Kaffeefahrt



© Claire


 

Was bin ich doch dämlich! Da hat wieder mal mein gutes Herz über den zweifellos vorhandenen Verstand gesiegt. Hab ich mich doch tatsächlich breitschlagen lassen und bin mit meiner Mutter zu einer Busreise unterwegs. Ich muss verrückt sein! Einfach plemplem! Und nicht mal gefragt wohin habe ich, einfach nur treu deutsch doof vertraut. Da habe ich den Salat! Ich sitze mitten in einer Kaffeefahrt. Um mich herum 50 Leute - mindestens 3200 Jahre. Hurra! Was bin ich bekloppt.

 

Auch noch ein Heimatverein. Guter Gott! Was habe ich mir da angetan? Drei lange Tag und noch längere Nächte mit Mütterchen im Doppelzimmer. Ich könnte mir nicht mal einen Mann anlachen - wenn ich wollte. Will ich zwar nicht und von diesen scheintoten Grufties schon gar nicht, aber wer weiß - vielleicht könnte ich ja dort einen kennen lernen. Den Mann meines Lebens! Dort! Wo immer das auch sein mag.

 

Nein! Mann will ich nicht, aber ich könnte nicht mal ... Ich könnte mich nicht mal selbst vergnügen. Es sei denn Mütterchen schläft fest, aber - oh nein! Bereits nach dem Mittagsschläfchen sagt sie mir, wie süß und wunderschön ich doch aussehe ... wenn ich schlafe! Ja, Herrgott! Hab ich denn kein bisschen Privatsphäre mehr? „Ich habe dich die ganze Zeit über beobachtet! Dein Röckchen ist ganz hoch gerutscht. Du hast wirklich hübsche Beine - und so einen süßen Po! Ich habe dich ja schon so lange nicht mehr nackt gesehen!"

 

Ich glaub, ich spinne! Und das mir! Einer Frau von 37 Jahren! Hat diese Frau überhaupt kein Taktgefühl? Lieber Gott, was hab ich getan? Zähneknirschend mache ich gute Miene zu bösem Spiel. Gehen wir essen. „Hallo, hallo! Kommt ihr zu mir? Ich habe den Platz für euch schon freigehalten!" Eine ältere Dame wedelt mit beiden Armen, wie ein Fluglotse, der einen Jumbo zur Strecke bringen will. Mutter ist erfreut. Ich weiß nicht so Recht. „Du bist also die Tochter!" Oh ja, ich bin die Tochter, aber nicht deine! Wieso bitte „DU"? Ich hasse es, von wildfremden Menschen geduzt zu werden. Ich nicke und bringe ein verunglücktes Lächeln zustande. „Wir haben ja schon so viel von dir gehört!" Na Hurra, das kann ja heiter werden! „Hast du immer noch keinen Mann?" Ich blitze meine Mutter an. Herrgott! Hat sie hier meinen Steckbrief verteilt? Was wissen die eigentlich nicht von mir? Demonstrativ greife ich zur Speisekarte und schaue interessiert hinein. Soll sie bloß nicht weiter fragen, die alte Schachtel.

 

Ich bestelle Käsespätzle. „Du solltest das Kraut versuchen - mit Kassler! Das ist ausgezeichnet hier!" -

„Danke Mama, ich möchte jetzt lieber Käsespätzle!" Die beiden Damen verständigen sich wortlos.

„Immer diese Kinder! Sie wissen nicht, was gut ist für sie!"

Meine Augen sprechen grünes Feuer. Zumindest würde mein Ex-Mann das behaupten. Seit ich geschieden bin, war ich nicht mehr so genervt.

 

Heute Abend ist ein Alleinunterhalter angesagt. „Du kommst doch zum Tanz?" - Fragt sie jetzt mich oder meine Mutter? Jedenfalls antwortet meine Mutter! „Selbstverständlich kommen wir!" Hab ich mich, als ich zugestimmt habe mitzufahren, in die Leibeigenschaft begeben? Da muss mir irgendwas entgangen sein! Aber bis dahin sind noch einige Kilometer abzuspulen - also zurück in den Bus! Das Ziel ist der Königssee. Berchtesgaden.

