Fahrstunde

 

Diese Zuckerpuppe hatte er ja noch nie gesehen! Und er kannte doch alle Mädchen im Ort und auch die drum herum! Wo, zum Teufel, kam sie her? Sie konnte doch nicht mit 18 Jahren vom Himmel fallen - oder doch? Jonas zerbrach sich seinen Kopf, ob er sie schon einmal gesehen hatte, aber er kam zu keinem Ergebnis. Sie sah wirklich umwerfend aus, wie sie da so vor seiner Fahrschule stand. Offensichtlich wartete sie auf jemanden. Warum kam sie denn nicht herein? Er hätte sich gerne um sie gekümmert.

 

Der kurze Stufenrock, der nicht einmal bis zur Hälfte ihrer braungebrannten Oberschenkel reichte, sah zauberhaft aus, und die knappe Bluse war so durchsichtig, dass er am liebsten hinausgegangen wäre, um sie genauer anzusehen - oder auch hindurch. Aber er beherrschte sich. Sein Ruf als Fahrlehrer war davon abhängig, dass die Eltern ihre Töchter zu ihm schickten! Wenn sie manchmal seine Gedanken gekannt hätten, hätten sie es sich vielleicht noch einmal überlegt. Als sich die Türe öffnete und sie ihr Madonnengesicht hereinstreckte, hielt Jonas die Luft an. Das lange, blonde Haar verstärkte durch den Mittelscheitel den Marien-Eindruck noch mehr. Und ihre großen blauen Augen, die ihn fragend ansahen, verwirrten ihn völlig. Normalerweise war der Fahrlehrer Jonas Lamberty nicht so leicht aus der Bahn zu werfen. Er wusste, er hatte einen Stein im Brett bei den Damen. Aber dieses Mädel war etwas Besonders!

 

„Können Sie mir vielleicht helfen. Ich möchte zu einem Fahrlehrer. Der Name war...? Wir haben eine Verabredung um 14 Uhr!“ Er hatte auch eine Verabredung um Zwei, aber leider nicht mit ihr, sondern mit dem Arzt des Ortes. Bedauernd schüttelte er seinen Kopf. Dann aber sagte sie: „Mein Name ist Hella Wertheim, und ich warte noch auf meinen Vater!“ Wie von einer Tarantel gestochen sprang er auf. Der Arzt hieß Dr. Wertheim. „Sind Sie vielleicht die Tochter von unserem Herrn Doktor?“, fragte er neugierig. Er hatte gar nicht gewusst, dass der eine Tochter hatte. Hella nickte. „Kommen Sie doch herein! Sie sind schon richtig. Wir beide haben ein Date!“ Jonas lächelte sein Verführungslächeln und hielt ihr die Türe auf. „Das wüsste ich aber!“ konterte sie spöttisch. - „Mein Name ist Lamberty, Jonas - für Sie!“ Hella sah ihn an. Ihr Blick durchdrang ihn. Plötzlich hatte er das Gefühl, sie durchschaute ihn! Wie unangenehm! Ihm war auf einmal gar nicht mehr wohl in seiner Haut, trotzdem zwang er sich zu seinem schönsten Lächeln. „Ich habe Sie noch niemals hier gesehen, Fräulein Wertheim. Wo haben Sie sich bisher versteckt?“ Er war wirklich gespannt auf ihre Antwort, doch gerade in diesem Augenblick kam ihr Vater durch die Türe gepoltert.

 

„Ich sehe, ihr kennt euch schon“ stellte er erfreut fest. „Herr Lamberty, das ist meine Tochter Hella. Ich möchte, dass sie bei Ihnen den Führerschein erwirbt! Die Modalitäten haben wir ja bereits besprochen. Wann kann sie anfangen?“ Er hatte es eilig. Jonas erklärte professionell und schnell die Zeiten der Theoriestunden und machte mit ihr die ersten Fahrstundentermine. Er nahm sich sehr zusammen. Der Doktor musste nicht wissen, wie sehr ihm seine Tochter gefiel - und sie noch weniger!

