Mallorca 1

Es war einfach wunderbar, endlich Ferien zu haben. Vicky freute sich schon seit langem auf diesen Urlaub. Sie liebte Mallorca. Seit sie dreizehn war, kamen sie jedes Jahr her - sie, ihr Bruder und ihre Mutter. Jetzt war sie sechzehn und genoss die Vorfreude. Schon der Flug war herrlich gewesen - nur leider viel zu kurz. Sie flog ausgesprochen gerne. Das Gefühl immer schneller und schneller zu werden, durch den Druck in die Sitze gepresst zu werden und dann vom Boden abzuheben - es war einfach unglaublich. Sie hätte sich liebend gerne noch ein bisschen länger im Flugzeug aufgehalten. Leider waren es nur gut zwei Stunden.

 

Aber was dann kam war auch nicht schlecht. Nachdem sie ihre Koffer in Empfang genommen hatten und im Bus saßen, fuhren sie über Land - nach Cala Millor. Vicky hatte sich schon das erste Mal in diese zauberhafte Insel verliebt. Die Windmühlen, die überall in der Landschaft standen, begeisterten sie. Es wirkte einfach so malerisch - expressionistisch. Gerade recht für ihre Sehnsucht nach Romantik.

 

Als sie im Hotel ankamen, hatte ihre Mutter natürlich sofort ein Problem. Sie war abonniert auf Probleme - sozusagen. Das Zimmer gefiel ihr nicht! Und sofort wendete sie sich an die Reiseleitung. Vicky ging mit. Sie sah sich die Hotelhalle an. Ihr gefiel es gut hier - sehr gut sogar. Sie besah sich die Auslagen in den Vitrinen - und auch die gefielen ihr! Perlen! Wunderbar glänzten sie - in allen Regenbogenfarben. Am besten gefiel ihr eine lange Kette mit rosa schimmernden, kleinen Perlen. Majorika-Perlen waren eine Spezialität der Insel. Vicky wusste es längst. Das hatte sie schon bei ihrem ersten Besuch hier entdeckt.

 

„Welche ist die Schönste?“, ertönte plötzlich eine samtig-tiefe Stimme neben ihr. Sie drehte sich um. Der Mann, der neben ihr stand, sah umwerfend aus. Braungebrannt, lässig, gut gebaut und sexy. Er trug eine dunkelblaue Hose und ein weißes, kurzärmeliges Hemd aus Batist - sehr dünn. Und darunter: Absolut nichts! Sie konnte seine dunklen Brustwarzen sehen! - „Außer Ihnen!“, fügte er leise dazu und Vicky wurde rot. Sie deutete auf die rosa Perlen und nickte. „Die da ist die Schönste!“ Er schüttelte den Kopf. „Nein! Das sind Sie!“ Es war so leise, dass sie es kaum verstand.

 

„Kommst du, Vicky?“ Das war die Stimme ihrer Mutter und sie drehte sich um und ging. Ihre Mama hatte ein anderes Zimmer ergattert und platzte vor Stolz. Abgesehen davon, dass Vicky jetzt die gute Laune ihrer Mutter genießen konnte, war es ihr egal. Sie dachte an den Mann, der ihr solche Komplimente gemacht hatte. Wie alt er wohl sein mochte? Er war auf jeden Fall wesentlich älter als sie. Aber mitten in ihre Gedanken platzte ihre Mutter mit Geschichten über den Reiseleiter. Hier im Hotel residierte der Chefreiseleiter der Balearen, Herr Holland und dieser Mann war ja soo nett und sooo verständnisvoll. Er hatte ihr sofort ein anderes Zimmer gegeben. Er war ein wirklicher Schatz - und er interessierte Vicky nicht die Bohne!

 

Sie packte ihren Koffer aus und zog sich um. Es war später Nachmittag und sie würden bald zum Essen gehen, also machte sie sich hübsch. Gemeinsam gingen sie hinunter und suchten den Speisesaal. Das Essen war spanisch - lecker. Sie hatten ein Buffet gebucht und so konnten sie sich aussuchen, was ihnen schmeckte. Vicky war froh darüber, denn sie wusste, dass ihr Bruder bei Weitem nicht alles aß - und sie wollte sich nicht über die Familie ärgern.

