Pfad der Hingabe

- auf besonderen Wunsch -

;-)



Dr. Rajendra Dhalla war Arzt aus Leidenschaft. Er hatte sich durch seine Kindheit und Jugend gekämpft, nur um dieses Ziel zu erreichen. Er hatte zäh sein Studium gemeistert und gelernt, was immer es zu lernen gab. Rajendra war einfach nicht in der Lage so viel Leid zu ertragen. Er musste helfen. Er war zum Heiler geboren. Was auch immer es ihn kostete, was auch immer er tun musste - er hatte es getan. Das hatte er sich schon als kleiner Junge geschworen. Und heute hatte er sein Ziel erreicht!

 

Er saß an seinem Tisch und träumte. - Heute war er ein angesehener Mann. Verheiratet mit der Tochter seines Professors. - Moti war ihm wirklich eine Hilfe gewesen. Nicht nur, dass sie ihm die nötigen Verbindungen einbrachte, nein! Sie war auch eine Frau nach seinem Geschmack. Klug und gebildet, und sie war schön. Ihr langes, dunkles Haar trug sie glatt und offen um ihr ebenmäßiges Gesicht und ihre Augen glänzten wie schwarzer, polierter Jett. Obwohl sie ihm bereits drei Kinder geboren hatte, war sie immer noch schlank und rank, wie eine Liane im Urwald.

 

Ihr Haus war das größte und schönste in Kurith - und jedes seiner Kinder hatte ein eigenes Zimmer. Sogar die beiden Mädchen. Allerdings wusste er nicht einmal ihre Namen. Shashi, seinen Sohn jedoch, kannte er. Moti behandelte er mit dem Respekt, der ihr als Tochter seines Mentors und Mutter seiner Kinder gebührte. Aber dem 9-jährigen Shashi gehörte seine Liebe.

 

Kurith lag am Fuße des Himalaya und war das letzte Dorf in einem langen und schmalen Tal, das hauptsächlich vom Anbau von Weizen und Gerste lebte - und von der Viehzucht. Rajendra selber gehörten drei Ziegen, eine Kuh und sogar zwei Pferde, denn viele seiner Patienten bezahlten in Naturalien. Wie gesagt, er war ein reicher Mann, denn er war der einzige Doktor des Tales. Sein nächster Kollege Dr. Kakar lebte gut 280 km weit entfernt.

 

Und nun schickte ihm Professor Dr. Baburao Shantaram, sein Schwiegervater, eine junge, deutsche Frau aus Mumbai. Was dachte sich Baburao nur dabei? Eine 22-jährige Studentin in das Dorf zu schicken? Für sie würde sein wundervolles Indien ein stinkendes Dreckloch sein. „Dritte Welt“ wie die überheblichen Europäer alles nannten, was sie nicht verstanden. Und er würde freundlich sein. Einfach weil er immer freundlich war. So war sein Naturell. Aber dieses Mal würde es ihm schwer fallen.

 

Er hielt den Brief in der Hand und las zum zehnten Mal die Nachricht seines Schwiegervaters. Lata Kumar, der Postläufer, hatte ihm das verschmutzte Stück Papier voller Stolz übergeben. Trotz des strömenden Monsuns war er nicht davon abzuhalten gewesen, dem Doktor die Post zu bringen. Und das war gut so gewesen, denn die junge Deutsche würde noch heute eintreffen! Mit dem Hubschrauber, mit dem man Verletzte ausflog. Professor Shantaram musste für diese Vergünstigung gesorgt haben. Ärgerlich ging Rajendra hinüber in sein Haus. Moti musste es wissen. Sie würde sich vorbereiten wollen - auf den Gast ihres Vaters.

 

Die Praxis war für heute vorbei. Bei diesem Regen würde sowieso niemand mehr kommen. Also setzte er sich in sein Sprechzimmer und meditierte. Seine Frau würde sich um die praktische Seite des Besuches kümmern. Aber er - hätte die ganze Arbeit. Eine junge, deutsche Famula! Und das während der Regenzeit. Rajendra versank in seinen Gedanken - und war daher sehr überrascht, als seine Frau ihn zart an der Schulter berührte. „Unser Gast ist angekommen, Lieber!“, flüsterte sie leise, wie das so ihre Art war. Und dann sah er auf.

