Ein-Blick

 

Sie stand am Beckenrand und genoss einfach die Wärme des Salzwassers. Es fühlte sich beinahe an wie Schweben. Wie gut das tat: Einfach nur Entspannen. Sie legte die Unterarme verschränkt auf den Beckenrand und sank tiefer ins Wasser, ließ sich treiben und legte ihr Gesicht auf die Arme. Ihre Blicke glitten über die Liegestühle, die rings herum aufgestellt waren. Viele Leute waren nicht da. Erstens war es noch früh am Tag und zweitens war Sommer. Da gingen die meisten Leute ins Freibad. Sie nicht! Sie liebte das warme Wasser der Therme - gerade wenn es draußen heiß war!

 

Ein Pärchen machte es sich gerade bequem - neben der älteren Dame genau gegenüber. Auf der anderen Seite lagen zwei Männer. Und dann waren noch drei oder vier Liegen mit Handtüchern belegt, das war es auch schon! Halt nein! Dort hinten im „Nest“ war ein großes Badetuch zum Trocknen aufgespannt. Da schien auch noch jemand zu sein. Aber ansonsten würde sie ungestört ihren freien Tag verbringen können. Lissy freute sich. Einmal richtig Urlaub machen!

 

Dann wurde ihre Aufmerksamkeit abgelenkt. Die Sprudeldüsen begannen zu tun, was sie sollten: Sprudeln! Schön! Sie hatte eine erwischt. Nur noch ein bisschen nach links rücken und schon konnte sie sich massieren lassen. Sie drehte sich um und ließ den Wasserstrahl auf ihren Rücken brausen. Das war einfach wunderbar. Er traf genau ihr Kreuzbein - da, wo sie ohnehin öfters Probleme hatte. Langsam bewegte sie sich auf und ab - hin und her. Wie gut das tat! Die Muskulatur lockerte sich in der Wärme, und die zusätzliche Massage entspannte sie wunderbar. Der Schmerz ließ beinahe sofort nach.

 

Ein paar Minuten genoss sie die sanfte Kraft des Wassers, dann war es zu Ende. Das vom Sauerstoff trübe Wasser um sie herum wurde wieder klar. Alle Luftbläschen stiegen auf und zerplatzen - nur die winzigen Perlen in den goldenen Härchen an ihren Armen und Beinen verwandelten ihre Haut in einen kostbaren glitzernden Edelsteinteppich. Zärtlich strich sie die schimmernden Luftblasen ab, zeichnete Muster auf ihre Haut. Wie ging es ihr heute gut! Sie legte sich ins Wasser und entspannte. Es dauerte gar nicht lange, und das Blubbern begann erneut.

 

Lissy kehrte zur Massagedüse zurück. Und gerade als sie sich umdrehen wollte, um ihren lädierten Rücken... sah sie es. Aus dem Augenwinkel nahm sie eine Bewegung wahr. Was war...? Sie richtete sich auf und schaute genauer. Das „Nest“ war eine große Korbliege - sehr bequem und breit wie ein Doppelbett. Es war oval und hatte  seitlich eine halbhohe Rückwand, die sich hinten hochzog und in ein Dach auslief. Über diesem „Dach“ hing ein großes Badetuch und verdeckte so die Sicht in diese kleine Oase. Lissy hatte angenommen, dass das Tuch dort zum Trocknen ausgebreitet worden war. Jetzt, als sie genauer hinsah, bemerkte sie, dass es ebenso als Versteck gedacht sein konnte. Sie schmiegte sich an die Beckenwand und legte ihren Kopf auf die Arme. Das wollte sie genauer wissen.

 

Die Sprudeldüse ließ sich von ihrer Neugierde nicht abhalten und sprudelte eifrig. Ein Schauer erfasste Lissy. Wie aufregend sich das anfühlte, an dieser prekären Stelle „besprudelt“ zu werden! Langsam  bewegte sie ihre Hüften, wiegte sie hin und her, auf und ab - in die „richtige“ Position. Und dann sah sie es! Eine sehr männliche Hand glitt über ein glattes Bein hinauf zu einer Hüfte. Dort drinnen, in diesem Liebesnest versteckte sich ein Pärchen vor der Welt! Jetzt spähte sie sehr sorgfältig und sehr interessiert.

 

Eigentlich konnte sie es mehr erahnen als sehen, aber schließlich wusste sie ja, was in so einer Situation geschah! Dieser Mann hatte schöne Hände - eindeutig! Er streichelte zärtlich - den Unterleib einer Frau. Lissy sah nur eine runde Hüfte - über die seine Finger wanderten und verschwanden. Verdammt! Sollte sie sich doch mal ein bisschen anders hinlegen, die Lady! Wo er wohl gerade in dieser Sekunde streichelte? Und geradeso, als würde sie die Frage beantworten wollen, zog die Frau im Nest ihr Bein an und stellte es auf. Jetzt wusste Lissy, wo er streichelte! Sie sah direkt zwischen die Schenkel der Dame! - Donnerwetter, war das eine heiße Kiste!

