Christkindlesmarkt

Für G.





                             

Zum ersten Mal seit langer Zeit, freute er sich richtig auf diese Veranstaltung. Nürnberg im Dezember war einfach wunderschön. Die Partei bewies wirklich Geschmack, den Parteitag zu diesem speziellen Zeitpunkt in Nürnberg abzuhalten. Zwar musste er als die "Attraktion" herhalten und Reden schwingen ohne Ende, aber er würde sich auch davonstehlen können und heimlich - und hoffentlich unerkannt - über den verschneiten Christkindlesmarkt schlendern können. Vielleicht würde er im Licht der vielen Kerzen und Sterne auch auf die Burg schleichen - einfach nur um die vorweihnachtliche Stimmung zu genießen. Er liebte den Geruch von Schnee in der Luft, die Kälte, die in die Ärmel seines alten Ledermantels kroch, den er immer zu solchen heimlichen Streifzügen in die „normale Welt“ trug. Wenn er dann noch den breitkrempigen Hut aufsetzte, war die Chance unerkannt zu bleiben relativ hoch. Er hoffte es zumindest!

 

Wenn er daran dachte, wie er das letzte Mal enttäuscht worden war! Irgendein Esel hatte ihm den großen Hut vom Kopf gestoßen - und prompt hatte eine alte Frau mit durchdringender Stimme: „Gerrit!“ gekräht. Alle Köpfe waren herumgeflogen und er hatte sich nur noch, so schnell wie möglich, zurückziehen können. Wenigstens hatte niemand eine Kamera dabei gehabt! Seine Enttäuschung war aber trotzdem gewaltig gewesen. Am Liebsten hätte sie alle verprügelt - diese neugierigen, tratschsüchtigen Weiber - die Presse, die sich sogar das Maul zerriss, über die Farbe seines Haares! Kreuz-Himmel-Donnerwetter! Konnte er sich nicht einmal die Farbe seiner Haare aussuchen, ohne dass es in der Zeitung stand? Es war zum Verzweifeln! - Manchmal!



Zumeist gefiel es ihm recht gut. Er hatte es schließlich so gewollt - er hatte nur daraufhin gearbeitet - und - er hatte sein Ziel erreicht! Nur hatte er es sich nicht so vorgestellt - nicht ganz so! Nicht immer! Aber wie gesagt: Zumeist gefiel ihm das Zentrum der Macht! Und manchmal, so wie heute, konnte er ja heimlich einen Fluchtversuch unternehmen. Schließlich hatte das auch seinen Reiz. Nur erwischen lassen durfte man sich nicht. Aber er würde es schon schaffen. Er schaffte es immer wieder! Wie ein guter Agent passte er die Zeit ab und verschwand, wenn man ihn an anderer  Stelle vermuten konnte. Er hatte das schon früher geübt - denn seine Frauen, er hatte immerhin schon vier davon, ließen ihm zu wenig Freiraum. Und er brauchte Freiraum! Er musste einmal tun und lassen können, was ihm beliebte. Er war schließlich ein temperamentvoller Mann. Das war es ja auch, was ihn so anziehend machte. Er war nicht zu zähmen - kein braves Haustier! Sondern ein Schneelöwe! Wild und unabhängig! Frei!

 

Das Dumme war nur, dass sie ihn ja so wollten - aber wenn sie ihn erst hatten - an der goldenen Kette - dann wollten sie ihn dressieren. Es passierte ihm immer wieder. Wo war die Frau, die ihn so nahm, wie er war? Die ihm das Abenteuer ließ? Den Hauch von Freiheit? Die ihm zumindest die Illusion ließ? - So wie es aussah, hatte er sie noch nicht gefunden. Aber jetzt sollte er sich nicht den Kopf zerbrechen über seine Ehefrauen. Er sollte viel lieber schauen, wo er ein Schlupfloch fand, denn der Abend war schon hereingebrochen. Wenn er aus dem Fenster sah, konnte er das Glitzern der Lichter sehen, die alle weiße Schneehäubchen trugen. Es spiegelte sich in seinen Augen - in seiner Seele - und es zog ihn hinaus - mit aller Macht! Im Grunde war er ein Romantiker.

