Marlene - Nothilfe

Für D.




© Sinnenflut


In zehn Minuten ist es halb elf, und dann fängt der Krimi an, auf den ich mich schon die ganze Woche freue. Gerade noch Zeit, mir einen schönen Tee zu kochen. Es ist schon so kalt geworden, obwohl wir erst Mitte Oktober haben, und der Tee wird mir gut tun. Vielleicht sollte ich noch einen Schuss Rum dazu tun? - Na ja! Schauen wir mal.

 

Ich gehe in die Küche und bereite meinen Tee. Auch die Karaffe Rum stelle ich mit auf das Tablett - vorsichtshalber. Ich balanciere meinen 22-Uhr-Tee ins Zimmer. Mit dem Ellenbogen lösche ich das Licht, denn schon kann ich die Titelmusik hören - MONK. Jetzt geht es gleich los...

 

Pardauz! Tee nebst Tasse, Zucker, Sahne und Rum liegen am Boden und ich stehe da und glotze völlig perplex auf die nackte Frau in meinem Wohnzimmer!

 

MARLENE! Dieses elende Weib. - Aber nein! Sie steht nicht in meinem Wohnzimmer, aber es sieht beinahe so aus. Marlene steht auf meinem Balkon (wie kommt sie da eigentlich hin?) und sie ist vollkommen nackt. - Gott sei Dank ist die Balkontüre zu.

 

„Wach auf!", rufe ich mich zur Ordnung. „Tu was, verdammt noch eins!" Ich wirble herum und sprinte zum Telefon. Manfred! Manfred muss her! Manfred ist ihr leidgeprüfter Ehemann. Er ist - eine arme Sau! Und zwar genau seit einer Woche.

 

Vor einer Woche war ich eingeladen bei den beiden. Manfred ist - war - ein guter Freund. An jenem Abend hat sich das geändert - wahrscheinlich. Gut, die beiden hatten Eheprobleme, das wusste ich. Wenn ich aber gewusst hätte, welche Probleme sie wirklich hatten - ich wäre lieber mit einer Anakonda ins Bett gegangen, als zu ihnen zum Abendessen!

 

Sie stritten bei der Vorspeise, sie stritten beim Hauptgericht und sie stritten bei der Nachspeise. Beim Kaffee flüchtete Marlene dann weinend auf den Balkon. Ich ging zu ihr! Natürlich! - Fehler! Ganz großer Fehler! Ganz dummer Fehler! - Immer noch weinend, warf sie sich in meine Arme.

 

Natürlich bin ich ihr Freund - seit zwanzig Jahren - seit sie mit meinem besten Freund verheiratet ist. Natürlich tröste ich sie! Gut, ich bin ein bisschen überrascht, als sie sich an meinen Hals hängt. Noch mehr überrascht bin ich, als sie beginnt, mich innig zu küssen. Na ja! Sie ist verwirrt und sie ist traurig. Ich denke nicht darüber nach, bis ...

 

... bis sie zurück im Wohnzimmer einen Großbrand entfacht. „Weißt du Manfred, ich habe dich nur geheiratet, um in SEINER Nähe sein zu können. Ach Sven! Ich liebe dich. Nur du bist mein Leben!“ Völlig geschockt verlasse ich etwas übereilt den „gemütlichen Abend" bei meinen Freunden und bin sicher: Ich werde die beiden nie wieder sehen.

 

Dumme und ausgesprochen falsche Annahme. Schon am nächsten Abend ruft sie an. „Kann ich zu dir kommen?" Sie hört sich wieder ganz vernünftig an. „Ich muss mit jemandem reden!“ Aber nein! Ich traue dem Frieden nicht. „Leider! Ich habe heute gar keine Zeit.“ Feigling! Klar, aber ich flüchte.

 

Ich werde Brigitte abholen und mit ihr ins Kino gehen. Gesagt, getan. Als ich nach Hause komme, steht Marlenes Wagen vor meiner Türe. Oh nein! So nicht! Ich werde zurück zu Brigitte gehen - sie ist mein rettender Engel. Wirklich mein bester Freund! Obwohl sie eine Frau ist. Auf sie ist einfach immer Verlass.

