Poseidons Jüngster

Poseidon's Youngest

 




Danae - Gustav Klimt

 

Wie wunderbar war dieses Gefühl - dieser Duft. Spanien war einfach ihre Heimat - die Heimat ihrer Seele! Sie fühlte sich hier so geborgen. Niemals fühlte sie sich so in Düsseldorf! Aber einmal im Jahr - im Urlaub, da wusste sie: Sie kam nach Hause. Und sie hatte einfach herrlich geschlafen in dieser Nacht, der ersten in dem neuen Hotel.

 

Alle Fenster hatte sie geöffnet, so weit wie möglich  - und dann war sie auf dem Bett gelegen - nackt - nur wenig bedeckt mit einem Laken, das sie zwischen die Beine nahm und es lediglich über ihre Scham breitete. Sie hatte diesen Duft eingeatmet, diesen wundervollen Geruch nach Hitze, nach Sand und Pinien, hatte dem Gezirpe der Grillen gelauscht und sich an einem Gecko gefreut, der über ihrem Kopf an der Decke entlang huschte. Endlich - endlich wieder diese Mischung von Traum und Leben. Mona war glücklich!

 

Jedes Jahr kam sie hierher, um mit ihrer Familie Urlaub zu machen. Das hieß: Nicht HIERHER! Aber immer war es Spanien! Manchmal Festland, so wie diesmal, aber manchmal auch die Inseln. Es war ihr egal. Spanien war überall schön. Sie fühlte sich so zugehörig - sprach sogar schon relativ gut die Sprache. Seit sieben Jahren hatten sie es sozusagen zu ihrer Wahlheimat erkoren und Mona hatte sich vorgenommen einen Spanier zu heiraten - nur um für immer hier bleiben zu können. Dass sie das wollte, wusste sie schon seit dem ersten Urlaub, als sie zehn gewesen war. Ihr Gefühl für dieses Land hatte sich seither nicht verändert. Sie liebte es!

 

Da war sie nun und inhalierte dieses Lebensgefühl. Nackt stand sie in ihrem Zimmer und sah hinaus. Träumte! Der Pinienhain mit dem Nadelboden direkt vor ihrem Fenster machte es möglich. Niemand konnte sie hier entdecken. Keiner wollte dieses Zimmer! - Kein Meerblick! - Mona war es gerade Recht! - Sie wusste ja, es war da, das Meer! Und auch dieser Blick in den trockenen Wald war schön - sie zumindest konnte ihn genießen.

 

Aber dann fiel ihr Blick in den Spiegel. Wie blass sie noch war. Ihre Haut war von einem Jahr Deutschland gebleicht, aber hier würde sie in zwei Tagen einen goldenen Schimmer haben, sie wusste es. Ach was! So lange würde es nicht dauern! Heute Abend wäre sie schon überhaucht von ihrem Land. - Sie drehte sich.

 

Ihr Körper gefiel ihr. Groß und wohlproportioniert. Mona legte die Hände über ihre Brüste, streichelte langsam über ihren Bauch hinunter. Ein süßes Gefühl erfüllte sie. Was hatte sie geträumt heute Nacht? Sie erinnerte sich nicht - aber das Gefühl war noch in ihr. Es war schön gewesen, das wusste sie. Sagte man nicht, dass in Erfüllung ging, was man träumte in der ersten Nacht in einem fremden Bett? Ja, das sagte man! Aber galt das auch für ein Hotelbett?

 

Egal! Jetzt würde sie sich anziehen und frühstücken gehen. Sie schlüpfte in den kaffeebraunen Bikini und zog ein langes, weiches T-Shirtkleid darüber. Cremeweiß mit einem bunten Papagei aus Pailletten auf dem Bauch. Es war so schön weich, schmiegte sich an. Mona fühlte sich wohl. Obwohl sie besser aussehen würde, wenn sie erst braun war! Als sie in den Frühstücksraum kam, sah sie, dass sie noch alleine war.

 

Ihre Familie war noch nicht aufgestanden. Dagegen hatte sie gar nichts. Sie gingen ihr sowieso auf die Nerven. Ihre Eltern meinten sie sei eben pubertär und dadurch schwierig! Mona glaubte das nicht. Sie war einfach kein Kind mehr! Warum wollten sie das nur nicht sehen? Schließlich war sie siebzehn! Eigentlich war sie völlig im Einklang mit sich - nur ihre Einstellung zur Familie hatte sich geändert. Sie wollte nicht mehr soviel mit ihnen unternehmen. Nicht weil sie sie nicht mehr liebte. Nein, das war es nicht. Sie wollte einfach alleine sein. Ihre junge Weiblichkeit erst sich selber zugänglich machen, bevor andere sie verwirrten. Aber sie bestanden auf ihrer Anwesenheit. Gut, sie würde sich fügen - so weit als möglich. Hier würden ihr genügend Möglichkeiten für den Rückzug bleiben.

 

Sie holte sich Früchte vom Büffet, Saft und einen Milchkaffee. Dann aß sie noch genussvoll ein federleichtes, kleines Hörnchen, das schmelzend auf der Zunge zerfiel. Wunderbar! Und noch immer kein anderer weit und breit. Mona beschloss an den Strand zu gehen. Sie ließ sich von der hübschen Spanierin Papier und Stift geben und schrieb eine Nachricht an ihre Familie, dann ging sie in ihr Zimmer und holte ihre Sachen. Viel brauchte sie nicht. Handtuch, Sonnenmilch, einen Hut, eine Haarbürste - fertig. Neugierig suchte sie sich ihren Weg.

