Die Kapernpflückerin


Eine von meiner Heimat nicht allzu weit entfernte Stelle in dieser Welt ist für mich der Seelenbaumelort. Jetzt nach zweieinhalb Jahren war es wieder so weit. Unweit davon gibt es eine weitere Insel - die mit dem guten Olivenöl und vor allem… den Kapern. Auf ihr gibt es noch etwas, was es nur da und auf einer weiteren Nachbarinsel gibt „Malvasia!“ Und eine Sehnsucht.

 

Die Seele hat ihre Balance gefunden und beginnt übermütig zu werden. Mit einer Woche Reisepolster ziehe ich zur Kapern- und Malvasiainsel, um dem Leib und Geist den nötigen Rückhalt für eine übermütige Seele zu geben. Es ist noch früh im Jahr, die Tage sind angenehm, die Nächte kühl und die Inseln grün. Es ist Kapernernte.

 

Wie vor zweieinhalb Jahren finde ich wieder bei Alicia und Ugo wieder Unterschlupf, ein kleines Restaurant mit Zimmer. Und ich miete mir eine Vespa. Die Insel ist klein, drei Orte, ein paar Straßen und Wege. Zwei Vulkankegel, eine verlassene Salina und wenig Fremdes. Die topographische Karte hatte ich noch und den Rest erstand ich im Konsum.

 

Mit Macht verscheucht der junge Tag über dem fernen Kalabrien die Nacht, als ich die Vespa abschließe, den Rucksack schultere und gemächlich bergan steige.  Der Touristenweg geht hier rechts ab. Ugo, der Wirt hat mir seine Route empfohlen… „Mama pflückt da oben Kapern. Ich habe ihr erzählt, dass du da bist.“ Zeichnet mit einem Bleistift die Lage der Hütte ein und mit einem Kringel wo Mama etwa am pflücken ist. „Sie wird sich über deinen Besuch freuen.“ Er schaut mir direkt in die Augen, warnend und ermunternd gleichzeitig.

 

Das letzte Haus bleibt zurück, die Wirtschaftswege werden enger, die Vegetation drängt auf den Weg, und dieser ist bald nur noch eselsbreit. Die erste morgendliche Wärme kommt mit der Sonne und die Vegetation beginnt ihre Aromen zu verströmen. Ein Duftmix… bei jedem Schritt eine neue Nuance. Meine Sinne zwingen mich zum Stehenbleiben. Riechen - schnüffeln… die frischen, hellgrünen Rosmariennadeln kauen, den blühenden Thymian schmecken, eine vertrocknete Wachholderbeere unter die Zunge legen.

 

Ein paar Schritte weiter vom verwilderten Orangenbäumchen eine reife Frucht pflücken und ein Husch weiter eine faustgroße Zitrone. Limonen gibt es ein Dutzend Schritte nach rechts.  Dazwischen… ein Nest von Arnika und unter den großen Lavabrocken winzige Alpenveilchen. Nach zwei Stunden bin ich nur auf halber Höhe… berauscht von der Natur. Vor mir öffnet sich ein kleines Plateau mit Kapernsträuchern. Einige Blüten sind offen, zart violett… die meisten sind noch Knospen und hier oben kleiner noch nicht so weit Fortgeschritten.

 

Als erstes sehe ich ihren Sonnenhut hurtig hin- und her huschen, den runden gebückten Rücken, den wadenlangen Rock, Sandalen. Ein Stich unter dem Brustbein… ein Krampf im Bauch - Drang zu pinkeln! Dass es in mir so reagiert, rumort hatte ich nicht erwartet. Es ist, als hätte eine Hand mich gegriffen, als ob eine unsichtbare Kraft auf mich einwirkt.

 
Sie hört mich kommen und richtet sich auf, sieht mir entgegen. Ihr Gesicht liegt im Schatten des Hutes, ich sehe sie - ihre Silhouette im Gegenlicht und bin nicht nur vom Licht geblendet. “Buon Giorno Maria, mia Testona!” Sie nimmt den Hut ab lächelt „Buon Giorno Tommaso.“ Lächelt über das ganze Gesicht. „Komm, setz dich zu mir… mach mit mir zusammen eine Pause.“ Sie geht vor, ca. 30 Meter weiter, wo ihre Sachen liegen. Sie legt ihren mit Kapernknospen fast vollen Beutel neben sich. „Komm, ich habe alles mit!“ Als sie sieht, wie ich meine Wasserflasche aus dem Rucksack ziehe: „Die brauchst du noch.“ Es ist, als hätte ich sie erst vor einer Woche zum letzten Mal gesehen. Ihr Gesicht- lang, schmal- mit markanter Nase - fast klassisch-römische Form, breiter Mund mit sinnlichen Lippen, schöne Zähne… langer Hals, neugierige, wache Augen, ausdruckstarke Augenbrauen, schmale Schultern, langgliedrige Finger, kurze Nägel, raue Haut. Ihr Haar… Pfeffer & Salz, eins zu eins… zu einem Zopf geflochten. Ihre Stimme ist kehlig- rauchig, gibt ihr etwas Herbes, nicht Weiblich-Weiches. Ihr ganzer Habitus drückt Starkes, Selbstständiges, Unbändiges aus, nicht angepasst… nicht domestiziert, würde man bei Katzen sagen.

