Lady oder Vamp?

 


Als Tom ihr das Champagnerglas hinstellte, sah er sie an - sehr genau an. Unzweifelhaft war sie eine „Dame“. Anfang vierzig und sehr elegant gekleidet. Sie war attraktiv, dezent geschminkt und ihr wundervolles, topas-blondes Haar stach ihm ins Auge. Frauen von diesem Format kamen selten in die Bar und wenn, dann bestimmt niemals alleine. Sie war selbstsicher und redegewandt, denn das war das Erste, was er feststellte. Schließlich waren sie noch alleine und er konnte sich mit ihr unterhalten. Es war ein gutes Gespräch. Solche Gespräche waren selten. Die meisten seiner „Kunden“ sahen ihn entweder als Untergebenen an oder sie missbrauchten ihn als Seelsorger oder Psychotherapeuten. Dabei war Barkeeper einmal sein Traum-Job gewesen.


Wenn er sich diese Frau ansah, dann erschien es ihm doch tatsächlich wieder so, als hätte er den richtigen Beruf ergriffen. Sie sah so gut aus. Doch das Beste an ihr, war diese unglaubliche Aura, die sie hatte. Er hatte beinahe das Gefühl, als wäre es heller geworden in seiner Bar - seit sie da war. Und außerdem hatte er das deutliche Gefühl, sie hatte Zeit. Sie würde ihm noch länger erhalten bleiben. Er wusste zwar schon, dass er keine Chancen haben würde, denn so ein Traum von Frau, fuhr nicht auf einen Barkeeper ab - aber er durfte sie ansehen, mit ihr plaudern und sich gut unterhalten. Das war schon viel mehr, als ihm an normalen Arbeitstagen widerfuhr. Tom freute sich auf diesen Abend. Einen Abend mit einer wirklichen Lady!


Und offenbar war es ihr nicht unangenehm, sich zu unterhalten. Freigiebig erzählte sie, dass sie ein Zimmer in diesem Hotel hatte und eine Nacht hier verbringen würde. Anscheinend musste sie beruflich hier bleiben - zumindest bis morgen. Tom war das nur recht. Er konnte nur hoffen, dass kein neugieriger Kunde sich zu ihr setzte und ihm die Tour vermasselte. Aber da war er gar nicht so sicher! Bei so einer Frau! Sie hieß übrigens Maria! Und er erfuhr, dass sie Anwältin war. Das erklärte ihre Eloquenz! Tom fragte sie regelrecht aus und sie gab ihm bereitwillig Auskunft. Natürlich war sie verheiratet! Und natürlich hatte sie auch Kinder - drei an der Zahl. Toms nebulöse Hoffnungen verflüchtigten sich sehr schnell. Obwohl er sich eigentlich sowieso keine Chancen ausgerechnet hatte. - Nicht nur wegen der Tatsache, dass sie meilenweit über ihm stand, sondern auch, weil er mindestens zehn Jahre jünger war als sie. Aber träumen durfte man ja schließlich! Ihn hätte weder das eine, noch das andere gestört!


Es war mittlerweile halb sechs Uhr geworden und langsam trudelte seine Kundschaft ein. Zumeist Vertreter großer Firmen, die hier im Haus übernachteten. Abends wussten sie dann nicht recht wohin und kamen in die Hausbar. Dann erzählten sie ihm immer wieder die gleichen Stories und er langweilte sich zu Tode. Heute würde ihm das nicht passieren - denn heute war da Maria! Sie hatte wohl nicht mehr vor, das Hotel zu verlassen. Sie trank noch ein Glas Champagner und ihr Lächeln entspannte sich. Zu Hause trank sie wohl nie Alkohol - oder zumindest sehr selten. Tom konnte die Reaktionen sehr gut einschätzen.


Gegen Sechs kam ein neuer Gast. Tom stand vor Marias kleinem Bar -Tischchen und sah ihn nicht hereinkommen, aber er sah, wie sich ihre Augen weiteten. Ganz offensichtlich gefiel ihr, was sie da zu sehen bekam. Tom drehte sich um. Ja, das konnte er nachempfinden. Der Herr, der eben seine Bar betreten hatte, war wirklich ein Herr. Groß und stattlich, graumeliert, Angang Fünfzig und ebenfalls gut gekleidet. Sportlich und doch chic. Tom spürte auf einmal Eifersucht in sich aufwallen. Gegen diesen Mann hätte er keine Chance! Aber vielleicht interessierte er sich ja gar nicht für Maria!? - Und wirklich! Er setzte sich an die Bar. Tom begab sich hinter den Tresen und fragte nach seinen Wünschen. „Haben Sie Warsteiner - Pils?“ Natürlich hatte er und nebenbei die leise Hoffnung, dass Maria sich nicht mit einem Biertrinker anfreunden würde. Also zapfte er ein Pils für den „Banker“. In Gedanken hatte er ihn schon eingeordnet.