 

Es waren keine fünf Minuten und sie hatte die kleine Bucht gefunden. Diesmal kein langer Strand, aber dafür so malerisch. Rechts und links umrahmt von Felsen, die sich zum Strand hin absenkten, als wollten sie ihn schützend zwischen ihre schroffen Wände nehmen. Und dort oben, mitten im Fels - ein Sprungbrett. Nur ein schmaler Weg führte dorthin - zwischen Stein und Geröll. Von dort musste man einen wunderbaren Blick haben - hinaus auf See! Kurz entschlossen stieg Mona über den  holprigen Weg hinauf und betrat das Sprungbrett. Vielleicht einen halben Meter breit und drei oder vier Meter lang, ragte es hinaus über die spiegelnden Wasser. Es wippte unter ihren Füßen.

 

Langsam trat sie an den Rand. Wie schön es hier war. Der Wind fuhr ihr durchs Haar und die Sonnenstrahlen drangen in ihren Körper und wärmten sie wohlig. Das wäre ein idealer Platz für sie zum Sonnen. Raum genug würde sie haben - und auch die ersehnte Einsamkeit. Viele Leute würden diesen schwierigen Weg hierher scheuen und lieber auf den Sprung ins kühle Nass aus luftiger Höhe verzichten. Das Brett war wirklich ganz schön hoch gelegen. Es waren bestimmt fünf Meter in die Tiefe. Nicht jeder wollte so ein Risiko eingehen. Wahrscheinlich war sie hier so gut wie ungestört.

 

Vorsichtig breitete sie ihr großes Badetuch über das Brett und setzte sich hinunter. Es war einfach wunderbar hier. Sorgfältig cremte sie ihre sonnenungewohnte Haut ein und dann bürstete sie ihr langes, blondes Haar. So, nun konnte sie sich zurücklegen und träumen. Ein letzter Rundblick über die immer noch leere Bucht - und dann machte sie es sich bequem. Es war wirklich ideal hier oben. Die Sonne brannte schon recht heiß vom Himmel, aber hier wehte ein kühler Lufthauch, wie für sie bestellt. Wenigstens war ihre Haut nicht empfindlich!

 

Jetzt konnte sie ihre Gedanken fließen lassen. Sie genoss es hier zu liegen und sich dem Sonnenschein preiszugeben. Ihr Haar floss über das Brett hinab und wehte bei jedem kleinsten Luftzug. Es würde von unten wie pures Gold schimmern und gleißen. Ob man sehr viel sehen konnte - von dort unten? Wahrscheinlich nicht! Also würde es niemand bemerken, wenn sie ihr Bikinioberteil einfach ein Stückchen zur Seite schob. Es ganz abzulegen, das traute sie sich doch nicht.

 

Wie es wohl wäre, wenn ein Mann sie hier beobachten würde? Ob sie ihm gefiele? Und wie müsste er sein, dass er ihr gefallen könnte? Sie erfand sich gerade ihren Traummann. Jung müsste er sein - das auf jeden Fall. Vielleicht 20 oder 21 Jahre - und natürlich hübsch. Dunkelhaarig und mit schönem, gebräuntem Körper. Und die Augen! Die Augen waren wichtig. Sie sollten strahlen können - dann wenn er sie betrachtete - zum Beispiel. Am liebsten von leuchtendem Grün - oder vielleicht auch stahlblau. Tja - und was fehlte noch? Die Hände! Er würde zärtliche Hände haben - der Mann, der sie lieben würde. Zärtliche Hände und starke Arme, die sie umschlingen würden und festhalten. Mona würde sich sicher und geborgen fühlen in diesen Armen. Es war so schön sich einen Mann zu träumen, die erste Liebe zu ersinnen - eine Sehnsucht, die sich genauso erfüllen würde, wie sie es sich wünschte.

 

„Wie schön du bist, süße Mona!“ Hatte sie das nun gedacht oder gehört? Mona öffnete die Augen. Ohne sich zu rühren sah sie sich um. Aber in dieser Position konnte sie eigentlich nur Himmel sehen - und ein paar Felsspitzen an der Seite. Sie hatte sich sicher getäuscht. „Hast du nicht! Süße Mona, du bist wunderschön!“ Die Worte waren doch ganz deutlich gewesen. Wo kamen sie nur her? Jetzt setzte sie sich doch auf. Ihre Blicke glitten suchend umher. Die Bucht hatte sich gefüllt mit sonnenhungrigen Urlaubern. Auch ihre Eltern und die beiden Geschwister konnte sie sehen. Mona winkte.

 

Aber in ihrer Nähe war niemand. „Hallo!“, fragte sie vorsichtig. „So schööööööööööön!“, rauschte der Wind ihr ins Ohr. Sie schüttelte den Kopf! Sie musste sich irren. Hier war niemand weit und breit. Noch einmal sah sie sich um - ganz genau. Keine Menschenseele. Nur das Meer war bewegter als vorhin, als sie hier herauf stieg war es spiegelglatt gewesen. Jetzt türmten sich die Wellen, schäumten und gischteten. Entschlossen legte sie sich zurück und schloss die Augen. „Kommst du vom Olymp, schöne Mona?“ Das hatte sie jetzt wirklich gehört. Es konnte doch nicht sein, dass man sich so etwas einbildete? - Olymp? - „Du kannst doch nur eine Göttin sein?“, zweifelte eine leise Stimme. „Wer bist du?“, fragte Mona laut. „Pssssssssst!“, rauschte es in ihrem Ohr. Instinktiv dämpfte sie ihre Stimme. „Hallo?“ - „Vielleicht eine Halbgöttin?“ Sprach diese Stimme zu sich selber? Wo kam sie her? War sie dabei den Verstand zu verlieren? Möglicherweise hatte sie ja einen Sonnenstich.

