Anzestrales Kribbeln


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Dieser Text ist die Dankschrift an Kollegen und Mitstreiter des Prof. Dr. Psychofarmatherapeuten Heinrich Maximilian Ham Buddendorf anlässlich einer Dissertation, die in der Fachwelt als revolutionärer Durchbruch im Bereich einer atavistischen Krankheit aus dem Zeitalter der Spätprimaten gerechnet wird. Nach der wissenschaftlichen Würdigung der Arbeit in der Presse wurde der Genkomplex hij66598cc von der IAE wieder zugelassen, das seit dieser Zeit im Volksmund das "Lustgen" getauft wurde.

 

Einige Fremdwörter seien hier vorab erklärt, um dem Leser vielleicht auftauchende Widerstände beim Lesen zu ersparen, die durch Hürden bei unüberwindlich scheinenden Wortgebilden durchaus auftauchen können.

 

Fremdwörter :

 

@ = griechischer Buchstabe, lies: alpha

adoptabel = anwendbar

annihilieren = auslöschen, vernichten

Atavismus =  Wiederauftreten von Merkmalen stammesgeschichtlicher Ahnen

Dysfunktion = Fehlfunktion

Inadaption = Nichteignung, mangelnde Anpassung(sfähigkeit)

lingua communis = populäre Sprache

kongruent = deckungsgleich

homo libidinosus = liebesfähiger Mensch

primar = Mischung aus prima und primär

rudimentär = verkümmert, zurückgeblieben, verschrumpelt

panerotisch = weltumspannend erotisch

Perpetuierung = in alle Ewigkeit bewahren

 

 

Fantasiewörter und –namen

 

Akkumulatio sanguis = Schwellung durch Blutzufluss

Anthropophysiker = Menschheitsphysiker

anus minisculus = winziges Arschloch

 

epilliert = enthaart

I A E (deutsche Aussprache) bedeutet nichts Bestimmtes, sondern ist nur eine Abfolge von schönen Vokalen. Es handelt sich dabei um eine weltumspannende Behörde, die hundertachtzigtausend Jahre später als der igenac gegründet wird, in diesem Sinne also eine Erbin des i g a c

 

i gen a c  ist der Name einer Behörde: international genetic approbation council, was ungefähr übersetzt heißt: internationaler genetischer Zustimmungsrat

membris urinis = männliche Harnröhre

pelo pectoris = Brustbehaarung

Primozön = eine imaginierte Zeitepoche, ca. 25.000 Jahre nach dem Jahr 3.000

Omnipotenzmoleküle = biochemische Bausteine für das kurzfristige Gefühl der Allmacht

panerotisch = weltumfassend erotisch

Rarifizierung =  Verknappung                      

Reinduktion = Wiedereinführung (lateinisch klingendes Phantasiewort für eine Methode, die Lebenszeit unbegrenzt zu verlängern

Reinkarnitoinjektion = Neueinsprizung zur Wiederbelebung einer Spezies, also die besondere Art einer Gattung, hier homo consensus ludens (des auf Einigung bedachten und spielerischen Menschen, ca 3,5 Mio Jahre nach unserer Zeitrechnung)

rudimentär = in Wurzeln noch vorhandene körperliche Merkmale, die keine Funktion mehr haben, wie das Steißbein, wo bei Vorfahren des homo erectus offensichtlich einmal ein Schwanz war

Spätprimaten = Menschen im Jahre 3000 nach Christus

Sperma liquidus bianco = flüssiges weißes Sperma

tubus miraculis = die Wunderröhre

 

 

Mit vielem Dank an meine KollegInnen, die mir im Kampf um Reinkarnitoinjektion zum Überleben unserer Genomspezifikation beigestanden haben. Besonderer Dank geht an Dr. Bahkjisch Jaim Vogelzang.

Es handelt  sich um eine Übersetzung in die frühneuhochdeutsche Sprache

(1.-4. Jahrtausend n.C.)

