Seifenblasen


Ein Liebesmärchen

 

Er stand im Schnee und fror. Warum war es heute nur so kalt? Und nun begann das Schneegeriesel auch noch dichter zu werden. Handschuhe hatte er leider nicht mitgenommen und der Hut schützte ihn auch nicht vor der erbarmungslosen Kälte. Irgendwie verkraftete er dieses Wetter nicht. - Nicht auch noch! Sein Leben war kompliziert genug. Musste er da auch noch frieren?

 

Die Schneeflocken fielen immer dichter und die Nacht brach so schnell herein, dass er beinahe nicht mehr imstande war, die Hand vor Augen zu sehen. Es war doch erst 17 Uhr. - Sogar die Lichtreklame war nur noch verschwommen wahrzunehmen. Dennoch! Er musste noch Einiges erledigen - ob es ihm gefiel oder nicht. Missmutig stapfte er durch den Schnee.

 

Seine Gedanken schweiften - zu ihr! Er wäre so gerne bei ihr gewesen! Er hatte solche Sehnsucht. Sie war in sein Leben gekommen, wie eine Naturgewalt - dachte er. Wie ein Kugelblitz! Nein! Das nicht. Sie elektrisierte ihn - ja, aber sie war doch so sanft - so schön. Sie in seinem Leben zu wissen - war so bereichernd. Sie war sein Regenbogen! Schillernd und leuchtend bunt! In einem durchsichtig blauen Himmel - an einem Sommertag.

 

Timo dachte beinahe nur noch an sie - und dafür schämte er sich. Schließlich war er seit 30 Jahren verheiratet. Glücklich verheiratet - wohlgemerkt. Und nun gab es da eine andere Frau in seinem Leben. Nein, das nicht - nur in seinem Herzen, da gab es sie! Gott, er hatte sich verliebt. So sehr verliebt! Er schüttelte den Kopf. Wie hatte das nur passieren können? Er wusste es nicht. Er liebte seine Frau. Wirklich! Auch jetzt noch immer. - Wenn da nur nicht diese andere gewesen wäre! Alle seine Gedanken drehten sich um sie. Wie ein Karussell. „Anja! Ach Anja! Meine Anja!“

 

Anja - so bezaubernd und so jung. 20 Jahre jünger als er. Und was das Schlimmste war! Sie erwiderte seine Liebe! Das Schlimmste und das Wunderbarste waren ihm geschehen! Sein persönliches Wunder. - Wie konnte sie ihn lieben? - Sie, diese schöne, junge Frau, der die Männer zu Füßen lagen? Und doch! So war es.

 

Seine Wünsche nach ihr quälten ihn. Erst Recht seit er wusste, dass sie sich nach ihm sehnte. Er verstand es nicht. Aber Anja hatte es ihm gesagt: Wie schön er war! Wie gut er ihr gefiel! Timo verstand die Welt nicht mehr. Niemand hatte ihm das jemals gesagt - bisher! Er glaubte es auch nicht. Aber sie sagte es immer wieder. „Du siehst soo gut aus! So verdammt gut!“ Und dann lächelte sie zauberhaft - und er wurde schwach. Obwohl er das nicht wollte. Er würde seiner Frau treu sein - und bleiben. Nur in seinen Träumen...

 

Wo war er hier eigentlich hingeraten? Er blieb stehen und sah sich um. Dieser Schnee! Mittlerweile lag er knöcheltief. Und diese Gegend hier kannte er auch nicht. Und wieso war es nur so dunkel? Es war doch erst 6 Uhr abends – höchstens. Timo sah sich um. Nein, er wusste definitiv nicht, wo er war. Er hatte sich ganz offensichtlich verlaufen.

 

Also, er würde sehen müssen, dass er wieder in bewohntere Gebiete kam. Vielleicht da vorne - der Brunnen - kam ihm bekannt vor. Er ging weiter. Beim Brunnen blieb er stehen. Nein, wohl doch nicht. Aber als er sich umsah, hielt er plötzlich überrascht inne.

 

Mitten in der schneedunklen Nacht, floss etwa 3 Meter über seinem Kopf - wie aus einer Zauberquelle - diffuses Licht auf den Bürgersteig. Timo fühlte sich an Silvester erinnert, an die wunderschönsten der Goldregen-Kaskaden, die er so liebte. Bezaubert trat er näher.  Was war das nur? Unvermittelt stand er in hellem Licht. Wärme durchströmte ihn. Wie schön das hier war!

