Ein Sponti

- inspiriert von BvS' Blauer Quickie -

 


„Knattertons“ Moped kurvt um die Ecke - unser Zeitungsjunge. Es ist halb Sechs und ich habe eine schöne beginnende Morgenlatte. Nichts Dramatisches, nur… sie bringt mich auf sinnliche Gedanken. Zumal es unter der Nachbarsdecke strampelt, rollt, zupft, zieht, als sie sich in eine neue Schlafposition kuschelt. Ein genüssliches Schmatzen ist zu hören, ein tiefer Schnaufer, ein Schmunzeln kräuselt die Lippen, zweimal flattern die Lider und ab geht es - in die letzte Schlafschleife. 

 

Ungewollt schwärmen meine Gedanken zurück zur letzten Woche, zu den sinnlichen Momenten losgelöst vom Alltag, wo wir uns nur der Natur und unseren Bedürfnissen unterordneten. Wir waren allein auf der Hütte und genossen die sich uns bietende Freizügigkeit. Mit diesen zufriedenen Erinnerungen bin ich wohl weggedöst, ebenfalls zur letzten Schleife Schlaf…

 

…und wache auf mit einem großen dicken harten Ständer. Kein Druck auf der Blase, nein! Sinnlich – lüsterne Gedanken fegen durch meine Gehirnwindungen. Ich drehe mich zu ihr hin und als ob sie meine Gedanken „Biste wach?“ gehört hätte, grinst mir ein fröhlich schelmisches Gesicht entgegen. Sie hebt leicht den Kopf und bietet mir den Mund zum Kuss. Mit dem Kuss fasse ich ihre Hand, führe sie zu ihm, dem Großen. Ich wispere ihr zwischen zwei Schmatzern ins Öhrchen: „Er lässt fragen, ob er mit deiner Kleinen spielen darf!“ Schalk sprudelt aus ihren Augen: „Das hat sie mich eben auch gefragt, ob sie mit deinem Großen spielen darf!“

 

Kurzes Innehalten. Nonverbale Verständigung. Zwei Frauenbeine wirbeln eine Bettdecke durch das Zimmer. Kurzes Aufstützen. Popo anheben. Geübter dreihändiger Griff und ihr Höschen segelt mit einem Looping  durch die Luft und landet neben dem Schirm der Nachttischlampe. Noch ein schneller Roller auf den Rücken. Der bewährte Dreihandgriff und meine Boxershort liegt nicht unweit ihres Höschens. Zwei Beine legen sich auf meine Schulter. Schneller Zug zur Mittbettposition. Ja, dieser Duft! Hier hat schon jemand Vorleistungen erbracht… lugt die Kleine doch erwartungsvoll und voller Vorfreude durch das Wirrwarr des Busches. Einmal spitze und einmal breite Katerzunge muss sein, und das Kätzchen dankt mit einem gierigen Stupser. Ihre Hände im Haar… kräftiger Zug… Recht hat sie.

 

Beim Hochrutschen findet der Große den Eingang in ihr Stübchen allein, rutscht durch bis hinten zum Altar. Erstaunte Augen machend necke ich in ihr Ohr: „Oh Madame haben gut gebohnert!“ -„Oh ja Monsieur, nicht dass sie mir stolpern, beim Ringelreihen!“, wert es zurück.

 

„Hast du was genommen?“, kommt die nächste Frage. Ich schüttle den Kopf. „Ich darf doch einfach so mal spitz auf dich sein!“ Als ob diese Aussage die letzte Hemmung löst, beginnt sie mit dem Becken zu stupsen, richtig zu bocken, mich in meine Nippelchen zu kneifen, wissend dass ich dann abgehe wie ein Zäpfchen. Und ich merke… Ja, es wird ein schöner langer Ritt. Keine Angst, dass der Große mittendrin in sich zusammen sackt. Keine Verspannungen sind notwendig zum verzögern. Ich kann mich ganz ihrem Rhythmus widmen, ihr das Tempo abnehmen, es verschärfen, sie aus der Reserve locken… Ja, heute gelingt es. Heute brauche ich nicht den Trank der Druiden. Ihr Mienenspiel, das Mitgehen, das Bocken sind genug. Dann, das langsame Aufsaugen der Wellen, von Welle zu Welle. In mir wird es heiß. Ich spüre, wie ich aus der letzten Kurve komme. Ihre Fersen trommeln nicht mehr, sie pressen nur noch. Ich pumpe nicht mehr, ich übergebe.

 

Frühstück. Ich streiche die Butter glatt, ritze mit dem Messer: „DER GROSSE DANKT!“ Stelle sie auf den Tisch. Als ich mit dem Tee wiederkomme steht da: „DANKE GLEICHFALLS!“ Nein es ist kein Feiertag, es ist ein ganz gewöhnlicher Dienstagmorgen. Wir haben heute Morgen auch Post aus Berlin bekommen. Unsere Renten werden erhöht. Zusammen gibt das etwa einmal Pizza mit zwei Glas Rotwein bei unserem Italiener!

Nachher habe  ich einen Termin beim Zahnarzt, und sie geht zur Gymnastik.

 

©S’Rüebli