Das Fest der Liebe


Sie saß auf der Bank am Rande des Friedhofes. Beate liebte Friedhöfe. Die Ruhe, die sie ausstrahlten, der Frieden und die gepflegte Atmosphäre ließen auch sie immer zur Ruhe kommen. Heute allerdings wäre sie normalerweise nicht hergekommen. Es war der 23. Dezember und es war sehr kalt. Sie mochte die Kälte nicht und mied sie, wo immer es möglich war. Trotzdem musste sie zugeben: Auch ein tief verschneiter Friedhof hatte seinen eigenen Reiz. Es war schon sechs Uhr durch. Eigentlich hatte sie in die Kirche gehen wollen, aber die war jetzt schon fast zu Ende. Das konnte sie sich also sparen. Außerdem wäre sie nur wegen des neuen Pfarrers hingegangen. Er war erst ein halbes Jahr hier und war noch sehr jung für diesen Posten. Der neue Jugendpfarrer! Und sie schätzte ihn auf höchstens 30 Jahre. Allerdings musste sie zugeben, er war ein ausgesprochen hübscher Mensch. Für ihren Geschmack!

 

Sie stand nicht auf die geleckten Typen. Und er hatte seine Ecken und Kanten. Bestimmt einen Kopf größer als sie, und auch sie konnte man mit ihren 1,78 m nicht gerade als klein bezeichnen. Seine schwarzen Locken versuchte er wohl genauso vergeblich zu bändigen, wie seinen Bart. So genau wusste sie es zwar nicht, aber es machte den Eindruck, als würden sie niemals mit einem Kamm in Berührung kommen - und das wiederum glaubte sie nicht. Seine ungewöhnlich grünen Augen konnte blitzen, dass man an ein Frühlingsgewitter erinnert wurde und seine breite, eckige Gestalt konnte man eigentlich nicht als Figur bezeichnen - bestenfalls als Statur! Aber sie fand ihn umwerfend. Sie hätte sich gerne mal in diese starken Arme gekuschelt. Er war so genau der Mann zum Anlehnen, von dem sie träumte.

 

Gerade heute wieder sehr intensiv. Sie hätte einen starken Freund gebraucht. Sie konnte nicht nach Hause fahren über Weihnachten. Nicht dass sie Sehnsucht gehabt hätte. Ihre Eltern waren geschieden und ihre Geschwister waren mit eigenen Problemen beschäftigt, aber schließlich war ja doch Weihnachten, das Fest der Liebe. Alle ihre Freundinnen hatten die Schule verlassen über die Ferien und sie war alleine mit ein paar alten Erzieherinnen im Internat zurückgeblieben. Es versprach ein überaus ereignisloses Fest zu werden. Aber auch das würde sie überstehen, denn sie lebte nach dem Motto: "Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!" Ihr Vater hatte ihr das in die Seele geprägt als sie dreizehn war. Beate hatte damals festgestellt, dass sie nicht auf ihn zählen konnte, und so machte sie sich sein Motto zueigen und nahm selbst den Kampf auf - gegen alle Widrigkeiten des Lebens.


Nur manchmal - so wie heute - wenn sie sich sehr verloren fühlte, dann wünschte sie sich so einen “Rübezahl”, wie den neuen Pfarrer, ganz für sich alleine. Moritz hieß er. Was für ein Name! Eigentlich scheußlich, aber genau passend für seinen Träger.


Es war schon längst dunkel geworden und langsam kroch die Kälte durch ihren hellen Mantel. Sie hatte einen langen Schal über ihre blonden, langen Locken gelegt und ihn um den Hals geschlungen. So schlug sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Auch die Handschuhe und Stiefel konnten sie nicht mehr wärmen, denn sie saß hier schon viel zu lange im Schnee. Aber sie wollte nicht zurück in das einsame Haus - noch nicht.