 

Und schon waren sie wieder weg. Der Herr Fahrlehrer saß da wie ein begossener Pudel. Was war denn jetzt passiert? Hatte er gerade eben sein Herz entdeckt und - verloren? Das konnte doch gar nicht gut gehen. Jonas beschäftigte sich krampfhaft. Diese Gedanken waren nicht gut für ihn - und erst recht nicht gut für sein Geschäft! Gegen Abend hatte er sich gefangen und seine Laune wurde wieder besser, aber am nächsten Morgen, fing alles wieder von vorne an. Er hatte gesagt, er würde sie abholen - und war schon eine Viertel Stunde zu bald dort. Außerdem ging sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Normalerweise vernaschte er die Mädels, aber er verliebte sich nicht! Niemals! Und nun dachte er nur noch an diese blauen Kulleraugen und das weiche, blonde Goldhaar. Er hatte einen Vogel! - Und dann kam sie!

 

„Sie müssen viel Geduld mit mir haben, denn ich bin noch nie am Steuer gesessen!“ bekannte sie gleich zu Anfang. Er konnte es kaum glauben. Normalerweise konnten die Kids es nicht erwarten, dass die Eltern sie einmal fahren ließen. „Ich mag eigentlich nicht Autofahren, aber ich sehe ein, dass es zur Allgemeinbildung gehört. Also fangen wir an!“ Das war mal eine völlig neue Ansicht. Soviel Ehrlichkeit war ungewöhnlich. Sie war eine Ausnahme - ganz klar! Ganz langsam fuhren sie los und sie hielt ihre Augen immer auf den Straßenrand gerichtet - ganz so, wie er es ihr erklärt hatte. Langsam und schwer atmend fuhr sie dahin. Die erste Stunde war immer ziemlich schwierig. Sie fuhren in den nächsten Ort. Und Hella machte ihre Sache eigentlich ganz gut.

 

Dabei fühlte sie sich gar nicht wohl. Sie hasste es Autofahren zu lernen - und dafür auch noch Geld ausgeben zu müssen. Jetzt saß sie wie auf einer Folterbank und hielt krampfhaft das Lenkrad umklammert. Sie wusste nicht einmal wo sie war, denn ihr Blick war starr geradeaus auf den Mittelpunkt der Kühlerhaube gerichtet. Sie versuchte ihn in Übereinstimmung mit dem Straßenrand zu bringen. War das anstrengend!

 

Sie fuhren an einer riesigen Hecke entlang und plötzlich sah sie blaues Metall schimmern. Abrupt trat sie auf die Bremse und stand. Herr Lamberty schnaufte laut! „Was zum Donnerwetter ...!“ - Da rauschte vor ihnen ein blauer Mercedes aus der Einfahrt. Wie ein D-Zug donnerte er aus der langen Hecke und hätte sie nicht gebremst, wäre der schöne Herr Lamberty Brei gewesen. Als ihr das klar wurde, begann sie zu zittern.

 

„Mädchen, Sie sind ein Engel! Sie haben uns gerettet!“ Lamberty keuchte. Das war wirklich knapp gewesen. Und er hatte es tatsächlich nicht gesehen. Wenn er sich vorstellte, was der Doktor mit ihm gemacht hätte, wenn er am ersten Tag mit seiner Tochter einen Unfall gebaut hätte...! Er hätte sein Geschäft zusperren können! - Gott sei Dank hatte sie aufgepasst! Dann erst sah er, dass sie ganz blass war. Sie zitterte. Jonas beugte sich zu ihr und nahm sie in den Arm. „Das hast du wunderbar gemacht. Ich danke dir!“ flüsterte er in ihr Haar und sie schmiegte sich in seinen Arm. Jonas dachte in diesem Moment an alles, nur nicht an den Beinahe-Unfall! Der Duft ihres weizenblonden Haares vernebelte seinen Verstand under presste seine Lippen hinein, dann stieg er aus und ging um das Auto herum, öffnete die Tür. „Wir müssen jetzt erst mal was Essen!“ bestimmte er. Sie sollte sich von diesem Schock erst erholen. „Lass’ mich fahren!“ Wieso sie jetzt per du waren, wusste er nicht, aber er fand es gut so. Er würde es dabei belassen.

