Ins Herz gebrannt




© Jean-Francois Bauret

 

Da kniest du nun zwischen meinen weit gespreizten Beinen – nackt – und betrachtest … mich. „Ich muss meine Brille aufsetzen, sonst sehe ich nicht gut genug!“ Du holst deine Brille und bist schon wieder da. Dein Anblick brennt sich in mein Herz. Noch mehr … das Wissen um deine wundervolle Unvollkommenheit. Du willst mich rasieren, und ich bin glücklich, dass du eine Brille brauchst. Glücklich, dass du meine vielen Fehler nicht alle sehen kannst - ohne! Ich habe ja so viele davon. Falten, Speck, Schwangerschafts-streifen und natürlich eben diese Haare, die du so gar nicht magst.

 

Also nun, rasiere sie ab, die Schamhaare, die dich stören. „Liebe machen“ ist sowieso schöner ohne. Um wie viel zärtlicher kann ich deine Zunge spüren! Um wie viel deutlicher, erregender wirken deine Blicke zwischen meinen Schenkeln! Und du rasierst, schabst, kratzt und dann nimmst du die Brille ab – blinzelst. Oh, ich liebe dich! - „Darf ich dich küssen?“ – „Natürlich darfst du - ich warte doch nur darauf, aber willst du das – jetzt? Soll ich nicht erst duschen? Die Stoppeln entfernen?“ Dein Handtuch reibt, streichelt die Härchen fort. „Nein, ich will, kann, nicht noch länger warten!“ Du kannst es nicht erwarten mich zu schmecken! Oh, wie ich dich liebe! Wie wundervoll es ist begehrt zu werden – von dir. Verwöhnt!

 

Der warme Hauch deines Atems streift meine entblößte Haut und ich fühle, wie lüstern ich schon bin. Die Prozedur des Rasierens hat mich erregt. Deine Finger! Deine Blicke! Die zärtliche Entblößung meines Geschlechtes! Leise stöhnend dränge ich mich dir entgegen. „Komm!“, soll das bedeuten. „Berühr mich, Liebling! Ich hab es so nötig! Möchte dich so sehr spüren!“ Deine Zunge leckt, macht mir bewusst, wie bereit ich längst bin für dich. Meine Lippen sind prall und feucht, und die Kühle deiner Zungenspitze wirkt wie ein Aphrodisiakum. Du bist mein Aphrodisiakum! Ich brauche dich jetzt. Deine zärtlichen Finger – dazwischen. Wie aufregend sie streicheln, reiben. „So schieb sie schon rein!“ Ich kann, will auch nicht länger warten. „Nimm mich – jetzt!“

 

Weißt du, dass ich von deinen Fingern träume? Du hast sie dir verletzt und so ist einer nun krumm. Das gefällt dir gar nicht. Aber mir! Es ist mein Erkennungszeichen. Wie zärtlich sie sind – zu mir. Wie gern ich sie spüre! Auf meiner Haut! In meinem Haar! Ich liebe es, wenn du meine üppigen Brüste massierst. Nicht so sehr mit den Fingern, eher mit der Handfläche. Und dann… die Krönung: Deine Fingerspitzen, die sich hinabschieben zu meiner Muschi. Wie wundervoll, dass du so ein diskreter Mann bist. Du überfällst mich nicht – du liebst mich. Deine Hand nimmt mich gefangen, legt sich über meine Vulva und drückt nur ganz leicht. Die Fingerspitze deines Mittelfingers streichelt behutsam über meine noch geschlossenen Lippen. Zärtlich! Welch delikate Liebkosung. Und erst, wenn dir mein Körper das Signal gibt, erst dann …

 

Wie geil du mich machst! Ich spüre, wie meine Lippen anschwellen, wie die Feuchtigkeit in mir steigt, aber offensichtlich ist der Pegel noch nicht so hoch, um über die Ufer zu treten. Und immer noch reibt dein Finger - auf und ab. Und nun … hast du meine Lust entdeckt! Ich spüre den Ruck, der deinen Körper durchläuft und ich fühle diese süße Spitze drücken – tiefer! Die glatte Nässe, die du lüstern über meine Lippen streichst, fühlt sich so kühl an - so aufregend geil! Sie ist der Beweis. Spürst du, wie verrückt du mich machst? Ach Liebling! Wie gern ich mich von dir lieben lasse! Weil … weißt du, ich liebe dich!

 

© BvS