Der „Banker“ sah sich um. Außer Maria waren inzwischen zwei jüngere Frauen gekommen, doch ansonsten gab es nur Männer zu sehen. Tom beobachtete ihn. Er sah genau, wie sein neuer Gast die Blicke schweifen ließ. An Maria blieb sein Blick dann hängen. Kein Wunder! Wahrscheinlich hätte er sie malen können, nachdem seine Musterung abgeschlossen war. Tom wurde ärgerlich. Sie so anzustarren war einfach unhöflich. Aber Maria tat so, als nähme sie überhaupt keine Notiz von ihm. Das ließ Tom wieder hoffen. Aber als der „Banker“ aufstand, brach seine Hoffnung in sich zusammen. Er ging zu dem kleinen Tisch hinüber und fragte Maria: „Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Tassilo Verhooven. Gestatten Sie, dass ich mich zu Ihnen setzte?“


Maria lächelte ihn strahlend an und nickte. „Aber natürlich! Ich freue mich, Sie kennenzulernen.“ - Was musste sie diesen Tassilo überhaupt so anstrahlen? Was war das eigentlich für ein Name? Tassilo?! - Vielleicht für einen Hund! Und gerade jetzt kam ein ganzer Tross neuer Gäste. Er musste sich um seine Bar kümmern. Was hatte er denn heute für Flausen im Kopf?


Maria war erfreut von dem kleinen Hotel, das sie ausgesucht hatte. Es war genau richtig - für ihre Zwecke. Die Zimmer waren gemütlich und sauber, die Bäder warm und kuschelig. Sie konnte sich also richtig entspannen. Als sie sich umgezogen hatte und in die Bar ging, war ihr etwas mulmig zumute, aber schließlich war es ihre Idee gewesen. Ob die allerdings so gut war, würde sie erst hinterher wissen. Ihr Leben, der Alltag war doch ein klein wenig langweilig geworden. Sie wollte wieder mal ein Abenteuer, ein bisschen Pfiff erleben. Doch jetzt war ihr nicht mehr so ganz wohl in ihrer Haut. Der reizende Barkeeper allerdings, machte es ihr leichter. Er redete pausenlos mit ihr, und sie fand es sehr angenehm sich mit ihm zu unterhalten. Zumindest bis sich Besseres ergeben würde.


Das „Bessere“ kam in Gestalt eines gutaussehenden Mannes, der sich ein Pils an der Bar bestellte. Er trug eine dunkelblaue Cordhose und einen gleichfarbigen Rolli. In seiner Hand hielt er eine cognacfarbene Lederjacke. So leger lief ihr Mann niemals herum! Sein Geschäft war nun einmal mit Kunden verbunden. Er war immer elegant. Manchmal nervte sie das. Dieses Outfit gefiel ihr viel besser. Auch das graue Haar gefiel ihr. Er hatte Locken und eigentlich waren sie zu lang für sein Alter, aber es gab ihm das Aussehen eines Künstlers! Sehr interessant! Als er zu ihr kam war sie erfreut. Auch die Art, wie er sich vorstellte, gefiel ihr. So hatte sie sich den Abend vorgestellt. Zumindest den Anfang des Abends!


„Sind Sie öfters hier?“ fragte er sie. „Nein, ich bin heute zum ersten Mal in diesem Hotel. Es scheint aber ganz nett zu sein!“ antwortete sie. „Und Sie, woher kennen Sie dieses Haus?“ - „Ach, ich weiß nicht mehr wer es war, aber irgend jemand gab mir die Visitenkarte des Hotels und ich dachte mir, man sollte es doch mal ausprobieren - aber ich habe noch kein Zimmer genommen.“ Ja, er war wirklich nett! Spontan sagte sie: „Sie können sich ja mal mein Zimmer ansehen, bevor sie die Katze im Sack kaufen!“


Tom fiel ein Glas aus der Hand. Was sollte das denn werden? Sie machte diesen Kerl doch nicht etwa an? - „Nein“, wies er sich selber zurecht, „eine Lady wie sie, tat so etwas nicht.“ Und außerdem war sie schließlich nur höflich! Er bekam sogar ein schlechtes Gewissen, weil er so von ihr gedacht hatte. Sie doch nicht! Die anderen - ja! Aber sie - niemals!


