Ulla P.



© Gorden Richter

17 Frauen und ein einziger Mann - ich! Wundervoll! Ich fühle mich wie ein Hahn im Korb, obwohl mich keine der Damen beachtet. Ich beobachte sie ALLE! Die drei Angestellten und die 14 Kundinnen. Ganz zufällig habe ich diesen Laden entdeckt. Eigentlich wollte ich nur essen gehen - einen Hamburger. Das habe ich auch getan, und dabei sah ich SIE! Eine Traumfrau! Was sage ich? Ein echtes Prachtweib! Sie müssen wissen, ich hab da spezielle Vorlieben. Mein Schönheitsideal ist ein richtiges Vollweib. Eine, mit Brüsten und einem richtigen, echten Hinterteil. Ein fleischiges, warmes, weiches Weib, aus der Realität gegriffen eben. Eine, der man ansieht, dass sie das Leben und seine Genüsse liebt.

 

Und genau so eine habe ich gesehen - in diesem Moment! Sie verlässt das Schnellrestaurant und überquert die viel befahrene Straße. Was tut sie da? In einem Industriegebiet geht man nicht spazieren! Aber nein, sie geht nicht spazieren. Auch sie hat ihn entdeckt - schon vor mir. Diesen Laden! Fabrikverkauf Ulla P. - Damenmode ab Größe 42! Hurra! Das ist was für mich. Nein, nicht der Laden, aber die Damen, die da einkaufen! So schnell war ich noch nie fertig. Ich bin keine 20 mehr, sondern bereits über 40, aber ich bin fast noch vor ihr im Laden. Ich nehme den Eingang auf der anderen Seite, denn ich will nicht, dass sie sich verfolgt fühlt.

 

Sie! Einfach eine tolle Frau. Vielleicht 1,75 cm groß und blond wie ein Engel - üppig! Strahlend blaue Augen hat sie und einen großen, sinnlichen Mund. Ich stöhne beinahe bei der Vorstellung, diese Lippen küssen zu dürfen. - So eine! So eine Frau muss es sein! Ich setze mich auf den Stuhl neben den Umkleidekabinen. Hier fällt man nicht auf. Ich bin ja nur „Begleitperson“! Mehr nicht. Einer, der hier still und leise und möglichst unauffällig sitzt und hofft, dass es schnell zu Ende ist. Wie die meisten Männer. - Falsch! Nicht ich! Ich hoffe, dass es dauert. All diese Frauen entsprechen mir. Sie sind mein Idealbild von Frau! Wie schön sie sind - allesamt. Wundervoll! So hat Gott die Frauen gemeint. Da bin ich mir ziemlich sicher.

 

Aber diese eine besonders: Engelsgleich! Langsam schwebt sie durch den Laden, sieht sich um. Ich weiß, sie ist zum ersten Mal hier. Sie hat ihn eben erst entdeckt, diesen tollen Laden. Fabrikverkauf! Jetzt muss sie erst mal schnuppern. Was es hier alles gibt! Auch ich schaue. Ein schneller Rundblick: Hosen, Blusen, Kleider, Shirts und da... Wahnsinn! Dessous! Rechts an der Wand hängen wundervolle Büstenhalter. Darunter Höschen! Nachtwäsche! Göttlich!

 

Mein „schneller Blick“ wird plötzlich ganz langsam. Ich habe das Paradies gefunden. Das muss so sein! Was da alles hängt! BHs in schwarz mit hellblauen Herzchen. Dunkelrote, gestickte Blüten auf schwarzer Seide, rote, schimmernde Cups - in Größe C, D, und E! Leopardenhöschen - French Knickers! Mein Gott, mir wird ganz anders, wenn ich mir das vorstelle: SIE in diesem Höschen!

 

Aber die, die jetzt in „meine“ Kabine geht, ist auch nicht von schlechten Eltern. Etwas kleiner, dunkel, mit einem süßen Schulmädchengesicht. Sie ist höchstens 20! Und die enge Jeans, die sie trägt, schaut heiß aus. Sie spannt über einem richtig sexy Po! Hellblau mit weißen Rosen. Was sie probieren will, habe ich nicht gesehen. Leider! Aber vielleicht kommt sie ja heraus.

