Methoden eines Gigolos

- in memoriam -


Wenn sie ihr Leben überdachte, war es eigentlich nicht schlecht gewesen - obwohl...! Sie war auf einem Dorf aufgewachsen, zusammen mit ihrem Bruder und als sie 18 Jahre alt war, wurde sie verheiratet. Das heißt, ganz so war es nicht, aber sie empfand es so - zumindest im Nachhinein.

                                    

Dieser umwerfende Mann, wollte sie zur Frau! Sie kannte ihn schon lange - aber eher als Freund der Familie. Er war wesentlich älter als sie: Ein Doktor der Medizin, verheiratet und dann - Vater eines Babys und plötzlich, seit seine Frau bei der Geburt gestorben war: Witwer! Er war ein beschäftigter Mann - und er brauchte eine Mutter für sein Kind - und auch eine Frau - für sein Bett! Eva-Maria war süß und unschuldig und entzückend anzusehen - also genau richtig für den Herrn Doktor! Und sie folgte aufs Wort. Das war sie schließlich von ihrem Vater gewöhnt.

 

Außerdem war sie ja so verliebt. Dieser Mann sah gut aus und er war angesehen und er interessierte sich für sie: Die kleine Eva-Maria! Sein Antrag hob sie aus der Masse heraus. Ihre Freundinnen staunten sie an wie das Christkind persönlich. Sie war sehr geschmeichelt - bis zu dem Zeitpunkt, als ihr der blanke Hass ihrer Schwiegereltern entgegenschlug. Und dann waren da noch die Eltern der verstorbenen Frau, der Mutter des Kindes. Sie hätten es ihr am Liebsten weggenommen, das Kind.

 

Aber er, ihr Mann, war schon in Ordnung gewesen. Es war zwar niemals eine Partnerschaft geworden - er war eher ihr Vorgesetzter, aber er war ein guter Mensch. Sie war zufrieden - sie hatte "ihr" Baby, und er überhäufte sie mit allem, was ihr Herz ersehnte. Der Sex zwischen ihnen, war allerdings lauwarm geblieben, aber das wusste sie erst heute. Damals war es völlig normal gewesen.

 

Als er starb, brach für sie eine Welt zusammen. Sie war gerade erst 40 Jahre alt und eigentlich nie erwachsen geworden. Es wurde ja immer verfügt über sie - und das war auch irgendwie gut so. Jetzt übernahm ihr Sohn diese Aufgabe - und sie versuchte ihre Trauer zu bewältigen. Materielle Sorgen hatte sie nicht, er hatte sie gut versorgt zurückgelassen, aber sie war jetzt sozusagen „führungslos“  und sie irrte fast vier Jahre umher, bis sie einen Mann kennenlernte, der sie wieder an die Hand nahm.

 

Was war das für eine wundervolle Zeit gewesen mit ihm! Ihr Herbert war ein Traum. Auch er war um einiges älter als sie - und doch wurde es mehr Partnerschaft, als ihre Ehe. Er war liebevoll und zärtlich. Zum ersten Mal erlebte sie, wie es sein konnte, einen Mann zu haben, der sie streichelte. Es war nicht unter seiner Würde, sich um sie zu bemühen. Eva-Maria und Herbert waren einander innig zugetan - und sie heirateten nur aus finanziellen Gründen nicht. Es war so eine schöne Zeit! Eigentlich fast die wunderbarste Zeit ihres Lebens, wenn man davon absah...!

 

Tja, aber das konnte sie nicht! Sie konnte nicht davon absehen! Herbert war ihr Partner gewesen - über 18 lange Jahre und sie vermisste ihn noch immer! - Aber jetzt, nachdem sie zwei Jahre um ihn geweint hatte, hatte ihr das Schicksal einen Mann in ihr Leben geworfen - besser gesagt in ihr Bett, so dass sie sich fühlte wie damals - wie mit 18! Sie war verwirrt, sie war verliebt, sie war außer sich - wie ein Teenager! Dabei wurde sie jetzt bald 65! Eva-Maria verstand die Welt nicht mehr. Sie kam mit diesem Gefühlschaos nicht zurecht!

