Autorenlesung


für Anna




 

Anna stand am Flughafen und wartete. Sie hatte die Public Relation für Dr. Thomas Harding übernommen, den bekannten Schriftsteller und Publizisten. Sie organisierte seinen Aufenthalt hier in Deutschland - und nun stand sie hier und war nervös. Er kam zu einer landesweiten Lesereise um Publicity für sein neues Buch zu machen. Es war aber eigentlich nicht nötig, denn die erste Auflage war bereits vergriffen.

 

Dr. Harding war ein Begriff und Anna liebte seine Bücher. Seine Art sich auszudrücken war einfach genial. Sie bewunderte ihn, obwohl sie von ihm als Person eigentlich relativ wenig wusste. Sie wusste, er war Deutscher - immer noch, obwohl er schon ein halbes Leben in Amerika lebte. Sie wusste, im Gegensatz zu ihr war er ein alter Mann - von 72 Jahren. Wieso hatte sie dann nur Schmetterlinge im Bauch? Auf dem Foto auf seinem Buch sah er gut aus - sehr gut. Soviel war sicher.

 

Als er durch die großen Flügeltüren kam, blieb ihr fast das Herz stehen. Sein Lächeln warf sie um. Er strahlte sie an, als sei sie ihm der liebste Mensch auf dieser Welt. Mit ausgestreckten Armen kam er auf sie zu. Dunkle Augen blitzten sie an. - Wie hypnotisiert reichte sie ihm ihre Hände, ließ sich halten. „Ich freue mich so sehr Sie zu sehen, Anna van Deer!“ Er zog sie an sich und schlang seine Arme um sie.

 

Verzaubert schmiegte sie sich an seine breite Brust. Seine Wärme, sein Duft hüllten sie ein. So hatte sie sich diese Begegnung nicht vorgestellt. Wirklich nicht! So war es noch niemals gewesen, wenn sie einen Autor abholte. Aber dieser Dr. Harding - war ihr so seltsam vertraut. „Wie groß du geworden bist, kleine Anna!“ Beinahe hätte sie diese gemurmelten Worte nicht verstanden. Aber auch so verstand sie sie nicht. Wieso? Was? Weshalb? Groß geworden? Hatte sie sich verhört? Verwirrt sah sie ihn an.

 

„Du erinnerst dich nicht?“ Seine dunklen Augen brannten. „Woran?“ Anna war völlig verwirrt. Dieser Mann schaffte sie. Soviel Maskulinität! So sehr der Mann ihrer Träume! Und gleichzeitig so unmöglich! Er war ein Kunde! Ein älterer Herr! Und nun auch noch diese Vertrautheit, diese unerklärliche Anziehung!

 

Dr. Harding zog ein völlig zerknautschtes Bild aus seiner Tasche. Er musste es 100 Mal und öfter betrachtet haben. Zögernd reichte er es ihr. Da saß er - er war es unverkennbar - auf der Wiese unter einem Kirschbaum - und sie kannte sowohl die Wiese, als auch diesen Baum. Auf seinem Schoß saß ein kleines, blondes Mädchen und lachte ihn an - und dieses kleine Mädchen war - sie! Mit großen Augen starrte sie ihn an. Ihn und das alte Foto.

 

Diese Augen waren es gewesen, die er nie vergessen konnte. Sie sahen in sein Herz. Schon als sie ein kleines Mädel gewesen war, hatte sie diese Fähigkeit gehabt. Er hatte immer das Gefühl vor ihr nichts verheimlichen zu können - aber es auch nicht zu müssen. Mit ihr war immer alles einfach gewesen - gradlinig und liebevoll. Er hatte sich immer geliebt gefühlt - von ihr.

 

Langsam, ganz langsam kehrte auch ihre Erinnerung zurück. Sie kannte dieses Bild. Es fand sich in dem alten Fotoalbum ihres Großvaters. Sie kannte auch den Mann darauf. Der Mann war der beste Freund ihres Großvaters: Tom! Tom war gestorben, oder? Nein! Es dämmerte ihr, dass Tom keineswegs gestorben war, wie sie angenommen hatte. Einfach weil er nie mehr kam - und weil er natürlich auch fast so alt war, wie ihr Großvater: Uralt!