 

„Schöne Mona, komm’ zu mir!“, tönte es zwischen den Felsen. „Spiel’ mit mir!“ Mona lauschte. Wenn hier niemand war, sie aber doch jemanden hörte... Vielleicht spielte ihr ja ihr Bruder einen Streich? „Spiel’ selber mit dir!“, erklärte sie ungehalten. Für eine Weile war Ruhe. Vielleicht hatte sie ihn verscheucht.

 

„Nein, süße Mona - ich will dich! Die Schönste der Schönen! Und du willst mich doch auch - du liebst mich doch!“, säuselte die Stimme. Es war eindeutig eine Männerstimme. Ein weicher Bariton, doch irgendwie klang es jugendlich. „Kommmmmmm, so kommmmmm doch zu mir!“, sang ein sanfter Klang über dem Meer. Mona dachte nach. Wer konnte das sein? Sie musste ihn dazu bringen, sich zu zeigen. „Wer bist du?“, fragte sie neugierig. Es bestand kein Zweifel daran, dass hier jemand war - nur wer? „Belossssssssssssssss“, sang der Wind. „Komm’ zu mir, Mona!“ - „Ich bin hier!“ Langsam wurde sie ungeduldig. „Wo bist du?“ - Und wieder tönte es: „Komm’! So komm’ schon ins Wasser!“

 

Mona setzte sich erneut auf und sah auf die brodelnde See unter ihr. Das Wasser schien zu kochen. Eigenartigerweise aber nur ein Stück weit. Der Rest der Bucht war glatt und nur ab und zu kräuselte ein Wellensaum die Oberfläche. Ihre Blicke forschten. Wo war er nur? Schließlich konnte er doch nicht so lange tauchen! Irgendwann musste er doch Luft holen - und dann würde sie ihn schon sehen.

 

Suchend sah sie sich um. Kein Mensch weit und breit. Vielleicht war es ja doch diese Hitze, die sie Dinge hören ließ, die es gar nicht gab? „Aber nein! Süße Mona, du bist nicht verrückt!“, summten die Worte in ihrem Kopf. „Ich bin hier! - Ich kann es dir beweisen! - Sieh’ her!“ Und als sie ins Wasser blickte, sah sie auf einmal..........

 

Wasser, Wellen, Täler und Hügel, klar, tiefgrün und blau mischten sich, wurden dunkler, undurchsichtiger, änderten die Farbe, nahmen Form an und dann sprang ein Delphin in graziösem Bogen aus dem Wasser, spritzte mit der Flosse einen Tropfenschauer zu ihr hinauf. Mona schrie auf vor Schreck. Ihr Körper war sonnendurchglüht. Dagegen erschien ihr das Wasser eisig. Aber dann lachte sie. Wie hübsch der Delphin war! Wie bezaubernd.

 

„Was bist du denn für ein Süßer?“, fragte sie laut, obwohl sie eigentlich keine Antwort erwartete. Umso mehr erschrak sie. „Gefalle ich dir?“, fragte diese kokette Stimme. - Eigentlich gefiel ihr dieser Gedanke. Er redete! Der Delphin war so entzückend - und sie hatte nicht die geringste Angst. Delphine waren lieb. Er würde ihr nichts tun. „Du kannst sprechen?“, fragte sie erstaunt. Ein schelmisches Lachen ertönte. „Natürlich kann ich sprechen. Mich wundert nur, dass du es verstehen kannst! Aber ich hab schon gewusst, dass du ein feinfühliges Mädchen bist.“ Wieder klang sein Lachen auf. „Sag, kommst du nun vom Olymp?“

 

Mona schüttelte den Kopf. „Wie kommst du nur auf solche Ideen?“ Ein Delphin, der sie fragte, ob sie vom Olymp kam! Wer kam hier auf „solche Ideen“? Einfach völlig verrückt! - „Ich dachte nur, weil meine Urgroßmutter mir immer erzählte, wie wunderschön die Frauen da sind. Aber sie will nicht mehr da hin, sagt sie, weil Hera verrückt ist und sie keine Kuh mehr sein will!“ - Mona dachte nach. Sie glaubte nicht, dass „Hera“ verrückt war, sie zweifelte viel eher an ihrem eigenen Verstand. Vielleicht sollte sie doch besser aus der Sonne gehen? Ja, das würde sicherlich besser sein.

 

Sie stand auf und legte ihr Handtuch zusammen. „Geh noch nicht fort, süße Mona!“, bat die schmeichelnde Stimme. „Ich muss jetzt zu meiner Familie!“, erklärte sie mehr sich selber als ihm und dann ging sie. „Aber du kommst doch wieder?“, tönte es leise und in ihren Gedanken war es ganz klar: Sie würde wiederkommen. Denn eigentlich glaubte sie es ja - das was hier passierte. Es war nur zu unwahrscheinlich um es irgendjemandem zu erzählen.

 

Mona ging. Sie traf ihre Familie. „Geh mit mir ins Wasser!“, bettelte ihr kleiner Bruder Jonas. „Ja, das ist eine tolle Idee.“, stimmte sie zu und dann, weil sie ihm eine Freude machen wollte, sagte sie: „Gehen wir mit dem Delphin spielen!“ Jonas sah sie an, als wäre sie aus einer anderen Welt. „Delphin?“, fragte er. „Spinnst du jetzt? - Hier gibt es doch keine Delphine!“ Sollte sie dazu jetzt noch etwas sagen? Sie hatte ja doch das Gefühl, er war nur für sie da! Egal, jetzt gingen sie jedenfalls ins Wasser.

