Frustrationen und mehr

 

Du bist bei mir - endlich wieder bei mir.

Schon bei der Begrüßung, als du mich fast zärtlich in deine Arme nimmst, kann ich ihn riechen, deinen wundervollen Duft, und ich spüre deine weiche Haut an meinen Lippen, als ich dir die Wange küsse. Beinahe wäre ich an deinem Mund hängen geblieben. Oh Versuchung!

Aber wir hätten wohl Aufsehen erregt damit.

 

Und immer wieder nur ein paar gestohlene Minuten - allein!

„Ich bin so glücklich, dich wieder zu sehen! Selig, dass du wieder bei mir bist!“ Nein, ich sage es nicht, denn dein Mund fällt über mich her, in dem Augenblick, in dem wir alleine sind. Warum auch Zeit vergeuden mit reden, wo wir nie wirklich allein sein werden!

Also: Küss mich! - Küss mich zur Begrüßung, zärtlich und süß. Eine einzige Sekunde nur - und schon entgleist unser Kuss, wird wild, begehrlich, sinnlich.

 

Oh ja, du willst mich! Komm und nimm mich!

Deine Zunge stößt in meinen Mund und tut all das, wozu wir nicht kommen werden, aber ich kann es fühlen! Ich weiß, was du willst, was du in Gedanken tust. Ich tue es mit dir. - In Wirklichkeit halte ich dich nur umschlungen - ganz fest! So wie du mich. Streichle dein Haar und dein geliebtes Gesicht, sehne mich nach mehr - und doch …

Wir sind nicht allein! Wir würden wohl Aufsehen erregen.

 

Und immer wieder nur in den Pausen, dann, wenn kein Kollege uns gerade sehen kann, dann, wenn ich dir nur schnell helfen will die Ordner in dein Hotelzimmer zu bringen. Oh, bloß weg mit dem Zeug. Einfach fallen lassen und ... übereinander her-fallen! Dicht aneinander schmiegen und so viel wie nur irgendmöglich spüren. Ich - dich, du - mich! Riechen, schmecken, tasten! Lieben!

 

„Ich habe Strümpfe an!“, flüstere ich dir zu, als wir die Treppe wieder hinuntersteigen, in den Konferenzraum.

Du wirst knallrot! „Zeig!“

Als ob das jetzt hier ginge! Aber du wirst es dir vorstellen. Und dann ist keiner im Eingangsbereich, und ich raffe meinen langen, roten Rock und ziehe ihn so weit in die Höhe, dass du es sehen kannst!

„Höher!“, flüsterst du heiser, und ich lasse dich noch mehr Einblick nehmen. Ich trage einen String nur für dich, aber das kannst du von vorne nicht erkennen. –

„Später! Ich verspreche!“

 

Als wir hineingehen, bist du schräg hinter mir. Mit der linken Hand greife ich zu. Verdeckt von meiner Hüfte, fühle ich deinen Schwanz zwischen meinen Fingern. Kurz nur, ganz kurz. Ich lächle - glücklich. Er ist steif, und ich weiß, er ist nackt - unter deiner korrekten Anzughose.

Du hast es mir gesagt: „Ich werde keine Unterwäsche tragen - dort!“

Wie lange wird uns das gelingen .., kein Aufsehen zu erregen?

 

Großer Gott! Ich will dich so!

„Verdammt, pass auf! Du weißt es doch, du hast „sprechende Augen“! Sag bloß nicht zu viel!“ Ich mahne mich immer wieder zur Vernunft, aber ich will ja gar nicht vernünftig sein. Ich will dich … halten und küssen und anfassen und spüren und lieben und vögeln - wild und leidenschaftlich. Und doch wird genau das nicht möglich sein.

Wir werden uns aufheizen, die ganze Konferenz über. Du wirst 48 Stunden mit einem Ständer in der Hose herumlaufen. Und ich werde ein nasses Höschen haben - andauernd. Eine prall geschwollene Muschi! Den empfindlichsten Kitzler aller Zeiten! –

Oh weh! Das ist nichts für einen String! Hoffentlich gibt das keine Flecken! Ich sollte einen schwarzen Rock anziehen …

denn sonst erregen wir doch Aufsehen!