 

Tom war Thomas! Dr. Thomas Harding! Und er war keineswegs uralt! Er war der erotischste Mann, den sie jemals gesehen hatte! „Tom!“, brachte sie mit zitternder Stimme heraus. „Tom - Dr. Thomas Harding!“ Er nickte. „Du erinnerst dich?“ Jetzt nickte sie eifrig. „Ich glaubte, du seiest tot! Wohin bist du verschwunden?“ Anna erinnerte sich daran, wie sehr sie ihn vermisst hatte. Ihr liebster Onkel Tom war von einem Tag zum anderen fort. Sie war ein Kind gewesen, ein verlassenes Kind. Der Schmerz kehrte zurück. Anscheinend hatte sie ihn verdrängt, denn irgendwann war die Erinnerung verschwunden. Es tat nicht mehr weh. Sie hatte ihn vergessen.

 

„Komm!“, sagte er, „Lass uns hier verschwinden. Wir müssen reden.“ Anna nickte. Sie hatte sich ein wunderbares Programm ausgedacht, für den Starautoren der Firma - und nun? Sie würde das alles fallen lassen. Nichts davon würde Wirklichkeit. Sie würde ihn mitnehmen nach Hause. Dahin, wo er hingehörte.

 

Schweigend ging sie vor ihm her. In ihrem Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander. Sie fand ihn so erotisch - so begehrenswert, diesen Mann. Den Starautoren ihrer Firma. Und sie liebte ihren Tom, den Freund ihrer Familie - seit Jahren. In ihrem Kopf waren zwei Männer, die doch ein und derselbe waren. Und es zog sie mit Macht zu beiden hin. Sie hatte nicht die Kraft für ein Gespräch. Sie konnte jetzt keine Konversation machen. Sie konnte ihn nicht unterhalten. Sie konnte ihn nur mitnehmen. Sie wollte ihn mitnehmen. Und er folgte ihr - schweigend. Ob er genauso fühlte wie sie?

 

Als er ihr aus ihrem Mantel half, verließ ihn seine Beherrschung. Er nahm sie in die Arme und zog sie an sich. „Anna!“ Sie trug nicht nur den Namen ihrer Großmutter, sie sah auch so aus. Seine Erinnerungen stürmten auf ihn ein. Ja, er hatte sie geliebt. Mehr als sonst jemanden in seinem Leben. Aber Anna hatte sich für seinen besten Freund entschieden - und er hatte es akzeptiert. Es war eine gute Wahl gewesen. Ihre Ehe war glücklich geworden, und er hatte sich Zeit seines Lebens gewünscht an Antons Stelle zu sein, aber er hatte es ihm niemals geneidet.

 

Einen gleichwertigen Ersatz für Anna hatte er nie gefunden und so blieb er alleine. Antons Familie war auch die seine. Er betrachtete Peter immer wie seinen eigenen Sohn und das kleine Mädchen, Annas Enkeltochter, liebte er über alles. Und nun stand da eine erwachsene junge Frau, erfolgreich und schön und er glaubte zu träumen. All seine männlichen Instinkte erwachten, all seine Begierden. Lust, die er längst verloren geglaubt hatte, strömte mit Macht durch seine Adern. Er fühlte sich jung - stark. Er fühlte sich - unglaublich! Und sie drehte sich in seinen Armen, kam ihm gefährlich nahe. Ihre Lippen waren nur wenige Zentimeter voneinander getrennt - da ließ er sie los.

 

Was war das jetzt gewesen? Hatte er wirklich dieses Aufblitzen gesehen - in ihren Augen? Hatte er - Lust - gesehen? Oder sehnte er sich so sehr danach, dass er Dinge sah, die seine Fantasie erträumte? Sie konnte doch nicht interessiert sein - an ihm! An ihm, als Mann! Er war ein alter Mann! - Oh nein! Das war er nicht. Nicht in ihrer Nähe! Da war er... da fühlte er sich wie ein Hengst! Trotzdem! Sie sah das höchstwahrscheinlich anders!

 

Aber Anna sah gar nichts anders. Sie konnte nicht mehr geradeaus denken, so sehr wollte sie diesen Mann haben. Sie konnte sich nicht erinnern, jemals so begehrt zu haben. „Tom!“ - Ihr Tom! In dem Augenblick, in dem er sie in seine Arme genommen hatte, hatte ihr Verstand ausgesetzt. Obwohl es ja sicherlich nur eine freundliche Geste von ihm war, oder? Beinahe hätte sie ihn geküsst. Wenn er sie nicht rechtzeitig losgelassen hätte... Oder hätte vielleicht auch er... Sie hatte es doch gesehen - in seinen Augen. Sie kannte diesen sinnlichen Ausdruck. Begierig! So hatte er sie angesehen!