 

Nach dem Dinner begaben sie sich in die Halle und setzten sich in eine der Garnituren. Vicky sah, wie ein Leuchten über das Gesicht ihrer Mutter zog und dann spürte sie, wie sich jemand über sie beugte. Der Traummann von heute Mittag, legte ihr die rosafarbene Perlenkette um den Hals. - Und ihrer Mutter fielen fast die Augen aus dem Kopf. Sie war sprachlos. „Guten Abend, Frau Cord!“, begrüßte er ihre Mutter. „Ich wollte feststellen, wer von uns beiden Recht hatte!“, wandte er sich an Vicky. „Und natürlich habe ich recht!“ - Sie wurde rot - über und über!

 

So etwas war ihr noch niemals passiert. Sie hatte völlig den Überblick verloren. Kannte er ihre Mutter? Woher kannte sie ihn? Fand er sie so schön, dass er ihr diese Kette schenkte? Fand er sie tatsächlich als Frau attraktiv, erwachsen genug für ihn - einen richtigen Mann? Er konnte doch wohl jede haben - so wie er aussah! „Darf ich Sie zu einer Sangria einladen?“ Seine Frage war eher proforma, denn genau in diesem Moment kam der Kellner und brachte einen großen Krug mit dem köstlichen Getränk. Offensichtlich war er sich seiner Sache sehr sicher gewesen.

 

Er setzte sich neben sie und beugte sich zu ihr: „Ich bin Tobias Holland - für dich Tobias!“, sagte er so leise, dass es niemand hören konnte außer ihr, und dann widmete er sich ganz ihrer Mutter. Er fragte ob alles zu ihrer Zufriedenheit geregelt war, ob das neue Zimmer ihrem Geschmack entspräche - denn er war doch tatsächlich der - uninteressante - Reiseleiter! Es war nicht zu fassen! Und er schaffte es wirklich, das Misstrauen, das in ihrer Mutter erwacht war, wieder zu zerstreuen. Immer wenn sie nicht hinsah, schaute er Vicky an und zwinkerte.

 

Was war dieses Mädchen schön! Sie war jung - vielleicht zu jung! Aber sie war sehr erwachsen. Wie groß sie war - fast so groß wie er. Blondes, langes Haar, leicht gewellt fiel über ihre Schultern bis auf diesen festen, kleinen Busen. Er hatte von oben in ihr Dekolleté gesehen und er hatte es danach kaum mehr fertig gebracht ruhig weiter zu sprechen. Trotzdem hatte er sich beherrscht. Wenn er diese zauberhafte Kleine erobern wollte, musste er zuerst das Vertrauen der Mutter gewinnen - und dazu brauchte er seinen gesamten Verstand. Er tat sein Möglichstes Frau Cord für sich einzunehmen, aber immer wenn er glaubte einen kurzen Moment unbeobachtet zu sein, hingen seine Augen an Vicky. Ihre langen glatten Beine konnte er fast berühren, wenn er nur seine Hand ausstreckte, aber er streichelte sie nur mit seinen Blicken. Und als sich Frau Cord und ihr jüngster Sohn verabschiedeten, fragte er höflich, ob er Vicky nicht noch in eine Disco - hier im Haus - entführen dürfe. Vicky sah sie bittend an - und ihre Mutter nickte. „Aber sei bitte um zwölf wieder im Zimmer!“, bestimmte sie und dann ging sie endgültig.

 

Tobias nahm Vickys Hand und zog sie mit sich. „Komm! Lass’ uns tanzen gehen!“ Vicky schwebte im siebten Himmel. Was sah dieser Mann gut aus, und seine Hand lag auf ihrer Taille und verwirrte sie restlos. Als sie auf die Tanzfläche traten, zog er sie einfach in seine Arme. Wie gut, dass er nicht fragte. Sie hätte nicht gewusst, wie sie reagieren sollte. So schmiegte sie sich einfach an ihn und genoss es, seine Wärme zu spüren. Sie harmonierten vollkommen beim Tanzen! Obwohl... das war eigentlich kein Wunder, denn was sie tanzten, war wohl nur als Steh-Blues zu bezeichnen.

