Jagdszene

Seit einiger Zeit schon gehörte es zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen, durch das große, gut sortierte Kaufhaus zu flanieren. Scheinbar ziellos streifte er durch die Etagen und Abteilungen, doch insgeheim war er ein Jäger auf der Pirsch. Er wusste ganz genau, wo sich die schönsten Lichtungen und die besten Wasserstellen fanden, und er genoss es, dem Wild auf seinen Wegen zu folgen. Er jagte attraktive reife Frauen, ansehnliche Matronen auf Shopping Tour, die gut gekleidet waren und ihren Kleiderschrank noch weiter füllen wollten. Sein idealer "Hochsitz" war der zweite Stock, in der Nähe der Rolltreppe. Unauffällig ließ sich hier beobachten, wer den Weg in den dritten Stock nahm, wo einen die Rolltreppe fast direkt in die Dessousabteilung führte.

 

An diesem Freitag musste er lange warten. Der halbe Vormittag war vorbei, und keine Dame hatte ihn reizen können, ihre Spur aufzunehmen. Dann, gegen halb zwölf, kam eine üppige Mittfünfzigerin die Rolltreppe hoch. Die Eitelkeit war ihr ins Gesicht geschminkt, ihr perfektes Make-up verdeckte alle Falten. Sie trug Stiefel mit moderaten Absätzen und kleinen Goldschnallen, ihr schwarzer, leicht glänzender Rock modellierte das kleine Damenbäuchlein, ihr heller Trenchcoat aus seidig schimmerndem Material  war nicht zugeknöpft und gab den Blick frei auf ein paar schwere Brüste unter einer eleganten weißen Bluse. Ihre Haare waren aschblond mit ein paar diskreten dunkleren Strähnchen, halblang, sehr modisch geschnitten; mit jeder Bewegung verriet sie, dass sie leicht gelangweilt und sehr auf ihr Äußeres bedacht war. Ihre Gesichtszüge waren entschieden und doch sinnlich, vor allem der volle, von einem dunkelroten Lippenstift angemessen betonte Mund ließ eine gewisse Freude am Genuss  erkennen, auch wenn er jetzt fest geschlossen war.

 

Er stand so, dass es zu einem kurzen Blickkontakt mit ihr kam, und wenn sie auch viel zu blasiert war, um sich etwas anmerken zu lassen, spürte er doch, dass sie ihn wahrgenommen hatte. Er nahm ihre Fährte auf. Sein Instinkt hatte ihn nicht getrogen. Sie fuhr aufwärts und ging direkt in die Dessousabteilung. Er folgte ihr mit gemessenem Abstand, sah, wie sie flüchtig ein paar Büstenhalter anschaute und sich dann zu den Designermarken begab. Die Geheimnisse der Pirsch, das wusste er, sind der richtige Abstand und das intuitive Erfassen der Situation. Die Verkäuferinnen dürfen einen nicht weiter beachten, das Wild darf sich nicht bedrängt, muss sich aber gleichwohl beobachtet fühlen.

 

Sein edles Wild stand an der Auslage von La perla, und sie musterte die neuesten Modelle gründlich. Viel Spitze, Pastellfarben, alles sehr schön, so ansprechend, dass sie gleich drei Bodys mit in die Kabine nahm. Sie kannte sich offenbar aus, denn nach kurzer Zwiesprache mit der Verkäuferin steuerte sie zielstrebig auf die Umkleidekabinen zu. Er wartete einen Moment, dann ging er unauffällig hinterher. Es war nur eine Kabine besetzt, und zum Glück gab es hier auch schwere Vorhänge, die fast bis auf den Boden reichten. Er schob den Vorhang leicht  beiseite und schaute ihr direkt ins Gesicht. Die Überraschung machte ihr Gesicht noch attraktiver, der schöne Mund war nun leicht geöffnet, Rock und Bluse lagen auf dem Stuhl, und außer den Stiefeln trug sie nur noch halterlose, glänzende Strümpfe, einen weißen, prallgefüllten Seiden-BH und ein weites, weißes Seidenhöschen, was ihm sehr gefiel, da er Strings oder Tangas nicht sonderlich schätzte.