 

Jonas fuhr zu einer kleinen Pizzeria. „Komm, kleine Zauberfee! Du hast mich und mein Auto vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt. - Du hast dir eine Pizza verdient!“ Sie saßen in einer Nische und langsam bekam sie wieder Farbe. Wahrscheinlich war es der Schreck, der sie bewog ihm mehr zu erzählen, als sie es sonst getan hätte. Sie fühlte sich nicht wohl hier. Ihre Eltern waren geschieden und sie war jahrelang nicht bei ihrem Vater gewesen. Er kannte sie eigentlich gar nicht - und sie ihn ebensowenig. Und dieses Vertrauen, das sie ihm mit diesem Geständnis bewies, war der andere Grund, dass er sich immer mehr verstrickte in sein Gefühl für sie. So hatte er noch nie mit einem Mädchen sprechen können. Er erzählte ihr von seinen Zukunftsplänen. Was ging sie das denn bloß an? Und trotzdem: Er genoss es darüber reden zu können. Als er sie später nach Hause brachte, war er zum ersten Mal in seinem Leben wirklich verliebt.

 

Nach jeder Theoriestunde lud er sie zum Essen ein. Und jedes Mal brachte er sie in ein anderes Lokal. Es sollte nicht geredet werden - über sie. Wieso war ihm der Ruf dieses Mädchens so wichtig? Wieso genoss er jede Stunde mit ihr so unendlich? Natürlich war sie süß. Er begehrte sie, das war ganz klar. Aber er wollte auch mit ihr zusammen sein, mit ihr reden, mit ihr lachen - etwas über ihr Leben erfahren.  Dabei wusste er doch, dass sie wieder verschwinden würde aus seinem Leben, wenn sie nur den Führerschein erst hatte. Jeder Tag, an dem er sie sah, wurde ihm wichtig. Er holte sie ab, wo auch immer. Er brachte sie heim. Er wollte jede Minute, die sie mit ihm verbrachte, ausnützen. Sie wurden Freunde - gute Freunde!

 

Nur manchmal war ihm das ein bisschen wenig. Wenn er neben ihr im Auto saß, legte er seine Hand auf ihre - um ihr beim Schalten zu helfen! Wenn er ihr die Türe aufhielt, trat er sehr dicht an sie heran - berührte ihren Arm, den Rücken. Manchmal, wenn sie einen Fehler gemacht hatte, tröstete er sie. Streichelte über ihren Kopf, über ihr wundervolles, dichtes Haar. Und nachts träumte er von ihr. Da hielt er sie in seinen Armen, drückte sie an sich und spürte ihren warmen Leib an seinem. Seine Hände auf ihren Brüsten waren eine Vorstellung, die ihn nicht mehr schlafen ließ. Jonas wälzte sich in seinem Bett umher, gequält von dem Verlangen nach ihr, nach ihrer Zärtlichkeit und ihrer Liebe.

 

Und dann, eines Tages, nachdem sie Theorie gehabt hatten, passierte es. Seine anderen Schüler waren schon gegangen, und sie wartete auf ihn. Er fuhr sie ja immer nach Hause. Er räumte noch die neuen Fragebögen auf, die er heute bekommen hatte und sie half ihm. Sie trug den Stapel Papier in das Nebenzimmer, und er folgte ihr. „Wohin?“ - „Stell sie einfach in die Ecke, auf den Boden!“ Als sie sich hinunterbückte, trat er hinter sie - ganz dicht, träumte davon ihre Hüften zu umfassen und sein Becken an diesen heißen, sexy Po zu pressen. Er konnte einfach nicht aufhören damit. Seine Fantasie riss ihn fort. In Gedanken hob er ihren Rock, sah ihr bloßes Hinterteil - sein Penis zuckte. Vor lauter Begierde vergaß er zu reagieren. Als sie einen Schritt rückwärts trat, stieß sie gegen ihn - genau an der richtigen Stelle. Sein Phallus drückte sich zwischen ihre weichen Backen. Jonas stöhnte auf. Hellas Augen wurden groß, sie öffnete ihre Lippen. „Ich bin so froh, dass es dich gibt!“ flüsterte sie.

