Das Ende der Landstörzerin

Heytoi




© Sinnenflut

1:30 in der Früh liege im Halbschlaf - im Halbwachsein mit einem steifen Horn im Bett, es schmerzt, ist hart. Jetzt in der vierten Nacht. Ich träume erotisch… sexistisch… egoistisch ... sehe die Gesichter meiner beiden Ex - ihre Vulven, die geöffnete Scham. Sehe im Wechsel orgastische Szenen.

 

Ich wache auf.

 

Neben mir in der zweiten Betthälfte kämpft Heytoi gegen die Dämonen… die Nachtmahren. Sie hat die Decke weggestrampelt, wirft sich auf den Bauch. Den Kopf ins Kissen vergraben heult sie auf… mit den Fäusten in die Matratze boxend, um sich im nächsten Moment auf die Knie aufzurichten… den imaginären Widersacher zu erwürgen. Apathische Stille - Heytoi schläft weiter. Vorsichtig krabble ich aus dem Bett, ziehe die Decke über sie und schleiche ins Badezimmer.

 

Wie in den vorigen Nächten setze ich mich auf die WC Schüssel - die Beine leicht gespreizt gegen die Badewanne gestemmt… wichse ich mich einer Erleichterung entgegen. Versinke in mein Kopfkino. Ein Potpourri an Vulven, Muschis, Fötzchen tauchen auf… bei einigen läuft der Saft ins Betttuch… hängt als Girlande im Busch. Andere sind vereint… andere warten gierig. Ein fleischiger Mix.


 

°°°°

 

Es ist, als fühle ich ein Streicheln im Haar...

Fingerspitzen auf meiner Kopfhaut –

meinen Wangen.

Es ist, als fühle ich...

wie zwei Arme meinen Kopf umschlingen.

Es ist, als fühle ich...

Atem im Haar - als würden Haare mein Gesicht kitzeln.

Es ist, als flüstere mir eine Fee ins Ohr!

„Denk ganz fest an mich...

ich bin bei dir... ich fühle mit dir...

denke, du bist in mir.

Ich habe ein schönes feuchtes, volllippiges Fötzchen -

meine Schenkel sind schön und rund.

Denke, in meinem Bauch blüht der Sommerflieder -

der Schmetterlingsstrauch ...

Es ist Sommer...

er ist voll mit Schmetterlingen.

Denke, ich habe wieder schöne runde Brüstchen mit harten Nippelchen.

Stephan... denke - ich habe wieder Tränen...

denn wenn ich Tränen habe...

kann auch mein Bauch wieder weinen -

mitfühlen."

 

°°°°

 


Ich will die Augen nicht öffnen - mich nicht der Wirklichkeit stellen. In mir beginnt der Saft zu steigen... wie eine Flutwelle durchläuft es mich... wie in einer Brandungswelle gefangen, durchwirbelt es mich. Hinter meinen Augen ist ein Flimmern: Hell – dunkel, als würde ich schnell in einem sonnendurchfluteten Wald an den Bäumen vorbei laufen.

 

Ich fühle Arme, einen mageren Körper an mich gepresst. Fühle meinen Kopf in ihren Armen wiegen. Mit einer Hand reiße ich ihren Körper an mich, reibe mein Gesicht an ihrem Bauch - ihrer Brust... kralle meine Finger in ihren mageren Popo. Schieße ab und kippe in ihre Arme.

 

Heytoi verteilt meinen Samen auf unsere Körper - bestreicht sich… ihren Schoß – zwischen den Beinen – über ihre beiden schlaffen Brüste – verreibt ihn auf meiner Brust – meinem Bauch.

 

Sie zieht mich hoch. „Komm ins Bett!“, lockt sie. Sie stellt sich auf meine Füße und umklammert mich. Gemeinsam watscheln wir zurück ins Bett. Sie kniet sich zwischen meine Beine und legt ihren Kopf auf meinen Bauch. Schlingt beide Arme um mich... kuschelt sich auf ihr ‚coussin d’amour’ in eine gemütliche Lage und ist zwei Minuten später eingeschlafen. Heytoi kichert im Schlaf - oder war es Cupido?