Aber auch Tassilos Augen funkelten. Das war doch immerhin ein Angebot. Ganz locker sagte er: „Naja, vielleicht komme ich später noch darauf zurück!“ Dann wechselte er das Thema. So schnell wollte er doch nicht vorpreschen - obwohl sie ihm gefiel! Ausnehmend gut sogar! Der leichte Rotstich in dem dunkelblonden Haar stand ihr und das enge, schwarze Kleid war höchst elegant. Das Dekolleté war ziemlich tief und er sah dunkelrote Spitze hervorlugen. Sehr reizvoll! Was sie wohl sonst für Unterwäsche trug? - Höchst unpassende Gedanken hatte er da. Er schmunzelte in sich hinein - wer konnte schon wissen? Schließlich hatte er heute Geburtstag und da durfte man sich doch etwas gönnen, oder?


Sie unterhielten sich prächtig. Maria erzählte von einem interessanten Fall, den sie zurzeit hatte. Es gefiel ihr, einmal über ihren Job zu reden. Normalerweise tat sie das nicht. Die Familie war nicht so neugierig. Tassilo hörte aufmerksam zu. Es war wirklich etwas ganz anderes als das, was er sonst zu hören bekam. Und genau das war es, was er brauchte. Einmal etwas Neues! Sie verstanden sich wunderbar. Und er fand sie immer hübscher, je länger er mit ihr zusammensaß. Als sie aufstand und sich kurz entschuldigte, sah er, dass sie Nahtstrümpfe trug. Donnerwetter, war das ein Klasse-Weib! Tassilo beschloss diesen Abend besonders charmant zu sein. Er würde sie hinreißen mit seinem Charme!


Maria war recht unsicher gewesen, was ihren Ausflug ins „richtige Leben“ betraf. Aber jetzt gefiel ihr die Entwicklung dieses Abends ausgesprochen gut. Als er sie dann noch zum Essen einlud, dachte sie schon mit einer gewissen Vorfreude an den späteren Abend. Dass Tom giftige Blicke warf, fand sie eher komisch. Irgendwie rührend! Er war ja noch so jung und doch ... anscheinend gefiel sie ihm. Ihr Selbstbewusstsein stieg. Und als sie zurückkam, sagte dieser reizende „Banker“ recht anzüglich: „Sie tragen sehr hübsche Strümpfe!“ Maria zog es vor, nur geheimnisvoll zu lächeln. Dazu konnte sie sich nicht äußern.


Sie wies ihn nicht zurecht! So eine Äußerung musste sie doch kommentieren. Tom war herb enttäuscht. Scheinbar gefiel ihr dieser Fatzke! Seine Ohren wurden immer länger. Er wollte kein Wort verpassen, das Tassilo mit Maria sprach. Leider beschlossen sie soeben, ins Restaurant zu gehen. Er ärgerte sich grün und blau! Als er zum Kassieren kam, warf er böse Blicke - mehr konnte er ja nicht tun. Aber Maria sagte versöhnlich: „Wenn wir gegessen haben, kommen wir wieder zu Ihnen, Tom! Aber jetzt brauche ich dringend ein bisschen etwas um meinen Schwips zu bekämpfen!“ Sie war einfach süß! Tom konnte ihr nicht böse sein. Sie musste ja wirklich etwas essen. Als er sah, wie Tassilo im Hinausgehen seine Hand auf ihre Hüfte legte, kamen ihm allerdings schon Bedenken. Dieser Kerl würde die Situation ausnutzen! Er hatte es im Gefühl!


Und Tom lag mit seiner Vermutung gar nicht so falsch! Tassilo malte sich jetzt schon eine heiße Liebesnacht aus mit dieser sexy „Bardame“. Gemeinsam gingen sie ins Restaurant und ließen sich kulinarisch verwöhnen. Seiner Erfahrung nach, war ein gutes Essen, verbunden mit einem passenden Wein und einem anregenden Gespräch, die beste Voraussetzung für eine Fortsetzung des angefangenen Nachmittags in privater Atmosphäre. Und seine Maria war ein absolut sinnlicher Mensch. Allein wie sie ihre Meeresfrüchte aß, war ein mehr als erfreulicher und überaus anregender Anblick. In Gedanken ließ er ihre Zunge schon an ganz anderen „Früchten“ entlang wandern, als an diesen Scampis. Wenn er sah, wie sie ihre Finger ableckte, die mit Soße bekleckert waren, wurde ihm schon ganz heiß.


