Versuchung

 

Das erste Mal kamen wir uns nach einem Gartenfest näher. Ziemlich spät brach ich auf und machte mich allein auf den Weg zum etwas entfernt liegenden Parkplatz. Der Weg war schlecht beleuchtet. Ich war gerade dabei, mich an die Dunkelheit zu gewöhnen, als ich hinter mir schnelle Schritte hörte und sich plötzlich ein Arm um mich legte. Es war Petra, meine Kollegin. "Begleite mich zum Auto“, flüsterte sie und zog mich schnell ins Dunkle. Ich war etwas überrascht, aber sie nahm meinen Arm, legte ihn um ihre Taille und schmiegte sich fest an mich. Wir plauderten Belangloses, aber ich merkte, wie mir die Nähe ihres Körpers gefiel und zog sie noch etwas enger an mich heran. Sie gab diesem Druck nach und schmiegte sich noch mehr an meine Seite. Erst als wir in das Licht des Parkplatzes gelangten, lösten wir uns voneinander - es hätte uns ja jemand sehen können und nichts ist schlimmer als Betriebsklatsch. Ich brachte sie zu ihrem Auto und wollte mich mit unverfänglichem Küsschen links und rechts verabschieden. Aber irgendwie verwandelten sich die Küsschen in einen herzhaften Abschiedskuss.

 

Dann kam eine Zeit, in der es mir nicht gut ging. Stress im Betrieb, Stress zuhause mit einer massiven Ehekrise. Man hat es mir wohl deutlich angesehen, denn Petra zog mich in der Mittagspause zur Seite und fragte, was los sei. Ich druckste herum, doch sie sagte energisch: “Nach Büroschluss erzählst du mir deine Sorgen. Es ist ja nicht mit anzusehen, wie du herumschleichst!“ Es wurde ein langes Gespräch, sie konnte einfühlsam meine Probleme analysieren und manches relativieren. Ich war danach wie befreit und um dieses Vertrauen zu besiegeln, hielten wir uns lange umarmt. Ich genoss die Nähe und Wärme ihres Körpers und die Kraft, die von ihr ausging. Von nun ab suchten wir immer wieder die körperliche Nähe, nahmen uns kurz in den Arm, wenn wir unbeobachtet waren,  oder verabschiedeten uns nach abendlichen Sitzungen mit einer Umarmung und einem Kuss. Einmal sprachen wir auch darüber, wie wichtig viel Körperkontakt in einer Beziehung sei. Irgendwie kamen wir dabei auch auf erotischen Körperkontakt und wir stellten fest, dass uns beide tantrische Massagen sehr gefielen. Diese Gemeinsamkeit beschäftigte meine Phantasie immer wieder. Ich stellte mir vor, Petra und ich würden uns bei Kerzenlicht und stimmungsvoller esoterischer Musik nach den Regeln des Tantra verwöhnen und uns den Händen des anderen ausliefern. Aber natürlich blieb es bei der Phantasie...

 

Ich war inzwischen zu einem begeisterten Segler geworden und hatte auch schon Freunde zu einem Segeltag eingeladen. Irgendwann fragte mich Petra, ob sie auch einmal mitsegeln dürfe. "Aber nur, wenn deine Frau keine Bedenken hat!" fügte sie lächelnd hinzu. Sie hatte wohl mein Zögern bemerkt. Aber es war kein Problem, meine Frau war an dem geplanten Samstag anderweitig beschäftigt und es war ihr immer lieber, wenn ich nicht ganz allein mit dem Boot unterwegs war. Sie kannte Petra und sah in ihr keine Konkurrentin…

 

Ideales Segelwetter empfing uns am See. Petra war begeistert vom ruhigen Dahingleiten und der ganz anderen Sicht vom Wasser auf das Land. Als die Sonne uns richtig durchgewärmt hatte, schlug ich eine Badepause vor. Das Wasser war zwar noch recht frisch, aber wunderbar klar. Nachdem ich die Segel eingeholt hatte, kam eine heikle Frage: Nackt oder nicht nackt ins Wasser springen? Ich erklärte Petra, dass ich eigentlich vom Boot aus immer nackt ins Wasser ginge, schon aus praktischen Gründen, damit nicht immer eine nasse Badehose herumliege. Ich fügte jedoch hinzu: "Wenn es dir aber peinlich ist, deinen Kollegen nackt im Wasser planschen zu sehen, dann nehme ich darauf natürlich Rücksicht!"  "Ich habe damit kein Problem", meinte sie nur, zog ohne eine Spur von Verlegenheit alle ihre Kleidung aus und kletterte mutig die Badeleiter hinunter.

