Katharina und Kathrinchen

 

„Darf ich mich zu Ihnen setzen?“

Ich blickte hoch und auf einen gewaltigen Schwangerschaftsbauch. Mehr konnte ich nicht sehen, weil mich die Sonne blendete…

Aber ich sollte von vorne beginnen:

Es war Freitagnachmittag und ich saß mit sechzig Klausuren, die ich am Montag korrigiert zurückgeben wollte, in meiner Lieblingseisdiele „Pinocchio“ und hatte mir eine Coppa mangia e bibo bestellt. Seit einigen Monaten war ich hier in dieser kleinen Stadt als Dozent angestellt und kannte außer meinen Studenten niemanden.

Als Dozent hat man so seine Freiheiten, und ich konnte diesen Nachmittag gemütlich in meiner Eisdiele verbringen – versehen mit einem Riesenstapel an Arbeit.

Die ersten Frühsommersonnenstrahlen erwärmten die Straßen, und so hatte ich mich an einen der vielen noch leeren Tische gesetzt, um in Ruhe und ungestört arbeiten zu können.

 

Und nun plötzlich dieses:

„Darf ich mich zu Ihnen setzen?“

„Ja, bitte, gerne!“ Ich bin ja ein höflicher Mensch! Eine junge Frau in etwa meinem Alter setzte sich mir gegenüber. Sie trug ein eng anliegendes, recht kurzes Kleid, das ihre schwangeren Formen nicht etwa verbarg, sondern kräftig betonte. So sehr betonte, dass ich Mühe hatte, sie nicht anzustarren. Die vielen Pakete und Tüten, die sie getragen hatte, verteilte sie auf die beiden Stühle zu meinen Seiten – und dann begann, was ich eigentlich hatte vermeiden wollen:

„Ich brauche eine Pause! Ich habe fast den ganzen Tag schon Dinge für mein Baby eingekauft. Jetzt kann ich nicht mehr!“

 

Ich legte, ein wenig resigniert, meine Klausuren beiseite und ließ mich, nachdem sie bestellt hatte, auf ein Gespräch ein:

„Wann soll es denn so weit sein?“

„In sechs Wochen – heute ist der erste Tag meines Schwangerschaftsurlaubes. Das habe ich genutzt, um alles Mögliche für mein Kind einzukaufen!“

„Da haben Sie aber gleich richtig zugeschlagen. Ohne Auto wäre man mit der Menge wohl überfordert.“

„Ich habe kein Auto.“

„Dann wird Sie wohl Ihr Mann hier abholen“, vermutete ich sowohl indezent als auch uncharmant und hätte mir im gleichen Augenblick auf die Zunge beißen wollen.

„Der Vater des Kindes hat sich nie mehr bei mir blicken lassen, seit ich ihm mitteilte, dass ich schwanger sei.“

 

„Oh!“, ich schaute wohl etwas betroffen, aber als Antwort kam ein helles Lachen.

„Ach, das ist nicht weiter schlimm. Ich wusste, dass er keine Kinder wollte, und ich will mindestens vier!“

Verlegen nahm ich den Faden noch einmal auf:

„Wissen Sie denn schon, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?“

„Ja, ich bekomme ein Mädchen! Sieht man das nicht an meinem Bauch?“

Sie hatte mich ertappt. Ich hatte wohl etwas zu intensiv dorthin gestarrt. Sie legte ihre Hände auf die Wölbung und streichelte darüber.

„Jetzt macht sie gerade ihren Mittagssport! Manchmal kann man es richtig gut sehen.“

 

Unser Gespräch wurde immer intensiver, ich vergaß, warum ich hier eigentlich saß und hätte wohl noch länger ausgehalten, wenn sie nicht irgendwann gesagt hätte:

„Ich kann nicht mehr sitzen. Ich denke, ich sollte jetzt aufbrechen.“

„Darf ich Sie vielleicht einladen und mit meinem Auto nach Hause bringen? Sie würden mir eine Freude machen!“

„Oh, danke! Gerne!“

Ich kannte mich selbst kaum wieder, denn eigentlich gehe ich nicht so auf Menschen zu, und ich lade erst recht keine Damen ein, die ich gerade eben erst kennen gelernt habe.