 

Mona war wie bezaubert. Das Meer hier war so wundervoll. Noch niemals hatte sie das Wasser so empfunden. Es streichelte ihre Haut, schmeichelte und kühlte und es trug sie, wie in einer Sänfte. Sie musste nicht schwimmen. Egal wie oder ob sie sich überhaupt bewegte, sie ging nicht unter. „Vielleicht liegt das am Salzgehalt“, dachte sie. „Vom Toten Meer sagte man das ja auch!“ Aber tief in ihrem Inneren wusste sie: Hier lag der Fall anders! Heimlich hielt sie Ausschau nach dem Delphin, aber ihr Bruder hielt sie in Atem. Als er genug hatte und dem Strand zustrebte, blieb sie zurück.

 

„Wo bist du?“, murmelte sie. „Hier bin ich!“, kam sofort die Antwort. Sie sah sich um. „Wo? - Ich kann dich nicht sehen!“ Das hatte sie jetzt nur gedacht - und in derselben Minute tauchte ein junger Mann vor ihr auf - aus dem Wasser. - Nein, aus dem Nichts! Mona zuckte zusammen, aber sie beruhigte sich schnell wieder. - Er sah ja soo gut aus. Groß, schwarzhaarig und gut gebaut. Mit breiten Schultern und schönen Händen, schlank und beweglich. Und seine Augen schillerten - wie das Meer.

 

„Wer bist du?“, fragte sie. „Ich bin Belos! Das weißt du doch schon!“, lächelte er liebevoll. Mona verstand die Welt nicht mehr. „Und der Delphin?“ - „Ich bin, was ich bin - und kann sein, was du willst!“ Was für eine rätselhafte Antwort. Das wollte sie genauer wissen. „WER BIST DU?“ Belos schnaubte verächtlich: „Belos! Sohn des Poseidon und der Lybia, Enkel von Ephepos und Memphis, Urenkel des Zeus und der Io.“ Er holte tief Luft. „Bist du nun zufrieden?“ Es klang leicht ungehalten. Mona schüttelte den Kopf - ratlos! Zeus - Poseidon - Io kannte sie aus der Geschichte. Griechenland! „Kommst du vom Olymp?“, hatte er gefragt. Das konnte doch nicht wahr sein! Dieser gut aussehende Mann, dieses „Bild von einem Mann“ - ihr Traummann - konnte er....? Konnte er...? Sie traute sich nicht einmal es zu denken. Konnte er ein „Gott“ sein?

 

„Mona!“, krähte ihr kleiner Bruder hinter ihr. Sie erschrak zu Tode. Als sie sich umwandte, sah sie gerade noch, wie sich ihr „göttlicher“ Begleiter auflöste. Er zerfloss einfach zu Wasser - wie ein Eiswürfel. „Ich bin, was ich bin - und kann sein, was du willst!“, hatte er gesagt. Jetzt wusste sie, was das bedeutete.

 

„Was willst du?“, fuhr sie ihren Bruder an. Er konnte doch gar nichts dafür. Schließlich war sie ja nur ziemlich verwirrt. „So gefällt mir das aber sehr viel besser!“, hörte sie die dunkle Stimme. Ob Jonas sie auch hören konnte? Er reagierte nicht. „Wirklich sehr viel besser!“, schwärmte er und sie spürte wieder die unglaublichen Streicheleinheiten auf ihrer Haut. Wie aufregend sich das anfühlte. Als würden viele kleine Hände sie zärtlich berühren - liebkosen. Mona lächelte - solange, bis ihr klar wurde, wo Belos überall „seine“ Hände hatte!

 

Seine Liebkosung beschränkte sich keineswegs nur auf schickliche Stellen. Ganz im Gegenteil. Sie hatte das Gefühl, er bemühe sich besonders an höchst erregbaren, anderen Körperteilen. Und sie konnte es bezeugen: Er war recht erfolgreich damit! Das Blut schoss ihr ins Gesicht und sie floh aus dem Wasser.

 

Höchst verwirrt verbrachte sie den Rest des Tages am Strand und vermied es, dem Wasser auch nur nahe zu kommen. Aber Belos ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. Träumte sie hier nur einen ganz besonderen Traum? Oder konnte es sein, dass das was sie „erlebte“ die Wirklichkeit war? Es gab doch keine „Götter“ - oder doch? Und schließlich waren diese Götter doch schon hunderte von Jahren alt. Oder Tausende! - Sie wusste es nicht mehr so genau. Belos jedenfalls war ein junger Mann. Stürmisch und leidenschaftlich. Mona versuchte es einfach zu vergessen, aber das war nicht leicht. Den ganzen Tag über war sie nervös und in der Nacht hatte sie aufregende Träume. Aber am anderen Morgen waren sie vergessen.

 

Mona hatte beschlossen, dass sie nur unter einem Sonnenstich gelitten hatte - und jetzt war alles wieder gut! Als sie sich in ihrem Spiegel betrachtete, bemerkte sie, wie hübsch gebräunt sie schon war. Sie gefiel sich. Wenn sie jetzt noch... - Wie vom Blitz getroffen sank sie auf ihr Bett. - Was wollte sie eigentlich? Sie träumte sich einen Mann - sie HATTE einen Mann! Und was für einen! „Ich kann sein was du willst!“ Gab es dazu denn noch eine Steigerung? Schließlich wollte sie nicht heiraten. Sie wollte einen Flirt - die Liebe erleben. Einen zärtlichen, rücksichtsvollen Mann, der ihr die Liebe zeigte. Belos würde ihr alles zeigen, was auch immer sie wollte! Und er wusste, was sie wollte - er war in ihrem Kopf! Er war ein Gott! - Jetzt gab es nur noch eine Frage: War er real - oder entsprang er nur ihrer Fantasie?