 

Wenn er ein Mann gewesen wäre, wie jeder andere... Ja, dann! Dann hätte sie sich jetzt ausgezogen! Gestrippt - für ihn! Hätte ihn verführt. Aber bei Tom ging das nicht. Er war doch ihr „liebster Onkel Tom!“ Sie konnte doch nicht glauben, er könne eine Frau in ihr sehen. Sie konnte doch nicht glauben, sie sei erwachsen! Nicht bei ihm! - Aber verzichten....

 

Immer noch stand er dicht bei ihr. Sein maskuliner Duft stieg ihr in die Nase. Seine Hände berührten immer noch ihre Hüfte. Sie würde verrückt werden, wenn sie sich nicht endlich von ihm losriss. „Magst du einen Tee?“, fragte sie ihn. Tom nickte. „Gerne!“ Er folgte ihr ins Wohnzimmer. Anna ging vor ihm her und seine Blicke hingen an ihr wie gebannt. Diese Hüften! Er konnte sie spüren - in seiner Handfläche. Großer Gott! Wie sehr wollte er diese Frau berühren!

 

Mühsam nahm er sich zusammen, betrachtete angelegentlich das Wohnzimmer. Es war schön hier. Gemütlich. Es war ihm so egal - so sehr egal. Er wollte sie! Er wollte nur sie! Und er wollte sie jetzt! Nicht einmal klar denken konnte er. Nur noch fühlen. Sie in seinen Armen, ihr Körper an seinem. Ihre Wärme! - Ihre Nähe! - Ihr Duft! - Ihre Lust! Alles in seinem Kopf drehte sich.

 

Und da stand sie und hantierte mit den Tassen. Er lehnte sich an den Sessel und sah ihr zu. Die Küche, war nur durch eine Theke vom Wohnzimmer getrennt. Sie füllte Wasser in einen Topf und stellte ihn auf den Herd. Als sie aufsah, verfingen sich ihre Blicke. Plötzlich sanken ihre Hände herab und sie stand still - tat überhaupt nichts mehr. Schweigend sahen sie sich an. War nicht alles schon beschlossen - zwischen ihnen? Sie wussten es doch beide. Ihre Augen sagten es ihm doch. Und so streckte er seine Hand aus und sagte nur noch ein einziges Wort: „Komm!“

 

Anna ließ ihren Kopf sinken, als schaue sie in ihr Innerstes. Dann hatte sie einen Entschluss gefasst. - Oh nein! Nachgedacht hatte sie nicht. Ihr war viel zu heiß zum Denken. Wenn sie gedacht hätte, hätte sie es vermutlich nicht getan. So aber...  - Sie schaltete den Herd aus und dann hob sie ihre Hände und begann langsam ihre Bluse auf zuknöpfen. Bedächtig kam sie auf ihn zu. „Du weißt, dass ich das jetzt tun muss?!“ Sie schob ihre Bluse von den Schultern und ließ sie fallen. Thomas nickte und seine Fingerspitzen berührten nackte Haut.

 

„Anna!“ Seine Stimme glich einem Schluchzen.  Er würde sofort wahnsinnig werden. Jetzt und hier würde er verrückt. Er wusste es. Ihre nackte Wärme! - Ihre Glätte! - Ihr Duft! „Anna!“, stöhnte er und dann küsste er sie - wie er nie geküsst hatte. Er fühlte sich, wie ein kleiner Junge zu Weihnachten. Sie war sein Geschenk. Die Erfüllung eines Traumes. Seines Traumes. Zwischen heißen, kleinen Küssen öffnete sie sein Hemd und streifte es ab. Als ihre Hände ihn berührten - an dieser einen Stelle berührten - konnte er nur noch keuchen. Seine Hose fiel. Was tat sie nur mit ihm?

 

Sie zog ihn zu sich - hinunter auf den Teppich, bettete ihn vor sich auf den Fußboden. Rasch hatte sie sich von ihrer restlichen Kleidung befreit und kniete nackt vor ihm. - Oh ja! Dr. Thomas Harding hatte Sex gehabt. Heißen und aufregenden Sex. - Und doch! Nichts war vergleichbar mit ihr! Mit dem, was er hier erlebte. Was sie mit ihm machte! Diese süße, junge, aufregende Frau! Die Frau, die er liebte, solange er denken konnte. Die Frau, von der er bis heute morgen nicht gewusst hatte, dass es sie für ihn gab.