 

Wo ist meine Göttin? Nicht vom Wesentlichen ablenken lassen! Natürlich! Bei den Abendkleidern. Ich hätte es mir denken können! Eine Frau wie sie! Elegant und weltgewandt - braucht ein Abendkleid! Aber nein! Sie streift nur ziellos umher, schaut sich alles mal an. Doch dann greift sie zu. Ein kleines Schwarzes! - Ach bitte, du Süße, geh doch mal dahin, wo die wirklich interessanten Teile hängen! Wenn du die probiertest! Selbst wenn ich es nicht sehen könnte. Allein die Vorstellung, dass du hinter diesem dünnen Vorhang...

 

Und dann tritt die kleine, Schwarzhaarige aus der Kabine. Sie hat eine kurze Hose an. Tomatenrot! Entzückend! Das schwarze Shirt passt ausgezeichnet dazu - und die Söckchen erst! Ich krieg die Krise! Sie trägt weiße Söckchen. Na klar! Zur Jeans wunderbar. Zu der kurzen Roten...? *smile* Aber ich steh auf so was! Süß schaut sie aus. Soo süß! Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und lächelt. Ja, mit hohen Schuhen geht das ausgezeichnet! Jetzt sieht sie mich an und lächelt - fragend. Ich lächle zurück und nicke. Aufatmend geht sie zurück in ihre Kabine.

 

Mein Engel! Wo ist mein Engel? Oh ja! Ja! Ja! Ja! Sie hat die Dessous gefunden. Doch! Die Aufmerksamkeit steigt. Sie „blättert“ in den reizenden Spitzenbüstenhaltern. Was ihr wohl gefällt? Weiß und unschuldig? Rosé oder gar grün? Oder vielleicht doch... Ach ja, bitte! Schwarz! Eine solche Frau in schwarzer Seidenwäsche! Wahnsinn! Daran darf ich gar nicht denken. Hier ist es doch gar nicht so heiß, wie mir inzwischen wird.

 

Tatsächlich! Sie greift zu. SCHWARZ! Hurra! Die Lady teilt meinen Geschmack. Ich hab’s gewusst. Schwarz mit weiß. Noch einen? Ja! Der schwarze mit den gestickten Blüten. Sie sucht die Höschen dazu. Drei, vier, fünf Teile! Weiter. Noch einen Body in blau. Ja, gefällt mir auch! Und ein Nighty! Ohhhh! Was für ein sündiges Teilchen das ist. Das möchte ich sehen! Wirklich. Ob sie wohl schöne Beine hat, die Dame? Sie trägt ja eine weiße Hose. Ich kann es also nicht sehen. Weiß und eine Jeansbluse. Sportlich und doch elegant. Ihr Blick streift mich, als sie in die Kabine geht - und ich stehe auf und setze mich auf einen anderen Stuhl. Da kann ich besser sehen - hoffentlich!

 

Was tut sie jetzt? Sie legt wohl den langen, weiten Mantel ab, den sie wie die Flügel eines Engels hinter sich breitet. Dann... ein blaues Etwas. Pullover oder Shirt, das konnte ich eben nicht erkennen. Aber blau! Von so intensivem Blau, wie ihre Augen! Jetzt schließe ich meine Augen und stelle es mir vor. Was sie wohl darunter trägt? - Wie schade, dass sie den Vorhang so sorgfältig geschlossen hat. Nicht die kleinste Lücke, kein noch so winziger Spalt, durch den man einen Blick riskieren könnte! Aber das Bild vor meinem geistigen Auge ist klar und deutlich... und aufregend. Manchmal ist es spannender, nichts zu sehen. Und die Gedanken sind ja frei! Also ist es unter Umständen auch erregender!

 

Aber nun öffnet sie den Vorhang - und ich halte die Luft an. Wahnsinn! Es hat beinahe den Anschein... als wäre sie... ausgezogen. Nackt! Dabei trägt sie ein Abendkleid. Bodenlang, schwarz und schlicht. Aber! Ärmellos und... sie ist barfuß! Wahnsinn! Wie sexy diese Frau ist. Bloße Füße mit entzückend rot lackierten Nägeln. Hinreißend! Und sie geht - barfuß - durch den ganzen Laden, hin zu den Abendkleidern und sucht sich noch eines. Welches sie wohl noch möchte? - Ich kann sie nur anschauen, wie ein Kind den Weihnachtsbaum! Geblendet von solchem Glanz! Entzückt!

