Fasching




 

Michael und Ulrich kannten sich schon seit sie zehn Jahre alt waren. Sie waren die besten Freunde, obwohl der eine in der Innenstadt wohnte und der andere auf einem kleinen Dorf. Sie konnten zumeist nicht miteinander spielen, denn sie brauchten immer eine der Mütter, die sie hin brachte. Zehn lange Jahre waren sie durch dick und dünn gegangen - und dann musste Ulli nach Hamburg, um sein Studium anzutreten. Sie verloren sich aus den Augen. Wenn er zurückdachte, tat es Ulli leid. Er hatte nie mehr einen Freund wie Michael gehabt.

 

Wie oft hatte er die Wochenenden bei dessen Familie verbracht. Ulli lächelte, wenn er daran dachte. Michael hatte eine ältere Schwester gehabt: Bianca! Sie war nur zwei Jahre älter, aber in dem Alter, in dem sie gewesen waren, waren das Welten. Heute würde es keine Rolle mehr spielen. Ulli war schrecklich verliebt gewesen - in Bianca!

 

Damals - er hatte wieder einmal mit Michael ein Wochenende verbracht, da hatte er sie gesehen! Er war etwa 17 Jahre alt und sie vielleicht 19. Sie schlief in ihrem Zimmer am Ende des Flurs und er und Mike am anderen. Er wollte… was auch immer. Jedenfalls stand er vor seiner Zimmertür… da kam sie heraus. SIE wollte ins Badezimmer  und war noch im Halbschlaf - und sie trug nur ein knappes, weißes Höschen! Ulli stand wie vom Blitz getroffen. Was, wenn sie ihn jetzt bemerkte? - Aber sie sah nichts! Vielleicht hatte sie auch noch die Augen zu.

 

Aber er sah etwas! Er sah sie! Sah ihre nackten Brüste, den flachen Bauch, das süße Höschen, die langen, wundervollen Beine, das blonde, verwuschelte Haar. Wenn er heute die Augen schloss, konnte er immer noch dieses Bild abrufen - vor seinem geistigen Auge. Es war der erregendste Anblick seines Lebens gewesen. Schließlich war er 17 Jahre alt, und sie war die erste nackte Frau, die er sah! Und dieses Bild wirkte immer noch.

 

Ulli hatte seinen Beruf in Hamburg erlernt und auch dort einen Job bekommen. Er war Professor für Mikrobiologie. Er hatte geheiratet und war nurmehr selten in Süddeutschland - nur wenn er seine Eltern besuchte. Eigentlich bedauerte er das, aber nur manchmal. Sein Freund Michael war Arzt geworden und war zurzeit mit „Ärzte ohne Grenzen“ in Uganda. Soviel wusste er. Was war wohl aus Bianca geworden? - Heute ging sie ihm gar nicht aus dem Kopf. Was war denn los mit ihm?

 

Inzwischen hatte er sich von seiner Frau getrennt. Sie wollte sich verwirklichen. Dazu hatte sie einen anderen Mann gebraucht und so ließen sie sich scheiden. Es war erst ein halbes Jahr her, aber er litt nicht allzu sehr. Sie waren sich eigentlich nie wirklich nahe gewesen. Seine Ex-Frau war eher ein kühler, nordischer Typ, und das Ende ihrer Ehe war auch für sie schmerzlos.  - Heute hatte er frei und war zu seinen Eltern nach Bayern gefahren. Sie hatten sich sehr gefreut und ihn die letzten Tage herumgereicht, wie einen Wanderpokal. 

 

Aber heute Abend war er geflohen. Er wollte zu einem Jazz-Fasching. Einmal wenigstens wollte er sich amüsieren. Und vielleicht war das der Grund, dass er die ganze Zeit an Bianca dachte. Sie war wie ein unerfüllter Traum. Die Liebe, die er niemals vergessen hatte, vielleicht weil sie so unerreichbar gewesen war für ihn. Sie wusste ja gar nicht, dass es ihn gab. Er war schließlich nur ein Freund von ihrem kleineren Bruder! „Mensch, amüsiere dich! - Hör’ auf zu grübeln!“, rief er sich zur Ordnung. Immerhin hatte er sich sogar in ein Kostüm geworfen, um diesen Fasching genießen zu können.