 

Neugierig sah er sich um. Woher kam das Licht - und die Seifenblasen? Um ihn herum tanzten glitzernde, bunte Seifenblasen. Timo streckte seine Hand aus - und berührte eine. Nein, sie zerplatzte nicht. Er hatte den Eindruck, sie schmiege sich in seine Handfläche. Erstaunt betrachtete er dieses kleine Wunder. Tatsächlich konnte man meinen, er stünde selber in einer überdimensionalen Seifenblase. Eine helle und warme Zuflucht in einer kalten und dunkeln Welt.

 

Jetzt wollte er wissen, was hier vorging. Aus dem schwarzen Hintergrund schälte sich ein Schaufenster. In glänzenden Buchstaben stand da: „Liebes-Reisen“ - Und darunter, etwas kleiner, der rätselhafte Satz: „Kommen Sie nicht zu uns - Wir kommen zu Ihnen“. Timo staunte - fasziniert folgte er diesem Licht und öffnete die Türe.

 

Als träte er in eine andere Welt - so fühlte er sich, als sich die Türe hinter ihm schloss. Sanfte Musik umschmeichelte ihn. Angenehme Wärme und weiches Licht ließen ihn sich wohl fühlen. Wo war sein Mantel geblieben, der Hut? Wo seine Stiefel? Nur kurz streiften ihn diese Fragen. Er fühlte sich viel zu gut, um Fragen zu stellen. Eine schöne, junge Frau brachte ihm einen Drink und führte ihn tiefer hinein - in seinen Traum.

 

„Es gibt da jemanden, mit dem Sie gerne eine Liebesreise unternehmen würden!“ Die sanfte Stimme klang direkt in seinem Kopf. Ja, da gab es jemanden! Anja, seine Anja! Hatte er das jetzt gedacht oder laut ausgesprochen?

 

„Wir bieten einen besonderen Service, etwas das Ihnen kein anderer bieten kann. Aber dafür verlangen wir auch besondere Voraussetzungen.“ Die wohlklingende Stimme tönte tatsächlich mitten in seinem Kopf. Und Timo wunderte sich nur darüber, dass ihn das nicht im Geringsten erstaunte.

 

Was mochte sie wohl von ihm verlangen für diese Reise? Es war ihm egal. Sie würde es bekommen. Alles! - Bisher hatte er nicht einen Gedanken daran verschwendet. Eine Reise mit IHR! Eine Liebesreise! Es war unmöglich - und doch sehnte er sich danach mit jeder Faser seines Herzens. Mit Anja verreisen!

 

Der Cocktail, den sie ihm serviert hatte, schmeckte ausgezeichnet. Genauso, wie er ihn mochte. Er tat einen tiefen Zug. „Ich werde es Ihnen erklären!“, tönte die zärtliche Stimme. „Unsere Reisen führen hinter den Regenbogen.“ Wieso fand er das ganz und gar selbstverständlich? - „Und dorthin kann man nur gelangen im Inneren kristallener „Seifenblasen der Zeit“. Sie werden verstehen, dass nur Paare reisen können, deren Liebe zueinander ebenso rein und leicht ist! - Diese Reise ist nur wenigen, besonderen Menschen vergönnt.“

 

Timo hatte keinen Zweifel, dass er reisen würde - mit Anja! Eine Liebesreise in einer Seifenblase. Was könnte schöner sein? „Anja!“ Sein Herz kannte nur noch ihren Namen, seine Sehnsucht nur noch ein Ziel. Das Licht um ihn herum wurde farbiger, diffuser. Es schien an Konsistenz zu gewinnen. Konnte Licht materialisieren? Bevor er zu Ende gedacht hatte, wurde er abgelenkt. Die Umgebung veränderte sich – wie in Zeitlupe. Und konnte es sein, dass er dort hinten Anja...? Fragen über Fragen! „Sie haben 24 Stunden!“, tönte es leiser werdend in seinem Kopf. „24 geschenkte Stunden, die nur euch gehören.“ - Und dann stand SIE vor ihm.

