Linda

 

Eine Phantasie für Linda und Kent


 

„Wieso starren Sie mich so an?“ Langsam ging ihr dieser Typ auf die Nerven. Sie kannte ihn schon länger. Das heißt, sie hatte ihn schon des öfteren gesehen - im Aufzug ihres Wohnhauses. Er schien auch hier zu wohnen. Eigentlich hätte er ihr gefallen. Er war ein rassiger Typ, sicher 15 Jahre älter als sie - aber trotzdem! Oder vielleicht deswegen. Aber dieses Anglotzen konnte sie nicht leiden. Er sollte es gefälligst lassen.

 

„Ich bin Privatdetektiv. Das ist so etwas wie eine Berufskrankheit. Bitte verzeihen Sie mir!“, sagte er mit einer derart sonoren Stimme, dass sie eine Gänsehaut bekam. Und erst dieses Lächeln! Natürlich verzieh sie. Sie wusste nicht einmal mehr, warum sie ärgerlich geworden war. Linda lächelte zurück. „Wir haben uns ja schon öfter gesehen hier. Ich heiße Linda!“, stellte sie sich vor - obwohl das sonst eigentlich nicht ihre Art war.

 

Seine Augen blitzten. „Mein Name ist Kent!“, sagte er. „Und Sie haben den sinnlichsten Mund, den ich seit Jahren gesehen habe.“ Dann stieg er aus und war auch schon verschwunden. Linda stand wie angewurzelt. Erst als sich die Türen des Fahrstuhls schlossen, merkte sie, dass sie hier eigentlich auch aussteigen sollte.

 

Egal! Sie fuhr wieder nach oben - und zwar ganz nach oben. So gewann sie Zeit. Zeit zum Nachdenken. Was war das jetzt gewesen? Ein Kompliment oder eine Frechheit? Sie kam zu dem Ergebnis, dass es wahrscheinlich beides war. Und sie gestand sich ein, dass es ihr gefiel, über die Maßen gefiel.

 

Linda war Ende Dreißig und sie war nicht das, was man eine Schönheit nannte. Dachte sie zumindest. Aber so wie er sie angesehen hatte...? Sie war klein und zierlich, hatte kaum Busen und auch nicht sehr ausgeprägte Hüften. Dafür aber wunderschönes, langes, blondes Haar - und eben diesen Mund. Sie wusste es. Er war breit und sinnlich, weich und verlockend. Einfach umwerfend. Und es waren eigenartigerweise immer höchst interessante Männer, die darauf abfuhren. Solche wie Kent!

 

Wie alt er wohl sein mochte, der Herr Privatdetektiv? Sie überlegte. Ob er verheiratet war? Bestimmt war er Ende Fünfzig. Sein Haar war voll, aber schlohweiß. Er sah gut aus. Verdammt gut! Seriös und trotzdem rassig. So eine unwiderstehliche Mischung aus gesetztem Gentleman und Draufgänger. Linda seufzte. Wieso war er nur so schnell verschwunden? Sie hätte gerne ...

 

Die Türen öffneten sich erneut. Jetzt musste sie sich aber endgültig von diesem Mann in ihrem Kopf trennen. Die Zeitung wartete. Schließlich und endlich war sie sowieso schon zu spät. Aber immerhin würde es ihr mühelos gelingen ihren Chef zu bezaubern mit ihrem Charme, denn so gutgelaunt wie heute, war sie schon lange nicht mehr gewesen. „Sie haben den sinnlichsten Mund, den ich seit Jahren gesehen habe!“

 

„Oh boy, dieser sinnliche Mund könnte einiges mit dir tun, glaub’ es mir Kent!“ Sie lächelte bei diesem Gedanken, und als sie in ihrem Auto saß, überlegte sie sich sehr genau, was ihr zu diesem Thema alles einfallen könnte. Was für ein herrlicher Tag!

