Dein Mund

Für dich!

 





 

Da stehst du und dozierst,

erklärst dein Fachgebiet und alle Zuhörer

– vor allem die Zuhörerinnen –

hängen an deinen Lippen.

Ich auch!

Aber ehrlich, ich höre nicht eines deiner, sicherlich sehr wohlgesetzten Worte,

verstehe nicht den Sinn

und erst recht keinen Zusammenhang.

Ich betrachte nur fasziniert deinen schönen Mund.

Diese weichen, sinnlich geschwungenen Lippen,

die so wundervoll küssen können

– sie haben es mir einfach angetan.

Sie wissen nicht, wie du küsst!

Keine, deiner dich anhimmelnden Studentinnen,

hat auch nur eine Ahnung,

wie lüstern du mich machen kannst

– nur mit diesem Mund! –

Aber ich!

 

Wie sehr es mich anmacht,

wenn deine Augen blitzen und deine Zungenspitze rasch hervorschnellt,

um die Lippen zu benetzen.

Oh, ich stelle mir vor,

wie es wäre, sie jetzt zu fühlen,

träume sie auf meine Lippen

– dazwischen.

Ich spüre ein süßes Saugen

und spreize unwillkürlich meine Schenkel.

Ob du es bemerkst?

Ich sehne mich…

Deine Zungenspiele, deine Finger…

wie du sie beherrscht, diese Techniken:

Bis zur Perfektion!

Und du musst es nicht mal tun.

Ich spüre, dass es in mir wirkt,

selbst wenn du nur trockene Materie herbetest.

 

Der Gedanke an die kühle Nässe deiner Zunge,

die sich mit meiner Hitze mischt,

erregt mich.

Der sanfte Unterdruck,

der meine Knospe erblühen lässt,

macht mich so lüstern.

Wie sehr ich sie begehre, deine süßen Zärtlichkeiten

– wie sehr ich dich begehre!

Oh Liebling!

Tu es mit mir!

Verlocke mich,

bring mich zum Fließen und dann koste mich,

trinke meine Lust.

Lass uns unsere Säfte mischen

zu einem aufregenden Cocktail der Sinnlichkeit

– und küss mich, Liebster, küss mich!

Denn deine Lippen haben mich süchtig gemacht,

und ich brauche sie

zum Glücklichsein.

 

©BvS