 

Was meinte sie damit? „24 Stunden, die nur ihnen gehörten?“ Er stand vor einem Rätsel. „Kristallene Seifenblasen der Zeit“? Niemals hatte er so etwas gehört. Aber geträumt hatte er davon. Sich ein paar Stunden aus seinem Leben zu stehlen. Aus seinem und aus ihrem! - Verrückt! Verrückt - und doch so verlockend. Eine gemeinsame Nacht! Eine Nacht von der niemand wüsste. Eine Nacht nur für sie allein. Ferien von der Zeit - Ferien von seinem normalen Leben - und ihrem! Zeit, von der niemand wusste, eben weil es sie nicht gab. Außer...!

 

Und jetzt? - Wurden  jetzt seine sehnlichsten, seine heißesten Wunschträume wahr? Er durfte nicht zu genau darüber nachdenken, denn eigentlich war er Naturwissenschaftler und Realist. Aber er wollte es doch soo sehr. Und so war er bereit zu glauben.

 

***

 

Da stand sie: Seine Anja erwartete ihn. So hinreißend schön. Sie trug nur ein dünnes, dunkelblaues Sommerkleidchen und er konnte deutlich den schwarzen BH und ihr Höschen erkennen. Wie aufregend. Ihr langes, blondes Haar fiel wie ein goldener Wasserfall über Rücken und Schultern. Die Locken ringelten sich um ihr lächelndes Gesicht. Arme und Beine waren bloß und ihre Füße steckten in silbernen Sandaletten, die mit langen Riemchen an ihren Fesseln befestigt waren.

 

Wo waren sie hier eigentlich? Das „Land hinter dem Regenbogen“ sah aus wie eine Südseeinsel - sah aus, wie das Land seiner Träume. Nein, er wollte es nicht wissen. Er wollte es nicht erklären - obwohl sein ganzes Leben darauf ausgerichtet war Erklärungen zu finden. Hier und jetzt hatte er nur ein Sinnen und Trachten: Leben! Und - den silbernen Streifen am Horizont, der gleich in ein zartes Rosenrot übergehen würde und der ihnen den Beginn des Sonnenaufganges verkündete.

 

Wie wunderschön sie ihm erschien. Die schönste Frau auf Erden. Groß, üppig, blond und blauäugig. Der geheime Wunschtraum eines jeden Mannes. Und jetzt war sie sein. Er hatte ihr Herz gewonnen. Er wusste zwar nicht, wie er das fertig gebracht hatte... Sie hatte es ihm geschenkt. Einfach so! Und damit das Glück. Sein Herz hüpfte vor Freude, als er auf sie zutrat.

 

Aber auch er hatte sich verändert. Er stand hier nicht mehr in sich zusammengezogen, um der eisigen Kälte zu entgehen - in dickem Wintermantel, Hut und Stiefeln. Nein, er stand vor ihr in einer blütenweißen Jeans, einem ebenso weißen Hemd und Turnschuhen. Seine Haut war leicht gebräunt und sein dichtes, dunkles Haar an den Seiten silbrig meliert. Er sah gut aus. Das erkannte er sogar selber - und er sah es in ihren bewundernden Blicken.

 

„Was möchtest du jetzt tun - mit mir?“, fragte sie verhalten. Timo lachte. Er war glücklich. Was für eine Frage! „Ich möchte mit dir leben!“ Diese Antwort kam spontan aus seinem Herzen. Und als er in ihre Augen sah, wusste er, dass es genau die richtige gewesen war. Anja fasste nach seiner Hand und gemeinsam liefen sie den breiten Strand entlang, bis sie - unter Palmen einen gedeckten Frühstückstisch fanden. Anja lachte: „Unser Sektfrühstück! Hast du mir nicht neulich davon erzählt? - Wie gerne du mit mir am Strand von Hawaii...?“ Timo hielt ihr den Sessel und als sie sich niedergelassen hatte und ihr Gesicht zu ihm aufhob, konnte er nicht widerstehen. Zärtlich berührten seine Lippen ihren Mund und er küsste sie. War er jemals in seinem Leben so glücklich gewesen?

 

Anja legte ihren Kopf in den Nacken und schlang die Arme um seinen Hals. Sie zog ihn näher - dichter zu sich heran. Ohne ihren Mund von seinem zu lösen, erhob sie sich und schmiegte sich an ihn. Ihr Körper an seinem. Jetzt musste er sie halten - spüren. Behutsam nahm er sie in seine Arme. Nur kurz lösten sie ihre Lippen voneinander, sahen sich in die Augen. „Ich liebe dich!“, flüsterte sie. Und dann küsste sie ihn. War er jemals so geküsst worden? So sanft, so zärtlich, so leidenschaftlich? Hatte er jemals so reagiert?