“Was tun Sie denn hier?” - Beate erschrak zu Tode. Vor ihr stand Moritz! Die dicke Schneedecke hatte alle Geräusche verschluckt und so hatte sie keinen Laut gehört, bis er sie ansprach. Er bemerkte ihre Panik in dem Moment, als er seine eigene laute Stimme hörte in der Dunkelheit. Er erschrak selber. Sofort dämpfte er seine Worte. “Es tut mir Leid, dass ich Sie erschreckt habe. Bitte verzeihen Sie, Beate. Aber ich bin selbst erschrocken. Hier ist normalerweise um diese Zeit kein Mensch.” Sie hatte sich sofort wieder gefangen und lächelte ihn an. "Was tun Sie denn hier um diese Zeit?” Sie freute sich ihn zu sehen und noch mehr freute sie, dass er ihren Namen wusste. “Ich komme aus der Kirche und zu mir nach Hause führt der schnellste Weg über den Friedhof. Ich habe sogar den Schlüssel für die Hintertüre. - Aber was, in aller Welt, tun Sie hier, in dieser Kälte?” Beate überlegte. Sollte sie ihm erzählen was sie bedrückte, oder sollte sie stark sein? So wie man es von ihr erwartete? Bevor sie sich entscheiden konnte, zog er sie schon hoch und nahm ihren Arm. “Kommen Sie, wir gehen zusammen ein Stück. Sie haben ja doch dieselbe Richtung, und bevor Sie hier noch anfrieren......!” Er nahm ihre Hand und zog sie einfach mit. Woher wusste er, wohin sie musste? Beate war total verwirrt, aber ihre Hand war eiskalt und seine riesige Hand hielt sie warm und sicher. Sie spürte es mit jeder Faser ihres Körpers. Es war so einfach, nur neben ihm herzugehen und sich beschützt zu fühlen. Also ging sie neben ihm und sagte kein Wort.

 

Moritz hatte nicht überlegt, er hatte nur reagiert. Er kannte sie seit er hier in diesem kleinen Dorf Jugendpfarrer war. Sie war ihm sofort aufgefallen, als er sie zu ersten Mal in der Kirche sah. Sie saß in der ersten Reihe und sah mit großen Augen zu ihm auf, und er hatte das Gefühl, ein Engel sei zu ihm in die Kirche gekommen. Er hatte sich erkundigt und erfahren, dass sie im Internat lebte und das schon seit acht Jahren. Er wusste, sie war achtzehn Jahre alt und er wusste, sie war einsam. Dafür hatte er ein Gespür. Seine eigene Geschichte prädestinierte ihn dafür. Schließlich war er ein Waisenkind.


Als er hörte, wie sie neben ihm schnaufte, zügelte er seinen Schritt. Er war einfach drauflos gestürmt - ohne zu überlegen. Er wollte sie nur mitnehmen, in die Wärme bringen, beschützen. Aber was musste sie denken? Er musste auf sie wie ein Verrückter wirken. Er nahm sie bei der Hand und zerrte sie wortlos neben sich her. War er noch bei Trost? Moritz blieb stehen. Er sah sie an und sie erschien ihm, wie ein Stern in der Nacht. “Es tut mir Leid!” sagte er laut. Beate musterte ihn und verstand sofort. “Mir nicht!” antwortete sie und ging einfach weiter. Sie ließ seine Hand nicht los und so musste er ihr folgen, ob er wollte oder nicht. Aber er wollte ja. Sie liefen nebeneinander her und hatten auf einmal beide das Gefühl, vollkommen verstanden zu werden. Moritz begann zu lächeln. Als sie das kleine Pfarrhaus erreichten, war es ganz natürlich, dass er sie fragte. “Kommen Sie mit, auf einen heißen Tee? Sie müssen wieder auftauen!” Natürlich wollte sie mit ihm Tee trinken. Sie hätte alles getrunken, was immer er ihr serviert hätte. “Gerne!”, antwortete sie deshalb. “Ich habe ohnedies keine Lust jetzt schon in diesen einsamen Kasten zurückzukehren.”