 

Am nächsten Morgen ist sie immer noch da. Brigitte aber auch! Als Marlene sieht, wie Brigitte aus meinem Schlafzimmer kommt (wo sie den PC repariert hat), flippt sie aus. Sie springt mich schon wieder an. Ich hasse es, angesprungen zu werden! Langsam schleicht sich der Gedanke an eine Geisteskrankheit in meinen Kopf. DAS kann einfach nicht normal sein.

 

In den nächsten Tagen habe ich ein Problem, beziehungsweise einen Schatten. Wohin ich gehe: Marlene ist schon da! - Es reicht! Wirklich, es reicht! - Dass ich sie heute nicht sah, nahm ich als gutes Zeichen. Und nun ist es der Beginn der Apokalypse. Eine nackte Marlene auf meinem Balkon - mitten in der Nacht - bei Temperaturen um Null Grad! Das ist einfach nicht wahr. Das kann einfach nicht wahr sein. Diese Frau ist fast 50!

 

Manfred! „Manfred! Geh bitte an dein Telefon!" Ich schicke ein Stoßgebet gen Himmel. - Leider war der Himmel besetzt. Und nun? Was jetzt? Ich brauche einen Freund - einen zuverlässigen! Ich brauche Brigitte! Sofort. Sie ist zuhause. Ganz bestimmt ist sie zuhause! Denn sie vergnügt sich in den Weiten des Netzes.

 

Es läutet. Ein - Zwei - drei Mal!

 

„Halloo - oh!" - „Brigitte! Gott sei Dank!" - Wieso bin ich nur so außer Atem? Ich bin doch nicht gelaufen. „Warte mal, Junge!", beruhigt sie mich. „Erst mal tief durchatmen! - Was ist denn los?" - „Sie ist da! - Oh Gott, sie ist schon wieder da! - Stell dir bloß vor Brigitte! Sie steht NACKT auf meinem Balkon! Ich glaube, sie ist verrückt geworden!" Ich kann mir vorstellen, wie sich jetzt Brigittes Augen verengen. Ihre Nase kraust sich. Das passiert immer, wenn sie sich einem unmöglichen Problem gegenübersieht. Aber sie weiß doch bestimmt Rat. Weiß sie immer!

 

„Hilf mir, Brigitte!", flehe ich. „Klar Sven, ich komme." Sie zögert kurz. „Aber es geht auf meine Weise! Ist das für dich okay?", fragt sie und es klingt so, als hätte sie schon eine rettende Idee. „Alles! Alles, was du willst. Nur bitte, komm schnell. Die Verrückte schlägt mir womöglich noch die Scheibe ein!"

 

„Kannst du sie sehen?", will sie wissen. „Ja, ich sehe sie! Ich glaube, sie tanzt. So was wie einen Dämonentanz!" Ich fasse nicht, was ich da sehe! Das kann einfach nicht wahr sein. „Jetzt drückt sie ihren Busen an die Glastüre und - und - und - Brigitte komm bitte schnell!" Mir wird schlecht, wenn ich mir diese nackte Irre ansehe, die da meinen Balkon okkupiert. „Was macht sie? Los! Rede!", faucht Brigitte. Ich bringe beinahe kein Wort mehr heraus. „Sie - sie - küsst..." Ich räuspere mich und sage dann überlaut: „Sie küsst die Glasscheibe und dann leckt sie ihren Busen!" Ich höre sie lachen. „Sie hat einen Knall! - Aber, ich komme gleich. Ich werde vier Mal läuten. Das bin dann ich! Wir kriegen das schon hin. Und du redest jetzt weiter am Telefon! Ciao!" - Dann ist sie weg.

 

Ich habe jetzt allerdings schon wieder ein neues Problem. Wie soll ich mit einer toten Leitung reden? Egal! Ich werde es tun - und hoffen, dass Brigitte sich beeilt. Bemüht lache ich in den Hörer. „Los schick dich, Brigitte!" - Als es vier Mal läutet, fällt mir ein Stein vom Herzen. Ich reiße die Tür auf: „Brigitte, mein Schutzengel!" Was bin ich glücklich sie zu sehen. Ich ziehe sie herein und deute auf die Wohnzimmertüre. Brigitte lugt hinein und grinst. „Pass auf, ich erkläre dir jetzt, was wir tun werden!"