 

Traudel hatte ihren Laden abgeschlossen. Sie war geschafft. Den ganzen Tag über stehen - normalerweise machte ihr das nichts aus, aber heute, hatte sie Kreuzschmerzen. Außerdem hatte sie eine Kundin schrecklich genervt. Sie wollte eine Frisur, die sie ihr beim besten Willen nicht machen konnte. Aber es war nicht ihre Schuld. Sie hatte einfach zuwenig Haar, zu dünn und zu kurz. Zaubern konnte sie nicht! - Eigentlich konnte sie jetzt nur noch nach Hause gehen. Doch heute stand ihr der Sinn nicht nach Alleinsein. Sie brauchte ein bisschen Abwechslung. Sie würde jetzt doch auf den Christkindlesmarkt gehen - obwohl sie sich letztes Jahr geschworen hatte, es nicht noch einmal zu tun. Die Familien, die Liebespaare hatten ihr gezeigt, wie einsam sie war. Gerade in der Vorweihnachtszeit konnte sie das nicht gebrauchen. Sie war jetzt Mitte Fünfzig und hatte sich damit abgefunden keine Familie mehr gründen zu können. Aber sie würde doch noch einen Mann auftreiben - oder?

 

Na ja! Es musste nicht heute sein! Sie würde jetzt nach Nürnberg fahren und durch die hell erleuchtete Budenstadt gehen und sich ein Glas Glühwein genehmigen - oder auch zwei! Sie zog ihren schwarzen Umhang an und schloss den weichen Pelzkragen, dann noch die Handschuhe. Sollte sie eine Mütze aufsetzen? - Nein, so kalt war es nicht! Außerdem würde sie ihr Haar ruinieren. Sie hatte es gerade erst gekämmt und es sah gut aus - also keine Kopfbedeckung! Das Dunkelrot glühte richtig im Dämmerlicht ihres Friseursalons, als sie noch einen Blick in den Spiegel warf. Sie hatte richtig entschieden, als sie es vorne noch heller färbte. Hellrot passte vorzüglich zu ihrem dunklen Teint und den grünen Augen. Sie sah gut aus - wenn man davon absah, dass sie zu dick war! Eigentlich war sie eine richtige Wuchtbrumme. Das Doppelte von anderen Frauen - aber das war sie auch in anderer Hinsicht! Sie hatte durchaus ihre Fans! Nur Claudia Schiffer war sie nicht!

 

Gerrit hatte es geschafft. Er war alleine - endlich - und er stand auf einer kalten, verschneiten Straße zwischen mittelalterlichen Sandsteinhäusern. Um ihn herum quirlte das Leben und er genoss es sich einfach treiben zu lassen. Weiter vorne sah er schon den Marktplatz und die hohe, goldene Spitze des „Schönen Brunnens“. Mein Gott, waren das Menschenmengen! Aber es war gut so. Je mehr Leute, desto weniger würde er auffallen! Und was es hier alles gab! Er besah sich die Stände. „Zwetschgenmännla“ gab es nur in Nürnberg - und er fand sie lustig. Vielleicht würde er sich auf dem Heimweg eines kaufen. Es erinnerte ihn so - an wen denn bloß? Einen Kollegen? Unauffällig näherte er sich dem Stand, an dem fast immer ein Prominenter Weihnachtssterne verkaufte für „Sternstunden“. Niemand da, der ihn kannte, also trat er näher und besah sich die Sterne. Sie waren wirklich wunderschön. Die Menschen machten sich viel Mühe damit. Er bewunderte sie manchmal, diese Leute, die so etwas konnten. Er war nicht sehr kreativ. Zumindest nicht in dieser Richtung.