Er schloss die Türe auf und ließ ihr den Vortritt. Als sie das große Wohnzimmer betrat, war sie angenehm überrascht. Es war so gemütlich, dass sie sich gleich heimelig fühlte. Er zog den Mantel aus und begann sofort große Holzscheite in den Kamin zu legen. Erst als das Feuer brannte, nahm er ihren Mantel ab. “Ich bin der Moritz!” stellte er fest. Sie sah ihn an. Damit hatte sie nicht gerechnet, aber es gefiel ihr. Beate räusperte sich, aber bevor sie Etwas sagen konnte, polterte er schon los: “Du bist die Beate! Und kommst geradewegs vom Himmel! Und ich finde Dich wunderschön!” Sie war sprachlos. Aber als sie sah, wie er rot wurde und verlegen, begann sie zu lächeln. Auf einmal hatte sie das Gefühl, als sei sie noch nie in ihrem Leben glücklicher gewesen. Moritz stand immer noch mitten im Raum, mit den Mänteln über dem Arm und starrte sie an und hatte nicht die geringste Ahnung, was in ihn gefahren war. Was, um alles in der Welt, war das gewesen? So konnte das doch nicht funktionieren. Er war ihr Pfarrer! Außerdem war sie viel zu jung für ihn, auch wenn er nur noch von ihr träumte, seit er sie zum ersten Mal gesehen hatte.


Beate hätte niemals geglaubt, dass heute noch ein Wunder geschehen würde, aber es war schon passiert. Sie liebte diesen Rübezahl. Er war so groß und breit wie ein Schrank und doch hatte sie das dringende Gefühl, ihn in die Arme nehmen zu müssen. Und genau das tat sie dann auch. Sie trat zu ihm und nahm ihn, mitsamt den Mänteln, in den Arm und gab ihm einen Kuss.

 

***

 

Moritz sah sie an, als wäre sie tatsächlich vom Himmel gefallen - mitten in seine Arme. Dann ließ er die Mäntel fallen und sagte: “Es ist Weihnachten!” Als ob damit alles erklärt wäre. Dann nahm er sie fester in seine Arme und küsste sie. Seine Umarmung war wie ein Schraubstock, aber seine Lippen waren weich und so zärtlich, dass Beate dahin schmolz. Ihr wurde warm ums Herz. “Mein Gott, ich liebe Dich!” Moritz sagte es, als sei es ihm gerade erst klar geworden und genauso war es auch. “Nur verstehen kann ich es nicht.” Beate schmiegte sich in seine Arme und sagte genauso davon überrascht wie er: “Ich kann es Dir erklären! Es ist ganz einfach: Du und ich, wir gehören zusammen! Wir sind dafür auf der Welt, uns zu lieben. Wir mussten uns nur finden!” Dieses Gefühl, das ihr sagte, er war der Mann ihres Lebens war so überwältigend, dass sie kaum Luft bekam. Sie presste sich an ihn und hielt ihn fest, als sei sie am Ertrinken. Und irgendwie war es wohl auch so. Er hatte sie gerettet. Errettet aus der Einsamkeit ihres Lebens.

Als er sie losließ, wussten sie beide, dass ihr Leben sich verändert hatte. Sie waren nicht mehr allein. Moritz hängte die Mäntel auf und dann gingen sie in die Küche, kochten Tee und machten gemeinsam Abendbrot. Ohne viele Worte saßen sie zusammen und ließen es sich schmecken. Als sie fertig waren, sagte Moritz: “Bleib’ bei mir heute Nacht!” Beate nickte. Irgendwie war es selbstverständlich. Kein anderer Mann hatte es jemals geschafft, sie auch nur dazu zu bringen darüber nachzudenken, ob sie eine Nacht mit ihm verbringen sollte. Aber jetzt stand für sie fest, sie gehörte ihm. Sie wollte bei ihm bleiben, sie wollte mit ihm schlafen. In ihrem Zimmer im Internat, lief leise das Radio und die Türe war versperrt. Niemand würde sie vermissen. Sie war ohnehin eine Einzelgängerin und nachdem Alle heimgefahren waren und sie die Einzige war, wer sollte es schon bemerken?