Und Maria sah ihm an, was er dachte. Es stand auf seiner Stirn geschrieben. Er flirtete ungeniert mit ihr und sie ging darauf ein. Es gefiel ihr, ihn mit ihrer unschuldigen Art zu reizen. Absichtlich aß sie den Hummerschwanz so verführerisch, dass jedem Mann eng werden musste ... in seiner Hose. Eigentlich waren sie sich einig. Sie spielten ein Spiel: „Wie verführe ich einen Zufallsbekannten zu einem Sprung zur Seite?“ Maria genoss es zu spüren, dass er sie begehrte. Und sie leistete dem auch noch Vorschub, indem sie ihm Komplimente machte. Schließlich konnte sie das ja tun, sie war doch verheiratet?! „Sie wissen schon, dass ihr Bart sehr sexy wirkt?“ fragte sie ihn und trank einen Schluck Wein.


Tassilo sah, wie ihre Zunge über ihre Lippen glitt - langsam, auffordernd. Sie leckte die letzten Tropfen des guten Weines ab. „Was meinen Sie, wie intensiv da erst Küsse schmecken?“ gab er zurück und ließ ebenfalls seine Zungenspitze zwischen den Lippen spielen. Maria lächelte. „Ach ja?“ fragte sie interessiert. „Wir können es ja später mal probieren, sozusagen als Nachtisch?“ bot er an. Maria zuckte die Achseln und lächelte. „Jetzt brauche ich erst mal etwas zur Verdauung. Gehen wir wieder hinüber in die Bar?“ Tassilo stand auf und hielt ihr den Stuhl. „Kommen Sie mit - zu unserem ungehaltenen Barkeeper!“ lachte er. „Wie wäre es mit einem Ramazotti, vielleicht mit Zitrone?“


Maria nickte. „Das ist genau das, was ich jetzt brauche. Und der Barkeeper ist süß! Was haben Sie nur gegen ihn?“ - „Er ist süß! - Natürlich! Weil er in Sie verschossen ist! Nur mich würde er am Liebsten skalpieren?“ lachte Tassilo. Maria drehte sich um, lehnte sich gegen ihn und lachte zu ihm hinauf: „Ich werde Sie schon beschützen!“ Er beugte sich rasch nach vorne und streifte ihren Mund mit seinen Lippen. Kurzzeitig hatten sie beide das Gefühl, als hätte ein Stromschlag sie erwischt. Maria ging weiter. Er sah auf ihre Beine. Absolut sehenswert! „Sagen Sie mal! Sind das jetzt eigentlich Strumpfhosen oder sind es Strümpfe?“ fragte er ungeniert. Maria ging weiter und lachte. „Finden Sie es heraus!“ Wow! Das war eine Aufforderung! „Keine Angst! Das werde ich!“ murmelte er hinter ihr und legte ihr wieder die Hand um die Taille. Als sie die Bar betraten, ließ er seine Hand auf ihren Po rutschen. Und er achtete darauf, dass Tom es sah!


Maria bat Tom um einen Ramazotti und lächelte ihn bezaubernd an. Aber Tom war sauer. Erst Recht als er hörte, wie Tassilo fragte: „Sollten wir nicht auf »Du« trinken?“ Maria sah ihn an und dann sagte sie langsam und zögerlich: „Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist!“ Tom frohlockte. Aber Tassilo gab sich nicht so schnell geschlagen. „Aber wenn ich schon kein »du« bekomme, bekomme ich wenigstens einen Kuss!“ Und damit drückte er ihr seine Lippen auf den lächelnden Mund.