 

Wenigstens heute Nacht können wir ... aneinander „denken“, denn miteinander schlafen geht nicht. Aber Erleichterung können wir uns verschaffen - vielleicht! Vermutlich geht das aber auch nicht, denn wir werden bis spät in die Nacht hinein tagen, und dann werden wir tot sein. Klinisch tot! Wir werden ins Bett fallen und bewusstlos sein. Und aufwachen wirst du mit einer Latte ohne gleichen - und ich werde sie mir vorstellen und sie in Gedanken verwöhnen. Ich täte es so gern!

 

Bevor ich mein Zimmer verlasse, kontrolliere ich noch mal. Doch! Ich habe geduscht! Und nun bin ich schon wieder feucht! Was heißt hier feucht? Nass! Schnell schiebe ich den Mittelfinger hinein, um ihn dann, als ich dich vor dem Frühstückraum sehe, noch schneller in deinen Mund zu stecken!

„War er da, wo ich möchte, dass er war, dein Finger?“ –

Ich nicke.

Gierig saugst du, leckst meine Geilheit mit geschlossenen Augen.

Wenn uns bloß keiner sieht! Du stöhnst so lüstern. Ich will so viel mehr davon! Bitte! Es ist einfach zum Verrückt werden!

Wenn das so weiter geht, dann werden wir Aufsehen erregen!

 

Im Nebenzimmer, beim Kaffeeautomaten, treffen wir uns. Ganz schnell ein Kuss. Deine Zunge zwischen meinen Lippen. Deine Hände zwischen meinen Schenkeln. Wie kühl sie sind! Ich gebe dir Raum. Für Spielchen ist jetzt keine Zeit - und ich will es doch so sehr.

Dein Finger reibt an meiner Perle.

Das Gefühl katapultiert mich in die Stratosphäre ... und doch: Keine Aussicht auf Erlösung. Ich kenne mich. Der Gedanke überrascht zu werden, blockiert mich. Ich wollte, ich wäre anders veranlagt.

„Einmal noch... ganz tief in dir!“, flüsterst du und schiebst mir den Mittelfinger „ganz tief“ hinein.

Ich schließe die Augen und genieße. Einfach überwältigend. Aber ich darf mich nicht hinein fallenlassen. Jeden Augenblick könnte ein Kollege Kaffeedurst haben!

 

Aber nein! Wir haben Glück ... und du leckst dir lüstern meinen Saft von den Fingern. In der Konferenz wirst du dann immer - nur mir sichtbar - an deiner Hand schnuppern und kurz die Augen schließen, weil du dir vorstellst, du könntest jetzt ... meinen Rock hochschieben, meine Beine spreizen und IHN hineinschieben. Wen oder was auch immer!

Aber du weißt ja: Das geht nicht! Wir würden Aufsehen erregen!

 

Zum Mittagsbuffet gehen wir in ein besonderes Lokal - und wie auch immer: Es gelingt uns, im Auto zu zweit allein zu sein! Deine Hand auf meinem Schenkel, meine Hand auf deiner ... und du greifst zu. Umfasst meine Finger und ziehst mich zu dir hinüber, legst meine Handfläche über deinen Schwanz und drückst sie dagegen.

„Nun mach doch schon die Hose auf!“, reize ich dich.

Mit einer Hand nestelst du an deinem Reißverschluss. „Keine andere Frau käme auf die Idee, mir im Auto den Schwanz aus der Hose zu holen!“ Du grinst - selbstzufrieden!

Und ich erkläre: „Das ist nur, weil du so ein geiler Bock bist! - Und du bist es gern! Gib es zu!“

Eifrig nickst du, und ich habe ihn endlich - endlich in der Hand.