 

Jonas nahm sie in die Arme und zog sie fest an sich. Er spürte ihr Zittern. Niemals würde er etwas tun, das sie nicht billigte. Er hielt sie, ganz zärtlich an sich geschmiegt. Als Hella ihr Gesicht zu ihm aufhob, wusste er es. Sie wollte es genauso sehr, wie er. Seine Lippen suchten ihre, und als sie sich fanden, explodierte in seinem Kopf eine Fontäne aus Licht. „Ich liebe dich!“, murmelte er leise in ihren Mund. Er konnte sie nicht loslassen. Sie drängte sich immer enger an seinen entfesselten Körper, verursachte ihm unglaubliche sexuelle Gier, leidenschaftliche Zärtlichkeit und unendliche Pein gleichzeitig. Er durfte sie doch nicht haben. Er würde sie nur unglücklich machen. Hella würde gehen - ihn verlassen. Sie gehörte nicht hierher. Und doch: Noch nie in seinem ganzen Leben hatte er eine Frau so sehr begehrt, sich so sehr gesehnt!

 

Langsam schob er sie weg. Er musste sie jetzt heimbringen!  Oder ...? - „Lass uns tanzen gehen!“ schlug er vor. Da konnte er sie halten, spüren - alles ganz harmlos - musste sich jetzt noch nicht von ihr trennen. Wem machte er hier eigentlich etwas vor? Er war von Sinnen vor Sehnsucht nach ihr! Hella nickte. Und sie gingen hinaus, fuhren schweigend in eine kleine Bar, am Rande er nächstgrößeren Stadt. Immer wieder fand seine Hand ihre Haut, streichelte sie. Ihre Finger verschränkten sich. Er war so glücklich - und so traurig gleichzeitig. Was passierte hier nur mit ihm? Als sie tanzten, hatte er das Gefühl jeden Moment ohnmächtig zu werden. Hella in seinem Arm, ihr Busen an seiner Brust, ihre festen Schenkel an seinen - er bekam kaum noch Luft, und doch tanzten sie jeden Tanz, sich nur nicht hinsetzen, nur nicht loslassen müssen! Jonas sagte kein Wort. Er wusste, sie würde ihn verlassen. Er wusste, er KONNTE sie nicht haben: Niemals!

 

Doch dann hob sie erneut ihre Lippen zu ihm empor, küsste zärtlich seinen Mund. „Nicht, Liebling! Bitte nicht! Wenn du das tust, kann ich nicht widerstehen. - Du weißt es doch: Ich liebe dich!“ Er seufzte. Hella nickte. „Du weißt, du bleibst nicht hier, kannst nicht hier bleiben - bei mir! Du würdest auch gar nicht hierher passen! - Oh Gott! - Ich liebe dich! Ich sehne mich so nach dir! Aber...“ Und wieder berührten ihre Lippen zärtlich die seinen. Jonas stöhnte. Er zog sie fester an sich, drückte seinen begierigen Unterleib an sie. Ihre Arme schlangen sich um seine Schultern, seinen Nacken. Normale Tanzhaltung war das nicht mehr - schon lange nicht mehr. Ihre Hand streichelte sein Haar.

