Die Nymphe

Für A.


Thomas saß in seinem Boot und genoss die Sonnenstrahlen. Was für ein schöner Tag! Er beobachtete zufrieden die kleinen Wellen, die von seinem Boot ausgingen.

 

Er spürte es: Der heutige Tag würde gut werden. Sein Feldstecher lag dicht neben ihn. Mittlerweile kannte er die Stellen wo sie sich verbargen. Vom Schilf, das die Ufer säumte  geschützt gegen Blicke vom Ufer, fühlten sie sich geborgen. So lagen sie dann völlig nackt im Gras, um sich zu sonnen. Vom Wasser aber war der Einblick zu ihren Oasen frei. Innerhalb von drei Tagen hatte er sein Urlaubsgewässer erkundet. Nun kannte er die Stellen. Er wusste wo er lauern musste, um die größtmöglichen Einblicke zu erlangen.

 

Nun hieß es warten, warten bis sie kamen. Er hatte sein Hemd ausgezogen, und tat als ob er sich sonnte. Vielleicht sollte er zukünftig eine Angelrute auswerfen und sich als Angler tarnen. Aber es gab ja auch Vogelkundler. Nun ja – dieses Gebiet bot viele Möglichkeiten.

 

Ein Motorrad fuhr am See entlang. Der Sound der Maschine durchbrach die Stille der Natur. „So etwas sollte verboten sein!“, dachte er bei sich. Das Motorrad hielt. Thomas sah, wie der Fahrer von der Maschine stieg und zu ihm herüber schaute. Irrte er sich oder schaute der Motorradfahrer nun mit einem Fernglas zu ihm herüber? Das wollte er genau wissen! Er nahm sein eigenes Fernglas, aber genau in diesem Moment, bestieg der Motorradfahrer schon wieder seine Maschine und fuhr davon. 

 

Die Ruhe, die nun eintrat war einfach herrlich. Thomas Laune stieg, es würde ein herrlicher Tag zum Entspannen und auch zum Spannen werden. Seine Vorfreude wuchs weiter. In seiner Fantasie malte er sich die schönsten Frauen aus. Nackte Leiber, die zwischen morgendlichen Nebelschwaden an den See kamen, um zu baden. Sie lachten hell und spritzten sich gegenseitig nass. Scheu wie Flussnymphen - verspielt wie Elfen - zart wie Feen.

 

„Dingelindingeling“, sein Handy riss ihn aus seiner Vorstellung heraus. Wie ärgerlich! - Er ging dran. Thomas Rathaus hier!“ Seine Stimme klang verärgert. „Hallo Thomas, stör ich?“, hörte er die Stimme am anderen Ende der Leitung schüchtern fragen. Es war eine Frauenstimme. „Was machst du gerade?“ Nun wusste er, wem diese Stimme gehörte. Es war Sandra. Er hatte schon lange nichts mehr von ihr gehört. „Hallo – Sandra!“, grüßte er sie. „Warum rufst du an?“

 

 „Du hast mich erkannt?“, fragte sie verwundert  „Wie schön! Nun, um ehrlich zu sein, heute ist so ein schöner Tag… da wollte ich einfach nur mal deine Stimme hören und wissen was du so machst. Also – was machst du heute?“

 

„Ich bin im Urlaub und lass mich buchstäblich treiben. Ich bin mit einem kleinen Ruder-Boot auf einem See.“

 

Handelt es sich um den See, von dem du schon damals geschwärmt hattest? Ich hab schon erfahren, dass du im Urlaub bist. Du bist also in einem Boot auf dem See und lässt dich treiben,  …und bestimmt hältst du Ausschau nach süßen Seenymphen, richtig? Lass dich aber bitte nicht verhexen.“ Sie lachte leise in den Hörer hinein.

 

Himmel, da war es wieder! Sie schien all seine Sehnsüchte zu kennen - zu wissen, wie es um seine Wünsche stand. Aber konnte sie das wirklich erahnen? Wusste sie, was er trieb, worauf er wartete? „Wie genau meinst du das?“, fragte er sie aus genau diesem Grund  zurück. Er wollte sicher gehen.

