Desaster Recovery

 

Werner schwitzte. Mann, war ihm das peinlich. Was dazu führte, dass er umso mehr schwitzte. Natürlich roch auch Annette nach über zwölf Stunden konzentrierter Arbeit nicht mehr wie eine Frühlingswiese. Doch das war irgendwie etwas anderes, fand Werner.

 

Ihm war es peinlich, so eng neben Annette zu sitzen. Schulter an Schulter. Hüfte an Hüfte. Schenkel an Schenkel. Die Köpfe dicht zusammen. Ihre Hände -- seine groß und ein wenig plump, ihre zierlich und langgliedrig -- berührten sich immer mal wieder auf der Tastatur. Wie auch ihre Körper hier und da unwillkürlichen, unwilligen Kontakt zueinander fanden. Werner spürte, wie schamvolle Hitze in sein Gesicht kroch. Vorhin hatte er ein Handbuch aus dem Regal holen wollen und -- wie üblich – blind danach gegriffen. Was er berührt hatte ... Annette hatte es zum Glück nicht krumm genommen. Werner räusperte sich.

 

"Hast du was?" Annette bewegte den Kopf und ihr wuscheliges, kupferfarbenes Haar kitzelte kurz in seinem Gesicht. Werner schluckte hart. Oh, verdammt ... "Nein. Nur 'n Frosch im Hals." – "Ja. Is' schon ganz schön warm hier." Er nickte. Unwillkürlich blickte er sie an. Annette lächelte schwach. Lachte sie ihn aus? Er spürte, wie seine Augen feucht wurden, blinzelte heftig und atmete ein paar Mal bewusst tief ein und aus. Raus hier! Er wollte nur noch raus und weg und irgendwo in einen eiskalten See eintauchen und nie mehr an die Oberfläche kommen.

 

Es war ja nicht so, dass er Annette nicht mochte. Im Gegenteil. Seit sie vor einem halben Jahr in der Firma angefangen hatte, fühlte er sich zu ihr hingezogen. Tauchte zur freundlichen Erheiterung seiner alten Kollegen öfter im Anzug statt in schlabbrigen Jeans und formlosen Pullovern auf. Ging regelmäßig alle zwei, drei Wochen zum Frisör statt sich drei oder vier Mal im Jahr unbeholfen die Haare mit dem Langhaarschneider vom Kopf zu scheren. Ein paar schüchterne Einladungen zu einer Tasse Kaffee in der Kantine.

 

Annette war darauf eingegangen. Hatte ihn immer mal wieder eingeladen, bis schließlich die halbe Stunde gemeinsamen Frühstücks in der Kantine zu einer festen Einrichtung wurde. Tauschte ihrerseits Jeans, Pullover und Turnschuhe gegen feine Blusen, luftige Röcke und flache Schuhe. Hatte sogar die Köpfe mit Mona, der eleganten, lasziven Datenbank-Programmiererin, zusammengesteckt. Werner wusste nicht, was die beiden besprochen hatten, doch war ihm anschließend ein dezenter Duft um Annette aufgefallen.

 

Schließlich hatten sie beide begonnen, Freitag abends die andern -- vor allem Peter und Mona, gelegentlich auch Gerhard, ihren Chef, und dessen Frau Lilo -- auf eine Pizza und ein oder zwei Runden Billard zu begleiten. Werner hatte voller Erstaunen festgestellt, dass er gerne Billard spielte und mindestens so gut in flapsigen Bemerkungen war wie der aalglatte, durchgestylte Peter.

 

Zwei oder drei Mal waren sie alleine ausgegangen. Und alleine nach Hause gegangen. Natürlich war nichts ... passiert. Ein paar seltsame Blicke von Peter und Mona. Eine unverständliche Bemerkung -- "Fünf Doktortitel ergeben zwei Volltrottel!" -- von Gerhard.

 

Mit Anstrengung zog er sich aus den Erinnerungen. "Hic Rhodos. Hic salta." knurrte er und erntete einen verwirrten Blick von Annette. "Ach, ich hab' mich nur zur Disziplin gerufen. Ich werd' langsam unkonzentriert." Annette nickte. "Ich lese auch nur noch Blödsinn und was in meinem Kopf an Filmen läuft ..." Sie winkte abfällig ab. Werner nickte. "Ich würde noch gerne etwas versuchen. Dann gehen wir zu Gerhard und sagen ihm, dass wir externe Hilfe brauchen. Irgendeinen Spezialisten, der das Zeug da atmet."