 

Mit einem "Huuu, ganz schön kalt!" ließ sie sich ins kühle Seewasser gleiten und schwamm mit einigen schnellen Zügen am Boot entlang. Ich folgte ihr und wir umrundeten ein paar Mal das Boot. Dann hingen wir japsend nebeneinander an der Leiter. Unsere nackten Körper berührten sich, wir ließen es geschehen und es war eine selbstverständliche Vertrautheit dabei. Als erster kletterte ich an Deck, vielleicht wäre es ihr peinlich gewesen, wenn ich ihr beim Hochsteigen auf ihre intimsten Bereiche geblickt hätte... Dann kam sie herauf, lachend, mit einer Gänsehaut auf ihren Brüsten und Oberschenkeln, schnappte sich ihr Handtuch und begann sich kräftig rubbelnd abzutrocknen. Sie stand mit dem Rücken zu mir und ohne viel nachzudenken rieb ich ihr den Rücken trocken. "Das tut gut", meinte sie und ich wusste nicht, ob sie das Bad oder das Abtrocknen meinte. Auf jeden Fall hörte ich nicht mit dem Rücken auf, sondern ließ das Handtuch sanft über ihren Po und die Oberschenkel gleiten. Sie hielt still und ließ es geschehen.

 

Eigentlich hatte ich erwartet, dass Petra gleich in ihre Kleidung oder in einen Badeanzug schlüpfen würde, doch sie setzte sich nackt auf die Sitzbank und lehnte sich zurück, die Ellenbogen seitlich aufgestützt und das Gesicht der Sonne zugewandt. Mit geschlossenen Augen saß sie entspannt da und nahm die Wärme mit jeder Pore ihrer Haut auf.  "Sonnenanbeterin" – das passte jetzt genau. Petra war etwas mollig, aber es passte zu ihrer fröhlichen und offenen Art. Ihre Brüste waren nach zwei Schwangerschaften nicht mehr straff und jugendlich, doch schöne dunkle Vorhöfe und kräftige, vom Bad noch etwas zusammengezogene Brustwarzen glichen dies aus. Unter ihrem kleinen Bäuchlein lugte ein Busch dunkler Schamhaare hervor, Natur pur.

 

So saß ich eine ganze Weile und betrachtete sie, während ich mich umständlich abtrocknete. Ich spürte, wie die Sonne im Nacken brannte und stieg deshalb in die Kajüte hinunter, um Sonnencreme zu holen. Inzwischen hatte sich Petra auf dem Bauch liegend auf der Sitzbank ausgestreckt. Ich und spritzte etwas Creme auf ihren Rücken. "Du holst dir sonst einen Sonnenbrand, mit Sonne und Wasser geht das blitzschnell!" erklärte ich ihr, als sie überrascht zusammenzuckte. Ich begann, die Creme zu verteilen. Ihre Haut war weich und kühl und die Creme ließ sich nur langsam verstreichen. Aber je länger ich rieb, desto leichter glitten meine Hände über ihre Haut. Es war ein wunderschönes Gefühl. Meine tantrischen Träume erwachten...

 

Ich beschränkte mich auf den Rücken, aber die Versuchung, an den Seiten hinunter zu gleiten bis zum Ansatz ihrer Brüste war sehr, sehr groß. Ich unterdrückte diesen Wunsch, dafür aber tropfte ich ordentlich Creme auf die Oberschenkel und die Pobacken. Zuerst massierte ich die Beine damit, dann begann ich vorsichtig,  mich den empfindlicheren Zonen zu nähern. Petra zeigte keine ablehnende Reaktion. Als ich behutsam zuerst die rechte, dann die linke Pohälfte eincremte, meinte ich sogar, eine leichte, wollüstige Anspannung in ihrem Körper zu spüren. Dadurch ermutigt, strich ich mit meinen cremigen Fingern zum Abschluss durch ihre Pofalte und siehe da, sie quittierte diese Liebkosung mit einem leisen „Mmm!“ Wenn sie jetzt ihre Schenkel nur um eine Winzigkeit geöffnet hätte, wäre meine Hand noch einmal diesen verborgenen Pfad entlang gewandert- vielleicht hätten sich dann meine tantrischen Träume erfüllt. Aber Petra lag ruhig und entspannt da und ihr Körper signalisierte völlige Zufriedenheit.