 

Als sie zurückkommt, bemerkt sie meine Blicke. Wie wird sie nun reagieren? Davon hängt es ab... Nein, sie ist nicht böse, dass ich sie ansehe. Nette Damen sind nie böse! Sie lächelt und verschwindet in ihrem Kabäuschen. Und schon wieder ist alles dicht! Blöd! Dieser Laden ist anders als andere. Die anderen sparen an allem! Am Platz und am Stoff. Hier nicht. Große Kabinen und viel Vorhang! Zu dumm! Trotzdem!

 

Und nun: Vorhang auf! Sie tritt mir entgegen! Sie tritt MIR entgegen! Und lächelt. Dasselbe Kleid eine Nummer kleiner. Es sitzt perfekt. Ein tiefer Ausschnitt und eine Schärpe über den Bauch. Kaschiert wunderbar! Hier wollen alle Frauen kaschieren. Warum das so ist - keine Ahnung! Ich liebe Bauch! Weich und fest - ein Kisschen für die Götter! Und wieder ist sie barfuß. Ich sehe jetzt auch, warum. Sie trägt weiße Turnschuhe zu ihrer Hose. Die kann man nicht zum Abendkleid... Sie hebt sich auf die Zehen und tänzelt auf mich zu, lächelt fragend... Was für eine Frau! Ich mustere sie bewusst langsam. Sie soll wissen, dass ich meine, was ich sage. Und sie geht ein auf mein Spiel, dreht sich um die eigene Achse und zeigt sich mir - von allen Seiten!

 

Gott, was für ein Tag! Was für ein Glück! „Sehr elegant!“, murmle ich und warte auf ihre Antwort - auf irgendeine Reaktion. Sie lächelt und verschwindet hinter dem Vorhang. - Das war es! Das einzige Kleid. Was kommt nun? Jetzt müsste sie eigentlich die Dessous anprobieren... und dazu muss sie zwangsläufig die eigene Unterwäsche ausziehen! Oder? Ich atme tief ein. Die Vorstellung, dass sie nun ihren Büstenhalter öffnet... Man sollte diesen Laden klimatisieren. Unbedingt! Mann, ist mir heiß! - Weiße Haut, weich und zärtlich gerundet. Üppige Brüste... mit großen Brustwarzen, dunkel, von rötlichem Braun, mit steifen Nippeln. Groß wie Kirschkerne! Mir ist auf einmal so flau im Magen. Woher das nur kommt? - Das Höschen muss sie nicht ausziehen. Auf blanker Haut darf man Slips nicht anprobieren. Und doch! Vorstellen kann ich mir... dass sie es über sinnlichen Hüften hinab schiebt, dass der weiche Stoff über ihre prallen Backen gleitet und hinunterfällt - auf ihre bloßen Füße. - Und nun bewegt sich die Gardine und ich glaube fast, mein Herz bleibt stehen. Sie wird mir doch nicht in etwa... DAS... zeigen?

 

Aber ja! Der Vorhang schwingt auf - und da steht sie: Meine Zauberfrau. Noch nackter als vorher, aber nicht in BH und Höschen. Leider! Jetzt hat sie das Nighty an. Schwarze Spitze und so kurz, dass... mir erst recht die Luft weg bleibt! Es reicht gerade mal bis knapp über die Scham. Deshalb kommt sie auch nicht heraus, aus ihrer Kabine. Aber sie zeigt sich mir. Und sie HAT schöne Beine - und was für schöne! Lang und wohlgeformt. Wundervoll! Kein bisschen Cellulitis. Einfach nur schön. Ein Traum! Ich sitze da und starre sie an, wie das 8. Weltwunder. Ich muss mich zur Ordnung rufen: „Hör auf so zu glotzen! Sonst ist sie gleich weg!“ Eine Lady ihrer Klasse lässt sich nicht begaffen, wie ein Affe im Zoo. Andererseits! Wann sehe ich das nächste Mal solch bezaubernde Beine? Noch dazu nackte? Dieses Barfußlaufer-Mädel ist echt eine Wolke. Was ist das für ein Glückpilz, der diese Frau an seiner Seite hat!

 

Was hat sie nur drunter? Einen Body? Es sieht ganz so aus. Ein schwarzer, schlichter Body, der fast verschwindet unter diesem süßen Spitzennachthemdchen. Pantomimisch klatsche ich in die Hände. Beifall für eine Göttin im Nachtgewand. Und die Göttin lächelt. Dann verschwindet sie wieder hinter ihrem Sichtschutz. Inzwischen weiß sie wohl, dass ich nur noch Augen habe für sie. Aber mehr kann sie eigentlich nicht mehr zeigen. Oder?