 

Egal! Sie würde es feststellen! Auch heute ging sie vor ihrer Familie zum Strand - und auch heute stieg sie hinauf zu ihrem Sonnensitz in luftiger Höhe. Und sie versuchte angestrengt nicht an IHN zu denken. Was nicht ganz einfach war. Ihn konnte sie nicht betrügen, wenn er denn das war, was sie vermutete!

 

„Schönste! Meine schönste Mona!“, sang der Wind in Ihren Ohren. „Du bist wiedergekommen! Du hast dein Wort gehalten!“ - „Ich halte immer mein Wort!“, gab sie zurück. „Und du wirst mir jetzt einige Fragen beantworten  müssen, wenn du nicht willst, dass ich mich für verrückt halte! - Sag mir, BIN ich verrückt?“ Ein helles Lachen ertönte. „Aber nein, meine Mona! Du bist nicht verrückt. Glaubst du denn nicht, was du siehst? Kannst du denn deinen Sinnen nicht trauen? Komm zu mir und ich zeige dir, wie wahrhaftig deine Sinne sind!“

 

Mona setzte sich. Das war es. Vor ihm gab es nur die Wahrheit. - Also! „Was tust du mit mir, wenn ich zu dir komme?“, fragte sie zögernd. Das Lachen ertönte erneut. „Ich werde dich liiiiiieeeeben!“, klang es im Rauschen des Meeres. „Und wenn ich das nicht will?“, entgegnete sie. „Aber du willst es doch!“, flüsterte das Wasser. „Es gibt nichts, was du sehnlicher möchtest!“ Mona wurde rot. „Das ist nicht wahr!“, stieß sie hervor, bevor ihr bewusst wurde, dass er es besser wusste. Was für eine Situation.

 

„Liebste, Schönste, Mona! - Sag, darf ich zu dir kommen?“, fragte er verhalten. Mona nickte und fragte gleichzeitig: „Kannst du das denn? - Ich meine, kannst du das Wasser verlassen?“ - Auf einmal saß er neben ihr. Ein wunderschöner, junger Mann, dunkelhaarig, groß, eindrucksvoll. Nur seine Haut war von dunklem, schimmerndem Grün. Sie betrachtete ihn erstaunt. „Ich kann das Wasser verlassen - nur weit entfernen davon - kann ich mich nicht - denn ich bin das Wasser!“, erklärte er. „Gefalle ich dir?“, fragte er stolz. Mona nickte. „Na ja, bis auf die Haut....“ Er sah sie fragend an. Dann nickte er. „Ich mache das nicht oft!“, murmelte er und dann sah sie, wie die Farbe seiner Haut sich änderte, heller wurde, sich ihrer Hautfarbe anpasste. Mona gingen die Augen über. „Besser?“

 

Großartig! Sie hatte sich einen Gott gefangen! Der schönste Mann auf dieser Welt - interessierte sich für sie! Er wollte sie - hoppla! Er wollte sie lieben! Hier gab es kein Versteck - denn er war in allen ihren Gedanken. „Was ist, wenn ich doch nicht will?“, fragte sie bang. Belos lächelte sie an. „Ich werde - ich kann nur tun, was du willst. Ich muss die Willensfreiheit aller Geschöpfe respektieren, denn ich bin ein Sohn des Poseidon!“ Mona glaubte ihm sofort.

 

Er nahm sie in die Arme und zog sie an sich. „Ich werde dich nur berühren, wo du es willst. Ich bin zwar das Wasser, aber mein Bewusstsein ist nicht überall. Ich werde da sein, wo du mich willst. Du wirst in mich eintauchen und ich werde dich liebkosen.“ Seine Hand glitt zu ihrem Busen, umfasste ihn zärtlich. „Ich werde deine Haut streicheln - so wie gestern. Du hast es genossen meine Hände zu spüren - an deinen Brüsten. Ich hab es gesehen! Deine Spitzen wurden hart unter meinen Fingern. So wie jetzt!“, raunte er verlockend. „Du hast es genossen zu fühlen, wie ich den Schenkel liebkose - immer höher hinauf. Deine süße Muschel berühre - zärtlich eindringe.“ Er stöhnte leise. „Alle Muscheln des Meeres können sich nicht messen  mit dieser einen!“ Mona wurde heiß. Ja, sie hatte es genossen, dieses lustvolle Prickeln, aber sie hatte nicht gedacht, dass es von einem Mann ausgelöst wurde. Für sie war es Naturgewalt gewesen - nicht Sex.

 

Belos zog sie auf seinen Schoß. „Aber mein Liebchen, wusstest du denn nicht, das Sex immer eine Naturgewalt ist?“ Seine Finger waren zwischen ihren Beinen, glitten höher, berührten sie - unter ihrem Bikinihöschen - dazwischen. Für ihn gab es keine Hindernisse - es sei denn ihren Willen! „Nicht!“, keuchte sie. „Nicht hier!“ Sofort hörte es auf, dieses süße Gefühl und er saß wieder keusch und züchtig neben ihr. „Du hast Recht. Hier ist es zu gefährlich - zu öffentlich!“, stimmt er zu.

