im Boot, es tut so weh zu sehen wie du dich quälst, wovor hast du Angst, vor mir… vor meiner Muschi oder „Pflaume“ wie du sagst?“ – „Wenn du es so genau wissen willst – Ja! Ich bekomm keinen hoch… ober er fällt zusammen, wenn es ernst wird.“ Ich ziehe beide Hände von den Seiten. „Wenn du noch mit mir sprechen willst, ich frühstücke um Halb acht.“

 

Ich weiß nicht mehr was ich gedacht habe, ob ich laut oder leise meine Selbstgespräche führte, ob ich mich bedaure oder heldenhaft vorkomme. Meine Gedanken halten sich nicht, schweifen immer ab. Erzwinge ich eine schöne Erinnerung… nach kurzer Zeit bin ich mitten in einer Vergangenheit, in der ich der Verlierer war.

 

Irgendwann stehe ich vor dem Hotel, im Hotel, vor meiner Zimmertür und verfluche mein Verhalten Franzi gegenüber. Im meinen Träumen defilieren meine verflossenen Frauen vorbei, kreuz und quer und immer eindringlicher, ausgebreiteter, detailverliebter, die Kopulationen die eigentlich keine waren, wo ich nicht den „Mann stand“. Besonders die letzte, wo sie mich dann um ein Uhr rausgeschmissen hat. 

Am Morgen ist mein Bett zerwühlt, als hätte ein ganzes Rudel darin kopuliert. Und so fühlte ich mich auch: Gerädert.

 

Ich schneide mein erstes Brötchen, als sich zwei Hände auf meine Schulter legen. Gewünscht, erhofft habe ich es mir, nicht erwartet. Die linke Hand fasst mein Kinn, zieht den Kopf in den Nacken und viele kleine Küsschen überfallen mich. Abgehackt, immer nur einzelne Silben zwischen den Küsschen artikulierend: „Es… war… ei… ne… schreck… liche… Nacht.“ Franzi sieht noch schlimmer aus als ich. „Ich bin schon eine Stunde gelaufen… Walking!“, will sie es entschuldigen.

 

Franzi kann das: Eine Konversation mit Rede und Gegenrede, Frage und Antwort als Monolog, als Predigt halten. Ein Einwand meinerseits, oder eine Beteiligung hätten in der Entwicklung höherer Gedankengänge nur gestört.

 

Sie, Franzi, hätte sich nicht in mich verliebt, überhaupt nicht… nur alles in ihr… ihre Gedanken, ihre Seele, ihr Bauch,  alles kreise nur noch um mich und meine Ablehnung und Verschlossenheit. Sie sei nicht mal mehr im Stande Autozufahren. Heute Morgen, beim Walken, sei sie zweimal gestolpert und einmal gefallen… das sei ihr noch nie passiert. „Kommt nur vom Träumen!“, und sie zeigt mir ihre schmutzigen Knie und streckt mit anklagendem Blick die leicht aufgeschürften Hände über den Tisch. Als ich sie in meine Hände nehme und die Schürfstellen küsse, zwecks besserer Heilung, changieren ihre Augen mit Lichtgeschwindigkeit in ein Strahlen.

 

Also, dass sie Gäste zum Paddeln einlade, das habe sie auch noch nie gemacht und warum bei mir, dass sei auch so ein Punkt der ihr komisch, sehr komisch vorkomme. Und dass der Kerl auch noch richtig paddeln kann und dieses Zusammenspiel, dieses Aufeinander-Eingehen. Sie, die immer zu hören bekommt sie sei dominant, könne sich nicht auf die Partner einstellen… dann dieser Ritt auf dem Wasser. Sie sei eben gestern von der Rolle gewesen, ja das wollte sie mir auch noch sagen.

 

„Faszination Franzi“ - Anders kann ich meine Gefühle nicht beschreiben. Mit so einer Frau kann ich umgehen. Meine schwarzen Gedanken werden verscheucht, verscheucht von Franzis Frische, ihre Art „ Seele umstülpen“ zu zelebrieren.

Die Bedienung schenkt Kaffe nach. Ich hole ihr Orangensaft, Ei, Schinken, Käse, Butter, Konfitüre und Brot. Franzi pumpt sich in den Essen- Beschaffungspausen mental in die nächste Runde.