 

Sie registrierte, dass kein anderer etwas sehen konnte. Nur durch den Umstand, dass sie „von unten“ aus dem Schwimmbecken „hinauf“ sah, konnte sie unter das Handtuch schauen!  Nur dadurch wurde sie gewahr, was dort passierte! Nur dadurch sah sie die nackte, blitzblank rasierte Scham einer ansonsten unsichtbaren Frau, die von einer zärtlichen Männerhand liebkost wurde. Ihr wurde heiß! Beinahe war ihr als könne sie die Finger spüren - zwischen ihren Schenkeln! Lissy stöhnte leise und drängte ihren Unterleib näher an die Massagedüse. Eigentlich war es gemein, was sie hier tat. Aber aufregend war es auch! Ihre Hände machten sich selbständig. Sie sanken langsam tiefer und näherten sich von rechts und links ihrem Schatzkästlein. Zärtlich streichelte sie darüber hin und... zog den Badeanzug beiseite!

 

Die Finger des Mannes streichelten pralle Schamlippen, drückten sie auseinander und boten ihr den Anblick einer rosaroten Venusmuschel. Wie feucht sie war, die Frau dort im Nest! Lissys Finger tasteten - und fanden, dass ihre Auster selber nicht weniger erregt war, als die süße Muschel dort drinnen. Wie sehr sie dieses Schauspiel faszinierte! Wie nass sie war! - Natürlich war sie nass! Sie stand bis zum Hals im Schwimmbecken, aber ihre Muschi... war noch viel nasser, als all das sie umgebende Wasser. Viel feuchter, glatter und viel geiler, als sie es für möglich gehalten hätte. Die beiden in ihrem Versteck zu beobachten, machte sie an! Sich vorzustellen, an ihrer Stelle zu sein... Ihre Beine zu spreizen - für ihn. Seinen Händen ihre gierige Muschi hinzuhalten und seine halböffentlichen Streicheleinheiten zu genießen!

 

Lissy stöhnte und ihr Becken stieß gegen den dicken Wasserstrahl. Mit beiden Händen öffnete sie ihre Schamlippen und ließ sich aufgeilen. Seine Hände! Sie spürte seine Finger, die sich langsam tiefer hinein schoben, die sanft um ihren Eingang kreisten und eine Fingerspitze, die ihre Perle umkreiste! Und dann sah sie sein Gesicht, dass sich „ihr“ näherte. Sie sah, wie er fleischige Schamlippen zwischen seine Zähne sog und zärtlich massierte. Sie fühlte seine Zunge, die ihren Kitzler leckte!

 

Stöhnend zog sie ihren Badeanzug zurecht, denn schon wieder wurde das Wasser durchsichtig. Trotzdem konnte sie es nicht lassen. Ihr Zeigefinger stahl sich unter den Stoff und rieb und ihre Blicke verfolgten gierig das heimliche Liebesspiel. Jetzt sah sie beide Hände. Sein Daumen rieb hingebungsvoll den Kitzler - und Mittel- und Zeigefinger spielten tiefer. „Los, schieb ihn ihr rein!“, flehte sie in Gedanken. Er machte sie wahnsinnig! „Mach doch schon!“, bettelte sie und beobachtete atemlos, wie er gegen den glänzenden Damm drückte.

 

Ihr Atem ging stockend. Wie gut sie verstand, dass das Becken der Frau dort drüben in wellenartiger Bewegung auf und ab schwang! Und dann schob er seine Fingerspitzen tiefer - und Lissy hörte auf zu atmen. „Jaah!“, flüsterte sie und zuckte, als sie den Massagestrahl wieder spürte, der ihren Kitzler stimulierte. Die Handfläche nach  oben gedreht, drückte er „ihr“ zwei Finger in die begierige Öffnung. Zuzusehen, wie die Hand des Mannes eine anonyme Möse liebte, machte sie wild! „Jaaahh!“, keuchte Lissy und stieß. Sie passte ihre Bewegungen denen der unsichtbaren Frau an, wurde schneller und schneller und betete, dass der Strahl nicht ausgerechnet jetzt aufhören würde zu sprudeln. Wie geil sie war - diese Muschi! Seine Finger glänzten von ihrem Saft, und ihr war, als könnte sie das Schmatzen der prallen Lippen hören, wenn er hineinstieß.

 

Wie wundervoll, sich so lieben zu lassen! Sie beneidete die beiden - und hatte doch auch Teil an ihrer Lust. Sie gaben ihr Tempo vor und Lissy folgte. „Bitte, mach doch weiter!“, flehte sie begierig, endlich den Gipfel zu erreichen. „Schneller! - Ja! Jaa! Oh jaahh!“ In diesem Moment sah sie das Becken der Frau zucken. Sie stieß es ihm wild  entgegen, bäumte sich auf und dann schloss sie blitzartig ihre Schenkel, um so seine Finger festzuhalten - tief in ihrem lüsternen Schoß! Lissy keuchte, stieß sich einen Finger hinein und versank zitternd in einem Wirbel der Lust. Langsam ließ sie sich nach hinten fallen und glitt mit angehaltenem Atem ins warme Wasser. Ihre Erregung auskostend sank sie rückwärts, doch das salzige Wasser hob sie empor und wiegte sie, wie die Arme des Mannes im Nest. Was für ein besonderes Erlebnis! Um Luft ringend ließ sie sich treiben, breitete ihre Arme aus und schloss die Augen!

 

Sie sah nicht mehr hin zu den beiden. Aber als sie das Becken verließ, musste sie am Nest vorbei. Das Badetuch war heruntergezogen und diente ihnen als Decke. Die Fremde lag an seine Schulter geschmiegt und schlief in seinen Armen geborgen - und Lissy lächelte!

 

©BvS                                                                                             Ihre Meinung?