 

„Du willst auf den Gipfel? Ja!“ Schelmisches Lächeln, Schalk in den Augen, Bereitschaft, sich mit mir zu unterhalten. Unterhalten?  „Mama  weiß alles!“ Gesteht sie amüsiert weiter. Mütter und ihre Söhne…! Ich sitze auf den Boden, gegen einen Lavablock gelehnt. Sie schräg gegenüber auf einem Block sitzend… ihre Knie auf Augenhöhe.

 

Durch ihre Ungezwungenheit, Natürlichkeit… Natürlichkeit, mit mir zu flirten, entstand sofort wieder dieses erotische Knistern. Das Knistern, vor dem ich das letzte Mal davongelaufen bin. Ich stehe in Bruchteilen einer Minute erneut in ihrem Bann. Ihr Rock bis zu den Knien geschürzt, lässt kurze Einblicke zu… zu den weißen Oberschenkeln. Beim Vorbeugen der Blick in ihren Top mit den nicht zu kleinen vollfleischigen Brüsten. Das Aufblühen ihrer Nippel, als sie merkt, dass sie auf mich wirkt. Ihr ungenierter Blick - mich musternd.

 

„Oh, Tommaso, deine Augen sind frech, sie glitzern, sie sind nicht mehr traurig.“ Sie verteilt Oliven, gegrillte Melanzane, getrocknetes Brot mit Olivenöl beträufelt und mit Kapernpaste bestrichen, dazu Käse, Salami und Salbeitee. „Ich bin glücklich, freche Augen zu sehen, Tomaso, ich bin glücklich, dich zu sehen!“ Sie erzählt! Endlich hat sie jemanden in ihrer Einsamkeit, dem sie alles berichten kann. „Ich bin fast fertig mit meiner Arbeit…. Soll ich mit dir kommen… auf den Berg?“ Die Aussicht elektrisiert mich, hatte ich doch Probleme, mich von ihr loszureißen. „Ja, natürlich - gerne, liebend gerne!“

 

 „Komm… wir bringen meine Sachen zur Hütte, sie liegt fast am Weg.“ Sie steht vor mir, einen armlang… streckt mir ihre Hand entgegen - zieht mich hoch. Magisch zieht es mich zu dieser Frau. Beim Aufstehen zieht sie ihre Hand mit Schwung nach hinten  und ich stehe knapp eine Handbreit vor ihr… Brust an Brust… „No a qui!“ ein erschrecktes Keuchen. Ihre Augen… dunkel blitzend, ihr Gesicht erstaunt über unsere Reaktionen; sie stößt sich von mir ab.

 

Schnell räumt sie ihre Sachen zusammen, und wir ziehen los… ich drei - vier Schritte hinter ihr hertrottend. Von der Nähe und Aura dieser Frau umfangen, merke ich mir nicht den Weg, die Zeit, das Umfeld. Als sie stehen bleibt und sich umdreht, stolpere ich auf sie- weiche zurück. „Scusa.“ Sie streckt die Hand aus. „Bitte, bleib stehen.“ Ihre ganze Haltung - ihr Gesicht- ihre Stimme drückt Bitten, fast ein Flehen aus. Sie kommt mir entgegen. „Darf ich dich anfassen?“ Schüchtern stelle ich die Frage. Sie nickt. Mit einer unerwarteten Heftigkeit packt sie meine linke Hand, führt sie zu ihrer Wange - küsst scheu, flüchtig meine Handfläche. Ich schiebe meine Hand weiter, umfasse ihren Nacken und gleichzeitig fühle ich ihre Hand in meinem Nacken. Die andere krallt sich in meinen Rücken, unsere Körper drängen sich an einander. Ich streichle ihr den Rücken… den Po… fühle ihre Nacktheit unter dem Rock, die Umgebung verliert ihre Konturen. Auf einmal sind wir wieder so vertraut, wie vor zweieinhalb Jahren– die Unsicherheit- verschwunden. Lachend sammeln wir die verschütteten Kapernknospen auf. Gehen gelöst, entspannt weiter.