 

Quirin - der Kriegerische! Er war in ihr Leben getreten, besser gesagt: Er war in ihr Leben getanzt und hatte absolut alles über den Haufen geworfen. Eva-Maria hatte sich von ihrer Freundin Betti überreden lassen, mit ihr zum 5-Uhr-Tanz-Tee zu gehen und damit hatte es begonnen. Sie tanzte leidenschaftlich gerne und sie wurde auch sehr schnell eine begehrte Tänzerin. Sie sah gut aus. Sie hatte eine tolle Figur (Sie achtete auch darauf!) und eine bezaubernde Garderobe. Größe 40! Die meisten Damen in ihrem Alter waren wesentlich beleibter. Eva-Maria hatte einen frechen Kurzhaarschnitt und sie war ausgesprochen temperamentvoll. Die Männer rissen sich um sie! Die Idee ihrer Freundin war doch gar nicht so schlecht gewesen. Diese Tanzveranstaltungen einmal in der Woche, taten ihr gut. Sie hoben ihr Ego. Die Männer machten ihr den Hof - auch verheiratete Männer!  Sie war empört - und sie lehnte ab! Aber eines Tages, sah sie einen, der sie erinnerte...

 

Er sah fast ein bisschen aus - wie Herbert. Es war einfach der Typ,  auf den sie stand. Etwas größer als sie, nicht zu sehr - stattlich, mit einem weißen, dichten Haarschopf und recht gesunder Gesichtsfarbe. Schon als er das Lokal betrat, war sie elektrisiert. Trachtenmantel, Steinklopferhut und ein Benehmen, das ihr sagte, er gehörte hierher. Sie hatte ihn zwar noch niemals gesehen, aber alle anderen begrüßten ihn herzlich - besonders die Damenwelt. Sie beobachtete ihn verstohlen. Wie alt er wohl war? 70 - 75 - oder doch schon älter? Vielleicht 78? Er tanzte gut - sehr gut sogar! Und er tanzte mit allen anwesenden Damen - nicht nur mit einer! „Betti, wer ist der Neue?“ fragte sie leise. Aber bevor ihre Freundin antwortete, stand er auf einmal vor ihr.

 

Er machte eine formvollendete Verbeugung und reichte ihr die Hand. „Gnädige Frau, darf ich Sie um diesen Tanz bitten?“ Eva-Maria wurde rot. Jetzt hätte sie kein Wort herausgebracht. Aber einfach sitzen bleiben konnte sie auch nicht, also stand sie auf und legte schüchtern ihre Hand in seine. Sie spürte einen leisen Druck, so, als wolle er sie beruhigen. Wie zauberhaft! Wahrscheinlich hatte sie sich bereits in diesem Augenblick in ihn verliebt! Aber genau konnte sie es nicht sagen, denn seit sie ihn kannte, lebte sie in ständiger Verwirrung.

 

Sie tanzten Walzer - auch in ihrem Kopf drehte sich alles im Kreis. „Sie sollten den dritten Schritt mehr schleifen!“ korrigierte er ihren Tanzstil und Eva-Maria passte sich sofort an. Gehorchen war sie ihr Leben lang gewöhnt. Quirin war ein ausgezeichneter Menschenkenner und er hatte sofort erkannt, dass Eva-Maria der Führung bedurfte - und das wiederum konnte er! –

 

Und dann machte er ihr den Hof - nach allen Regeln der Kunst. Außerdem tanzte er nur noch mit ihr. Die anderen Damen sahen schon neidisch herüber und Eva-Maria wurde immer aufgekratzter. Nein, sie ließ sich nicht nach Hause bringen - noch nicht. Doch dem Wiedersehen in der nächsten Woche, dem fieberte sie entgegen. Mindestens 20-mal zog sie sich um, an diesem Tag, und als er kam und sie bemerkte, dass seine Augen aufleuchteten bei ihrem Anblick, da wusste sie, dass es sich gelohnt hatte. Seine bewundernden Blicke, waren für sie ein wahrer Jungbrunnen.

 

Und diesmal fragte er nicht, ob er sie heimbringen durfte. Er lud sie ein - zum Essen, aber nicht hier und nicht heute. Niemand aus dem Freundeskreis sollte es wissen. Nur er und sie. „Ich hole Sie ab!“ bestimmte er. „Am Freitagabend bin ich um acht Uhr bei Ihnen.“ Quirin fragte nicht einmal nach ihrer Adresse - er hatte sie längst. Eva-Maria war beeindruckt, erfreut, beglückt, verwirrt - und das alles gleichzeitig. - Um Punkt acht Uhr stand sie bereit.