 

Sie kam näher - und ihre Brüste schwangen. Thomas griff zu. „Wissen wir, was wir hier tun?“, fragte er leise. Anna schüttelte den Kopf. „Bestimmt nicht!“, erklärte sie nachdrücklich. „Aber du gehörst mir! - Heute gehörst du mir, hörst du?!“ Und dann beugte sie sich hinunter und umfing seine Männlichkeit mit ihren Lippen. Thomas stöhnte. Er schloss die Augen und genoss. „Nur du!“, keuchte er. „Immer nur du!“

 

Anna entzog sich seinen Händen und dann spürte er sie an seinem Geschlecht. Sie bettete es zwischen ihre Brüste und schickte ihn geradewegs in den Himmel. Gott, was für ein Anblick! Sein Phallus ragte groß und steif zwischen süßen, rosigen Pfirsichhälften auf und ihr langes, blondes Haar, fiel wie Goldregen auf seinen Unterleib. Ein warmer Schauer aus verloren geglaubtem Gefühl durchrieselte ihn. Ihre Augen blitzten und rote Lippen glänzten und er wusste... „Ohh jaaah!“, stöhnte er, als sie seine Spitze berührte und er langsam in sie eindrang. Gänsehaut. Zittern durch und durch! Empfindungen, wie er sie so noch nicht kannte.

 

Immer waren es zwei Frauen gewesen wenn er liebte. Eine in seinen Armen und die Eine - Einzige - in seinem Herzen. Und nun war da nur noch sie! Anna! Die Liebe seines Lebens - seine Anna! Obwohl er wusste, sie war ihre Enkelin, war SIE es! Beide Frauen verschmolzen in seinem Kopf. Es gab nur noch SIE! Eine Woge wilder Erregung überschwemmte ihn. Diese Frau machte ihn verrückt.

 

Wenn er die Augen öffnete und ihr zusah, wie sie ihn... Thomas schnappte nach Luft. Augen zu! Augen zu! Um Gottes Willen nicht hinsehen! Ein Blick noch und er würde überschäumen. Anna! Sie kniete zwischen seinen Schenkeln - außerhalb seiner Reichweite - und er bebte vor Begierde sie endlich berühren zu können. „So komm schon - endlich!“, flehte er, streckte die Hände nach ihr aus.

 

Wie eine Raubkatze kroch sie auf ihn zu, hob ein Bein und schob es über sein Becken. Das andere! Und dann lag er unter ihr - zwischen weit gespreizten Schenkeln. Endlich konnte er sie anfassen! Endlich spürte er ihre runden Hüften in seinen Händen. Wie wunderbar! Wie weich sich ihre Haut anfühlte, wie aufregend. Thomas streichelte hingerissen. Und dann spürte er ihre Scham - genau dort! „Jaaaahhhhhhh! Ohh jaaaahhhh!“

 

Thomas riss seine Augen auf. Wie wunderschön sie war! Und wie nackt. Pralle Brüste schwangen vor seinen Augen, warteten nur auf seine Liebkosung. Behutsam legte er seine Hände darum, beobachtete ihre Reaktion. Wie kühl diese bezaubernden Rundungen zwischen seinen Fingern schwangen, und wie erregend ihre Augen ihn anblitzten.

 

Anna stöhnte. Sie genoss es, ihn unter sich zu spüren. Langsam schob sie sich tiefer, berührte seine Eichel. Sie warf den Kopf in den Nacken und seufzte vor Behagen. Wie wundervoll er sich anfühlte - zwischen ihren Schamlippen. Ihr Unterleib tanzte vor und zurück. Ihre Hüften schwangen. Sie streichelte sich - mit ihm! „Hhhhhhmmmm!“- „Tom!“, flüsterte sie. „Mein Tom! - Oh Tom, ist das gut! - Jaaahhh! Fühlt sich das gut an - soo gut - oh jaaahhh!“ Sie summte leise - eine Melodie der Lust. „Ich hab’ dich schon immer geliebt - Tom! - Mein Tom!“

 

Sein Penis rieb in ihrer Feuchtigkeit. Lange würde er das nicht mehr aushalten. Mit äußerster Konzentration schaffte er es, nur zu liegen - nur zu genießen. Keine Aktivität - noch nicht! Aber er keuchte vor Anstrengung. Sie so eng zu spüren, ihr so intim verbunden zu sein - und doch nicht... - Doch dann spürte er, wie er... - „Jaahhhhh, bitte! - Anna! - Jetzt!“ Seine Spitze hatte den Eingang gefunden, rieb zärtlich. Sein Glied verhakte sich, richtete sich auf und - drang ein. „Aaaahhhhh!“ Gemeinsam stöhnten sie auf - in heißer Lust. Tiefer! Immer noch ein Stückchen tiefer! „Oh Gott, bist du guuut!“