 

Lust fiel ihn an wie ein tollwütiger Wolf. Mit letzter Kraft hielt er seine Leidenschaft in Zaum. Seine Lippen öffneten ihren süßen Mund und er ließ seine Zunge hineingleiten. In dem Moment, als er fühlte, dass sie ihm entgegen kam, ihre Zungenspitze mit seiner spielen ließ, war es um ihn geschehen. Er hielt sie fest an sich gepresst und stieß zu. Stieß tief hinein zwischen betörende Lippen, sah ganz andere Lippen in seinem Geist. Und stieß und stieß und stieß.

 

Und Anja küsste ihn. Wild und lüstern. Sie hatte Feuer gefangen. Ihre Erregung flackerte auf. Flammte hoch zu rasender Gier. „Ich liebe dich“, stöhnte sie in seinen Mund. „Ich will dich, Timo. Ich will dich so sehr!“ Stachelte damit seine Begierde noch mehr an, brachte ihn beinahe um seine Beherrschung.

 

„Oh ja, Liebling, jaah!“ Timo war fast von Sinnen. Anja, seine Liebste, die Frau seines Lebens zeigte ihm ihre Lust. Sie gestand ihre Sehnsucht nach ihm - völlig unbefangen und frei. Sein Verstand fuhr Achterbahn. Er begriff die Welt nicht mehr. All seine geheimen Wünsche - heute wurden sie wahr. Am Liebsten hätte er sie jetzt und hier...!

 

Da hörte er die Stimme in seinem Kopf: „Sie haben 24 Stunden! - 24 geschenkte Stunden, die nur euch gehören.“ Timo würde sie nutzen, aber nicht nur dafür. Er würde alle ihre Träume erfüllen. Seine und ihre. Alles erfahren, wovon sie gesprochen hatten - und zuerst kam das Sektfrühstück. Jetzt konnte er die Sehnsucht genießen - die Vorfreude. Sie konnten danach immer noch... In dem Gespräch damals hatten sie doch auch...

 

Er erinnerte sich genau. Lächelnd löste er sich von ihr und griff nach der Flasche Champagner. Genau so prickelten seine Gefühle für sie. Aber noch würde er dafür sorgen, dass sie nicht überschäumten. Sie würden ihn genießen, den Champagner - nicht vergeuden.

 

Timo hielt ihr die geöffnete Flasche an den Mund und sie trank durstig. Und auch jetzt zauberte ihm seine Phantasie ein ganz anderes, lüsternes Wunschbild vor Augen. „Kannst du dir vorstellen...“ Verlegen brach er ab und wurde tatsächlich ein bisschen rot. Lächelnd griff Anja nach der Flasche und dann schob sie sie tiefer zwischen ihre Lippen. Sie spielte mit ihm, leckte aufreizend über die Öffnung und dann sagte sie leise: „Ja!“

 

Timo lachte glücklich. Er würde alles haben! Jetzt war er ganz sicher. Alle seine Sehnsüchte - sie würde sie ihm erfüllen, aber vorher würden sie zusammen schmausen, Champagner trinken und er würde in ihre Augen sehen, ihre Hände halten, in dem Wissen, dass sie ihm gehörte. Zuvorkommend bediente er sie. Früchte und mehr. Als er ihr Champagner nachschenkte, hätte er beinahe die Flasche fallen lassen.

 

Sie hatte ihren Schuh ausgezogen und er spürte, wie sie mit nackten Zehen seinen Fuß berührte. Behutsam glitt sie höher, schlüpfte unter sein Hosenbein. Und wie unschuldsvoll sie ihn anlächelte - während sie so verführerisch langsam seine Wade streichelte. So aufregend! Je höher ihre Zehen wanderten, desto heißer wurde ihm. Gierig trank er einen großen Schluck. Atemlos fasste er ihre Hand. „Liebste!“ Er konnte es nicht erwarten. Ja, er hatte es geglaubt, aber es ging einfach nicht mehr.