Ich bat sie, einige Minuten auf mich zu warten, bis ich mein Auto geholt haben würde. Ich hatte Glück, konnte direkt vor dem „Pinocchio“ halten, lud erst die werdende Mutter und dann die vielen Pakete ein.

 

Sie wohnte nur einige Kilometer von mir entfernt, allerdings in einer Gegend, in der es auch kaum Öffentlichen Personennahverkehr gab – für eine Mutter mit Kind etwas unglücklich, wie ich meinte.

Ich trug ihr die Pakete selbstverständlich auch in ihre Wohnung. „Katharina Müller“ stand auf dem Namensschildchen an der Tür im ersten Stock.

Als ich alles nach oben gebracht hatte, bat sie mich herein:

„Tun Sie mir den Gefallen, mir noch ein wenig Gesellschaft zu leisten.“ Es war halb Bitte, halb Frage, aber ich freute mich darüber, denn inzwischen war ich doch ziemlich neugierig auf meine neue Bekanntschaft geworden. Na ja, der Mann in mir war neugierig geworden. Sie hatte nicht nur eine angenehme Sopranstimme, wundervolle braune Augen und Augenbrauen, einen sinnlichen, vollen roten Mund, eine schmale, gerade Nase und Grübchen, sondern sie trug auch eine hübsche offene Kurzhaarfrisur. Nun, ihre weiblichen Formen waren in dem Kleid unübersehbar – und ich gestehe, dass ich sie keineswegs übersah. Ich bin eben ein typischer Mann.

Ich war sehr gespannt auf ihre Wohnung gewesen, und was ich nun sah – nun, ich staunte: Eine ganze Wand voller Fachbücher, etliche Romane und die Einrichtung zwar nicht luxuriös aber hübsch, farblich passend und sehr persönlich und weiblich. Eine Wohnung, in der man sicher gerne wohnte.

 

Während ich mich in dem Wohnzimmer umschaute, war sie kurz mit den Worten: „Ich zieh’ mich mal schnell um!“ verschwunden.

Als sie wieder eintrat, stockte mir kurz der Atem: Sie trug nichts weiter, als einen kleinen Bikini. Klar, an jedem Badestrand kann man unzählige Bikinis bewundern, aber in dieser Situation traf mich der Anblick doch etwas unvorbereitet. Aber gut, es war ihre Wohnung!

„Oh, ich bin eine schlechte Gastgeberin! Sie stehen ja noch immer! Verzeihen Sie mir, aber mein Kind drückte mich so, dass ich schnell…“

Der Rest blieb unerklärt, stattdessen wies sie mit der Hand auf einen Sessel und fragte, ob ich etwas trinken wolle, etwa einen Kaffee oder ein Wasser. Sie jedenfalls brauche das jetzt. Ich bat um ein Wasser.

 

„Vom Türschild wissen Sie, dass ich Katharina Müller heiße. Verraten Sie mir auch Ihren Namen?“

Mein Gott, wie peinlich! Ja, hab’ ich denn alle Benimmregeln verlernt?

„Peer. Peer Fischer. Verzeihen Sie meine Nachlässigkeit!“

Sie lachte wieder:

„Ist ja irgendwie auch schön, dass Ihnen anderes wichtiger war!“

Es wurde langsam Abend, als mir bewusst wurde, wie viel Zeit ich hier nun schon in einem wundervollen Gespräch mit ihr verbracht hatte, bei dem ich mich so wohl gefühlt hatte, wie seit Monaten nicht mehr.

„Ich sollte langsam aufbrechen. Das Kind braucht bestimmt seine Ruhe – und Sie auch!“

„Ach, die Kleine turnt gerade wieder. Der hat Ihr Besuch offenbar auch Spaß gemacht, so aktiv wie jetzt ist sie selten. Möchten Sie nicht morgen zum Mittagessen kommen? Ich würde mich sehr freuen! 12 Uhr? Ich würde eine Ente zubereiten, die tiefgekühlt darauf wartet, endlich im Ofen zu braten.“

Ente ist mein Leibgericht und so kam, ohne jedes Nachdenken, mein:

„Ja, sehr, sehr gerne. Ich komme! Soll ich etwas mitbringen?“

„Gute Laune reicht – und nun: Gute Nacht!“

 

Punkt 12 Uhr klingelte ich bei Katharina Müller; sie öffnete, trug eine Küchenschürze.