 

Als wir am frühen Abend aussteigen, bin ich fast mit meinem Schicksal versöhnt. Es ist ja so schön hier! Der See umrahmt von Bergen im weichen, rosa Abendlicht. Jetzt hier zu zweit alleine mit einem Mann meiner Wahl! Es wäre nicht zu toppen, aber Mutter wartet im Doppelzimmer. Mir wird schlecht. „Komm! Wir müssen pünktlich sein zum Abendessen!" - Von wegen! Ich muss gar nichts! Weder pünktlich sein, noch essen! Aber ich will keinen Streit. Schließlich habe ich ihr drei Tage meiner Zeit geschenkt. Also folge ich brav.

 

Beim Essen habe ich dann einen „Tischherren!" Du lieber mein Vater! Er ist bestimmt 87 Jahre, aber sehr rüstig. Und ein Gedächtnis hat der Gute! Er erinnert sich noch an den 1. Weltkrieg, und ich kriege ihn exklusiv schon zur Vorspeise. Aber der Höhepunkt steht mir noch bevor. Die Krönung seines Lebens! Er sagt es wörtlich so: „Die Krönung meines Lebens!" Er hat im 2. Weltkrieg während eines Luftangriffs im Bunker die Pilotin des Führers persönlich kennengelernt. Was für ein Erlebnis! Und ich darf daran teilhaben. Das kann einfach nicht wahr sein. Dabei habe ich nicht einmal den Hauch einer Ahnung, dass seine „Lebenskrönung" meine Rettung werden wird. Zwei Stunden später weiß ich es.

 

Der „Alleinunterhalter" ist da! Die Perle Tirols in Variationen. Mir fällt das Ohr weg. Irgendwann kommt er zu mir und flüstert: „Nicht dass du glaubst, ich kann nicht anders! Die Herrschaften haben das so bestellt!" Ich grinse. Er fühlt sich genauso fehl am Platz wie ich, aber ich lächle tapfer und animiere meinen Tischherren, der sich inzwischen wie ein Platzhirsch benimmt, mir zum 23.sten Mal die Geschichte von Hanna Reitsch zu erzählen. So kann ich dann ein gewinnendes Lächeln produzieren, wenn sich wieder ein rüstiger Rentner formvollendet verbeugt und mich zum Tanzen holen will. „Sie entschuldigen! Die Geschichte ist gerade so spannend!" Ich weiß nicht, wie ich das überstehe.

 

Wenn ich denke, dass ich in dieser Nacht neben meiner Mutter liege - und sie mich im Schlaf beobachtet ... Jetzt will ich noch nicht ins Bett. Bestimmt nicht! Mein Kavalier spendiert einen Wein nach dem anderen. Ich trinke! Im Suff ist das Ganze wenigstens halbwegs erträglich - und schlafen kann ich dann vielleicht auch. Hoffentlich!

 

Am nächsten Morgen lacht die Sonne so strahlend vom Himmel, dass mir warm wird ums Herz. Es könnte so schön sein hier. Heute steht der Königssee auf dem Programm. Wir machen einen Spaziergang bis zum Bootssteg - es dauert fast zwei Stunden. Na gut, im Alter ist man nicht mehr so gut zu Fuß, aber sooo lange für 250 Meter? Schon wieder knirsche ich mit den Zähnen. Meine Zähne sind wirklich gefährdet auf dieser Fahrt, aber ich bin selber schuld. Ich gutmütiges Schaf! Ich hätte nachdenken sollen und „Nein" sagen! Jetzt muss ich da durch - so anständig wie möglich. Dabei ist es so wunderschön hier, und es könnte noch viel schöner sein - mit ein bisschen Mann an meiner Seite. Irgendwie werde ich es überstehen. Danach, in der Schnapsbrennerei muss ich direkt aufpassen. Nicht dass ich mir hier schon wieder einen ansaufe - vor lauter Frust.