 

Er kam als Pirat zum Ball. Das war am Einfachsten. Das alte, schwarze T-Shirt hatte er zerrissen. Jetzt war es kurz und gab seinen Bauch frei - und er hatte beinahe einen Waschbrett-Bauch. Für seine 34 Jahre hatte er eine absolut tolle Figur. Er achtete aber auch darauf! Die weite, rote Sommerhose hatte abgeschnittene Beine und kam von seiner Mutter. Weiße Turnschuhe und dann noch Gel ins Haar. Dasselbe mit den Händen verstrubbelt und ein rotes Tuch schräg darüber gebunden - und fertig war der Pirat.

 

Seine Eltern wollten ihn unbedingt überreden mit ihnen auf einen Kappenabend zu gehen: Ein bisschen Prahlen mit ihrem Sohn! Aber er konnte – Gott sei Dank - noch rechtzeitig entwischen.  Als er dann jedoch die große, geschmückte Halle betrat, wurde ihm doch etwas mulmig. Er war schon lange nicht mehr alleine ausgegangen - schon gar nicht auf die Pirsch!

 

Ulrich sah sich um. Es gab hier einige Damen, die ihm schon einen zweiten Blick wert erschienen, aber die meisten waren leider nicht allein. Wenigstens die Band war super. Barrel House Jazz Band! Da konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Er streifte durch alle Räume und tanzte mal hier und da, aber die richtige Partnerin für diesen Abend hatte er noch nicht gefunden. Also beschloss er, erst einmal zu essen. Er suchte sich ein hübsches Plätzchen - mit Aussicht - und bestellte sich ein fränkisches "Schäufele"! Das war etwas, dass er in Norddeutschland schmerzlich vermisste.

 

Es schmeckte traumhaft gut, und er genoss jeden Bissen - und auch das Bier war ein Gedicht. - Da sah er sie! Die Frau, die ihm diesen Abend versüßen sollte. Er hätte sich beinahe verschluckt. Zunächst konnte er von hinten lediglich erkennen, dass sie eine wundervolle Figur hatte. Darüber eine blonde Zupffrisur mit Goldglitter überpudert. Es glitzerte im Licht der Strahler, wenn sie sich bewegte. Und wie sie sich bewegte! Wenn dieses Mädchen von vorne auch so aussah wie von hinten, dann war sie eine Wucht! Sie trug ein Oberteil, das aussah wie von einem knappen Badeanzug. Schwarz-Gold! Tarnmuster! Und dazu eine schwarze Leggins, die nur bis zu den glatten, gebräunten Waden reichte. Hohe, goldene Sandaletten und ein Fußkettchen. - Dann drehte sie sich um!

 

Bianca! Ulli blieb der Bissen im Hals stecken. War sie es oder war sie es nicht? Bianca! Er hatte sie jahrelang nicht mehr gesehen, aber das Bild in seinem Kopf war so frisch, als wäre alles gestern gewesen. Sie sah ihr wirklich ziemlich ähnlich, aber sie war stark geschminkt und hatte eine große Schlange um die Schultern gelegt. Die wand sich um ihren Hals und den Arm entlang. Vorne endete sie auf ihrer Hand. Er ließ sein Essen stehen und stand auf, ging schnurstracks auf die Tanzfläche und sah sie an. Irritiert hielt sie in ihrem Tanz inne. „Wie geht es deinem Bruder?“, fragte er.