 

„Komm zu mir, komm in mein Reich und lass dir von mir die Liebe zeigen, die Naturgewalt des Sex, die brodelnden Gefühle der Leidenschaft - wenn ich deinen Körper umschmeichle, alle deine Sinne errege und dich zum Gipfel der Lust empor trage!“ Erneut umarmte er sie und dann - küsste er sie. Langsam legte er seinen Mund auf ihren, drückte ihr kleine, süße Küsse auf die Lippen - solange bis sie gar nicht mehr anders konnte, als sich zu öffnen, wiederzuküssen und in Lust zu vergehen.

 

„Du willst es doch!“, murmelte er an ihrem Hals. Willst spüren, wie der König des Meeres deine süße Muschel liebkost, die entzückende Perle sucht und zum Strahlen bringt. Willst fühlen, wie sie wächst, größer wird und empfindsamer unter der zärtlichen Berührung meiner Finger, willst die enge, verborgene Höhle entdecken - gemeinsam mit mir! Mich einladen sie zu suchen, zu erkunden - sie auszufüllen - und dann alle Ozeane zum Beben zu bringen, so, dass die Wellen über dir zusammenschlagen und du ertrinkst in Lust.

 

Mona wusste beinahe nicht mehr, wo ihr die Sinne standen. Seine Hände schienen überall zu sein. Die leise, sehnsüchtige Stimme erregte sie, überredete, überzeugte sie mehr und mehr. Es war ja genau das, was sie wollte. Sie wollte ihn. Wollte seine Zärtlichkeit. Seine Lust - und ihre! Er sollte es ihr zeigen - dieses lustvolle Spiel der Naturgewalten. „Komm schon, Mona! - Sag ja!“, flehte er. Und doch, das letzte Quäntchen Mut fehlte ihr noch - heute. Noch konnte sie sich nicht einfach so ergeben. Und er hielt sich an ihre Wünsche.

 

„Gut!“, flüsterte er. „Noch nicht, süße Mona, noch nicht! Aber ich werde da sein - werde warten. Und jedes Mal wenn du ins Wasser gehst, wirst du mich fühlen. Ich werde dich verführen, verlocken mit Zärtlichkeiten, solange bis du um Gnade flehst. Bis du bettelst um meine Leidenschaft - die ja doch nur dir gehört. - Und nun komm mit mir! Lass dich auf Händen tragen. Ich zeige dir, was immer du begehrst!“ Und schon war er verschwunden, lief als kühlendes Bächlein über ihren Körper - zwischen den Brüsten hindurch, über ihren Bauch in ihr Höschen. Vor ihm gab es kein Entkommen - es sei denn ihren festen Willen.

 

Was sollte sie denn nun tun? Sie waren hier in einem Badeurlaub - und sie liebte das Wasser. Sie konnte doch ihren Eltern nicht erklären, das sie nicht mehr baden würde - weil das Wasser... - Ja, weil das Wasser sie erregte? Weil Belos sie erregte? Sie würden sie für verrückt halten. Wer würde ihr so eine Geschichte glauben? - Der König des Meeres! Und er wollte sie!  - Wie unglaubwürdig! 

 

Und außerdem wollte sie es schließlich doch auch. Sie wollte dieses Gefühl. All seine Zärtlichkeit, seine Begierde, seine Lust. Er würde sie zu ihrer machen. Worauf sollte sie warten? Wenn er nicht da war, fühlte sie sich alleine. Sie würde...

 

Mit einem Kopfsprung war sie im Wasser - fühlte sich alsbald umschlungen von weichen Armen. Tief tauchte sie ein, und als sie die Augen öffnete, sah sie ihn. Er kam mit einen raumgreifenden Schwimmstoß auf sie zu, glitt vom Meeresgrund an ihr empor und schlang seine Arme um ihren glatten Leib. „Süße Mona!“, flüsterte er in ihrem Kopf. „Jaaaahhh! - Lass’ mich dich lieben!“ Tausend Hände streichelten ihren gesamten Körper. Wie wundervoll sich das anfühlte, wie aufregend. Sie musste nicht schwimmen. Sie schwebte im Wasser. Auch unter Wasser fühlte sie sich sicher. Mona war in ihrem Element.

 

Und in dem Moment, in dem sie vor ihrem geistigen Auge den einsamen Strand sah, waren sie auch schon angekommen. Mona lag im weichen, weißen Sand und das Wasser umspülte ihren sehnsüchtigen Körper, liebkoste ihn - erregte alle ihre Sinne. Doch dann war ER wieder bei ihr. Belos - der Mann! Seine Hände waren so zärtlich, dass Mona stöhnte vor Begierde. Im Nu war ihr Bikini abgestreift und er betrachtete ihre Blößen. „Wunderschön!“, murmelte er. „Was für zauberhafte Brüste du hast. Wie süß sie in ihrer Erregung reagieren! Schau nur! Wie eine Seerosenknospe auf einem breiten, runden Blatt! So aufreizend!“ - Seine Lippen umfassten ihre steifen Brustwarzen, drückten sanft. Dieses sachte Saugen machte sie wild, ließ sie beinahe übersehen, dass eine Hand behutsam zwischen ihre Oberschenkel glitt. Es fühlte sich an wie Meeresbrandung, berührte ihr Fleisch und zog sich zurück - nur um wiederzukehren, sie erneut zu reizen. Wie von alleine öffnete sie sich diesem berauschendem Gefühl.

