PferdMann

Für K.


 
„Sex“, sage ich, wenn mich jemand fragt, woran ich beim Laufen denke.
 
Gerade auf den langen Strecken, so ab Halbmarathon aufwärts, hat mir der Anblick eines vor mir laufenden,  engbehosten Frauenarsches schon manchen Kilometer wesentlich erleichtert. Wenn ich allein unterwegs bin, gibt’s dann das Gedankenkino;  aber manchmal erlebt man ja auch wirklich etwas...
 
Es waren immer noch gute 24 Grad an diesem sonnigen Augustabend und ich war solo auf der Piste.
 
Die Sieben-Kilometer-Runde zweimal, oder je nach Lust, auch dreimal rum, war heute mein Ziel. Ich laufe draußen vor den Dörfern; da gibt es asphaltierte Wirtschaftswege, auf denen so gut wie kein Verkehr herrscht, jedenfalls nicht tagsüber….
 
 
Als ich auf die lange Gerade am Waldrand einbog, fielen mir sofort die Pferde auf der gegenüber liegenden Weide ins Auge. Die standen sonst nicht hier. Ich habe kein besonderes Interesse an Pferden, laufe ich doch lieber selber, als dass ich laufen lasse, aber da der Hengst seinen 45-Zentimeter-Schwengel ausgefahren vorführte, gönnte ich ihm einen Blick. Sein Ding hing zwar noch ziemlich schlapp gen Erdboden, aber wenn es sich erheben würde... mein lieber Scholli. Hatte er schon ein „Stütlein“ in den Nüstern?
 
Den quittegelben Nissan Micra, der sich 100m weiter auf dem Grünstreifen  in den Schatten des Waldes drückte, hatte ich hier auch noch nicht gesehen. Die Marke kannte ich zufällig, meine Nachbarin fuhr seit kurzem mit so einem herum. Vielleicht legte hier ein Tourist nach langer Sonnenfahrt ein Pause ein. Die Fahrertür war halb geöffnet und das Fenster heruntergelassen. Der Wald spiegelte sich in der Windschutzscheibe, so dass ich keine Insassen erkennen konnte. Eine Hand schob sich aus dem Fenster und legte sich auf das Türblech... eine schlanke Hand... gebräunte Finger auf gelbem Blech... Armband... Silber... Damenuhr. Jetzt konnte ich die Frau in dem Spalt zwischen Karosserie und Tür sehen. Sie hatte ihren Kopf etwas weiter nach links gedreht und beobachtete offensichtlich die Pferde.
 
Sie bemerkte mich erst, als ich fast schon auf gleicher Höhe war. Mein flüchtiger Seitenblick registrierte blonde, kurze Haare, 35... 40 Jahre, etwas hoch stehende Wangenknochen, hübsch, sonnengebräunt, Spaghettiträger lindgrün (hing da ein Kleid dran?) über schlanken Schultern.
Ich hob kurz die Linke und rief ein freundliches „Moin“.
Normalerweise wär’s das gewesen.
Aber unsere Augen trafen sich und ihr Blick hielt mich einen Moment länger fest, so dass ich ein Zwicken in der Nackenmuskulatur verspürte, als ich mir im Vorüberlaufen den Kopf verdrehte.
 
Oder hatte sie ihn mir…??
 
Ich schaute nach rechts, um den ziehenden Muskel zu entspannen, und sah, dass die Pferde sich ein Stück weiter in die Nordecke der Weide bewegt hatten.
 
Der Hengst näherte sich jetzt einer Pferdedame, die sich mit leicht gespreizten Hinterbeinen und etwas seitlich erhobenem Schweif vor ihm aufgebaut hatte. Seine Stoßstange hatte sich merklich versteift, aber als er sich jetzt anschickte, sein Werk zu beginnen, bockte das Mädel und schlug aus. Alte Zicke! Nach nur wenigen Metern jedoch, veranstaltete sie eine weitere Mösenschau, die den Herrn zu einer neuen Attacke ermutigte. Wieder entzog sie sich ihm mit einem Hufschlag.
 
Ich überlegte kurz, stehen zu bleiben und mir diese Ars Erotica Animalis anzusehen, als mich ein tiefes Grollen aus den Gedanken riss. Ein riesiger grauweißer Blumenkohl hatte sich am Südwesthimmel aufgetürmt und bestätigte den Donner.
 