 

Ausgehen, das war nicht so ihr Metier, aber es gefiel ihr - an seiner Seite. Sie fühlte sich beschützt. Er war ein richtiger Mann und er traf genau den Ton. Bestimmend und doch nicht befehlend. Außerdem war sein Charme einfach umwerfend. Sie zumindest warf er um! Und seine Hand, die nach ihrer griff, irritierte sie völlig. Fingerspitzen berührten sanft ihre Handfläche, streichelten zärtlich darüber hin. Gefühle, die sie nie gekannt hatte, überfluteten ihren ganzen Körper. Sie hatte plötzlich eine Gänsehaut. Quirin sagte ihr, wie schön sie war - wie weiblich sie wirkte - wie hinreißend sie tanzte. Sie war seine Königin. Und immer wieder berührte er sie. Ob er verheiratet war? Sie fragte ihn. Nein, war er nicht. „Ich hatte eine längere Beziehung, aber das ist zu Ende!“ erklärte er ihr. Eva-Maria atmete auf.

 

Er war gefragt bei den Damen, das spürte sie. Wie viele er wohl schon gehabt hatte? Sie fragte sich tatsächlich, wie viele Frauen Quirin schon geliebt hatte. War sie verrückt geworden? So etwas interessierte sie doch sonst nicht! Dieser Mann weckte etwas in ihr, von dem sie nicht gewusst hatte, dass es existierte! Sie überließ ihm ihre Hand, obwohl sie schon zitterte, wie Espenlaub. In ihrem Bauch flatterten Schmetterlinge - sie nahm fast nichts von dem köstlichen Essen zu sich. Nur den Sekt - den trank sie gierig. Er beruhigte so schön und ließ sie alles leichter nehmen.

 

Es war doch ganz normal, mit einem Mann auszugehen, oder? Eva-Maria hörte fast nicht mehr, was er zu ihr sagte. Sie verhedderte sich in ihren eigenen Gedanken und Selbstvorwürfen. Wieso hatte sie nur so ein schlechtes Gewissen? Sie genoss doch seine Hände zwischen ihren Fingern! Sie streichelten ihre Handgelenke, strichen über ihren Puls. Sein Mittelfinger schob sich unter ihren Ärmel, berührte ihren Unterarm. Eva-Maria hatte ein Gefühl, als würde er sie entkleiden. Es fühlte sich so intim an, so erregend. Und dann zog er ihre Hand an seine Lippen und küsste sie. Ihr stockte der Atem. War das schon Sex? Sie empfand es so - und er schien es zu spüren. Wie er sie ansah! So, als ahne er, dass sie ihn wollte! Als hätte sie ihn gebeten - um seine Liebe!

 

Quirin lächelte wissend. Natürlich wusste er, was er anrichtete. Sie war so eine schöne Frau und doch so scheu, so unerfahren. Etwas, das man vom ihm nicht sagen konnte. Er war ein geborener Verführer - und er liebte es, zu verführen. Erst recht Frauen, wie Eva-Maria! So süß! So unschuldig! Und besonders liebte er es, wenn seine Bemühungen auch Früchte trugen - in materieller Hinsicht. Die Frauen, die er liebte, verwöhnten ihn in dieser Hinsicht grenzenlos. Aber schließlich war er es auch wert. Er schenkte ihnen Etwas, das sie ihr Leben lang vermisst hatten. Er glich ihre Entbehrungen aus - machte gut, was andere Männer nicht vermochten. Er schenkte den Himmel auf Erden! War das nicht alles wert? Und zumeist liebte er sie wirklich. Sie machte es ihm ja auch leicht.

 

Er hatte es im Blick. Es waren allesamt schöne Frauen, die er erwählte. Schön und reich - und immer zu kurz gekommen. Sie hatten Männer gehabt, die es verstanden Geld zu scheffeln. Aber sie hatten keine Zeit und kein Geschick für ihre Frauen - die zarten Blüten an ihrer Seite. Er liebte sie, so wie sie es verdienten. Zeigte ihnen was Lust war, gab sich selbst hin. Natürlich genoss er es auch! Aber das war ja legitim.

