Kleine Sünden...

 

Heidi Norten war eine „Spätberufene“. Als sie ihr Medizinstudium begann, war sie schon 38 Jahre gewesen, denn erst als ihr wesentlich älterer Mann gestorben war - und sie selbst eine wohlhabende Witwe - brachte sie die Kraft auf, sich ihren Wunsch zu erfüllen. Und nun famulierte sie bei diesem aufregenden Facharzt für Psychiatrie: Dr. med. Nikolaus Unterburger. Sie war verrückt nach ihm. Er entsprach so ganz und gar ihrem Wunschtraum, dass sie schon glaubte, er sei nur für sie auf der Welt. Seine Frau war wahrscheinlich anderer Meinung. Allerdings war ihr seine Frau, ehrlich gesagt, herzlich egal!

 

Gestern Abend hatte sie ihrer besten Freundin Antje von ihm erzählt: Nikolaus! So verständnisvoll und so kompetent - und so aufregend, so sexy! Groß, schwarzhaarig, muskulös und seine dunklen Augen erst! Sie bezauberten sie. Bestimmt war auch er interessiert an ihr. Schließlich hatte sein Kittel offen gestanden, als sie ins Sprechzimmer kam und ebenso sein Hemd. Was für eine wunderbare, glatte Brust er hatte. Er wollte, dass sie das sah! - Er wollte sie!

 

Antje war anderer Meinung: Er war verheiratet. Niemals würde er ein Verhältnis mit einer angehenden Kollegin beginnen. „Und außerdem willst du das ja gar nicht! Du willst doch heiraten!“, hatte sie eingewandt.

Heidi hätte sie am liebsten geschüttelt. Sie wollte ihn haben! Und er sie! - Da war sie ganz sicher. „Ich kann ihn immer noch heiraten - später!“, trotzte sie.

Antje sah sie mit großen Augen an. „Du! - Dein Dr. Nikolaus hat drei Kinder!“ -

Blöde Kuh! Sie hatte es leicht. Sie war verheiratet und hatte selber zwei Kinder. Und was hatte sie, Heidi? Sie badete in Selbstmitleid. „Ich will ihn aber doch haben! Und er mich auch! - Ich verstehe ihn viel besser, als seine Frau, dieses dumme Blondchen!“

 

Sie ließ ihre Freundin sitzen und ging nach Hause. In dieser Nacht hatte sie einen sehr feuchten Traum - von ihm - und als sie erwachte, beschloss sie, bei nächster Gelegenheit einen Versuch zu starten. Danach war ihr wohler. Allerdings konnte sie nicht mehr schlafen und so stand sie auf - auch wenn es erst drei Uhr nachts war. Sie duschte und wusch sich ihr langes Haar, dann schminkte sie sich sorgfältig und suchte ihr aufregendstes Kleid heraus. Und immer noch war es erst halb sechs Uhr morgens. Trotzdem hielt sie nichts mehr. Sie wollte zu ihm. Sie sehnte sich so nach ihm. An diesem kalten und finsteren Dezembermorgen betrat sie um sechs Uhr die Praxis. Sie wunderte sich keineswegs, dass schon einige wenige Lichter brannten. Es war angenehm warm, und sie war sich völlig sicher, dass ER hier war: Nikolaus! ER wartete auf sie! Sie hatte es gewusst.

 

Heidi betrat sein privates Sprechzimmer. Ihre Augen gewöhnten sich langsam an das Halbdunkel, und dann blieb ihr der Atem stehen. Sie sah nur noch seinen prallen, runden Hintern, der sich ihr entgegenreckte. Er beugte sich vor dem Fernseher hinunter - nur für sie! „Bleib’ so!“, flüsterte sie und dann griff sie zu. Ohne die Hand von seinen Hoden zu lösen, ließ sie die andere Hand in seine weiße Hose gleiten. Sein nackter Po unter ihren Fingern! Heidi flippte beinahe aus, und er stöhnte wohlig. - Oh nein! Er wehrte sich nicht - im Gegenteil. Er schob seine Hose hinunter und stieg heraus, spreizte seine Schenkel noch weiter.