 

Man muss den Überraschungseffekt nutzen, und bevor sie sich empören oder gar um Hilfe  rufen konnte, sagte er, ihr direkt in die Augen schauend: "Sie sind ein sehr schöner Anblick!" Sie schluckte ihre erste Antwort herunter. "Darf ich Ihnen helfen?", fuhr er fort. Sie sah ihn ebenfalls unverwandt an, mit noch immer leicht geöffneten Lippen, einen der schönen Bodys in der rechten Hand. Er spürte, wie sich sein Penis versteifte. Denn sie schien fast schon Gefallen zu finden an der Situation, nachdem sie ihn ausgiebig gemustert hatte. Kein weiteres Wort fiel. Sie reichte ihm den Body, er trat näher, und sie stützte sich auf seine Schulter, während sie langsam ihr rechtes Bein hob. Er hielt ihr den Body hin und sog dabei ihr nobles Parfüm ein. Vorsichtig hob sie das zweite Bein und stieg in den Body. Da Unterwäsche und Bademoden nur im Slip probiert werden, behielt sie ihr Höschen an. Er trat nun hinter sie und hakte den BH auf. Seine Hände verweilten einen Moment  lang am Ansatz ihrer schweren Brüste, die ohne den BH ein wenig hingen. Sie hatte dunkelrote, große Knospen. Als sie den BH einfach zu Boden fallen ließ, lagen seine Finger noch immer an ihrem weichen Busen. Er half ihr, den Body hochzuziehen und berührte sie dabei zärtlich.

 

Während sie in den Spiegel blickte, lagen seine beiden Hände auf ihren inzwischen von der hellen Seide des Bodys umschmeichelten Brüsten. "Sie sehen hinreißend aus", sagte er leise. "Sie sind unverschämt", sagte sie mit einer leicht belegten Stimme, die etwas affektiert klang und ihm eine verheißungsvolle Ahnung vermittelte, wie sie klingen würde, wenn sie erregt war. Seine Hände bewegten sich sanft hinunter zu den Hüften, wo sie das Höschen unter dem Body ertasteten,  dann lagen sie auf den strammen, hellen Schenkeln. "Sind Sie schon feucht?", fragte er so selbstverständlich, als erkundigte er sich nach der Uhrzeit.

 

Sie atmete schwer, und sie wusste wohl selbst nicht, ob sie empört oder erregt war oder beides. Er stand nun so dicht hinter ihr, dass sie sein hartes Glied durch die Anzughose spüren musste, und  ließ seine Finger ihre Erkundung fortsetzen. Sie glitten unter den Body, in das Höschen, ertasteten die schwach behaarte Scham, dann ihre Vulva. Behutsam führte er einen Finger zwischen ihre Schenkel, bewegte ihn zart, traf auf ihre Klitoris, bestrich sie einmal und zog dann seinen Finger zurück. Der Finger war feucht, er führte ihn kurz prüfend unter die Nase und sog den Duft ein, dann führte er ihn an seinen Mund und ließ kurz seine Zungenspitze vorschnellen.

 

Sie bebte leicht. "Was fällt Ihnen ein?", sagte sie, mit schon merklich weniger Empörung in der Stimme. "Was mir einfällt? Dass Sie sich wunderbar anfühlen und duften",  erwiderte er. Sie konnte ihre Erregung kaum noch verbergen. Er  knöpfte den Body auf und schob ihr dann sanft das seidene Höschen herunter, wobei er bemerkte, dass sie ganz offensichtlich auch ihre Schamhaare frisierte oder frisieren ließ, weil sie nur einen schmalen, akkurat  getrimmten dunkelblonden Haarstrich hatte. Er öffnete seine Hose, ließ sie einfach bis auf die Schuhe fallen, zog die Unterhose herunter und presste sein großes, steifes Glied an sie. Sie war eine Frau ganz nach seinem Geschmack. Ein voller Popo, leicht erschlafftes, aber noch immer aufreizendes Gewebe, eine spätherbstliche Schönheit. Ohne dass er etwas sagen musste, beugte sie sich vor, die Hände auf die Stuhllehne gelegt, das Höschen bis fast auf die Stiefel heruntergerutscht. Welch ein prächtiger Anblick!