 

Eigentlich hatte ich schon etwas mehr vor. Aber in Ermangelung einer besseren Gelegenheit, reibe ich deinen schönen Steifen.

„Meinst du, wir könnten hier irgendwo im Wald ... mal fünf Minuten stehen bleiben?“, stöhnst du und fährst sehr, sehr vorsichtig!

Ich schüttle den Kopf. Nein! „Glaubst du, dass uns fünf Minuten reichen würden?“

Oh nein, sie würden nicht reichen! Wir wollten beide sehr viel mehr, und wir kriegen es nicht. Nicht dieses Mal!

Es sei denn, wir würden wirklich Aufsehen erregen.

 

„Liebling! Oh Liebling! Was für eine vertrackte Situation!“

Ich weiß mir auch keinen Rat. Und fünf Minuten genügen mir einfach nicht. „Lass mich dich wenigstens einmal schmecken!“, seufze ich sehnsüchtig und beuge mich über dich - und du fährst alle Sonnenblenden hoch … obwohl doch gar keine Sonne scheint! Meine Zunge leckt einmal nur - ganz kurz, und du zuckst, als hätte ich Starkstrom angelegt. Hmmm! Wie gut du schmeckst. Wie vertraut! Wie hinreißend weich deine Haut ist - an dieser Stelle! Wie wundervoll hart dein Schwanz! - Mach jetzt bloß nicht die Augen zu. Es genügt, wenn ich das tue, und dich - ihn - zärtlich zwischen meine Lippen schiebe, deine Kuppe einsauge und an der Stelle lutsche, an der du es besonders liebst.

 

„Wir sind fast da!“, keuchst du, und ich richte mich auf.

„Du solltest mit geschlossener Hose aussteigen!“, empfehle ich etwas atemlos und schmunzle. Wie lüstern du mich machst! Wenn ich könnte, wie ich wollte ... „Kannst du dir das vorstellen? Wenn wir uns haben dürften? Eine ganze Nacht lang haben dürften?“ –

„Ich würde dich die ganze Nacht lieben!“, befindest du - und dann steigst du aus, lächelst zuvorkommend und öffnest mir die Autotüre. Als ich die Treppe hochsteige, zu unserem Lokal, zwickst du mich in meinen Po!

Pass auf, oder wir werden Aufsehen erregen!

 

Einmal noch schaffen wir es. Allein sein! Einmal. Ich helfe dir mit dem Overhead-Projektor - in deinem Zimmer. Dringend nötig! –

Kuss.

„Ich liebe dich!“

Zwei Küsse.

„Ich dich auch!“

Tiefer Kuss!

„Lass mich ... darf ich ... bitte ... einmal ... lass mich ... einmal deine Muschi ... küssen! Lecken! - Bitte!“ Große Hundaugen. Bettelnd! –

Und ich falle nicht tot um, ob dieses Ansinnens. Irgendwie sind wir uns so nah, ist es zwischen uns ... so völlig normal. Also lasse ich mich auf dein zerwühltes Bett sinken, und du fällst auf die Knie, schiebst meinen Rock höher und ziehst mein Höschen beiseite.

Ist das jetzt Vorspiel? - Vorspiel? Was ist das? So was haben wir nicht! Wir haben keine Zeit!

 

Deine süße Zunge dringt ein, und dein Mund presst sich wild hinein in mich - tief, wühlt in mir, als müsstest du mir alle Liebe, alle Begierde, die du fühlst, in einer einzigen Minute beweisen. Ist ja auch so! Wie viele Minuten haben wir wohl - dazu? Ich wollte, ich könnte jede Sekunde genießen. - Ich genieße jede Sekunde! Gleich werde ich explodieren in Lust! Liebling! Hilfe! - Es geht doch nicht. Ich kann doch nicht. Nicht jetzt und nicht hier. Wenn jemand kommt? Wenn ich ... Jaahh! Mehr! Tiefer!