 

Die Hütte – Klause ist eher ein Unterstand, halb Höhle, halb Anbau. Hier lebt sie in der Pflückzeit vom Montag bis Freitag. Ihr Sohn oder die Schwiegertochter kommen zwischendurch hoch, um Essen zu bringen und die Kapern mitzunehmen. Sie zeigt mir stolz ihr Handy,  „Daher weiß ich, dass du hier bist!“ Mit geübten Handgriffen werden die kostbaren Kapern versorgt, ihre wenigen Sachen zum Mitnehmen in meinem Rücksack verstaut - und ich werde hinaus komplimentiert. „Muss mich umziehen!“

 

Sie trägt jetzt BH, Höschen, Söckchen und feste Schuhe. Sie sieht meinen Blick und grinst- „per buon costume… die Moral!“ Sie hat den geschmeidigen, fließenden Gang einer Berggängerin. Sie bleibt immer wieder stehen, erklärt mir diese Pflanze… jene Silhouette, redet über Freud und Leid der Insel. Geschichten über den in der Ferne rauchenden Ätna und über die Neapelfähre…, die wie ein überirdisches Raumschiff im Dunst auftaucht. „Mein kleiner Bruder ist einer der Kapitäne. Er bringt sie nach Sizilien.“ Nach ein paar Schritten. „In Ginostra hast du bei meiner Cousine gewohnt. Bei ihrer Tochter war am Sonntag Taufe… da hat sie von dir erzählt! Ich habe jeden Tag gebetet, dass du kommst.“

 

Im Sprung einer Zeit sind wir auf dem höchsten Punkt. Maria zieht mich an den Abbruch zur Caldera*, lehnt sich mit dem Rücken an meine Brust, zieht meine Hände um sich und zeigt mit den Stock über die westlichen Inseln hinaus auf die offene See. „Da draußen liegt mein Mann. Keiner wollte mich mehr zur Frau. Zum Ficken, Vögeln- immer- alle… sofort. Eine Hebamme ist keine Frau… sie ist eine Mystikerin… Hexe… Beichtmutter. Ich habe mehr erfahren als unser Pfaff und davor haben die Männer Angst.

 

Ein Aliscafo zieht seine Bahn zu Nachbarinsel. „Mein Ältester ist erster Offizier auf einem der Tragflügelboote.“ Übergangslos die nächste Frage „Wie geht es dir jetzt?“ und ehe ich antworten konnte, „hast du wieder eine Frau?“ „Mit dir in meinen Armen gut und zum Zweiten…Nein!“ Der Wind sirrt eine sphärische Melodie, keine fremden Laute.

 

„Tommaso- ich habe letzte Nacht von dir geträumt. Du hast mich in deine Arme genommen und als ich wieder sehen konnte, waren wir auf einer Insel mit vielen hohen Tannenbäumen.“ Sie legt ihren Kopf in meine Hals-Schulterbeuge. Flüstert - im Wind nur leise zu verstehen. „Dränge mich bitte nicht… warte… bis ich komme- … bitte.“

 

Als ich damals sie und die Insel fluchtartig verließ… war meine Trauer über den Verlust meiner Frau noch nicht überwunden. Der Schmerz noch zu groß. Vor vielen Jahren waren meine Frau und ich mit dem Faltboot hier, in Sizilien gestartet. Ein Kloß sitzt auch heute noch im Hals.

 

Sanft drehe ich sie zu mir hin. „Unter den hohen Tannen?“ Heftig zerrt sie mich zu einer windgeschützten Stelle… zieht mich zu Boden und bleibt auf armlangem Abstand. „Tommaso, ist das ein Versprechen, nimmst du mich mit zu den hohen Tannen, in den Norden, wo es Schnee gibt?“ Mit nassen Augen sitzt sie da. „Schon als kleines Mädchen wollte ich Schnee essen… mit ihm einen Kuchen backen. Ich war neun, als in Cortina die Olympischen Spiele waren, wir durften einmal mit der Fähre zur Hauptinsel… nur da gab es damals einen Fernseher.“

 

Die Hände im Schoß, in sich gekehrt, sitzt sie da, abwesend in sich horchend… konzentrierte Anspannung. Ich rutsche zu ihr hin und ziehe ihren Kopf in meinen Schoß. Gegen einen Felsen lehnend, erzähle ihr vom Norden. Für sie beginnt der Norden in Genua, wo mein Auto steht. Ja, Cortina d’Ampezzo möchte sie gerne sehen. Die Alpen- die Schweiz… da, wo das Wasser runter stürzt. Deutschland, ja das Märchenschloss und den Rhein mit den vielen Burgen und Schlösser. Auch Holland, wo sie mit den Glocken in den Kirchtürmen Melodien spielen. Schweden… stimmt es, dass alle Schwedinnen nackt schwimmen gehen? Es gäbe Wälder voller Beeren, von denen man blaue Zähne bekommt.

 

Ich erzähle ihr, wie ich Reise. Zu Fuß- mit dem Rad. Nein, Radfahren kann sie nicht, „kann ich das noch lernen?“ Mit dem Kajak. Ja, Kajak hat sie schon öfters gesehen. Es kommen ab und zu welche vorbei, manchmal sitzen zwei in so einem Boot. Das würde sie sich auch getrauen. „Schwimmen kann ich gut, das habe ich in der Schwesternschule in Messina gelernt und auf der Hebammenschule in Neapel.“

 

Skilaufen, das möchte sie auch lernen. Ihre Schwiegertochter kann Skilaufen. „Tommaso, wenn du mich mitnimmst! Ist dann eine andere Frau traurig?“
„Ich kenne zwei Frauen, die werden seeehr fröhlich sein!“ Sie richtet sich auf- „Fröhlich?“ „Ja, meine beiden Töchter! Ihr alter Vater wird so langsam schrullig, so ohne Frau!“ „Duuu… ohne Frau…?“ Ich erzähle ihr, dass ich Frauen kenne, sehr gut kenne, aber keine mein Haus mit mir bewohnt.