Ich laufe gern bei Regen, aber heute Abend noch in der Feldmark abzusaufen, war keine besonders prickelnde Perspektive. Also weiter, „eine Schippe drauflegen, und dann schaffst du noch ´ne Runde und den Weg nach Haus, bevor der Tanz losgeht“.
 
Natürlich drehten sich meine Gedanken jetzt um die blonde Verlockung im Zitronenauto. Ob sie sich die Zeit nahm, dem Liebesspiel der Pferde zuzuschauen? Was würde das mit ihr machen? Würden ihre Pflaumenhälften aufschwellen wie Cumulonimbus und süße Säfte sabbern? Würde sie die Hände in den Schoß legen, das feuchte Höschen fühlen und es zur Seite schieben? Oder ließe sie das alles völlig kalt? Wie auch immer, alles hätte sich längst erledigt, wenn ich wieder vorbeikäme. Woher kam sie eigentlich? Ich hatte gar nicht so richtig auf das Nummernschild geachtet, glaubte aber, dass es kein Deutsches war.
 
Mittlerweile befand  ich mich auf der entgegen gesetzten Seite der Laufrunde, die eigentlich ein Viereck ist. Ich hatte das Gewitter jetzt vor mir als eine stahlblaue Monsterwalze, unter der weiße, filigrane Wolkengespinste hingen, die in einem bizarren Schleiertanz gefangen waren. Zuckende Blitze am Horizont, brodelnd rollender Donner, der immer näher kam.
Ob ich das noch schaffen würde?
 
Die Sonne war schon längst verschluckt und die Brise nach und nach eingeschlafen, so dass sich die Luft wie warme Watte anfühlte. Auf meinem Hemd sammelten sich etliche kleiner Fluginsekten. Laufen macht da nicht mehr so den richtigen Spaß….
 
Ich keulte den letzten Anstieg zur Waldecke rauf. Würde der Nissan noch da sein? 90 : 10 nicht. Sie musste ja auch gesehen haben, was sich da zusammenbraute und das wollte sie gewiss nicht hier in der Einöde abwettern. Ciao Bella, Bella ciao!
 
Noch ein  paar Meter.
Die Weide konnte ich schon sehen.
Am noch rötlich hellen Horizont im Nordosten stand wie im Scherenschnitt ein fickendes Pferdepaar.
Warum malt so was niemand?
Da war das Auto.
Ich nahm einen extra Atemzug.
Die Fahrertür war jetzt ganz geöffnet.
Ich verzögerte meinen Schritt.
Sie musste jetzt seitlich sitzen; ich sah eine ihrer Fesseln zwischen Tür und Erdboden.
Und wenn sie seitlich saß, hatte sie noch ein wenig weiter links die Pferde im Blick…..
Langsamer… noch 30 Meter
Ihr Kopf im Halbprofil.
Langsamer...
Stehen bleiben.
Ein Donner knallte mir in den Rücken.
Nein, nicht stehen bleiben, du musst da vorbei!
„Ach komm, du Heuchler, du WILLST da vorbei!
Und am liebsten willst da nicht mal VORBEI!
Du geiler Sack, du willst da BLEIBEN!“
 
Sie erschrickt mit einem kleinen Schrei, als ich neben dem Auto auftauche.
Und, na klar, gucke ich dann dahin,
und,
na
klar,
bleibe
 
ich dann
 
da
 
 
st…..
 
 
 
Sie und ich atmen tief von der Anstrengung,
haben Schweiß auf der Stirn und Haarsträhnen, die darin baden.
Augenirrlichter.
Ihre Nasenflügel vibrieren rhythmisch.
Ihre Lippen sind geschlossen, als ob sie etwas zurückhalten müsste.
Ihre linke Hand bedeckt die vom Kleid entblößte linke Brust.                                                                
Ihre Rechte, deren Finger von Feuchtigkeit glänzen, hat den Kleidersaum fast bis zum rechten Knie herunter gezogen. Der linke Oberschenkel ist nackt bis zur Leiste.
Knie und Füße bilden ein umgekehrtes V.
Nahtlose Bräune.
Am Blinkerhebel hängt ihr Slip.
 
Standbild.
 
Eine leichte Böe fährt durch die Bäume.
 
Wieder schläft der Wind ein.
 