 

Plötzlich hörte er hinter sich eine Stimme. Es war die Stimme einer Frau, die ihren Mann gerade anstieß: „Schau mal! Der da! Der sieht doch aus, wie unser ...!“ Der Mann brummte nur unwillig. Gerrit musste grinsen. Männer waren nicht so besessen von ihm. Gott sei Dank! „Doch, doch!“ bestand sie. „Schau’ doch mal! Diese Ähnlichkeit! - Er ist es bestimmt!“ Jetzt musste er aber schleunigst hier verschwinden. Er zog den Hut in die Stirn und wandte sich ab. Dicht gedrängt standen die Menschen um ihn her - und er hörte diese aufdringliche Stimme: „Ich frag’ mal!“

 

Plötzlich teilte sich die Menge und vor ihm stand eine rothaarige  Frau, drückte ihm eine Tasse Glühwein in die Hand und hakte sich einfach bei ihm unter. Laut verkündete sie: „Da Peter! Da hast du deinen Glühwein! - Aber jetzt möchte ich dafür eine Bratwurst!“ Sie zog ihn einfach mit - weg von den Leuten, weg von der neugierigen Dame - in Sicherheit. Folgsam ließ er sich „an die Hand nehmen“. Er nippte sogar an dem Glühwein. Er schmeckte gut! Zwei Budenstraßen weiter, blieb sie stehen und sah sich vorsichtig um. Dann blickte sie in sein Gesicht und lachte. „Gerettet!“ Er musste auf einmal auch lachen. Sie wusste wer er war - und es war ihr nicht wichtig. „Danke!“ sagte er. „Danke - für den Glühwein! Er schmeckt gut!“ - „Das war eigentlich meiner!“ grinste sie. „Aber Hauptsache er schmeckt, nicht wahr - Peter?“ Er lachte lauthals. Das war mal eine Frau nach seinem Herzen!

 

Erst jetzt sah er genauer hin. Sie war für ihn direkt ein Sichtschutz - wirklich sehr viel Frau! Aber alles an den richtigen Stellen. Sie sah einfach umwerfend aus. Er hatte sich immer Frauen gesucht, die Modellfiguren hatten - aber diese hier war anders! Sie hätte schon auch ein Modell sein können. Das Modell aller Weiblichkeit! Er fühlte sich beschützt - und doch frei und ungezwungen. Er fühlte sich so wohl, wie schon lange nicht mehr! Jetzt wollte er sich nicht schon von ihr trennen. Außerdem war es so viel sicherer. Er würde niemandem auffallen. Sie war sein Alibi. „Also - Petra! - Wo gibt es jetzt die Bratwurst, die du wolltest?“ fragte er immer noch grinsend. Ihre Augen wurden groß - erstaunt sah sie ihn an. „Wirklich?“ fragte sie leise. Er nickte. „Wirklich!“ Als sie ihn anlächelte, hatte er  plötzlich das Gefühl, der ganze Markt würde heller. Als ob ihm das Christkind persönlich erschienen sei. „Da vorne ist der Bratwurststand!“ Sie deutete zur Frauenkirche, aber er schüttelte seinen Kopf. „Nein! Wenn schon, denn schon! - Peter und Petra gehen jetzt zum Essen!  - Einverstanden?“

 

Und dann nahm er sie einfach mit. Er ging in Richtung Burg. Dort würden sie schon etwas finden, das ihnen gefiel. „Mach’ einen Vorschlag, Petra! - Aber vielleicht nicht Bratwürste. Ich liebe zwar Bratwürste, aber dort werde ich sicher die gesammelten Kollegen treffen - und das ist nicht nötig!“ Sie stiegen gemeinsam den Berg hinauf. Eigentlich wollten sie noch nicht hinein. Es war so schön hier. Die Lichter der Stadt funkelten in der Dunkelheit und warfen Licht und Schatten in den noch ganz frischen Schnee und es war klirrend kalt. Schweigend gingen sie einfach weiter. Die Burg zog sie an, wie ein Magnet. „Manchmal möchte ich einfach allein sein - vor den 1000 Augen fliehen!“ gestand Gerrit. Sie drehte sich zu ihm. „Und ich möchte manchmal nicht allein sein - einen Freund haben, einen Mann, der...!“ Er griff nach ihrer Hand.

 

Hier oben zu stehen und nur den Winter genießen! Irgendwie waren sie so vertraut miteinander. Sie kannten das Geheimnis des anderen und schützen es vor der lauten Welt. Gerrit hatte plötzlich das Bedürfnis, sie in seine Arme zu nehmen. Sie erschien ihm so selbständig, so unabhängig und doch hatte sie ihm ihr tiefstes Sehnen offenbart. Sie vertraute sich ihm an. So etwas war ihm schon sehr lange nicht passiert.