 

Vicky fühlte sich so geborgen in seinen Armen. Doch dann legte er seine Schläfe vorsichtig an ihr Gesicht. Sie fühlte sein langes Haar an ihrer Wange, seine Haut, seinen heißen Atem. Sie musste einfach reagieren - und so schlang sie die Arme um seinen Hals. Da sah er sie an - schaute mitten in ihre Augen - lächelte zärtlich. „Du bist so schön, meine Vicky!“, flüsterte er und dann legte er seine Lippen ganz langsam auf ihren Mund. Vicky zitterte. Ein unglaubliches Gefühl durchströmte ihre Adern. Was war das? - Verwirrung? Unsicherheit? Erregung? Lust? Begehren? Liebe? - Sie wusste es nicht. Jedenfalls etwas, das sie noch niemals gefühlt hatte. Aber eines wusste sie sicher: Sie wollte mehr davon!

 

Sie lag so süß, so weich und anschmiegsam in seinen Armen. Er musste sie ganz einfach küssen. Vielleicht war das ja zu schnell für sie, aber er konnte nicht mehr warten. Seit er sie heute Morgen am Flughafen gesehen hatte, war er wie verzaubert. Diese Vicky war einfach ein Traum - sein persönlicher Traum! Als sie dann noch die Arme um seinen Hals legte, war es um ihn geschehen. Er reagierte nur noch. Sein Mund führte ein Eigenleben, wollte diese weichen, rosafarbenen Lippen berühren, sich sanft darauf drücken - und sie kam ihm ja entgegen. Er zuckte, als sie sich berührten! Erregung schoss durch seinen gesamten Körper, ließ ihn erbeben. Er hielt sie nur noch fester, presste sie an sich. Stöhnend gab er sich seinen Gefühlen hin. Tobias schloss seine Augen - wiegte sich im Takt der Musik.

 

Und schon war die Zeit verflogen. Vicky musste gehen - und er ließ sie gehen. Er musste sie wohl oder übel gehen lassen. Schließlich waren sie auf das Wohlwollen ihrer Mutter angewiesen. Sie konnte ihm jede Menge Schwierigkeiten machen. Er war der Reiseleiter und eigentlich war Vicky wirklich viel zu jung für ihn. Das Erste was er getan hatte heute Abend, war, ihren Pass anzuschauen. Sie war mal ganze sechzehn Jahre - er wäre beinahe umgefallen! So sah sie nicht aus! Er hatte sie auf achtzehn geschätzt - und er war fast 30! Eigentlich musste er seine Finger von ihr lassen! Aber uneigentlich konnte er gerade das nicht! Frau Cord würde ohnedies nicht begeistert sein. Bisher hatte sie nichts dazu gesagt - aber vielleicht nur deshalb, weil sie nicht so recht daran glaubte, dass er ihrer Tochter tatsächlich den Hof machte. Die Perlenkette war schon ein gewagtes Geschenk gewesen! Aber als er sie da stehen sah, vor der Vitrine und die Perlen bewundern, da war ihm klar geworden, was er tun müsse um sie zu gewinnen. Sie war nicht wie andere junge Mädchen in dem Alter. Er würde ganz konventionell sein, würde ihr Komplimente machen und Geschenke, sie zum Tanzen führen und zum Essen.

 

Was zum Teufel wollte er denn eigentlich? Er suchte doch keine Braut! Wenn er sonst eine Frau angelte, dann war das Spaß für einen Urlaub. Spätestens nach drei Wochen, waren sie ja doch wieder weg, diese Ladys. Und er hatte keine Probleme! Tobias sah gut aus - er wusste es! Noch nie hatte er unter Frauenmangel gelitten! Aber - wie gesagt - es waren immer Frauen gewesen! Vicky war ja fast noch ein Kind! Auch wenn sie nicht so wirkte. - Und wie sie auf ihn wirkte. Ihr biegsamer Körper an seinem machte ihn völlig verrückt! Er durfte gar nicht daran denken, sonst würde er jetzt und hier durchdrehen.

 

Wenn er den Stress vermeiden wollte, hielt er sich besser an die heiße Ulla. Sie war 27, Stewardess, blond und hinter ihm her - wie er Teufel auf die arme Seele. Sie sah aus wie ein Modell. Aller Wahrscheinlichkeit nach, hätte er sich auch gerne auf ein Techtelmechtel mit ihr eingelassen - wenn da nicht Vicky gewesen wäre. Sie passte nicht in sein Konzept! Sie brachte alles durcheinander - vor allem seine Gefühle! Sein ganzes Leben! Er begleitete sie bis an ihr Zimmer. Den ganzen Weg hinauf versuchte er sich klarzumachen, dass es das Beste wäre, sie zu vergessen. Als sie sich umdrehte, hatte er sich fast schon überzeugt, diese Geschichte sein zu lassen. Ihre leuchtend blauen Augen brachten ihn aber innerhalb einer einzigen Sekunde um den Verstand. Er riss sie in seine Arme und küsste sie - atemlos. Verrückt - verrückt - verrückt! Tobias hatte sich verliebt - bis über beide Ohren!