Wir liegen uns längst in den Augen.
Ihr Schrecken
wird zu
Verlegenheit
wird zu
„Ach, du verstehst schon…“
wird zu
Mut
wird zu
„Komm“
Wird zu
„KOMM!“
 
Fahlgelbe Dämmerung.
Die Luft ist wie Gelee.
Klebrig, glitschig.
Mein Schritt wird kleiner als gewollt.
 
Ein Blitz taucht uns in gleißendes Licht.
Ihre Lippen lösen sich,
Ist da ein Lächeln?
Der Donner macht mir Beine,
treibt mich zwei Schritte weiter.
Ich stehe an der offenen Tür.
Die Innenraumbeleuchtung ist heller als das Tageslicht
 
Ihr Blick ist jetzt fest, saugt mich an,
Die zurückkehrende Lust trübt ihre blaue Iris.                                                                              
 
Ein Donner wie ein Kanonenschuss.
 
Ich falle auf die Knie.
Das erste Pochen im Schwanz.
 
Ihre Rechte, die immer noch den Kleidersaum festhält, bewegt sich langsam aufwärts.
Gleichzeitig öffnen sich ihre Schenkel.
Zentimeter für Zentimeter.
 
Ich bin völlig gelähmt, gefangen in der Zeit.
Nur mein Schwanz pulst gegen den unflexiblen Hosenstoff, der die Aufrichtung verhindert.
 
 
Jetzt hebt sich der rotgeblümte Vorhang:
Winzige feuchte Dammlöckchen.
Oh Göttin!
Ein queen-size Lippenpaar säumt den rosig siedenden Sund.
Wie ein knospendes Weidenkätzchen entspringt ihre Klitoris unter dem haarlosen Venushügel.
 
Zwei sandige Knieschritte und ich beuge meinen Rumpf zwischen ihre Schenkel,
wie Ali zum Gebet.
Meine Hände finden Stütz auf dem Fußholm.
Ich neige meinen Kopf und schaue doch hinauf zu ihr. Wieder treffen sich unsere Blicke.
Ich rieche ihre herbsüße Wollust, spüre die Hitze ihrer offenen Vulva.
Ich blase einen langen Atemzug Kühlung durch das Feuertal.
Sie erschauert.
Sie wiegt ihre freie Brust in der linken Hand und beginnt mit dem Daumen über die Brustwarze zu streichen.
Hin und her.
Her und hin.
Schneller.
Schneller wird ihr Atem.
Ihre Augen verlassen mich und während sie die Brust leicht anhebt, peilt sie darüber hinweg zur Weide.
Meine Lippen schließen sich um die Knospe…
 
Gehetztes Flüstern in der Stille: „Bystro, …..bystro,  gospodin, bystro.“
 
Meine Zunge drückt den roten Knopf!
 
Sie kommt sofort.
 
Der Orkan packt den Micra.
Betäubendes Jaulen, Zerreißen, Brechen, Wüten,
Ein Stakkato von Lichtblitzen.
Die Tür kracht schmerzhaft gegen meine Hüfte, droht mich umzuwerfen.
Der Ruck jedoch befreit meinen Molch aus seiner Bondage. Er schnellt hinauf zum Hosenbund.
Ihre Knie pressen gegen meine Oberarme, halten mich.
Um uns das Inferno.
Sie drückt ihr zitterndes Becken in das Polster.
Die wellenartigen Kontraktionen ihrer Bauchmuskeln ziehen sie herab zu mir.
Ihre Klitoris entweicht meinen Lippen. Ich hebe den Kopf.
Mein Mund trifft ihre Brust und wie besessen lutsche ich an Daumen und Beere.
Ihre rechte Hand krallt sich in meinen Nacken, drückt mich an sich.
Ihr tiefes auf- und abschwellendes Girren an meinem Ohr ist jetzt lauter als der Sturm.
Wilde warme Worte, die ich nicht verstehe, deren Sinn ich spüre.
U N D  I C H  F R E S S E  I H R E  T I T T E!
 
Mein Schwanz möchte bersten, doch findet nichts, an dem er sich reiben könnte.
Meine Arme sind gefangen in ihrem Schenkelschraubstock.
 