 

Ich ertappe mich sogar dabei, wie ich Ausschau halte nach dem grünen Jaguar, den einer meiner Chat-Partner fährt. Er hat mir gesagt, er wohne in dieser Gegend. So was Blödes! Erstens mag ich ihn gar nicht so sehr. Der Gute baggert zu angestrengt - und vor allem bei Jeder! Und Zweitens: Was sollte ich tun, sähe ich denn einen flaschengrünen Jaguar? Ich kann ja schlecht fragen: „Verzeihung, bist du der, der im Netz immer die Frauen anmacht?" Alles in allem ein völlig versautes Wochenende.

 

Den Abend schenke ich mir. Ich habe mir bei der Bootsfahrt den Knöchel verstaucht, beim Aussteigen. Bedauerlicherweise! Also muss ich mich dringend schonen. Das verstehen sie, die älteren Herrschaften. Ich ziehe mich in mein Bett zurück und schaue „Pfarrer Braun". Auch eine Art sich den Abend zu vertreiben.

 

Wäre ich alleine, könnte ich mir wenigstens meine Lieblingsfantasie zu Hilfe holen. Meinen Traummann! Ein bisschen Entspannung, wenn auch in der Do-it-yourself Methode! Immerhin besser als gar nichts! Aber ich habe ein Doppelzimmer mit Mütterchen. Wenn mir das eine meiner Freundinnen erzählt hätte ... ich hätte schallend gelacht und sie gefragt, ob sie einen Knall hat. Also nix mit Sex! Mama kann ja jederzeit antraben und siehe da: Um 9 Uhr 25 steht sie auf der Matte. „Ich kann dich doch nicht alleine lassen, Kind!" Ich flüchte mich in den Schlaf.

Morgen geht es nach Salzburg und dann - Gott sei Dank - nach Hause.

 

Salzburg! Ich bin ein echtes Glückskind! 1000 Sehenswürdigkeiten. Mozart, Dom, Jedermann, Getreidegasse, Mozartkugeln - und was sehe ich? Viereinhalb Stunden lang habe ich das Vergnügen mir eine Matratzenfabrik zu Gemüte zu führen. Ich glaub, ich flippe gleich aus. Jeder einzelne, dieser lieben Fahrgäste muss persönlich Probeliegen. Bei Kreuz- und Fußkranken ist das eine Aktion. Bis sie ins Bett krabbeln, hatte ich meinen ersten Orgasmus! Und der geschulte Verkäufer erst! Mann, geht der mir auf den Senkel! Dabei ist Salzburg nicht weit. Nur einen Katzensprung! - Geduld!

 

Als wir auf dem Großparkplatz in der Innenstadt ankommen, folgt eine Ansprache: Die Reiseleiterin "führt" die Gruppe durch die Getreidegasse! „Bitte bleiben Sie zusammen! Sonst finden Sie den Bus nicht mehr!" Von wegen! Mutter kann sowieso nicht mit. Sie kann nicht so weit gehen. „Die Fußkranken können sich ins Café setzen und auf uns warten." Das hat sie nicht so gesagt, aber wohl so gemeint! Ich platziere Mütterchen, und dann bin ich weg. Dachte ich zumindest! Mein Kavalier mit der großen Lebenserfahrung erwischt mich. Interessant, wie schnell er sein kann, wenn die Gattin es nicht sieht! „Sie dürfen doch nicht alleine weg hier! Wenn Sie den Bus nicht mehr finden - er wartet nicht!" Ist das jetzt Fürsorge oder Bevormundung? Ich lächle charmant. „Keine Angst!", erwidere ich genauso zweideutig zuvorkommend wie er. „Ich finde den Bus, und ich werde auch ganz pünktlich sein." Außerdem werde ich denen was erzählen, wenn sie nicht warten! Aber das sage ich nicht dazu. Ich denke es mir. Und ich denke es ziemlich aggressiv. Wenn ich es mir recht überlege, wünsche ich es mir fast. Endlich mal nicht schlucken müssen. So richtig explodieren! Ja, bitte!

