La pelle

 

Es war die Seitenstraße, die von der Fußgängerzone abging. Gleich nach zwanzig Metern kam da ein italienischer Schuhladen. „La pelle!“ Sie hatten Traumschuhe! Nur Modelle aus Mailand und Rom. Katja stand oft vor diesem Laden und träumte sich hinein. Katja war neunzehn Jahre alt, sah aber nicht so aus. Wenn sie in die Disco wollte, musste sie - zu ihrem großen Ärger - immer ihren Ausweis bei sich haben. Niemand glaubte ihr sonst, dass sie schon so alt war. Eigentlich war das die Problematik ihres Lebens. Sie wurde immer übersehen!

 

Wenn sie sich im Spiegel betrachtete, konnte sie sich zwar nicht beschweren, denn die Einzelteile waren sehr nett! Sie war etwa 1.70 m groß und schlank, allerdings war ihr Busen zu groß für ihre Figur! Ihr Gesicht war ebenmäßig und das Schönste an ihr waren ihre blauen Augen - veilchenblau! Sie fielen auf, denn ihr Haar war kupferfarben und lang und, wie alle echten Rothaarigen, hatte ihre Haut den Ton von entrahmter Milch. Weiß - fast durchsichtig. - Sie war farblos! Und sie sah entsetzlich jung aus - kindlich! Kurz und gut: Sie war überhaupt nicht zufrieden mit sich!

 

Heute stand sie am selben Fleck wie immer und sah sich die neue Auslage an. Die Sommermodelle! Zauberhaft und jedes einzelne Paar hätte ihr gefallen. Sehnsüchtig staunte sie diese Pracht an, da bemerkte sie etwas ganz anderes, dass ihre Aufmerksamkeit beanspruchte. In der spiegelnden Scheibe sah sie ein Paar unglaublicher, brauner Augen, die sie die ansahen!  - Woher kamen diese Augen? Katja brauchte geraume Zeit, bis sie erkannte, dass die Augen zu einem jungen Mann gehörten, der sie in dem Schaufenster gegenüber betrachtete. Denn auch sie spiegelte sich gegenüber in der Scheibe. So standen sie Rücken an Rücken, getrennt durch die Straße und sahen sich in die Augen.

 

Plötzlich wurde ihr etwas klar, das ihr gar nicht gefiel. Sie sah den jungen Mann an, aus einem Laden von Beate Uhse! Der Sex-Shop war genau gegenüber von „La Pelle“  Sie sah auch die Leuchtschrift des Schuhgeschäfts im Spiegel! - „La Pelle! - Die Haut!“ dachte sie und musste lachen. Das passte doch wirklich einmalig! Und prompt lachte der Mann zurück. So war das aber gar nicht gemeint gewesen! Sie bemühte sich ernst zu schauen, aber so ganz gelang es ihr nicht! Was schaute er sich eigentlich an - außer ihren Augen? Sie versuchte es festzustellen - so unauffällig wie möglich. Das Schaufenster war mit äußerst sexy Reizwäsche dekoriert! Na ja, das hätte ihr schon auch gefallen, aber weder das eine, noch das andere lag in den Möglichkeiten ihres Budgets.

 

Der junge Mann musterte sie sehr genau, und sie versuchte so zu tun, als ob sie es überhaupt nicht bemerke. Ganz bewusst sah sie in eine andere Richtung. Als sie ihre Blicke wieder auf seine  Augen richten wollte, waren sie weg. Sie drehte sich um und sah genau in sein Gesicht. Er hatte die Straße überquert und war zu ihr herüber gekommen. Er war größer als sie und sah auf sie herunter. Seine braunen Augen lächelten sie an. Der Mund jedoch lächelte nicht. Katja war fasziniert von diesem Mund. Er war breit und schön geschwungen - sinnlich. Wie geschaffen zum Küssen! Sein Kinn war energisch - genau wie die Nase. Das war ein Mann, der wusste, was er wollte und der es vermutlich auch bekam.

 

„Hallo!“ sagte er halblaut.

„Hallo!“ antwortete Katja und sah an ihm vorbei.

„Entschuldige,  bitte“, sagte er. „Ich habe ein Problem. Kannst du mir vielleicht helfen?“ -

Wieso duzte er sie? Da war es wieder: Ihr Problem! Er hielt sie für ein Kind. Katja wurde ärgerlich. „Was kann ich für dich tun?“ fragte sie schroff. Absichtlich hatte auch sie das „du“ benutzt. Seine Augen blitzten. Er gefiel ihr! Das war etwas Neues. Sie hatte noch nie einen Mann gefunden, der ihr auf Anhieb gefiel, aber sie hatte auch selten mit Männern zu tun, die nicht gleichaltrig waren. Er war mindestens 25 Jahre und sehr gut gekleidet, schick und doch lässig. Genauso wie sie es liebte. Wenn sie es sich hätte leisten können, wäre das ihr Stil gewesen.