 

 

Liebe Kolleginnen, Kollegen und Freunde:

 

Wie die meisten von Euch bereits wissen, ging heute vor genau 850 Jahren folgende Mitteilung bei mir ein:

 

 

 

Procreations-Antrag 7MC+**pdf                                   PARIS : 0704156006     

 

 

 

Ihr Antrag mit Hinweis auf adoptable Genspezifikation - wurde bis 0704156086 zurückgestellt.

 

 

Paris, @ 195888

I A E pc

 

Prof. Diss. Philfack

Habib Jakob Schmoll

 

 

Damit hatte ich zwar gerechnet, denn wenn die afri-eurasische Approbationsbehörde über Fortpflanzungsanträge entscheiden musste, die nicht über jeden Zweifel erhaben waren, stellten sie das Gesuch in der Regel um 180 Jahre zurück. Das erlebte ich an diesem Jahrestag zum dritten Mal.

Dabei hatte die Gen-Datenbank bereits die geeignete Eizellenträgerin für mein Gesuch gefunden. Aber es gab eben diesen Zweifel wegen meiner zugegebenerweise  rudimentär anmutenden hormonellen Dysfunktion, deren sichtbarstes Kennzeichen eine signifikante pelo pectoris ist. Dieses virile beinahe ausgestorbene Überbleibsel der Affenmenschen, das vor ca. 100.000 Jahren  beinahe von unserem Planeten verschwunden wäre.

 

Als Anthropophysiker beschäftigte ich mich seit genau 7580 Jahren wissenschaftlich mit dem Paarungsverhalten der Spätprimaten in der Zeit des dritten bis vierten Jahrtausends nach Christus. (Anm. I: bis zum Jahre 3.045 ihrer Zeiteinteilung, die auf der Geburt eines homo miraculis beruhte, eines Wundermenschen namens Jesus (Anm: Kap.14, C Religion und Glaube) der als Sohn Gottes verehrt wurde, und nach dem die Spezies in dieser Zeit der Frühtechnologie ihre Zeit berechnete. Nach heutiger Datierung handelt es sich grob um @ – 180.000)

 

Diese Behaarung wurde in den letzten 24.000 Jahren als atavistische Signifikanz besonders mit Merkmalen wie - primärer Brutalität und sozialer Inadaption assoziiert und diese rudimentär erscheinende Auffälligkeit, samt der damit unmittelbar verbundenen vermeintlich kongruenten Erscheinungen wurde bis auf geringe Bevölkerungsreste genetisch annihiliert.    
Die vermutete merkmalische  Parallelerscheinung:  Kriminalitätsbereitschaft schon im Kleinkindalter verlief statistisch allerdings gegenläufig zum Verschwinden von pelo pectoris.

 

Pelo pectoris wurde erst als rudimentär wahrgenommen, dann aber durch die global agierende Rarifizierung zunehmend als Atavismus gekennzeichnet.

 

Die Wahl meines letzten Studienfachs aus diesem Grund war evident in dem Sinne, als ich mich für einen voll sozialisierten Zivilisationsadepten halte und mein Genom darum ebenfalls als perpetuierungsfähig erachte.

 

Ich habe mich gegen die Definition „atavistisch“ gewehrt und plädierte für den Ersatz dieses Begriffes durch „rudimentär“, da in der seit  67.000 Jahren konstanten Weltbevölkerung dieses Phänomen bei 0,15 % der männlichen Genkreationen signifikant vorhanden ist.

 

Bei meinen Forschungen war es mir nach Zugriff auf Dateien aus der Frühgeschichte gelungen,  auf Daten zurückzugreifen, die eine Rekonstruktion von 95.000 „Webseiten“ genannten Datenträgern ermöglichten, die sich mit Erotik in dieser Zeit auseinandersetzten.

 

Dieses Wort muss heute nicht mehr erklärt werden, was allerdings historisch verwunderlich erscheint, wenn man bedenkt, dass Erotik im Sinne eines aktiven lebensweislichen Bereichs völlig verschwunden war. So finden wir die letzte Eintragung dieses Wortes vor der Reintroduktion  des Genkomplexes hij66598cc das letzte Mal erst 175.000 Jahre vorher, also zu Beginn des Primozöns.

 

Alle Seiten wurden in vorliegender Arbeit  wissenschaftlich ausgewertet.