 

Er wollte ihren Wunsch erfüllen - der Mann sein, der für sie da war!  Aber das war nicht sein einziger Beweggrund. Verwirrung machte sich in ihm breit. Sie zog ihn an - magisch beinahe! Sie war so reizvoll, so sexy. Und er konnte gar nicht anders, als auf sie reagieren - er war schließlich ein Mann. Er verstand die Welt nicht mehr. Niemals hätte er gedacht, dass er sich so fasziniert fühlen könnte, von solch einer barocken Schönheit. Aber leugnen konnte er es auch nicht. Es wäre eine Lüge gewesen! Er begehrte sie! Und als er sie an seine Brust zog, stöhnte er vor Sehnsucht nach ihr.

 

Traudel sah nur noch blitzende Sterne in dieser Nacht. War es nur die Weihnachtsstimmung? Warum tat er das? Seine Nähe erregte sie. Wollte er sich bedanken bei ihr? Tat sie ihm vielleicht sogar leid? - Aber nein! Sie spürte seine Sehnsucht! Sie spürte, dass er sich angezogen fühlte von ihr - so wie sie von ihm. Sie hatte schon manchmal von ihm geträumt - wenn sie sein Foto in der Zeitung sah - wie so viele andere Frauen auch. Er war ein umwerfender Mann! Seine erotische Ausstrahlung war einfach nicht zu unterdrücken. Nicht einmal auf einem Zeitungsfoto und in schwarzweiß. Er sah so gut aus! Männlich, raubeinig und doch elegant - einfach charismatisch! Manchmal hatte sie sich ausgemalt mit ihm... eine Flasche guten Rotwein zu trinken und dann...! Es gab bestimmt tausende Frauen, die davon träumten. Und nun stand sie hier und schmiegte sich in seine Arme, in seine Wärme und roch diesen unvergleichlich-herben Duft! Seine Lippen waren nur noch wenige Zentimeter entfernt - kamen immer näher. Sie zitterte vor Sehnsucht - aber sie würde nicht den ersten Schritt tun!

 

Seine Hände berührten ihren Körper - sie spürte es durch und durch. Es machte sie wild. Nein, sie wollte es nicht, aber ihr verlangendes Stöhnen war einfach nicht länger zu unterdrücken. Es war der Moment, an dem sein Mund den ihren berührte. Aufseufzend öffnete sie ihre Lippen, küsste ihn hingebungsvoll.

 

Vielleicht war es ja ein Weihnachtszauber, aber sie versanken beide in der Süße dieser ersten, intimen Berührung, hielten sich eng umschlungen und konnten einfach nicht voneinander lassen. Ihre Lippen tasteten, spielten, küssten - es war, als hätten sie nach langer Zeit der Enthaltsamkeit wieder zueinander gefunden. Gerrits Hände erkundeten ihren Körper. Langsam glitten sie über ihren Rücken - nach vorne und dann umfasste er behutsam ihren Busen, drückte sanft. „Wie schön du bist!“ flüsterte er. „Und wie unglaublich erotisch!“

 

Traudel durchfuhr der Gedanke an die Frauen, mit denen sie ihn gesehen hatte. Die Bilder aus der Regenbogenpresse. Sie war das krasse Gegenteil! Und doch! Sie spürte, dass er die Wahrheit sagte. Er wollte sie! Und sie konnte keinen klaren Gedanken fassen an seiner Brust. Sie begehrte diesen Mann, der ihr so vertraut war, wie ein alter Freund - und doch so neu und erregend. „Was jetzt?“ fragte sie leise. Seine Küsse wanderten über ihr Gesicht Sanft berührte er ihr Ohr, leckte zärtlich - hinunter zu ihrem Hals. „Ich habe nicht die leiseste Ahnung!“ murmelte er und war doch nicht in der Lage, sie los zu lassen. Er hielt sie noch fester, drängte seinen verlangenden Körper an sie. Sie sollte wissen, wie sehr er sich sehnte. „Petra!“ stöhnte er heiser.