 

Annette zog ein saures Gesicht, nickte jedoch zustimmend. "Eigentlich will ich das da selbst in den Griff kriegen. Aber wir haben jetzt Zeit genug verplempert." Sie seufzte. "Scheiß-Professionalität. Das nimmt den ganzen Spaß." Werner grinste. "Stimmt. Aber wir hocken seit einen Tag dem anderen fast auf'm Schoß. Ich glaube, du bist froh, wenn du mich nicht mehr sehen musst." Annette warf ihm einen undurchdringlichen Blick zu. "Idiot." Dann studierte sie konzentriert die Log-Dateien der letzten Testreihe.

 

Werner schüttelte innerlich den Kopf. Verstehe einer die Frauen! Peter, der ständig mit einer -- oder auch zwei oder drei – "Spielgefährtinnen" unterwegs war, gab offen zu, Frauen nicht zu verstehen: "Ich benutze sie. Manchmal nutze ich sie aus. Und ich lasse mich benutzen. Aber ich verstehe sie nicht und sie verstehen mich nicht. Drum ..." Ein scheeler Blick. "Drum wechseln sie ja auch dauernd." Gerhard, der seit fast 35 Jahren mit derselben Frau verheiratet war, drückte sich noch kryptischer aus: "Ich verstehe Lilo nicht und Lilo versteht mich nicht. Auf der Basis dieses Unverständnisses haben wir gegenseitiges Verstehen entwickelt. Und darauf gründet unser wechselseitiges Vertrauen. Auf dem Vertrauen leben wir unsere Beziehung." Werner seufzte.

 

"Tut mir leid. Ich wollte dich nicht schimpfen", murmelte Annette. "Aber ich hasse es, wenn mir jemand sagt, was ich angeblich denke oder fühle." -- "Entschuldige. Ich ..." Werner schluckte hart. "Ich mag dich halt. Und mir ist es total unangenehm, wenn ich etwas tue, was dir unangenehm ist. Oder wovon ich glaube, dass es dir unangenehm ist." -- "Das hast du lieb gesagt." Annette drückte ihm spontan den Unterarm. Bewegte sich ... irgendwie. Werner wusste nicht recht, wohin mit seinem rechten Arm, der absolut im Weg war, und legte ihn vorsichtig um Annettes Schultern. Sie schnuffelte sich prompt an ihn. "Ich bin so müde." -- "Ja, ich auch." gestand Werner. "Jetzt einfach umzufallen und einzuschlafen, wäre ein Genuss." -- "Mit mir im Arm?" Annette klang ... mädchenhaft? Gar nicht wie die hochkompetente Informatikerin.

 

Werner schmunzelte. Jedenfalls fühlte es sich nicht nach Grinsen an. Anders halt. Kein Spott dabei. "Sehr gerne sogar." Mist! Annette löste sich von ihm, drehte sich ihm zu und sah ihm ernst in die Augen. Dreifacher Mist. Schon wieder machte er alles kaputt. "Meinst du das ernst?"

 

Universe halted. Restart? Yes/No

 

Was auch immer er antwortete: etwas würde zu Ende gehen und etwas würde anfangen. Was auch immer er antwortete: es würde die Wahrheit sein müssen. Sonst würden die Folgefehler ihn -- und sie  -- endgültig ertränken. Tief holte Werner Luft, kämpfte gegen die aufkommende Panik. Nickte langsam, wie unter Schmerzen. "Ja, Annette. Ich meine das ernst. Ich ... ich hab' vorhin gesagt, dass ich dich mag. Das stimmt so nicht. Ich ... ich hab' nur ... Angst vor ... vor diesem anderen Wort. Ich hab' zuviel Mist gebaut, um es nochmal zu benutzen." Annettes Augen schimmerten warm. "Glaubst du, du bist der einzige Mensch, der ... Mist gebaut hat? Der Angst hat?" -- "Oh!" Spontan und ohne nachzudenken legte Werner seine Hände unter Annettes Ellenbogen. Statt zurückzuweichen rutschte sie etwas nach vorne und legte ihre Hände auf seine Schultern. Mit riesengroßen Augen starrte sie ihn an. Schluckte hart. "Ich hab' jetzt Angst, etwas falsch zu machen." Werner nickte. "Ich auch. Und ich hab' gerade gar nichts im Kopf. Frisch formatiert, sozusagen." Sie lächelte wehmütig. "Vielleicht ist das ganz gut. Mein Kopf ist auch leer. Vielleicht ..." Sie fuhr sich mit der Zunge über die spröden Lippen. "Mona sagte mal, eine wirklich gute Beziehung -- sowas, was Gerhard und Lilo haben -- sei nur durch das dynamische Gleichgewicht von Körper, Rede und Geist zu erreichen. Dann zitierte sie irgendeine buddhistische Sutra. Natürlich in Pali." Werner grinste.