 

„Man macht einer Frau am besten klar, dass sie keine Chance hat, indem man ihr zeigt, dass ihr Herzblatt schon vergeben ist. Also werden wir beide ihr jetzt eine Show liefern!" Irgendwie wird mir schon wieder schlecht. Ich fühle mich krank. Unsicher. Aber als Brigitte beginnt, langsam ihre Bluse aufzuknöpfen, sehne ich mich nur noch nach einem Stuhl. Meine Knie werden weich. Warum hängt mein Blick nur wie hypnotisiert an ihrem Dekolleté? Ich hab nie gewusst, was für einen umwerfenden Busen sie hat - meine beste Freundin!

 

Und plötzlich spüre ich noch etwas anderes. Nicht lustig! Wieso reagiere ich so? - Dieses Mädel, diese tolle Frau - sie steht hier und zieht sich aus - für mich - um mich zu retten - und ich kann nur wie blöd auf ihren Busen glotzen und die Erregung macht mich atemlos. Aber so hab ich sie noch nie gesehen: So weiblich! So umwerfend schön! So aufregend!

 

Sie trägt einen roten BH. Samt und Spitze. Die rote Spitze auf ihrer weißen Haut! - Oh Gott! Wie ist dieses Weib begehrenswert. „Reizwäsche!", stammle ich kurzatmig. „Trägst du so was immer?" Mir wird klar, wie wenig ich von ihr weiß. Der Gedanke, dass ein anderer Mann sie so sehen könnte ... oh nein! Der gefällt mir überhaupt nicht. Brigitte lächelt und streift die Bluse von ihren Schultern, lässt sie einfach fallen. „Nein!", murmelt sie. „Normalerweise tut es Baumwollwäsche auch. Nur heute - jetzt - war etwas anderes angebracht!"

 

Mit wiegenden Hüften schwebt sie auf mich zu. „Küss mich!", haucht sie. Scheiße! Ich kann sie doch jetzt nicht küssen! Obwohl ... Ein winziges Lächeln blitzt über ihr Gesicht, als sie meine Unsicherheit bemerkt. Was für eine Situation! Sie ist doch mein bester Freund! „Wir tun doch nur so!", flüstert sie und schlingt ihre Arme um mich. „Klar!", denke ich. „Was denn sonst?", und nehme sie in die Arme. Trotzdem! Es fühlt sich schon richtig an - nicht nur wie „so getan"! Es fühlt sich gut an - richtig gut! Viel zu gut! Auch wenn sich unsere Lippen gar nicht berühren. Ihre Haut fühle ich sehr wohl! Weich und warm und so zart. Verführerisch!

 

„Setz dich im Wohnzimmer auf den Sessel!", befiehlt sie. „Warum?", frage ich irritiert. Ihre Stimme klingt ungehalten: „Warum? - Frag nicht! Tu es einfach!" Natürlich. Ich tue es ja. Ich weiß bloß momentan nicht mehr wo oben und unten ist. Also lasse ich sie los - ungern - und gehe ins Wohnzimmer, lasse mich in den Sessel fallen. Doch da ist sie auch schon da in ihrer wunderbaren Nacktheit und schaut mich an - und dahinter - oh weh! Der Balkon! Die nackte Marlene! Zwei sind ein bisschen zuviel!

 

Aber irgendwie sehe ich nur noch die großen Augen von Brigitte, den süßen roten BH und nun - zieht sie ihr Bein geschickt aus der Jeans. Was für lange Beine sie hat! Wie schön, wie wohlgeformt sie sind! Wieso hab ich das nie bemerkt bisher? - Dann fällt die Hose und sie hat nur noch ein kleines rotes Etwas an. Super sexy! „Nein! Ich werde jetzt nicht geil! Oh nein, ich will nicht!" Laut sage ich das nicht, denn es stimmt nicht. „Was für wunderschöne Beine du hast!" Meine Stimme krächzt - und als meine Kleine ein Bein über mich schwingt und sich auf meinem Schoß niederlässt, bleibt sie ganz weg.

 

Eine fast nackte Frau auf meinem Schoß! Ich glaube das jetzt einfach nicht. Meine Männlichkeit spielt verrückt - völlig verrückt. Ich spüre ihre Scham an meinem Penis. Wie sollte er da nicht reagieren? Ich werde sie nicht anfassen; meine Hände krallen sich in die Armlehnen, aber sie beginnt völlig ungerührt mein Hemd aufzuknöpfen. Erster Knopf, zweiter Knopf, dritter Knopf! Gleich werden ihre Finger dieses unbotmäßige Stück Fleisch erreichen, das mich so quält. Vierter Knopf! Ich schrecke hoch.

