Fast nur ein Gespräch

Nur für dich!


 

Sie gingen spazieren.

Ganz harmlos –

nebeneinander.

Sie hielten nicht einmal Händchen.

Und doch kreisten seine Gedanken nur um das Eine.

Dachte auch sie daran?

Wollte sie es - so wie er?

Er war unsicher.

 

Viel Erfahrung hatte er nicht. –

Wirklich nicht! –

Er hätte sie nur so gern gemacht –

diese Erfahrung.

Mit ihr gemacht!

In ihren Armen!

Er sehnte sich so nach ihr.

Nach wildem Sex mit dieser einzigartigen Frau,

die ihn so heiß machte,

dass er glaubte ein anderer Mann zu sein.

 

Er war ein Anderer gewesen –

bevor er sie kannte!

Sie hatte ihn verwandelt –

und auch wieder nicht!

ER hatte sich verwandelt,

aber sie hatte den Anstoß gegeben.

Bei ihr hatte er sich zum ersten Mal erlaubt,

so zu reagieren,

wie er es eigentlich ersehnte.

So zu sein, wie er war –

tief drinnen.

 

Hatte zum ersten Mal den Mut aufgebracht zu flirten –

sie anzumachen.

Und sie ging darauf ein –

es war so aufregend!

Für ihn - und für sie!

Dabei gab es da noch etwas anderes,

das er fürchtete.

Schließlich war er kein Jüngling mehr.

 

Sie ging einen halben Schritt vor ihm.

„Darf ich dich anfassen?“

Fragte sie das allen Ernstes?

Vier Worte,

die ihn jeder Sorge enthoben.

Die Lust fuhr wie eine Sturmflut durch seinen Körper.

Nein, er war nicht alt –

noch nicht.

Nicht an ihrer Seite.

Momentan hatte er eher Probleme seine Männlichkeit in Zaum zu halten.

 

Und dann spürte er,

wie sie –

ohne sich umzudrehen –

ohne auch nur hinzusehen,

zugriff.

Ihre Hand fand ihn,

berührte,

umfasste und drückte zu.

Gott!

Die Flut stieg an,

kochte hoch zwischen Scylla und Charybdis –

und er?

War er das hilflose Opfer seiner Wollust –

oder war er die Kraft,

die dahinter stand?

Die Ursache allen Lebens?

 

Er fühlte sich so stark,

so begehrt,

so hinreißend geil.

Wunderbar!

Sie konnte ihm so viel vermitteln –

mit einem einzigen Griff.

All ihre Lust,

all ihre Begierden,

aber auch alle ihre Liebe.

Ihre Gefühle für ihn!

 

Was hatte er getan,

sie zu verdienen?

Wie hatte er es geschafft,

ihre Aufmerksamkeit zu erregen?

Ihre Empfindungen wachzurufen?

Was?

Er wusste es nicht.

Er wusste nur,

dass es ihm irgendwie gelungen war –

und das fühlte sich unglaublich an.

Sie wollte ihn!

Sie liebte ihn!

Die Krönung seines Lebens.

 

Wie lange hatte er darauf gewartet? –

Zu lange!

Er hatte nicht mehr daran geglaubt.

Und jetzt öffnete er seine Hose –

völlig selbstverständlich. –

In aller Öffentlichkeit.

Etwas,

dass für ihn noch gestern ganz und gar unmöglich gewesen wäre.

Eigentlich war es ihm völlig egal,

ob ihn jemand sah.

 

Er wollte nur sie!

Ihre Hände spüren!

Wollte, dass sie seinen heißen,

gierigen Schwanz befreite und ihn endlich, endlich liebte!

Hatte er geglaubt,

er könne Probleme haben - damit?

Ha!

Er zitterte!

Steif und prall vor Begierde!

Sie hatte alles verändert - ohne Zweifel!

 

Er trat von hinten an sie heran und nahm sie in seine Arme,

zog sie dicht an sich.

Wie bereitwillig sie sich an ihn schmiegte!

Niemals hätte er geglaubt, eine Frau wie sie....

Aber jetzt – auf einmal –

ging alles ganz einfach.

Seine Hände fanden von ganz alleine den Weg zu ihren Brüsten.

Wie unglaublich sie sich anfühlten.

Weich und fest zugleich.

Eine Hand schlich sich tiefer in ihren Ausschnitt.

 

Nackte Haut –

kühl und glatt und dann –

an seinen Fingerspitzen:

Wahnsinn!

Knackig feste Knospen.

Er konnte spüren, wie sie sich unter seinen Händen kräuselten.

Stöhnend griff er zu,

presste sie zwischen seinen Fingern.

Davon hatte er geträumt.

Mit ihr wurde es Wirklichkeit.

„Jetzt?“, fragte er leise.

Ungläubig.

Sie lächelte.

 

„Jetzt!“

 

© BvS


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