 

Mona ... endlos lange, schlanke Beine. Ein schlanker, schmiegsamer Leib. Große, feste Brüste. Immer edel und erotisch, manchmal geradezu provokativ gekleidet. Eine Frau voller Selbstbewusstsein. Eine Frau mit der Ausstrahlung einer läufigen Maikatze. Ihre beiden Doktortitel vergaß man oft. Oder dass sie Mensa-Mitglied und Fulbright Fellow war.

 

"Du magst sie", wisperte Annette. Werner nickte. "Sie hat mir vor vier Jahren hier den Start sehr erleichtert. Sie hat mich auch ..." Werner suchte ein passendes Wort. "... gekostet. Und dann ganz sanft und liebevoll am Strand abgesetzt, bevor ich ersaufen konnte." Er sah Annette ernst an. "Die einzige meiner ... Affären, die nicht in Tränen, Schmerzen und Desaster endete." Annette nickte nur. "Sie ist meine Freundin", als ob das alles erklären würde. Was es für eine Frau vermutlich auch tat. Dann, ganz leise: "Sie ist so traurig. Sie sehnt sich. Genau wie wir."

 

Werner sah in Annettes Gesicht. Begann in grünen Augen zu ertrinken. Vergaß Mona, deren Sehnsucht auch er nicht hatte erfüllen können. Fühlte mit kindlicher Freude, wie seine Sehnsucht -- lange mit den stählernen Ketten von Disziplin und Selbstbeherrschung an den Boden gekettet -- plötzlich empor sprang, die Flügel ausbreitete und sich in den Himmel schwang. Wunderschöner, leuchtend-bunter Vogel der Phantasie. Seine Hände -- noch an Annettes Ellenbogen -- strafften sich. Seine Finger an ihren Oberarmen spannten sich. Sendeten ein Signal. Eine Bitte. Eine Aufforderung. Einen Wunsch. Annettes Augen weiteten sich. Ihre Hände glitten von seinen Schultern in seinen Nacken. Ihre langen, schlanken Finger streichelten seine Halswirbelsäule, seinen Hinterkopf. Sanfter, fordernder Druck. Er beugte sich langsam vor. Ließ seine Hände von Annettes Ellenbogen unter den Oberarmen auf ihre Flanken gleiten. Leicht massierte er ihre Rippen, ließ die Hände auf ihre Schulterblätter gleiten. Ihre Gesichter waren sich nahe gekommen. Ihr Atmen hauchte in eins. Zitternde Lippen trafen auf zitternde Lippen. Ein keuchender Atemstoß fuhr in Werners Mund. Feuerwerk explodierte hinter seinen Augen. Ein fürchterlicher Hunger, eine anmaßende Gier, ein sengendes Feuer fuhr durch seinen Körper. Er wollte diese Frau. Jetzt. Das urgewaltige Vorpeitschen von Annettes Leib gegen den seinen legte Zeugnis von ihren Wünschen ab. Doch statt sich gegenseitig die Kleider vom Leib zu reißen und in urweltlicher Brunst ihre Vereinigung zu vollziehen, zogen sie sich voneinander zurück. Keuchend. Widerwillig. Voller Anspannung. "Ich ... ich wäre jetzt gerne deine Tsunami" flüsterte Annette. Eine meilenhohe Wasserwand, grün wie Annettes Augen, stand Werner im Kopf. "Ich will dich", wisperte er. "Ich will dich zum Fließen bringen, zum Schmelzen, zum Fliegen ..." Sie fasste wortlos seine Arme, zog seine Hände nach vorne und legte sie auf ihre kleinen Brüste. Der Laut, den Werner ausstieß, war jenseits aller Sprache. Urlaut. Gesang und Gebet an irgendeine der alten Erdgöttinnen. Dann ließen sie voneinander ab.