 

In der Türe zu seinem Reich stand ein Engel! Sie war nicht größer als seine Frau. Zierlich, hell und fremdartig - wo Moti dunkel und vertraut war. Weiß, rosé und golden fiel sie wie eine Sternschnuppe vom Himmel - direkt in sein Leben und verzauberte ihn mit klaren, hellblauen Augen. Elektrisiert sprang er auf und rannte um seinen Schreibtisch. Mit beiden Händen griff er nach ihrer Hand und schüttelte. Moti sah ihn seltsam an. Mochte sie! „Willkommen! Willkommen!“, stammelte er und trat dann - erschrocken vor sich selber - zurück. Moti schlüpfte zwischen sie und umarmte die junge Frau. „Willkommen, meine Schwester!“, murmelte sie und dann verließ sie die beiden.

 

„Bitte, Frau Kollegin! Treten Sie ein! Mein Heim ist ihr Heim!“ Er nötigte sie auf seinen Sessel und setzte sich auf den harten Holzstuhl davor. Sein Deutsch würde ein wenig Übung und Politur brauchen, aber in seiner Studienzeit in München, war es ganz gut gewesen. Er würde sich bemühen! Für sie würde er sich bemühen! - War er verärgert gewesen? Über diesen Besuch? Er konnte sich nicht erinnern. Er betrachtete sie mit glänzenden Augen. So sah ein Engel aus. Ganz bestimmt!

 

Da saß sie nun - so unglaublich jung und so schön. Seine 45 Jahre fielen ihm ein. Und sie war 22! „Aber ich bitte Sie, Dr. Dhalla! Nicht „Frau Kollegin“! Ich bin Sophia! Und ich freue mich so sehr, dass ich bei Ihnen meine Famulatur ableisten kann. Sie müssen wissen: Ich liebe Indien! Ich bin hier aufgewachsen.“ Eine Stimme - wie Glockenklang!  Und erst was sie sagte! Sie liebte seine Heimat - weil es auch ihre war! - Fasziniert sah er sie an. Sie trug eine einfache, hellblaue Jeans, ein rosafarbenes T-Shirt und Turnschuhe. Um den Hals hatte sie ein winziges, glitzerndes Goldkettchen. Ihr hellblonder Wuschelkopf war patschnass. Erst jetzt bemerkte er, dass die ganze Frau völlig durchnässt war. Was war er nur für ein Gastgeber! Betroffen sprang er auf.

 

„Liebe Sophia! Kommen Sie hinüber ins Haus! Sie müssen sich umziehen!“ Er eilte ihr voraus und scheuchte seine Töchter. „Helft unserem Gast! Dem Gast eures Großvaters! Helft dem Gast eurer Mutter!“ Warum er das so sehr betonte, wusste er selber nicht. Ob Sophia die seltsam wissenden Blicke seiner Töchter gesehen hatte? Er schüttelte den Gedanken ab. Frauen! –

 

„Hier, meine Liebe!“ Mit großer Geste bot er ihr das Gästezimmer. „Das wird ihr Reich sein!“ Seine Frau hatte es in der kurzen Zeit geschafft, alles wohnlich herzurichten. Blumen und Obst, das Bett war gemacht, sogar das Moskitonetz war neu. Dankbar lächelte er in dem Gedanken an seine Frau. Sie war die Richtige für ihn gewesen. - „Ich werde sie jetzt alleine lassen, dass sie sich frisch machen können!“, erklärte er und dann ergriff er ihre Hand - und küsste sie. Die deutsche Sitte des Handkusses hatte er zwar nie begriffen, aber ihm war danach. Seine Töchter senkten die Blicke und verließen den Raum. Ob sie ihrer Mutter davon berichten würden?

 

So hatte er Sophia kennen gelernt. Er erinnerte sich immer noch an die Gefühle, die ihn damals überfallen hatten. Sie hatten ihn seither nie wieder verlassen. Heute war sie fast ein Jahr bei ihm und sein Schwiegervater hatte ihn schon zwei Mal gefragt, wie lange noch! Ob sich Moti bei ihm beschwert hatte? Rajendra glaubte es eigentlich nicht. Seine Frau war loyal. Er lächelte bei diesem Gedanken. Er liebte seine Frau - auch wenn er, seit Sophia in seinem Haus weilte, in einem anderen Zimmer schlief. Auch er war loyal. - Sein Gesicht verfinsterte sich.