 

„Wenn ich zu dir komme, wo schlafe ich?“ „Hmm, dass bestimmst du!“ „Ich“ große Augen, verwirrtes Gucken, lächelt sinnig in sich hinein. Mit einem Seufzer streckt sie sich lang aus, nimmt meine Hand, legt sie auf ihren Bauch, hält sie mit beiden Händen fest. Ihr Gesicht, die Nase wie Cäsar bei Asterix, geschlossene Augen, ihr energisches Kinn, der Mund mit den geschwungenen Lippen, entspannt lieblich. Durch meine Hand fühle ich die Muskelkontraktionen ihrer Bauchdecke, das Atmen.

 

Ich höre den Wind sirren, schließe meine Augen und sehe Maria vor mir, wie durch einen Schleier, einem Organzavorhang. Wie wir nackt in den Schwedischen Schären baden und sie am ganzen Körper eine Gänsehaut bekommt. Wie wir in einem Wald im Slalom um die hohen Tannen rennen.
Wie wir Blaubeeren sammeln- Blaubeerpfannkuchen essen… sie über meine blauen Zähne lacht und ich sie necke, dass sie morgen früh blau pinkeln wird.

 

Ich spüre ihre Wärme in meine Hand überfließen, von mir Besitz ergreifen! In mir wird es weit, sehe den weiten Raum um mich und bekomme eine Erektion… fühle, wie sie den Kopf bewegt… ihn mit ihrem Zopf am Hinterkopf umschmeichelt- den Druck erhöht. Ich höre ihre Stimme weit, weit weg. „Ich fühle deinen Mann!“ Fühle, wie sie meine Hand an ihre Backe legt- sich in sie hineinschmiegt. Werde schläfrig - nicke weg.

 

Hastige Bewegung… sich aufrichten. Jetzt höre auch ich die Steine kullern. Wir fliegen auseinander, als ob wir bei etwas Verbotenem ertappt werden. Grinsen verschwörerisch wie zwei Lausbuben.

 

Wie beim Aufstieg, so auch beim Abstieg, läuft Maria immer vorneweg. Ich habe sie die ganze Zeit vor meinen Augen. Ihre Bewegungen sind fließend… rund ineinander übergehend. Federnd tragend, wie sie sonst nur bei jungen Frauen zu sehen sind. Ihre Haltung nach vorne blickend, das Umfeld wahrnehmend. Ein langer Blick… einen Punkt fixierend… ein gestreckter Arm, um mir etwas anzudeuten, zu zeigen… darauf vertrauend, dass ich es erkennen. Worte wechselten wir kaum… Blicke umso mehr.

 

Es ist noch früh im Nachmittag, als wir an der Hütte ankommen. Still setzen wir uns und genießen einfach des anderen Hier-Sein. „Maria, ich habe meine Rückreise für heute in einer Woche geplant!“ Dem Gesicht und den Händen nach tobt in ihr ein Kampf. Zwischen der Sehnsucht nach einem Gefährten, der Sehnsucht nach den Träumen aus der Mädchenzeit und den Verpflichtungen - der Tradition, der Gesellschaft und Familie gegenüber. Ich stehe auf und trete hinter sie, ziehe ihren Kopf an meinen Bauch und fühle ihre Wirbelsäule an meinem Gemächt. Sanft massiere ich ihre Schläfen, ihre Ohren. „Testona mia, als ich dich heute morgen zwischen den Sträuchern sah… im Gegenlicht… wie eine Erscheinung… hatte ich das Gefühl, meine Liebe neu gefunden zu haben. Deine Einladung zum Verweilen… dein Geständnis… dein Traum… unser kurzer Schlaf auf dem Gipfel… du in meinem Schoß - in meinen Armen, ist für mich eine Liebeserklärung!

 

Hier in der Hütte, mit den Aromen von Kapern, Rosmarin, Thymian, Salbei, Pfefferminze und vielen anderen Kräutern, die ich noch nicht kenne… hier in dieser Hütte…, da duftet eine großartige Blume in voller Blüte. Ich möchte an deinem Duft teilhaben.“  Küsse sie auf die Stirne. „Ich werde auf deine Entscheidung warten“ Löse mich- nehme meinen Rucksack und gehe zu Tale… gehe mit einem Weh in der Brust.

 

Ich habe sie wieder gefunden… Sie mich auch?

 

********

 

Testonas Schwiegertochter Alicia umsorgt mich am Abend. Ich gehe davon aus, dass Maria sie angerufen hat und ihr vieles erzählte.