 

Ich kann nicht schlafen. Meine Gedanken kreisen um die letzten hundertzehn Stunden – gestern Mittag vor vier Tagen!

 

°°°

 

„Heytoi!“, knurrt ein lauter Ruf an meinem Ohr vorbei. Im gleichen Moment saust der schwarz bekleideter ‚Chef de Service’ auf den Vorplatz.

 

Sie schaufelt sich in ihrer Gier nach Essen noch schnell ein paar kalte Pommes von beiseite gestellten Tellern in ihren Napf, bevor sie versucht zu fliehen. Zu spät! Der ‚Chef de Service’ entreißt ihr den Napf und schubst sie zur Seite. Sie stolpert und sitzt als Häufchen Elend mitten auf dem Platz, während er - der ‚Chef de Service’ den Napf in die Mülltonne entleert und ihn, ihr mit einer angewiderten Miene hinwirft. Die Hände an einer Serviette abwischend, ruft er ihr noch ein paar unflätige Worte zu.

 

In mir explodieren Granaten, eine komplette Stalinorgel. Meine Nackenhaare sträuben sich - es zieht mich zusammen. Ich stehe einfach auf, stelle mich in die Gasse zwischen den Tischen und verstelle diesem Unflat den Weg. „Bitte!“, vornehm säuselnd versucht er an mir vorbei zu kommen. „Bitte!“, blecke ich zurück und schubse ihn einfach zwischen zwei Tische. Mit fünf Schritten bin ich neben ihr in der Hocke.

 

Sie schaut nur auf den vor ihr liegenden Blechnapf - tränenlos weinend - mit ihrer mageren Faust in die andere Hand schlagend. „Ich habe seit gestern morgen nichts mehr gegessen und Sophie auch nicht. Warum macht er das?“ Sie schaut mir mit dunklen - stumpfen - starren Augen ins Gesicht.

 

„Kommen Sie, ich lade Sie zum Essen ein, kommen Sie an meinem Tisch.“ „Und dann willst du mich ficken, ihr wollt uns immer nur ficken.“ In ihrer Stimme lag so viel Resignation, so viel Verlust. „Mein Bauch ist doch tot - ein Friedhof… ich kann nicht mal mehr das!“ „Ich verspreche Ihnen, dass Sie nach dem Essen gehen können, wohin Sie wollen und für Sophie gebe ich Ihnen Essen mit.“ Strecke ihr meine Hand hin. „Abgemacht!“ Ohne ein Wort nimmt sie meine Hand, umklammert sie - schaut mich an „Ehrenwort?“ - „Ehrenwort!“ Sie merkt, dass ich ihren strengen Körpergeruch wahrnehme. „Man hat uns sogar die Seife geklaut… man klaut uns das Essen - das Geld… wenn wir welches bekommen - ich kann meine Kleider nicht mehr waschen…“ Ich sammele ihren Napf ein, und sie holt ihren roten Trolley und setzt sich an meinen Tisch. Der ‚Chef de Service’ kommt und verkündet für jedermann hörbar, dass wir unerwünschte Gäste sind und sofort gehen sollen. „Hier ihre Rechnung - mein Herr!“ In dem Moment bringt die Bedienung mir das bestellte Bier und die Suppe, uns beiden verschwörerisch zuzwinkernd. „Bitte bringen Sie meinem Gast die Karte.“ knurre ich zurück.

 

Der ‚Chef de Service’ wird unmissverständlich an den Nachbartisch mit drei gewichtigen Herren beordert, kurze Befehlsausgabe und einen Moment später haben wir die Karte. „Ich bin Stephan, und Sie?“ „Du hast es gehört, alle rufen mich... Heytoi!“ Sie traut dem Braten nicht, immer sprungbereit, den Fluchtweg sichernd. Ich schiebe ihr die Suppe hin, „Iss erstmal das!“ Ganz langsam löffelt Heytoi die Suppe. „Die haben hier eine gute Bouillon mit Flädle. Die kann ich essen und ein Pfannkuchen mit Käse, sonst wird es mir schlecht, sonst bekomme ich Bauchschmerzen!“

 

°°°

 

Irgendwann ziehe ich die 90 Pfund Heytoi aus meinem Schritt – kuschle sie neben mich in meine Armbeuge. Ich halte sie zum ersten Mal in meinen Armen. Nehme ihren Duft zum ersten Mal in mich auf, es erregt mich und beruhigt gleichzeitig. Eine Barriere ist gefallen. Ich falle in einen Schlummer. Einen Wachtraum, ich wache über Heytoi.