 

Sophia war eine ausgezeichnete Ärztin. Er hatte es sofort bemerkt. Noch am Abend ihrer Ankunft hatten sie einem Zicklein auf die Welt geholfen - und sie hatte nicht eine Sekunde gezögert. Ohne Scheu hatte sie zugegriffen - ihm assistiert. Und sie hatte ihre Sache wunderbar gemacht. Die Blutflecke auf ihrer Hose bemerkte sie überhaupt nicht. Zurück in seinem Haus, war sie völlig selbstverständlich in einen Sari geschlüpft. Sie hatte es gesagt: Indien war ihr Heimat geworden. Rajendra war entzückt von der jungen Frau. - Überhaupt hatten sie sich prächtig verstanden. Er wusste es in der Sekunde, als sie in seiner Türe stand - und so war es geblieben. Er kannte ihre Gedanken - so wie sie seine kannte. Das war wundervoll und verwirrend zugleich. Zumal sie nicht war, wie eine indische Frau sein sollte. Sie war nicht untertänig und nicht fügsam. Sie „forderte“ Gleichberechtigung - allein durch ihr Wesen.  Und nun hatte sie ihm eröffnet, dass sie gehen würde. Zwei kurze Wochen blieben ihm noch. Zwei Wochen ihrer Gesellschaft. Zwei Wochen ihrer Gegenwart!

 

Rajendra stöhnte. Er wollte sie nicht hergeben. „Sophia!“, seufzte er leise. Jede Nacht sah er ihre Augen! Jeder Traum war erfüllt von ihrem Lachen, ihrem graziösen Wesen. Sein Herz, sein ganzes Sein sehnte sich nach ihr. Er konnte nicht umhin sich einzugestehen, dass er sich verliebt hatte. Er, der sich niemals verliebte! –

 

Jetzt brauchte er dringend Abkühlung und so beschloss er zur Quelle zu gehen. Er legte seinen europäischen Anzug ab und warf lediglich seinen weißen Kurta pajama über und ging hinaus. Den Weg zum See kannte er im Schlaf. Lautlos lief er barfuß durch den Wald, der ein paar Meter hinter seinem Haus begann. Kurz bevor er sein Ziel erreichte, hielt er abrupt inne. Sophia! Er hörte ihre Stimme. Sophia sang. Verzaubert blieb er stehen. Wo war sie? Dann hörte er das Wasser. Sophia badete in der Quelle! Er reagierte so heftig, dass ihm der Atem stockte.

 

Er musste zurück gehen! Er wusste es! Aber konnte er sie denn alleine baden lassen - im See? Was wäre, wenn ein anderer Mann sie so sähe? - Wie sähe? Wäre sie...? Würde sie... nackt baden? Gebückt schlich er näher. Keine indische Frau würde sich hierher wagen. Er hatte hier überhaupt noch nie jemanden gesehen - außer seinem Sohn. Und der war nicht zuhause heute Abend.

 

Sophia sang arglos vor sich hin. Wie konnte sie nur so furchtlos sein? Obwohl, wenn er es sich eingestand: Hier bestand keine Gefahr. Außer ein paar Schlangen - und eine, die von ihm ausging! Noch ein paar Schritte und er würde sie sehen! Rajendra zwang sich stehen zu bleiben. Sein Atem ging laut und erregt. Er musste sich beruhigen! Verstohlen berührte er seinen Lingam. Was tat er nur hier? Silberhell perlte ihr Lachen über das Wasser. Nein! Er konnte nicht umkehren. Er würde sie nie mehr wieder sehen!

 

Leise und darauf bedacht kein Geräusch zu machen, schlich er weiter. Und dann stockte ihm der Atem. Da stand sie: Sein Engel! Nackt und völlig unbefangen stand sie bis zum Bauchnabel im Wasser. Das Abendlicht lag auf ihrem Haar und krönte sie mit einem goldenen Heiligenschein. Ihre helle Haut leuchtete wie Elfenbein - und er konnte nicht mehr zurück. Als sie ihn sah, verstummte sie. Aber sie bedeckte sich nicht. Mit ihren großen, aquamarinblauen Augen blickte sie ihn an. Fast ein bisschen neugierig. „Was wirst du jetzt tun?“, fragten diese Augen - und das war es schließlich auch, was er sich selber fragte.

 

Ohne nachzudenken, legte er seine Kleidung ab - und Sophias Blicke streichelten ihn. Heiße Schauer jagten über seine Haut. Rajendra konnte sich nicht erinnern jemals so erregt gewesen zu sein. Langsam stieg er ins Wasser - tiefer und tiefer - auf sie zu. Wie würde sie  reagieren? Sophias Augen blitzten, dann streckte sie ihm ihre Hände entgegen, ergriff seine und zog ihn näher. Behutsam nahm er sie in die Arme und Sophia schmiegte sich an seine Brust als würde sie dahin gehören. „Liebling!“, flüsterte sie und drängte ihm ihren Busen entgegen. Rajendra griff nach ihren Schultern und drehte sie um, dann glitten seine Hände unter ihre Achseln und umfassten bedächtig pralle Brüste, wogen sie in seinen Handflächen.