 

Aber dann zische ich davon. Auf und davon! Mit Hurra durch die Getreidegasse. Eine Stunde Zeit! Eine Stunde - für Salzburg! Das darf alles gar nicht wahr sein. Eine einzige, winzige Stunde! Aber es wird meine Stunde sein. Meine ganz alleine! Was kann man sich anschauen in einer Stunde Salzburg? Der Dom muss! - Aber nein! Es ist nicht meine Reise, nicht mein Tag heute! Der Dom ist geschlossen. Warum? Keine Ahnung! Schei...! -

 

„Nicht ärgern! Du wirst nichts anschauen! Kein Sightseeing! Das geht sowieso nicht in dieser Eile - und egal was auch immer du sehen wirst, es wird zu wenig sein. Also lass dich einfach treiben! Genieße die Stadt, dein Leben, den Sonnenschein! Genieße die Tatsache, dass du sie los bist!" - Ich bleibe stehen und atme durch. Zuerst kaufe ich mir ein paar Mozartkugeln. Ich liebe Marzipan. Und dann einfach geradeaus ...

 

Irgendwann stehe ich auf einer Brücke über die Salzach. Wunderschön ist es hier! Ich zücke meine Kamera. Die Burg oberhalb der Stadt zoome ich mir her, und dann drehe ich mich um die eigene Achse. Hoppla! Mein Sucher hat nicht nur gesucht, sondern auch gefunden! Erstaunt lasse ich die Kamera sinken und schaue, WAS ich da eigentlich sehe. Die Front des Hotel Europa, am Ufer der Salzach - und ziemlich hoch oben, in einer Balkontüre - ein Mann! Und was für ein Mann!

 

Da steht er - im Bademantel - als käme er aus dem Bett. Vielleicht kommt er aus dem Bett! Aus seinem Bett käme ich jetzt auch gerne! Er sieht einfach umwerfend aus. Groß und athletisch, blondes Haar, lang und gewellt. Er sieht aus, wie Johann Strauß in hellblond, trägt sogar denselben frechen Oberlippenbart. Der ist allerdings dunkel! Und jetzt sieht er mich an! - Kann nicht sein! Oder doch? Ich schaue mich um. Die Brücke ist voller Menschen. Ich mittendrin. Er meint nicht mich! Ich hebe meine Kamera und zoome ihn zu mir. Er sieht mich an! Er sieht MICH an und lacht. Frech! - Und dann öffnet er den Bademantel!

 

Jetzt bleibt mir die Luft weg. Ich staune ihn an - ohne Kamera. Total perplex! Da oben steht ein Mann auf einem Balkon und strippt - für mich! Ich muss das jetzt einfach wissen. Ich lächle hinauf und dann versuche ich eine Frage. Zeichensprache! „Meinst du mich?" Er nickt - lächelnd - und öffnet weit schwingend den Frotteemantel, hält ihn um sich, wie die Flügel einer Fledermaus und dreht sich hin und her. Wendet sich nach allen Seiten, wie ein Model, das auch wirklich alles zeigen möchte.

 

Mann oh Mann, ich bin sprachlos! Vorsichtig sehe ich mich noch mal um. Ob da noch mehr Leute hinsehen? Nein! Kein Mensch guckt ... außer mir! - Er und ich - wir beide sind allein - inmitten einer Menschenmenge. Ich zoome ihn zu mir. Ob er möchte, dass ich fotografiere? Oder nur schauen? Fragend hebe ich die Kamera. Er nickt. Klick! Ein wunderschöner, nackter Mann im hellen Sonnenschein auf einem Salzburger Balkon.

 

Er hat wirklich eine Sportlerfigur. Breite Schultern, schmale Hüften, gerade wohlgeformte Beine - und ein Phallus, den ich sogar ohne Zoom sehen kann - und nicht zu knapp! Langsam dreht er sich um die eigene Achse, lässt dabei den Mantel von den Schultern gleiten. Was für einen sexy Hintern er hat, der Junge! Für mich beugt er sich nach vorne - und spreizt die muskulösen Schenkel. - Scharf! Helle, glatte Haut! Er ist unbehaart, der schöne Gott da oben oder aber rasiert. - Ja, auch da! - Mir wird heiß! Klick!