 

Ich lausche, höre, wie Stoff auf Haut reibt. Es knistert sinnlich. Seide, die über Busen und Bauch geschoben wird - die klingt so. Nackte Brüste! Plötzlich bewegt sich der Vorhang - heftig, schwingt. Was ist los? Hat sie das Gleichgewicht verloren - beim Ausziehen? Mir passiert das ab und zu! Ja, offensichtlich ist genau das passiert. Ich höre ein leises Stöhnen und nun... klafft der Vorhang. Ein Spalt auf der rechten Seite lässt mich ins Innere spähen. Nein, ich sehe sie nicht wirklich, aber... ich sehe SIE im Spiegel! Zumindest ein Stück von ihr! Ein nacktes Bein! Den runden Po - verhüllt von einem winzigen, schwarzen Höschen und sie beugt sich hinab.

 

Wahnsinn! Eine Frau mit einem richtigen Hintern! Mein Gott! Da jetzt hineingehen, sie um die Hüften fassen und... sie zieht ein anderes süßes Stück Stoff darüber. Die French Knickers - Gott! Es ist das Leopardenteil! Wundervoll! Und nun dreht sie sich und betrachtet das Ergebnis im Spiegel - mit mir! Da steht sie, meine Traumfrau und bewundert sich - oben ohne! Ich fange gleich an zu zittern! Mein Blutdruck hat sich in schwindelnde Höhen verabschiedet. Ob sie weiß, dass ich... dass ich ihren blanken Busen sehen kann? Genau so, wie ich es mir erträumte. Richtige Brüste, groß und schwer, formvollendet. Endlich! Liebes-„Äpfel“ sind das schon nicht mehr. Und - sie widerstehen nicht der Schwerkraft, nein! Die sind echt! Durch und durch! Herrlich! - Mir läuft das Wasser im  Mund zusammen bei diesem Anblick. Ich kann mir vorstellen, wie sie sich anfühlen würden - in meinen Händen. Die steil aufgerichteten Nippel zwischen meinen Fingern.

 

Steil aufgerichtet ist dabei das Stichwort. Mann, ich muss aufstehen. Es zwickt! Aber aufstehen geht auch nicht. Das wäre nicht zu übersehen! Kein Wunder bei diesem Anblick. Und nun greift sie zum Büstenhalter, legt ihn um ihre Taille und hakt ihn zu - über viel mehr als einem Bäuchlein. Sie dreht ihn und zieht ihn hoch, verstaut die süße Fülle in Leopard und schlüpft in die Träger. Perfekt! Mutation vom blonden Engel zur Raubkatze! In einer Sekunde. Ich weiß nicht was besser wäre: Ihr dieses Ensemble an- oder auszuziehen? Oder sich von ihr die Kleidung vom Leib reißen zu lassen? Sie, die Frau der Frauen! Sie ist bestimmt eine leidenschaftliche Geliebte! Sie muss es sein - oder?

 

Egal! Ich werde es nie wissen, also kann ich träumen, was immer mir beliebt. Dieses Geschäft wird mein Lieblingsladen! Vielleicht sieht sie das ja genauso. Jetzt jedenfalls muss ich gehen. Verschwinden, bevor es ihr peinlich wird. Aber ich möchte, dass sie weiß... Ich stehe auf und gehe zur Kasse. „In Kabine zwei ist meine Frau. Ich habe ihr das Leopardenensemble versprochen, aber ich habe jetzt keine Zeit mehr. Bitte könnten Sie...?“ Ich lege 50 Euro auf den Tisch.

 

Das reizende Fräulein lächelt mich an. „Selbstverständlich! Kundendienst ist unser Gewinn!“ Hier ist man in guten Händen, das ist klar. „Sagen Sie ihr... Nein! Sagen Sie ihr nur: Sie sieht atemberaubend aus! Den Rest sage ich ihr selber... irgendwann!“ Dann drehe ich mich um und gehe - als SIE die Kabine verlässt.

 

Nun aber flott! Denn finden darf sie mich nicht. Nicht jetzt! Aber vielleicht irgendwann. Ich werde sie wieder sehen. Doch, ja! Ich muss sie wieder sehen. Aber zuerst muss sie das Leopardenensemble fühlen - auf nackter Haut und an mich denken! Dann...!

 

© BvS                                                                                           Ihre Meinung?