 

Das war der Augenblick, indem sie ihre Entscheidung traf. „Kommst du... möchtest du ... mit zu mir...?“ Sie stotterte fast vor Aufregung. Als ob sie ihren ersten Freund zu sich nach Hause einlud! Schließlich waren sie beide erwachsen. - Mehr als das. Sie waren fast 60! Durften sie sich überhaupt zu solchen Dingen hinreißen lassen? - Nein! Höchstwahrscheinlich nicht! Es war gegen alle Logik! Es war gegen alle Moral!  - Aber sie wollte es! Sie wollte ihn! Und diese Nacht würde niemals wiederkehren.

 

Gerrit nahm ihre Hand und zog sie den Burgberg hinunter. „Komm!“ war alles, was er sagte. Er hatte seine Stimme nicht unter Kontrolle. Was war es nur, das ihn so anmachte? Sie brachte die Lava in seinem Inneren zum Glühen. Lange schon hatte er sich nicht mehr so gefühlt! Sehr lange! Wenn er sie nur ansah, konnte er kaum mehr seine Hände bei sich behalten. Er wollte sie anfassen. Ihren prallen Körper berühren, streicheln, alles entdecken, was es zu entdecken gab. Wenn er sich nur vorstellte, wie sie aussah, wenn er sie erst aus ihrer Kleidung schälte, platzte er beinahe vor Gier.

 

„Wo hast du dein Auto?“ Traudel stockte der Atem. „Du willst es wirklich?“ fragte sie leise. Er blieb stehen und drehte sich zu ihr, sah ihr in die Augen. Sie blitzten geheimnisvoll, wie grünes Feuer. Und ob er es wollte! „Jaah!“ stöhnte er. „Ich will es wirklich! Ich will dich - wirklich! Ich will dich sehen, diesen weichen, kleinen Pelz von deinem Hals nehmen - dafür einen anderen - viel aufregenderen Pelz entdecken. Berühren, streicheln, kneten - dich verrückt machen!“ Er riss sie in seine Arme - küsste sie gierig, drängte sein Bein zwischen ihre Schenkel - und sie ließ es zu. Er hatte eine Wirkung auf sie, wie schon lange kein Mann. Sie spürte ihn - sein Verlangen - sehr deutlich. „Komm! Diese Nacht gehört Peter und Petra!“ lachte sie plötzlich verschmitzt. Und dann beeilten sie sich, zu ihrem Auto zu kommen - zu ihrer Wohnung - endlich - endlich - in ihr Bett!

 

Als sie die Türe zu ihrer Wohnung aufschloss, überfiel sie noch einmal der Zweifel. Sie war nicht so, wie die jungen, schlanken Frauen, die er kannte. Doch dann packten seine Hände zu. Er konnte es nicht erwarten, bis sie endlich diese Türe geöffnet hatte. Er musste sie anfassen. Ihr festes Fleisch spüren zwischen seinen Fingern. Sie kiekste erschrocken auf, lachte dann beglückt. Ja! Es war die richtige Entscheidung! Für sie war es die richtige Entscheidung! Sie ließ ihn ein, schloss die Tür und dann kam sie  in seine Arme.

 

Was war es? Was, was, was? Die Lust überfiel sie wie ein wildes Tier. Sie zerrten, rissen sich gegenseitig die Kleidung vom Leib. Als sie die Narbe sah, hielt sie inne. Ihre Finger strichen sanft darüberhin. „Peter!“ flüsterte sie und dann drückte sie ihren Mund auf dieses Mal, als versuche sie den Schmerz, den er empfunden haben musste, auszuradieren. Völlig überrascht sahen sie sich an. Was sie hier taten, was sie empfanden war so neu - so unglaublich, dass sie es beide nicht fassen konnten. „In meinen Träumen haben wir immer Rotwein getrunken - miteinander. Möchtest du ein Glas Rotwein?“ Gerrit schmunzelte. Er nickte. Sie hatte ihm soeben gestanden, dass sie von ihm träumte. Gab es ein größeres Kompliment für einen Mann?

