Zieh dich aus




© Sinnenflut


Jeden Abend trafen sie sich am PC. Ira und Lukas. Jeden Abend um halb Elf. Sie unterhielten sich über dies und das. Gott und die Welt. Sie chatteten. Sogar mit webcam. Inzwischen waren sie beinahe Freunde. Kannten sich gut. Und dann, an jenem Abend, geschah das Unmögliche.

 

„Steh auf und geh rüber in dein Büro!“, hatte Ira gesagt und er hatte sie irritiert angesehen. Das Büro war genau gegenüber. Sie konnte die Türe hinter seinem Kopf sehen. „Und?“, hatte Lukas gefragt. Und was dann kam, ließ sein Blut aufwallen. „Steh auf! Tu, was ich dir sage.“ Ihre Stimme klang warm und lieb wie immer - und doch, irgendwie schien sie keinen Widerspruch zu dulden. „Geh hinüber und lass die Türe offen und dann - zieh dich aus!“ Sein Herz blieb stehen. Meinte sie wirklich, was sie da sagte?

 

Und doch: Er hatte - manchmal - schon solche Gedanken gehabt. Kannte sie ihn so gut? Oder war es purer Zufall - wie sehr sie seine Wünsche traf? Gleichwohl stand Lukas auf und ging in sein Büro. Es war kühl hier unten im Keller. Er schaltete das Licht ein. Sehr deutlich war ihm bewusst, dass sie ihn sehen konnte - in dieser Beleuchtung. Sollte er wirklich? Zwischen ihnen war doch - noch - gar nichts. Ein kleiner Flirt vielleicht - nicht mehr. Und nun? Er zögerte, dann zog er sein Jackett aus und hängte es sehr sorgfältig über den Schreibtischsessel. Da stand er nun im hellen Licht seiner Bürolampe und sah zu ihr hinüber. Er konnte nur das kleine, dunklere Rechteck erkennen, das auf seinem Monitor rechts oben stand, nicht aber ihr Gesicht. Trotzdem glaubte er, Iras Blicke zu fühlen.

 

Ob sie neugierig war - auf ihn? Auf seinen Körper? Ob sie sich...? Donnerwetter! So etwas Blödes! Er würde es nicht tun, entschied er - und zerrte an seinem Hemd, zog es aus der Hose und knöpfte es langsam auf. Ob ihre Blicke ihn streichelten? Ob sie seinen Bewegungen folgte? Ob sie ihn... ob es sie erregte? So wie es ihn...? Er spürte, wie die wohlbekannte Hitze in ihm aufstieg. Wärme breitete sich aus - in seinem Unterleib, obwohl ein kühler Schauer seine Haut erfasste, als er das Hemd von dem Schultern gleiten ließ. Gänsehaut! Seine Brustwarzen stellten sich auf. Ob sie das sehen konnte? So viele „obs“! Wusste sie um seine Erregung? Bestimmt! Würde sie das sonst von ihm verlangen? Vielleicht bat Ira ja aber auch, weil sie... Aber bat sie denn? Oder verlangte sie? Befahl sie? Der Gedanke ließ ihn erneut erschauern.

 

Wenn er jetzt seine Hose öffnete, dann... würde sie es wissen. Sie würde sehen, wie geil dieser eine Satz ihn gemacht hatte! Aber er genoss es ja. Er genoss diese unmögliche Situation. Langsam schloss er die Augen und legte den Kopf in den Nacken. Sollte sie sehen, wie gut sie ihm tat! Seine Hände glitten über die Brust, vergewisserten sich, wie lüstern seine Nippel standen. Wenn sie jetzt ihre Lippen darauf legte, an ihnen saugen würde! Zwischen Daumen und Zeigefinger rieb er - rechts und links. Lukas lauschte in seinen Kopfhörer. Aber da war nur Stille. Was sie wohl tat? - Egal!

 

Jetzt würde er seine Hose... Knopf! Reißverschluss. Langsam, ganz langsam. Er vernahm ein leises Sirren. Am Handballen fühlte er die Erektion unter seinem Slip. Streichelte verstohlen. Dann drehte er sich um und wandte ihr seine Kehrseite zu. Er lächelte vergnügt. Sollte sie seinen Po betrachten. Er war knackig - sexy! Aufreizend schob er die Hose hinab. Stellte sich vor, was sie nun zu Gesicht bekam. - Ups! Schießer Feinripp! Hätte er doch...! Aber er hatte ja nicht wissen können, dass eine Frau - diese Frau - einen Blick darauf würde werfen können. Sonst hätte er freilich! Die sexy Retro-Pants!