 

Nachdem auch ich mich so gut es ging eingecremt hatte – ich fragte sie nicht, ob sie das übernehmen würde, denn ich wollte, dass sie so liegen blieb,  legte ich mich bäuchlings auf die Sitzbank, schloss die Augen und träumte wieder meine tantrischen Träume...Das führte allerdings dazu, dass sich mein Kleiner unten angesprochen fühlte und sich zu strecken begann. Das war egal, solange ich auf dem Bauch lag, aber aufstehen wäre mir jetzt peinlich gewesen. Für Petra gab es dieses  Problem nicht. Ich beobachtete aus den Augenwinkeln, wie sie sich nach einer Weile auf den Rücken drehte. Sie griff nach der Sonnencreme, tropfte reichlich davon auf ihre Brüste und verrieb die weiche Flüssigkeit, indem sie die beiden Hügel immer wieder mit den Händen umrundete und mit den Daumen über die Brustwarzen glitt.  Sehr ausgiebig und- wie mir schien- etwas wollüstig geschah das, wohl in der Annahme, unbeobachtet zu sein. Der Bauch und die Schenkel mussten sich mit weniger Aufmerksamkeit begnügen. Aber zum Schluss ließ sie ihre Hände die Innenseiten ihrer Schenkel empor wandern und mit Druck über ihren Haarbusch gleiten. Dann streckte sie sich wieder aus und genoss mit geschlossenen Augen die Wärme.

 

Ich blinzelte immer wieder zu ihr hinüber, betrachtete die Linien ihres Körpers, der jetzt ausgestreckt gar nicht mehr so rundlich erschien. Am besten gefiel mir ihr schwarzer Busch, der keck über den Bauch hinausragte und von der Seite wie ein kleines Stück Pelz aussah. Mein Glied wurde hart, vor meinem inneren Auge erschienen erotische Phantasiebilder: meine Zunge ihre Brüste liebkosend, zart über die Vorhöfe gleitend und die Brustwarzen umspielend. Dann mit kleinen Küssen den Bauch verwöhnend und sich langsam abwärts bewegend zu ihrem schwarzen Busch. Vielleicht würden sich dann ihre Schenkel öffnen und mir den Zugang zu ihrem Lustzentrum eröffnen…unbekannte Düfte würden mich umgeben und meine Zunge fremde Säfte kosten. Ich brauchte ja nur den Arm auszustrecken, um sie zu berühren!

 

Ich hob den Kopf, um nach ihr zu sehen. Sie schien eingeschlafen zu sein. Ihr Gesicht war entspannt, ihre Brust hob und senkte sich in ruhigen Atemzügen. Mir wurde bewusst: Sie hat großes Vertrauen, dass ich diese Situation nicht ausnützen würde.

 

Auch ich dämmerte, vom Schaukeln des Bootes schläfrig geworden, etwas ein. Als ich erwachte, war es fast windstill. Leise stand ich auf, stieg in die Kajüte hinunter und kochte Kaffee. Das unvermeidliche Klappern oder der Duft des Kaffees weckten sie, jedenfalls streckte sie den Kopf in den Niedergang und meinte: „Welch ein Service: frischer Kaffee!“ Ich balancierte mit zwei Bechern hinauf und setzte mich neben sie. Nach dem ersten Schluck legte sie ihre Hand auf meinen Arm und nach einem kurzen Zögern meinte sie: „Ich hätte beinahe diesen Segelausflug noch abgesagt. Ich hatte plötzlich Angst, du könntest dich auch als einer der Männer entpuppen, die bei einer alleinstehenden Frau nur an Sex denken. Das erlebe ich so oft, und irgendwann bekommt man Angst, dass jede Verabredung wieder nur darauf hinausläuft. Ich bin dir dankbar, dass du nicht so bist.“ Etwas verlegen ob dieses Kompliments konnte ich nur ihre Hand drücken als Zeichen, dass ich verstanden hätte.