 

Annette griff ein Blatt, kritzelte schnell mit einem Edding ein paar Worte darauf und legte es auf die Tastatur. Werner war aufgestanden. Sie verließen das Büro, meldeten sich bei Gerhards Sekretärin ab -- "Wir sind seit gestern Abend hier, Ingrid. Wir können nicht mehr. Wir gehen schlafen. Wer uns stört, wird erschossen. Bis morgen!" -- "Nee. Bis Freitag. Morgen ist doch Feiertag." -- "Umso besser. Sag' Peter und Gerhard Bescheid." -- und eilten wortlos durch die morgendlich-schweigsamen Straßen zu Werners Wohnung.

 

Als sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, sahen sie einander schweigend an. Ein Moment des Innehalten. Des Abschätzens. Ein Augenblick tiefer, grundloser Ruhe. Dann brachen die Dämme. Hände griffen nach Körpern, rissen an Stoff, entkleideten, entdeckten, erkundeten. Lippen berührten, ließen los, fassten neu. Münder saugten an Fleisch, Finger krallten und drückten und ...

 

Halb entkleidet fielen sie mitten im Flur um, rissen die Garderobe von der Wand. Unwichtig. Werners Instinkt für Ordnung wollte noch das Schlafzimmer erreichen, doch waren seine Arme unwillig, den Körper hochzustemmen und Annettes Beine widerstanden jeder Bewegung von ihr weg. Mit einem Grunzen zerrte Werner ihren Rock über die Hüften. Mit seltsamen, winselnden Lauten riss und trat Annette ihm die Hose vom Leib. Dann ... einen Augenblick, da Härte auf Weichheit traf, da Hitze Hitze berührte und die Wasser der Erde flossen. Hüften zuckten, ungeduldig, unwillig.

 

Da wurde der bunte Vogel der Sehnsucht zu einem machtvollen Adler, der die Sonne berührte und Mann und Adler stießen mit gellenden Schrei hinab. Hinab! Hinab ging es in sausendem Flug, dem grünen, smaragdenen, schimmernden Boden entgegen. Und die Frau war Lachs und ihr schlanker Leib wand sich in der endlosen, graugrünen See und sie heulte wie eine bean sidhe über den grundlosen Wasser, aus deren schweigender Tiefe sich machtvoll und höher und himmelwärts und die Sonne berührend eine gigantische Welle erhob und nieder brach und das Land unter sich begrub und den kleinen Tod mit sich brachte. Und Schweigen herrschte, denn ein Wort jenseits aller Worte war gesprochen worden.

 

Welt wurde. Welt war.

 

Werner öffnete langsam die Augen und blickte in das noch verschleierte Grün. Mit leichtem Schwindel stützte er sich auf die Arme und erhob sich. Annette streckte eine Hand aus und er zog sie hoch. Schloss die Zitternde in seine Arme. Sie hob fordernd ihr Gesicht. Lippen fanden einander. Ihre Hände glitten unter sein zerfetztes Hemd. Kühle Finger auf heißer Haut. Flammen züngelten auf. Werner streifte ihr die aufgerissene Bluse von den Schultern. Sie warf den Kopf zurück. Keuchte auf, als seine Hände begehrend von den Schlüsselbeinen auf ihre Brüste glitten. Er küsste ihre Kehle. Ihre Küsse bedeckten seine brennenden Schläfen.

 

„Komm!“ Wer hatte das Wort, die Einladung, die Aufforderung gesprochen? Mit einem gleichmütigen Blick auf das Chaos in dem kleinen Flur führte Werner die begehrte Frau in sein Schlafzimmer. Mit fliegenden Händen streiften sie einander die letzten Überreste der Kleidung ab. Einmal blickte Annette ihn nachdenklich an. „Ich habe keine Worte.“ murmelte sie. Werner nickte nur. Barg den Kopf an ihrem Hals und kostete die zarte Haut. Fühlte, wie ihm ein Scherentritt die Beine unterm Leib weg schlug. Fiel mit Annette in den Armen auf das breite Wasserbett. Sie wälzte sich über ihn. Zuckte wohlig, als ihre Scham sein erschlafftes Glied berührte. Ließ ihren Körper langsam und mit Genuss über seinen gleiten. „Ich will mehr, Werner. Ich will viel mehr.“ Mit dem Knurren eines wütenden Luchses: „Ich will alles.“

 

Er starrte in ihre unerbittlichen Augen. Ein Blitz zuckte durch ihn. Das war es! Diese Frau wollte keinen politisch korrekten Geschlechtsverkehr mit stundenlanger Partnerschaftsdiskussion. Sie wollte … den alten Pan. Thor mit seinem kurzen Hammer. Lugh mit seinem Speer. Diese Tochter der Hekate, Schwester der Boudicca wollte erobern und erobert werden. Trügerisch sanft ließ Werner seine Hände von Annettes Hüften zu ihren Schultern gleiten. Weidete sich am Anblick des schlanken, kraftvollen Körpers seiner Gefährtin. Seiner Beute. „Du bist mein, Weib!“ grollte er aus tiefer Kehle. Ihr stolzer Blick war alt wie die Menschheit. Reiche waren deswegen vergangen. Heldentaten vollbracht worden.

