Du

 

Du sitzt neben mir.

Wir essen

und ich kann nur deine Hände ansehen -

denken,

wie sie sich anfühlen würden -

auf mir,

an mir,

in mir.

Fass mich an!

Ich muss dich spüren.

Ich werde verrückt,

wenn ich nicht sofort deine Hände fühle -

zwischen meinen Schenkeln.

 

Gedanken

 

Komm schon!

Streichle mich!

Jaa!

Bitte!

Ich stelle es mir vor -

wie es sich anfühlt.

Zärtliche Hände an meinen Beinen -

streifen entlang.

Höher hinauf.

Waden, Knie, Schenkel.

Sanft gleiten sie dazwischen -

an die Innenseite.

Jaaahhh!

Mehr!

Ich will mehr!

Bereitwillig

öffnen sich meine Schenkel für dich.

Du siehst mich an,

leckst deine glänzenden Finger ab

und ich schnappe nach Luft.

Hast du es jetzt bemerkt?

Warum kann ich nur noch an Sex denken?

Warum machst du mich so an?

Du bist doch nicht anders als andere -

oder?

Natürlich bist du anders!

Ich weiß es doch.

Du siehst so verdammt gut aus.

Groß, stattlich, graumeliert.

Und deine Hände!

Ich war schon immer fasziniert

von schönen Männerhänden.

Aber bei dir!

Großer Gott!

Ich kann nicht mehr denken -

nur noch fühlen.

Und was ich fühle!

Ich war noch nie so lüstern,

so begierig

diese vermaledeiten Hände zu spüren.

Aber nein,

du sollst mir nicht etwa die Hand geben.

Du sollst deine Finger

zu anderen Berührungen nützen.

Sollst tasten –

berühren.

Sollst meine Haut erkunden -

überall.

Ja, auch da!

Meine Brüste beben,

wenn ich es mir vorstelle...

 

Träume

 

Es warst du...

...der bei mir war,

heute Nacht -

der mich geliebt hat.

Es waren deine Lippen,

die ich spürte auf meinen.

Es war deine Zunge,

die mich erweckte

zu süßer Lust.

und deine Hände,

die mich berührten,

streichelten -

die mich verwirrten.

Die meine Brüste

umfassten,

sie kneteten,

bis ich stöhnte.

Die zärtlich spielten

mit meinen Knospen.

Die Spitzen wurden hart -

zwischen deinen Fingerspitzen.

Zumindest in meinen Gedanken.

Zärtlich umfassten sie mich,

deine so anziehenden Hände,

massierten meinen Busen

so aufreizend,

so erregend.

Es war deine Wärme,

die mich so sehr verlockte.

Deine Arme,

die mich hielten,

die mir Geborgenheit schenkten.

Deine Haut an meiner.

Dein Atem,

der mich reagieren ließ.

Wie betörend sanft er meinen Hals streifte,

mir Schauer der Erregung

über den gesamten Leib schickte.

Es war schön.

So schön!

Es ist dein Bild,

das ich sehe.

Deine Augen,

die mich hungrig betrachten,

mich streicheln,

meine Geheimnisse liebkosen.

Sie machen mich verrückt.

Ich will dich!

Verdammt ich will dich so!

 

Leben

 

Und dann

sind deine Finger plötzlich da.

Da, wo sie gar nichts zu suchen haben!

Da, wo sie hingehören.

„Lass es mich spüren!“,

murmelst du.

„Lass mich deine Lust spüren -

deine Nässe!“

Und ich kann nicht anders.

Will dich zu sehr -

viel zu sehr.

 

Ich wusste es.

Ich kann nicht widerstehen.

Nicht dir!

Öffne mich dir -

begierig, nur noch zu fühlen.

Und du tauchst ein,

stöhnst,

als du erkennst,

wie ich auf dich reagiere.

Und ich stöhne -

in wilder Lust.

Unfähig mich zu beherrschen.

Unfähig die Öffentlichkeit des Ortes

zu beachten.

Will nur noch mehr -

immer mehr.

Von Dir!

Von diesen Gefühlen,

die so verlockend prickeln,

mich so völlig wehrlos machen...

Komm!

Oh komm!

Und deine Finger

spielen ihr wundervolles Spiel.

Tanzen und reiben,

streicheln,

liebkosen,

reizen

und

locken,

berühren.

Verführen und schmeicheln,

erregen -

und

überwältigen.

Befriedigen!

 

„Gib dich mir!

Fall in meine Arme,

ich werde dich auffangen,

dich halten,

beschützen.“

Und ich,

ich

kann

es nur noch tun!



© Beatrice von Stein

 

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