 

Ja, aber das Schärfste, was ihr, in ihrem doch schon einige Jahre dauerenden Leben, noch kein Mann gesagt hat. Er hat Angst von ihrer Muschi, ihrer Pflaume, ihrer Kleinen. Also ich müsse ihr jetzt doch detaillierter darlegen, was das auf sich hat. Bis jetzt hat sich ihre Kleine immer gefürchtet, so ein dickes Ungetüm schlucken zu sollen und musste mit allen möglichen instinktiven Kunstgriffen beruhigt werden. Sie, Franzi, halte diese, meine Aussage für eine neue maskuline Schutzbehauptung. Das mit dem Nicht-Können könne ja jeder behaupten. Die meisten Männer sind eher anders gepolt: „Wir können die ganze Frauenschaft verwöhnen!“ Das könne auch nur eine Masche von mir sein und sie, Franzi, wolle das überprüfen. Eher glaube sie – ich kneife - wegen einer anderen Frau. Aber bitteschön, dann sag es einfach… „Ich bin deiner nicht würdig. Nur eine Taxitussi!“

 

In ihrem Gesicht blitzt und wettert es in Richtung auf ein mittleres Gewitter. Ferner gebe es ja mittlerweile ein ganzes Sortiment an Helfern. Ihre Hand nimmt einfach meinen, auf dem Tisch liegenden, Zimmerschlüssel. Schiebt den Stuhl zurück: „Ich gehe schnell duschen und umziehen. Um dreiviertel Neun bringe ich dich und vier weitere Herren ins Institut! Wir haben die Taxibestellung dafür.“

 

Erst als sie wieder neben meinem Stuhl steht, sich zu mir herunter beugt, mein Gesicht umfasst und mich mitten auf den Mund küsst, ihre flinke Zunge sich einfach durchquetscht und meine Zunge antippt, erst in dem Augenblick werde ich wieder aus der Trance erweckt. Ein Schwung vom Duft der echauffierten Franzi umnebelt mich. Mit einer reaktiven Aktion umfasse ich ihr Gesäß, ziehe sie fest an mich und vergrabe mein Gesicht in ihrem Bauch… ein kurzer Augenblick, ein Flash nur. Sich lösen und bücken, eine Reisetasche aufnehmen und durch den Frühstücksraum entschweben, ist Franzi - eine Franzi, die sich gut fühlt.

 

„Oho, womit haben wir das denn verdient? - Die Chefin höchstpersönlich!“ Franzi stolziert an uns fünf Mannsbildern vorbei. Der Rufer drängelt vor, begrüßt sie mit Handkuss und beginnt aufs Heftigste zu flirten. Die vier Mitfahrer gehören zusammen und der Flirter ist so etwas wie deren Chef.

 

Sich „aufbrezeln“ nennt man es, glaube ich.  Franzi, in einem Sommerkleid mit fast freiem Rücken - nur im Nacken gebunden. Natürlich nur knapp kniebedeckt und ärmellos. Das Kleid ist aus mehreren Lagen durchsichtigem Stoff geschnitten. Man hat den Eindruck „Frau-in-Tüll-ohne-Alles“ zu sehen. Ihre halblangen Haare sind zu einer tollen Föhnfrisur gestylt und die Füße stecken in halbhohen Sandaletten. Und… die Dame kommt ohne Reisetasche, aber mein Zimmerschlüssel verschwindet, mit einem süffisanten Lächeln, in ihrer Handtasche.

 

Die Besprechungen laufen gut. Man entschuldigt sich wegen der überfallartigen Einladung und ihrer Durchsetzung… „Nächste Woche fliegen wir in die Staaten und brauchen Konstruktionssicherheit, und die können nur Sie uns geben.“ Danke für das Vertrauen usw. „Wenn Sie unsere Jungs bis Donnerstag unterstützen könnten?“ Am Mittag in der Kantine saßen die vier von heute Morgen am Nachbarstisch und ihr „Chef“ schwärmte von der „feschen Taxifahrerin“ und in mir knurrt das Ego: „Lass deine Pfoten von der Frau! Schleimer, elendiger - der du bist!“

 