 

„Bitte!“ Seine Stimme zerbrach beinahe. Anja stand auf und zog ihn einfach mit. Die Flasche Champagner hielt sie immer noch in der Hand. Wohin wollte sie? Aber ein paar Meter weiter sah er es. Mitten im Sand, direkt am Meer unter Palmen stand ein riesengroßes Doppelbett. Timo traute seinen Augen kaum. Erstrecht nicht, als er sah, dass Anja es sich bereits gemütlich machte. Sie saß mitten auf dem Bett und streifte das dünne Sommerkleidchen hoch, zog es aus. Ihm wurde die Luft knapp. Sie wollte es! Sie wollte ihn! Großer Gott, sie wollte ihn!

 

Er stand einfach da und wusste nicht weiter. „Willst du wirklich...?“ Er stotterte beinah. Anja lächelte ihn an. So verführerisch! „Warum sollen wir die Zeit vergeuden?“ - Großer Gott, sie wollte es wirklich! Mit einem Satz war er bei ihr, nahm ihren halbnackten Körper in seine Arme und sank über sie. Diese kühle, sanfte Haut machte ihn verrückt. Seine Lippen fanden ihre und er schloss die Augen. Himmel, welch ein Genuss sie zu spüren, sie zu küssen, sie zu... „Liebe mich!“, stöhnte sie in seinen Mund.

 

Ja! Genau das - das wollte er! Seine Hand streichelte ihren Rücken. Die Fingerspitzen glitten unter den Rand ihres Höschens - irgendwie - und dann lag diese aufregende, feste Rundung in seiner Handfläche. - Das Höschen jetzt hinunterstreifen! Sie endlich, endlich betrachten können! Das Ziel all seiner Wünsche und Träume - ihren Schoß. Das Tor zu seinem persönlichen Himmel - zum Greifen nah. Wie oft war nur noch dieser eine Gedanke in seinem Kopf gewesen? Wie oft hatte er sich danach gesehnt sie auszuziehen - ihre schönen Formen zu erforschen, ihre langen Beine, diese wundervollen straffen Schenkel - zu spreizen. Zu sehen, was ihm schon in Gedanken den Atem verschlug: Ihre süße Scham - das Paradies!

 

Jetzt endlich war es soweit. Anja hob ihm ihr Becken entgegen, half ihm dabei! Zärtlich zog er an dem schwarzen, verführerischen Etwas. Wie aufregend - ein süßes Stück Spitze in seinen Händen zu halten, das so intensiv nach ihr duftete!  Er konnte nicht anders. Sehnsüchtig presste er seine Nase hinein - inhalierte tief. So musste sich eine Nase voll Kokain anfühlen. - Ein Schuss Power - direkt zwischen seine Beine. Er platzte vor Kraft.

 

Seine Hand lag auf ihrem Schamhügel, hielt ihn noch immer versteckt. Aber jetzt konnte er nicht länger warten. Er holte tief Luft und hielt sie an - als er die Hand hob. Wie verlockend! - Weich und sanft abfallend - hinab - ins Himmelreich. Golden verbrämt. Wie von selbst wickelten sich die zauberhaften Löckchen um seine Finger. Und Anja öffnete ihm ihr Paradies. Spreizte ihre Beine noch weiter. Er sah sie an - sah in ihre Augen. Er musste es wissen. Wollte sie das wirklich?

 

Oh ja! Sie wollte! Langsam sank er auf sie. Berührte endlich, endlich den Mittelpunkt all seiner sehnsüchtigen Träume: Ihre süße, verlockende, hinreißende, so unglaublich geile Muschi. Als sein Mund sie traf, schluchzte er auf und dann verlor er völlig die Beherrschung. Seine Zunge drängte sich hinein, schob sich zwischen pralle, weiche Schamlippen und kostete ihre Lust. Wie besessen saugte er ihre exquisite Feuchtigkeit in sich ein. Sie wollte ihn. Ihr Schoß quoll über vom süßen Elixier ihrer Lust. Diese wunderbare Frau begehrte ihn! Er konnte es fühlen.

 

Anja stöhnte. Sie konnte beinahe ihr Herz brechen spüren, so sehr sehnte sie sich nach ihm. „Komm!“, flüsterte sie und fasste nach seinen Schultern. „Ich muss dich spüren. Deine Finger - in mir!“ Ungeduldig zog sie ihn auf sich. „Komm! Bitte! - Komm zu mir - in mich! Lass’ mich dich spüren! - Endlich spüren!“ Ihre Stimme brach. Schluchzend presste sie ihn an sich. Die Sehnsucht verwirrte ihr den Verstand.