 

Bei der Sichtung einiger Datensätze, besonders von Geschichten einiger unbekannter SchriftstellerInnen dieser Zeit,  stellten sich gewisse Situationen sozusagen als panerotisch heraus, die mir selbst die Entdeckung als homo libidinosus zum ersten Mal ca. 40.000 Generationen später eine Gemütsbewegung verschafften, welche ich der Wissenschaft nicht verschweigen durfte.  Darum sollte mit dieser Arbeit eine Wiederzulassung des Gencodes bei der g. e. a. angestrebt werden.

 

Diese Zulassung wurde mittlerweile erreicht und der massenhafte Andrang nach bekannt werden dieses  beinahe ausgestorbenen Gens hij66598cc auf den dafür notwendigen Gencode hat die Behörden ja bekanntlich veranlasst, den mangelnden Chromosomensatz in Form eines Patches für die gesamte männliche Weltbevölkerung bereitzustellen. 

 

Aus heutiger Sicht ist die Unterschlagung von hij66598cc zu seiner Zeit in quasi verbrecherischer Absicht geschehen.
Die Anwendung des Pflasters stellte sich dann bekanntermaßen ebenfalls als die einzige wirksame Waffe gegen die Viruskumulation  xx hispaniola erase heraus, die tollwutartig zuerst beinahe alle Nacktschnecken aus @Erde verschwinden ließ.

 

Sie griff dann durch Verzehr von Raubtieren, die natürliche Feinde dieser niederen Tierart waren, auf die Spezies homo prudens nudus über, also alle Wesen männlichen Geschlechts, die bis auf Haare auf dem Kopf nicht ein einziges Körperhaar mehr trugen. Diese Spezies wurde bis auf 0,8 % der Gesamtbevölkerung dezimiert.

 

Diese schreckliche Pandemie hätte nach Berechnungen von research Pandemia  95,444 % der gesamten männlichen Erdpopulation hinweggerafft. Einzig die Träger des Lustgens und pelo pectoris waren immun gegen diese in der lingua communis als "Nacktschneckenvirus" bezeichnete Krankheit.

 

Zum Dank für die Hilfe der in der Danksagung genannten Persönlichkeiten, sei nun hier dieses Erweckungserlebnis für alle Forscher der frühneuhochdeutschen Sprache in Gänze noch einmal im Original veröffentlicht:

 

Bei Sichtung einer Seite mit erotisierenden Inhalten!!!  stieß ich auf eine Geschichte, die unterlegt war mit dem Bild eines nackten Mädchens, für das unsere Begriffe von Schönheit nicht mehr gelten. Es entstammte einem Archiv, das unter dem Titel Hegre-Archiv firmierte.

 

Dieses Spätprimatenmädchen, das nach meiner Kenntnis der Frühsterber höchstens 35 Jahre alt war (die Menschen starben in dieser Zeit meist noch vor 100 Lebensjahren an so genannter Altersschwäche, da diese Frühmenschen die Reinduktions Methode noch nicht kannten.)

 

Es handelt sich bei dieser (im Anhang zugänglichen) Videorekonstruktion dabei um eine schwarzhaarige Frau in einem Sessel, beide Beine sind seitlich über die Armlehnen gespreizt. Sie ist nur mit einem String, Nylons (auf Erdölbasis hergestelltes Gewebe in der Frühzeit des Primozöns) und Schuhen bekleidet, die damals als "high heels" bezeichnet wurden. Es handelt sich um Schuhe mit sehr langen dünnen Absätzen. Ihr Unterleib war epilliert und sie masturbierte mit einem langen gurkenähnlichen Instrument ihre Klitoris.

 

Ihre Körperfülle betrug das Doppelte des damals  gültigen Schönheitsideals.

 

Die außerordentlich schweren Brüste wippten rhythmisch im Takt zum Ein- und Ausgleiten dieses Gurkendildos. (Dildo war die in dieser Zeit übliche Bezeichnung für einen Stimulationsstab, vorwiegend im weiblichen Genitalbereich, aber auch anal einsetzbar) Ihr Kopf ist nach hinten gebeugt und sie saugte am Phallus eines Angehörigen der Spezies homo nerus, einem deutlichen Vertreter der pelo pectoris.