Drei Uhr nachmittags. Zähes Voranschieben der Themen, fünfter Kaffee – bürostark  der Löffel fällt nur langsam um. Ein Anruf. „Ja, er sitzt hier! Augenblick, ich übergebe – Herr Bühler!“, und er drückt mir den Hörer in die Hand. „Bühler – !“ „Bert ich habe deine Paddelsachen zum Ausspülen mitgenommen – solltest du sie suchen!“ Franzis Stimme ist richtig locker. „Seid ihr um Fünf fertig? Ich hole dich im Institut ab!“ Ihre Stimme wechselt… fast flehentlich: „Bert, kneif nicht! Bitte nicht „Nein“ sagen, bitte nicht!“

 

Handballen auf die Muschel: „Braucht ihr mich noch?“ - „Eigentlich nicht – Morgenfrüh - zum Korrektur lesen und rüber gucken!“ - „Du kannst mich gleich abholen!“ Ein Jauchzer! „Ich komm bis vors Gebäude!“ Fast verschwörerisches Flüstern… „Benimm dich! Hier bist du nur ein Fahrgast und ich die Fahrerin!“

„Chefinnen küsst man(n) nicht!“, flachse und merke wie sich meine Füße in den Fettnäpfchen festsaugen.

 

Mit tiefer, von Schalck triefender Stimme der knochentrockene Konter: „Seit wann kann ein Mann einwärts küssen… ich bin doch in dir… hast du selber gesagt!“ Mit einem Mal merke ich, wie das halbe Konstruktionsbüro mich anstarrt, anguckt…  zehn Leute… sieben Frauen, drei Männer! Alle haben einen weichen lächelnden Verständnis signalisierenden Blick, besonders die Frauen. Neben mir steht Petra meine Lieblingskonstrukteurin. Sie, nur sie kann meine Visionen bis ins Detail umsetzen. Und sie steht jetzt neben mir… und ich fühle ihre fünf Fingernägel, wie sie mit kräftigem Druck vom Nacken zum Steißbein wandern. „Du „hübschst“, wenn du verliebt bist!“ Typisch Petra. Dann auch noch so laut, dass alle es hören.

 

Micha, eigentlich Michael der K-Chef lehnt an Fensterbrett und lugt alle zehn Sekunden vom vierten Stock in den Hof. Sein aufkeimendes Grinsen und sein ostentativer Blick in den Hof sensibilisiert die Meute als Rudel aus den Fenstern zu gucken. Nur Petra steht neben mir. Ihre Hand ist in mein Nierenfett gekrallt. Sie nimmt Abschied von mir, begräbt ihre Hoffnung und bleibt Kamerad, bleibt mein Transmitter. Seit fünfzehn Jahren arbeiten wir mehr oder weniger oft zusammen. In den fünfzehn Jahren haben wir es nicht geschafft miteinander zu vögeln… auch in der Zeit nicht, wo noch alles ordentlich funktionierte. Sie ist auch die Einzige, die meine Situation kennt. Sie ist die gewesen, die mir als erste eine Cialis  zuschob… bei ihren Mann gemopst -  sie aber nicht mit mir auf Funktion testen wollte.

 

Franzi bleibt im Taxi sitzen und stiehlt der Meute die Schau und ich steige hinten ein und das lässt keine Rückschlüsse zu! „Hotel oder Bootshaus?“ Diese Frage wird souverän von der Fragestellerin mit Bootshaus bestimmt. Eine halbe Stunde später schaufeln wir erneut im Elbwasser.

 

Sie bringt mehr Druck aufs Paddel, erhöht die Schlagzahl, schneidet die Wellen spitzer… mit Spritzer. Die Fahrt erfordert mehr Konzentration. Ein Den-Gedanken-Nachhängen ist nicht. Am gestrigen Wendepunkt kommt von hinten das gleiche Kommando. Franzi zieht das Kajak etwas nach innen und steuert souverän zwischen und unter den Ästen der Bäume in eine versteckte kleine Bucht. Meinen fragenden Blick ignoriert sie: „Hilf das Boot aus den Wasser heben und zieh zwei Rollsäcke aus Heck und Bug!“

 

Fünf Minuten später sitzen, liegen wir windgeschützt unter Bäumen auf einer weichen Decke. Die Situation ist eindeutig. Franzi macht ernst, bringt mich in Zugzwang. Diese Frau will es wissen. Sie verfolgt ihr Ziel. Mein Zaudern und Lavieren, mein Zurückschrecken von einer neuen Beziehung findet in ein paar Minuten ein Ende - oder ich muss zurück schwimmen! So ungefähr beurteile ich meine aktuelle Lage… und ich schwimme äußerst - extrem ungern! Nicht von ungefähr bin ich Paddler geworden.