Moritz ließ alles liegen und stehen und nahm sie bei der Hand. Er zog sie in das große Wohnzimmer. Sie hatte nicht bemerkt, dass eine Treppe hinaufführte auf die Galerie. Da oben stand ein Bett, wie sie es noch niemals gesehen hatte. Es war einfach riesig. “Ich habe es selbst gebaut”, erklärte er, als er ihren Blick sah. Hier oben war es warm, viel wärmer als unten im Wohnzimmer und man hatte einen wundervollen Blick auf den Kamin und aus dem Fenster auf den verschneiten Winterwald, der im Licht des Mondes glänzte. Er löschte das Licht und nur im flackernden Schein des Feuers kam er zu ihr. Er sah sie an und wusste, er würde sie nie wieder hergeben. Beate schaute zu ihm auf und hatte genau das gleiche Gefühl. Als ihr das klar wurde, begann sie langsam ihre Bluse aufzuknöpfen. Sie wollte seine Haut spüren, seine Haut auf ihrer. Seine Augen wurden groß und begannen zu leuchten. Gebannt sah er zu, wie sie die Bluse von ihren Schultern streifte. Darunter trug sie nur einen winzigen Spitzenbüstenhalter, der mehr betonte, als verbarg. Moritz litt plötzlich unter Luftknappheit. Als sie nach hinten griff um ihren BH zu öffnen, begann er zu keuchen. Die Muskeln in seinem Gesicht arbeiteten und seine Augen schillerten so grün, wie nie zuvor. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Dann aber steckte er sie nach vorne und öffnete sie. Seine Handflächen berührten ganz sanft ihre Brustwarzen.

Ganz vorsichtig kreiste er mit der empfindlichen Innenfläche seiner Hände um ihre Brüste. Beates Warzen zogen sich zusammen und nun war es an ihr zu keuchen. Sie öffnete sein Hemd und zog es ihm aus. Dann drehte sie sich um und als seine Arme sie umschlangen, ihre Brüste umfassten und vorsichtig drückten, stöhnte sie auf. Sie spürte seinen nackten Körper an ihrem Rücken, die Wärme seiner Hände auf der kühlen Haut ihres Busens und plötzlich wusste sie, dass sie ihn begehrte, wie nie zuvor einen anderen Mann. Moritz schob ihr den engen Wollrock von den Hüften und gleich danach die Strumpfhose und den kleinen Slip. Nackt stand sie vor ihm und die Lichtreflexe der Flammen spielten mit ihren Formen. Als er sich seiner Hose entledigte sah sie, wie sehr sie ihm gefiel. Auch an dieser prägnanten Stelle, war er überdimensional gebaut. Beate begann leise Bedenken zu haben. Schließlich war sie noch Jungfrau. Moritz legte sich auf das Bett. “Komm zu mir!” flüsterte er. Da flüchtete sie zu ihm, in seine Arme, an seinen Leib, der sie anzog und erschreckte gleichermaßen. Moritz war sensibel genug ihre Ängste zu erspüren und er liebte sie zu sehr, um sie zu überfallen. Sanft hielt er sie im Arm und streichelte ihren wundervollen Körper. Seine eigene Gier machte ihm fast einen Strich durch die Rechnung und so beschloss er, mit ihr zu reden.