 

Wenn er jetzt nicht ging, war er verloren! Also drehte er sich um und verließ fluchtartig ihr Stockwerk, aber schon im Aufzug überfiel ihn die Sehnsucht nach ihr. Großer Gott war dieses Mädel süß! Er griff zum Hotel-Telefon und ließ sich mit ihrem Zimmer verbinden. War er jetzt komplett irre? Es war nach Mitternacht! Aber schon hörte er ihre Stimme. „Hallo?“, flüsterte sie. „Vicky - Liebling! - Ich habe es nicht ausgehalten. Ich musste dir noch mal „Gute Nacht“ sagen! Ich wünsche dir süße Träume! - Von mir!“, Ganz leise tönte es an sein Ohr: „Ich muss unter die Decke verschwinden. Meine Mama schläft schon!“ - „Sie schläft bei dir im Zimmer?“, fragte er entgeistert. Das hatte er nun nicht vermutet - er hätte niemals angerufen! Aber jetzt hatte er sie schon mal am Telefon. „Gehst du morgen mit mir baden?“, fragte er. Alles was er wollte, war soviel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen. Er hatte nur zwei Wochen!

 

Vicky wurde heiß unter der Bettdecke - ihr wurde heiß vor Glück. Er rief sie an! Obwohl sie sich doch gerade erst getrennt hatten. Seine Küsse brannten immer noch auf ihren Lippen. Wie wunderbar er küssen konnte! Sie war hingerissen. Das war ohnedies die einzige „Erfahrung“, die sie vorweisen konnte. Ein paar Mal hatte sie schon geküsst - oder besser - war sie geküsst worden. Heute hatte sie zum ersten Mal selber die Initiative ergriffen. Wunderbar! Sein Mund küsste sie ins Paradies!

 

Aber konnte diese Geschichte überhaupt gut gehen? Sie wusste selber, dass sie - für ihn - nicht die passende Frau war! Sie war zu jung - viel zu jung! Aber Tobias war für sie richtig - genau richtig! Ein Traummann! Ein erfahrener Mann, der ihr die Geheimnisse der Liebe zeigen konnte... aber würde sie ihm genügen? Konnte sie seine Wünsche erfüllen? Wollte sie das überhaupt? - Sie wollte mehr - mehr als seine Küsse! Aber wie viel mehr? Sie lag im Bett und lauschte seiner Stimme. Sie spürte die rosa Perlen auf ihrem nackten Busen - und - probeweise - stellte sie sich vor, er sei jetzt bei ihr!

 

In ihren Träumen hielten seine Hände sie fest, streichelten sie - ihr Gesicht, weiter hinunter über den Hals zu den Schultern. Er spielte mit der Kette, die er ihr geschenkt hatte, aber nicht nur damit. Sie war eher ein Vorwand für ihn, die weiche Haut ihres Dekolletés zu berühren, sanft darüberhin zu gleiten. Vickys Atem wurde schneller - und Tobias war ein sehr feinfühliger Mann. Er spürte ihre Erregung. Es machte ihn an, ihr leises Stöhnen zu hören. Die gedämpfte Stimme, die unter der Decke noch rauer klang, die Seufzer, die direkt tief in seinen Bauch drangen. „Weißt du, was ich jetzt tun möchte - mit dir?“ Sicherheitshalber fragte er nach. Er wollte ihr Einverständnis. Dieses erregende Spiel lief nur mit ihr zusammen - oder gar nicht.