Ich hatte eine wunderschöne weiß-rosa-gelbe Orchideenrispe erstanden – Rosen erschienen mir zu langweilig – und sie freute sich sehr, jedenfalls erntete ich ein so bezauberndes Lächeln, dass ich am liebsten noch eine zweite Rispe überreicht hätte.

Es duftete bereits verführerisch nach Ente; gut, dass ich pünktlich gekommen war!

Der Tisch im Wohnzimmer war mehr als stilvoll gedeckt, weißes Tischtuch, Tischläufer, ein wunderschönes Gedeck von Arabia, silbernes Besteck, zwei Sektgläser und zwei Kerzen auf dem Tisch. Die Orchideenrispe stellte sie dazu.

Sie bat mich, Platz zu nehmen, und obwohl ich meine Hilfe anbot, mochte sie die nicht annehmen.

 

„Ich muss noch einmal kurz raus. Vielleicht zünden Sie schon die Kerzen an und schenken uns ein - für mich bitte Apfelschorle!“

Wenige Augenblicke später trat sie ein – und mir stockte der Atem: Nun ohne Küchenschürze, stattdessen eine nahezu transparente, schwarze Bluse und ein kurzer, enger Rock mit breitem Ledergürtel. Ihr gewaltiger Babybauch war – unbedeckt. Es fiel mir schwer, meinen Blick von all den Wundern zu wenden, aber das Essen war so gelungen und unsere Unterhaltung so fröhlich, voller Lachen und ungezwungen, dass ich mich fühlte, als sei ich schon immer ihr Mitbewohner gewesen.

 

Zum Nachtisch servierte sie Eis, sinnigerweise ein Tartufo. Wer es schon einmal gegessen hat, weiß, dass sich im Zentrum einer Schoko-Eis-Kugel eine zweite Schoko-Eis-Kugel befindet, von der äußeren durch Vanilleeis getrennt. Ein schwangeres Eis – schoss es mir durch den Kopf, und ich musste unwillkürlich lächeln. Sie sah es und lächelte zurück.

Nach dem Essen, ich hatte mit abräumen dürfen, führte sie mich auf den Balkon:

„Die Sonne scheint so schön, jetzt können wir es uns hier bequem machen. Ich hol’ uns etwas zu trinken.“

 

Klar bekam ich Stielaugen, als sie mit Getränken erschien, denn nun trug sie einen Bikini – falls man das überhaupt noch so nennen konnte. Sie stellte alles auf ein kleines Tischchen und legte sich auf die einzige Liege, während ich mich in einem sehr bequemen und mit vielen Kissen gepolsterten Sessel niederließ.

Sie schloss seufzend die Augen, legte ihre Hände auf ihren Bauch und streichelte ihn. Da sie die Augen geschlossen hatte, konnte ich ungeniert auf ihren Bauch, ihre Brüste, auf diesen ganzen wunderschönen Körper starren – und tat es, während sie nur da lag, sich von der Sonne bescheinen ließ und ihren Bauch streichelte. Ihr BH konnte die Massen nicht halten und ihr Höschen ihre Schamhaare nicht bedecken. Sie war schon – nun, unkonventionell, denn welche Frau wagt denn heute noch, solch einen Pelz ungestutzt zu zeigen. Aber wenn ich ehrlich vor mir selbst war: Ich musste mich zwingen, nicht daran zu denken, dieses gewaltige Pelzchen zu streicheln. Oder ihren Bauch. Oder ihre Brüste. Oder…

 

„Möchtest du Kathrinchen streicheln?“

Ich zuckte zusammen und muss tiefrot vor Scham geworden sein, denn ein fröhliches Lachen meinte:

„Du hättest dich in den letzten zehn Minuten sehen sollen!“

Verdammt, verdammt, verdammt! Sie hatte mich nicht aus den Augen gelassen, während ich glaubte, sie sähe nichts. Ich fühlte mich ertappt, hatte ein schlechtes Gewissen und schämte mich. Und dann diese Frage!

„Komm, setzt dich hier neben mich auf den Boden!“

Und jetzt erst merkte ich, dass sie „du“ zu mir gesagt hatte.