Und dann fällt ein See vom Himmel.
Wir gehen glühend unter. Die halboffene Käseglocke bietet keinen Schutz.
„Aber wenn ich hier heute doch noch versaufe, dann will ich Champanskoje aus der Bar im Zwischendeck!“
 
Als ihre Spannung etwas weicher wird, entziehe ich mich sanft der Hand im Nacken.
Aber meine ostkarelische Wegwarte kennt meine Gedanken.
Auch der Druck ihrer Knie lässt nach und während ich über ihr nasses Kleid langsam hinab gleite, stellt sie die nackten Füße auf den Holm, zieht ihr Becken etwas weiter auf den Sitz und lehnt die Knie an den Türrahmen.
Das Wasser perlt von ihren Schenkeln.
Der Wind hat nachgelassen, doch der Regen ist wie eine Wand.
Graurauschen beim Pferdeporno.
Meine Knie stecken im Sumpf.
Sie hat mittlerweile auch die rechte Brust vom Kleide befreit. Zwei übergroße, reife Haselnüsse, rosinengekrönt, erheischen Liebkosung.
Ich werde zum Octopus. Meine acht Arme schlängeln über diesen lodernden Leib, tasten, kneten, streicheln, zupfen, saugen, drücken, öffnen, schlüpfen…
Mir wird fast schlecht vor Geilheit.
Ich fasse unter ihren Oberschenkeln hindurch und  greife in das feste Fleisch ihrer Arschbacken.
Zwei handbreit vor mir wieder diese prachtvolle Vagina und doch brauche ich auch diesmal ihre Erlaubnis, suche ihren Blick.
Einen winzigen Moment lachen ihre Augen, die jetzt bei mir bleiben und
wir schließen den Pakt.
Als ich immer noch zögere, kommt ihre Linke herab und schiebt mich am Hinterkopf hinein in den Quell des Lebens.
Sie stöhnt leise auf.
Ich inhaliere ihren Duft und meine Zunge leckt einen langen  und breiten Strich durch die ganze Furche. Und noch einen und noch einen. Und ihr Gel mischt sich mit meinem Speichel.
Sie drängt sich mir entgegen und gibt mir mehr von ihrem Saft. Und ich will mehr! Viel mehr! Ich kann nicht genug kriegen. Nimmersatt!
Hinauf zur Klitoris und...
 
Bitte zum Tanz:
Leck sie weich, leck sie hart, umrunde sie, lass sie kurz allein, hol neuen Saft aus der Senke, beginn das Spiel von vorn. Halt sie leicht angesaugt und jetzt leck drüber. Lass sie wieder los, mach die Zunge ganz breit. Lass die Spucke laufen und hol immer wieder neuen Nektar aus dem Weinkeller. Und wenn du schon da unten bist, mach den Mund weit auf und züngele hinein in den Kelch, und raus, und tiefer rein, bleib drin, bleib tief drin und spüre das Beben, das Heben und Senken, höre das Atmen, das Keuchen, das Stöhnen. Ziehe sie langsam heraus und wandere wieder hoch. Lecke die Seiten auf dem Weg! …und bring den Honig mit zur Knospe! Sag ihr ein ausgiebiges Hallollollollollollollollollollollollolloollollollollollollollollollollollollollollollollollollollollo
 
Oh sicher, das gefällt ihr und sie schiebt sich dir noch ein Stückchen entgegen, aber beruhige sie, werde behutsam langsamer. Möchtest du noch mal in den Keller?
Nimm dir die Zeit, selbst wenn dir der Regen den Arsch versohlt und dein Lustschiff immer noch verpackt über dem Ozean schwebt.
Und wieder verlässt du das Kätzchen. Sie wird sich etwas winden, aber sie wird es akzeptieren. Du nimmst den langen Weg ins Tal. Du machst nur kurz Halt beim Wein? Nimmst kaum was mit und ziehst weiter?
Oh, du Ferkel, der Kohlenkeller! Aber du hast recht, hierher fließt der Seim von allein.
Dieses Bullauge ist  etwas fester zu, du musst es erweichen, umspeicheln, umschmeicheln. Streich bedächtig herum im Kreis.
Drück etwas dagegen und streich
wieder im Kreis
und feuchte gut an und mach alles weich….
Aber du bekommst ein Zeichen, ein leichtes Bedeuten. Sag „Do svidanja“. Trotzdem, lass dir wieder Zeit auf dem Rückweg; bring viel Nektar mit zur Blüte und lass sie jetzt tanzen mit vielen Hallos und hetzte sie weiter, und treib sie hinauf, und lass nicht locker, bleib dran, bleib schnell, aber werd etwas weicher, zieh dich ein ganz bisschen zurück, werde weniger fordernd, lass sie entscheiden, bleib schnell, und werde noch ein wenig zarter, und sie wird bangen, dass du sie verlässt, und das treibt sie weiter und du bleibst schnell. Du nimmst noch etwas Druck heraus, und sie wird mehr bangen…und dann merkst du die Spannung, ihr Bauch wird fest, die Schenkel drücken gegen deine Ohren, mehr und mehr und du wirst LANGSAAAA A A AMER
Aber
Fester
Und
L A A A A N G S A A M E R
Und
Breiter
………….
 