 

„Psssst!", murmelt sie und streichelt sanft meine Brust. „Keine Bange! Das ist nur ein Spiel, Sven!" Das hab ich wohl gerade vergessen. Aber ist das ein Wunder? Sie spielt so überzeugend. Und ich würde so gerne mitspielen. „Machst du bitte deine Augen zu?", raunt sie mir zu. Verwirrt sehe ich sie an. „Ich möchte jetzt meinen Büstenhalter ausziehen - für Marlene - du verstehst? Aber du musst das nicht ..." Jetzt muss ich fast schmunzeln. Sie ist auch nicht so selbstsicher, wie sie tut, meine Kleine! Was tut sie nicht alles für mich?! Also gut. Ich schließe brav meine Augen. Sie will nicht, dass ich ihre nackten Brüste sehe. Verständlich! Nur ... ich würde schon gern.

 

Ich fühle, wie sie sich bewegt - auf meinem Schoß. Das ist so aufregend. Meine Hände liegen jetzt an ihren Hüften. Ich muss ja schließlich mitspielen. Außerdem fühlt sie sich so gut an, so gut! Sie ist so süß, soo ... Ein bisschen blinzle ich durch die Lider. Ich muss doch sehen, was Marlene macht, und außerdem hat Brigitte einen umwerfenden Busen. „Ist sie noch da?", fragt sie da. „Ja, sie steht immer noch da und starrt uns an!" - Ups! Diese Antwort kam zu schnell. Wie kann ich das denn wissen, wenn ich doch die Augen zu habe!? Mir wird heiß. Ich glaube ich bin glutrot. Ob sie sich jetzt amüsiert über meine Dummheit?

 

Nein! Ich glaube es nicht. Ich hab auf einmal ihren Duft in der Nase und atme tief. Ist sie mir jetzt näher gekommen? Ich konzentriere mich – versuche, sie zu erfühlen. „Komm ein bisschen her!", höre ich ihre Flüsterstimme und ich beuge mich nach vorne, berühre mit der Nase ihr Gesicht. „Küssen!", murmelt sie und ich spüre ganz kurz weiche Lippen auf meinen, dann ist sie schon wieder weg, aber sie muss mir ganz nahe sein, denn ihre Wärme hüllt mich ein. Wahnsinn! Der blanke Wahnsinn!

 

Brigitte nähert ihre Lippen meinem Ohr. Ich kann ihren Busen an meiner Brust spüren. Wo nehme ich bloß die Luft her? „Wenn sie immer noch da ist, müssen wir jetzt ein bisschen mehr ..." Das leuchtet mir ein. Ich öffne meine Augen und sehe Marlene! Schnell wieder zu! „Du musst jetzt ein wenig Initiative ergreifen!", ordnet Brigitte an. „Leg mich auf die kleine Couch!" Sie gleitet von mir und zieht mich mit. Behutsam bette ich sie auf mein Sofa. Hat sie jetzt vergessen, dass sie „oben ohne" ist? Da liegt sie nun vor mir ausgestreckt - halbnackt und wunderschön! Was nun?

 

„Du musst ...!" Meine Hände streifen ihre Schenkel und Brigitte zuckt zusammen. „Gefällt es dir, wenn ich dich da streichle?", frage ich sicherheitshalber. Hey! Wenn sie jetzt meint, ich dachte ...? - „Ich meine deine Oberschenkel?", setze ich hinzu. Blöd! Immer noch missverständlich. „Ich meine außen!" Scheiße! Ich schlucke. Brigitte lächelt mit geschlossenen Augen. Sie ist so reizvoll. Verdammt! „Ich meine - grundsätzlich?"

 

Brigitte zuckt leicht mit den Schultern. „Ich weiß es nicht!", wispert sie. „Bitte?" - „Wieso weißt du das nicht?" Ich bin überrascht. Sie ist eine junge Frau in der Blüte ihrer Jahre. Gerade mal 34! Sie müsste doch ...! Jetzt sieht sie mich an mit ihren großen Augen. „Ich habe schon lange nicht mehr ..." Sie kommt ins Stocken. „Ich bin schon lange nicht mehr ... in so einer Situation gewesen!", gesteht sie so leise, dass ich es fast nicht hören kann.