 

„Na sag bloß, du hast noch nie etwas von den legendären Seenymphen gehört? Jeder See birgt ein Geheimnis. Seenymphen - sie umschwimmen neugierig kleine Boote,  vorwiegend solche, die nur so dahin zu treiben scheinen.“ Sie kicherte. „Bis auf ihre Flossen sind sie völlig nackt und sie verzaubern die Männer - und reißen sie in die Tiefe des Sees. Dort sind sie dann auf ewig mit ihnen vereint. Also sei bitte vorsichtig.“ Sandra klang auf einmal besorgt. „Vielleicht solltest du ein bisschen näher zum Ufer rudern. Machst du das bitte? - Mir zu liebe?“

 

Er zögerte. „Thomas, ich hör dich nicht rudern!“ Na also schön, wenn es sie beruhigte. Er nahm die Riemen, ruderte ein paar Meter zu einer kleinen Seebucht. „Danke, mein Lieber. Das finde ich lieb von dir.“, säuselte sie in sein Ohr.  „Also ich muss nun auch wieder los! – War schön deine Stimme gehört zu haben. - Tat mir gut!“

 

„Ach Sandra, ich wollt du wärst hier! - Du solltest diese Aussicht hier mal sehen! Sicherlich würdest du sie genießen.“ „Bestimmt, Thomas! Na wer weiß! Vielleicht werden Wünsche ja wahr… und ich komme dich als Wassernymphe besuchen. – Wäre das was?“ fragte sie. Sie schien belustigt. „Ja, das wäre was.“, gab er als Antwort. „Okay! Dir noch einen wundervollen Tag - und viel Spaß mit den Nymphen.“

 

Weg war sie. Nachdenklich legte er sein Handy zur Seite. Sie hatte wirklich eine rege Fantasie – und  einen bezaubernden Körper obendrein. Er hätte sie nun wirklich gerne hier bei sich im Boot gehabt. Bevor er sich nun intensiver überlegen konnte, was er alles mit ihr anstellen wollte,  piepte das Handy erneut – dieses Mal war es eine SMS. „Hi Thomas, würdest du mich wirklich gerne bei dir haben? – LG. S.“ Er lächelte und tippte zurück. „Liebe Sandra – ja! JA, ich hätte dich nun gerne hier bei mir! Wir würden gemeinsam diesen schönen Tag genießen.“

 

Gebannt schaute er auf sein Handy, würde noch eine Nachricht von ihr kommen? Da kam erneut eine SMS. „Glücksklee – Dein Wunsch wird in Erfüllung gehen! – Irgendwann! Aber heute wirst du eine Nymphe sehen! Vielleicht sieht sie mir ähnlich? Sei lieb zu ihr. – LG S.“

 

Er lächelte, er würde sie sich vorstellen - wie eine Nymphe! Oh ja, mit Flossen und völlig nackt.

 

Während er vor sich hinträumte, bemerkte er ein leises Geräusch. Irgendetwas war gegen sein Boot gestoßen. Aber er fand nur einen größeren Ast. Dann sah er mit einem Mal Sandras Kopf aus dem Wasser auftauchen - direkt neben seinem Boot. „Sandra?“ krächzte er. Die Überraschung hatte ihm regelrecht die Stimme verschlagen. „Hallo Thomas! Du darfst mich gerne Sandra nennen, aber eigentlich bin ich als Seenymphe unterwegs. Hier sieh mal, meine Flossen! – Hübsch, nicht?“

 

Sie hob zwei schwarze Schwimmflossen aus dem Wasser heraus, kicherte und tauchte ab, um nicht weit entfernt erneut aufzutauchen.

 

Fassungslos beobachtete er, wie sie verspielt um sein Boot schwamm. „Seenymphen sind außer ihren Flossen völlig nackt!“, hatte sie ihm vorhin am Telefon gesagt. Er schluckte, war sie etwa…? Das wollte er nun genauer wissen. Er schaute angestrengt hin. Zumindest konnte er schon mal keinen Träger erkennen - was gar nichts heißen sollte. Aus dieser Entfernung sah er durch das trübe Wasser herzlich wenig. Er musste also anders vorgehen. „So, so eine Seenymphe bist du also? Seenymphen sind aber grundsätzlich nackt! – Bist du etwa nackt?“ fragte er forsch.