Und ihre Pflaume springt dir entgegen und schnappt nach dir und saugt dich ein und du ertrinkst in ihrem Saft. Du krallst dich in ihren Arsch und sie walkt sich die Brüste und schaut herab zu dir mit Ganz-Weit-Weg-Augen. Du bist gefangen zwischen ihren Beinen, dem süßesten  Platz auf Erden.
 
                       Bade in dem Sud, aber verlier dich nicht in ihrer Wonne!
 
Du hörst kaum ihr Jauchzen und Jammern, weil sie dir die Ohren stopft. Lass deine Zunge auf dem Punkt verharren, wenn du ihn bei all dem zuckenden Bäumen halten kannst. Warte bis es etwas abflaut und sie wieder weicher wird. Sag ein kurzes Lallo und sie überlässt dir wieder ihr Pilzlein. Und der Reigen beginnt von vorn. Sei jetzt fröhlich und heiter. Neck sie ein wenig,  ein Triller, ein zarter Lippenbiss, mach sie erwartungsvoll und... lull sie wieder ein: mach sie bereit für die Schaukel.
Sie öffnet sich noch weiter.
 
Sag deiner Rechten, sie möge kommen. Zieh sie unter Ihrem Schenkel hervor und setz den Mittelfinger auf die Gleitspur am Damm und natürlich wiegst du sie weiter in Harmlosigkeit. Aber sie weiß, was du im Schilde führst und ihr Atem wird tiefer und kürzer. Dein Finger schleicht sich hinauf und findet die Pforte geöffnet. Nur nach und nach schlüpft er in die Galerie und sieht sich um nach allen Seiten. Und sie erklärt ihre Bilder mit wohligen Lauten, während deine Zunge mit dem Kätzchen tändelt. Und plötzlich zuckt dir Ihr Becken entgegen. Sie wird ungeduldig. Aber tief in ihr halt deinen Dildo still und sie versteht: „Noch ist nicht Zeit“.
 
Und sie räkelt und schiebt  und seufzt und will doch weiter. Mach sie aufmerksam für deinen Daumen, tanze auf dem Damm, glitsche kreiselnd hinab und herum und herum und flöße Vertrauen. Du drückst leicht gegen den Eingang und sie drückt leicht zurück und du weißt, dies ist ein guter Weg. Sammele noch einmal Nektar und verschaff dir vorsichtig den Zutritt. Tu ihr nicht weh, oder höchstens ein bisschen; rutsche soweit hinein, dass du den oberen Finger zurückziehen musst.
 
Ihr Räkeln versiegt. Sie fühlt sich ein und ihr Körper ist wie flirrende Luft. Deine Zunge hält Feuerwache. Nun  versenke wieder den Imker in ihrer Wabe  und ein neuer Schwall ihres Quells seimt salbend hinab zur Grube, wo der Steiger bereits darauf wartet, einzufahren. So heißt der Kehrreim:
 
                                  Der Imker holt Honig, der Steiger ölt den Flöz.
 
Und ihr pendelt euch ein im Wiegeschritt. Deine Schleckschnecke umschleimt ihr Rübchen.
Aber jetzt ist Schluss mit dem Hamburger Bunten, jetzt will sie Kasatschok!
Ihr Atem wird heftiger und sie drängt mit dem Becken. Deine Handwerker arbeiten wie die Pleuel einer Dampflok.
                                       
Verlier dich jetzt nicht in ihrer Lust!
 