 

Sophia stöhnte lustvoll. Sie hob sich auf die Zehenspitzen und rieb Rücken und Po an seiner Front, schob sich seine Härte zwischen die Schenkel. Sanft begann sie zu schaukeln. Wieso war sie ihm nur so vertraut? - Er wusste, was kommen würde, bevor sie sich regte. Als hätten sie dies hier oft und oft getan. So, als wäre sie seine rechtmäßige Frau und Gattin! Seine Finger suchten nach ihren Knospen, tasteten und drückten, zwirbelten sie fester und fester - bis Sophia wimmerte. „Rajendraaahh!“ Woher wusste er, dass sie diesen Schmerz liebte? Er kannte keine Frau, mit der er das je getan hatte - und doch war er ganz sicher gewesen. Ohne zu denken kannte er, erspürte er - instinktiv - ihr Herz.

 

Er schloss seine Augen. Nur noch fühlen jetzt! Er „wusste“: Hier bei ihr war er zuhause! Herz und Seele! Völlig geborgen - und doch hochgradig erregt. Wilde Lust loderte in seinem Inneren - und gleichzeitig fühlte er sich so gelassen, so sicher wie nie zuvor. Seine Finger glitten über weiche, helle Haut. Tiefer hinab über ein süßes Bäuchlein. Ihm war, als flösse glühende Energie zwischen ihnen.

 

Und Sophia schmiegte sich an ihn. So eng! So berückend süß. Sie offenbarte ihm ihre Sehnsucht. Sie wollte ihn! Das war der Unterschied zwischen einer indischen und einer deutschen Frau. Seine Frau hatte ihn niemals begehrt - nicht ihn als Mann. Nicht IHN - Rajendra! Es gehörte sich auch nicht für eine Frau von Stand - auch nicht ihrem Ehemann gegenüber. Sexuelle Lust war etwas Allgemeingültiges, Universelles - nicht gebunden an eine Person. Und doch sehnte er sich danach der Einzige zu sein: Quelle und Ziel einer Liebe. So wie bei ihr: Sophia!

 

Seine Finger fanden sie, versanken in einer Feuchtigkeit, die glatter war, nasser als jede Quelle der Welt. Genießerisch legte sie ihren Kopf zurück, kuschelte sich an seinen Hals und schloss die Augen. Er spürte das Zittern ihrer Erregung an seinen Fingerspitzen. Zärtlich liebkoste er ihren Kitzler, fühlte, wie sie sich an seinem Körper bewegte. - Rajendra war völlig hingegeben - nur auf ihre Lust konzentriert. Seine eigene Begierde vergaß er beinahe vollkommen. Dieses entzückende, junge, deutsche Mädchen lehrte ihn, was keine indische Frau je vermocht hatte. Sie offenbarte ihm die Wonne uneigennützigen Gebens. Sie allein war das Ziel! Nur ihr Glück zählte in diesem Augenblick - in dem sein eigener Körper bebte vor unterdrückter Begierde.

 

Ihr warmer, weißer Leib an seiner dunklen Haut - allein dieser Anblick machte ihn verrückt. Ihre feste Brust, die spitze Knospe in seiner Hand - und eine weiche, feuchte Feige, in der er seine Finger vergraben konnte! Er liebte Feigen - und wenn er sich vorstellte diese hier ganz und gar auszulecken! Welch ungeheuere Gedanken ihm kamen! Anstößig und wunderbar! Erregende Eindrücke überfluteten ihn. Ihr geiler Po an seinem Lingam! Und wie begierig sie ihre Yoni an ihm rieb. Sie wollte ihn spüren. Aber noch würde er „es“ nicht tun. Zuerst wollte - musste er ihr seine Hingebung beweisen. Immer tiefer schob er seine Finger, drang vor in süßes Fruchtfleisch, teilte es mit seinem eigenen Fleisch. Seine zweite Hand kam zu Hilfe.

 

Wie willig sie sich ihm öffnete! Wie wundervoll sie stöhnte! Zeige- und Mittelfinger drangen in sie ein, nahmen sie in Besitz. Heiß und aufregend fühlte sie sich an - jetzt, auf einmal, hatte er das Bedürfnis etwas zu tun, was er noch nie... Er sehnte sich danach: Von dieser Feige wollte er kosten! Gierig küsste er ihren Nacken und fasste sie um die Taille. Ob sie...?

