iBuzz“Two“ – ein ex(plo)klusives Sexspielzeug

 

 

Wie sagt man so schön, besonders als Frau? Man braucht es nicht – aber es ist schön, es zu haben!

 

Das war mein erster Gedanke, als ich im Internet auf dieses exotische Sextoy stieß.  Da wird sowohl Frau als auch Mann ein High-tech-Gerät angepriesen, das es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat.

Das ein Vibrator Geräusche macht, ist ja an sich bekannt und auch nichts Neues. Doch dieses kleine Wunderwerk lässt nicht nur sein Motörchen summen – nein – es gibt auch Töne von sich! Und zwar in der bekannt guten Qualität des I-pods.

 

Die Handhabung ist simpel. Man sollte lediglich darauf achten, sich bei einsetzender Ekstase während der Benutzung nicht mit den Kabeln zu verheddern, die vom Genitalbereich zu den Ohren laufen (das Ding braucht natürlich kleine Kopfhörer, aber vielleicht ist die nächste Version ja mittels Bluetooth schon in der Lage, die heimische Dolby-Surround-Anlage anzusteuern!). Außerdem sollte man auf seine Beine acht geben, denn der iBuzz benötigt für die Musik den Anschluss an einen MP-3-Player. Ein gewisses Risiko des Kabelsalates ist also von vornherein gegeben.

 

Der iBuzz für die Frau ist vom Design her ein beinahe klassischer Dildo, der Mann muss sich mit einem Penisring auseinandersetzen. Man stellt sich also das Musikprogramm seiner Wahl zusammen, und wenn man den Shuffle-Modus wählt, weiß man vorher noch nicht einmal, (ob oder) zu welcher Melodie man „kommt“. Gewisse Parallelen zu Stimulations-Legasthenikern beiderlei Geschlechts drängen sich mir auf...

Interessant wäre zu ergründen, ob der Orgasmus bei Heavymetal anders ist, als bei Klassik, Trance oder gar deutschem Schlager. Ich stelle mir schon die zuckenden Leiber von denjenigen vor, die sich bei voller Lautstärke – die übrigens auch die Vibrationsintensität ansteuert – den brutalsten Hardcore-Techno in 256-Beat-per-minute verabreichen!

 

Etwas macht mir noch zusätzlich zu schaffen: Man liest immer wieder, dass die Akkus nicht nur von Laptops, sondern inzwischen auch von Handys und neuerdings sogar iPods sich gerne mal in Flammen auflösen oder gar explodieren ...

Welch unangenehme Vorstellung, wenn´s plötzlich in der Muschi so richtig heiß wird, und sich die sorgfältig gestutzte Intimfrisur in Rauch auflöst? Von den inneren Verletzungen will ich gar nicht erst reden!

Und der Anblick eines Hodensackes, der einer Dörrpflaume gleicht, ist sicherlich auch nur wenig erotisch.

 

Also, ich für meinen Teil bleibe lieber bei den weniger explosiven Toys, am liebsten bei meinen Händen (die auch auf Musik und Lautstärke reagieren, welcher aus meiner Stereoanlage erklingt), und lasse es mir und meiner Liebsten auf diese Weise kommen.

 

Bis zum nächsten Mal bleiben Sie bitte gesund,

 

Ihr Matthias Kayser

 

 





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