 

Ja, sie geht morgen zu Maria hoch, um Wasser, Salz und Essen zu bringen und um die Kapern abzuholen. Mit einem Esel, klar… wie sonst.

 

Das Restaurant füllt sich langsam. Ich stochere in den Antipasti rum. Die Testona geht mir nicht aus dem Kopf, eben ein Dickkopf… macht sich dick in meinem Kopf.

 

Ich stelle mir ein tägliches Zusammenleben mit ihr vor. Mit ihr morgens… neben ihr aufwachen - ich... unter ihr Nachthemd greifen… ihre Nippelchen necken, den Busch kraulen! Frühstücken… Sie frugal… ich mit Käse - Wurst - Ei - Pott Kaffee und Zeitung?  Wir - hier in ihrer Kräuterhütte? Wir mit dem Fahrrad durch den Norden fahren… vier Tage Regen im Zelt abwettern. Man berührt sich ständig… riecht sich ständig. Ich kann es mir gut… Nein! Ohne sie kann ich es mir fast nicht mehr vorstellen.

 

Was ist mit mir geschehen?

 

Ich bin vor zwei Wochen aus dem Norden geflohen - an meinen Seelenbaumelort. In die Einsamkeit. Ein abgelegenes Häuschen - eher eine Klause… halb am Berg. Man hört des nachts den Vulkan rumpeln - fühlt ein leises Vibrieren aus dem  Erdinnern kommen. Hier hat sich meine Seele erholt, von den Zugriffen meiner Umgebung.

 

Ich habe Maria nicht die Wahrheit gesagt.

 

Es wird mächtiges Geplapper und Getratsche in meiner näheren Umgebung geben, sollte ich mit meiner „Testona“  auftauchen? „Habe ich MEINER gedacht?“

 

Fühle eine zarte Hand im Nacken, das Gesicht der Wirtin taucht neben meinem auf. „Dich hat es auch schwer erwischt, das werde ich Mama gleich erzählen!“ Spüre einen leichten Kuss auf dem Ohr. Alicia schwebt an mir vorbei in die Küche.

 

Ich bin auf dem besten Weg mir "die Kanne" zu geben. Der zweite Halbe ist schon leer und ich kaue immer noch an der Vorspeise!

 

Seit zwei Jahren… in den letzten Monaten verstärkt, versucht meine Umgebung mich zu verkuppeln. Heiße Feger sind dabei- gut aussehende Meisterreiterinnen - Bestköchinnen - selbstverwirklichende Innenarchitektinnen die bestrebt sind, mein Zuhause umzubauen, Musterschneiderinnen, die mich neu einkleiden möchten, Kalorienjongleuse, die mir zehn Kilo abhungern wollen.

 

Dann läufst du über eine Bergwiese mit Kapernsträuchern und SIE steht da wie bestellt. „Äch, Blödsinn“, dass „ES“ hat mich dahin bestellt.

 

Und sie? - Sie steht seit Jahren im Frühling auf dieser Wiese und träumt von den „Hohen Tannen“, dem Norden, von Schnee, von einem Weggefährten, der sie mitnimmt.

 

Alicia kommt mit einem Handy am Ohr laut sprechlachend aus der Küche und drückt mir einfach das Ding in die Hand. Höre an der anderen Seite Maria in kultiviertestem Inseldialekt protestieren. Höre ihre Stimme, wie sie bittet, nichts zu erzählen, den Mund zu halten, ihre Geheimnisse nicht an mich weiter zu sagen… verstummt. Lauscht - fragend… „Tommaso?“ „Si Testona mia!“ „Tommaso, so etwas haben doch nur junge Mädchen - doch nicht alte Frauen wie ich… was ist mit mir passiert?“ Stille, mir ist die Kehle zugeschnürt „Alicia erzählt, dass du nicht isst, nur trinkst!“ Höre die Windgeräusche oben am Berg. „Tommaso, hier ist ein wunderschöner Sternenhimmel… deine Testona muss jetzt weinen, Tschau!“ Pipp, Pipp.

 

Der ‚Pulpa Pulpa’ mit Risotto schmeckt auf einmal. Im meinem Ohren… Tonleiter rauf- Tonleiter runter…! „Deine Testona…!“ Sie nennt sich „Deine Testona!“

 

 

Nein, kein Problem… fünf Uhr. Der Esel kennt den Weg alleine. Er bekommt als Belohnung das Fressen, wenn er oben ist. Ich komme dich wecken. Gute Nacht und sie schreibt mir Testonas Handynummer auf den Handrücken… grinst dabei wie ein Faun, und im Weggehen bekomme ich einen kleinen Klaps auf den Po.