 

„Jaah, Belos“, stöhnte sie. „Ich will, dass du mich liebst! Nicht das Meer - du, Belos, der Mann!“ - „Oh du Süße!“, flüsterte er und kniete sich zwischen ihre weit gespreizten Beine. „Lass mich deine Perle liebkosen - so wie sie es verdient. Ich werde sie zum Leuchten bringen.“ Mona beobachtete wie er sich über ihren Unterleib beugte, all ihre Schätze - seinen Augen preisgeben.

 

Doch dann sah sie noch mehr. Sein Phallus - groß und hart - stand ihr zur Verfügung. Wie in Trance griff sie zu. Belos erstarrte mitten in der Bewegung. Seufzend dehnte er sich, reckte ihr seine Lenden entgegen. „Mona!“ Seine Stimme klang wie ein wimmerndes Säuseln der Windsbraut. „Keine Sterbliche hat mich je so berührt!“ Er stöhnte gierig. „Welch intensives Gefühl - mehr als..., besser als..., mehr - bitte mehr - Mona mehr!“ Vorsichtig begann sie ihn zu streicheln. Den festen Pfahl aus Fleisch, fühlend zwischen ihren Fingern - auf und ab. Erstaunt sah sie, wie er sich ihren Bewegungen anpasste. Sie hatte Macht über IHN - den König des Meeres. Welch eigenartiges Gefühl! - Wie wunderbar -  nicht nur sie war ein Neuling auf diesem Gebiet. Auch er wusste nicht alles. Sie konnte ihm Gefühle schenken, die niemand sonst ihm geben konnte! Wissbegierig beobachtete sie seine Reaktionen, richtete ihre Bewegungen danach. Langsam massierte sie - sah jetzt auch genauer hin, zumal er jetzt neben ihr kniete, um ihr bessere Zugriffsmöglichkeiten zu gewähren.

 

Wie eigenartig - dieser... Stamm? - Ja das war das passende Wort. Groß und stark und an der Oberfläche konnte sie die Adern sehen, unregelmäßig wie in der Rinde eines Baumes. Und doch war seine Haut so weich wie Samt, anziehend, schmeichelnd. Wie sich das wohl auf ihrer Zunge anfühlte? Als sie sich zu ihm neigte, stöhnte Belos laut auf. „Jaah, oh jaah!“ Seine Stimme klang fast flehentlich. Mona lächelte. Sie hatte ihn in der Hand - im wahrsten Sinne des Wortes. Nein, jetzt hatte sie keine Angst mehr. Neugierig leckte sie über die pilzförmige Krone, hörte ihn wimmern vor Lust und schob sie sich langsam in ihren Mund.

 

„Poseidon! Ist das geil!“, keuchte er und sein Becken stieß ihr entgegen. Er konnte sich nicht mehr zurückhalten. Er musste jetzt seine Lust steigern - bis zur Ekstase. Und Mona leckte an seinem Freudenspender wie an einer Eistüte, lutschte und saugte hingebungsvoll. Es war ja auch ein aufregendes Bild sein Glied direkt vor ihren Augen zu haben, seine Hoden, die im Takt seiner Stöße schwangen. Ihre Hand berührte sie - fing sie ein und massierte zärtlich. Belos röchelte um Luft. „Mona“, schluchzte er. „Oh Mona, bitte!“ Er flehte um Erlösung. Monas Bewegungen waren jetzt völlig im Einklang mit seinen, und in dem Moment, als sie ihn tief zwischen ihre Lippen saugte, stieß er einen ohrenbetäubenden Schrei aus. Vor Schreck entglitt ihr sein Spielzeug und sie sah, wie eine riesige Fontäne Meerwasser aus seiner Spitze schoss.

 

Belos sank erschöpft über sie. Seine Augen blitzten. „Jetzt weißt du wenigstens, dass du dir keine Sorgen machen musst. Denn ich werde keine sterbliche Frau jemals schwängern!“ Daran hatte Mona noch nicht gedacht und jetzt musste sie es auch nicht mehr. Im Augenblick war sie aber auch viel zu erregt, um an solche Dinge zu denken.

 

Sein Orgasmus hatte auch sie nicht kalt gelassen. Jetzt wollte sie mehr spüren von seinen aufreizenden Zärtlichkeiten. Seine Hand zwischen ihren Schenkeln brachte sie im Nu zum Siedepunkt. Sie konnte sich ihm hingeben. Sie hatte seine Lust gesehen - hatte sie ihm geschenkt. Nun konnte sie sein Geschenk empfangen.

 

Langsam legte sie sich zurück und öffnete sich ihm. Sie genoss die heißen Blicke, mit denen er sie verschlang - und sie sah, wie sie auf ihn wirkte! Belos richtete sich auf und kniete sich erneut zwischen ihre Schenkel. Er küsste ihren Bauch, kurz oberhalb der Schamhaargrenze, und seine Hände schoben sich unter ihren Po. Zärtlich massierte er, während seine Lippen kleine Küsse rund um ihren Schamhügel verteilten. Mona stöhnte. Allein die Vorstellung von dem Bild, das er jetzt vor Augen hatte, machte sie wild.

 

Seine küssende Spur zum Zentrum ihrer Lust kam dem Heiligtum immer näher. Zärtlich öffneten seine Daumen jetzt ihre Lippen. Er seufzte leise. „Wunderschön!“, flüsterte er andächtig und dann schlängelte sich seine Zunge durch die hinreißende Muschel, erforschte jeden Winkel und erkundete gründlich den engen Höhleneingang. Mona wand sich unter seinen verführerischen Zärtlichkeiten. Stöhnend hob sie ihm ihren Unterleib entgegen. „Liebe mich!“, bettelte sie sehnsüchtig. „Ich will dich jetzt spüren! Nicht den Meergott! - Dich! Belos, den Mann!“ Sie holte tief Luft. „Lass mich dich jetzt spüren. Komm und nimm mich, Belos! Lass mich IHN jetzt spüren, deinen „Dreizack“!“ Die Begierde nach seinem Phallus beherrschte sie ganz.