 

Und diese zauberhafte Knospe, Eva-Maria, würde sich unter seiner sachkundigen Pflege schnell zu einer prächtigen Orchidee entwickeln. - Da war er ganz sicher. Zärtlich lächelte er sie an und beugte sich zu ihr. Wie aus Versehen, berührte er ihre Wange, ließ sie seinen warmen Atem an ihrem Hals spüren. „Danke, dass du mitgekommen bist!“ flüsterte er. Er sah, wie ihre Wimpern flatterten und dann schloss sie die Augen. Das war sein Einsatz. Ganz kurz nur, drückte er einen flüchtigen Kuss auf ihre Schläfe. Eva-Marias nächster Atemzug geriet zu einem Stöhnen. Dieser Mann hatte einen unglaublichen Einfluss auf sie! Aber sie wollte es auf keinen Fall missen. Es gab vielleicht doch noch mehr - in dieser Hinsicht? Sie würde es herausfinden - zusammen mit ihm!

 

Immer wieder trafen seine Fingerspitzen ihre Handinnenfläche. Bisher hatte sie nicht gewusst, wie sensibel ihre Haut an dieser Stelle war. Gefühle, die sie nicht deuten konnte, stiegen auf in ihr. Quirin hätte ihr erklären können, was geschah. Er gab sich alle Mühe sie zu erregen - und das möglichst unauffällig! Und ihre Unerfahrenheit leistete dem Vorschub. Sie kannte es nicht, das Gefühl der Lust - der körperlichen Begierde! Noch kannte sie es nicht! Er würde es ihr schon zeigen! Er würde sie verrückt machen - lüstern - gierig nach ihm. Er war auf dem besten Weg dazu. Nur vorsichtig musste er sein. Sie war so scheu - er durfte sie nicht vor den Kopf stoßen, wenn er Erfolg haben wollte. Aber das war nicht sein Problem. Er war ein geübter Liebhaber - und sie war so unschuldig, dass nicht zu befürchten stand, dass er die Beherrschung verlieren würde. Dazu hätte es einer ebenbürtigen Geliebten bedurft - und auch dann! Er hatte sich im Griff! Zumeist jedenfalls!

 

Als er Eva-Maria nach Haus brachte, machte er keinen weiteren Versuch, ihr näher zu kommen. Sie musste ihm vertrauen, sonst würde sie sich niemals öffnen. Lediglich ihr Haar küsste er - ganz sanft - hinter dem Ohr. An dieser Stelle, die so hoch erregbar war, wie kaum eine andere. Er strich zärtlich mit seinen Lippen darüber hin und flüsterte: „Gute Nacht, meine Liebste! Schlaf’ schön und träum’ - von mir!“ Dann ging er und ließ sie alleine - mit dem verwirrenden Gefühl der Sehnsucht in ihrem Inneren.

 

Jetzt konnte sie nicht schlafen! Mit Sicherheit nicht! Was hatte er nur mit ihr gemacht? Hatte er sie verzaubert? Einen Bann über sie gelegt? - Sie stellte sich vor, er wäre mitgekommen -  wäre jetzt hier bei ihr - in ihrem Bett. Glühende Hitze stieg in ihr auf. Er würde sie in seinen Armen halten und seine Hände würden sie streicheln, seine Lippen küssen – und nicht nur die Schläfe und ihr Haar. Er würde ihren Mund liebkosen und seine Finger würden unter ihr Hemd gleiten - ihre nackte Haut berühren. Schauer durchrieselten sie. War das Begehren? Fühlte sie Lust - körperliche Sehnsucht - nach ihm? Gleichzeitig dazu, überkam sie ein brennend schlechtes Gewissen. Sie begehrte die Liebe, den Körper eines Mannes! - Was war sie für ein schlechtes, sündiges Weib!

 

Quirin fuhr nach Hause. Diese neue Frau in seinem Leben gefiel ihm über die Maßen gut. Sie war wirklich zauberhaft und sie war tatsächlich wunderschön. Sie hatte fast die Figur eines jungen Mädchens - und sie war beinahe genauso unschuldig. Außerdem hatte sie die Rechnung bezahlt. Auch das kam ihm entgegen. Er hatte nur eine kleine Rente und offensichtlich hatte sie Geld im Überfluss. Es würde ihm nicht schwer fallen sie zu lieben - eigentlich war er schon verliebt - zumindest ein bisschen!