 

„Si“ nur ein kurzes zerkratztes „Si“ „Ich bin- es, Tommaso!“ „Si“ „Bist du es… Maria?“ „Si!“ „Maria morgen früh wirst du wieder lachen!“  „No!“ „Scommettiano!“ Atmen..., “Tommaso, ich sehe den Großen Bär am Himmel, den Polarstern.“ „Ich auch, ich stehe auf dem Dach!“ Atmen. „Ich habe dir einen Kuss via Großer Bär geschickt“ flüstere ich. Atmen! „Oh… Tommaso, du hast schlecht gezielt… Tommaso, ist es der Wein oder meine Schwiegertochter, die dir die Augen verkleben? Der Kuss ist auf meiner Nasenspitze gelandet!“ „Mmm’pfog, Mmm’pfog!“ „Tommaso, es muss der Wein sein… einer hat mein Ohr, der andere meine Stirn getroffen!“

 

Ich schließe meine Augen… sehe, wie sie vor ihrer Hütte steht, das Gesicht dem Großen Bären zugewandt… auf meine nächsten Küsse wartend. Kuss im Doppelpack. Oh, einer ist am Hals, der andere auf meinem Mund angekommen. Bitte… ganz zärtlich und ganz langsam…und lange!“ Ich habe mich hingelegt, blicke in den Himmel, ins Sternenmeer. „Tommaso, fühlst du meine Zunge, in deinem Mund…, deinen Augen…, deinen Ohren!“ „Testona, ich fühle deine Hände im Haar, deinen Atem an der Schläfe, deine Zunge im Ohr… kitzelst meine Wimper!“ Ein Aufatmen. „Ist deine Prinzessin auch wach?“ Stille… Nachdenken.

 

Ihre Stimme wird keck, Schalk in Anschlag der nächsten Worte… „Oh, die Prinzessin warten auf Küsse!“  Sende eine Doppelserie. Höre ein erschrockenes Ups, kullern von Steinen, ein feines Fiepen. „Uno Pipistrello“ lacht sie. „Was ist ein Pipistrello?“ „Vampiro!“ „Ah- eine Fledermaus!“ „sie ist in meinem Haar gelandet“ Neue Kussserie. Oh- die beiden Zofen meiner Prinzessin hast du verwöhnt.“ Höre ihre Küsse durch das Telefon… gespanntes Warten. „Die sind auf meinem Bauch gelandet - einer hat die Glocke geküsst!“ Fast ein Quiecken, ein Glucksen. „Die Prinzessin hat die Vorhänge vor ihrem Fenster weggezogen- warte auf den Kuss“ Schmatzender Kuss, saugen, schlürfen, schmatzen… sende ein ganzes Dutzend durch den Äther… den Orbit. Ein Seufzer, höre nur ihr Atmen, die Windgeräusche… ein Knurren.

 

„Bist du noch da?“ „Si…! Dein König?“ „Er lehnt sich aus dem Fenster und wartet sehnsüchtig auf Küsse der Prinzessin!“ „Ich sende ihm Küsse und werde von ihm träumen“ Ich höre ihre Küsse durch das Telefon, das Schmatzen, Schlürfen, Schnalzen. Mein Ständer schmerzt richtiggehend und ohne großes Dazutun komme ich. „Tommaso, was ist… was ist passiert… sag doch was- Tommaso!“ „Maria, ich“ weiter kam ich nicht. Ein Wortschwall- Fragen, Antworten, Vermutungen Lösungen alles auf einmal in einem wilden Mix. „Maria…Testona, uhu, hallo!“ Endlich. „Testona… mein König… hat deiner Prinzessin sein schönstes Geschenk geschickt.“

 

Ich höre sie atmen… schneller atmen, verspanntes Keuchen, Hecheln, Fiepen, leises Wimmern und ein langes Murmeln von Worten.

 

Durchatmen - ganz leise, zaghaft, fast verschämt ihre Stimme. „Was machst du mit mir… Tommaso… meine Prinzessin ist glücklich, sie hüpft und tanzt in ihrem Stübchen, macht „Capriolas“. Es rumort in meinem Bauch, und die beiden Zofen stecken keck ihre Näschen in die Nacht.“ „ Mein König steht und lauscht in die Nacht… er hört ein leises Flüstern… es ist die Prinzessin… sie singt ihm ein Lied“ Das Lachen von Maria ist fröhlich und entspannt. „Gute Nacht!“ „Buona notte!

 

Auf dem Nachttischchen steht ein Bilderrahmen, der vorhin nicht da war- nach hinten gedreht! Eine Porträtaufnahme von Maria… im Sonntagsstaat, geschminkt- ihre Haare zu einer schönen Frisur gesteckt… in die Kamera blickend… versonnen in sich hinein lächelnd.

 

Das nächste, was ich wahrnehme, ist Alicias Hand, die mich wach rüttelt. „Tommaso, nimm deine Sachen mit. Wenn ich richtig gehört habe, wirst du bis Freitag oben bleiben. Ich gebe euch auch doppelt Essen und Wasser mit.“ Über mein erstauntes Gesicht lachend, „wir Frauen fühlen manches… wenn ich Mama sprechen höre und dich sehe- oh- oh- oh-!“ und zeigt mir lachend den Finger.