 

Seine Hände streichen über die Arme, gleiten langsam über die Brust. „Ja, sieh her, was du mit mir tun könntest!" Tiefer! Er streift über die Hüften und dann stellt er einen Fuß auf den Stuhl, fährt noch tiefer hinab zwischen seine Beine, richtet sich wieder auf und lehnt sich zurück. Zeigt mir diesen hübschen Schwanz, der inzwischen prall und aufrecht seinen Mann steht. Ich zoome ihn zu mir! - Donnerwetter! Klick!

 

Was könnte ich damit jetzt alles anfangen! Ich könnte ... zugreifen, ihn berühren, kosten, vernaschen, verschlingen - mit Haut und ganz ohne Haar. Meine Knie werden weich. Wie gern wäre ich jetzt da oben. Aber immerhin - ansehen kann ich ihn. Kennt er meine Gedanken? Oder macht es ihn einfach an, dass hier eine mehr als animierte Frau steht und fasziniert zusieht, wie er ...? - Ja! Er tut es. Und wie! Es ist eine Galavorstellung - für mich. Seine Fingerspitzen berühren kurz seine Lippen. Er wirft mir eine Kusshand zu. Dann liebkost er seine glatte Brust, kreist sanft um den Waschbrettbauch und fährt mit beiden Händen über seine Leisten. Dazwischen steht ein wirklich bemerkenswertes Spielzeug der Lust. „Spielst du mit mir? - Nun greif schon endlich zu!" - Klick! Eine Sekunde lässt er mich noch zappeln - dann schließen sich seine Finger - und seine Augen. Genießerisch legt er den Kopf in den Nacken und ich kann sein Stöhnen hören - in meinem Kopf. Klick.

 

Ganz langsam beginnt er sich zu bewegen. Aber nein, er reibt nicht! Er bewegt ganz zärtlich die Hüften, stößt seinen steifen Schwanz behutsam in seine Faust. Und nebenbei ergötzt er sich an dem Gedanken, ihn MIR hineinzuschieben. Es ginge ganz leicht, denn ich werde immer feuchter bei diesem Anblick. Seine Augen lachen - wissend! Langsam dreht er sich zur Seite, zeigt mir seine ganze Mannespracht und greift wieder zu.

 

Sein Becken stößt. Im Kopf fickt er wohl gerade eine Fremde auf einer Brücke im Sonnenschein. Ich lüpfe meinen Rock ein Stückchen, spreize meine Schenkel und schiebe ihm meine Hüften entgegen. „Ja!", heißt das. „Komm!" Er wirft den Kopf zurück und lacht. Dann lehnt er sich genüsslich an die Wand, drückt sein Becken nach vorne und masturbiert. Ein Foto gönne ich mir noch - zur Erinnerung! Klick! Dann muss ich gehen. Der Bus wartet nicht. - Leider!

 

Den Rest der Fahrt bin ich sehr gut gelaunt, gut gelaunt und schweigsam. Aber ich denke an ihn - und in meinem Kopf, da tun wir es zusammen! Nur mein Kavalier kann es nicht lassen: Was haben Sie sich denn jetzt angesehen?" - Was soll ich nun dazu sagen?

 

„Na ja, die Zeit war ein bisschen zu kurz." Das stimmt wirklich. Ich hätte gerne noch das große Finale gesehen, aber so ...

„Ich habe mir eigentlich nur ein Paar ... ähm ... „Mozartkugeln" angesehen!" Er schaut etwas irritiert. Donnerwetter! So ein blöder Fehler. „Gekauft, meine ich. Gekauft! - Wirklich sehr lecker! So etwas gibt es halt nur in Salzburg!" Jetzt habe ich ihn verwirrt, aber ich denke gar nicht daran diesen Sachverhalt aufzuklären. Also mache ich die Augen zu. Dieses Gespräch ist für mich beendet - und die Heimfahrt werde ich auch noch überstehen.

 



© Beatrice von Stein                                                                     Ihre Meinung?