 

„Na klar, bin ich nackt!“, rief sie zurück. „Sonst wäre ich doch keine richtige Seenymphe!  - oder?“ Himmel das wirkte. Ein erotisches Kribbeln machte sich in seiner Hose bemerkbar, als ob ihm der Blitz von Eros höchst persönlich genau dorthin gesandt worden war. Unterdessen schwamm sie weiterhin verspielt herum - blieb aber auf Abstand. Er konnte noch immer nichts Genaues sehen. Also beschloss er, sich weiter vorzuwagen.

 

„Meine Augen sind nicht mehr so gut! Darf ich schlichter Mensch dich holdes Nymphenwesen trotzdem einmal aus nächster Nähe betrachten?“, hörte er sich fragen. Er wollte nun einfach nur noch wissen: War sie tatsächlich verrückt genug? War sie nackt? - Sie kam näher… Ja! Sie… er konnte wirklich ihren Busen durch das grünliche Wasser schimmern sehen.

 

Wie bezaubernd sie in diesem See wirkte. Elegant glitt sie durch das nasse Element, drehte sich dabei. Ihre kleine Show beendete sie, indem sie sich rücklings flach auf das Wasser legte. Ihre Brustspitzen durchbrachen dabei die Wasseroberfläche. Nun sah er es… bis auf die Flossen, war sie völlig nackt. Was für ein Anblick bot sich ihm da! Er starrte regelrecht auf sie hinab. Zu einer anderen Reaktion war er momentan nicht in der Lage. Er wollte sie nur ansehen, betrachten - und ihre Wirkung auf ihn dabei genießen.

 

Sie bot ihm aber auch einen berauschenden Anblick. Die Knospen ihres Busens schienen wie kleine Inseln aus dem Wasser heraus zu stechen, während sich die restlichen Konturen ihres weiblichen Körpers in schimmerndem Grün aufzulösen schienen. Kleine Wellen gingen von diesen Knospen aus. Sie nippten wie Schwimmer eines Anglers kurz vorm Anbeißen. – Anbeißen! Küssen! Diese Seerosenknospen hier und jetzt im Wasser küssen! Er schluckte. Sie bot einen absolut geilen Anblick. Er konnte sich gar nicht satt sehen.

 

Nach einer Weile richtete sie sich auf. „Darf die Nymphe an Bord des Menschenwesens kommen, um im seinen Schutz ein wenig die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen?“, fragte sie sanft. Aber sicher! Thomas konnte nur momentan nicht sprechen. Seine Stimme blieb ihm regelrecht im Halse stecken. Er nickte nur, dann er zog er sie behutsam zu sich an Bord.

 

Für einen kurzen Moment berührte ihr Busen dabei seinen nackten Oberkörper. Wie kalt und wie weich sie sich anfühlte. Ein wenig befremdlich, so als wäre sie nicht von dieser Welt. In diesem kurzen Moment, in dem seine ganze Aufmerksamkeit dem Gefühl auf seiner Haut galt,  schwankte das Boot. Er kippte nach hinten, während sie sanft auf ihm landete. Der Blitz schlug ein. Die Gefühle brodelten - in seiner Hose, und sein Glied schien zu bersten.

 

Da lag sie! Eine bezaubernd schöne Nymphe - nackt auf seiner Brust. Ihre Blicke trafen sich. Sie wirkte so ruhig, als ob es das Natürlichste der Welt wäre, auf ihm zu liegen. Ihm blieb regelrecht die Luft weg. Schnell schloss er seine Augen. Er musste sich auf etwas Anderes konzentrieren. Sie sollte - durfte einfach nicht bemerken, wie verführerisch sie auf ihn wirkte. Er wollte ihren geheimnisvollen Zauber noch eine Weile ganz für sich genießen.

 

Sandra hatte sich inzwischen aufgerichtet. Wie schade! Aber wahrscheinlich war es besser so. Als er seine Augen öffnete, hielt er erneut den Atem an. Er konnte es noch immer nicht fassen. Eine nackte, junge Frau lag in seinem Boot. Eine leichte Gänsehaut hatte sich auf ihren gesamten Körper ausgebreitet und ließ nun ihre Brustwarzen spitz hervorstechen, so als ob sie… ihn begehrte. Natürlich standen ihre Spitzen nur, weil sie fror. Er wusste es genau, aber in seinem Kopf… war sie einfach nur scharf auf ihn. In seinem Geist riefen ihre Brustspitzen geradezu nach seinen Lippen. Wie gerne hätte er sie nun gekostet, ihre Höfe mit seiner Zunge umkreist, um dann sanft an ihnen zu saugen.