 

Bisher hatte sie sich nicht dazu geäußert. Natürlich wusste er, dass sie auf ihn reagierte, aber auf das, was dann kam, war er nicht vorbereitet. Leise flüsterte sie in sein Ohr: „Du weißt es! Ich kann nicht hier bleiben, und du kannst hier nicht weg, aber ...“ Sie machte eine Pause. Schluckte. „Ich habe mich so verliebt ... in dich! Du bist so gut für mich. - Du hast gar keine Ahnung, wie sehr du mir geholfen hast. Ohne dich hätte ich das alles nicht durchgestanden!“ Seine Lippen streiften ihren Hals. Er spürte, dass sie eine Gänsehaut bekam, presste seinen Mund fester an sie. Hella stöhnte. „Ich will dich - so sehr!“ Hatte er sich verhört? So einen Antrag hatte er noch nie bekommen. Und ausgerechnet diesmal musste er ablehnen!

 

„Oh Liebes! - Du machst mich vollkommen verrückt.“ Stöhnend hielt er sie in seinen Armen. „Ich begehre dich so sehr. Ich möchte wirklich alles mit dir teilen, aber es darf einfach nicht sein! Du weißt es doch!“ Eine ganze Weile tanzten sie - versunken in den Schmerz ihrer Liebe. Dann schob sie ihn weg. Sah ihn groß an - mit ihren himmelblauen Augen.“ Nein, ich weiß gar nichts!“, erklärte sie bestimmt. „Ich weiß, ich liebe dich - so sehr!“ Sie unterdrückte ihre Seufzer. „Du bist verrückt nach mir - Jonas?“ Sie fragte ihn tatsächlich, ob er sie wollte! Er nickte - fassungslos. „Also!“

 

Jonas war völlig verwirrt. Was sollte das denn heißen? Seine Hand hatte sich mittlerweile verirrt. Sie lag auf ihrer Brust. Als ihm das bewusst wurde, drückte er zu. Hella stöhnte leise und sank zurück in seine Arme. „Ich will es! - Einmal! - Zum Abschied!“ Es war so leise, dass er es kaum verstand - und doch klang es in seinem Kopf wie die Glocken vom Dom. „Es geht doch nicht!“ Er röchelte fast. Und trotzdem begann sich in seinem Kopf ein Plan abzuzeichnen. Es ging doch! Wenn sie es beide wollten - wenn sie es beide ertragen konnten - würde er es möglich machen!

 

„Du weißt, meine süße Liebste, du weißt, was wir uns antun? Wir werden uns niemals wiedersehen! - Ich werde mich mein Leben lang nach dir sehnen! Ich werde dich niemals vergessen können - erst recht nicht, wenn wir ...!“ Hella nickte. „Und doch!“ - „Und doch! - Einmal!“ flüsterte er und dann küsste er sie - vergaß die Welt - küsste sie zärtlich, wild, leidenschaftlich, verzehrend. Er wurde immer gieriger. Er musste sie haben! Sie wollte es ja auch! Verzweifelt klammerten sie sich aneinander.

 

Nach unendlich langer Zeit, sagte er leise: „Gut! Einmal im Leben werden wir es haben! Die große Liebe! Einmal nur! - Aber ...“ Er schwieg. Er wusste es. Er würde es nicht aushalten - und doch! 

 

„Nächste Woche ist deine Prüfung! Du musst noch auf die Autobahn und du musst noch eine Nachtfahrt machen. Das sind vier Stunden! Ich habe eine Idee!“ Immer noch zögerte er. Wenn es jemals herauskam, dass er und die Tochter des Arztes ...! Ihr Vater würde ihn ruinieren. Andererseits: Er konnte einfach nicht verzichten. Nur einmal im Leben! Die wahre Liebe! - Hella drängte. „Wie, Liebster, wie?“ - „Ich habe gestern mein neues Auto bekommen. Es steht in meiner Garage. Wir könnten sagen, ich muss nach Köln, um es zu holen. Das sind 350 km. Wir könnten deine fehlenden Stunden da einbauen. Dein Vater bekommt mehr für sein Geld, als er normalerweise bekäme, und - wir haben Zeit! Mindestens sechs bis acht Stunden.“ Hella lachte auf. „Du bist ein Genie!“, flüsterte sie und küsste ihn wild. „Wann? - Sag mir wann?“

 