 

Also gut, wir werden es testen. Meine Hand nähert sich ihrer Haut und berührt sanft ihre Außenschenkel. „Und?", frage ich und ziehe die Hand zurück. Ihre Augen sind noch größer geworden. „Ich weiß es nicht!", murmelt sie. „Das war zu kurz." Jetzt kann ich nicht länger zögern. Ich lege beide Hände auf ihr weiches Fleisch und streichle hingebungsvoll. Brigitte schließt die Augen und stöhnt. „Oh jaaah! Das fühlt sich wundervoll an. Das ist so gut." Marlene wird überschnappen dort draußen.

 

„Du musst mir jetzt das Höschen ausziehen!", seufzt sie sehr glaubwürdig, und mir bleibt gleich der Verstand stehen. „Nur ein Spiel, Sven! Nur ein Spiel!", erinnert sie mich. Oh nein! Dieses Spiel geht zu weit. Eindeutig. Ich kann ihr doch nicht ... Das geht doch nicht! Ich würde ... Sie liegt hier mit gespreizten Beinen - und ich knie zwischen aufreizenden Schenkeln. Ich würde direkten Ausblick haben - auf ihr rosiges, süßes Liebesnestchen! Das halte ich nicht aus. Oh nein! Bitte! Mein Penis ist hart und pulsiert. Er ist anderer Meinung! -

 

Und ihr Höschen ... ihr Höschen ist feucht! Herrgott! Ich bin so begierig. Ich will sie doch. Was würde sie sagen - denken ...? „Dein Höschen ist nass!" Bin ich jetzt komplett verrückt geworden? Das ist doch peinlich. Ich will sie doch nicht in so eine unmögliche Situation bringen. Was rede ich da bloß? „Das ist Lampenfieber!", kontert sie. Mann oh Mann, was ist dieses Mädchen gut! Sie kann sich wehren. „Musst du aber doch nicht, meine Kleine! Nicht gegen mich! Ich tu dir nichts. Ich lieb dich doch, wenn ich mich auch manchmal blöd stelle“, denke ich.

 

Aber Brigitte hat ihre Meinung geändert. „Nein, lieber nicht!", nuschelt sie und ihr Gesicht ist hochrot. Sie geniert sich. Ich liebe sie! Verdammt, ich liebe sie! Aber zum Nachdenken komme ich nicht. „Du musst aber jetzt ... etwas mehr ...! Du musst so tun - als ob!", befiehlt sie leise, aber darum braucht sie gar nicht zu bitten. Mein Unterleib schwingt ja längst. Ihrer auch! Sanft stoßen wir aneinander. Ich kann meine Hände einfach nicht von ihr lassen. Von diesem wundervollen, weichen, warmen, nackten Fleisch. Ihre Hüften fühlen sich so gut an. Ich fasse zu und ziehe sie näher. Immer, wenn ich sie berühre, zuckt mir ein Blitz heißer Begierde durch meinen Bauch.

 

Großer Gott, bin ich geil! Wenn das so weitergeht, dann kann ich mich nicht mehr bremsen. Wenn das so weiter geht, werde ich ...! Will ich mich überhaupt bremsen? Brigittes Schenkel umfangen meinen Leib und sie liebt mich. Ihre Muschi stößt mir entgegen und sie stöhnt so echt, so glaubwürdig. Schauspiel? Ich habe es vergessen. Nein! Kein Schauspiel: Liebe!

 

„Jaah, Sven, oh jaah!", keucht sie und ich folge - wie immer. Meine Lust schäumt über und über und über. Schwer atmend lasse ich mich auf sie sinken, halte sie fest in meinen Armen. Ihre Finger streicheln mein Haar. Wie wunderbar sich das anfühlt. Sie und ich. Es fühlt sich richtig an. Beruhigend, angenehm, einfach himmlisch. Ob Marlene noch da ist, ist mir vollkommen schnurz! Brigitte ist ja da! Und ich - ich bin völlig entspannt. Meine Lippen formen ihren Namen. Ob sie es hören kann? - Hören vielleicht nicht, aber fühlen. „Brigitte, ich liebe dich!“

 

©BvS                                                                                            Ihre Meinung?

 




Showtime