Das Gesicht der Lust

 

Ich hasse es. Schon wieder getrennt. Warum bist du so weit weg, wo ich dich doch so brauchen würde? Ja, fein, dass es ein Telefon gibt ... und einen PC ... und Skype ... und eine webcam! Trotzdem! Ich möchte dich halten und spüren und lieben. Und du ... bist so weit. Die Sehnsucht dich zu lieben quält mich. Ich möchte bei dir sein, mich über dich beugen, dich küssen, möchte mit meinen Brüsten dein Gesicht streicheln, möchte ... Ach Gott, was ich alles möchte!

 

Und natürlich haben wir es auch schon anders getan. Telefonsex! Nicht schlecht, wirklich! Schon aufregend ... und auch erfüllend - und trotzdem! Kein Vergleich! Keine sinnlich-süße Nähe. Nicht dein Duft in meiner Nase, nicht dein Geschmack auf meiner Zunge - nicht die strahlenden Blicke, die mir erzählen, wie sehr sie mich begehren - aber wenigstens dein Stöhnen. Wenigstens das! Ich bin verrückt nach dir.

 

Ja, ich möchte es tun jetzt - so wie du es willst - und du sagst es mir auch, sagst, was du jetzt gerne machen würdest mit mir. Und ich ... könnte schon wieder. Immer wieder! Du machst mich so an! Ich will dich so sehr. So mach schon - endlich!

 

Dein Lächeln auf meinem Monitor ist so süß, so bittend, so verlangend. „Ja du, so tu es schon! - Du darfst ja!“ - Normalerweise senkst du jetzt die Kamera, offenbarst mir ... deine Lust. Zeigst mir, wie ich täte, was jetzt du an meiner Stelle ...  Greifst zu! Deine Hose - weg damit! Und dein, nein, mein süßer Schwanz - schließlich hast du ihn mir geschenkt - ist schon so prall. So geil, dass du einfach Hand anlegen musst. Zärtlich sein - reiben - streicheln! „So mach doch schon!“

 

Diesmal ... - Hast du es vergessen?

 

Die webcam zeigt mir dein Gesicht und doch auch ... - Bitte! Bitte - lass es so, wie es ist! Ich weiß ja, was du tust. Aber jetzt sehe - erkenne  ich ... mehr, viel mehr. Du zeigst mir deine Lust, die Leidenschaft, die größer wird - und noch größer. Deine Begierde! - Und es ist so aufregend. So animierend! So geil! Lüsterner als deine Hände, die meinen Schwanz verwöhnen ... ist dein Gesicht - dieser hungrige Ausdruck deiner Augen. Wie du den Kopf in den Nacken legst und langsam deine Augen schließt. Nur ein winziges Glitzern dringt unter den Lidern hervor. Du konzentrierst dich nach Innen  - ganz auf deine Gefühle, suchst nach mir - in dir. „Ja, Liebling! Such mich! Finde all meine Sinnlichkeit! Finde meine Begierden - und entdecke deine Lust!“

 

Dein Atem wird schneller und die süße Zunge leckt blitzschnell über leicht geöffnete Lippen. „Spürst du mich? Mein Süßer, spür meine Lippen - an deinen. Fühl meinen Atem, der sich mit deinem mischt. Sag, kannst du sie fühlen - meine Zunge, die sanft leckt, die eindringt - tiefer - und noch ...!“ Dein Mund öffnet sich dieser Vorstellung und ich ... „Ich kann dich schmecken, mein Schatz! Mische unsere Säfte, lecke und trinke!“ Wie erregend es ist dich zu beobachten, wenn die Lust dein Gesicht in Besitz nimmt. Viel aufregender als ...

 

Ich will es für dich - und doch ... Bisher habe ich nicht gewusst, wie lüstern mich dein Stöhnen macht! Bisher habe ich nicht gewusst, wie erregend es für mich ist, wenn dein Gesicht sich anspannt zur Ekstase. Wenn deine Kieferknochen hervortreten - wenn sie mahlen, als müssten sie Schwerstarbeit leisten, deine Halsmuskeln zu dicken Strängen werden. Deine Stimme ist dunkel und rau, wenn du mir sagst, dass du mich willst - so erotisch! „Komm jetzt ... Komm auf mich!“

 

„Ja, Liebling, ja! Spür mich! Spür wie ich meine Schenkel spreize und mich über dich schiebe. Fühl meine nackte Haut an deinen Beinen, meine heiße, feuchte Scham, die sich an dich presst ... Die deinen - meinen steifen Schwanz tiefer drückt. - Sag fühlst du sie, deine pralle Eichel - zwischen nassen Schamlippen?“

 

Dein Mund ist jetzt aufgerissen, als müsstest du um Luft ringen und dein Atem geht stoßweise - so wie meiner! Du presst dich mir entgegen, drängst tief in mich hinein - und ich fühle dich - in mir. „Dein Schwanz ist so dick, so geil - tut mir so gut! - Komm! - So komm schon! Stoß zu! Nimm mich jetzt, Liebling! - Ich will ... - Spür, wie ich meine heiße Muschi auf dich schiebe - fühl wie ich dich ficke - jetzt! Ja, jetzt!“

 

„Jaa! Oh jaa!“, stöhnst du, röchelst nur noch ... angestrengt keuchend. Deine schönen Gesichtszüge - verzerrt jetzt - entstellt - eine sinnliche Grimasse der Ekstase. Wie aufregend schön du bist - wie erregend. Deine Stimme wird lauter und lauter. Worte zu unartikuliertem Stammeln degradiert. Laute, die sich in atemlose Schreie verwandeln. - Deine Geilheit - du schenkst sie mir. All deine Lust, überschäumende Ekstase - allein für mich. „Ja, Liebling, jaaah! Spritz deine Lust in mich hinein! Jetzt!“

 

Nun endlich schließe auch ich die Augen. Wie geil es mich macht - deine Lust an mir zu sehen - in deinem Gesicht. Aber jetzt muss auch ich dich für den Moment der Ekstase verlassen, denn du bist zu weit, als dass es jetzt ein Verschmelzen geben könnte. Und so muss ich mir doch meine Fantasie zu Hilfe holen. In meinem Kopf bist du da, dicht bei mir - in mir - und ich kann dich spüren. Und es dauert nicht mehr lange und mein heißes Blut sorgt dafür, dass ich überkoche. Ich spüre dich auf mir - in mir und die Lust schüttelt mich. Atemlos wimmernd ringe ich nach Luft - wiederhole sinnlos deinen Namen, wieder und wieder - erschöpft und mit geschlossenen Augen. Und dann höre ich dein leises Flüstern: „Wie schön du bist, wenn es dir kommt, mein Liebling!“

 

Langsam schlage ich die Augen auf und lächle dich an. Wie ähnlich wir fühlen - du und ich - und wie vertraut wir sind! Und das ist es auch was uns verbindet - über all die Kilometer hinweg. Ich kenne dich - so gut. So wie du mich! Denn wir haben es uns gezeigt: Unser heimliches Gesicht der Lust.

 

© BvS                                                                                             Ihre Meinung?