 

„Ich muss da mal rein gehen“, erklärte er und deutete auf den Sex-Shop.

Katja sah etwas ratlos drein. „Ja und?“ fragte sie.

„Kommst du mit?“ War er verrückt geworden? Was sollte das denn werden? Für ein Kind hielt er sie offenbar doch nicht, sonst hätte er sie das nicht gefragt. Aber wofür hielt er sie dann? War das eine Anmache? Vielleicht eine - etwas verunglückte - Anmache? - Katjas Augen sagten ihm offenbar, dass sie langsam sauer wurde, also setzte er noch mal an.

„Entschuldige! Ich muss dir das erklären. Ich bin Tim!“ stellte er sich vor. „Ich muss für meine Schwester etwas besorgen - dort drinnen!“ Er deutete wieder auf den ominösen Laden.

„Traust du dich nicht hinein?“ spottete Katja. Auf einmal fand sie ihre gute Laune wieder.

Tim lachte. „Nein! Ich bin kein ängstlicher Typ!“ versicherte er. „Aber ich habe keine Ahnung, was meiner Schwester gefällt und vor allem nicht was ihr passt!“ -

„Ja, und woher soll ich wissen, was deiner Schwester passt?“ Sie lächelte.

„Zieh’ es an!“ erklärte er.

Katjas Lächeln verunglückte. War das ernst gemeint? -

„Du hast genau dieselbe Figur - absolut perfekt!“

 

O lala! Er hielt ihre Figur für perfekt! Sie war begeistert. „Ok!“ hörte sie sich sagen, nur glauben konnte sie es nicht.

Tim lachte und nahm ihren Arm. Gemeinsam gingen sie doch tatsächlich in den Sex-Shop. Katja atmete tief ein, als sie durch den Vorhang hinter der Eingangstüre trat. Sie war noch niemals ...!

 

Neugierig war sie ja schon. Es hatte sie schon immer interessiert, was sich hinter diesem Vorhang verbarg, aber sie hatte nie den Mut gefunden, alleine da hinein zu gehen. Jetzt, mit Tim an der Seite, fand sie es recht amüsant. Überraschenderweise war ziemlich viel los. Männer und Frauen wuselten durcheinander und betrachteten die Bücher, die Sexhefte und die Videos. Das Regal einer ganzen Wand war angefüllt mit Sexspielzeug. Es gab Vibratoren in allen Größen, Formen und Farben. Sie hätte gerne näher hingesehen, aber Tim sah sie so komisch von der Seite an, dass sie Desinteresse heuchelte.

 

Weiter hinten kamen die Dessous, und das war ihr Ziel. Die Auswahl war riesig, und sie wühlte mit Begeisterung in den zauberhaft-verruchten Stücken aus Samt und Seide.

Tim suchte einen dunkelgrünen Body aus Samt aus und hielt ihn ihr hin. „Würdest du bitte ...!“ fragte er sie leise.

Katja verschwand in einer Kabine und zog sich aus. Zu dem blauen Strickpulli und ihrer Jeans passte dieses edle Teil wirklich nicht im Geringsten. Sie betrachtete ihre eigene Unterwäsche und stellte fest, dass sie alles war, nur nicht sexy. Sie kaufte immer nur einfache Baumwoll-BH’s und Slips mit Blümchen! Sie streifte sie ab und schlüpfte dann ganz langsam und genießerisch in den grünen Samt. Der weiche Stoff streichelte ihre Haut, glitt kühl über ihren Bauch, umhüllte die Brüste und schmeichelte sich um ihre Schultern. Sie betrachtete sich im Spiegel und ihre Augen begannen zu leuchten. Die flachen Ballerinas passten gar nicht. Also zog sie sie aus und stellte sich auf die Zehenspitzen. Jetzt noch die grünen Lackpantoffeln von gegenüber und sie wäre eine Prinzessin.

„Bist du fertig?“ tönte es von draußen. Sie hatte Tim völlig vergessen.

 

Sie war immer noch so berauscht von ihrem Spiegelbild, dass sie spontan den Vorhang zur Seite zog.

Tim blieb fast das Herz stehen. „Mein Gott, bist du schön!“ entfuhr es ihm.