 

Sophia wehrte sich nicht, als er sie hochhob, um sie auf die Felsplatte am Ufer der Quelle zu setzen. Mit großen, erwartungsvollen Augen sah sie ihn an. Rajendra zitterte. Seine Hände berührten ihre Knie, schoben bereitwillige Schenkel weit auseinander. Er drängte sich dazwischen und legte seine Hand über ihre Scheide. Sophia stöhnte und legte sich zurück - gab sich hin. Das war Zustimmung. Behutsam spreizte er pralle Schamlippen, entdeckte so zum ersten Mal das rosa Innere der Feige. Warum war er so verrückt danach, ausgerechnet von dieser Frucht zu kosten? Langsam näherte er sich ihr. Noch konnte er zurück - doch da stieg ihm dieser verlockende Duft in die Nase. Wie verführerisch sie roch! Er musste - musste einfach wissen, wie sie schmeckte.

 

Was war es nur, das ihn mit dieser Frau verband? So eng, dass er Dinge mit ihr tun konnte, die ihm sonst zutiefst widerstrebten? Seine Zunge zwischen prallen Schamlippen bewies, dass es mehr war, als alles, das er bisher erlebt hatte. Mehr als er sonst zu geben bereit war. Seine Finger spielten in ihr, reizten sie, dass sie sich stöhnend wand vor seinen Augen. - Rajendra spürte das Zucken ihres Fleisches in seinem Mund. Jetzt wollte er es sehen. Wollte sich an ihrer Lust ergötzen.

 

War das, was er hier tat Betrug? Betrug an Moti? Oder verschenkte er nur, was sie ohnehin nicht wollte? Oder wollte er doch noch weiter gehen? - Wenn er ehrlich war gab es nichts, das er sich sehnlicher wünschte. Er wollte Sophia lieben! So lieben, wie er niemals geliebt hatte. Er wollte höchste Wonnen mit ihr und durch sie erleben. Aber er wollte das alles auch für sie! Er ersehnte Vollkommenheit! Sein Daumen rieb eine wunderbar schimmernde Perle und seine Zähne gruben sich in ihre köstliche Frucht. Zuckend drängte sie ihm ihre Feige entgegen - und er stieß seine Zunge tiefer und tiefer. Ihr Becken wippte immer schneller und ihre verlangenden Seufzer wurden begehrlicher - lauter! Und dann bäumte sie sich auf unter seinen Händen - und ihr Schrei gellte durch den Wald.

 

Tiefe Befriedigung durchströmte ihn. War er jemals glücklicher gewesen? Den herrlichen Geschmack ihrer Lust würde er niemals mehr vergessen. Zärtlich leckte er noch einmal. Feigen waren schon immer seine Lieblingsfrüchte gewesen. Und von dieser konnte er einfach nicht lassen. Wie wundervoll war es, sie in höchste Ekstasen zu treiben. Da richtete Sophia sich auf, sah ihm ins Gesicht. „Ich will mehr!“, flüsterte sie und rutschte auf ihn zu. Sie schlang ihm die Hände um den Hals. Ihre Beine waren weit gespreizt und er konnte zuschauen, wie sie sich im Wasser mit ihm vereinigte. „Wahnsinn!“, keuchte sie, als er in sie eindrang.

 

Oh ja, das war es! Wahnsinn! Rajendra glaubte jede Sekunde zu explodieren. Glühende Hitze hielt ihn umfangen. Jetzt konnte er nicht mehr denken. Nicht mehr geben! Jetzt war es an ihm. Er war kein impulsiver Mann - normalerweise. Wie hatte er sich geirrt! Er war eine Raubkatze! Ein bengalischer Tiger! Heißblütig und hemmungslos! Wild! Und jetzt war seine Zeit gekommen. Diese Rossantilope würde er jetzt reißen! Leidenschaftlich stieß er zu. Ein, zwei, drei, vier, fünf Mal - dann erschallte triumphierend das Gebrüll des Tigers durch die Wildnis.

 

Völlig befriedigt sank er auf sie und hielt sie fest. Dieser zarte, hellhäutige Frauenkörper in seinen Armen würde für immer in seinen Gedanken gegenwärtig sein. Sie hatte ihm seine wahre Natur entdeckt. Und sie hatte ihm den Weg gezeigt, den er gehen musste. Denn es war sein Weg. Auch wenn Sophia ihn verlassen würde - er würde zurückfinden zu Moti, seiner Frau. Sie würde ihn mit ihm gehen: Den Pfad der Hingabe.

 

© BvS