 

Als sie sich abwandte, griff er nach dem Verschluss ihres Büstenhalters. „Warte!“ flüsterte er rau und dann fiel der BH. Traudel stand wie versteinert. Was jetzt? Aber Gerrit wusste genau, was jetzt! Er trat dicht hinter sie, drängte seinen hungrigen Körper an ihren und ließ seine Hände wandern. Großer Gott, waren das Brüste! Hinreißend! Seine Finger spielten mit ihren steifen Brustwarzen. „Davon habe ich vorhin schon geträumt - als du mir den Glühwein in die Hand gedrückt hast. Ich hätte beinahe daneben gegriffen!“ Sie gluckste vor Heiterkeit. Er verstand es, ihr die Hemmung zu nehmen. Als sie sich aber umdrehte, geschah das in dem Bewusstsein, dass ihr Busen sensationell war. - Sie wusste, wie die Männer darauf reagierten. Er hielt den Atem an. Ihr Fleisch quoll aus seinen Händen, drängte sich ihm entgegen. Traudel sah, wie seine Augen dunkel wurden - gierig! Sein Mund näherte sich dieser aufreizenden Versuchung. Hungrig leckte er sich die Lippen. „Saugen an dir! - Bitte! - Wow! - Du hast den geilsten Busen, den ich jemals ...!“ Fragend sah er sie an, näherte sich keuchend diesen harten, anziehenden Nippeln. Gerrit bekam kaum noch Luft. „Lass’ mich - Petra!“

 

Ganz langsam, genießerisch näherte er sich diesen Brüsten, die ihm den Verstand vernebelten. Seine Zunge berührte sie, leckte über die feste Spitze, kreiste, streichelte ihren Hof. Mit beiden Händen fasste er zu, drückte diese unglaublich Brust an sein Gesicht, in seinen Mund. Nuckeln, wie ein Baby. Stöhnend saugte er. Das Gefühl jetzt und sofort vor Geilheit überzuschnappen - er hatte es schon so lange nicht empfunden. Diese Frau war einfach ein Wunder. Und er reagierte. Er drückte sie nach unten, auf den weichen Teppichboden.

 

„Ich muss dich einfach haben! - Du machst mich verrückt! - Petra!“ Weiches, warmes, glattes Fleisch ! Er konnte gar nicht genug bekommen von dieser Frau, dieser erotischen Wucht! Traudel angelte nach der Flasche. Vor ihm auf dem Boden kniend, öffnete sie den Rotwein. Seine Blicke streichelten ihre Formen. Offensichtlich gefiel ihm, was er da sah. Schnell hatte er sich seiner letzten Hüllen entledigt. Sein harter Penis befand sich jetzt direkt vor ihren Händen. Ungeduldig drückte sie ihm die Flasche in die Hand und griff zu. Gerrit stöhnte, bog sich ihr entgegen.

 

Er setzte die Flasche an seine Lippen und trank durstig. Das brachte ihn auf eine Idee! Vorsichtig goss er den köstlichen Rotwein über ihre Schulter. Seine Hand fing die rinnenden Tropfen zwischen ihren Brüsten, rieb sie in ihre Haut. Sein Bauch drückte sich gegen sie, seine Finger glitten tiefer - immer auf der Suche nach den Rotweinbächlein, die über ihren weißen Körper flossen. Er schien genau zu wissen,  wohin der Wein fließen würde. Seine Finger berührten die Quelle! Traudel keuchte vor Lust. Sie spreizte ihre Beine noch weiter, ließ ihm so mehr Raum, sie zu erreichen. Er schob sich tiefer. „Du bist so weich, so warm, so feucht!“ flüsterte er in ihr Ohr. Der warme Hauch seines Atems machte sie verrückt. Seine Finger, die sie immer weiter öffneten, ihre gierige Möse immer mehr stimulierten.