Maria reagierte so heftig, wie sie nicht erwartet hatte. Der Kuss, die Berührung seines Mundes, fuhr ihr wie ein Blitz direkt in den Unterleib. Sie konnte nicht verhindern, dass sie aufstöhnte. Als er sich von ihr löste, sah sie verwirrt auf. Toms Gesicht war so sauer, wie eine Zitrone. Maria wusste, dass sie aussah, wie ein einzige Aufforderung und dass er das absolut missbilligte. Es war ihr egal! Tassilo hatte sie erregt! Die gesamte Situation hatte sie erregt und sie beschloss es zu genießen. Und als sie seine Hand an ihrem Oberschenkel spürte, zog sie den Rock unauffällig noch etwas höher. Er tastete gespannt, ob er fühlen würde, was sie darunter trug: Strumpfhosen oder Strümpfe? - Es waren Strümpfe. Er konnte ihre Strumpfhalter spüren und er lächelte. „Wollten Sie mir nicht Ihr Zimmer zeigen?“ Das war absolut frech! Er wusste es. Aber wer wagt gewinnt! Und er lächelte so unglaublich unschuldig!


Tom platzte schier aus allen Nähten, ob dieser Frechheit! Aber Maria stand auf und machte Anstalten zu gehen. Tassilo zog einen Hundert-Mark-Schein aus der Tasche und legte ihn auf den Tisch. „Stimmt so!“ sagte er heiser und folgte ihr. Tom glaubte es nicht. Das war ein fürstliches Trinkgeld - und es war die Enttäuschung seines Lebens. Er hatte sich noch nie so getäuscht in seinem Leben. Sie war keine „Dame“! Sie war ein liebeshungriger „Vamp“. Und dieser Tassilo bekam sie! So ein...! Er knurrte in sich hinein. Schließlich konnte er nicht seinen Kunden zusammenschlagen - obwohl es ihn in den Fingern juckte.
Maria stieg die Treppe hoch, wohl wissend, dass er auf ihre Beine starrte. Ihre Hüften schwangen stärker, als es unbedingt nötig gewesen wäre. Sie wollte ihn aufheizen! Als sie ihr Zimmer erreichte, drehte sie sich um und lächelte: „Wollen Sie wirklich?“ fragte sie. Er lächelte zurück: „Natürlich! Ich will doch nicht die Katze im Sack kaufen!“ sagte er zweideutig. Maria sperrte auf und trat ein.


Tassilo betrat hinter ihr den Eingangsbereich, nahm den Schlüssel und schloss die Türe hinter sich. Sorgfältig versperrte er die Tür. Dann drehte er sich um und sagte zärtlich: „Es sind Strümpfe! Stimmt‘s?“ - Maria lächelte und zog wortlos ihren Rocksaum in die Höhe. Tassilo schluckte, dann kniete er nieder und schaute sich sehr genau an, was sie ihm da so sexy präsentierte. Hinreißende Beine! - Ihm wurde glühend heiß. Ihre hochhackigen Pumps, die schwarzen Strümpfe und darüber ein Hauch von Spitze. Ganz langsam, zog sie den Rock höher. Tassilo hörte auf zu atmen. Weißes, weiches, festes Fleisch! Er musste sie berühren! Vorsichtig schob er seine Finger zwischen ihre Schenkel. Maria schloss die Augen und stöhnte. Mit einem Ruck schob Tassilo den Rock hoch über ihre Hüften. Die Strapse machten ihn wild! Sie trug ein dunkelrotes Höschen. Er zog es ihr aus. Dann stand er auf und drängte sie in den Raum. Er konnte nicht mehr warten. Er wollte sie jetzt!


Maria ließ ihre Hände unter seinen Rolli gleiten und streichelte seine haarige Brust, zog ihm den Pullover aus. Sein Haar stand wirr um den Kopf, verstärkte den Eindruck des Künstlers. Er hatte seine Hose schon offen - sie fiel zu Boden. Maria sank auf den großen Sessel, der mitten im Zimmer stand und er kam über sie. Sein Mund fiel über sie her. Atemlos keuchte er nach unendlich langer Zeit: „Na, wie sind die Küsse mit Bart?“ - Auch Maria bekam kaum noch Luft. „Hinreißend!“ bestätigte sie. „Was glaubst du, wie sie sich erst an anderer Stelle anfühlen?“ Er fiel vor ihr auf die Knie und drückte ihre Beine auseinander. Seine Augen blitzten, als er sich langsam zu ihrer Scham hinunter beugte. Maria zitterte, als sei es das erste Mal in ihrem Leben, dass ein Mann sie an dieser Stelle verwöhnte. Und als sie seine Zunge spürte, die sich zwischen ihre Schamlippen drängte, schloss sie erneut die Augen und legte sich zurück. Solche Küsse musste man einfach genießen! Seine intimen Zärtlichkeiten machten sie verrückt. Seine Finger massierten ihren Po, schoben sich zwischen ihre Backen und glitten nach vorne. Während seine Zunge um ihren Kitzler kreiste, drückte er ihr die Fingerspitze ganz vorsichtig in die feuchte Möse. Maria stöhnte laut. Gott, fühlte sich das gut an! Ihr Becken begann ihm entgegen zu wippen.


