Teil 2: - Funkenflug


Funkenregen

 

„Als du mir die Stiefel ausgezogen hast,

freute ich mich auf einen schnellen Bums.“

Stille.

„Als ich dir den Schlüssel in die Hand drückte, auf eine heiße Nacht.“

Tiefes Durchatmen.

Stille. 

„Nach dieser Geschichte!

Auf ein langes Verweilen in deiner Nähe!“

 

***

 

Ich schäle mich aus dem Sessel und knie mich vor sie hin.

Ohne Druck öffnen sich ihre Schenkel… fühle die Wärme und Weichheit der Innenseiten an meiner Hüfte.

Rebekka zieht mir das Hemd über den Kopf.

Es bleibt an den Handgelenken hängen –

blockiert durch die Manschettenknöpfe.

Sie fummelt, und ich fühle mich beinahe wie in einer Zwangsjacke.

Ihr ausgeliefert.

Sie findet sich mit der Technik von Manschettenknöpfen zurecht.

Der zweite Knopf geht schneller.

…Sie umschlingt mich mit Armen und Beinen.

Fordernder Biss in meine Brustmuskeln…

in meine Nippel!

Fingernägel im Rückenspeck.

Ihr Schoß fest an mich gedrückt.

Sie will mich fühlen, wortlos stumm…

nur unsere Atemstöße sind hörbar,

gepresst, pressend, einsaugend, schnappend.

Langsam lege ich sie sich in den Sessel zurück

- meine Hände gleiten den Schenkeln entlang –

zur Hüfte.

Ich muss ihr nacktes Fleisch an meinem spüren.

 

Ertaste den Bund der Strumpfhose,

fühle ihre fleischig-sinnlichen Röllchen.

Kurzes Antippen und ihre Beine schwingen um meinen Kopf herum,

legen sich auf meine Schulter -

spannen -

Popo anheben und ich ziehe an Strumpfhose und Slip in einem…

verheddere  mich im Hemdchen,

 Nachfassen - schhht bis zu den Knien… Nachfas…

 

Rebekkas intensiver Duft, über Stunden mit Botenstoffen angereichert –

endlich befreit-

wirbelt einer Kumuluswolke ähnlich -

 nach oben und trifft auf meine Nase - meine Sinne.

Wie ein Gewittersturm fegt die Duftwolke alle Hemmnisse,

Vorsätze und Ratschläge weg -

als würden die Deckel von Dosen aufgerissen

und deren Inhalt im Chaos davon gewirbelt.

Zwischen ihren weißen, geschlossenen nach oben gestreckten Schenkeln hervorquellend…

dieses zwei Finger breite,

weiche,

warme,

feuchte,

stark duftende- 

wie eine übergroße Pflaume aussehende-

leicht gewölbte -

unter Haaren halb versteckte,

besondere Stück Fleisch!

 

Mit einem gierigen Urlaut presse ich meine Lippen darauf…

sauge es ein.

Verschlinge es -

Gierig…

wie einen präparierten Köder!

Meine Zungenspitze…

hart wie eine Damastklinge

bohrt, wühlt und pflügt zwischen den Falten und Haaren,

sucht den Schlitz ins Innere…

findet ihn.

Versenkt sich in ihm.

Trifft auf den konzentrierten Nektar.

 

Meine Sinnesnerven drehen durch.

 

Einem Dammbruch gleich überfluten Hormone das Gehirn, ersäufen es!

Meine Nase stupst im Stakkato ihre Perle.

Rebekka drückt ihre Hände durch die Schenkel -

reißt mich an den Haaren,

stöhnt - wölbt sich mir entgegen.

Ich reiße mich los, löse mich –

ziehe, reiße ihr die Strumpfhose,

den Slip von ihren Füßen.

Zerre meine Hose, mein Slip - Socken von mir.

Fühle eine Hand an meinem Horn,

die andere am Sack.

Fordernder Zug!

 

Sie kaut leicht mit den Zähnen -

Sie frisst meinen Schwanz!

Mit der Zunge drückt sie ihn an den Gaumen.

Vibriert mit ihr am Eichelbändchen!

Ein tiefes Gefühl aus dem Unterbauch…

ein Hochgefühl,

ein Schwebegefühl im Kopf…

Ich fühle, wie es kommt.

 

„Beherrsche dich!“, schreit es in mir.

 

Ich drücke sie weg -

will mich ihr entziehen.

Rebekka packt fester, knurrt unwillig.

Ein kurzer Stich in der Hode…

blockiert jeden weiteren Befreiungsversuch.  

Ich versuche durch Mich-Verspannen,

durch Einen-runden-Rücken-Ziehen

das Kommen zu verklemmen.

„Schiet“.

Greife dazwischen,

finde den Punkt.

Zu spät

„Rebekka!“

ist das Letzte, was ich wahrnehme,

 bevor ich beginne zu Lava zu speien.

 

Rebekka springt auf,

wirft mich einfach um setzt sich rittlings auf mich,

nimmt mein Horn in sich auf

und Tränentropfen zerplatzen auf meinem Gesicht.

Ich greife mit beiden Händen in ihr Haar ziehe sie zu mir runter.