Er würde ihr einfach die Wahrheit sagen. “Beate, meine Beate”, seine Stimme klang atemlos. “Du hast keine Ahnung, wie Du auf mich wirkst! Du bist wie ein Zaubertrank, der mich platzen lässt vor Kraft. Ich begehre Dich mehr, als ich sagen kann. Aber Du musst keine Angst haben, es wird nur geschehen, was Du willst. Ich liebe Dich, ich weiß nicht warum das so ist, aber ich weiß genau: Du bist die Frau, die von Gott für mich bestimmt wurde. - Oh mein Gott, ich danke Dir!” Das war ein Stoßgebet. Seine Hände streichelten über ihren Bauch, wanderten zu ihren Schenkeln. Beate hielt die Luft an. Sie fühlte ihr eigenes Begehren. Sie wollte ihn haben, spüren an ihrem Körper, in ihrem Körper, tief in ihrem Innersten. Ihre Hände gesellten sich zu seinen. Sie streichelte sie - sie fuhr seine Arme hinauf, zu seinem breiten Brustkorb. Ihre Handflächen erspürten seinen weichen, haarigen Bauch. Als sie weiter nach unten glitten, begann er zu keuchen. “Vorsicht, meine Liebste” seine Stimme klang gepresst, “lange halte ich das nicht aus.” Sanft umfasste sie seinen Penis und drückte behutsam. Moritz schloss die Augen und stöhnte laut auf. “Ich will mit Dir schlafen!” flüsterte Beate an seinem Ohr, “aber ich habe es noch niemals getan.”

Moritz zog die Luft ein und atmete mehrmals tief durch. “Süßeste aller Frauen! Ich liebe Dich, ich begehre Dich, ich bin kurz davor wahnsinnig zu werden. Wenn Du mich nur noch ein einziges Mal berührst, werde ich explodieren. Tu’ es nicht, mein Schatz!” Beate lächelte auf einmal ganz zärtlich und fühlte nicht mehr die geringste Angst, nicht mehr das kleinste Unbehagen. Sie wusste, was sie tun wollte. Sie würde ihn glücklich machen. Nur das zählte plötzlich noch. Sie umschloss überaus vorsichtig seinen harten Schaft mit ihrer Hand und begann ihn sanft zu massieren. Rasselnd schnappte Moritz nach Luft. Er hatte nicht mehr die Kraft, sich gegen diese überwältigende Liebkosung zur Wehr zu setzen. Er schloss die Augen und legte sich zurück, stöhnend wand er sich unter ihren Händen. Er war so heiß auf sie, dass er am liebsten über sie hergefallen wäre, aber das verbot er sich mit aller Kraft, zu der er noch fähig war. Zähneknirschend beherrschte er sich, aber ihre zärtlichen Hände machten ihn völlig verrückt. “Lass’ mich, Moritz! Lass’ es mich für Dich tun!” Damit beugte sie sich über ihn und legte ihre Lippen auf seine Eichel. “Oh nein”, keuchte er entsetzt, “das kann ich nicht ertragen!” In dem Moment als sie ihn in sich hineinsaugte, brach sein Widerstand zusammen. Er explodierte in ihrem zärtlichen Mund.

Moritz war empört über sich selbst. Er hasste sich für seine Unbeherrschtheit. Als er aber ihr Lächeln sah, ihr Gesicht, das ihn anstrahlte - das Glück in ihren Augen, verschwand das Unbehagen. Er nahm sie in seine Arme, wiegte sie wie ein Kind. Seine Lippen streiften ihre Stirn, küssten ihre Lider. Seine Hände umfassten ihr Gesicht. Zärtlich sah er sie an: “Ich liebe Dich, ich liebe Dich, ich liebe Dich!” er flüsterte es wie eine Zauberformel vor sich hin. “Es ist Weihnachten, mein Engel. Du bist mein Weihnachtsengel, vom Himmel speziell für mich. Warte nur, meine Süße, meine Liebste! Ich werde Dir alles Glück dieser Welt schenken. Ich werde Dich genauso verrückt machen, wie Du mich!”