 

Wenn er sich jetzt zu Bett begab und träumte, er würde ihren schlanken Körper an seinen ziehen, dann hätte er beinahe die Beherrschung verlieren können. Aber noch war er alleine, da konnte er sich gehen lassen. In seiner Phantasie konnte er alle seine Lieblingsspiele mit ihr treiben, ohne dass er sie zu Tode erschreckte. Es machte nur ihn scharf. Aber es würde noch einige Zeit brauchen, bis sie all seine Erfahrung verkraften konnte. Und bis dahin würde er sehr sanft mit ihr umgehen müssen. Er musste sie erst davon überzeugen, dass es nicht „sündig“ war, was er und sie miteinander taten - oder tun würden! Denn dass sie es tun würden, daran bestand kein Zweifel. Sie war schon jetzt verrückt nach ihm - gierig nach seiner Zärtlichkeit! Nur gestand sie es sich noch nicht ein. Aber er würde es schaffen - bald, schon sehr bald!

 

Eva-Maria rief am nächsten Morgen ihre Freundin an. Sie war ein ehrlicher Mensch und sie brauchte dringend den Rat einer Frau, die auf diesem Gebiet mehr Erfahrung hatte als sie. Was sollte sie denn jetzt bloß tun? Ihre Gedanken kreisten nur noch um Quirins Zärtlichkeiten - um seine Küsse, seine Hände, um die Gefühle die sie verspürte, wenn sie in seinen Armen über die Tanzfläche schwebte. Aber Betti war ihr momentan auch keine große Hilfe. Sie riet ihr zu. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie längst eine Affäre begonnen - aber so war sie nicht erzogen.

 

Sie trafen sich jetzt immer öfter, obwohl sie es eigentlich auf den einen Abend nach dem Tanz hatte beschränken wollte. Allerdings hatte sie nicht damit gerechnet, dass er sie so anziehen würde! Seine Komplimente machten sie süchtig und erst recht die verfänglichen Zärtlichkeiten, mit denen er sie bedachte und doch konnte sie ihn nicht zurechtweisen. Er ging nie zu weit. Sie hatte Angst, dass er sie auslachen würde, wenn sie ihm gewisse Berührungen verbot - und eigentlich wollte es sie es ja auch nicht verbieten. Sie genoss es ja, so umgarnt zu werden. Es verunsicherte sie nur bis zum Grunde ihrer Seele. Fast täglich trafen sie sich - gingen zum Essen und zum Tanz. Er hatte ein Auto und er spielte ihren Chauffeur, den Kavalier an ihrer Seite. Und immer parkte er ganz zufällig auf nicht einsehbaren, dunklen Parkplätzen. Da musste er sie dann beschützen. Er legte den Arm um ihre Schultern - und sofort fühlte sie sich geborgen. Sie entspannte sich - er zog sie fester an seine Brust - und ihre Erregung nahm zu. Jedes Mal, wenn sie ein Lokal betraten, war ihr Gesicht hochrot. Seine Lippen streiften immer wieder ihr Haar, ihr Ohr oder er küsste zärtlich ihre Stirn. Wann würde er ihren Mund küssen? Oder musste sie ihn darum bitten?!

 

Quirin hatte genau die richtige Therapie für sie. Tatsächlich wartete er, dass sie den Anfang machte! Er wollte sagen können: „Die körperliche Annäherung ging ja von dir aus!“ Und so fasste er sich in Geduld und reizte sie weiter. Nach der dritten Woche hielt sie es nicht mehr aus. Als er wieder zum Abschied ihre Wange streifte, drehte sie „versehentlich“ den Kopf, so dass er ihre Lippen traf. - Und er reagiert sofort! Sein Mund berührte sie ganz zart und dann stöhnte er leise und zog sie fest an sich. Ihre Lippen verschmolzen und er küsste sie leidenschaftlich - so, wie sie noch niemals geküsst worden war. „Was machst du nur mit mir?“ murmelte er so leise, dass sie es kaum verstand. Er verdrehte den Sachverhalt, aber auf diese Weise gab er ihr die Sicherheit, die sie brauchte. Nicht mit ihr geschah etwas, das sie nicht lenken konnte - sondern sie bewirkte es. So konnte sie damit umgehen.

 

Eva-Maria schmiegte sich an ihn, überließ sich seiner Zärtlichkeit und - sie fragte ihn, ob er nicht noch eine Flasche Sekt mit ihr trinken wolle! Bei ihr zu Hause! - Natürlich wollte er. Sein Plan ging auf. Ihr Haus war wunderschön und das Wohnzimmer war wie geschaffen, für eine galante Verführungsoffensive.