 

Als er sie auf die Knie drückte, tiefer auf den Boden, gab sie bereitwillig nach. Aber sie wollte ihn nicht loslassen, seine Härte glitt in ihren Fingern auf und ab. Und doch! Er wollte es so. Sie spürte seine Hand, die sich von hinten zwischen ihre Backen schob. Behutsam tastete er entlang an dieser erregenden Spalte, die sich ihm hier so sehnsüchtig darbot. Gerrit schob sie weiter nach vorne. Was für ein geiler Arsch! Prall und fest! Weiß und ihm entgegengereckt. Sie wollte ihn - seinen hungrigen Schwanz! Er rückte näher. Mit einem Arm umschlang er ihren Oberkörper, massierte diese Prachttitten. Schade nur, dass er sie nicht sehen konnte von hier aus. „Dein Hintern ist so heiß, dass es mich jetzt gleich zerreißt, wenn ich es nicht tue!“ keuchte er. Traudel drückte ihm ihre gierige Möse entgegen. „Dann tu’ es doch!“ Sie schnappte nach Luft. Jetzt wollte sie ihn spüren. „Stoß zu!“ forderte sie und drückte sich nach hinten, spürte seine dicke Spitze zwischen ihren Schamlippen. Seine Eichel schob sich hinein. Ihr Becken wippte, ließ ihn tiefer eindringen. „Jaah!“ stöhnte sie. „Ohh jaaahh!“

 

Gerrit stieß zu, prallte gegen dieses geile, weiche Hinterteil. Seine Hoden schaukelten, trafen ihre Vulva, prallten zurück. „Gott,  machst du mich wild!“ Wieder stieß er zu - tief in ihre feuchte Muschi hinein. Nochmal und nochmal - immer wieder! Hörte ihr gieriges Röcheln nach ihm. „Jaah, oh jaah! - Peter! - Ohh jaaah! Stoß hinein! - Fick mich - oh jaaa, bist du guut! - Noch mal! - Bitte! - Tiefer!“ Traudel wand sich in seinen Armen. Mit beiden Händen massierte er ihren Busen, drückte ihre Brustwarzen zwischen seinen Fingern, schickte damit heiße Lustschauer direkt in ihren zuckenden Unterleib. Und in dem Moment, als er sich laut stöhnend hinter ihr aufbäumte, seinen Schwanz noch einmal tief in ihr versenkte, ihr seine heißes Liebespfand in den Leib pumpte, kam sie zum Höhepunkt. Zuckend und stöhnend brach sie unter ihm zusammen. Langsam ließ sie sich auf den Teppich sinken.

 

Gerrit sank auf sie, begrub diese fleischgewordene Versuchung unter sich. „Mein Gott, bist du gut!“ Seine Stimme kratzte. Völlig erschöpft ließ er sich neben ihr zu Boden sinken, zog sie in seine Arme. Welch wunderbares Erlebnis hatte ihm das Schicksal da geschenkt? Welch’ wunderbare Frau? - Immer noch übte ihr Busen magische Anziehung auf ihn aus, auch nachdem er Befriedigung gefunden hatte. Zärtlich streichelte er sie, küsste sanft ihre Haut. „Ach Petra!“ seufzte er. „Ich will dich nicht schon wieder verlieren!“ Nein, das wollte er wirklich nicht! Nur hatte er nicht die leiseste Ahnung, wie es ihm gelingen sollte, sie vor der Welt zu verstecken. Traudel lächelte. „Es war so schön mit dir, mein Peter!“ flüsterte sie traurig. Sie wusste, es war ein Wunschtraum, der ihr erfüllt worden war. Mehr durfte sie nicht verlangen - nicht von ihm und auch nicht vom Schicksal. Wem wurde die Erfüllung eines Traumes schon zuteil? „Wir waren anscheinend beide sehr brav - im letzten Jahr!“ Fragend sah er sie an. „Weil uns das Christkind schon jetzt so reich beschenkt hat!“ Gerrit nickte.

 

Sie war so süß! So zauberhaft und lieb! Und er musste sie verlassen. Aber immerhin blieb ihnen noch ein klein wenig von dieser Nacht. Ein paar Stunden im Advent, die ihnen ein Wunder beschert hatten. Er konnte nicht einmal sagen, was es war. Aber tief in seinem Inneren wusste er, dass es ihm nicht gelingen würde, sie zu vergessen. Er kannte keine andere Frau, die so uneigennützig liebte. Sein rettender Engel! Seine Petra!

 

© BvS                                                                                                        Ihre Meinung?