Seine Hände strichen über ihren Hals, hinunter zu ihrem Dekolleté, umfassten ihre Brüste, drückten sie sanft. Moritz war schon wieder in Form. Sein nackter Weihnachtsengel macht ihn so an, dass es kein Problem war für ihn, das er die Beherrschung verloren hatte. Im Gegenteil: Jetzt konnte er sich ganz auf sie konzentrieren. Er wollte ihr alle Lust schenken, zu der er fähig war. So glitt er an ihre Seite. Sein Mund berührte ihren vollen Busen, suchte nach den harten Warzen und als er sie spürte, leckte er zärtlich darüber hin. Seine Lippen umschlossen sie und er begann sachte zu saugen. Beate stöhnte leise.

Gefühle, die ihr bis dahin völlig unbekannt waren, durchrieselten sie. Sie wollte sich ihm hingeben, sie wollte ihm ihre geheimsten Seiten zeigen, Seiten die niemand an ihr kannte. Ihre Leidenschaft, die sie bis dahin immer unter Kontrolle gehabt hatte. Sie wollte die Kontrolle verlieren, sie ihm überlassen. Sie hatte Vertrauen zu ihm, wie zu keinem anderen Menschen auf dieser Welt. Wieso nur? Sie fand keine Erklärung dafür. Sie kannte ihn seit einem halben Jahr - nein, eigentlich seit heute Nachmittag.

Und nun lag sie hier an seiner Seite und fühlte wie seine Hände ihre Schenkel entlang streichelten. Wie sie zärtlich deren Innenseiten erkundeten, sie öffneten. Seine Finger legten sich über ihren Schamhügel wie eine Muschel. Eine Zeit lang bewegte er sich gar nicht, ließ sie nur seine Wärme fühlen. Moritz wollte sie nicht überfordern. Er wollte, dass sie das Zeichen gab. Er wollte, dass sie bereit war. Beates Atem ging lauter, sie genoss jeden Moment und fürchtete gleichzeitig den Nächsten. Aber er sollte weiter machen, das war der einzige Gedanke, zu dem sie noch fähig war. Sie spreizte die Schenkel ein kleines Stück weiter. Da fühlte sie wie seine Hand sich zusammenzog. Vorsichtig begann er ihren Venusberg zu kneten - ganz, ganz sacht fuhren seine Finger an ihrer heißen Scham entlang. Er spielte mit ihr.

Ohne zu unterbrechen suchten seine Lippen ihren Mund. Er küsste sie. Er küsste sie solange, bis sie atemlos den Kopf zur Seite drehte. “Ich liebe Dich!” flüsterte er zwischen den kleinen heißen Küssen, mit denen er sie überschüttete. Seine behutsamen Finger hatten gefunden, was sie gesucht hatten. Die Spitze seines Zeigefingers erfühlte die Feuchtigkeit, die aus ihrem Schoß aufstieg. Sie wollte ihn genauso sehr, wie er sie. Jetzt war der Moment für ihn gekommen, in dem er sie tiefer erkunden konnte. Seine Hand glitt hinein in ihr feuchtes Fleisch, das nur darauf wartete, von ihm liebkost zu werden. Er hörte sie stöhnen. Dieser eine Laut machte ihn so glücklich, wie Nichts vorher in seinem Leben. Er beugte sich hinunter über ihren heißen Leib. Ihm war, als schlügen ihm Flammen entgegen. Beglückt sog er ihren Duft in sich ein. Sein gieriger Mund legte sich auf diese verborgene Orchidee.