 

„Was?“, keuchte sie. Sie musste ihre Konversation auf ein Minimum beschränken. Ihre Mutter lag neben ihr im Bett! Aber er konnte reden! „Liebes!“ Er stöhnte. Wie weit konnte er gehen? Sie kannten sich erst seit heute morgen und doch hatte er das Gefühl, sie sei die Frau seines Lebens! „Du weißt, dass du mich völlig aus der Bahn wirfst?“, fragte er. Vicky nickte. „Ich kann nur noch an dich denken, seit ich dich heute morgen gesehen habe - am Flugplatz.“, fuhr er fort. „Du bist so vollkommen! So wunderschön! Dein Haar ist so weich, es duftet wie der Sommer! Ich möchte mein Gesicht darin vergraben. Mich hineinwühlen - immer weiter - bis zu dir. Dein wunderschönes Gesicht entdecken - mit meinen Fingerspitzen, meiner Nasenspitze, meinen Lippen. Ich möchte dir kleine Küsse darauf drücken. Überallhin. Auf deine Stirn, deine Schläfen, deine Wangen, die Augen, auf die Nase und dann - dann möchte ich meine Lippen auf deine legen - ganz sanft, ganz zärtlich! Möchte mit meiner Zungenspitze darüberhin fahren, sie hinein schieben - dazwischen - nur ganz wenig! Bis! Ja - bis du mir entgegenkommst. Deine süße Zunge meine findet - sie sich berühren, spüren, liebkosen. Sie spielen miteinander! Kannst du es fühlen?“ Tobias lauschte.

 

Vickys Atem ging schwer - sie keuchte fast. Sie war genauso erregt wie er. Er konnte die sexuelle Energie fühlen, die sie ausströmte. Der Sex mit ihr würde umwerfend sein - er wusste es einfach, aber er musste ihr Zeit geben - die er nicht hatte! - Weiter! Er hatte sich mit einer Hand ausgezogen, legte sich auf sein Bett und dann begann er erneut. „Ich bin ein bisschen aus der Puste. Ich habe mich gerade ausgezogen. - Möchtest du mich sehen?“ Er machte eine Pause. Seine Worte sollten auf sie wirken. Sie sollte sich seinen nackten Körper vorstellen. - Und es funktionierte. „Du bist so schön - so sexy!“, stöhnte sie. Vickys Hand glitt unter ihr kurzes Hemdchen, berührte vorsichtig ihre Brüste. Ihre Brustwarzen waren hart. Sie versuchte ihre Seufzer zu unterdrücken. Er fühlte sie mehr, als er sie hörte.

 

„Möchtest du mich berühren?“, fragte er leise. „Ich wollte, du wärst jetzt hier bei mir! - Ich möchte dich streicheln, meine Hände auf deine Brüste legen, sie umfassen und ein ganz klein bisschen zusammen drücken! - Tu du es für mich - Liebes! Fass sie an!“ Jetzt stöhnte Tobias. Er konnte nicht mehr anders. Er musste sich selber helfen. Seine Hand griff zu. „Wie fühlt es sich an? - Liebes? - Bitte!“, er flehte, - Sehnsucht in der Stimme. „Weich!“, wisperte sie. „Und fest! Und glatt!“ Ihre Finger spielten mit ihren steifen Nippeln. „Oh jaah!“, keuchte er. „Sei ganz lieb! Ganz zärtlich! - Vergiss nicht: Es bin ich, der dich berührt! Kannst du es spüren? Kannst du meine Hände spüren - auf deinen nackten Brüsten? Sie massieren dich, drücken deinen zauberhaften Busen zusammen, immer fester - bis du stöhnst vor Lust! Bis du mich bittest - um mehr!“ Vicky griff zu, drückte ihre festen Brustwarzen, bis sie beinahe laut aufgestöhnt hätte - vor Schmerz. Sie sehnte sich so sehr nach ihm!

 

Er wusste um ihre Seelenlage. Er wusste, sie konnte nicht reden - er musste es tun. Und es war ja auch so aufregend! Es machte ihn so heiß! Es erregte ihn mehr, als alle Frauen, die er im letzten Jahr gekannt hatte. Atemlos begann er erneut. „Kannst du dir vorstellen wie es wäre, wenn du jetzt bei mir wärst? - Ich liege hier - und sehne mich so sehr nach dir - nach deinen Händen! Würdest du - mich - streicheln?“ Er schnappte nach Luft. Diese Vorstellung nahm ihm den Atem. Vicky bei ihm, an seinen nackten Körper geschmiegt. Ihre Hände an seinem...! - „Sag’ Liebes! Möchtest du meine Haut spüren? Deine Hände auf mich legen?“ Vicky nickte. Sie würde - so gerne...! „Wo möchtest du mich berühren?“ Es war eine rein rhetorische Frage. Sie konnte nicht antworten. Aber sie sollte es tun - in ihren Gedanken! „Möchtest du deine zarten, süßen, weichen Hände auf meine - Brust legen?“