 

Ihre Finger glitten tiefer, umfassten seinen Penis. Sein Stöhnen machte sie wild. Sie kniete hinter ihm nieder. Was hatte dieser Mann für einen heißen Arsch, und sie hatte schon so lange keinen Sex mehr gehabt! Gierig massierte sie hinreißende Backen, spreizte sie weit und dann ließ sie ihre Zunge ganz langsam durch seine Spalte gleiten. „Mann oh Mann, bist du geil! “, keuchte er. „Mach weiter!“ Wie recht er doch hatte!

 

Er machte sie an, und wie er sie anmachte! Sie hatte es gewusst! Er wollte sie haben! Halb wahnsinnig vor Gier schob sie sich noch tiefer und saugte sich seine Hoden in den Mund. Ihre Hand streichelte den harten Schwanz, erfühlte seine Form - seine Länge - seine Dicke. Sie massierte begeistert, stimulierte ihn immer fester. „Ich muss dich haben!“, röchelte er, griff nach hinten und packte sie, schob sie seitlich über den Schreibtisch und zerrte ihr Kleid hoch. Sie fühlte seinen steifen Schwanz an ihren Backen, ihren Schenkeln. Seine Hände rissen ihr die Strumpfhose und den Slip herab. Nackt reckte sie ihm ihren Hintern entgegen.

 

„Komm schon, mach deine Beine breit! - Lass uns ficken!“ Seine Stimme klang belegt, geil! - Heidi musste grinsen. Ja! Genau das! Ein heißer Quickie am Morgen! Das war nach ihrem Geschmack. Natürlich würde sie es tun. Mehr noch. Sie legte ihren Oberkörper auf den Tisch und griff nach hinten, zog ihren Po auseinander. Seine Blicke sollten sie besitzen, vögeln - tief in sie eindringen. Dieser Anblick sollte ihn noch verrückter machen.

 

Und dann spürte sie eine pralle Spitze, die sich dazwischenschob. Seine Hand umrundete ihre Hüfte, fasste nach ihrem Venushügel, und während sein Penis immer tiefer in sie eindrang, glitten seine Finger zärtlich in ihre feuchte Glätte. „Du süßes, geiles Charbolmäuschen, du!“ Leidenschaftlich umkreiste er ihren Kitzler und brachte sie in höchste Höhen.

Stöhnend stieß sie ihm entgegen. „Ja, oh jaa! Nimm mich!“ Und er tat sein Möglichstes, ihr diesen Wunsch zu erfüllen.

 

Als sie ihn dann noch zur Eile antrieb, war es um ihn geschehen. Sie hatten ein Geräusch gehört - und diese lüsterne Kleine wollte nicht aufhören - um keinen Preis der Welt.

„Beeil dich! - Los! - Tu es schon endlich! - Komm! - Komm jetzt endlich!“ Stöhnend schob sie sich gegen ihn, ihn damit nach hinten und beugte sich tiefer. Ihre Hand tastete zwischen seine Beine, und als sie ihn erreichte, stieß er einen erstickten Schrei aus und ergoss sich in ihre heiße, gierige Spalte.

 

Aber Heidi hatte wirklich etwas gehört. - Sie wollte keinen Skandal! Also schob sie ihn rückwärts von sich, zupfte ihr Kleid zurecht, angelte nach ihrer Strumpfhose, und dann verließ sie hoheitsvoll das Sprechzimmer. Nein, da war wohl niemand! Und so ging sie zur Toilette, um sich eine neue Strumpfhose anzuziehen.

 

Als sie zurück kam, ging die Eingangstüre auf, und Heidi fielen beinahe die Augen aus dem Kopf. In Hut und Mantel stand er vor ihr: Dr. med. Nikolaus Unterburger. „Guten Morgen, Frau Kollegin!“, begrüßte er sie erfreut. „Es ist sehr nett von Ihnen, dass Sie schon so früh kommen, aber ich habe dem Fernsehmonteur gestern einen Praxisschlüssel gegeben - für den Fall, dass er vor mir kommen sollte.“

Sie wurde leichenblass, und als die Türe zum Sprechzimmer aufging, drehte sie sich abrupt um und floh zurück in die Toilette. Sie hörte nur noch die spöttischen Worte des Fernsehmonteurs: „Ich bin heute wirklich schon vor Ihnen „gekommen“, Herr Doktor! - Wer hätte das gedacht?“ -

und dann wurde ihr schlecht.



© Beatrice von Stein                                                                     Ihre Meinung?