Seine Lippen spielten ein süßes Spiel. “Oh jaa, Moritz, jaaa, das ist so schön!” hörte er sie flüstern mit einer Stimme, die er kaum mehr erkannte. Seine Zungenspitze fand ihre Liebesperle. Beate zuckte unter ihm zusammen und stöhnte laut auf. Seine kleinen, kreisenden Bewegungen, mit denen er sie verwöhnte, zeigten sehr schnell Wirkung. “Oh Moritz, komm zu mir! Bitte! Du bringst mich zum Wahnsinn!” Beate bat ihn darum sie zu lieben! Er konnte es nicht glauben. Heute Morgen noch war er so einsam gewesen und nun hielt er die Erfüllung all seiner Wünsche in seinen Armen. Nur schwer konnte er sich lösen von ihr, aber sie hatte sein ungebändigtes Haar ergriffen und zog ihn hinauf zu sich. Sie spreizte weit ihre Schenkel und zog ihn dazwischen. Er kniete vor ihr mit hoch aufgerichtetem Glied und sie kam ihm entgegen. Beate hob ihre Hüften zu ihm empor, hielt ihm ihre heiße Liebeshöhle hin und erwartete ihn. Er wusste, dass sie keine Angst mehr hatte. Sie war nur noch Wolllust, nur noch Begierde. Jetzt erlaubte er sich, seiner eigenen Lust zu folgen. Er fasste nach seinem harten Zauberstab und berührte ihre feuchte Scham. Und es sprühten Funken. Gemeinsam stöhnten sie auf. Am liebsten wäre er mit einem Stoß in sie eingedrungen, aber er dachte mehr an sie, als an sich. So ergriff er ihre Hüften und zog sie liebevoll zu sich heran. Ganz langsam schob er sich vor in dieses Neuland, das von ihm erobert werden wollte. Er hörte sie keuchen. Er fühlte, wie sie sich unter ihm bewegte. Wie sie sich ihm entgegendrängte, die Vereinigung mit ihm suchte. Moritz zog sich zurück und als sie die Augen öffnete um ihn fragend anzusehen, stieß er erneut vor. “Jaa!” keuchte sie, “Jaa, Moritz, jaa, tu’ es!”

Er sah sie an. Dieses Bild prägte sich unauslöschlich in seine Seele. Seine Beate, umflossen von blonden Locken, überhaucht von den Flammen und von der Glut ihrer eigenen Begierde nach ihm. Als er erneut in sie drang, wippten ihre Brüste ihm entgegen. Seine Hände umfassten sie und pressten sie zusammen. Es war einfach mehr, als er ertragen konnte. Seine Stöße wurden schneller. Aber auch sie stieß gegen seine Lenden, steigerte ihre Geschwindigkeit immer mehr. Sie keuchte und stöhnte vor Gier ihn ganz in sich aufzunehmen. “Oh jaa, Beate, ja, - oh mein Gott, jaaa - Du bist ein Traum! - Jaa, oh, ja, lass mich, - lass mich Dich spüren. - Oh jaa, Beate, lass Dich gehen! - Gib’ Dich mir! - Liebes! - Engel! - Duuuuuuu !” Seine Lust war auf dem Gipfel angekommen. Aber auch Beate hatte den Punkt erreicht, wo sie keinerlei Kontrolle mehr ausüben konnte. Sie packte sein Hinterteil, stieß ihm ihre Fingernägel tief in die Haut und dann drückte sie ihn in sich hinein, bis sie spürte, dass sich alles in ihr verkrampfte, sie schüttelte - bis sie fühlte, dass sie ihn umarmte, festhielt und auch noch den letzten Tropfen aus ihm herauspresste. Sein rauer Schrei konnte sie schon nicht mehr erschrecken, denn sie selbst hatte einen Schrei ausgestoßen, von dem sie nicht wusste, aus welchen Tiefen ihrer Seele er gekommen war.

Sie hielten sich erschöpft in den Armen, überwältigt von einer ungeheuren Lust, von solch tiefer Liebe zueinander, dass sie beide keine Worte dafür hatten. Sie waren beide Einzelgänger gewesen, einsam und vorsichtig im Umgang mit anderen Menschen und nun hatten sie Etwas geschenkt bekommen, das sie nicht erwartet hatten. Sie hatten nicht einmal gewusst, dass es existierte. Sie hatten die andere Hälfte ihrer Seele gefunden.

 

© BvS                                                                                              Ihre Meinung?