 

Er konnte fast nicht mehr - und doch, die Zurückhaltung in der Formulierung - in seinen Beschreibungen hatte einen ungeheuren Reiz. Sie wusste ja, was er meinte - und doch sagte er es nicht - noch nicht! „Ich kann deine Finger spüren. Sie sind so zärtlich - sie streichen über meinen Hals, die Schulter - über die nackte Haut meiner Brust. Fühlst du, wie hart meine Brustwarzen sind? - So hart wie deine! Du zwickst hinein - ein bisschen!“ Er stöhnte laut - sie sollte es hören!

 

„Du beugst dich über mich, siehst mich an. Streichelst meinen ganzen Körper - mit deinen Blicken! Und dann spüre ich deine Küsse - auf der Haut. Deine Lippen an meiner Brust - deine Zunge spielt mit mir. Sie leckt sehnsüchtig über die festen ...!“ Vicky bekam fast keine Luft mehr. Sie wurde verrückt hier vor Sehnsucht. Er hatte ja Recht! All das würde sie gerne tun - mit ihm! Er hatte sie einfach verzaubert, aber jetzt musste sie Schluss machen. Sie konnte nicht länger zuhören und dabei ruhig bleiben. Wenn ihre Mutter aufwachte...! „Ich muss jetzt aufhören!“, flüsterte sie.

 

Tobias war einverstanden. Er hatte kaum noch Beherrschung und seinen Höhepunkt konnte er ihr nicht zumuten - noch nicht! „Sag es mir - bitte!“, bettelte er. „Zum Abschied!“ - „Ich liebe dich!“ Es war nur ein zarter Hauch - mehr nicht. Hatte sie das gesagt? Sie war nur noch völlig verwirrt. So leise wie möglich, legte sie das Telefon auf. Wie sollte sie jetzt Schlaf finden? Sie konnte nur an ihn denken - zuviel um zu schlafen, zu wenig um...

 

Tobias legte nicht auf. Er hatte gehört, dass sie den Hörer aufgelegt hatte, aber er wollte die Illusion behalten. Während er sich wand in Lust, fabulierte er weiter. „Deine Hände sind so guut, so aufreizend!“ Jetzt konnte er auch deutlicher werden. Nur noch er hörte, was er sagte. Es machte nur noch ihn verrückt! „Jaa! Oh jaah, Schatz! Jaah! Fass mich an! - Lass deine Hände hinunterstreicheln - über meinen Bauch, meine Schenkel bis zum Knie - und wieder zurück. Berühre die Innenseite! - Schau! Ich spreize meine Beine - für dich! Hast du es schon einmal gesehen? - Hast du schon einmal ... einen nackten Mann gesehen - berührt? Dort unten? - An der Stelle, die ihn ausmacht? - Ich zeige es dir! - Schau, wie hart er ist, wie steif! - Er ist geil! - So geil nach dir!“ Er wurde immer wilder. Diese Frau machte ihn einfach süchtig. Allein die Vorstellung, dass er der erste Mann wäre, den ihre Hände berührten, dass er sie verführte - dazu ihn anzufassen, zu streicheln... trieben ihn in den Wahnsinn. Er musste jetzt einfach kommen! „Beug dich hinunter! Sieh ihn dir an. Er ist hart - und er - will dich!“ Seine Stimme wurde lauter, hektischer. „Tu es - bitte! - Küss mich! - Leg deine Lippen darauf - auf meinen geilen Schwanz - leck die Spitze! - Saug ihn hinein - in deinen warmen ... Aahhhhhhh!“ Keuchend explodierte er.

 

Großer Gott! War das eine heiße Nummer gewesen! Besser als mit irgendeinem Mädchen vorher. Vicky war sogar dann noch besser, wenn er nur an sie dachte! Völlig am Ende seiner Kraft, legte er den Hörer auf die Gabel. Jetzt konnte er schlafen! Endlich! - Und morgen würde er sie wieder sehen.

 

©BvS                                                                                           Ihre Meinung?

 

 

 

 




Mallorca 2