 

* * *

 

Von wegen Draufgänger! Kent war geflohen vor seiner eigenen Courage. Was hatte er da gesagt? Nein! Nicht gesagt! Es war ihm herausgerutscht: „Sie haben den sinnlichsten Mund, den ich seit Jahren gesehen habe.“ So etwas Unmögliches! - Ja, aber es stimmte. Diese aufgeworfenen Lippen machten ihn einfach an. Er konnte nichts dafür. Jedes Mal wenn er sie sah, betrachtete er ihren Mund - und dann stellte er sich vor ... Ja, er hatte sich auch vorgestellt, wie sie küsste. Bestimmt süß und zärtlich. Aber sie konnte sicherlich auch wild und hemmungslos! Diese Lippen legten Zeugnis ab von ihrer Leidenschaft. - Und dennoch war sein erster Gedanke ein anderer gewesen. Sein erster und immer wiederkehrender Gedanke - seine Sehnsucht - sein Wunschtraum - seine heißeste Begierde!

 

Ihre weichen, roten Lippen spüren! Kent stöhnte. Wenn sie im Aufzug niederkniete und ihm ... Großer Gott! - „Aufhören!“ Er saß im Auto und beobachtete die Ehefrau des Sohnes einer Klientin. Solche Ablenkungen konnte er sich nicht leisten. Obwohl hier bestimmt nichts passieren würde. Das sagte ihm seine Erfahrung. „So eine alte Hexe!“, dachte er. „Da lässt sie ihre Schwiegertochter beschatten, obwohl die wirklich nichts Unrechtes tut. Bloß weil die Dame ihr nicht passt für das Muttersöhnchen!“ Was gab es auf der Welt für schräge Vögel! Aber immerhin lebte er ganz gut davon. Seine Detektei war inzwischen auf vier feste Mitarbeiter angewachsen. Und ihre Hauptarbeit bestand darin, Beweise zu liefern - für einen Seitensprung. Sie würde auch geschieden werden, die Kleine, die er da beobachtete. Er wusste es. Nicht weil sie einen Freund hatte, aber sie hatte die Schwiegermutter gegen sich. „Da kann man nur verlieren!“, dachte er. Er wusste es aus Erfahrung. Seine Ehe war auch daran zerbrochen.

 

Aber Linda war Single. Er wusste auch das. Schließlich war er Detektiv... und sie war so süß. Er stand auf mädchenhafte Frauen: Zart und viel kleiner als er - beinahe knabenhaft. Ob sie wohl rasiert war? Kent schloss die Augen und stellte sie sich vor. Nackt! Ganz deutlich sah er ihre winzigen Brüste mit wunderschönen Brustwarzen. Groß und hart! Wie gerne würde er jetzt daran saugen. Und - ein hochgewölbter Schamberg - glatt und blitzblank rasiert. So unberührt sah sie aus. So unschuldig. - Doch dann, ein wahres Kontrastprogramm. Dieser Mund! Er konnte wirklich nichts dafür. Das Bild war einfach von suggestiver Kraft. Er musste - musste - musste sich vorstellen, wie sie ihn lutschte! Nicht einmal lecken war genug. Sie lutschte! Saugte und biss, rieb seine Spitze genüsslich auf ihrer Zunge. Ihre aufgeworfenen Lippen verschlangen ihn regelrecht. Rein und raus und rein und raus. „Jaaahhhhh!“ Stöhnend kam Kent - die Hand in seiner Hose vergraben.

 

Die Frau, die er beobachten sollte, war verschwunden. Und er war auch nicht mehr „comme il faut“. Verdammt! Jetzt musste er nach Hause und sich umziehen. Was für eine Frau, diese Linda! Was für ein hinreißendes Weib, und er wusste nur eines: Er wollte sie haben!