 

Langsam wurde es Zeit, an die Rückkehr zu denken. Wir stiegen noch einmal nackt ins Wasser und nach dem Abtrocknen holte sie aus ihrer Tasche einen bunten, ganz leichten Badeanzug. Er hüllte sie ein wie eine zweite Haut, stützte sehr dezent ihre Brüste und formte ein wunderschönes Dekolletee. Ihre kräftigen Knospen zeichneten sich deutlich ab und der weiche Stoff dehnte sich auch über ihrem kräftigen Busch von Schamhaar.

 

Die Segel waren schnell gesetzt und ein leichter Wind schob uns gemächlich in die Richtung des heimatlichen Ufers, in der Nachmittagssonne ein dunkler, im Dunst verschwimmender Schatten. Wir saßen uns gegenüber, das Gespräch wanderte von einem Thema zum anderen, wir spürten eine große Offenheit und es war nicht schwer, auch über sehr persönliche Fragen zu sprechen. Wir erzählten uns viel aus unserem Leben, von Beziehungskrisen und Verletzungen, die wir erfahren hatten.

 

Als das Segel seinen Schatten auf meine Seite warf, wurde es mir kühl und ich wechselte auf Petras Seite. Sie saß mit angezogenen Beinen auf der Bank, den Rücken an die Kajütenwand gelehnt und hing ihren Gedanken nach. Ich setzte mich zu ihren Füßen und steuerte weiter das noch ziemlich entfernte Ufer an. Nach einiger Zeit streckte Petra sich auf der Bank aus und weil für die Beine nicht genug Platz war, legte sie einfach ihre Knie über meinen Schoß. Wie nah ihr Körper jetzt für mich war! Neben mir ihr Unterleib, nur vom hauchdünnen Stoff des Badeanzuges verdeckt. Beim Ausstrecken hatte er sich im Schritt gespannt, ein Streifen dunkler Schamhaare schaute frech unter dem Saum hervor. Auch der Anfang ihrer Schamlippen zeichnete sich ab, der Rest war zwischen den Schenkeln verborgen. War ihr bewusst, wie verführerisch sie sich mir präsentierte? Ihre Brüste, vom Stoff des Badeanzuges schön geformt, wölbten sich verlockend und die  Brustwarzen luden dazu ein, liebkost zu werden. - Erwartete, ersehnte ihr Körper solche Berührungen vielleicht sogar?

 

Ich wartete ab, ob sie entsprechende Signale aussenden würde: ein kleines Räkeln ihres Körpers, ein leichtes Reiben ihrer Oberschenkel an meinen, eine zarte Berührung mit der Hand, ein Blick und ein Lächeln des Einverständnisses…. Doch ganz ruhig lag sie da, im engen Kontakt mit meinem nackten Körper. Und diese Ruhe ihres Körper signalisierte mir ganz deutlich: Ich vertraue darauf, dass du nichts unternimmst, was ich nicht zulassen möchte. 

 

Dass ich diesen Wunsch verstanden und akzeptiert hatte, wollte ich ihr irgendwie zeigen, ohne Worte, nur mit einer  Berührung. Vorsichtig legte ich meine Hand auf ihren Bauch und ließ sie dort eine Weile ruhen. Petra blieb entspannt liegen. Langsam begann ich, ihren Bauch zu streicheln. In gleichmäßigen Bewegungen glitt meine Hand zart über den seidigen Stoff des Badeanzuges, ohne sich ihren intimen Zonen zu nähern. Mit geschlossenen Augen lag sie da und ließ mich gewähren. Sanft streichelte ich sie so, genoss die Wärme ihres Körpers unter meiner Hand und hoffte, dass sie fühlte, was ich ihr signalisieren wollte.

 

Lange blieben wir so, wortlos, aber auch ohne Worte einander sehr nahe. Ich blickte über das Wasser, beobachtete die kleinen Wellen, das Glitzern der Sonne auf dem Wasser und fühlte mich unendlich ruhig und zufrieden.

 

© Tacet