 

In meinem Kopf purzeln die Gedanken. „Schon wieder eine aufgelesen... die vierte nun!“ Verdammter Beschützerinstinkt… die vierte Aufgelesene, in die ich mich verliebe… verliebt bin? Brauche mich nicht mehr zu prüfen… vermaledeit– Jaaa… verliebt! Vermaledeit! Warum gestattet ich ihr in mein Bett zu steigen… muntere sie auf, es zu tun. Liege mit steifem Horn- Schwanz- Riemen- Bolzen seit vier Nächten wach… wichse mir zwei Sessionen– Obsessionen am Tag und vergesse meine Obliegenheiten.

 

°°°

 

Nach dem Essen bringe ich sie zu Sophie. Heytoi will nicht, dass ich mitkomme. Im Weggehen höre ich ein Geschrei und Heytois Schimpfen aus der Bauruine. Ein Wimperschlag später stehe ich mit meinen 196 cm und 108 Kilo mitten unter den Tippelbrüdern und Landstörzern, die Heytoi ausplündern wollen. Dann habe ich Sophie gesehen und fünf Minuten später steht die Polizei und drei Minuten danach die Ambulanz vor - in der Ruine. Bevor ich zurück ins Werk gehe, habe ich Heytoi zum Abendessen eingeladen.

 

Tja, ich komme vom Werk und sehe Heytoi am Ende vom Hotelparkplatz winkend hinter einer dicken Platane. Nein… zum Abendessen könne sie unmöglich mitkommen, sie hat nichts zum Anziehen - alles stinke. Wenn ich ihr aus dem Hotelzimmer die kleinen Seifen und das Shampoo abgeben könnte und auch das Nähzeug - es ist in der kleinen Schublade – ja, dann könnte sie auch wieder die Knöpfe annähen und den Saum hochstecken. Morgenabend! Vielleicht?

 

Ich sehe das Häuflein Frau vor mir, die Lumpen an ihrem unterernährten Körper, die traurigen Augen. In dieser Hinsicht bin ich ein Macher. „Komm mit!“, und etwas über zwei Stunde später steht Heytoi bei mir im Hotelzimmer unter der Dusche, hat neue Kleider- BH- Höschen- Schuhe- Lippenstift. Zu mehr war sie nicht zu bewegen. Sie ist vor Schreck – panikartig - aus dem Kaufhaus weg gerannt.


 

°°°

 

Beim Essen betreibt Heytoi Konversation - gepflegte Sprache - großer Sprachschatz. Sie blockt. Sobald ich persönliche Fragen stelle, sinkt sie in die Lethargie zurück, schaltet einfach ab. Das Essen ist ein gequälter Erfolg.

 

Ihr Trolley steht noch im meinem Zimmer.

„Du hast versprochen, mich nicht zu vögeln!

Ja?

Stimmt das?“

„Stimmt.“

„Dann kann ich ja heute Nacht hier schlafen!“

Ups, plumps!

„Nur heute Nacht…

die Kerle haben mich rausgeschmissen.

Ich hätte ihnen die Seuche gebracht…

weil Du rein gekommen bist und die Bullen geholt hast!“

Sonst würde sie am Fluss unten übernachten. Aber dann sind die neuen Kleider gleich wieder schmutzig, und ich hätte ja ihre alten Kleider in den Müllcontainer geworfen.

Wortlos ziehe ich eines meiner T-Shirts aus dem Koffer- gebe es ihr als Nachthemd.