 

Halt! Nein! In letzter Sekunde griff er zu, streifte die weiße Hose gleich mit über straffe Schenkel. Die musste Ira wirklich nicht sehen. Nackte Haut war viel besser! Sein Körper war schließlich sehenswert! Was sie jetzt wohl dachte? Bei diesem Anblick? Er stieg aus der Hose und ließ sie einfach fallen. Dann stellte er sich breitbeinig hin, und beugte sich vor, sie aufzuheben. In Wahrheit aber nur, um ihr einen wirklich geilen Knackarsch zu präsentieren. Er fischte nach der Hose und hängte sie ordentlich auf. Hatte sie jetzt... mehr gesehen?

 

In Lukas’ Kopf drehten sich Mühlräder. Sollte er sich umdrehen? Wohl wissend, dass sie dann seine Erregung sehen konnte - sehen würde? Aber war es nicht genau das, was sie sehen wollte? Warum hätte sie sonst...? Vielleicht sollte er fragen. Konnte er nicht ein leises Atmen hören? Etwas schneller als sonst? Er hatte sich schon oft vorgestellt, wie sie wohl aussah? Aber das Höchste der Gefühle war SIE im Nachthemd. So hatte er sie schon gesehen. Was hätte Ira wohl gesagt, wenn er ihr das befohlen hätte: „Mach dein Licht an und zieh dich aus!“? - Egal! Jetzt war es erst einmal er, der hier barfuß bis zum Hals vor ihr stand - im „Flutlicht“ seines Büros!

 

Langsam drehte Lukas sich um die eigene Achse, spürte seinen steifen Penis schwingen. Was für ein aufregendes Gefühl zu wissen, dass sie ihn so intim betrachten konnte. Und! War da nicht ein leises Stöhnen gewesen? Sein Headset würde er nicht abnehmen. Was sollte er jetzt tun? Wollte sie noch mehr? Mehr sehen? Sollte er ihr zeigen...? WOLLTE er ihr zeigen...? In seinen Gedanken hatte er sie schon gehalten. Hatte sie schon aufregend langsam entkleidet und - geliebt. Er hatte es sich vorgestellt - während er es tat. Mit Ira! Und in seinem Kopf war sie auch schon Zuschauerin gewesen - während er ihr eine erregende Show lieferte. Zumindest ihn hatte es ziemlich heiß gemacht!

 

Leise fing er an zu reden: „Ich habe nicht gewusst, dass du ähnliche Gedanken hast. - Du bist doch eine Frau, Ira. - Frauen sind nicht so sexuell, wie Männer. - Zumindest sagt man das. - Stimmt das nicht? - Sag es mir! - Ira! Sag es mir!“ Er lauschte. Ob sie mit ihm sprechen würde? Wenn er den richtigen Satz fand - bestimmt!

 

„Weißt du, dass du mich geil machst?“, flüsterte er und griff zu. Seine Hand umspannte die Erektion und drückte. Er schob sein Becken nach vorne und dann zeigte er sich ihr. „Schau dir an, was du gemacht hast!“, erklärte er, spöttischen Vorwurf in der Stimme. Ob sie mit ihm reden würde, das wusste er nicht. Aber er würde ihr wenigstens die Möglichkeit geben, das ganze Spiel zu beenden. „Sag einfach STOPP wenn du... nicht weiter willst!“

 