„Leg mal deine Hand hier her!“ Sie zeigte auf eine Stelle ihres Bauches:

„Spürst du es? Das ist das Köpfchen!“ Wie fest sich die Stelle anfühlte und rund! Ich streichelte ganz unwillkürlich darüber, zart, zärtlich, völlig eingenommen von dem Wunder dort innen unter meiner Hand, hatte ich doch so etwas noch nie erlebt.

„Und nun hier, das sind die Füßchen!“

Im gleichen Augenblick, da ich meine Hand dort hingelegt hatte, kam mir das, was die Füßchen sein sollten entgegen, so sehr, dass ich um Katharinas Bauch fürchtete:

„Tut das nicht weh?“ Wieder das helle Lachen:

„Frauen sind dafür gebaut, Kinder zu bekommen!“

 

Mein Streicheln wanderte weiter, erkundete ihren Bauch, aber immer weniger auf der Suche nach dem Kind. Katharina lächelte mich an:

„Schön?“

Ich nickte nur, lächelte, die Kreise meines Streichelns wuchsen, berührten, eher zufällig zunächst, dann bewusster, ihre Brüste dort, wo sie der BH nicht mehr bedeckte…

„Muss ich dir zeigen, wie man einer Dame den BH auszieht?“, hörte ich sie plötzlich – und wurde wieder rot. Schon wieder ertappt, dachte ich, aber offenbar war mein Streicheln doch willkommen. Und so nestelte ich denn den BH auf, sehr zitternd und dennoch – ja, glücklich!

Diesmal erwarteten mich zwei Wunder. Sehr schwangere Brüste, sehr helle Haut, aber dunkelbraune, große Höfe mit noch dunkleren, steif hervor ragenden Brustwarzen, die mich ebenso sehnsüchtig ansahen wie ich sie. So viele Hügelchen, die es zu bewundern galt…

Ich bewunderte, ich streichelte, zupfte, massierte, knetete, betrachtete – plötzlich entdeckte ich ein dickes gelbes Tröpfchen auf einer Brustwarze. Ganz sacht tippte ich mit einem Zeigefinger daran: Ja, es war ein Tröpfchen, kein Zweifel!

 

„Ist das …?“

„Natürlich ist das Milch! Auch die Brüste müssen sich vorbereiten! Magst du denn nicht probieren?“

Mein verwirrtes Gesicht beantwortete sie ohne meine Frage:

„Mein Gott, natürlich darfst du! Ich warte doch schon ewig darauf!“

Ich leckte einen Tropfen Milch mit meiner Zungenspitze ab, im nächsten Augenblick entdeckte ich einen noch viel dickeren Tropfen auf der anderen Brustwarze, leckte auch den ab – und dann kam ich nicht mehr nach, aus beiden Brüsten kam ein richtiges kleines Rinnsal. Ich vergaß alles um mich her, saugte nun an einer Brustwarze, fühlte süße Milch in meinem Mund, schluckte – und erst nach einer ganzen Weile wurde mir Katharinas Hand auf meinem Kopf bewusst und ihr lautes Stöhnen.

 

Ich hatte mich so sehr auf ihre drei Hügel konzentriert, dass ich Katharina selbst noch gar nicht geküsst hatte. Welche Reihenfolge! Ich holte das Versäumte nach:

„Na endlich!“, stieß sie zwischen zwei Küssen hervor. Küsse! Ihre Lippen waren voll und weich, fühlten sich samtig an, unsere Zungen spielten miteinander ein Spiel, als seien es Eichhörnchen, die sich im Frühling jagten. Sie sagten einander, was Katharina und ich, Peer, uns noch nicht gesagt hatten:

„Du schmeckst mir! Ich will dich, nur dich! Du fühlst dich wundervoll an! Ich will dich spüren! Ich will bei dir sein! Bleib bei mir! Du gehörst zu mir! Deine Nässe erregt mich!“

 

Und in der ganzen Zeit wanderten meine Hände über ihren Körper, streichelten über die Flächen mit den Härchen, die das Höschen nicht bedeckte, zurück zu den Brüsten, dem Bauch, entdeckten, fühlten, zogen immer engere Kreise um das Pelzchen…