 

Mit einer kraftvollen Drehung warf er sie auf den Rücken. Schlürfte mit einem lustvollen Stöhnen den Schmerz, als sie ihm ihre Krallen über den Rücken zog. Mit einem tiefen Grunzen fasste Werner die schlanke Frau um die Hüften. Spürte die delikate Zartheit ihrer Beckenknochen. Küsste ihren Mund, ihren Hals. Seine Lippen berührten ihre Kehle, seine Zähne nagten sachte an ihren Schlüsselbeinen. Seine Zunge kostete die salzige Haut zwischen Schultern und der sanften oberen Rundung ihrer Brüste. Schlängelte zwischen ihren Brüsten hindurch. Knabberte an dem zarten Fleisch. Die dunkleren Vorhöfe schwollen leicht an. Wurden mit Lippen, Zunge und Zähnen massiert. Die runzligen Warzen streckten wie neugierige Märzkätzchen ihre Köpfchen vor. Seine Zunge umkreiste die empfindsamen, harten Warzen. Seine Lippen saugten. Dann schauderten Warzen, Haut und Frau unter einem schmerzlich-lustvollen Biss.

 

Annette krallte ihre Hände in Werners dichten Schopf. Warf ihren Kopf mit halb geschlossenen Augen zurück. Atmete pfeifend. Ihre Beine zuckten, wanden sich wie gierige Schlingpflanzen um Werners Hüften. Ihr Becken stieß nach unten. Werner bedeckte ihren Brustkorb mit Küssen. Knabberte an ihren Rippen entlang. Stieß die lange, kräftige Zunge in ihren Nabel. Küsste und schob bis sein Kinn auf dem weichen Fleisch oberhalb ihres Schambeins lag. Massierte mit seinem massigen Unterkiefer die empfindsame Region. Annettes Beine lagen um seinen Kopf, ihre zuckenden Füße schlugen ihn in die Rippen. Er hatte umgegriffen und hielt sie um die Brust. Spürte ihre Hände an seinen Armen auf und ab fahren. Ihr Atem war einem tiefen, wimmernden Keuchen gewichen.

 

Als sie fordernd ihr Becken hoch, ließ er die äußerste Spitze seiner Zunge über die Schamspalte gleiten. Sie öffnete sich wie eine exotische Blume. Ergoss ihren Nektar auf seine Zunge, über sein Gesicht. Langsam knabberte er an den äußeren Schamlippen. Saugte an den inneren. Fühlte das Zucken, Winden, Beben des geschmeidigen Körpers. Hörte Annettes winselnden Atem. Stieß seine Zunge tief hinein in das bebende Fleisch. Presste die Nase so nahe es ging an Annettes geschwollene Klitoris. Der schrille Laut von oben konnte alles Mögliche bedeuten und so schleckte Werner mit breiter Zunge ganz gemächlich vom Scheideneingang zum Kitzler. Umkreiste das zarte Hügelchen mit der Zungenspitze. Küsste es und saugte daran. Biss das empfindsame Gewebe sehr, sehr sachte. Annettes Becken zuckte vor. Ihre Schenkel würgten ihn fast. Ihr Schrei schraubte sich höher und höher ... und brach ab.

 

Schmunzelnd warf sich Werner neben die keuchende Frau und nahm die Zitternde in den Schutz seiner kräftigen Arme. Streichelte ihren Rücken, ihre Schultern, ihren Po. Liebkoste ihr erhitztes Gesicht. Mit mattem Blick forderte sie einen Kuss. Tiefer und inniger wurde der. Finger streichelten Ohren und Schläfen. Hände legten sich auf Wangen. Dann dunkelten Annettes Augen immer mehr ein. Entspannte sich ihr Körper immer tiefer. Mit einem kleinen Laut barg sie ihren Kopf an Werners Brust. Der küsste sie auf die Stirn, zog ein Laken über sie und bewachte den Schlaf seines Schatzes.

 

 

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