 

Es ging nicht mehr. Er konnte einfach nicht mehr nur geschehen lassen. Jetzt musste er - tun! Stoßen! Sie lieben! Und doch war sie es, die ihn liebte! Sie ritt auf ihm - wie sie einen wilden Hengst zureiten würde. Anna! Plötzlich lachte er laut auf - und dann stieß er zu. Bockte, wie ein Wildpferd. „Komm schon, meine Süße! Jaah!“ Er keuchte. Stieß in ihrem Takt. Sie waren füreinander geschaffen. Seine Hände umfassten ihr Becken und drückten sie fest auf seine Männlichkeit. All sein Sein - in ihr.

 

„Liebste, meine Liebste!“ Und dann fiel ihm etwas ein. „Anna!“, stöhnte er. „Oh mein Gott, Anna! - Meine Anna!“ In seinen Gedanken war es immer dieser Name - ihr Name gewesen, den er stammelte in höchster Erregung. Heute konnte er ihn aussprechen. Laut aussprechen. Endlich, endlich! Endlich die Richtige. Endlich die Liebe in seinen Armen. Sie! Anna! Er schloss die Augen, ging auf in dem Gefühl sie zu genießen. Seine Finger schoben sich weiter nach hinten, griffen zu, umklammerten pralles Fleisch.

 

„Fester!“, flüsterte sie, beugte sich über ihn, suchte seinen Mund. Keuchend küsste sie ihn, umschlang seine Zunge mit ihrer. Ihr Schambein presste sich auf ihn. Vereint! Nur ihr Becken bewegte sich jetzt noch. Rhythmisch schob sie es vor - langsam - drängte sich an ihn und zog sich wieder zurück - und jedes Mal fühlte er, wie ihre Muskulatur zugriff und sich wieder entspannte -  seinen Phallus massierte. Mein Gott, war das geil.

 

Wieso war das nur so einzigartig? Dieses Gefühl - dieses unglaubliche Gefühl - sie zu kennen - durch und durch. Sie glücklich zu machen - selber die Erfüllung zu finden! Nie hatte er so gefühlt. Keine andere Frau hatte ihm diese Empfindungen geschenkt. Sie durchdrang seine Seele! Alles was er bisher nie gehabt hatte, alles was er nicht gefunden hatte - sie war es! Anna!

 

Thomas schlang seine Arme um sie und hielt sie fest, sah in ihre Augen und stieß. Langsam und gleichmäßig - bestrebt nur sie glücklich zu machen. Drückte sich tief in ihr heißes Fleisch. Nur noch winzige, erregende Bewegungen. Tröpfchen, die das Fass zum Überlaufen brachten.

 

„Ja!“, flüsterte sie. „Oh jaahh, Tom! - Jetzt, Tom! - Oh jah! - Mein Tom!“ Und dann wimmerte sie all ihre Ekstase in seinen Kuss. Thomas hielt sie fest an sich gepresst. Die Liebe quoll aus ihm hervor - und vermischte sich mit ihrer Lust. Nie zuvor hatte er Sex so empfunden. So tief, so liebevoll, so uneigennützig. Das war das Glück. Thomas wusste, es war nicht für immer, aber es war mehr, als er je gehabt hatte.

 

Und auch Anna war klar, dass niemals bekannt werden durfte, was sie sich hier geleistet hatte. Sie hatte den Starautoren ihrer Firma vernascht! Sie hatte ein absolutes Tabu gebrochen. Und doch! War er nicht auch ihr „liebster Onkel Tom“, ein guter Freund ihrer Familie? Sie lächelte in sich hinein. Hier durfte es erst recht nicht bekannt werden. Ihr Großvater, ihr Vater... sie durfte gar nicht daran denken! Aber sie hatte sich diesen Traum erfüllt, und sie würde es nie mehr vergessen.

 

„Und jetzt?“, fragte sie ihn. Immer noch konnte sie ihn fühlen - seine Wärme, seine Lust - und er fühlte sich so gut an. Sie lächelte: „Wir sind ein völlig unmögliches Paar - du weißt es?“ Thomas nickte. „Es gäbe einen Skandal! - Aber trotzdem, Anna! Wann auch immer du mich willst, werde ich da sein für dich. - Immer!“ - Anna schmunzelte plötzlich verschmitzt, und ihre Augen strahlten ihn an: „Ja dann! - Wie wäre es mit - jetzt?“

 

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