Noch immer zögerte Jonas. Aber die Entscheidung war ja schon gefallen. Sein Verstand sagte „Nein“, aber sein Herz schrie „Oh Gott, jaahhhh!“ - „Übermorgen!“ Hella nickte, und dann brachte er sie nach Hause. Der Countdown bis zu ihrem Treffen verlief wie in Trance. Jonas sprach mit ihrem Vater wegen der Nachtfahrt auf der Autobahn. Dr. Wertheim war begeistert. Das großzügige Angebot schrieb er seiner exponierten Stellung im Ort zu - nicht etwa seiner Tochter. Nein, er hatte nichts dagegen, wenn Hella erst spät zurückkäme.

 

Hella und Jonas waren trunken vor Glück. Sie vergaßen die Welt. Sie vergaßen die Folgen. Sie vergaßen den Schmerz, der sie zerreißen würde, wenn sie sich trennen mussten! Und dann war es so weit. Jonas holte sie ganz offiziell von zu Hause ab und sie fuhren zu ihm. Sorgfältig versteckten sie sein Auto. Niemand würde es wissen.

 

Als sie seine Wohnung betraten, waren sie beide befangen. Wieso nur? Sie hatten es doch beide gewollt! Jonas hatte die rettende Idee. Er würde für sie kochen! Gemeinsam saßen sie in der Küche und putzten Gemüse. Jonas holte eine Flasche Rotwein und sie stießen an. Nachdem sie ungefähr fünf Kilogramm Gemüse geputzt hatten, waren sie endlich in der Lage sich einzugestehen, dass sie weder Hunger hatten, noch kochen wollten.

 

Hella wurde klar, dass sie etwas tun musste. Er konnte es nicht. „Ich möchte tanzen!“ sagte sie deshalb. Und Jonas stand erleichtert auf, machte Musik und stellte den Wein ins Wohnzimmer. Langsam ging er auf sie zu. „Darf ich bitten?“ Formeller ging es nicht mehr. Was war denn bloß los? Normalerweise war er doch sonst nicht so gehemmt. Eigentlich war er ein echter Draufgänger ... aber jetzt?! Ganz klar traf ihn die Erkenntnis. Er liebte sie! Zum ersten Mal in seinem Leben war es wirklich Liebe!

 

Hella lächelte. Sie merkte, wie verwirrt er war. Einerseits freute sie sich darüber. Es bewies ihr, dass sie ihm nicht gleichgültig war. Andererseits ging es ihr ja ganz genauso. Und irgendwie mussten sie zusammenkommen! Ihre Zeit war begrenzt. Sie hatten ja nur diese eine Nacht - und auch davon nur ein kleines Stück. Sie schmiegte sich an ihn und legte ihre Arme um seinen Hals.

 

Als er sie spürte, weich und warm in seinen Armen, war seine Hemmung plötzlich wie weggeblasen. Er schlang seine Arme um sie und drückte sie an sich, suchte ihren Mund und küsste sie zärtlich. Aber lange hielt die Zärtlichkeit nicht vor. Seine Sehnsucht nach ihr nahm einfach überhand. Seine Hände erkundeten ihre Formen. Schon in der Fahrschule konnte er den Gedanken nicht loswerden, ihre Hüften anzufassen, sie zu packen und an sich zu reißen. Jetzt streichelte er hinab. Welch zauberhafte Rundung! Wie erregend der lange, sanft-geschwungene, feste Schenkel, den er unter ihrem dünnen Kleid erspürte. Langsam zog er den Stoff nach oben, ließ seine Finger daruntergleiten. Er spürte nackte Haut und stöhnte vor Verlangen. - Ihr geflüstertes: „Zieh mich aus!“, machte ihn wild.

 

Das ließ er sich nicht noch einmal sagen. Er fasste den Saum und zog ihr das dünne Sommerkleidchen über den Kopf. Jetzt stand sie vor ihm, in weißer Spitze. Ihre braune Haut glänzte in der zunehmenden Dämmerung wie poliertes Gold. Seine Hände glitten unter den Rand des Höschens und schoben es hinab. Ihre Beine waren einfach endlos. Hella öffnete sein Hemd, streifte es ab, und dann kniete sie nieder. Jonas schnappte nach Luft.