 

Wenigstens du hast dein Hirn beieinander. Du stehst auf und greifst zum Handtuch. Dein Gesicht glänzt von meiner Nässe! So lass es uns hinter uns bringen. Abschied! Gemeinsam steigen wir die Treppe hinab. Unten stehen die Kollegen.

„Ich will dich so sehr!“ - Und ich werde gleich in Tränen ausbrechen.

„Es war ein sehr produktives Meeting! Ich danke Ihnen allen. Kommen Sie gut nach Hause!“

Allgemeines Abschiednehmen. Küsschen rechts, Küsschen links. Und wieder: Dein Duft, der sich dieses Mal mit meinem mischt. - Kann eigentlich nur ich in deinen Augen lesen? Ich hoffe es!

Denn dann ist es uns gelungen, kein Aufsehen zu erregen.

 

„Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich!“

Bis ich zu Hause bin, habe ich nur diesen Gedanken in meinem Kopf. Ich hatte nie ein anstrengenderes Meeting. Dabei kann ich das alles schon, was die mir beibringen wollten. Ich sehne mich - ich sehne mich so sehr - nach dir! Nach dir - und nach mehr! Aber ich will es nicht selber tun! Und doch werde ich das wohl müssen, oder die Spannung zerreißt mich.

Ich will dich!

 

Am nächsten Morgen gebe ich nach. Meine Hand gleitet dorthin, wo ich deine gern hätte. Zuckend erkunde ich die Empfindsamkeit, die ich nur dir verdanke. Ein bekanntes Spiel. Augen zu und fühlen, streicheln, reiben.

In meinem Kopf bist du bei mir, kniest wieder zwischen meinen gespreizten Schenkeln und leckst - und ich werde immer schneller. Gott, ich bin so geil! Und doch... Ich bin völlig überdreht. Ich weiß genau, dass es nicht funktioniert so.

„Langsam! Jetzt hast du Zeit! Alle Zeit der Welt! Entspann dich!“ Bewusst lockere ich meine Muskeln und lasse mich fallen. Nur mein Zeigefinger bewegt sich. Ganz zart! Ganz behutsam!

„Liebling!“ Als ich die Gänsehaut spüre, die langsam über meinen Körper kriecht, schließe ich die Augen. So als wärest du bei mir, rede ich jetzt mit dir. In Wahrheit schüre ich das Feuer, das in meinem Inneren lodert. Wärest du wirklich bei mir, hätten wir jetzt einen Großbrand.

 

„Liebling! - Du leckst so gut! - Jaaahhh!“

Stöhnend versuche ich, trotz allem, ganz entspannt zu bleiben. Wie soll das nur gehen?

„Ich möchte dich spüren - so sehr spüren! Dein Gewicht auf mir! Deine Zunge in mir! Deine süßen Finger!“ Ich kann sie noch immer fühlen. Ganz tief drin! Wie kühl du dich anfühlst. Dein schamloses Ansinnen hat mich so gierig gemacht.

„Leck mich, Liebster! Ich will deine Zunge jetzt spüren! Reib meine Perle und küss mich - tiefer! Und dann schieb ihn mir rein, deinen schönen Schwanz! Steck mir deine Eichel zwischen meine prallen Schamlippen.“

Mir ist, als ob ... als ob ich dich in mir fühle.

„Jaah! Komm! So komm schon! Tu es jetzt! Stoß zu!“ Keuchend und stöhnend winde ich mich in Gedanken unter dir. „Ja! Ja! Ja!“ Und dann flutet Lust in jede meiner Zellen, überspült Körper, Geist und Seele, und ich bäume mich lachend und weinend - dir entgegen - einem wundervollen Höhepunkt, der mir endlich, endlich die ersehnte Entspannung bringt. Schluchzend sinke ich in mich zusammen.

„Lass uns schlafen, Liebling!“, murmle ich und kann deinen zärtlichen Kuss auf meiner Schulter spüren. „Ach Schatz, ich liebe dich so!“

 

© BvS                                                                                                          Ihre Meinung?