„Willst du mir denn nicht langsam mal das Höschen ausziehen?“

Ich kniete zwischen ihren Beinen, während ich tat, was ich längst ersehnt hatte, warf das Höschen weit fort, sah in ihr leuchtendes Gesicht:

„Du Lieber!“

Ich beugte mich hinab, mein Gesicht vergrub ich tief in ihrem Fellchen. Ich wollte sie riechen, schmecken, sehen. Ich hatte nicht gewusst, dass eine schwangere Muschi so reich durchblutet ist. Ich fand sie wunderschön und wühlte mich mit Nase und Mund immer tiefer:

„Hm, ich mag Kathrinchen!“

 

Über mir gluckste es, wurde zu einem Kichern, einem unterdrückten Lachen und dann zu ihrem hellen, offenen Lachen:

„Komm hoch, ich muss dich küssen!“

Eine ganze Weile später dann die Erklärung:

„Mein Kathrinchen strampelt da innen in mir – und du, was meintest du, als ich dich fragte, ob du Kathrinchen streicheln wollest, du Lustmolch, hm?

Brauchst nicht zu antworten! Jetzt haben wir also eine Katharina und zwei Kathrinchen.“

Und noch eine Weile später, mit blitzenden Augen:

„Du wolltest dich eigentlich mit deinem Kathrinchen beschäftigen!“

Und ich beschäftigte mich mit meinem Kathrinchen und meiner Katharina – bis zum späten Abend. Plötzlich, als ich mich eben verabschieden wollte:

„Bleib hier, Liebster!“

Sie hatte tatsächlich Tränen in den Augen!

Ich blieb. Und unsere Nacht war lang – oder kurz, je nachdem, wie man sie betrachtet.

Am Sonntagabend musste ich mich dann allerdings doch verabschieden, da ich aus dienstlichen Gründen noch einiges an Arbeit zu Hause zu erledigen hatte.

 

Beim Abschied bat sie:

„Kommst du am Dienstagabend mit zur Schwangerschaftsgymnastik?“

Natürlich holte ich sie pünktlich ab. Die Hebamme schimpfte:

„Wird ja Zeit, dass Sie endlich mal mitkommen! Hoffentlich begleiten Sie Ihre Frau nun bis zur Geburt!“

„Ja, macht er, das geht schon in Ordnung!“, antwortete Katharina – und ich schluckte.

Aber die Gymnastik machte mir Spaß, ja, mir, denn ich genoss es einfach, Katharina zu erleben, ihr bei den Übungen zu helfen, die wir dann auch im Bett weiter übten – ohne Bekleidung!

Irgendwann meinte die Hebamme zu mir:

„Jetzt muss ich Sie doch mal loben. Wenn Sie Ihre Frau bei der Geburt auch so gut unterstützen, dann kann ja kaum etwas schief gehen!“

Ich schluckte, aber wiederum antwortete Katharina:

„Sie können sicher sein, er wird das gut machen!“

 

Später am Abend, wir hatten sehr zärtlich begonnen und ohne jede Rücksicht auf Katharinas Kathrinchen sehr wild geendet, lagen wir nebeneinander, während ich alle ihre Rundungen einschließlich der meines Kathrinchens streichelte:

„Peer, bitte, bitte, sei bei der Geburt dabei! Ich brauche dich!“

Ich streichelte ihr Gesicht, küsste sie:

„Natürlich bin ich dabei, wenn du es möchtest!“

Der Arzt legte mir Kathrinchen in den Arm:

„Ein süßes kleines Mädchen haben Sie bekommen! Herzlichen Glückwunsch! Und nun legen Sie es Ihrer Frau an die Brust!“

Kathrinchen begann sofort, wild zu saugen – hatte sie wohl von mir – während Katharina ihr Köpfchen streichelte.

 

„Na und?“

Ich schaute Katharina verwirrt an:

„Was, na und?“

„Wirst du ihr ein guter Vater sein?“

Nun streichelte auch ich Kathrinchens Köpfchen, beugte mich hinab und sagte, so, dass es nur die beiden hören konnten:

„Nicht nur Kathrinchens Vater! Das weißt du ganz genau! Denn du bist das Beste, was mir passieren konnte.“

Inzwischen hat Kathrinchen schon zwei Schwestern und eine dritte ist unterwegs.

 

© Carlito