 

Sie, nur noch mit einem Spitzen BH bekleidet, vor sich auf dem Boden knien zu sehen, zu fühlen, wie sie seine Hose öffnete, war mehr als er ertragen konnte. Als die Hose hinabrutschte und sie an seinem Slip zog, sprang ihr sein harter Penis geradezu ins Gesicht. Und Hella griff zu - fest zu! Er schloss stöhnend die Augen, konzentrierte sich auf das Gefühl sein Glied zwischen ihren Fingern zu spüren. Zu wissen, dass das erst der Anfang ihrer Liebe war ... Wenn das aber so weiterging, würde er bald am Ende sein!

 

Er musste ihr Einhalt gebieten. Zuerst wollte er sie lieben! Ihren wundervollen Körper erkunden, alle seine Geheimnisse entdecken, sie verwöhnen mit verfänglichen Zärtlichkeiten, auch sie wild machen, völlig verrückt nach ihm und dann ...! Dann würde er ihre Schenkel spreizen und seinen harten Liebesbeweis in ihrer feuchten Möse bergen.

 

Jonas zog sie hoch und führte sie zu seiner Couch. Rückwärts setzte  sie sich auf die seitliche Armlehne und legte ihren Kopf an seine Brust. Sofort hatten seine Finger den Verschluss des Büstenhalters gefunden und das zarte Spitzengebilde fiel. Jetzt war es an ihm niederzuknien. Sein Gesicht war genau auf der Höhe, die er anstrebte. Vorsichtig näherte er sich ihren festen Spitzen, umfasste sie mit beiden Händen und zog sie näher. Dann konnte er nicht länger widerstehen. Seine Zunge spielte ein süßes Spiel mit ihren festen, dunklen Warzen, die ihn so magisch anzogen. Er saugte behutsam.

 

Hella stöhnte laut. Seine Zärtlichkeiten machten sie heiß. Sie fühlte die Feuchtigkeit zwischen ihren Schamlippen, sie spürte die Begierde nach ihm - in jeder Faser ihres Leibes. Langsam spreizte sie ihre Beine. Sofort hörte er auf ihren nackten Busen zu lecken, hatte nur noch Augen für ihre lüsterne Scham.

 

Jonas schluckte. So unglaublich hatte er sich die Liebe mit ihr nicht vorgestellt. Ihre feuchte Muschi offen vor seinen Augen, seinen Fingern preisgegeben. Er konnte sie betrachten, lecken, konnte saugen und auch ...! Er drückte sie nach hinten auf die Couch. Ihr Becken lag auf der Lehne. Sie drückte ihre Schenkel noch weiter auseinander, erwartete ihn sehnsüchtig. „Komm schon!“, forderte sie. Und damit presste er sein Gesicht an sie, hinein in diese verlockende Scham, die ihn absolut wahnsinnig machte. Seine Finger öffneten ihre Blütenblätter, und dann leckte er hingebungsvoll ihre prallen Lippen. Jonas arbeitete sich systematisch von außen nach innen vor.

 

Als er ihren Kitzler erreichte, wimmerte Hella bereits lustvoll. Er machte sie so unglaublich geil, wie kein anderer zuvor. Seine Fingerspitzen schoben sich langsam und behutsam von unten zwischen ihren Pobacken hindurch in ihre nasse Scheide - verweilten an dem engen Eingang. Sie rieben zärtlich, schlüpften hinein und zogen sich zurück. Seine Zunge kam dazu und leckte ihre Pforte. Die Fingerspitze unterhielt einstweilen ihren Kitzler. Und Hella stöhnte verlangend. Sie wand sich in Wollust. „So tu’s doch endlich!“, bettelte sie. „Komm zu mir! - Schieb ihn mir rein!“ 

 

Jonas wusste nicht mehr, was er lieber tun würde. Ihre feuchte Muschi lecken, streicheln, zusehen wie sie immer schärfer nach ihm wurde, oder ihr seinen harten, zuckenden Schwanz hineinzurammen? Aber als er sah, wie ihre Hände hinabkrochen zu ihrem Schatzkästlein und es für ihn öffneten, konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Er kniete sich vor sie und drückte die Spitze seines Gliedes in ihr feuchtes Fleisch.