Sie verschwindet im Bad.

Ich schiebe die beiden zusammenstehenden Betten auseinander und stelle das zweite Nachtschränken dazwischen. Fliegender Wechsel ins Bad. Als ich aus dem Bad komme thront Heytoi mit allen verfügbaren Kissen im Rücken und um sich hin drapiert in ihrem – wieder zusammen geschobenem Bett.

„Was soll das Zimmermädchen denken…

getrennte Betten!

und sie zeigt mir den Vogel.

Lächelt dabei zum ersten Mal.

„Heytoi – ich bin ein Mann und wenn eine Frau neben mir liegt… ich habe seit Wochen nicht mehr mit einer Frau geschlafen. Die getrennten Betten sind auch eine Sicherheit für dich.“ Heytois Augen werden dunkel - ihr Gesicht traurig. Sie schlägt die Decke zurück, legt sich auf den Rücken, zieht das T-Shirt hoch und schiebt ihren Slip nach unten.

 

„Stephan - komm,

bitte komm und fühle… fühle mein Loch.

Steck den Finger rein - es wird nicht gehen.

Stephan ich fühle auch nichts -

mein Kitzler ist unempfindlich.

Ich bin tot.

Komm fühle, und wenn ich etwas spüre,

ich würde mich freuen!“

Ich bin geschockt von soviel Wehmut - Traurigkeit - Verlorenheit.

„Komm fühle!“

Fast ein Kommando.

Ich streichle über ihre Scham, fühle die eingefallenen Lippen unter dem Schambein, sehe ihre mageren, faltigen Oberschenkel, die hervorstechenden Hüftknochen, die Kuhle, wo der Bauch sein soll. Mit der einen Hand streichele ich ihre Vulva, mit der anderen Hand ihr hohles Gesicht, ihre Haare. Mit Daumen und Mittelfinger spreize - öffne ich die Lippen, mit dem Zeigefinger fühle ich nur Trockenheit. Heytoi zieht die Hand weg.

„Beruhigt?“

„Nein…!“

Ich richte mich auf. Ich habe einen harten - schmerzhaften Ständer, und Heytoi sieht es. Sie wirft sich auf die andere Seite, heult auf und zieht sich die Decke über den Kopf. Ich gehe ins Bad lehne mich gegen die Wand und beobachte mich im Spiegel… wie ich mir einen runter hole.

 

Ein klappernder Müllwagen weckt mich. Heytois Seite… sie ist leer.

Ein Blick in den Raum... weg ist sie nicht.

 

°°°

 


Ich höre Plätschern aus dem Bad, ein Brummeln, spitze Jauchzer… Brabbeln. Leise schleiche ich zur Tür - guck durch den Spalt. Via Spiegel sehe ich Heytoi in der randvollen Badewanne sitzen… halb mit dem Rücken zu mir… voll mit der strategischen Organisation einer Seeschlacht beschäftigt. Das blaue U -Boot der Klasse ‚Aronal’ liegt getarnt hinter ihrem Knie, während der Kreuzer ‚DuschDas’ aus der Deckung hinter ihrem Busen kommend, die offene See ansteuert. Aronal feuert ein Torpedo vom Typ ‚Ohropax’ Richtung DuschDas – trifft und DuschDas sinkt.

 

Jetzt taucht U-Boot Elmex auf und feuert ebenfalls ein ‚Ohropaxtorpedo’ nach Aronal - trifft. Aronal setzt vorher noch eine Seemine Typ ‚kleine Hotelseife’ ab, in die, mit großer Geschwindigkeit, die Fregatte ‚Guhl’ hinein fährt. „Guhl“ hat vorher noch eine Rakete Typ ‚Nagelfeile fein’ auf Elmex gestartet und… wie soll es anders… trifft! Die See ist wieder ruhig. Heytoi bemerkt mich, dreht sich zu mir, und alle versenkten Tuben, Fläschchen, Döschen, Nagelfeile, Fingerbürstchen, Bimsstein… der ganze Schiffsfriedhof taucht wieder auf.