 

Bianca stieß einen Schrei aus. „Ulli!“, und fiel ihm um den Hals. Immerhin, ein viel versprechender Anfang. Er schlang die Arme um sie und fiel in ihren Rhythmus ein. Ihr warmer Körper presste sich an seinen, und ihn überfiel die Lust wie ein wildes Tier. Gewaltsam beherrschte er sich. - Als der Tanz zu Ende war, sahen sie sich an. Bianca strahlte. Sie freute sich wirklich ihn zu sehen, das war eindeutig. Eifrig nahm sie seine Hand und zog ihn mit sich. Folgsam ließ er sich von ihr in einen Winkel schleppen, und dann saßen sie sich gegenüber.

 

„Wie geht es dir? - Was treibst du hier? - Wie geht es deinen Eltern - deiner Frau?“ Am Liebsten hätte sie gleich alles auf einmal gewusst. Ulrich lachte. Sie war genauso stürmisch und ungebändigt, wie er sie in Erinnerung hatte. Nur heute wusste er das noch mehr zu schätzen, denn bis zu seinem „Erlebnis mit ihr“ hatten ihn ihre Qualitäten als Frau noch nicht interessiert. Er drückte ihr einen Kuss auf den Mund und sagte spontan: „Du bist einfach süß!“ Ihre Augen wurden groß und rund. Damit hatte sie nicht gerechnet.  Aber dann lachte sie. „Also los, erzähl’ deiner „Süßen“: Was war los, in den letzten Jahren?“

 

Und so saßen sie beieinander, steckten die Köpfe zusammen und redeten. Über den Bruder, die Eltern, die Ehefrau - über ihre Beziehungen, die alle nicht hielten und vieles andere mehr. Irgendwann beschlossen sie, dass sie sich jetzt bewegen sollten und verunsicherten die Tanzfläche. Zunächst waren ihre Tänze heiß und wild und vor allem - getrennt. Aber dann kam eine „Schmuserunde“. Ulli wusste nicht so genau, wie sie reagieren würde, aber der wollte den Versuch wagen. Behutsam zog er sie in seine Arme, und sie schmiegte sich hinein, als würde sie nirgends anders hingehören. Eng umschlungen tanzten sie. Ulrich schloss die Augen. Seine Träume waren auf einmal alle präsent. Er spürte sie mit jeder Faser seines Körpers - und er reagierte prompt. Was würde geschehen, wenn sie seine Erregung bemerkte? Er versuchte auszuweichen, aber dazu war es schon zu spät.

 

Bianca öffnete ihre Augen und sah ihn an - fragend? Doch dann ließ sie sich in seine Arme zurücksinken und drückte ihren Unterleib an seinen. Ulli hörte auf zu atmen. War das ein Einverständnis? Er musste es wissen. „Heißt das „ja“?“, flüsterte er. Erst glaubte er, sie habe ihn nicht verstanden, doch dann nickte sie leicht. Sie griff nach seiner Hand, und sie räumten die Tanzfläche. „Komm mit zu mir, Ulli! Ich nehme an, du hast keine Wohnung hier, und ich nehme weiter an, du kannst mich nicht mit zu Mama und Papa nehmen!“ Sie grinste ihn an, und dann lachten sie wie zwei Verschwörer. Möglichst unauffällig verließen sie den Faschingsball, und Ulli fand sich in der alten Wohnung ihrer Eltern wieder. Alle Erinnerungen stürzten auf ihn ein. „Wieso wohnst du hier?“ - „Meine Eltern sind raus aufs Land gezogen, und so habe ich die Wohnung übernommen. Sie ist zwar schon ein bisschen groß, aber ich habe mich daran gewöhnt.“

 