 

* * *

 

„Kent!“ Immer wieder wiederholte sie seinen Namen. Was für ein Mann. Er hatte eine erotisierende Wirkung auf sie, ganz ohne Zweifel. Schließlich wusste sie, welchen Phantasien sich die Männer hingaben - im Zusammenhang mit ihrem Mund. Sie sah es ja selber. Ihr Mund war geradezu unverschämt aufreizend. Deswegen trug sie zumeist auch keinen Lippenstift. Wenn sie ihre Lippen erst noch betonte, dann konnte sie auch gleich ein Schild anbringen: „First class Blowjobs!“ Innerlich schmunzelte sie. Sie musste nichts tun. Sie musste bestenfalls ein bisschen schmollen - und jeder Mann dachte an Sex!

 

Momentan waren es nicht ausschließlich Männer, die daran dachten. Dieser rassige Kent brachte auch sie dazu DARAN zu denken. - Warum auch nicht? Gleiches Recht für alle. Sein Mund war auch - recht verlockend. Linda stand auf und ging zur Toilette. Auf dem Rückweg trug sie ihr zusammengeknülltes Höschen in der Hand. Sie verstaute es in der Aktentasche. Wie gut, dass die Slips heutzutage ziemlich klein waren. Sie fühlte sich so sexy, wie schon lange nicht mehr. „Sie haben den sinnlichsten Mund, den ich seit Jahren gesehen habe.“ Was so ein Satz anrichten konnte! Da saß sie nun, in der Anzeigen-Abteilung ihrer Zeitung und überlegte sich, ob ihr der Kollege von schräg gegenüber unter den kurzen Mini sehen konnte. Sie musste lachen. Und dann öffnete sie ihre Knie und stellte ihre Beine etwa eine handbreit auseinander. Sollte er es sehen!

 

Nein! Nicht er sollte es sehen! Kent - sollte es sehen! Er sollte den Blick genießen zwischen ihre gespreizten Schenkel  - und auf ihr rasiertes Hügelchen. - Ob er auf Rasur stand? Nackte Schamlippen, rosig und prall? Oder mochte er vielleicht lieber weiches Schamhaar? Sie spürte allmählich, wie sie feucht wurde bei diesen Gedanken und schob ihre Beine noch ein Stück weiter auseinander. Der leichte Luftzug des Ventilators streifte ihre nasse Muschi, erregte sie augenblicklich. Linda stöhnte unterdrückt. Wenn er doch hier wäre! Wenn er sich jetzt zwischen ihre Schenkel drängte! Sie würde ihn ... - oh jaaahh! Sie würde ihn gewähren lassen! Sie rückte weiter vor, setzte sich auf den vordersten Rand ihres Sessels und spreizte ihre Beine noch mehr. Der Rock schob sich höher, gab ihre nackten Schenkel frei. Am liebsten hätte sie ihre Hand zu Hilfe genommen. Das ging nun hier überhaupt nicht. Vielleicht aber doch?

 

Also lehnte sie sich zurück und schloss die Augen. In ihren Gedanken war er bei ihr, kniete genau an der richtigen Stelle. Linda konnte beinahe seinen Atem fühlen - oder war es doch der Ventilator? Seine Hand drückte auf ihre Scham, schob sich tiefer. Durch den Stoff spürte sie, wie sich ihre Lippen teilten. Ein Finger berührte ihren Kitzler. Ihr Körper bäumte sich auf. So geil war sie lange nicht gewesen.

 

Seine Lippen an ihren. Seine Zunge, die ihre Scham teilte. Sie der Länge nach leckte. Ihr Finger rieb durch den Stoff. „Komm schon, streichle mich!“ In Gedanken durfte sie das alles tun. Wunderbar. „Lass mich deinen Schwanz spüren! - Zeig’ ihn mir! - Bitte! - Berühr’ mich - damit!.

 

Ihr Rücken bog sich durch. Sie schob ihm ihre Muschi förmlich entgegen. „Küss mich!“, flehte sie. „Leck’ mir meine feuchte, geile Muschi! - Kent! - Komm schon, du willst es doch auch!“ Ihn anzumachen machte sie noch lüsterner. Mehr! Noch mehr! Sie spreizte ihre Schenkel noch weiter. Wenn der Kollege schaute, würde er scharf werden! Sie kicherte. Sollte er!