 

Ihre Augen blitzen… blitzen fröhlich, die steile Falte über Nase ist weg, ihre Lippen sind runder, ihr Gesicht entspannt. „Ich müsste mal!“ „Dann tu es.“ Ich setze mich. „Bleib stehen - zieh die Hose aus - ich möchte dich nackt sehen!“, nicht leise schüchtern - fordernd. „Komm ins Wasser… ich möchte dich waschen.“, leise, fast gehaucht.

 

Das war vorgestern - wir haben uns eine Stunde lang „gewaschen“, dann musste ich ins Werk, um meinen Hüttenknechten neue Technologien zu verklickern.

 

°°°

 

„Du hast ja ein Chaos auf deinem Laptop!“, ist das Erste, was ich höre, als ich die Zimmertür aufschließe. Konzentriert hämmert sie in die Tastatur, als würde sie Beethovens Fünfte solo spielen. Perplex stehe ich da. „Stephan, komm – guck! Fünf Trojaner haben Dich ausspioniert, und lahm ist die Kiste – lahm!“ Glänzende, wache Augen. Heytoi ist ausgewechselt, eine andere Frau! „Ich ...“ Im Stakkato erzählt sie mir, was sie alles runter geladen, ausgemerzt, geordnet, aktualisiert und „sonstnochwas“ gemacht hat. „Gib mir deine MC. Wir müssen noch eine Software downloaden. Du hast vergessen, deine Firewall zu verlängern, und die PDF - Freeware ist doch Scheiße. Komm, wir essen heute Abend keine Vorspeise und kaufen dafür eine bessere PDF. Die Dokumente sehen aus, als hätten Ziegen daran geleckt.“

 

„Guten Abend, Heytoi, wie geht es der Dame?“ Sie stutzt mitten im Redeschwall, legt ihre Hände in den Schoß, sammelt sich. „Ist es so schlimm mit mir?“ Guckt wie eine ertappte Honigdiebin. „Stephan, nicht böse sein, ich bin so glücklich, dir auch ein bisschen helfen zu können.“ Ein Lächeln verzaubert ihr Gesicht. „Dann esse ich nachher nur eine Suppe, und wir haben alles, was wir gekauft haben, eingespart!“ „Heytoi – WIR?“ Sie wird rot „Ich für dich!“ Schnute ... denken ... grinsen. – „Du und ich, sind wir… oder habe ich in der Schule nicht aufgepasst?“ Ich gebe ihr meine MC Karte. Heytoi hämmert ein Jazz Solo wie von Errol Garner in die Tastatur. „Oh, die haben aber Vertrauen in dich!“ Spitzbübisches Grinsen (MeinGotthatdie’nehübscheFresse) und ich sehe alle meine Bankdaten auf dem Monitor. „Stephan, das ist ein Nebenprodukt, als ich die Trojaner killte.“

 

Das nächste Solo - und das nächste sanfte Lächeln überzieht ihr Gesicht. „Hast du das geschrieben?“ Brummeln. Ich nicke. „Das auch?“ „Hmm, ja!“ Rote Ohren, Verlegenheit. Der Fratz hat das Passwort geknackt und ist auf meinen Intim-Seiten. „Wenn ich wieder kann… machst du das mit mir auch?“ Brummeln. „Stephan, ich habe dazwischen geschrieben, was ich mit dir machen würde!“ Dreht mir den Laptop zu. „Kursiv!“

 