 

Quirin setzte sich auf die breite Couch und als sie den Sekt brachte, setzte sie sich neben ihn. Er erkannte die Zeichen der Zeit! Jetzt konnte er sich weiter vor wagen, ohne eine Zurückweisung zu riskieren. Sie hatte das Spiel eröffnet, legte ihre Hand auf seinen Oberschenkel und er nahm sie in seine Arme. Sanft zog er sie an sich, sah in ihre strahlend blauen Augen. „Du hast Augen so blau, wie das Meer!“ flüsterte er. „Wenn ich nicht aufpasse, werde ich darin ertrinken! - Ich irre schon jetzt, wie ein Schiffbrüchiger über die See und finde nicht mehr nach Haus!“ Eva-Maria schmiegte sich an ihn. „Du bist doch zu Haus!“ antwortete sie prompt. „Bei mir!“ fügte sie noch eine Spur leiser hinzu.

 

Da küsste er sie hingebungsvoll. Behutsam öffnete er ihre weichen Lippen, leckte sie zärtlich. Seine Zunge streichelte sie. Ganz weich, ganz vorsichtig liebkoste er sie - achtete auf jedes winzige Zeichen der Missbilligung. Aber es blieb aus. Eva-Maria war hingerissen. Ihre Sehnsucht nach ihm wurde immer größer, machte sie bereit für mehr. Es fiel ihr zunächst gar nicht auf, dass seine Hand unter ihr Kleid gerutscht war, langsam einen Weg bahnte, ihre Beine entlang - höher und immer höher. Als sie es gewahr wurde, schob er sie gerade zwischen ihre Oberschenkel. Konnte sie jetzt noch etwas sagen? Protestieren? Sie zögerte. Die Gefühle, die er auslöste, machten es ihr schwer, ihn zurückzuweisen. Stöhnend holte sie Atem und sank hilflos zurück auf die Couch. Ihre Beine gaben nach, öffneten sich einen Spalt. Es sah zufällig aus, aber er wusste es besser. Sie wollte es! Sie wollte, dass er sie berührte, dass er sie liebte.

 

Seine Hand erreichte ihren Venushügel, aber bevor er zugriff, sah er in ihre Augen - fragend. Sie sollte „ja“ sagen! Sie musste jetzt zustimmen oder - nicht! Gegen ihren Willen würde er sie nicht lieben - das war nicht seine Art. Außerdem wusste er: Es war eine Art seelische Preisgabe, wenn sie ihm ihr Einverständnis gab - fast wertvoller als ihre körperliche Hingabe! Seine Fingerspitzen berührten sie, strichen sanft auf und ab - an dieser verführerischen Spalte, zwischen ihren Beinen. Eva-Maria stöhnte, ließ ihre Schenkel noch weiter nach außen sinken. Ein ganz kleines Lächeln umspielte seine Mundwinkel. „Du möchtest meine Liebe spüren, meine Eva-Maria!“ Er war sich so sicher - und genau das machte sie schwach. Der Druck seiner Hand wurde stärker. Er umfasste ihre gesamte Vulva, massierte sie - aufreizend langsam, behutsam. „Sag’ es mir!“  Seine Bewegung erstarb. Ja, sie wollte es! Sie sehnte sich danach, dass er weitermachte, sie genau an dieser Stelle streichelte, sie erregte, bis sie die Kraft fand, ihm ihre gierige Weiblichkeit zu präsentieren. Ihre Beine zu spreizen und ihn um seine Liebe zu bitten.

 

Quirin hob seinen Arm an. Ihr Rock glitt höher, zeigte ihm ihre Beine - den Hügel der Lust. „Zieh’ deine Strumpfhose aus, meinen Schönste!“ Eva-Maria gehorchte und dann sank sie nieder, als hätte sie nicht mehr genug Kraft, ihm zu widerstehen. So fühlte sie sich auch - ausgeliefert. Aber mehr ihrer eigenen Lust, als ihm. Er hatte sie umgarnt, verwirrt, erregt und jetzt würde er sie nehmen - und sie bettelte förmlich darum. Quirin schob sich hinab auf den Boden, kniete vor ihr - zwischen ihren nackten Schenkeln. Wo war ihr Höschen geblieben? „Meine süße, lüsterne Schönheit!“ murmelte er lächelnd. Sie spielte ihm in die Hände. Es würde nicht lange dauern und sie würden sehr viel Freude aneinander haben. Er drängte ihre Beine auseinander und rückte näher. Diese Bild war unbeschreiblich. Langsam wurde er so gierig nach ihr, dass seine Taktik zu bröckeln begann. Aber jetzt war er schon an einem Punkt, an dem sie ihn nicht mehr abweisen würde.