 

Ihre offensichtliche Begierde machte ihn verrückt. Seine Lust stieg ins Unermessliche. Und doch! - So hatte er es nicht gewollt. Nicht das! Nicht so unaufhaltsam! Timo wollte sie liebevoll verwöhnen, zärtlich sein - vorsichtig! - Und jetzt? - Seine Geduld war am Ende. Jetzt ging es nicht mehr anders. Er musste in sie stoßen - ficken! Sie haben - jetzt und hier - sofort. Keine Rücksicht! Keine Zärtlichkeit! Nur noch Gier! - Sex! - Nur noch sie! Stöhnend kam er über sie, spreizte ihre Schenkel und zog ihren Unterleib zu sich heran. Wild! Rücksichtslos!  Aber auch sie... - Ihre Hände hielten ihn gepackt. Rote Krallen bohrten sich in sein Fleisch, rissen seine Haut auf - machten ihn völlig wahnsinnig. Als ob sich der brennende Schmerz in seinem Körper verwandelte in unbezähmbare Gier. „Ja!“ , keuchte er. „Jetzt!“

 

Seine harte, pochende Spitze fand ihr hungriges Kätzchen. Atemlos spürte er ihre glänzende Nässe, die Hitze, die ihn umfangen hielt. Fühlte ihr zuckendes Fleisch, das sich anschmiegte, ihn aufsaugte, verschlang. Da wollte - musste er sein. Traum aller Träume. Jetzt! - Wild stieß er zu. Erkannte instinktiv ihr Entgegenkommen, wusste plötzlich um die Notwendigkeit dessen - für ihn - und für sie! Jetzt! „Anja! - Anja, ich... - verzeih! - Anja, lass’ mich... darf ich... Anja, ich muss...!“, stammelte er verzweifelt.

 

Und dann überflutete ihn ihre Wärme, ihre Liebe - wie eine goldene Woge brach ihre Lust über ihn herein, riss ihn mit fort - hinauf immer höher zum Gipfel allen Seins. Stöhnend verschmolzen sie ineinander. Gemeinsam spürten sie das Auf und Ab ihres persönlichen Liebeskarussells. Fühlten die Einheit. Nie mehr würden sie einsam sein, denn sie trugen ihn in sich: Den Liebespartner - die andere Seite ihrer Münze! Heute - jetzt waren sie vollkommen geworden. Sie hatten es gefunden - das Glück.

 

„Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich!“ Er wiederholte es unaufhörlich. „Du bist mein Leben! Anja, du bist mein Leben!“ Zutiefst verbunden hielten sie sich umfangen, konnten sich nicht voneinander lösen. Langsam und zärtlich streichelten ihre Hände seinen Rücken, glitten hinab, umfassten seine Backen und drückten behutsam. Tiefer hinein - immer noch tiefer hinein. Sie atmete ihn, fühlte sich eins mit dem Mann, der auf ihren Herzen lastete. Wohlig aneinander gekuschelt glitten sie hinüber in ein Traumland zwischen Wachen und Schlafen.

 

Nein, er hatte dieses wohlige Glücksgefühl niemals vorher gekostet. Diese Geborgenheit, diese Zufriedenheit empfand er nur bei ihr. Hier konnte er sein, wie er war. Sie erwartete nichts, nahm ihn genauso. Er war nach Hause gekommen - endlich! Und immer noch fühlte er sich mit ihr verbunden, berührte sie immer noch tief im Inneren. Ihr Atem umfing ihn. Genießerisch hielt er sie, schmiegte sich an sie und kurz bevor er völlig befriedigt in ihren Armen einschlief, hörte er in seinen Gedanken die Worte klingen:  „Eine Reise, nur für eine Liebe so rein und so klar, wie der Regenbogen. 24 Stunden - die nur euch gehören!“

 

Die Worte klangen immer noch in ihm nach, als er erwachte. Wie ein Kätzchen hatte sie sich an ihn geschmiegt. Hatte sich gelöst von ihm - und doch auch wieder nicht. Ihr Kopf lag an seine Schulter gekuschelt und seine Arme hielten sie umfangen. Ihr wunderbarer Po - an seiner Männlichkeit! Hatte er nicht gerade eben ihre Liebe genossen? Und schon wieder sehnte er sich... Wie warm sie sich anfühlte an seinem Körper! Wie verlockend! Seine Hände liebkosten sie, glitten über ihre Arme - nach vorne. Behutsam umfasste er ihren Busen. So weich! So warm! So aufregend! Leise schnurrend dehnte sie sich, drängte sich an ihn, gab ihm all ihre Süße zu kosten.