Sie lächelte geheimnisvoll. „Erinnerst du dich?“, fragte sie leise. Jetzt war er doch etwas verwirrt. Ihm wurde heiß. Natürlich erinnerte er sich. ER würde es niemals vergessen. Aber was wusste SIE? Auf einmal wurde er schüchtern - versuchte so unbedarft wie nur möglich auszusehen. „Ich weiß nicht, was du meinst?“ Es klang etwas gepresst. Bianca trat nahe an ihn heran. Er konnte ihren Duft riechen, ihre Wärme spüren. „Ach nein!?“, flüsterte sie. „Du hast keine Ahnung wovon ich spreche?“ - Was sollte er jetzt tun? Seine Träume wahr machen oder Zurückhaltung üben? - „Du weiß aber schon: Ich bin Eva mit der Schlange!“, wisperte sie. Das war die Entscheidung. Er nahm sie in seine Arme und küsste sie. Heiß und leidenschaftlich. „Ich habe schon immer von dir geträumt!“, gestand er. Bianca löste sich aus seiner Umarmung und trat zurück. „Warte bitte hier!“ Und dann war sie verschwunden.

 

Ulli war einigermaßen verwirrt. Was war jetzt los? Doch dann sah er, wie in dem letzten Zimmer das Licht anging. Das war ihr Zimmer gewesen! Dort hinten im Flur hatte sie gestanden - damals! Das Licht im Flur erlosch. Er konnte nur noch einen winzigen Schimmer sehen, der aus ihrem Zimmer drang. Ulli schluckte krampfhaft. Und nun? Langsam öffnete sich die Türe, und dann stand sie da - genauso wie damals: Nackt mit einem knappen, weißen Höschen! Ulli wurde heiß und kalt. Woher wusste sie das? Hatte sie ihn damals gesehen? Egal! Jetzt war sie da, und er konnte sich nicht länger beherrschen.

 

Er lief den Flur entlang - doch dann blieb er wie angewurzelt stehen - kurz bevor er sie erreichte. Seine Blicke verschlangen ihren wunderbaren Körper. „Woher weißt du es?“ Er hatte kaum noch Stimme. Bianca lächelte: „Michael!“ - „So ein Lump!“, stöhnte Ulli. „Was hat er dir erzählt?“ - Bianca wiegte sich in den Hüften. „Dass du nur noch von mir redest! - Dass du sooo verliebt bist! - Dass du ihm den Nerv tötest! - Wie sexy du meinen Busen findest ... - ... findest du meinen Busen sexy?“ Ihre Stimme wurde immer leiser, immer eindringlicher. Seine Hände machten sich selbständig. So oft hatte er dieses Bild gesehen - in seiner Vorstellung. So oft hatte er sich ausgemalt, was er tun würde - getan hätte. Jetzt würde - musste er es tun!

 

Zärtlich legte er seine Fingerspitzen auf ihre Brüste, erspürte ihre festen Brustwarzen und stöhnte auf, drückte zu, und dann riss er sie in seine Arme. Er drehte fast durch, als er ihre kühle Haut an seinem Bauch fühlte. „Oh jaa!“, keuchte er. „Oh jaaahh, ich finde dich sexy! - Und wie! - Ich schnappe gleich über, so verrückt machst du mich! Ich habe wochenlang davon geträumt! - Ach was! - Ich träume immer noch davon: Von dir im Höschen! Nackt - ohne Höschen! - Wie ich es dir ausziehe, dein Höschen! - Wie ich dich berühre, deinen Busen streichle, küsse - lecke!“ Seine Hände folgten seinen Ausführungen. Er presste ihre festen Spitzen zusammen, beugte sich hinab und sog sie zwischen seine Lippen. Bianca schloss die Augen und lehnte sich zurück, genoss seine Zärtlichkeiten.