 

„Lass’ mich dich lieben, Eva - meine Liebste!“ Er legte seine Hände auf ihr Geschlecht und reizte ihr empfindliches Fleisch. Sanft zog er ihre Schamlippen auseinander, kam immer dichter an sie heran. Er hatte ihren intimen Duft in der Nase. Stöhnend ließ er sich auf sie sinken, küsste ihre rosa Venusblüte. Eva-Maria zuckte in seinen Armen. Sie wand sich. Die Lust überschwemmte sie, doch gleichzeitig quälten sie Gewissensbisse. So etwas hatte sie bisher noch nie erlebt. Sie berührte sich kaum selbst - an dieser Stelle. Und nun betrachtete er ihre Scheide aus nächster Nähe und machte sie genau damit völlig verrückt. Er drückte seinen Mund dagegen, streichelte sie mit den Lippen. Sie spürte seine Zunge, die sanft über ihre Schamlippen strich, sich dazwischen schob - ihren Kitzler leckte. Sie hätte ihre Schenkel schließen müssen, sich verwahren gegen solche „Dinge“. So etwas tat man nicht! - Aber wenn ER es doch wollte! Seine Zungenspitze kreiste beharrlich. Solche Gefühle zu haben!  Sie spreizte ihre Beine noch weiter, bot sich ihm an, reckte ihm ihr hungriges Geschlecht entgegen. Er sollte bloß nicht aufhören. Hin- und hergerissen zwischen der Lust einerseits und ihrer puritanischen Erziehung andererseits, wurde sie immer geiler. Die intensiven Lustgefühle schwemmten ihre Hemmungen über Bord. - Herrgott, war das geil! Er sollte sie jetzt nehmen - sie war bereit! Sie war so geil nach ihm, wie sie es noch nie nach einem Mann gewesen war. „Jaaahhh!“ stöhnte sie gierig.

 

Quirin hatte es geschafft. Er hatte ihren Widerstand besiegt. Jetzt würde er seine Lust ausleben können. Er richtete sich auf und öffnete seine Hose, ließ sie fallen. Sein hartes Glied wippte nach, traf ihre feuchte Weiblichkeit. Er drückte sich dagegen, drang ein mit seiner prallen Spitze. Eva-Maria zuckte. Sie stieß ihm entgegen. „Ohh jaahh!“ –

 

Wow! Waren das Gefühle! Wenn er doch tiefer stoßen wollte! Seine Daumenspitze massierte immer noch die heißeste Stelle. „Komm schon, meine Schönste - lass’ es mich sehen!“ forderte er. Eva-Maria war ratlos. Was sollte sie tun? „Zeig’ mir deine Möse! - Zieh’ sie auseinander!“ So hatte noch niemand mit ihr gesprochen! Und doch! Seine Kommandos fuhren ihr direkt in den Unterleib - machten sie willenlos, noch schärfer - wilder nach ihm. Sie hätte es nicht geglaubt, wenn man es ihr gesagt hätte. Aber er hatte es von Anfang an gewusst. -  Was war sie für ein geiles Flittchen - er behandelte sie ja auch so! Und sie genoss jeden Moment! Sie fühlte sich so verrucht, wie nie - aber auch so sexy - so geil, wie nie!

 

