Wer küsst mich?

Der Nachtkuss

 

…Bohre meine Zunge in ihren tiefen schönen Nabel.

Ihre Finger krallen sich in meine Haare.

In mir macht sich eine Wärme frei, ein pulsieren im ganzen Körper.

Als würden tausend Geysire sprudeln.

Ganz fein-zart nehme ich ihren intimen Duft wahr.

Ihre Bauchdecke spannt sich, sie kippt ihr Becken -

Ein leises Knurren… gepresster Atem.

 

Sie zieht mich an den Haaren hoch.

„Friedr…“,

„…rieke“,

„lass mich nicht…“,

„nein… mich auch nicht…“,

„allein!“

„Entführe mich… Friedrich - nimm mich mit!“

„Friederike, ich bin verführt… bin aus der Spur…

Komm mit auf die Suche!“

 

Taxi!

 

Der Fahrer schaut skeptisch…

„Wohin?

Da ist doch nichts,

da dümpeln nur ein paar olle Kähne!

Er bleibt am Tor stehen - wartet was ich mache!

Sieht, dass ich mit einem Schlüssel aufschließe…

und hascht zum nächsten Kunden.

Der Piezo zündet direkt und ein paar Minuten später ist die Kajüte…

wohlig-warm.

 

Wir sitzen uns gegenüber,

Kissen im Rücken gegen die Kajütenwand gelehnt,

eine Decke über den Beinen.

Ihre kalten Füße sind unter meinem Hemd

gegen den warmen Bauch gedrückt. –

Jeder mit einem „Steifen Grog“

seine Finger - das Innere wärmend.

 

Schmeichle mit meinen Füssen an ihren Oberschenkeln entlang,

meine Zehen versuchen den Rocksaum zu lüften,

um die Wärme direkt zu spüren.

Wissendes Lächeln –

ein schelmischer Blick.

Mit beiden Händen unter die Decke -

ein leises Zirrr - ein Ruck -

zwei lange schlanke Beine wirbeln durch die Kajüte.

Der Rock fliegt in die Ecke -

und die Beine verschwinden unter der Decke -

die Füße unter meinem Hemd.

 

Unsere Beine streunen,

finden Schlupflöcher,

stochern in des anderen Schritt,

 verheddern sich.

„Friedrich, du auch!“

Sie schwingt sich hoch –

zieht mir die Decke weg -

öffnet den Gürtel, den Hosenknopf.

Jetzt turnen zwei stamme Männerbeine durch die Kajüte

 und ehe ich mich versehe…

schwupp, sind auch die Socken weg.

Gegrätscht kniet sie vor mir…

macht Zeichen ihr die Stumpfhose zu strippen.

Lässt sich zurück rollen.

Mein Gott…

wie lange kann man/n an einer Stumpfhose ziehen?!

Ihre zappelnde Beine -

dieser Einblick!

Der kleine, dunkle Fleck dazwischen-

der vorwitzige Wildwuchs neben dem Höschen.

In mir explodieren alle Sicherungen…

Ein flinkes Nachgreifen und das Höschen folgt der Strumpfhose.

Gekonntes Abrollen und ich werde nach hinten gedrückt -

ein Griff…

mein Slip leistet ihrem Höschen Gesellschaft.

Wir drängen, kreisen, schieben - finden uns nicht.

Die Ungeduld,

das Fieber,

die Gier.

Ich reiße mich los – vergrabe mein Gesicht in ihr…

gierig drücke ich meine Zunge in sie,

fühle die Perle prall,

geschwollen,

hart.

 Packe sie mit den Lippen,

sauge - rubbele mit der Zunge…

Sie schreit auf - bäumt sich.

Ich sehe ihre Vulva,

ihre geöffneten Lippen,

geformt wie ein Orchideenkelch.

Wie Nektartröpfchen glänzt ihre Feuchtigkeit.

Ich führe mein Horn, meinen Sporn, setze an.

Sie stößt mir ihr Becken entgegen,

zieht, reißt mich zu sich,

wir pressen… versinken… hecheln…

finden nicht den Rhythmus…

sind zu ungeduldig…

zu ausgehungert…

zu gierig.

Es ist ein Kampf!

Wir rutschen auf den Boden…

schlingen uns in einander…

ringen miteinander…

Endlich…

finden wir uns.

 

Friederike sieht mit großen Augen meinen Ausbruch,

sie fühlt meine harten Stöße…

dass tiefe Eindringen in sie…

beobachtet, wie es mich krümmt…

zusammenzieht.

Sie umschlingt mich, will mir nahe sein.

Wie ein Gewichtsheber entlade ich mich mit einem Schrei…

ihre Eruption einleitend.

Und dann halte ich eine zitternde konvulsierende Frau in den Armen…

mein Zittern überlagernd.  

 

Friederike liegt auf mir, ihre Beine geschlossen,

mein Horn eingeklemmt -

nass geschwitzt,

fröstelnd.

Ziehen uns eine Decke über.

Wir sprechen nicht…

schmusen,

zärteln,

kitzeln,

necken.

Funkelnde Augen -

knabbernde Zähne -

kneifende Lippen -

kitzelnde Haare -

gierige Zungen -

kratzendes Stoppelkinn.

 

Die vier Doppelschläge der Glasenuhr läuten den Beginn der Hundswache.

Wie wir sind kriechen wir in der Bugkajüte zwischen die Decken.

Friederike rollt sich auf Friedrich.

„Ja, du bist ein lieber Schwerenöter!“

„Gute Nacht, mein Schatz!

Der folgende Nachtkuss war eigentlich ein Dutzend- Dutzend… 

Ein Gros lieber, kleiner Küsse!

 

©S’Rüebli

 

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