 

Gemeinsam stöhnten sie auf. Die Gier nacheinander war einfach übermächtig. So lange er konnte, hielt er sich zurück. Versenkte sich nur ganz langsam in diese geile Pussy, aber je tiefer er stieß, je mehr er ihre feuchte Hitze um seinen Penis spürte, desto unbeherrschter, desto geiler wurde er selber. Und dann war der Punkt erreicht. Er schrie auf und konnte nur noch zustoßen. Wieder und wieder! Hemmungslos und hart. Und Hella drückte sich ihm entgegen. Sie wollte noch mehr - ihn noch fester in den süßen Tiefen ihres Körpers spüren, wollte, dass seine Stöße sie erschütterten, sie überschäumen ließen vor Geilheit, ihre Möse zum Zucken brachten! Und als seine Fingerspitze sich auf ihre Klitoris presste, war es soweit. Hella stöhnte, röchelte, bäumte sich auf unter ihm und verkrampfte sich in einem unfassbaren Orgasmus.

 

„Jonas! Oh mein Gott, Jonas!“ Sie klammerte sich an ihn. Ihre Beine umschlagen seine Hüften wie ein Schraubstock. Und Jonas umfasste ihren Po, hob sie auf seine Arme und drehte sich mit ihr. Er setzte sich auf die Lehne - mit ihr auf seinem Schoß. Ihr gesamtes Gewicht presste sich auf seine Eichel und er spürte die rhythmische Massage ihrer vibrierenden Muskeln. Er umarmte sie und hielt sie, so fest er nur konnte, küsste wie besessen ihren Mund, keuchte und zitterte in ihr, zwischen diesen anderen, hinreißenden Lippen. Die Ekstase, die er mit ihr erlebte, ließ ihn völlig fassungslos zurück. Und diese wunderbare Frau, die einzige Frau, die er liebte, durfte er nicht haben!

 

„Liebling, mein Liebling! Meine einzige Liebe!“ Jonas schluchzte in ihren Armen und ihre Tränen vermischten sich. Es war die Nacht ihres Lebens - sie wussten es beide! Keine Minute würden sie verschenken. Eng aneinander geschmiegt verbrachten sie die verbleibende Zeit, und als er sie nach Hause brachte, brach sein Herz einfach entzwei.

 

Jonas wunderte sich, wie er weiterleben konnte, aber irgendwie schien es möglich. Und als sie die Prüfung ablegte, bestand sie! Der Prüfer wünschte ihr Glück, und als sie ausstiegen, bei seiner Fahrschule, stand da ihr Vater und gratulierte ihnen beiden. Als Dr. Wertheim sich verabschiedete, wusste er allerdings nicht so recht, was er von seiner Tochter und dem Fahrlehrer Lamberty halten sollte. Denn als der ihr die Hand gab, um sich zu verabschieden, schlang sie ihre Arme um ihn, und dann hielten sie sich weinend in den Armen.

 

Auf der Heimfahrt zu ihrer Mutter nach München, hielt Hella einen Zettel umklammert. Ihre Tränen nahmen einfach kein Ende, aber sie wusste, wann immer sie ihn brauchen würde, wäre er für sie da. Sie waren kein Liebespaar! Sie konnten sich nicht haben - aber sie hatte einen Freund für ihr ganzes Leben! Sie streifte den Zettel auseinander und las zum 100.ten mal seine Telefonnummer und die Worte, die er geschrieben hatte:


„Ich liebe dich! - Ich spüre dich!

Du bist mein Herz und ich hoffe... ich hoffe ... ich hoffe ...“

 

 


 

 

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