Traumfoto


Heute war wieder einer dieser Abende - er fühlte sich leer und alt. Unruhig wühlte er in seiner speziellen Fotobox. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht: Hier waren sie alle. Einen Augenblick nur hatten sie ihm geschenkt. Für diesen kurzen, einen einzigen Augenblick hatte er sie besessen. Doch in dem Moment, wo er den Auslöser seiner Kamera drückte, hatte er sie in die Ewigkeit gebannt. Hier gehörten sie ihm! Immer! Wunderschön! - Mal glänzend, mal matt. In Schwarzweiß oder in Farbe - je nach Gusto.

Blonde, schwarzhaarige, üppige oder schlanke. Alle hatten sie etwas Besonderes. Er liebte sie. Der zierliche Venushügel von dieser verführerischen Scham – wie hatte sie nur geheißen? Ganz zarter Flaum bedeckte ihren Venushügel, als hätte sie ihn extra für ihn hergerichtet – es war aber von Natur aus so zierlich. Er liebte das Natürliche. Völlig anders - das dichte Buschwerk, das ihm das nächste Bild bot. – Allerdings hatte sie derart schlanke Beine! Oh Frauen! – Gott gegeben hübsch! Eine nach der anderen.

Wie sie ihre Schenkel spreizte - nur für ihn. Seine Finger strichen zärtlich an ihren Außenschenkeln entlang. Ob sie es spürte? Jetzt in dem Moment, wo er über dieses Fotopapier strich? Spürte sie seine Liebe zu ihr? Seine Huldigung? Liebevoll hauchte er über das Foto – ganz zärtlich über ihre Schamhärchen hinweg.

Seine Gedanken wanderten in die Vergangenheit, zu dem Tag, an dem das Foto entstanden war… Wie hatte sie sich zuerst geziert. Ihre natürlich-schöne Scham schüchtern bedeckt. Aber nach ein paar Minuten, sie hatten einen Kaffe getrunken und dabei über ganz alltägliche Dinge gesprochen, hatte sich alles gegeben. Als hätte sie vergessen, dass sie ohne Kleidung war.
Ihr Geschenk war Vertrauen.

Das nächste Bild zeigte Nina – ein kleiner Teufel – feuerrot! Sie hatte ihm eingeheizt. Mein Gott! Allein die Erinnerung - heiß! Wie eine Katze hatte sie sich erst auf dem Bett geräkelt – dann war sie auf ihn zu gekrochen. Dicht an ihm hoch. Erneut spürte er, wie sich sein Liebespfeil dabei streckte. Bild für Bild – der Atem stockte. Zum Glück hatte er nicht seine Routine vergessen - damals. Professionell hatte er den Auslöser betätigt. Sie wieder und wieder auf Film gebannt.  Aber wie hatten ihm die Beine gezittert, als sie so eng an ihm hoch glitt. Er hatte mehr als nur einen „harten Kern“ in seiner Hose. Lust hatte in seinen Schläfen gepocht! Sie hatte ihn nur keck angelächelt und war mit schwingender Hüfte zurück zum Bett stolziert. In seiner Nase blieb der Duft ihrer frisch geduschten Haut. – Aprikosenduft! Er erinnerte sich genau.

 

Oh verdammt fühlte er sich lebendig! Hätte er? Einfach seine Kleidung ablegen - ach was! Abreißen – ihm war nach abreißen gewesen! Hätte er seine Kleider abreißen sollen? Ihr hinterher? Ein sehnsuchtsvoller Seufzer entfuhr ihm. Noch immer vermeinte er ihren Duft zu spüren. Jetzt, in genau diesem Moment.
Was für ein Geschenk hatte sie ihm gemacht – seine süße Nina!

 

„Danke – für diese Erinnerung, meine Kleine!“ murmelte er vor sich hin. Energisch drückte er „seiner Nina“ einen Kuss auf ihren blanken Bauch. Er lies sich rücklings auf sein Bett fallen – löschte das Licht. Die Bilder – sein „Schatz“ dicht an seine Brust gepresst. Er würde träumen - von ihr – heute Nacht!

 

© Azraela                                                                              Ihre Meinung?

 

 






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