 

Aber der Kollege würde nichts sehen, denn da kniete Kent und hielt ihr seinen steifen Schwanz entgegen, tupfte mit seiner Eichel an ihr warmes, weiches Fleisch. Linda konnte ihn stöhnen hören. Da wollte er hinein. So heiß, so weich, so nass, so unglaublich geil. Ihre Muschi! So nah und doch so fern! Und sie war so begierig ihn zu fühlen. „So schieb ihn mir schon endlich rein!“, flehte sie in Gedanken. „Komm! - Lass mich deine Eichel fühlen! - Drück sie mir hinein!“ Beinahe spürte sie seine Härte zwischen ihren glatten Schamlippen. So hielt sie das nicht aus. Verdammt. Verdammt! Verdammt!

 

Linda schwang mit ihrem Stuhl herum, so dass sie aus dem Fenster sehen konnte. Das war gefährlich, denn so würde sie nicht bemerken, wenn sich ihr jemand näherte. Aber so konnte sie ihre Hand unter den Bund ihres Rockes schieben und ihre Finger eintauchen in diesen heißen Krater der Lust. So konnte sie ihren Kitzler massieren und sich vorstellen, Kent wäre derjenige, welcher! Ihre Fingerspitze kreiste schneller und in dem Moment, in dem Kent tief hineinstieß, kam sie stöhnend zum Höhepunkt.

 

* * *

 

Als sie am späten Nachmittag nach Hause kam, dachte sie an Kent. Wenn er doch auch käme, um mit ihr im Aufzug zu fahren. Es war so weit in den 37. Stock. Wo wohnte er eigentlich? Irgendwo über ihr. Wenn sie einstieg, war er immer schon da. Wenn er jetzt käme, würde sie über ihn herfallen. Sie würde sein Hemd aufreißen und ... Linda drehte sich um und sah durch die Eingangshalle zur Türe. Leider!

 

Als sie sich wieder zurückdrehte, öffneten sich gerade die Türen. Ob sie noch warten sollte? „Hallo Linda!“ Sie wäre beinahe umgefallen. Wo kam er her? Wieso war er im Aufzug? Und verdammt, wieso hatte er so eine aufregende Stimme? - „Hallo Kent!“, krächzte sie atemlos - und stieg ein. Sie wagte nicht ihn anzusehen. Schließlich war sie nackt unter diesem knappen Mini!

 

Kent starrte sie an. Wieso war diese Frau nur so sexy? Sie strömte Sex aus allen Poren. War das heute früh auch schon so gewesen? Warum hatte er sie dann nicht mitgenommen? Sie hätten es tun können - in seinem Auto! Sie - mit gespreizten Schenkeln über ihm - sein Schwanz in ihrer Muschi! Er hatte Mühe, nicht laut zu stöhnen.

 

Er würde sie jetzt fragen, ob sie mit ihm Essen gehen würde. Kent würde sie dieses Mal nicht wieder laufen lassen. Wieso war er bloß so nervös? Sie konnte doch nicht wissen, dass er bereits seit einer halben Stunde Aufzug fuhr! - Mann, sah sie süß aus. Das blonde Haar war leicht verstrubbelt - „wie nach der Liebe!“, dachte er. „Linda!“, krächzte er. „Linda, hätten Sie vielleicht Lust ...“ Er räusperte sich und setzte noch mal an: „Linda! - Wollen Sie ...“ Der Aufzug hielt an, und die Türen öffneten sich. Verdammt! Er musste sich beeilen, sonst war sie weg. „Wollen Sie mit mir schlafen?“

 

Linda starrte ihn an, und die Türen schlossen sich langsam. Was hatte er gesagt? Herrgott! Das Blut schoss ihm ins Gesicht! Aber als der Aufzug anfuhr, war sie schon bei ihm - und im 40. Stock hing seine Hose in den Knien, und sie bewies ihm, dass sein Eindruck von heute Morgen durchaus richtig gewesen war: „Sie haben den sinnlichsten Mund, den ich seit Jahren gespürt habe!“

 

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