„Ira, hast du noch nie einen nackten Mann gesehen?“, fragte er neugierig und überlegte sich, ob das vielleicht stimmen konnte. So jung war sie - seines Wissens nach - auch wieder nicht. Er glaubte es eigentlich nicht, aber für den Fall, dass... würde er ihr jetzt zeigen, wie ein Mann aussah. Er schmunzelte: Wie ein schöner Mann aussah! Langsam nahm er seine Arme über den Kopf, verschränkte sie hinter seinem Kopf und streckte sich. Die kühle Luft machte ihm deutlich bewusst, wie er hier stand. Nackt - nicht nur der kalten Nachtluft ausgeliefert, sondern auch ihren Blicken, die ihn berühren konnten, wie zärtlich Finger. Wo auch immer sie wollten. Dieser Gedanke glich die Kälte mehr als aus. Sein Unterleib fühlte sich auf einmal an, als sei er in glühendflüssiges Gold getaucht. Lukas zwang sich zur Ruhe. Zumindest äußerlich ließ er sich nicht anmerken, welche Leidenschaft sie in ihm geweckt hatte. Scheinbar besonnen drehte er sich - zeigte ihr den Rücken und war gleichzeitig dankbar, ihren Blicken auf seinen außer Rand und Band geratenen Diener Amors entkommen zu sein - wenn auch nur ein paar Sekunden. Dabei brannte er darauf, sich ihr zu zeigen - zu präsentieren. Sollte sie ruhig sehen, was er zu bieten hatte. Er wäre ihr nur zu gern zu Diensten! Er und sein harter, gieriger Phallus.

 

Aber jetzt musste er doch kurz zurück. Er würde ihr Webcam-Bild vergrößern. Schließlich wollte er wissen, wie sie reagierte - ob sie überhaupt noch da war! Ein paar Schritte, ein kurzer Klick. Oh ja, sie war da! Er sah in große dunkle Augen, die ihn sehr genau inspizierten! Ihr dunkelblondes Haar stand wirr um das süße Gesicht. Genauso, als sei sie seinem Bett entstiegen! Ein Nasenflügel ihrer entzückenden Stupsnase zitterte. Und sie leckte ihre Lippen. Ob das jetzt Zufall war? Aber Zufall oder nicht, sein Schwanz reagierte. „Du bist so schön!“, flüsterte er und trat wieder ein paar Schritte zurück, so dass sie mehr zu sehen bekam. Seine Hand hatte sich inzwischen selbständig gemacht und zugegriffen. Er zog seine Vorhaut zurück und betrachtete interessiert seine prall geschwollene Eichel. Sie konnte das auch sehen. Ob ihr der Anblick gefiel?

 

„Zeig mir auch...!“, hauchte er leise ins Mikrofon und glaubte doch nicht daran. Wunder geschahen normalerweise nicht. Aber dann sah er ihre Hand, die das Auge der webcam verdeckte und es bewegte! Nach unten! Was war das, was er jetzt sah? Lukas schaute genauer. Schwarz! Der gesamte Bildschirm war dunkel. Er wollte doch... aber... Verdammt! - Das gab es nicht! Das konnte nicht wahr sein! Sah er, was er da sah - oder interpretierte er nur, was er gern sehen wollte?

 

Sein Monitor war bedeckt von... ihrem Schoß! Ira trug schwarze Strumpfhosen und sie hatte die Kamera so gestellt, dass sein Blick genau zwischen ihre geöffneten Schenkel fiel. Er sah nichts - und - alles! Wahnsinn! Die geilsten Ansichten zuckten durch sein Gehirn, obwohl er doch „nur“ schwarze Nylonstrumpfhosen sah. Er „wusste“ ja nur zu genau, was unter diesem Nylon zu sehen wäre. Seine Männlichkeit  bäumte sich auf, schwoll noch mehr an. Jetzt brachte Lukas es nicht mehr fertig, seine Hand nur ruhig liegen zu lassen. Zärtlich begann er sich zu massieren. Wellen der Wollust durchströmten seinen Unterleib - und in seinem Kopfhörer erklang ein knisterndes Rascheln - als ob Fingernägel über Nylon kratzten!

 

Er stellte sich vor seine Finger über Iras bestrumpfte Beine gleiten zu lassen... von den Knöcheln hinauf zu den runden Knien, um dann zärtlich die Unterseite ihrer Oberschenkel zu liebkosen - kurz oberhalb der Kniekehlen. Seine Augen versuchten die vermaledeite  Schwärze zu durchdringen. War diese Strumpfhose nun blickdicht, oder war sie transparent? Egal! Für ihn war sie nicht transparent genug! Aber gerade das war es, was ihn verrückt werden ließ.