 

Ich sehe Maria erst, als der Esel stehen bleibt. Sie sitzt unbeweglich auf einem Lavablock und sieht mir entgegen. Still, entspanntes Gesicht, dunkle Augen… die Hände im Schoß. Sie erhebt sich und geht wortlos den letzten Kilometer bis zur Hütte vor mir her. Wir entladen wortlos den Esel. Maria sieht die doppelten Rationen und geht in die Hütte… höre wie ein Riegel einschnappt. Ich sattle ab und versorge den Esel. Setze mich in den Schatten der Hütte, den Sattel als Rückenstütze und entspanne mich… versuche es wenigstens.

 

Sie ist nicht mein erster Sturkopp. Dickköpfe gehören zu meinem Leben, wie ich selbst, daher! Döse ein.

 

Im Unterbewusstsein höre ich das Reiben des Riegels, das Knarren der Tür, den Esel scharren, schnauben, leise wiehern. Maria steht in der offenen Tür. „Testona mia… habe ich einen Fehler gemacht, dich bedrängt, dir weh getan?“

 

„Wenn ich in dein Haus komme, wo schlafe ich? Im Bett in dem auch deine Frau mit dir  geschlafen hat? Fülle ich den Platz von deiner Frau?“ Ihre Stimme ist gepresst, einem Weinen nahe, sich mühsam beherrschend.

 

Was macht mich so sicher? Ich bin dabei, ihr den Platz am meiner Seite zu geben! Platz an meiner Seite? Nein- wohl eher sie gewährt mir einen Platz in ihrem Herzen. Sie hat kein Pfand, keine Sicherheit. Sie hat Lebenswille- Liebenswille- will Liebe geben, Liebe bekommen… wie auch ich.

 

Es gibt eine Zeit der Konsolidierung, eine des Prosperierens, und jetzt ist der Moment der Findung. Ich will ein Testona, einen Sturkopp. Damit habe ich fast ein halbes Leben bestens gelebt!

 

Vor was bin ich vor zwei Wochen geflohen? Versorger ja… ich kam mir wie ein „Versorger von Überzähligen“ vor. Mir wurden Stuten vorgetrabt wie beim Pferdehändler - sehe alte Stahlstiche vor meinem geistigen Augen - Sklavenmarkt wie Frauen dargeboten werden… Kontakthof in Puff. So kam ich mir meistens vor, wenn ich wieder bei Freunden eingeladen war und „Ne Nette“ neben mir oder mir gegenüber saß.

 

Meine Testona hat Wünsche, „Hohe Tannen“ sehen, Blaubeeren essen, Schnee schmecken, Rad fahren lernen, Kanu fahren… neugierig sein. Sie, eine starke, eigenständige Frau, versucht das enge Korsett der Tradition abzustreifen. Warum vertraut so eine Frau mir? Warum ist sie bereit, mit mir den Schritt zu wagen. Zurück kann sie nur als meine Frau oder sie gilt als eine Puttana. Mein erster Sturkopp war auch eine Inselfrau- ‚Punkt’ ‚Basta’.

 

„Mein Bett ist auch das Bett meiner Frau. Wenn du in mein Bett steigst und unsere Säfte das Betttuch nässen, ist es unser Bett und das steht in unserem Haus.“ Ich höre wie sie in die Hütte geht… zurück kommt …das Zerreißen von Papier.

 

Ihre Hand mit Papier und Stift taucht in meinem Blickfeld auf. „Schreib auf was du mit mir-… jetzt sofort- mit mir… machen möchtest!“ Ihre Stimme vibrierte… eine Erregung lag in ihr. „Ich schreibe es auch!“

 

Es ist eines der ersten italienschen Wörter die ich als Junge auf der Straße gelernt habe. Strecke den gefalteten Zettel und Stift hoch, ihr entgegen. Bekomme ihren Zettel in die Hand gedrückt… ganz klein zusammengefaltet. „Jetzt öffnen“ atemlos.

 

In großen kräftigen Buchstaben steht: „Coito“
„Chiavare“ auf meinem.

 

Drehe mich um meine Achse und beim Aufstehen schiebe ich ihr den Rock hoch, fühle ihre nackten Schenkel, die Pobacken. Wie im Rausch ziehe ich sie an mich, hebe sie hoch… zwei Schritte und setze sie auf den Tisch. Maria reißt mir mein Hemd vom Körper. Öffne ihren Rock und schiebe mitsamt Top alles über ihren Kopf. Sie rutscht von Tisch, öffnet schnell meine Hosen und schiebt alles nach unten. Kniet… öffnet die Schuhe und wir stehen nackt vor einander.

 

Ihr schöner, wilder, dichter… fast schwarzer Busch verdeckt wie ein Bikinihöschen ihre Prinzessin. Sie greift nach meinem König und mir wird es dunkel vor den Augen. „Caro Mio.… komm… mach es ganz schnell. Mach alles nass damit es unser ist…!“ Und sie zieht mich auf die Pritsche. Sehe durch den Busch die lächelnde Prinzessin, wie sie voller Vorfreude die Lippen öffnet. Ein schneller, tiefer Wisch mit der Zunge… ihren Geschmack aufnehmend. Mit der nächsten Bewegung fülle ich mit meinem König ihr Stübchen. Presse meinen Mund auf denn ihrigen- gebe ihr ihren Anteil. Mit weiten Augen, in sich horchend geht sie mit… kommt mir entgegen… wir verlieren den Zusammenhang… sind pure Paarung.