 

Dann zog sie ihn mit in ihr Schlafzimmer. „Sag mir, dass ich nicht mehr träume!“, forderte er. Sie ließ sich zurückfallen auf das breite Bett und flüsterte: „Bin ich ein Traum?“ - „Ja! Oh Gott, jaa! Du bist ein Traum! MEIN Traum!“ Ulli zog sich das T-Shirt vom Leib, dann sank er über sie. „Ich war schon immer verliebt in dich! Aber du hast ja gar nicht gewusst, dass ich lebe! - Meine Bianca! Ich habe eine Frau geheiratet, nur weil sie dir ähnlich war! - Bin ich irre?“ Jetzt zog er ihr das Höschen aus! Endlich! Ganz langsam streifte er es über ihren weichen Schamhügel, über ihre Schenkel. Er bekam kaum noch Luft vor Gier. Sein Gesicht kam ihr immer näher. „Sag’ mir, dass ich das darf!“, bettelte er.  Bianca lächelte. Irgendwie hatte sie den Eindruck, als wären sie beide noch gänzlich unerfahren. Sie liebten sich zu ersten Mal! Sie liebten überhaupt zum allerersten Mal.

 

Ulli drückte seinen Kopf hinunter auf ihren Bauch, hatte ihr Kringelhaar direkt vor seiner Nase. Ihr Intimduft raubte ihm den Verstand. Er schlang beide Arme um sie. Umarmte ihren Po, schob von unten seine Hände zwischen ihre Beine und zog sie sanft auseinander. Als er ihre rosa Spalte zu Gesicht bekam, stöhnte er laut und ließ seine Finger darin versinken. Bianca maunzte wie ein kleines Kätzchen in seinen Armen. Sie wand sich und hob ihm ihr Becken entgegen. So gut hatte sie sich die Liebe mit ihm nicht vorgestellt. Wie war er zärtlich und so liebevoll! Und außerdem: Er war wirklich verrückt nach ihr!

 

So kam er aber nicht an die Stellen, die ihm vorschwebten. Deshalb stand er auf und entledigte sich dabei seiner Piratentracht. Als sie ihn nackt vor sich sah, wusste sie, dass sie auch nicht mehr weit davon entfernt war, sich rettungslos zu verlieben. Auf jeden Fall gefiel er ihr ausnehmend gut. Er war seit Jahren ihr Freund. Er würde sie nicht verletzen. Und er hatte eine Art sie zu erregen, die sie atemlos darauf warten ließ, dass er sie liebte. Als er sich zwischen ihre Beine kniete, öffnete sie sich ihm bereitwillig. Sie sehnte sich danach ihn zu spüren, seine Finger, seine Zunge, die sich zwischen ihre Schamlippen schieben würden. Sie stöhnte sehnsüchtig.

 

„Lass’ mich diese Nacht genießen. Nicht für jeden erfüllen sich seine heißesten Träume!“ Langsam schob er ihre Schenkel immer weiter auseinander, spreizte ihre Muschi und leckte zärtlich durch diese anziehende Furche. Seine Fingerspitze hatte den empfindlichsten Punkt bereits gefunden. Bianca zuckte als sie spürte, wie er kreisend immer tiefer in ihre lüsterne Möse vordrang. Er leckte den empfindlichen Eingang, reizte sie mehr und mehr. „Immer schon wollte ich das tun… Deine süße Muschi verwöhnen, dich verrückt machen, wild nach mir!“, seufzte er. „Ich bin ihm dankbar, dass er es dir gesagt hat, obwohl ich ihn umbringen könnte dafür!“ Seine Finger stießen immer tiefer. „Aber es ist ja die Wahrheit: Ich liebe dich, kleine Katze! Meine süße, lüsterne, Schönheit! - Sag’ mir, dass du auch schon von mir geträumt hast! - Sag’ mir, dass du mich willst!“ Immer enger wurden die Kreise, die er um ihren Kitzler zog. Und sie wurde immer hungriger nach ihm, nach seinem harten Penis, der sich hineinbohren würde  - tief in ihre feuchte Möse.