Eine tiefe Traurigkeit erfasst mich…

„Du Bock… hast es verbockt!“,

schimpft es in mir.

Ich küsse ihr tränennasses Gesicht, ihren Mund der etwas brabbelt.

Sie will mir etwas sagen… windet sich los.

„Leo! Das wollte ich nicht.“     

"Pssst! Liebes!"

Wir rollen uns um unsere Achse.

Versuchen zu retten, was zu retten ist.

 

Mein Sporn bleibt Sporn, bleibt Horn, bleibt hart…

langsam vögle ich sie… einfach vögeln.

Die instinktivste aller Bewegungen…

Rebekka geht mit -

vögelt mit.

Ich rieche und fühle die Feuchtigkeit von meinen Samen

in ihrem Ausschnitt an ihrem Hals.

Schließe meine Augen…

 

Ihre Fersen trommeln auf meinen Pobacken, an meinen Nieren…

Jeder Schlag löst bei mir einen Stoß in ihren Schoß aus.

Fühle einen scharfen Biss in die Schulter.

 

Als wäre es das Signal!

Unsere Verkrampfungen lösen sich.

Es ist eine spontane Implosion.

In mir!

In ihr -

entstehen konvulsivische Wellen die mich/uns mitreißen!

Mir ist, als würde ich wie ein Pullover auf links gedreht.

Wie auf einer Leinwand sehe ich hinter meinen Lidern

konzentrisch ineinander verlaufende Ringe.

Es werden Punkte -

mutieren zu einem Funkenregen…

wie bei einem Abstich am Hochofen.

 

*****

 

Ich knie zwischen ihren Schenkeln.

Ein Bein von ihr gestreckt, das andere angewinkelt.

Das Kleid um ihre Taille drapiert,

gibt den Blick auf ihren weißen Bauch frei…

auf ihren gepflegten Busch –

die kleinen sinnlichen Röllchen an den Oberschenkeln…

auf ihr - noch halb geöffnetes Geschlecht.

Eine Brust ist aus dem Kleid gerutscht - aus den Körbchen.

Der Hof mit dem gewölbten Nippel

setzt sich mit zartem Dunkel vom schimmernden Weiß der Brust ab.

Eine Hand hat sie sich unter den Hinterkopf geschoben,

der andere Unterarm liegt auf ihrer Stirn.

Rebekka in einem der intimsten Momente…

Situationen, in der ein Mann eine Frau betrachten kann.

Die klassische Stellung einer erfüllten Frau.

Einige Impressionisten malten solche Szenen,

hielten sie im Bild fest.

Ich… unfähig mich zu rühren, von dieser Szene gefangen…

betrachte sie.

Dieses Bild – sie - brennt sich in mir fest.

Ich fühle mich ihr so nahe, so zugehörig…

zu ihr gehörend.

 

°^°

 

Ein eingeschlafener Arm,

eine schmerzende Schulter und

eine prall gefüllte Blase wecken mich auf.

Rebekka liegt in meiner Armbeuge,

fest an mich geschmiegt,

ein Oberschenkel auf meiner vollen Blase,

ihren Arm um mich geschlungen,

ihre kleine Faust in meiner Achselhöhle versteckt.

 

Ein fahles Morgenlicht kämpft sich durch die sanft fallenden Schneeflocken.

Leise… weit weg…

das Motorengebrumm rangierender Räumfahrzeuge.

Sanftbrummeliger Protest, als ich mich aus dem Gewirr löse.

 

Beim Wasserlassen kann ich ansonsten sehr gut

meine verstreuten, verwehten

und verwahrlosten Gedanken

wieder einsammeln und ordnen.

Diesmal?

Jetzt?

Fehlanzeige…Leer!

Spüle die Toilette… und mit dem Spülen habe ich das Gefühl,

etwas Gestriges, Vergangenes weggespült zu haben.

Ich habe gerade das Gesicht gewaschen

und seife meinen Schwamm ein,

um die sensiblen Teile zu waschen, als die Tür aufspringt.

Rebekka fegt wie eine strubbelige Kastenteufelin an mir vorbei,

 plumpst aufs Töpfchen.

Sie tupft sich gerade trocken, als ihr Handy brummt.

„Ja, Ruth! Alles OK… vielen Dank!“

Und ein Wasserfall sprudelt los.

Ich trockne mich ab, als MEIN Handy losschrillt.

Vier Schritte um es zu unterdrücken.

Rebekka lacht los… giggelt.

„Es ist das Handy von Leo.“

Lacht.

„Leo?“

Sie schaut zu mir hin.

Eine schöne,

nackte,

vollreife,

sinnliche Frau -

mit verstrubbelter Frisur…

streichelt sich ihren Busen.

 

„Ruth möchte wissen wer du bist?“

„Dein Liebhaber!“

Flüstere ich!

„Er ist mein Liebhaber!“

Ungezwungenes, befreites Lachen.

„Klar, bin ich seine Geliebte!“

Beschwichtigen, vertrösten auf später.

„Tschüss!“

„Wer war das?

So früh!“

„Meine Tochter… sie hat mir zum Geburtstag gratuliert!“

 

© S’Rüebli  

 

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