Tassilo löste sich von ihrer Scheide und wischte sich die Feuchtigkeit aus dem Bart. Er lächelte. „Sag, dass du mich willst!“ Maria hob ihm ihre Hüften entgegen und lächelte zurück. „Ich will dich!“ flüsterte sie zärtlich. „Ich will deinen harten, geilen Schwanz haben! - Los, mein Liebster, komm! - Komm, schieb ihn mir rein!“ Seine Hände umfassten ihren Po und zogen sie so noch weiter nach vorne und dann drückte er ihr seinen zuckenden Penis zwischen die Schenkel. Als er ihr feuchtes Fleisch berührte, schloss er die Augen. „Wunderbar!“ flüsterte er und schob sich ganz langsam tiefer. Maria sah ihn an, sah sein entrücktes Gesicht und war glücklich. Sie genoss es, diese sanfte, alles durchdringende Härte in sich zu spüren. Zu fühlen, wie er immer tiefer in ihren Leib vordrang. Sie spannte ihre Muskeln an. „Maria!“ stöhnte er. „Nicht, Liebes! Ich bin so geil! Das halte ich nicht aus!“ Sie ließ los.


Sacht begann er sich zu bewegen. Zog sich zurück und stieß erneut tief in sie. Maria legte ihre Beine um seine Hüften und hielt ihn auf Abstand. Er konnte nur so tief eindringen, wie sie es zuließ. Sie stöhnte! Seine Eichel an ihrer Pforte machte sie wahnsinnig. Immer gieriger bewegte er sich hin und her. Rieb sich an ihrer empfindlichen Muschi. „Jaah, oh jaah!“ stöhnte sie und kam ihm entgegen. Schneller und schneller stieß sie gegen ihn. Auf einmal schrie sie auf: „Ja, oh jaaa! Komm Tassilo!“ und spreizte ihre Beine weit auseinander, so dass er ganz in sie eindringen konnte. Tassilo stieß zu. Einmal noch holte er Schwung und stieß tief in sie, berührte sie in ihrem Innersten und fühlte, wie sie sich stöhnend um ihn verkrampfte und explodierte gleichzeitig in ihren geheimnisvollen Tiefen. - Erschöpft sank er auf sie, hielt ihren weichen Leib in seinen Armen und küsste ihren Hals.


„Was meinst du, soll ich jetzt noch ein Zimmer nehmen?“ Maria lachte auf. „Ich glaube nicht, dass du jetzt noch eines bekommst! Aber wenn du schön „Bitte“ sagst, darfst du hier bleiben!“ Sie schob ihn von sich und stand auf. Dann ging sie ins Bad und zog sich aus. Tassilo versuchte auch wieder auf die Beine zu kommen. Etwas unsicher war er schon. Das war wirklich eine heiße Nummer gewesen - zur Feier seines 50. Geburtstages gerade richtig! Eines musste man seiner Frau schon lassen: Sie hatte Ideen! Unglaubliche zwar! Aber dafür umso wirkungsvoller!


„Meinst du mit den Kindern ist alles in Ordnung?“ fragte er ins Bad. - Nackt, wie Gott sie geschaffen hatte, kam Maria ins Schlafzimmer. „Natürlich, mein Schatz! Die Oma ist doch da! - Und übrigens: Alles Gute zu deinem Geburtstag!“ Er konnte nicht anders. Er musste sie in die Arme nehmen. „Ich liebe dich, meine süße Zauberfee!“ flüsterte in ihr Haar und zog sie zu sich ins Bett. „Du bist wirklich ein unglaublicher One-Night-Stand! Und - du hast das Herz eines Barkeepers gebrochen!“ - Tassilo lachte: „Ich habe da eine interessante juristische Frage: Wie ist das eigentlich mit dem One-Night-Stand? Darf man da nur einmal in der Nacht?“ - Maria schmunzelte. „Das kommt ganz darauf an!“ Und dann ließ sie sich auf ihn fallen.

 

© Beatrice von Stein                                                                       Ihre Meinung?