 

Und sie lag einfach da - unschuldig wie Eva, mit ihren knackigen Äpfeln - kurz vor dem Sündenfall. In seinen Lenden brannte das Verlangen nach ihr.  Wenn er könnte, so wie er wollte, er würde sie auf der Stelle nehmen. Aber ob sie das zulassen würde? - Wenigstens spüren musste er sie! Er hatte das Gefühl sterben zu müssen, wenn er sie nicht wenigstens anfassen durfte. Ihre zarte, junge Haut! Er wollte ihr so nah wie möglich sein, sie berühren.

 

„Sandra du frierst ja! Der See ist zu kalt! Komm zu mir, damit ich dich aufwärmen kann!“

 

„Aber nur wärmen! Sonst nichts, ja?“ Sie zögerte. – Was blieb ihm übrig? Er versprach es ihr. Sie zögerte noch immer. „Komm – vertrau mir!“, flüsterte er auf sie ein. „Ich werde dir nichts tun. Ich bin lediglich deine wärmende Decke. Komm! Du hast ja schon ganz blaue Lippen. Ich kann doch nicht zulassen, dass du so frierst.“ Zögernd kam sie näher und schmiegte sich vorsichtig an ihn.

 

Thomas biss sich auf die Lippen! Sie fühlte sich einfach zu gut an. Ihr ganzer Körper wirkte auf ihn, und er schien regelrecht zu schmelzen. Er fand einfach keine Stelle, die er nicht mochte. Sie wirkte und wirkte und wirkte… in ihrer ganzen Natürlichkeit. Nun hatte er dieses wundervolle Geschöpf in seinem Arm - lag seitlich auf ihr… nur um sie zu wärmen! Wie sie sich zitternd an ihn schmiegte, seine Wärme suchte! Seine freie Hand streichelte ihren Arm, dann seitlich ihren Körper entlang - natürlich nur, um sie behutsam warm zu reiben. In Wahrheit genoss er es unendlich sie zu berühren. In ihm tobte der Kampf der Begierde! Er musste sich auf andere Gedanken bringen – sonst würde er verlieren. Er musste sich einfach anstrengen! Oder er würde über sie herfallen, wie ein wildes Tier.

 

In seinen Gedanken hatte er sie längst vernascht, auf alle nur erdenklichen Arten - von zart bis hart. Aber zwischen ihnen stand sein Wort. Er hatte ein Versprechen gegeben. Verdammt! Was hatte er sich dabei gedacht? Thomas hatte das Gefühl erstarren zu müssen, nur um seine Lust unterdrücken zu können. Dabei bestand er doch nur noch aus purer Gier nach ihr - und das Zentrum seiner Lust… stand in seiner Hose.

 

Er musste sich jetzt von ihr lösen - um schleunigst ein kaltes Bad im See zu nehmen. Der See war seine einzige Rettung. Er wollte – wollte wirklich - sein Versprechen einhalten! Verzweifelt sammelte er seine Kräfte - und wollte sich gerade - mühevoll - abwenden, da… griff ihre Hand nach seinen Hoden. Sämtliche Bemühungen von ihr ab zu lassen, lösten sich in Nichts auf – in einem unglaublichen Gefühl. Sie hatte ihn besiegt! Er wollte jetzt nur noch sie! Eins sein mit ihr! Eins mit dieser verlockenden Hand. Ganz in ihr aufgehen. Sie schaffte es, ihn derartig zu reizen, dass er nur noch seufzen konnte… keuchen… und dann war es um ihn geschehen.

 

Danach musste er kurz eingeschlafen sein. Als er aufwachte, dachte er zuerst an einen Traum. Aber sie war da! Lag mit geschlossenen Augen in seinem Boot, um sich zu sonnen. Inzwischen war ihr anscheinend warm genug. Sie hatte keine Gänsehaut mehr! Ihre Schenkel waren leicht gespreizt, die Scham zart behaart - kleine Wirbel, die sich in der Mitte trafen, um direkt auf ihren Schoß zu weisen.

 

Himmel, was geschah nur mit ihm? Wie schaffte sie das nur – ohne sich auch nur zu regen? Sie wirkte schon wieder! Seine Männlichkeit wuchs. Und er fühlte sich jung und stark.

 

© Azraela

 

 




Nymphenzauber





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