 

Das erste, was ich wahrnehme ist das aufgeregte Trampeln und Wiehern des Esels. Ich liege zwischen den Schenkeln von Maria, meine Schulter fest an ihrer Vulva gedrückt, ihr Schambein seitlich am Hals, den Kopf auf ihrem Bauch, ihr Busch kitzelt meine Nase. Maria liegt ruhig atmend ganz entspannt… wie schlafend.

 

Ich löse mich und schiebe mich zwischen ihren Schenkeln nach oben, küsse ihren Bauch- Bauchnabel… die beiden Zofen- mit den kecken Näschen. Biege ihren Kopf in den Nacken, küsse ihre Gurgel - den Kehlkopf. Lege meinen Kopf in den Nacken… biete ihr meine Gurgel zum Kuss.

 

Maria ist wieder die Praktikerin. Also… wenn ich ihr helfe, bis Freitag die beiden Eimer voll zu bekommen, dann hat sie genug gesammelt. Dann kann sie am Dienstag schon mitkommen und wir könnten am Donnerstag in Genua sein und am Freitag in… und am Samstag in… und am Sonntag in…

 

„Maria! Liebling! Und wann machen wir Liebe?“ „Ich habe einen Führerschein- ich darf Auto fahren!“ Lacht aus vollem Hals. „Ich kann dich ablösen! Ich fahre hier ein Cinquecento, war früher mein Dienstwagen!“ ulkendes Lachen.

 

Wir sitzen- liegen nackt auf ihrer Pritsche… keinem von uns schlägt eine Stunde. „Mein „Topolino“ fährt max. 60 und ich habe im Fernsehen gehört- in Deutschland darf man vier Mal so schnell fahren!“ Schmunzelndes Lächeln… man/n sieht die Gedanken förmlich im Kopf hüpfen, kullern. Meine Testona bekommt einen roten Kopf - wirft mich rücklings auf die Pritsche und sich mit vollem Körpereinsatz auf meinen Bauch. „Können die denn auch viermal sooft „Chivare?“ und schon sind wir in der nächsten Session.

 

Marias Mobilphone holt uns in die Realität zurück. Ein langer Schritt mit ihren langen Beinen über mich hinweg.

„Si - er ist angekommen,

Si - er bleibt hier,

Si - du hast gestört.“

Sie lacht los.

„Si - Caro mio.

Si - Freitag, aber erst am Abend.

Si - ich gehe mit,

Si - er nennt mich „Mein Liebes!“

Oh - ist so wie Caro mia… vielleicht ein bisschen mehr…

Er macht „nonsenso“- kitzelt mich!

Wo?

Da wo wir alle kitzelig sind!

Si - stupendo.“

 

Es macht Lust, ihr zuzusehen, wie sie sich absolut zwanglos bewegt, sie ist eine schöne Frau in vollster Blüte. Diese Blüte neigt sich zu mir, drückt mir das Telefon in die Hand

„Alicia!“

„Tommaso, wir bekommen heute Abend Gäste. Ich räume deine Sachen zu Mama hinüber… einverstanden?“

Quirliges Lachen.

„Ich werde das große Bett beziehen.“

Kichert respektlos,

„mit Stecklaken!“

Maria verzieht das Gesicht, rollt mit den Augen.

„Das hat Mama mit uns auch gemacht… als ich zum ersten Mal mit Ugo zu Besuch kam!“

Die beiden Frauen haben es faustdick hinter den Ohren.

 

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Seit Sonntag sind wir aus den Ålandinseln zurück. Vier Wochen aus dem Kanu gelebt. Sie liebt es, nackt zu baden, überhaupt nackt zu sein!

 

Das Radfahren lernte sie an einem Vormittag. Tannen sind ihre Lieblingsbäume. Als Bestköchin hat sie mir schon zehn Pfund abgetrotzt. Mit ihrem Geschmack für Farben und Formen „unser Zuhause“ veredelt und mich als Beraterin eine unaufdringliche Eleganz in meinen Kleiderfragen gelehrt.

 

Im Moment ist sie mit meiner jüngsten Tochter unterwegs. Sie assistiert ihr bei ihrer 79. Geburtshilfe.

 

In einem Monat fahren wir auf unsere „Inselhütte“! Auf dem Weg dahin… auf dem St. Gotthard… gibt es dann wieder eine Schneeballschlacht.

 

Ob wir nach der Malvasiaernte bis zur Olivenernte bleiben ist noch offen. Weihnachten sind wir beide mit unseren Familien auf unserer Hütte im Jura.

 

 

*Vulkankrater

 

©S’Rüebli                                                                                   Ihre Meinung?