 

„Ich will dich!“ Bianca hatte kaum noch Stimme. Es klang nur noch rau, verboten sexy!  Atemlos griff sie nach ihm, erwischte sein Haar und zog ihn zu sich hinauf. „Küss’ mich!“, stöhnte sie verlangend und drängte sich an ihn. Als sie sein Glied spürte, das sich in sie drängte, seine flinke Zunge ersetzte, biss sie zu. Stöhnend vor Verlangen pressten sie sich aneinander. „Ja!“, keuchte sie. „Ja! Tu’ es, Ulrich! - Bitte! - Ja! - Jetzt!“

 

Ulli löste sich von ihr, rückte ein klein wenig ab und dann stieß er zu. Bianca schrie auf. Eine unglaubliche Welle der Wollust schoss durch ihren Körper. Sie bebte von oben bis unten. Ihr Becken zuckte, stieß gegen seinen Schwanz. Sie packte seinen Po und presste seine Männlichkeit so noch tiefer hinein - gierig danach, sie in sich explodieren zu spüren. Bianca wollte sich unter diesem Mann winden vor Lust! Ulrich spürte ihren zitternden Leib, wusste, welch unbeschreibliche Gier sie empfand, teilte sie. Keuchend und seufzend vor Genuss hielten sie sich in den Armen, verhielten die Bewegung fast völlig.

 

„Du weißt, dass ich dich liebe?!“, hauchte er in ihr Ohr. Er küsste ihren Hals, leckte über das Ohrläppchen und knabberte zärtlich. Ganz langsam schmiegte sie sich an ihn, zog sich zurück und kam wieder zu ihm, über ihn - um ihn! „Ich habe es nicht geglaubt!“, murmelte sie. „Und jetzt? - Liebes, jetzt? - Sag’ du glaubst mir! - Sag’ du liebst mich! - Sag’ du begehrst mich!“ Immer schneller wurden seine Stöße. Immer drängender seine Seufzer. Ulli konnte nicht mehr länger warten.

 

„Jah!“, keuchte sie. „Ja, ja, jah - oh jaah! - Ich begehre dich! - Ich will dich - so sehr!“ Sie gebärdete sich so wild, wie nie vorher. ER traf genau den Punkt. ER brachte sie dazu, sich vollkommen zu vergessen - sich hinzugeben. „Oh jaaah!“, schrie sie auf, und alles in ihr verkrampfte sich in einem gewaltigen Orgasmus.

 

Ulrich hatte solch eine Übereinstimmung der Gefühle noch niemals erlebt - auch nicht mit seiner Frau! Schließlich liebte er nur diese eine, seine Bianca. Er war glücklich - hatte auch sie glücklich gemacht! Dieses Wissen war ihm unendlich wichtig. Erst jetzt konnte er sich seinen Höhepunkt erlauben. Sein Traum war immer erst vollkommen gewesen durch ihre Lust! Und jetzt hatte er die Vollkommenheit gefunden. Als sie ihre Nägel in seinen Rücken grub, verließ ihn die Selbstbeherrschung. Laut schrie er ihren Namen und explodierte in ihrem wunderbaren Körper.

 

Nach langen Minuten der Ekstase hatte er sich entschieden. Er küsste sie zärtlich, und dann sagte er laut und deutlich: „Ich weiß nicht, was dein Bruder - mein bester Freund - dazu sagen wird, aber ich werde dich heiraten! – WENN du mich willst! - Ich habe nie etwas anderes gewollt! Es ist kein Wunder, dass meine Ehe schief gegangen ist - denn du warst nicht meine Frau!“ Bianca sah ihn seltsam an. Vielleicht hatte er ja Recht. Er war wirklich immer in ihren Gedanken gewesen. Sie hatte es sich nur niemals eingestanden. ER war der Mann ihrer Träume, auch wenn sie es bisher nicht gewusst hatte - und er würde sie glücklich machen! Bianca lächelte, und dann sagte sie: „Wir werden ihn fragen -  wenn wir nach Uganda kommen!“

 

Zum zweiten Mal an diesem Tag fragte er: „Heißt das „ja!“?“ - Und Bianca konnte nur nicken.

 

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