Katja freute sich so sehr über seine strahlenden Augen, dass sie vergaß sich zu genieren. „Meinst du, das gefällt deiner Schwester?“ fragte sie.

Tim wiegte vielsagend den Kopf. Er hatte noch etwas gefunden. In seiner Hand schimmerten ein BH und ein Höschen aus blauer Seide. „Kannst du noch mal?“ bat er.

Katja schloss den Vorhang und zog bedauernd den wunderbaren Body aus. Sie reichte ihn durch den Vorhang.

 

Tim wusste nicht mehr, ob die Idee so gut gewesen war. Katja war ein so unglaublich bezauberndes Geschöpf. Bisher hatte er sich durchs Leben gemogelt, ohne in ernsthafte Verstrickungen des Herzens zu kommen, aber jetzt zupfte es bedenklich in dieser Gegend! Als sie ihre Hand durch den Vorhang streckte, klaffte er auf und er sah sie. Was für einen wundervollen Körper sie hatte! Eine Haut wie frisch geschlagene Sahne. Ihre Brüste wippten bei der Drehung, und im Spiegel sah er ihr rotgoldenes Haar, an höchst intimer Stelle! Was tat er denn da nur? Sie half ihm, und zum Dank benahm er sich wie ein Voyeur, aber er konnte nicht anders, er konnte einfach nicht wegsehen. Sie war so  ... heiß! Und er reagierte prompt! Seine Männlichkeit meldete sich unmissverständlich zur Stelle. Tim drehte sich um, sah sich die Hefte an, aber in seinem Zustand war das auch keine Hilfe. Wirklich nicht! Er legte sie zurück.

 

Katja schlüpfte in das Seidenhöschen. Es schmiegte sich an ihre Haut, wie für sie gemacht. Sie fühlte sich auf einmal sehr sexy, und seine Blicke hatten ihr bestätigt, dass sie so aussah, wie sie sich fühlte. Der Büstenhalter hatte einen Vorderverschluss. Sie zog ihn an und betrachtete sich nachdenklich.

 

Über das, was sie dann tat, legte sie sich keine Rechenschaft ab. Sie öffnete den Clip und sagte leise: „Schau mal, Tim!“ -

Tim zog den Vorhang auf und starrte direkt auf ihren nackten Busen. Zuerst überkam sie der Impuls so zu tun, als sei das ein Versehen und er habe zu schnell reagiert, aber dann sah sie seine Augen. Sie sah den verlangenden Blick, aber auch die tiefe Bewunderung, und sie sah noch etwas - ein Gefühl, das sie nicht in Worte fassen konnte. Es ging ihm genau wie ihr! - Gab es das? „Liebe auf den ersten Blick.“

 

Tims Hand machte sich selbständig. Er streckte sie aus und berührte sanft ihren Busen, spürte wie sich ihre Brustwarzen in seiner Handfläche zusammenzogen. Behutsam drückte er zu. „Katja!“ flüsterte er und kam zu ihr in die Umkleidekabine. Sorgfältig schloss er den Vorhang hinter sich und sah sie an. Er schaute ihr direkt in die Augen - und Tim sah nur Verlangen darin - keine Ablehnung! Da erst nahm er sie in seine Arme.

Katja stöhnte leise, als sie seinen Körper spürte, der sich an ihre nackte Haut drängte. Sie wollte noch mehr - sie wollte noch viel mehr! Ihre Finger knöpften sein Hemd auf, schoben es über seine Schultern nach hinten und dann presste sie ihre Brüste gegen ihn, schob ihren beinahe völlig nackten, verlangenden Körper immer enger an seinen.

Tim schnappte nach Luft! Solche Erlebnisse hatte er normalerweise nur in seinen Träumen! Seine Hände streichelten ihren Rücken, fuhren in das winzige, blaue Seidenhöschen und umfassten zwei runde, feste Backen. Er stöhnte vor gewaltsam zurückgehaltener Leidenschaft. Er konnte sie doch nicht hier ...! - Oder doch?

 

Seine Lippen suchten ihren Mund. Er küsste sie - zärtlich - aber lange hielt er es nicht aus. Seine Küsse wurden immer leidenschaftlicher, immer gieriger. Sein Verlangen wuchs mit jeder Minute, die verging, mit jeder Sekunde, in der er ihren betörenden Körper in seinen Armen hielt. Ihr unterdrücktes Stöhnen machte ihn wahnsinnig. Sein Unterleib brannte vor Begierde. Tim schob vorsichtig sein Bein zwischen ihre alabasterweißen Schenkel, und Katja öffnete sich ihm! Er stand kurz davor den Verstand zu verlieren!