 

„Was möchtest du tun - jetzt?“ Timo überlegte, was er ihr zeigen wollte, hier in diesem Zauberland? Es fiel ihm immer wieder nur eines ein! Anja drehte ihren Kopf schaute ihn an - über die Schulter - lächelte so beglückend eindeutig. „Möchtest du den Strand sehen?“, fragte er leise. Sie schüttelte den Kopf. „Was möchtest du dann?“ Er wusste nach welcher Antwort er sich sehnte. Ihre Augen strahlten, als sie die Worte sagte: „Ich möchte vor allem keine einzige Sekunde vergeuden!“, und damit hatte ihre Hand ihn gefunden.

 

Langsam drehte sie sich ihm zu, hob sich auf die Knie. Dass sie ihn so intim, so aufregend lüstern betrachten konnte, machte ihn verrückt. War er eben noch erschöpft gewesen? Jetzt nicht mehr. Ihre Hände, die ihn sanft berührten, waren Wiederbelebung genug. Ganz sanft strich sie über seine Härte, berührte zärtlich seine Hoden. „Wie glatt du bist!“ Timo zitterte. Er lag auf dem Rücken und sah ihr zu, wie sie sich immer näher an ihn heran schob. Ihre Hände verwöhnten ihn, ihr Gesicht, ihr Mund kamen immer näher. Würde sie das wirklich tun? Würde sie ihn küssen? Lecken? Allein der Gedanke brachte ihn in höchste Höhen.

 

Als ihre Zungenspitze ihn sanft berührte, wäre er beinahe explodiert. „Mach’ die Augen zu, Liebster“, flüsterte sie. Das würde er tun, tun müssen. Denn wenn er sie weiter beobachtete, würde er ihr... Verzückt schloss er seine Augen, gab sich dem Gefühl hin, von ihr verführt zu werden.

 

Weich und warm legte sie ihre Lippen auf seine Eichel, kitzelte seine Spitze mit ihrer Zunge. Ein Ring von glühender Hitze umfing ihn. Schob er sich in den Krater eines Vulkans? Oder war er selber einer? Die Gefühle die ihn überschwemmten, drohten ihn hinzureißen. Ganz tief saugte sie ihn zwischen ihre Lippen. „Anja!“, keuchte er und drängte sich noch tiefer hinein. „Liebste! Meine süße Liebste!“ Aber plötzlich zog sie sich zurück. Als ihr Mund ihn verließ, zitterte er vor Begierde. Die kühle Luft, die ihn plötzlich umfing machte ihn erst recht verrückt. Timo schluckte. Was würde jetzt geschehen?

 

Anja kroch noch näher heran, beugte sich über ihn. Stöhnend fasste er nach ihren Brüsten, zog sie näher zu sich heran - und dann schwang sie ihr Bein über ihn und kam auf ihn. Timo glaubte sofort ersticken zu müssen. - Wie geil! Wie unfassbar geil! Ihr Busen vor seinen Augen und glühende Hitze, die seinen Phallus berührte. Er zuckte. „Duuuuuuuu!“ Keuchend stieß er zu.

 

Anja lächelte und dann fanden ihre Lippen seinen Mund. War er jemals so leidenschaftlich geküsst worden? So heiß? So tief und so gierig? „Lass!“, stöhnte sie. „Lass mich - lass mich das tun!“ - Sie richtete sich auf. Ihre hungrigen Augen und ihre so aufregend nackten Brüste - harte Spitzen - geil. Ein Blick noch und es wäre um ihn geschehen! Ihr Becken schwang. Heißes, feuchtes Fleisch streichelte seinen zuckenden Phallus. Begeistert umfasste er ihre Hüften. „Komm - oh bitte, komm zu mir - auf mich!“ - „Jaah!“, keuchte sie und ließ zu, dass er ihr Becken dirigierte. Seine Spitze glitt durch ihre glühende, so bereite, nasse Muschi - und sie drückte sich auf ihn - fester, heißer! Seine Eichel zwischen weichen Schamlippen. Er stieß. Anja wich zurück. „Nicht!“ Doch dann schob sie sich auf ihn, ließ ihn ein in ihr Paradies.