 

Als er ohne weiteres Vorspiel einfach sein Glied in sie einführte, merkte er, wie nass sie war. Sie stöhnte auf, als er zärtlich, aber entschieden in sie hinein glitt. Er hielt ihre schweren Brüste umfasst, stimulierte ihre schnell erblühenden Knospen durch den Stoff und bewegte sich sanft. "Mögen Sie mir auch noch verraten, wie Sie heißen?", fragte er. Von seiner Unverschämtheit überrumpelt, hauchte sie: "Margit". Er sagte ihr seinen Namen, und als käme sie erst jetzt wieder zu Sinnen, stieß sie erregt hervor: "Was fällt Ihnen ein, mich hier wie  eine Dirne zu besteigen?" Er stieß sie fester und führte seine rechte Hand an ihrer Perle. "Weil sie unwiderstehlich sind", flüsterte er ihr dann ins Ohr und bewegte sich weiter, mit kräftigen Stößen. Sie war so aufgeregt, dass ihre Zweisamkeit nicht besonders lange dauerte. Bald ging ein Wogen durch ihren Körper, ihre Scheidenmuskeln umschlossen rhythmisch sein pralles Glied, sie beherrschte sich nach Kräften, um ihre wachsende Lust nicht herauszuschreien, und dann kam sie, heftig und zitternd. Sie klammerte sich dabei so fest an den Stuhl, dass ihre Fingerknöchel weiß wurden, und er stieß noch fester zu, weil ihn ihr Höhepunkt zusätzlich stimulierte.

 

Noch immer bebend vor Lust keuchte sie mit erstickter Stimme: "Jetzt Du, schäume mich aus!" Ihre Worte, die so herrlich mit der Haltlosigkeit ihres Körpers kontrastierten, brachten auch ihn bald zum Höhepunkt. Dreimal spritzte er leise ächzend in sie hinein, fühlte sie erschauern bei jedem Mal, hielt ihr süßes Bäuchlein mit festem Griff und genoss ihren Anblick. Als er sich verströmt hatte und aus ihr geglitten war, holte sie ein Papiertaschentuch aus ihrer Handtasche und säuberte ihre Scham. "Gehen wir einen Kaffee trinken?", fragte sie kühl, als sie sich beide wieder angezogen hatten. "Ich warte an der Rolltreppe", sagte er und verließ die Kabine so unauffällig, wie er gekommen war.

 

Sie ließ ihn lange warten. Sie erwarb die drei Bodys, das Stück für mehr als 100 Euro, wie ihm ein flüchtiger Blick aufs Preisschild in der Kabine gezeigt hatte, und kam aufreizend langsam auf ihn zu. "Machen Sie das öfter?", fragte sie mit der arroganten Unbeteiligtheit, die sie zuvor ausgestrahlt hatte. "Es war nicht das erste Mal", sagte er lässig, "wo sollen wir hingehen? Gleich hier in den sechsten Stock?" Sie nickte, und sie fuhren nach oben. "Es hat sie hoffentlich schon mal jemand geohrfeigt dabei", sagte sie maliziös. "Nein, aber einmal konnte ich nur mit größter Mühe abwenden, dass die Kundin die Verkäuferin gerufen hat." - "Das wäre Ihnen recht geschehen", sagte sie und gönnte ihm dabei die Andeutung eines Lächelns.

 

Dann saßen sie sich gegenüber. Sie war hinreißend, noch immer und erst recht, in ihrer Arroganz. Und sie war perfekt wiederhergerichtet. "Was würde denn ihr Mann dazu sagen?", fragte er. Ihr Gesicht verzog sich leicht angeekelt. "So einer sind Sie also!" Er machte eine abwehrende Handbewegung. "Es wäre mir auch egal", sagte sie mit eisiger Stimme. Sie tranken ihren Espresso. Ihr schöner Mund verzog sich und bekam auf einmal wieder einen leicht lüsternen Zug. "Ich bin auf den Geschmack gekommen", sagte sie dann beiläufig, "ich muss noch ein paar Einkäufe machen, aber Sie könnten rüber gehen ins Interconti und ein Zimmer nehmen", sagte sie, "in einer Stunde etwa komme ich nach." Sie gingen wortlos auseinander.

