Neuigkeiten

 

"Wer schreibt, provoziert."

Marcel Reich-Ranicki

 

"Wer so schreibt, animiert!"

Beatrice von Stein

 




 

Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht.

Eugène Ionesco

 

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Anna


Der Cognac-Mann

 

„Idiot! Verfluchter Idiot!“ „Bitte?“ Der Herr vom Nachbartisch sah sie irritiert an. Hatte sie das gerade laut gesagt? Sofia schüttelte den Kopf. „Entschuldigen Sie bitte! Sie waren nicht gemeint!“ „Danke! Das tröstet mich, denn manchmal glaube ich doch …“ Jetzt musste sie lächeln. Diese sonore Stimme schmeichelte sich ins Ohr, und Humor hatte er auch. „Wer ist er denn nun, dieser Idiot?“, fragte er und schob gleich hinterher: „Nein! Verzeihen Sie, das geht mich nichts an!“

 


 

Das Glück erkennt man nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen.

Norwegen

 

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Anna


Vielseitig

 

Als Andreas klingelte, machte ihm eine entzückende, leicht echauffierte Rothaarige auf, und Karsten, der 13-jährige Sohn seiner Gastgeber, zog sie am Shirt.
„Kommst du, Lorchen? Die Suppe ist doch schon fertig!“
Sie zuckte entschuldigend die Schultern und verschwand in der Küche. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor, aber bevor er drauf kam woher, stand Peter vor ihm, sein Arbeitgeber, Freund und Gastgeber. Peter war Anwalt wie er, und er wollte ihm heute Abend die Partnerschaft antragen. Es gab da allerdings einen Haken: Ein Partner der Kanzlei hatte verheiratet zu sein.

 


 

Menschen, die man von Herzen liebt, altern nicht.
© Ernst Penzoldt

 

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Beatrice von Stein


Alexander und Bettina

Hunger

 

Der folgende Tag war wunderbar gewesen. Die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel und man konnte deutlich sehen, dass Paris eine Stadt für Verliebte war. Überall sah man Paare Arm in Arm. An allen Ecken saßen die Pärchen in Bistros und Cafés, küssten sich ungeniert und demonstrierten ihre Liebe der ganzen Welt. Alexander und Bettina waren nicht in dieser beneidenswerten Lage. Sie mussten so tun, als wären sie sich fremd. Sie waren nur zufällig zusammen auf einer Reise in die Stadt der Liebe und doch wollten sie nirgends anders auf dieser Welt sein. Gerade diese Umgebung inspirierte sie beide. Sie waren hier zusammen und heimlich konnten sie sich so lieben, wie sie es wollten.

 


 

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling.

© Friedrich Schiller

 

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Anna


Böse Wünsche - böses Mädchen

 

Elias grübelte. Seine extraweichen Spezial-Fesselseile waren wohl nicht so der Bringer gewesen – für seine Frau. Er dagegen hatte sich schon sehr verrucht gefühlt, als sie da so gefesselt und blind vor ihm gelegen hatte! Nach zehn Jahren hatte sie ihm gestanden, dass Blümchensex „nicht so ihr Ding war.“ So hatte sie ihren wunderbaren ehelichen Sex bezeichnet: „Nicht so ihr Ding!“ Sie hätte es gern wilder, rauer. Sie hätte gerne … ja, und dann hatte sie herumgestottert. Was er hörte waren: „Seile, Fesseln, Gewalt“. Heimatland! Seine Mutter hatte gesagt, Helena sei nicht die richtige für ihn. Immer hatte sie das gesagt! Aber er liebte sie doch! Und nun … wollte er ihre Wünsche erfüllen. Nur … ob er das konnte?

 


 

Komplimente sind Geschenke, die keiner so schnell umtauscht.
© Klaus Klages

 

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Anna


Be my Valentine

 

Den Gutschein habe ich schon fast ein halbes Jahr. „Für eine besondere Nummer!“, hatte sie geschrieben, und ich habe ihn ihr, gemeinerweise, am Morgen des Valentinstages auf den Frühstücksteller gelegt, zusammen mit einem riesigen Strauß roter Rosen und einer klitzekleinen Schachtel. Wir sehen uns nie morgens, denn ich bin längst weg, wenn sie aufsteht, deshalb vergnüge ich mich den ganzen Tag mit der Vorstellung von ihrem Gesicht, wenn sie sieht, dass die Schachtel leer ist – bis auf einen Zettel: SPÄTER! Ich hoffe nur inständig, dass ich nicht übertrieben habe, aber es ist nicht ihre Art sich zu drücken, und so bleibt mir auch die Vorfreude auf diese besondere Nummer.

 





Beatrice von Stein


Segeltörn 1

 

Ralf hatte es sich an Deck, hinter einem der Ruderstände, gemütlich gemacht. Er saß im Sonnenschein, in der Hand ein Glas Rotwein und war einfach nur glücklich. Endlich wieder einmal segeln! Meer, Wasser, Sonne, Freiheit! Dieses Boot war sein ganzer Stolz. Sein Freund Frederic und er hatten sich diesmal etwas Großartiges geleistet – gemeinsam: Ihre Sun Odyssey 449, und sie würden gemeinsam ihren ersten Törn damit unternehmen. Auch den Namen hatten sie zusammen ausgesucht, d.h. eigentlich gab es nur einen wirklich passenden Namen für ihr Boot: „My Way!“ Und nun war er der erste an Bord.

 


 

Neujahr ist das Tor,

durch das sich Deine Probleme von einem Jahr ins andere schmuggeln.

© Willy Meurer

 

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Beatrice von Stein


Alexander und Bettina

Sehnsucht

 

Bettina lag in ihrem Bett und überdachte die Ereignisse der letzten Tage. Was hatte sie nur geritten, sich darauf einzulassen? Jetzt hatte sie ein Verhältnis mit ihrem Direktor! Das konnte einfach nicht gut gehen. Sie war Realistin. Hier in Paris konnte man es vielleicht noch kaschieren, aber zu Hause, wo jedermann sie beide kannte, wo sie keine einzige Minute unbeobachtet waren! Es war unmöglich, aber es war auch so wunderbar. Er hatte sie hingerissen zu Dingen, die sie niemals für möglich gehalten hätte. Sie hätte nicht schlafen sollen. Er hatte sie im Schlaf überrumpelt! - „Nein!“, dachte sie. „Das ist nicht wahr"

 


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