Langsam streichelte sie über ihre Brüste, hob sie aus dem Büstenhalter. Quirin gingen die Augen über. Wer hätte das gedacht? Er hatte ein Naturtalent erweckt - wie höchst erfreulich! Diese schüchterne Kleine würde ein Hit sein im Bett - in seinem Bett. „Jaah!“ keuchte er. „Mach’ weiter so!“ Eva-Maria lächelte verführerisch. Jetzt wusste sie, wie man dieses Spiel spielte. Ihre Hände glitten über den Bauch - hinunter - umfassten ihren Schamhügel und kneteten. Sie stöhnte laut. War das ein Genuss. Sie konnte ihn sogar noch steigern. Behutsam umrundete sie seine Finger und dann griff  sie zu. Mit einem Ruck spreizte sie ihre Schamlippen. Sie waren ihr noch nie so groß, so feucht und prall erschienen. Ihre ganze Muschi war geschwollen, erwartete nur noch seine Stöße. Eva-Maria spürte, wie er schneller wurde, härter - tiefer in sie stieß. Und mit jedem Stoß, durchfuhr sie die Lust, wie ein Blitz, ließ sie aufstöhnen vor Gier. Dieser Mann hatte genau die richtige Art, sie zu nehmen. Und seine massierenden Finger an ihrem Kitzler, machten sie so verrückt. Er traf genau den Punkt. „Oh jaa! Fester!“ Sie hätte nie geglaubt so etwas sagen zu können, aber jetzt war sie jenseits der Scham. Quirin stieß zu. Sie war genauso wild, wie er es gerne hatte. „Du willst es!“ reizte er sie noch weiter. „Du willst, dass ich ihn dir hineinstoße - meinen harten, geilen Schwanz! -  Du willst gefickt werden! - Sag’ es!“ Eva-Maria schluckte. Immer wieder stieß er zu, aber als sie nicht reagierte, wurde er langsamer, zog sich zurück. Sie spürte nur noch seine Eichel - an ihrem empfindlichen Eingang - und seine Finger, die sie wahnsinnig machten. „Komm schon, meine Schöne! Sag’ es! Du willst es doch sagen! Du willst mir doch gehorchen! - Sei schön brav!“

 

Sie wippte ihm ihr Becken entgegen, aber das war ihm jetzt nicht mehr genug. Er hatte Blut geleckt. Sie hatte ihm gezeigt, dass sie doch kein so süßes Blümchen Rühr-mich-nicht-an war. Jetzt wollte er es wissen! „Soll ich aufhören?“ fragte er leise. „Ich tue nur, was du willst!“ Es war keine Rücksichtnahme - es erweckte nur den Anschein. Quirin manipulierte sie. Er wollte, dass sie sich auslieferte. Eva-Maria schnappte beinahe über. Wenn er sie jetzt nicht nahm, drehte sie durch. „Ich will es ja!“ keuchte sie. „Was, meine Süße?“ Er war immer noch so beherrscht - hatte sie ebenfalls unter Kontrolle. Sie stieß gegen ihn, wimmernd vor Sehnsucht - und er wich aus. Stöhnend presste sie die Augen zu und flüsterte: „Fick mich!“

 

Da stieß er zu. „Braves Mädchen!“ Jetzt konnte auch er nicht mehr warten. Hemmungslos und wild vögelte er drauflos. Eva-Maria schrie auf in ohnmächtiger Gier. Die Lust brach wie eine Sturmflut über ihren Unterleib herein. Ihre Scheide verkrampfte sich um seine Männlichkeit und presste sie aus - und sie konnte nur noch röcheln vor Geilheit. Quirin hatte ihr den ersten Orgasmus ihres Lebens geschenkt und damit alles auf den Kopf gestellt.

 

Was war sie für eine dumme Gans gewesen. Natürlich wollte sie gefickt werden - von ihm! Immer und immer wieder! Denn auf diese Gefühle wollte sie nicht verzichten - auch wenn sie ihr Gewissen quälen sollte. Was hatte es schon zu bedeuten? Und wenn sie ihn darum bitten musste - sie würde es tun! Und wenn er damit seine Rente aufbesserte - sollte er! Sie würde ihn bezahlen!

 

An seine große Liebe glaubte sie nicht. Denn Eva-Maria war nicht dumm - sie war nur geil. Quirin war nicht der Mann, auf den sie bauen konnte - keiner zum Heiraten. Aber das wollte sie ohnehin nicht, sie hatte es schon gehabt! - Was sie wollte, das konnte er ihr geben. Er hatte genau die Art, fand genau die Worte, die sie anheizten. Er machte sie scharf - zwang sie, ihre Lust zu gestehen, sich gehen zu lassen, ordinär zu sein. Überwand damit ihr Gewissen. Kein anderer hatte das bisher geschafft - aber sie hatte selbst nicht gewusst, dass man sie so behandeln musste! Er behandelte sie wie eine Schlampe - und das gefiel ihr! Es machte sie an! – Aber vielleicht war sie ja eine Schlampe? – Wer konnte das wissen, außer ihm vielleicht? - Eine geile, kleine Schlampe!

 

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