 

Es dauerte neunzig Minuten, bis sie ins Hotelfoyer kam. Sie fuhren in den zehnten Stock. Ihre Lippen verzogen sich anerkennend, als sie das Zimmer sah und den Kühler mit einer Flasche Champagner. "Immerhin haben Sie ein bisschen Stil",  sagte sie dann und goss sich ein Glas ein. Nach zwei, drei Schlucken verschwand sie im Bad, und als sie wiederkam, trug sie den neuen Body, die halterlosen Seidenstrümpfe, die Stiefel - und sonst nichts außer ihrer Perlenkette und den goldenen Ohrringen. Kommentarlos entkleidete er sich und trat ihr mit steifem Penis entgegen. Sein Glied berührte vorwitzig ihren seidigen Bauch, und er sah sie nun von vorne, in ihrer vollen Pracht. Er knöpfte ihr den Body auf, schob ihn hoch und fand, dass der  blonde Haarstrich besonders apart wirkte. Er fuhr mit einem Finger  über ihr kleines Vlies. "Sie sind wirklich sehr geschmackvoll  frisiert", sagte er, dann drängte er sie zum Bett, spreizte ihre vollen Schenkel und kniete sich vors Bett, zwischen ihre Beine. Er verwöhnte sie  so ausgiebig mit dem Mund, dass sie sich bald völlig gehen ließ. Sie stieß kleine Lustschreie aus, wand sich unruhig auf der Überdecke, dann explodierte sie, laut und ungehemmt.

 

Zum Abschluss küsste er das feuchte Lachsrosa ihrer Scham. "Willst Du", sie ließ das Sie jetzt einfach hinter sich, "willst Du mich wieder wie eine Dirne nehmen?" - "Nein, dein Mund ist zu schön, als dass ich ihn nicht sehen möchte, wenn Du kommst." Er sah ihr an, wie sie seine Komplimente genoss, es sich aber nicht anmerken lassen wollte. Stattdessen fasste sie nach seiner Erektion, lächelte und sagte dann mit ironischem Unterton, während sie seine Vorhaut zurückstreifte: „Wie es sich gehört, in der Königsstellung! Komm jetzt, lass mich nicht warten!“. Wieder stieß er seinen Schwanz einfach in ihre feuchte Scham, ließ sie aufseufzen und stöhnen, und irgendwann entfuhr es ihr: "So hat mich schon lange kein Mann mehr gefüllt.“

 

Draußen dämmerte es schon. Margit hatte auf ihm gethront wie eine Königin, hatte ihn wie in Ekstase geritten, ihre fleischigen Arme empor geworfen und war in ihren nächsten Orgasmus getaumelt. Ihr Wogen und Beben, ihre wippenden schweren Brüste hatten ihn rasend vor Lust gemacht, ihre Gier hatte die seine immer wieder angestachelt, bis beim letzten Mal nur noch ein dünnes Rinnsal in ihre herrliche Scham geflossen war. Matt lagen sie nebeneinander. "Ich muss allmählich gehen, heute Abend ist ein Empfang, auf den ich meinen Mann begleiten muss." Sie erhob sich, duschte und kam vollständig angekleidet an das Bett. Sie reichte ihm ein Kärtchen. "Ruf mich an", sagte sie, wieder ganz beiläufig, und als sie seinen Gesichtsausdruck sah, beugte sie sich herab und küsste ihn voll und besitzergreifend auf den Mund. "Lass mich nicht warten", sagte sie herrisch.

 

Er schaute auf die Handynummer, die  mit der Zahl 53 endete. "Ist das Deine Altersangabe?", revanchierte er  sich etwas matt für ihren Ton. Ihre geschminkten Augen wurden schmal. "Die 58 war  nicht mehr frei, mein Kleiner", erwiderte sie dann. Sie sah die leichte Überraschung in seinem Gesicht. "Bevor Du mir jetzt ein Kompliment machst: Ich habe noch nie mit einem Mann geschlafen, der mein Sohn sein  könnte. Jetzt weiß ich, wie es ist. Also, beeil dich mit deinem Anruf. Ich bin eine sehr ungeduldige Frau."

 

Akte X/7 - Pierre