 

Wimmernd vor Gier fühlte er, wie die Lust ihn überflutete. Sie liebte ihn! Ihre lüsterne Muschi reizte ihn bis zur Weißglut, und vor seinen Augen schwangen unglaublich geile Titten. Auf und ab, auf und ab. Seine Hände glitten fiebrig über ihre Haut. Wie wunderbar sie sich anfühlte. Wie glatt, wie... „Jaaahhhh!“ Anja beugte sich tiefer. Ihr Unterleib stieß rhythmisch, und er fühlte ihren heißen Atem an seinem Ohr, ihre Zunge, die sanft über seine Ohrmuschel leckte. Atemlos bewegte er sich - immer schneller - immer hektischer. Er musste sie haben! Überschwemmen mit seiner Lust. Gleich! Oh jaa, gleich! - Jetzt! Und dann stöhnte sie das eine Wort, das ihn in die Atmosphäre schoss. „Spritz!“ - Seine heiseren Schreie hörte nur sie. Er wand sich, besinnungslos vor Lust, zwischen ihren Schenkeln und pumpte ihr all seine Begierden in den erregenden Leib.

 

Anja richtete sich auf. Immer noch stieß sie ihn in sich hinein, massierte seine Erregung mit ihren Muskeln und fühlte, wie er sich immer tiefer in sie drängte. Als seine Hände ihre Backen fassten und sie spreizten, begann sie zu keuchen. „Ja, oh ja!“ Seine Hoden an ihrem Damm ließen sie abheben. Unkontrolliert zuckend brach sie -  schluchzend in Ekstase - auf ihm zusammen. Und er zog sie völlig erschöpft in seine Arme. Was für eine Frau!

 

Was für ein Tag! Er würde jede Sekunde genießen - wenn er erst wieder zu Kräften gekommen war. In ihren Armen zu liegen, war sein Himmel auf Erden und so waren diese 24 Stunden ein Ausflug in die Gefilde der Seligen. Er genoss ihre Gegenwart, ihre Liebe in vollen Zügen. „Liebling, mein Liebling!“

 

******

 

Was war es nur, woran er hätte denken sollen? Er wusste, dass er etwas vergessen hatte. Etwas ungeheuer Wichtiges. Es fiel ihm nicht mehr ein. Was war es doch gewesen? - Aber jetzt hatte er keine Lust mehr hier in der Kälte zu stehen und darüber nachzudenken, was es wohl war. Er würde seine Frau fragen. Sie würde es wissen. Der Schnee fiel jetzt in dicken Flocken in die Nacht und er musste irgendwo seine Handschuhe vergessen haben. Wo war das bloß gewesen? Auch das wusste er nicht mehr. Er würde jetzt nach Hause gehen und sich aufwärmen.

 

Da vorne war gleich der Brunnen, an dem er sich auch sonst immer orientierte. Von dort war es nicht mehr weit. Höchstens noch zehn Minuten. Warum fühlte er sich nur so verlassen? Es musste an dieser verflixt kalten Nacht liegen. Zuhause würde es besser werden - bei seiner Frau. Als er in seine Straße einbog, konnte er sein Haus liegen sehen. Es leuchtete warm in der Dunkelheit. Timo lächelte. Es war schön nach Hause zu kommen. Noch dazu im Winter. Gleich hatte er es geschafft. Als er den Schlüssel in sein Schloss steckte, drehte er sich noch einmal um und blickte in die Nacht. Irgendwie war er trotz allem so melancholisch heute. Woran das nur lag?

 

Und dann fiel sein Blick auf das Licht. Schimmernd wie ein Regenbogen schwebte es in der Dunkelheit und glitzernde Seifenblasen - wirbelten sanft durcheinander. Das musste er seiner Frau zeigen. Es erinnerte ihn an etwas: Dieses Licht. Was war das bloß gewesen? Es war wichtig gewesen, das wusste er. Aber vielleicht fiel es ihm ja doch wieder ein - irgendwann!

 

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