Doch ihre Hitze heizt auch deinen Kessel.
                                           
            Verlier dich nicht in ihrer Lust, du bekommst heute keine zweite Chance!
                                     Schau nicht hinauf zu ihr. Nein, verlier…
 
Und ihr Bauch ist wie ein bebendes Kissen.
Mit beiden Händen melkt sie ihre vollen Brüste.
Ein wildes Lächeln umspielt ihren keuchenden Mund.
Nirwanablick.
Wirres Haar getränkt von Schweiß und Regen.
Ihre Wollust brennt sich durch meinen Körper und kumuliert in den Eiern.
Mein Schwanz sucht einen Widerstand.
Der Daumen flutscht aus ihrem Anus, immer toller wird ihr Tanz.
Schwarzblende
Ich fühle ihre Hand am Kopf: Sie drückt mich hinab.
Jaaaa, meine Stute, du bekommst die Zunge.
Rein, Rein, Jaaaa, Reinnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn
Drück mich in dich.
Mein Schwanz findet dein Schienbein.
Im Strudel.
Es gibt kein Zurück, vorwärts, weiter,
Zieh mich hinein in deine göttliche Wonne!
Hinauf, hinunter,
Die Tiefe und der Gipfel sind eins,
Kurze, ataktische Stöße,
Schneller, ja, mach, mach…
Rasende Polka
Ein letztes Verhalten…….
Eros spannt den Eibenbogen,
die Sehne schnellt,
und ich brülle unseren Orgasmus in diese Basilika aus Fleisch und Blut.
Zuckende Becken, pressende Schenkel, packende Hände, lechzende Mäuler.
Sturmflut!
Kein Hören, kein Sehen, kein Denken.
Ewigkeit,
Nichts und alles.
….
….
…..
…..
 
Da lagen wir nun:
Zwei erschöpfte Gefährten des internationalen Corps´ Wassermann, durchnässt, verklebt, halb auf-, halb ineinander verschlungen. Sie war mit dem Hintern soweit in den grasigen Sumpf gerutscht, dass nur noch ihr Schultergürtel am Auto lehnte. Mein Kopf ruhte in ihrer Leiste und ich spürte noch ihre Hand im Haar. Irgendwie hatte sich meine Rechte wieder in ihre Möse gemuschelt und mein Sperma drückte durch die Microfasern des Laufhemds auf ihre linke Wade.
Der Regen war nur noch ein sanftes Tröpfeln.
 
Leise Klänge von Borodin´s Polowetzer Tänzen zerrten an meiner Trance. Auch sie bewegte sich zögernd und versuchte, sich vorsichtig von mir zu lösen. Die Musik erstarb, aber der Zauber war dahin. Ich folgte ihrem Bemühen, glitt schwerfällig von ihr fort und streckte mich rücklings, auf die Unterarme stützend. Meine gesamte Vorderfront war unregelmäßig mit Grashalmen, Blättchen, kleinen Steinchen und Sand behaftet. Während mein Grinsen etwas schief ausgefallen sein mag, lachte sie mich strahlend an.
 
Wieder erklang Borodin. Sie schob sich zum Fahrersitz  empor, schwang die Beine hinein und angelte nach dem Handy. Ihr Kleid war nur noch ein nasser Wickel, der von der Taille bis unter die beiden vollreifen Früchte reichte. Wie dunkler warmer Marmor klang ihre Stimme, als sie sich mit „Ljubov“ meldete.
 
In einem Anflug von Hektik schaute sie auf ihre Armbanduhr und unsere kleine Feier war endgültig vorüber. Das Handy flog auf den Beifahrersitz. Sie startete den Motor und fuhr den Wagen ohne die Tür zu schließen zehn Meter weiter auf den Asphalt, sprang heraus und hetzte zur Kofferklappe. Sie pellte sich aus dem Kleid und benutzte es wie einen Waschlappen, um sich notdürftig zu säubern.
 
Weiblicher Akt im Gegenlicht des jetzt wieder lichtdurchfluteten Horizonts.
Es regnete nicht mehr.
 
Aus einer großen Plastiktüte holte sie ein olivfarbenes Kleid und schlüpfte hinein.  Die Tüte drapierte sie über den nassen Fahrersitz. Als sie wieder hervorkam, hielt sie ein Buch in den Händen, blätterte darin einige Seiten hin und her und warf es wieder ins Auto. Sie machte zwei Schritte zum Grünstreifen, pflückte einen roten Klee, blies darüber hinweg in meine Richtung und rief mit ihrem gutturalen Alt ein gedehntes: „ Daan-ke Pferd Mann!“
Der Wagen verschwand hinter der Waldecke und ich lachte immer noch! „Pferdmann“! Dabei hatte sie mein Super-Durchschnittswunder nicht einmal zu Gesicht bekommen…
„Spassibo, Ljubov!“
 
Übrigens: Beim Sex denke ich nie ans Laufen.
 

©Bloteleev                                                                             Ihre Meinung?