 

Angesichts dieser sinnlich derben Erotik, die wohl in der besagten Zeit zur Gattung „Pornographie“ gerechnet wurde, ein altgriechisches Wort, das in frühneuhochdeutsch  etwa als ‚von Huren schreibend’ übersetzt werden kann, stellte sich im Bereich meines Unterleibs plötzlich eine mir bis dato unbekannte Stimulation ein, die meiner membris urinis eine andere physische Daseinsform zu verleihen schien.

 

Ich öffnete meine Hose und betrachtete besorgt und überrascht die physische Transformation meines Gliedes. Dis Sensation war so gewaltig, dass ich mich trotz der Besorgnis über die spontane Akkumulatio sanguis nicht entschließen konnte, dieses unerwartete Gefühls-Spektakulum zu unterbrechen. Die Spätprimatin schiebt sich diesen Großgurkendildo immer tiefer und rhythmisch in die Vagina, zieht ihn schnell wieder raus, gleitet dabei über ihren kleinen Kitzler, der perfekt wie eine kleine Mandel frech aus ihren prallen Schamlippen hervorspringt. Mein Phallus erectus hat sich in voller Länge entfaltet und entblößt eine tiefrote Eichel.

 

Entzückt starre ich auf meinen tubus miraculis, fasse ihn mit der Hand und beginne, ihn mit erst langsamen, dann schnelleren Bewegungen auf- und abstreichelnd zu reizen. Die Bilder des Mädchens und meine massierenden Handbewegungen laufen schließlich synchron. Die völlige Rekonstruierung der Tonrudimente ermöglicht es, die Geräusche und Laute dieses lustvollen Mädchens mit meiner eigenen Libidokonstellation synchron zu steuern. Die geil aufquellenden Schamlippen schmatzen an diesem Gurkendildo und das Mädchen saugt nun den Penis des homo erectus nerus noch tiefer ein. Der muskulöse Vertreter dieser Gattung zieht dann den Phallus erectus aus ihrem Mund und eine ejaculatio grandiosa spritzt eine große Quantität Sperma liquidus bianco in ihr verzücktes Gesicht.

 

Einen Teil Sperma fängt sie mit der Zunge auf, die sie herausstreckt. Dabei lächelt die Primatin mit ihrer anzestralen Strahlkraft, indem ihr Gesicht und der Mund zu einer Freude verschmelzen, die ihr den Atem nimmt. Es handelt sich ausdrücklich um ein Amateurvideo. Diese Freude wird jetzt noch intensiver, als sie, wie man deutlich auf dem Bildschirm sehen kann, sie Zeige- und Mittelfinger in den Anus minusculus einführt. Der Großdildo lässt den Blick auf ihre Mandelklitoris völlig frei, die in diesem Augenblick beginnt, wild zu zucken. Das Lächeln des Mädchens verschwindet und macht einem lauten Urschrei Platz, der sich jetzt aus der tiefsten Tiefen ihrer Kehle herausarbeitet.

 

Sie scheint einen Lustschmerz zu erfahren, der kurzzeitig meine Kontrolle außer Kraft setzt und als sie laut aufschreit, erlebe ich die gleiche Erfahrung wie die Spätprimatin in diesem beeindruckenden Zeugnis urzeitlichen Vergnügens. Mein tubus erectus schleudert eine Quantität Sperma liquidus bianco heraus, das mir so hart gegen die Stirn spritzt, dass mein Kopf nach hinten fliegt.

 

Es dürfte sich dabei um den ersten Orgasmus profundus des Neolitikums handeln.

 

Liebe Mitstreiterinnen und Kämpfer!

 

Danke für Eure Unterstützung im Kampf für die Reintroduktion der lustkomponenten Omnipotenzmoleküle, die wir heute seit genau zweieinhalb Äonen wieder unser eigen nennen.

 

Venceremos

 

Heinrich Maximilian Ham Buddendorf

 

 

© Michel Chant                                                                           Ihre Meinung?