 

Großer Gott, war das geil! Sie war die Frau, nach der er gesucht hatte! „Was tun wir jetzt?“ keuchte er atemlos.

Katja fragte sich dasselbe. Sie war so heiß, wie noch nie in ihrem Leben. Statt einer Antwort küsste sie ihn. Sie küsste ihn so verlangend, dass er keine Antwort mehr brauchte.

Er schob ihr das Höschen über die Hüften, und als er sich nach vorne beugte, es über ihre Beine zu schieben, küsste er ihren Venushügel. Dann richtete er sich auf und öffnete seine Hose. Sein Penis war so hart, dass er das Gefühl hatte, er müsse jeden Moment explodieren.

Katja griff danach und Tim stöhnte laut auf, als er ihre Hand fühlte.

 

Was nun? Er setzte sich auf den Hocker und streckte die Arme nach ihr aus.

Langsam spreizte Katja ihre Beine und trat über seinen Schoß.

Tim umschlang ihren weißen Körper und drückte sie an sich. Ihre steifen Brustwarzen rieben an seiner Wange. Er leckte darüber hin, umschloss sie mit seinen Lippen und saugte gierig. Seine Hände fassten ihr Becken und dirigierten sie hinunter - hinab auf seinen steifen, gierigen Schwanz.

Als sie seine Härte zwischen ihren Schamlippen fühlte, biss sie sich auf die Lippen, um nicht laut aufzuschreien vor Lust. Ihr Becken schwang vor und zurück,. Sie rieb sich an ihm!

 

„Warte!“ flüsterte er und schob sie von sich. „Dreh’ dich um!“ Tim stöhnte vor Verlangen „ihn“ in sie hineinstoßen zu können, aber er wollte mehr. Er wollte ihr Lust bereiten! Seine Arme umfassten sie. Er fühlte ihre weichen Schamhaare zwischen seinen Fingern und teilte sie vorsichtig. Seine Fingerspitze schob sich sacht zwischen ihre feuchten Schamlippen und suchte nach ihrer Lustperle. Ihre Muschi kreiste um seine Schwanzspitze, und als er zärtlich begann ihren Kitzler zu massieren, hörte er sie röcheln. Seine andere Hand hatte ihre Brust umfasst, und er glaubte zu zerspringen vor Geilheit, aber erst als sie ihre Hände hinabwandern ließ und seine Hoden umfasste, wusste er, was wirkliche Geilheit war! Er biss in ihre Schulter um nicht laut aufzuschreien.

 

Katja konnte keine Beherrschung mehr aufbringen. Sie ließ sich fallen und sein Schwanz stieß tief in sie hinein. Sie spürte, wie er zuckte, tief in ihrer gereizten Möse, spürte die Reibung, seine Fingerspitzen an ihrer Klitoris, und dann biss er in ihren Nacken. Katja presste ihre Hand auf den Mund, um nicht alle Kunden im Laden als Zuschauer zu bekommen, und dann packte sie die Lust und schüttelte sie. Ihre Scheide verkrampfte sich um sein Glied und sie hatte das Gefühl noch nie in ihrem Leben einen Orgasmus gehabt zu haben - bis heute!

 

„Oh Tim!“ keuchte sie. „Oh großer Gott, Tim!“ Langsam kehrten sie auf die Erde zurück.

Tim hielt sie immer noch umschlungen und küsste ihren Hals, streichelte immer noch ihre Brüste und flüsterte völlig atemlos: „Liebling, du bist umwerfend! - Die heißeste Frau auf Erden! - Meine Katja!“

Mühsam stand Katja auf. Ihre Knie wackelten. Sie hatte das Gefühl gleich einen Schwächeanfall zu erleiden, aber nachdem sie erst einmal aufgestanden war, erholte sie sich schnell.

Tim ging es ähnlich. „Welches willst du kaufen?“ fragte sie und hob die drei schönen Dessous auf. Er lächelte. „Alle! Das Blaue für Chrissi und den grünen Body für dich! Ich glaube, ich möchte ihn dir noch sehr oft ausziehen!“

 

Katja lächelte. Ein wundervoller grüner Samtbody würde ihr  Leben für immer verändern. Ein grüner Body und ein wundervoller Mann! „La Pelle!“ dachte sie, „mein Lieblingsladen! - Die Haut!“ Sie lächelte - denn sie war glücklich!

 


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La pelle - Beate Uhse