 

Belos zögerte. „Ich kann dir Lust schenken - ohne...! Mona, du bist so süß, so rein, du bist Jungfrau! - Ich will dir nicht wehtun!“ - Mona kochte. Sie brauchte ihn. Sie musste, wollte ihn - haben. „Tu es!“, stöhnte sie und bog sich ihm entgegen. „Du hast es versprochen! Zeig’ es mir!“ Seine Hände hatten nicht aufgehört sie zu liebkosen. Ganz leicht nur umrundete er ihre Liebesperle, sah zu, wie die süße Muschel immer praller wurde, immer feuchter, immer begieriger nach seinem Fleisch. Sachte rückte er näher. Sein Penis strebte zu ihr, berührte sie beinahe. „Ruhig Mona, ganz ruhig!“, murmelte er beruhigend. „Lass’ mich das tun! - Lass’ dich einfach treiben, spür nur mein Geschenk an dich!“ Er griff nach seinem Glied und drückte es sanft gegen sie, rieb es an ihrer Muschi - und zog sich zurück. Mona schloss ihre Augen und stöhnte. Sie lieferte sich ihm ganz aus. Sollte er es tun. Sie würde genießen.

 

Wie großartig sie ineinander passten! Sein Zauberstab - er brauchte sie nur antippen - und schon war sie verzaubert. Dieses behutsame Reiben in ihrem gierigen Fleisch ging ihr durch und durch. Sie sehnte sich danach von ihm ausgefüllt zu werden! Ihn endlich richtig zu spüren. Wilde Stöße! - Auch Schmerz, wenn es denn sein musste!  - Und immer noch tastete er nur ganz behutsam, reizte und war schon wieder weg. Sein Zepter drängte sich zwischen ihre Lippen, berührte den Eingang und zog sich zurück. „Bitte!“, flehte sie keuchend. Ihre Muschi schrie nach Erfüllung. Jetzt! Ihn nur noch irgendwie in sich zwingen. Ihr Becken schlug, wippte ihm entgegen. „Nimm mich! - Belos! - Jetzt! Bitte! - Jetzt!“ Großer Gott, wie geil sie war! - So völlig verrückt nach ihm!

 

„Halt still!“, befahl er und sie folgte. „Langsam!“, flüsterte er. „Ganz langsam!“, und drückte seine Härte tiefer - ganz langsam. Mona begann zu hecheln. „Ja, ja, ja, ja, ja!“ Sie hob ihren Unterleib an und dann begann sie zu schaukeln. Schob ihn jedes Mal ein kleines Stück tiefer - und ließ ihn dann wieder herausrutschen. Belos war sprachlos - und geil - so unglaublich geil. Langsam verlor er die Beherrschung. Wenn sie so weitermachte, konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Seine empfindliche Eichel rieb in ihr. Rein und raus und rein und raus. Er biss die Zähne zusammen.

 

Jetzt wurde ihm klar, warum Zeus so sehr auf sterbliche Frauen stand. Sie waren so herrlich respektlos. Sie kümmerten sich nicht darum, dass er ein Gott war. Was sie mit ihm hier trieb war ein wahrer Teufelsfick! Pure Lust! Geilheit und ihre Steigerung - bis hin zur Ekstase. Belos stieß tiefer, konnte nicht mehr anders. „Jetzt, Mona, komm!“, keuchte er und stieß aus der Hüfte. Keine Zurückhaltung mehr, keine Rücksicht. Tief hinein - stoßen! „Ja! Oh ja, Mona! Ja, jetzt! Mona! Jetzt!

 

Und dann sah er, wie sie ihre Arme weit ausstreckte, zitternd die Hände im Sand verkrallte. Mona riss die Augen auf, bäumte sich auf und erstarrte unter ihm. Er spürte ihre Zuckungen, hörte ihr wimmerndes Stöhnen und vereinigte seine Lustschreie mit den ihren. Wild stieß er zu und kam im selben Moment. „Belos!“, stöhnte sie und schlug ihre Fingernägel in sein Fleisch. Ihre Körper waren ineinander verschlungen - verwachsen an der lustvollsten Stelle. Mit ihr wäre er gerne ein Siamesischer Zwilling gewesen.

 

Schwer atmend lagen sie aufeinander, gaben sich der völligen Erschöpfung hin. „Belos!“, flüsterte sie, immer noch atemlos. „Es hat überhaupt nicht wehgetan! - Es war nur - geil! Wunderbar!“ Mona war erstaunt. Sie hatte geglaubt, dass sie Schmerz empfinden würde - das erste Mal. Er lächelte. „Der Vorteil ein Gott zu sein!“ Verständnislos sah sie ihn an. „Es wird das nächste Mal weh tun!“, erklärte er. „Wenn irgend so ein Rüpel kommt und dich zerreißen wird!“ Daran durfte er gar nicht denken. Wieso machte ihn das bloß so wütend? –

 

Aber dann fiel ihm etwas ganz anderes ein und er lächelte. Sein Zorn schmolz. Er konnte bei ihr sein, wann immer sie ihn zu sich wünschte. Er war allgegenwärtig - denn er war Lebenselixier - Wasser! Und Mona hatte Macht über ihn!

 

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