 

Sah er da nicht eine Bewegung auf seinem Screen? Was zur Hölle...? Lukas hatte den Eindruck, als schöbe sich etwas... unter dem zarten Nylon entlang. Tod und Teufel! - Ira! - Sie schob ihre Hand dazwischen! Er sah es ganz deutlich! Die rote Farbe ihrer langen, lackierten Fingernägel durchdrang das Nylongewebe, ließ ihn plötzlich die Orientierung wieder finden. Wahnsinn! Iras Finger spielten, streichelten ihre Scham, spreizten ihre Lippen und waren plötzlich verschwunden.

 

Ihm wurde heiß! Sie hatte sich zwei Finger in ihre feuchte, geschwollene Muschi geschoben! Was für eine Frau! Er sah ihr dabei zu, wie sie sich liebte! Geil! Lukas stöhnte. - Obwohl! Eigentlich sehen konnte er es nicht! Und doch... wirkte es. Seine eigenen Bewegungen wurden schneller... so wie ihr keuchender Atem, den er plötzlich hören konnte. Auch er keuchte, stöhnte. Sein Becken begann zu stoßen. Jetzt zwischen ihren Schenkeln knien! Das dünne, schwarze Nylongespinst zerreißen - an dieser einen Stelle! Ihre süße, nasse Scheide enthüllen, betrachten, ertasten... „Jaaahhhh!“, hauchte Ira, als wisse sie um seine lüsternen Gedanken. - Seine Fingerspitzen spreizten ihre prallen Blütenblätter und entblößten den Blütenstempel seinen gierigen Blicken. Er würde seinen Mund in dieser Blume versenken und ihren Nektar schlürfen. Er würde lecken und reiben, streicheln und seine Zunge hineinbohren, sie damit lieben, bis sie zuckend in seinen Armen kam!

 

Diese Vorstellung allein war geiler, als alles was er bisher in seinem realen Leben erlebt hatte. Ira stöhnen zu hören in wilder Lust, ihre gespreizten Schenkel zu sehen, in dem Wissen, dass sie sich vorstellte von ihm geliebt zu werden, trieb ihn in immer höhere Höhen. Wenn er noch ein paar Mal zustieß - hinein in ihre heiße, enge Liebesgrotte - würde er sie... „Liebling! Ich möchte meinen Samen in dich hinein spritzen! - Dich damit überschwemmen! “, seufzte er sehnsüchtig. „Ich möchte unsere Säfte vermischen! - Ira! Darf ich... lass mich, Ira! Bitte!“ Stöhnend rieb er - schneller und schneller.

 

Bildete er sich das ein, oder wurde sie lauter, seine Ira? Er spitze die Ohren, um auch ja jeden Ton zu vernehmen, der ihm ihre Lust bekundete. Und jedes sehnsüchtige Keuchen, jedes kehlige Stöhnen wurde in seiner Fantasie ein Kompliment an ihn, eine Aufforderung sie noch fester zu nehmen, noch tiefer einzudringen. „Du bist so geil, Liebling! - Du machst MICH so geil! - Jetzt Ira! Jetzt!“ Lukas röchelte nur noch und dann... dann hatte er wirklich das Gefühl sie zu spüren, in sie einzudringen und von ihrer heißen Scheide ausgepresst zu werden. Seine Lust strömte über, schoss aus ihm hervor und überflutete ihren Vulkankrater. Stöhnend hielt er sich an seinem Schreibtisch fest.

 

Und nun? Was würde jetzt sein? - Danach? Lukas blickte auf den Monitor - suchend. Schwarz! „Liebling!“, flüsterte er entsetzt. Hatte sie nun einfach abgeschaltet? „Geh nicht! - Es war doch... so schön!“ Verzweifelt sank er auf seinen Stuhl. Das durfte einfach nicht sein. „Ira - Liebling! Wo bist du?“, flehte er. „Ich bin ja hier!“, kam es da aus seinem Kopfhörer und er holte tief Luft. „Erschreck mich doch nicht so, Liebling!“, stöhnte er. „Du hast noch nie „Liebling“ zu mir gesagt!“, stellte Ira fest. „Komm, mach die webcam wieder an!“, bat er. „Und gewöhne dich dran! Denn weißt du: Ich liebe dich!“ Als er ihr Lächeln sah, wusste Lukas, dass er jetzt die richtigen Worte gefunden hatte!

 

©BvS                                                                                            Ihre Meinung?