„Gehe schnell unter die Dusche, und dann gehen wir essen… ich habe Hunger!“ Ich versuche, das Ganze abzukürzen, denn ich bekomme schon wieder Wall - und Schwellungen. Heytoi hält mich am Ärmel fest. „Mach einen Strip!“ Ich muss sie irgendwie komisch angesehen haben. Sie dreht sich zum Laptop hämmert… und einen Augenblick später ertönt Schmuse -Discomusik. „Komm, mach es bitte!“ bettelt sie. Ohne lange zu überlegen, beginne ich mich langsam zu entkleiden. Lasziv… oder das, was ich für lasziv halte… bewege ich mich im Takt der Musik. Ihr Blick ist direkt - fokussiert - wie Sperberaugen. Ihre Haltung konzentriert, ihr Körper im Rhythmus der Musik wiegend. Sie legt eine Hand auf ihren Bauch, die andere presst sie vor den Mund. Mein Horn drückt mächtig in der Hose… dicke Beule im Slip. Ich greife hinein, ziehe ihn hoch und lasse die Eichel oben aus dem Slip gucken. Bin einfach nur spitz – geil auf Weiberfleisch… unendlich scharf! Tanze weiter, gehe ganz nah an sie heran, um sie herum. Ich fordere sie auf, mir den Slip auszuziehen. Zögernd zieht sie den Slip bis zu den Knien, schaut unverwandt auf mein Horn… am ganzen Körper erstarrt. Ich zieh mich ganz aus… mit meinem erigierten Sporn tanze ich… mime als würde ich mir eine Frau greifen… ihr den Slip vom Körper reißen… sie über den Sessel legen… forme mit meinen Händen eine Fotze… schiebe ihn hinein, imaginiere einen Fick von hinten… entschwinde ins Bad.

 

Der Teufel reitet mich. Ich schleiche zur Schmusemusik zurück… ins Zimmer. Heytoi sitzt regungslos auf dem Stuhl, unverwandt zur Tür blickend. Ganz langsam gehe ich auf sie zu, setze mich rittlings auf ihren Schoß… mein Horn gegen ihren Bauch, ihre Brüste stupsend. Ziehe ihren Kopf an meine Brust - lasse meinen Gefühlen freien Lauf. Presse sie gegen meinen Körper, streichle, kraule, knete ihren Körper, Rücken, Nacken, Kopf. Heytoi heult wie ein Hund bei Vollmond. Es ist kein Weinen, kein Heulen ... es ist das Aufbäumen einer verschütteten Seele. Die Reizung am Horn ist groß. Im letzten Moment stoße ich sie zurück, fliehe ins Bad und entlade mich.

 

Heißes Wasser rieselt über meinen Körper - verbrühe fast. Warum machst du das? Warum setzt du dich diesem Stress aus …? Masochist ... masochistisch veranlagt?

 

°°°

 

Gestern Vormittag kam die Polizei ins Werk und verlangte nach mir, wollte wissen, wo Heytoi sei. Eine anonyme Anzeige ... ich hätte sie verschwinden lassen. Auf meine Fragen bekomme ich keine Antworten. Wir gingen am Abend zusammen zur Wache, und ihre Adresse ist jetzt mein Hotelzimmer.

 

°°°

 

Als ich aus dem Bad komme, ist das Zimmer leer. Ein Zettel auf meinem Laptop - ‚Öffne unter Heytoi’ - Lese ... Lese noch einmal ... Lese ... zum dritten Mal. In mir wird es heiß und kalt in einem ... schwitze und friere versetzt. Greife zum Telefon, wähle die angegebene Nummer. Höre es klingeln, höre atmen. „Ich bin es - Stephan!“ Nur der Atem ist zu hören. „Ich möchte Sylvia Charlotte Bourdin sprechen!“ „Am Apparat!“ „Treffen wir uns im ‚Aux Lièvere et Hérisson’?“ „Volontierment“ „Um acht Uhr.“ „Ich freue mich!“ „Ich auch!“ „Stephan! Ich habe eine riesengroße Überraschung für dich!“

 

 

©S’Rüebli                                                                                             Ihre Meinung?

 

 




Charlotte

top secret - Ex Heytoi - top secret

 

Das Lokal ist genau da, wo sich ‚Renard et Lièvere’ gute Nacht sagen. Ein Geheimtyp meiner Hüttenknechte, und das Restaurant, wo ich mit Heytoi zum ersten Mal essen ging.

"Ah, Monsieur Stephan!", und ich wurde in eine schöne Ecke geleitet, fast ein Séparé.

Eine elegante Frau kommt um die Ecke. „Guten Abend, ich bin Charlotte.“

 

„Ex Heytoi“ steht vor mir, leise in sich hinein lachend....