 

Alle meine „erfolgreichen“ Beziehungen waren davon geprägt, dass sie, die Partnerinnen sehr sportlich waren - physisch und psychisch. Davon dass sie immer, entweder auf dem Rad, mit dem Rucksack oder bevorzugt im Kanu durch die Lande zogen. Aber hauptsächlich hatten sie eine sportliche Geisteshaltung… eine zum Teil fast uneigennützige Kameradschaft aufgebracht. Die, wie sie mir immer wieder versicherten, von mir erwidert… vorgelebt wurde. Die letzte Partnerschaft hat 35 Jahre gehalten und wurde durch den Bruder Schnitter beendet.

 

Warum Franzi, die merkt wie ich am Haken hänge, mich so drillt, mich im Kescher haben will, ist ihr Geheimnis. Vor 22 Stunden habe ich ihre Fingerkuppen geküsst. Zwei Stunden später haben wir eine fast symbiotische Kanufahrt vorgelegt, die auch mich einfach über den Haufen schmiss.

Franzi hat sich aufgesetzt. Ihre Hüfte an meine Hüfte geschmiegt. Ihr Körper über meinen gebeugt, mit dem linken Arm auf der anderen Seite abgestützt. Senkrechte Falten über der Nasenwurzel, konzentrierter Blick… mühsames Pokerface!

 

„Bert -  kannst du dir vorstellen, dass es mir so geht wie dir? Dass du mein ruhiges, sattes Leben gestern Abend um halb Sieben mit deinem dämlichen Kuss auf meine Fingerkuppen beendet hast?“ Ihr Blick, ihr Antlitz ist das einer liebenden Frau. Ihre Haltung, ihre Stimme drückt eine gewisse Resignation aus, aber auch Aggressivität… um das Ganze zu retten, in ihrem Sinne zu beeinflussen – mich zu überzeugen. Den, der eigentlich schon überzeugt ist und nur noch an seinen „schlappen Schwanz!“ denkt.

 

„Der mich einfach so kassierte, als er den Zweier ankantet… auf die Heckwelle hüpft lässt und mit Ziehschlägen meine Steuer kompensiert. Ich schwitzte Blut und Wasser und du dämlicher Blödmann hüpfst einfach über die Welle zurück! Weißt du, dass ich danach einen kleinen Abgang hatte, einen kleinen Orgasmus bekam? Etwas, dass an die 30 Jahre zurück liegt! Und du mir nachher gestehst, dass in deiner Birne Filme laufen, in denen du mich durchnudelst – wenn auch nur beinahe.“

 

Sie fuchtelt mittlerweilen mit beiden Armen. „…du wegen so was Blödem wie „Keinen-Hochbekommen“ kneifst - und nicht ehrlich zu mir bist.“ Mit einem Ruck kniet sie neben mir und trommelt mit beiden Fäusten auf meinen Brustkorb – nicht wirklich fest – eher emotional. „Und heute Morgen… genüsslich grinsend! – Du warst dir meiner sicher, hast den Arsch von Schleimer angegrinst. Ich konnte förmlich fühlen, wie du ihn sinnbildlich in die Eier kneifst!“

 

Aufschluchzend lässt sie sich auf mich fallen. Krallt ihre Finger in mein Haar. „Halte mich fest, drück mich, lass mich nicht mehr los… sag was Liebes zu mir… küss meine Finger, meinem Mund!“ Meine Hände drehen ihren Kopf. Mein Mund an ihrem Ohr – ganz leise: „Ich fahre am Sonntag in die Ålandinseln – kommst du mit?“

 

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Ein kurzer Ruck als die Maschine aufsetzt und ein Spannen im Hüftbereich bei der Verzögerung. Ihre Hand presst meine Finger. Die Flugbegleiter verabschieden sich und wünschen uns noch einen schönen Abend in Düsseldorf oder gute Weiterreise.

Eine Schulter reibt sich an meiner, Haare kitzeln mein Ohr, weiche Lippen beschmusen es weiter. Ein kleiner Biss ins Läppchen. „Ich habe noch nie in einem Wasserbett geschlafen!“ - „Schlafen?“ – „OK – auch nicht beschlafen – du Tiefstapler!“ 

 

 

©S‘Rüebli